Turnen, Sport und Spiel.
Der Punktekampf.
Nun geht er wieder los auf der ganzen breiten Front der Fußballer, Handballer, Hockeyspieler: der Kampf um die Punkte. Zu schnell ist die kurze Zwangsruhepaufe vergangen, die die einzelnen Verbände zur Schonung der Spieler von den vorausgegangenen Strapazen verordnet haben, zu kurz waren die wenigen Wochen, die lediglich den Freundschaftsspielen galten. Nun geht es wieder Sonntag für Sonntag um die Punkte, die die ersten Stufen zum Meisterschaftsthron bilden. Es ist etwas Großes und Schönes, dieses zähe Vorwärtsspielen zur Spitze. Immer fester wird das Mannschafts- g^üge, immer stärker bildet sich Kamps- und Siegeswille heraus. Klein fängt er an, der Kampf um die Meisterschaft; erst in der Abteilung oder im Gau, dann im Bezirk, schließlich im Landesverband. Die allermeisten bleiben schon auf diesem oft recht beschwerlichen Weg liegen, und nur wenige sind dazu ausersehen, in den Endkampf einzugreifen. Hier eirtscheidet dann allerdings nicht mehr der Punkt, sondern, da nun das Pokalsystem zur Anwendung kommt, nur noch Sieg oder Niederlage. Verlieren heißt gleichzeitig ausscheiüen aus dem weiteren Wettbewerb.
Die Punktwertung bringt aber auch Nachteile mit sich, die allerdings so lange nicht zu vev- meiden sind, als überhaupt Meisterschaften aus- gekämpst werden. So manche Ausartung und llnfuttur eines Spieles, eines Spielers oder einer ganzen Mannschaft ist lediglich die Folge des Punkte-Musses. Oft unterliegt die technisch überlegen spielende faire Mannschaft Draufgängern, die nichts zu verlieren haben. Gewiß werden Regelwidrigkeiten oder Roheiten jederzeit durch den Schiedsrichter unterbunden, aber die Feinheit eines Spieles kann er dadurch doch nicht herbeiführen. Unb noch eine andere Gefahr ist mit dem Punkteshstem verbunden. Wer Sonntag für Sonntag von seiner Mannschaft in Anspruch genommen wird, ob der wohl immer — wir sprechen hier von den ersten Mannschaften — aus reinem Idealismus kämpft? Dabei ist weiter zu berücksichtigen, daß auch die beruflichen und familiären Verpflichtungen des einzelnen nicht immer yi dem ihnen gebührenden Recht kommen. Erfreulicherweise ist aus erzieherischen Gründen der Punktekampf von den unteren und von den Iugendmannschaften ferngehalten. Das ist gut so und soll so bleiben, wenn der Rasensport, dec viele Hunderttausende zu seinen Anhängern zählt, seine Erziehungsaufgabe an der Iugeird erfüllen will.
Fußball.
Spielvereinigung 1900 Giehen.
ö. Die Ligamannschaft setzte am Sonntag ihren Siegeszug fort Die Erfolge des Tages trug sie über den Verein für Rasenspiele Butzbach davon, obwohl der Platz in schlechter Verfassung war. Roch bevor sich Gießen auskannte, setzte der Gastgeber mit einem scharfen Tempo ein. Dann war Wiß - mar im Tor öfter hervorragend bei der Abwehr behilflich. Allmählich setzten 1900s flache Kombinationsgegenangriffe ein. Die Vereinigten erzielten innerhalb 20 Minuten 5 Tore, darunter einen verwandelten Elfmeter, da ein Butzbacher Verteidiger ein sicheres Tor durch „Händemachen" vereiteln ,wollte. Will I. buchte allein vier Treffer auf sein Konto, während der fünfte von Hammes erzielt wurde. Aus einem Elfmeter resultierte Butzbachs Ehrentor. Der Elfmeter, scharf in die Ecke geschossen, wurde durch Wißmar im Werfen ab-- gesch! :gen, jedoch an die Innenkante des Pfostens. Der Schiedsrichter entschied Tor. Inzwischen mußte ein Butzbacher wegen Beleidigung des Schiedsrichters das Spielfeld verlassen. Mit 5:1 für 1900 ging es in die Pause. Nach Wiederantritt lag Gießen gleich wieder im Angriff, ohne zunächst Erfolge zu erzielen, da Butzbach zahlreich verteidigte. Dann gelang den Butzbachern ein Vorstoß, doch Will II. war zur Stelle und wehrte ab. Dafür erhielt er von dem Butzbacher Halbrechten eine Ohrfeige. Hierauf Platzverweis des Täters und Strafstoß für 1900. Das Spiel ging weiter. Butzbach versuchte durch rücksichtslosen Einsatz der Körperkraft seine spielerische Unterlegenheit wettzumachen. Der bereits verwarnte Mittelläufer des Platzvereins schleuderte Ranft II. mit Gewalt vom Ball durchs Spielfeld. Auch dieser Tat folgte die Strafe auf dem Fuße, ebenfalls durch Platzverweis. Der Butzbacher Spielführer ließ ovm Schiedsrichter das Spiel abbrechen. Ueber den häßlichen Vorgang, der jetzt folgte, fei hier geschwiegen. Die Instanz wird sich mit der Angelegenheit befassen.
Die mit vielen jungen Spielern antretende Ligareservemannschaft der Vereinigten hatte in Gießen den mehrjährigen Lahnkreis-^- Meister, die 2. M a n n s ch a f t des F. C. 05 W e tz - l a r, zu Gast und überfuhr diese mit 8:0 Toren.
Die 3a siegte über Leuns I. 3:1. Zuerst sah es nicht so aus, denn schon nach drei Minuten führten die Gäste 1:0.
Die 4. fuhr zum Neuling im W. S. V., dem Sportverein Fronhausen a. d. Lahn, und siegte trotz sehr schwacher Aufstellung 5:3. Das Interessante an diesem Spiel war: Es gab in diesem Treffen nicht weniger wie 7 Elfmeter (Rekord!), fast alle wegen „Händemachen". Vier gegen 1900 (verwandelt einer nach Wiederholung), 3 gegen Fronhausen (verwandelt zwei).
Die zum erstenmal auftretenden „Alten Herren" der Spielvereinigung waren infolge vieler Absagen reichlich schwach. Wenn es trotzdem zu einem 3.2-Sieg über die flinke junge Mannschaft des weiteren Neulings im W. S. V., dem Verein für Rasenspiele Lich, reichte, so ist das ein Hauptoerdienst zweier Leute, Franz B r e i d e r t in der Verteidigung und Fritz «Bieler als Sturmführer.
Die Lehrmannschaft holte sich nach reichlich überlegenem Spiel nur knapp mit 1:0 Toren den Sieg über die Süddeutschen, die 1. Jugend des Sportvereins Bad-Nauheim. Mangelndes Verständnis im Sturm der Einheimischen verhinderten weitere Erfolge.
Die neue 1. Jugend der Spieloereinigung spielte gegen die 1. Jugend Leuns. Die Gäste wurden mit einer 5.0-Niederlage nach Hause geschickt. Für den Beginn ein ganz netter Erfolg.
Die 3. Jugend und die S ch ü l e r m a n n • schäft weilten in Saubringen. Beide brachten es erneut zu Erfolgen. Während die 3. gegen Sau« bringens 1. Jugend 4:1 siegte, konnten auch die Schuler gegen die Schüler Saubringens 4:1 siegen.
Spielfrei blieb von den 10 Mannschaften der Spielvereinigung 1900 nur die 2. Jugend, da der
in Aussicht genommene Gegner auf die schriftliche Anfrage keine Antwort erteilte. Trotzdem waren am Sonntag im ganzen 99 Fußballspieler für den Verein aktiv tätig, ein Beweis, daß sich das Fußballspiel nach wie vor bei jung und alt großer Beliebtheit erfreut.
Leichtathletik.
Die Wanderpreisspiele des T. V. von 1846 am Sonntagvormittag auf Oswoldsgarten konnten, vom schönsten Wetter begünstigt, den zahlreichen Zuschauern wieder einmal schöne technische Turnspiele zeigen.
Besondere Anerkennung gebührt den Spielen der Meisterklassen, worunter T. D. Herborn als Verteidiger des Wanderpreises, Bad Homburg, Holzheim und T. V. v. 1846 Gießen zu finden waren. Von diesen 'Mannschaften konnte nach hartem Kampfe der Pokalverteidiger als neuer Sieger verkündet werden.
In der ^-Klasse blieb T.V. v. 1 846 Tietz en gegen Bad Homburg Sieger, nachdem er vorher mit der gleichen Mannschaft ein Unentschieden erzielte.
In den Iugendklassenspielen waren die Mannschaften der Vereine Wetter, Wetzlar, Holzheim und T. V. v. 1846 Giehen dem spielstarken Gegner. T. V. 1860 Marburg, unterlegen.
D. f. B.
(-) Die Leichtathletikabteilung war am Sonntag gemeinsam mit der dritten Mannschaft einer Einladung des Sportvereins Hadamar zum dortigen Sportfest gefolgt. An den leichtathletischen Wettkämpfen beteiligten sich u. a. „Sportfreunde" Siegen. D. C. Wetzlar, V. f. R. Limburg. Koblenz und Montabaur. In Anbetracht der starken Konkurrenz und des kurzen Bestehens der Abteilung sind die dort erzielten Erfolge der V. f. B.er als sehr gut zu bezeichnen. Mit zwei ersten, zwei zweiten und zwei dritten Preisen, bei recht ansprechenden Leistungen, können die Teilnehmer zufrieden sein, zumal die Trainingsmöglichkeit bis vor kurzem doch recht beschränkt war.
Die Sieger waren: Paulus: Erster im Hoch- sprung mit 1,55 Meter (wegen schlechten Plahver- hältnissen nicht ausgesprungen), ebenso Erster im Weitsprung mit 6 Meter. Kreiling: Zweiter im Weitsprung mit 5,84 Meter und Dritter im 100-Meter-Lauf. Knöppler: Dritter imHoch- sprung mit 1,45 Meter. In der 4xl00-Meter- Staffel konnte sich V. f. B. nach scharfem Kamps vor V. C. Wetzlar als Zweiter placieren.
Die dritte Mannschaft hatte für die Pokalspiele der 6-Klasse gemeldet und konnte im Endspiel über die zweite Mannschaft desV.f.R. Limburg durch einen l:0-Sieg den Pokal mit nach Haus nehmen.
Wetzlarer Sport.
h. Im Handball wurde das vereinbarte Städtespiel Gießen gegen Wetzlar abgesagt. Es wird an einem späteren Termin mit dem Vorspiel in Gießen stattfinden.
Dem F. C.-P o I i 8 e i Wetzlar gelang es, in letzter Stunde ein Privattreffen gegen die P o lizei Butzbach abzuschliehen. ®ie vereinigten Wetzlarer Handballer waren im Feldspiel nicht überlegen, konnten sich dagegen vor
dem Tore durch besseres Schuhvermögen eher als der Platzverein durchsetzen, so daß sie am Ende einen knappen, einwandfreien 2:0 - Sieg errangen. Das erste Tor fiel bereits in der 6. Minute nach Spielbeginn durch den Halblinken M a u h , der eine Abgabe von Paulus zum ersten Tor verwandelte, das zweite ungefähr eine Minute vor Schluß durch den Rechtsaußen Roth. Wetzlar spielte zu viel im Innensturm und beschäftigte die Flügel zu wenig. Von Butzbach sah man im Sturm ein raumgreifendes Spiel, mit dem viele Schuhgelegenheiten herausgearbeitet wurden, die aber durch zu schwaches Werfen nicht in Erfolge umgeseht wurden. Wetzlars Torwart konnte diese Schüsse leicht meistern. Leider wurde das Spiel gegen Ende zu körperlich, so daß feine Feinheiten verloren gingen.
Tennis.
Gießener Tennisklub siegt im Rückspiel gegen den Wetzlarer Klub mit
14:6 Punkten.
ck. Interessant verliefen die Wettkampfe, die der G. T.-Club am Sonntag in Wetzlar dem dortigen Elub lieferte. Es ist anzuerkennen, daß der Wetzlarer Club eifrig trainiert hat und infolgedessen ein besseres Resultat als bei der ersten Begegnung erzielen konnte. Die Resultate sind:
Herren-Einzel:
Dr. Fischer-Berisch 7:5, 6:1. Bostroem-Courtin 6:2, 6:3. Kirchner-Dr. Rau 6:8, 6:4, 6:4. Hamann- Dr. Koch 4:6, 6:3, 6:4. Noll-Dr. Pfeiffer 6:4, 6:2. Dr. Dönges-K. Koch 10:8, 6:2. Bock-Oramas 3:6, 6:0. 2:6. Dr. Schopper-Winkelmann 6:2, 6:2.
(Bem. Doppel:
Kempff-Fischer—Winkelmann-Berisch 6:4, 6:0. Merzhäuser-Oramas — Werner-Kirchner 1:6, 2:6. Berg-Dönges — Dumur-Rau 1:6, 2:6. Berg-Bo- ftroem—Abel-Courtin 6:3, 6:2.
Damen-Einzel:
Kempff-Merzhäufer 6:2, 6:4. Berg-Dumur 0:6, 2:6. Werner-Winkelmann 6:2, 2:6, 6:4. Berg-Abel 2:6, 4:6.
Herren-Doppel:
Kirchner-Hamann — Rau-Berisch 6:8, 6:1, 6:4. Noll-Bostroem—Pfeiffer-Courtin 6:1, 7:5. Dönges- Bock— Gebr. Koch 4:6, 6:4, 4:6. Schopper-Bock— Oramas-Winkelmann 3:6, 6:3, 5:7.
Schwimmen.
Als neue Rekorde anerkannt
sind jetzt durch den Derbandsschwimmwarl des D. S. V. die Leistungen von: Dingeldeh- Iungdeutschland Darmstadt über 200 Meter Seite mit 2:40,5 und über 400 Meter Seite mit 5:43, die er beim Verbandsf est in Düsseldorf am 1. Aug. 1926 erzielte, und von Frl. Reni Erkens- S. V. Amateur Oberhausen im 400 Meter bel. Schwimmen mit 6:35,9, erzielt am 7. Aug. 1926 in M.-Gladbach.
Sensationeller Schwimmersieg.
Einen sensationellen Sieg, der in ungarischen Sportkreisen großes Aufsehen erregt, gewann in Budapest der einbeinige, auch in Deutschland bekannte ungarische Meisterschwimmer H a l a s ß. Er schlug den Verteidiger des Strommeistertitels P a h o f bei den Mannschafts-Meisterschaften in völlig überlegener Weise.
WÄS der Sonntag bringt.
Der Städte-Achter Gießen - Wetzlar
Am kommenden Sonntag findet auf der Lahn zum erften Male der Städte-Achter- Wettkampf Gießen Wetzlar statt. Der Preis hierzu ist von den Städten Gießen und Wetzlar, sowie einigen Freunden der Ruderei gestiftet. Das Ausscheidungs-Rennen der beiden Gießener Vereine wird vormittags 9 tthr ausgefahren, der Sieger tritt nachmittags 5 Ähr gegen die Mannschaft des Wetzlarer Ruder- Clubs an. Der Zutritt zu der Veranstaltung ist frei.
Die Fuhballbezirksliga in Hessen-Hannover.
h. Der Technische Bezirksausschuß hat sich veranlaßt gesehen, eine Reihe von Terminen zu ändern, um einer Kasseler großen leichtathletischen Veranstaltung nicht zur Konkurrenz zu werden. Für die Gruppe Süd wirkt sich die Aenderung wie folgt aus: Am 12. Sept.: Kurhessen Kassel — V. HD. Giehen. F. C. Wetzlar — Borussia Fulda. 19. Sept.: Borussia Fulda — V.f.D. Giehen. F. C. Wetzlar — Kurhessen Kassel, V. f. D. Kurhesfen Marburg — Hessen 09 Kassel. 10. Oft.: Kurhessen Kassel — V.f.D. Kur- Hessen Marburg. Borussia Fulda — Hermanni« Kassel. Erstgenannte Vereine sind Plahvereine. Die Spiele des 5. Sept, sind bestehen geblieben. An diesem Tage treffen sich also in Gießen: V. f. D. gegen Hermannia Kassel. Hermanni« ist der aufgestiegene, sehr spielstarke Kasseler Kreis- meister, der ein sehr nützliches und den kürzesten Weg zum Erfolg gehendes Spiel beherrscht, dem die Gießener V. f. B.er alle ihre Technik entgegensetzen müssen, um zu bestehen. Der vergangene Sonntag hat den Gießenern durch ihren Sieg über Hessen 09 Kassel das nötige Zutrauen gegeben, das für den Auftakt der schweren Bezirksspiele erforderlich ist. Hermannia schnitt gegen die besten Kasseler Vereine meist siegreich ab, und ist imstande, sehr körperlich und energisch zu spielen. Der Ausgang des Spieles ist ungewiß, wobei zu bemerken ist, daß dem V. f. D. auf eigenem Platz eher ein Sieg zuzutrauen ist, als den Gästen. F. C. Wetzlar wird in Kassel gegen Hessen 09 keine Chancen auf Gewinn haben. Da die Elf mit reichlichem Ersah fährt, fairn es sich nur darum handeln, wie hoch sie verliert, denn verlieren wird sie ziemlich fieber. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen des dritten Lahnvertreters in der D. Z. ruht also die Hoffnung auf günstiges Abschneiden nur auf den D. f. B ern aus Giehen.
D. f. D.
(-) Mit kommendem Sonntag beginnen für den hessisch-hannöverischen Bezirk die Verbands- kämpfe. Don den Gießener Fuhballvereinen ist es V. s. D.. her sich durch seine vorjährige Lahn- kreiSmeisterschaft den Aufstieg zur höheren Liga- klasse, der Bezirksliga, erkämpfte.
V. f. B. hat am nächsten Sonntag auf hiesigem Platze die „Hermania" Kassel zum ersten Verbandsspiel als Gegner. „Sjermania“ ist Meister des Kreises Hessen und Bezirksmeister der Kreisliga des Bezirks Hessen-Hannover. Daß die Mannschaft etwas kann, hat sie durch eine Reihe glänzender Resultate gegen gute Gegner bewiesen, so mit ihrem neuerlichen Sieg mit 3:1 über die spielstarke Bezirksligamannschaft der beiden vereinigten Hannöverisch-Mündener Vereine, jetzt „Hellas" H.-M. Auch D. f. B. muhte sich ihr schon einige Male beugen, das letzte Mal mit 2:0 auf eigenem Platz. Die Spiele der vergangenen Woche lassen jedoch deutlich eine recht starke Formverbesserung der V. f. B.-Liga erkennen. Jedenfalls wird es einen harten Kampf geben, für dessen reibungslose Abwicklung seitens des Platzvereins alles getan ist und auf dessen Ausgang man sehr gespannt sein kann.
Die A.-H.-Mannschast hat wahrscheinlich die erste Mannschaft von Lich zu Gast. Zweite und dritte Mannschaft fahren zum fälligen Rückspiel nach Wetzlar-Niedergirmes. Die III. a-Mannschast hat die I. von Fronhausen (Lahn) zu Gast. Die L Iugendmannschaft will sich auf hiesigem Platz für die am Sonntag in Marburg erlittene 3:0- Niederlage gegen Germania's Jugend revanchieren. Die II. Jugend ist durch eine Absage Heuchelheims ohne Spiel.
Spieloereinigung 1900 Metzen.
o. Während die erste Bezirksligaklasse bereits am Sonntag mit den Meisterschaflskämpten beginnt, tritt die Dezirksliga Ii erft am 12. ds. Mts. in die Kämpfe ein, der Gießener Vertreter in der letzteren Klasse, die „Spielvereinigung 1900", sogar erst am 26. er. Die Ligamannschaft hat immer noch einige wunde Stellen, die bis zum Eintritt in die Verbandsspiele unbedingt beseitigt sein müssen, wenn die Mannschaft mit Erfolg bestehen will.
Am Samstag folgt die Ligamannschaft dem Rufe der Sportvereinigung 1911 Dillenburg zu einem Freundschaftstreffen. 1900 muß den Gang nach dem Dillenburger Platz mit 4 bis 5 Ersatzleuten antreten, da die anderen Spieler geschäftlich nicht abfommen können. Hier bietet sich die beste Gelegenheit, aus dem reichlichen Spielermaterial die nötigen Ersatzspieler auszuprobieren. Ob es trotzdem zu einem Siege langt, muß ab gewartet werden.
Eine weitere Fußballmannschaft, sowie eine Anzahl Leichtathleten werden am Sonntag an den ausgeschriebenen Pokalwettbewerben in Dillenburg teilnehmen. Die Ligareservemannschaft empfängt zu Hause die 1. Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele Ober-Schmitten, die ein ganz respektables Können ihr eigen nennt. Die In letzter Zeit erzielten Resultate dieser Mannschaft beweisen es. Das Vorspiel in Ober-Schmitten endete 2:2. Diesmal müssen sich die Giehener, die leider nicht in bester Aufstellung antreten können, mächtig strecken, um I ehrenvoll abzuschneiden. Die „Alten Herren" |
fahren zur „Germania" Marburg. Alle anderen Mannschaften ruhen aus.
Die Derbandsspiele im Deutschen Arbeiter - Sportbunb.
'£ Sas für Sonntag nach dem Heuchelheimer Sportplatz geplante Jugendtreffen der Fußball« fügend wurde auf einen späteren Termin vertagt. Statt dessen werden in allen drei Klassen die Der- bandsspiele fortgesetzt, die besonders in der ersten Klasse wieder recht spannende und für die zukünf« t>ge Gestaltung der Reihenfolge der Mannschaften sehr wichtige Spiele bringen werden.
Im Vordergrund des Interesses dürfte das Spiel zwischen den ersten Mannschaften Gießens und Heuchelheims stehen, das auf dem Heuchelheimer Sportplatz zum Austrag kommt. Hier treffen Zwei Gegner aufeinander, deren Leistungen als gleichwertig anzuerkennen sind. Beide^ Mannschaften haben nichts von ihrer Spielstärke "eirfgebüßt; das beweisen die Resultate der letzten Spiele. In der Vorrunde konnte Heuchelheim die Gießener Mann» chaft, wenn auch nur mit einem Tor Unterschied, chlagen. Als ernsthafter Bewerber um die Meisterest wird die Mannschaft auf eigenem Platz alles daran setzen, um die Punkte zu behalten. Gießen auf der anderen Seite wird unter allen Umständen feine mühsam errungene Tabellenführung behaupten wollen.
Eine ähnliche Bedeutung kommt dem Spiel Wetzlar gegen Marburg in Wetzlar zu. In den Vorrundespielen konnte Wetzlar mit drei Punkten Vorsprung die Spitze halten, mußte sie aber nach den zwei Verlustspielen mit Gießen und Lollar mit einem Punkt minus an Gießen abtreten. Sa nun das Spiel gegen Gießen wiederholt wird, sind noch Aussichten vorhanden, die Führung wieder zu übernehmen. Dazu ist Vorbedingung, daß das Spiel am Sonntag gegen Marburg gewonnen wird, wozu die Marburger unter keinen Umständen ohne weiteres Ja und Amen jagen.
Die wieder in sehr guter Form befindliche Wi esecker erste Mannschaft bat der Naunheimer ersten Mannschaft auf deren Platz gegenüberzutreten. Stellen die Wiesecker von vornherein die Tücken des Naunheimer Platzes in Rechnung und spielen sie den Fußball wie am Sonntag gegen Lollar, so dürfte ihnen der Sieg sicher sein.
Den Beschluß der Spiele in der ersten Klasse machen Alsfeld und Lollar, die sich in Alsfeld ein Stelldichein geben. Programmgemäß wüßte Alsfeld mit einem knappen Resultat im Nachteil bleiben, zumal Lollar bemüht sein wird, die am Sonntag erlittene Niederlage wieder wett- zumachen. Da aber Alsfeld trotz feiner gewohnheitsmäßigen Niederlagen ein ernstzunehmender Gegner ist, kann auch einmal mit dem Gegenteil gerechnet werden.
In der zweiten Klasse werden sich Marburg II und Wetzlar II in Marburg ein verteiltes Spiel liefern. Fronhausen I und Saubringen I stellen sich in Fronhausen. Weiter spielen: Rodheim I gegen (Sieben Ila in Rodheim, Gießen Ilb gegen Naunheim II in (Sieben, Blasbach I hat auf eigenem Platz Leun I als Gegner. In Wieseck treffen sich die zweiten Mannschaften Heuchelheims und Wiesecks, bei dieser Gelegenheit stellt sich die Heuchelheimer Zweite als Neuling vor.
In der Jugendklasse sind nur drei Spiele vorgesehen: Wetzlar hat Heuchelheim zu Gast unb müßte erwartungsgemäß gewinnen, die Heuchelheimer Jugend hat sich aber recht gut entwickelt, so daß das Resultat offen bleiben muß. Die Gießener Jugend hat, in Marburg gegen die dortige Jugend ebenfalls einen stabilen Gegner, dürfte aber doch zum Schluß die Punkte für sich in Anspruch nehmen. Verhältnismäßig leicht wird der Wiesecker Jugend der Sieg über die Jugend Blasbachs werden. Die Preußen werden den Wiesecker Sportplatz wohl mit einer einwandfreien Niederlage verlassen müssen
Handballkamps Wetzlar Giehen
h. Die Stadionschulmannschast aus Wetzlar trägt am Samstagabend auf dem Platz des M. T. V. Gießen im Schiffenberger Tal ihr fälliges Rückspiel gegen die Gießener Männer- turner aus. Die Wetzlarer Elf besteht aus Schü- lern der beiden Wetzlarer Höheren Schulen, Gymnasium und Aufbauschule, mit ihrem Sportlehrer Paulus als Mittelstürmer,- sie zeigte in ihren bisherigen Spielen ein beachtlicAs Können. In der Elf sind mit P. vier Spieler der Städtemannschast, die dem M. T. V. einen gleichwertigen Gegner abgeben werden.
T. V. von 1846.
Zum erstenmal nach der Sommerpause treten am nächsten Sonntag Oie beiden Handballmannschaften zum Wettkampfe an. Als Gegner wurden für die 1. Mannschaft die 1. des Turnvereins von 1860 Bad-Nauheim, für die 2. Mannschaft die 1. des T. V. Alsfeld verpflichtet. Bad-Nau^ heim, das in den verflossenen Verbandsspielen an 2. Stelle der Meist er kla ssen-Tabelle stand, verfügt über ein ausgezeichnetes Spielvermögen, so daß die 1. alles aus sich herausgeben muß, um ehrenvoll gegen diesen spielstarken Gegner zu bestehen. Die 2. Mannschaft hat Alsfelds 1. als Gegner. Heber den Ausgang dieses Spiels kann nichts vorausgesagt werden, da über die Spielstarke der Alsfelder hier noch nichts bekannt ist. Giehener Leichtathleten starten
in Mannheim.
<L Am Sonntag finden in Mannheim leidyt- athletische Wettkämpfe zwischen dem 9. Kreis (Hessen, Hessen-Nassau) und dem 10. Kreis (Baden) statt. Eine Auswahl der Besten ist am Start, u. a. auch der Gießener Langstreckenläufer Otto Balser von der Freien Turnerschaft, der im 3000-Meterlauf Inhaber der Kreis- meisterschaft ist. Die ausgezeichnete Technik und die sich gleichbleibende Ausdauer Balsers lassen einen guten Erfolg erhoffen, obwohl die Badenser in den seitherigen Wettkämpfen stets Sieger bleiben konnten.
Vundesmeisterschasten des Allgemeinen Deutschen Turnerbundes (A. D. T.)
t Nächsten Samstag unb Sonntag finden in Tübingen die Meisterschastskainpfe deS


