28. Fortsetzung.
Nachdruck verboten
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„Es ist nicht wahr!" Kramer lachte. „Molinski - Sie muten mir viel zu. So eine wüste Kolportage von naivem Sentiment und gemachter Brutalität
Der dritte Schutz
Kriminalroman von Ole Stefan!.
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soll ich ohne weiteres hinnehmcn? Lieber — ich bin kein Romantiker! — Ich will Ihnen was sag! Ihr Geständnis ist erlogen — vom ersten 5ßi big zum letzten — und es ist schlecht erlogen!"
„Wie können Sie das behaupten!" rief der Pole
bebend und sprang auf.
„Ich behaupte es, Molinski, weil ich es weiß!" gramer lief mit langen Schritten in der Zelle auf nxb ab. „Machen wir uns doch nichts vor! Dies -eständnis lief vom ersten Moment an, wo ich inen Blick darauf warf, bis zum Schluß meinen rcininaliftifchen Instinkten vollkommen zuwider! <<it dann sing ich an zu analysieren, und da wurde [$ ganze sog. Bekenntnis zu einem wertlosen Gc- äsch. Ob es rührend ist oder lächerlich — werde i erst dann wißen, wenn ich mir über Ihr Motiv i klaren bin. Molinski — das ist die Frage des oments, verstehen Sie! Nickt mehr das Geständ- 2 selbst, das ist erledigt. Absolut! — Aber in dem oment, in dem ich mit voller Bestimmtheit das otiv in Händen halte, das sie veranlaßt, dieses chriftstück aufzusetzen — in diesem Moment rrscht kein Dunkel mehr über den Schuß, der den jainmissar Brencheim am 14. Juni tötete!"
„Es gab kein anderes Motiv für mich als das ier Wahrheit!"
। „Schweigen" Sie, Molinski, wenn Sie nichts Lefseres zu satzen wissen! — Hören Sie zu, wie ich 'hr Geständnis erledige. Ich gehe nicht auf die ssychologischen Unmöglichkeiten ein, von denen es vimmelt, sondern ich verfahre rein praktisch!"
Molinski hatte sich hoch aufgerichtet, seine Augen fingen an Kramers Munde.
„Erstens: Sie standen nicht von neun bis zehn lihr hinter einem Baum verborgen der Billa gegenüber, sondern Sie sind noch zwei Minuten vor zehn lihr auf der Landstraße, aus der Donner Richtung strkommend, enlang gegangen.
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Zweitens: Der Kommissar hätte sich wohl schwerlich gerade von Ihnen zu so ungewöhnlicher Zeit in seiner wichtigen Schreibarbeit unterbrechen lassen, die er gerade abfaßte. Noch weniger wäre er dann Ihnen zpliebe aus dem Fenster gesprungen, statt durch das Wohnzimmer und den Korridor zur Haupttür zu gehen.
Drittens: Brentheim hat nicht so dicht vor seinem Mörder gestanden, wie Sie glauben machen wollen, indem Sie angeben, er hätte auf Ihre Worte gehört. Der Arzt, der die Untersuchung vorgenommen hat, konstatierte zwanzig Meter Schußweite.
Viertens: Trotz sorgfältigster Untersuchung des benachbarten Bodens durch die Beamten am Morgen des Fünfzehnten ist der Browning, den Sie fortgeworfen haben wollen, damals nicht gefunden worden. —
Ist es nötig, noch weiter zu gehen?"
Molinski antwortete nicht.
„Gestehen Sie ein, Ihre Erfindung war nichts wert. Ich nehme an, daß Sie sich geschlagen geben. Nun tun Sie noch ein weiteres: Geben Sic mir das Motiv!"
„Ich sagte es schon!" stammelte Molinski mühsam.
„Hören Sie!" Der Anwalt blieb vor ihm stehen. ,Lch mache Ihnen einen Borschlag. Ich gebe Ihnen zwei Minuten Frist. Dann hören Sie es von mir! Wollen Sie es nicht lieber selbst sagen?"
„Ihr Vorschlag ist zwecklos — ich habe nichts zu sagen!" .
„Wie Sie wollen!" Kramer lehnte sich an das Fenster. Seine Stimme war sehr ernst geworden. Seine Blicke wichen nicht eine Sekunde von dem Gefangenen.
„Es gibt überhaupt nur eine Möglichkeit. — Es wird mir schwer, sie auszusprechen ...
Molinski — Sie haben von vornherein unter Racoszys Einfluß gestanden!
Wie weit er gegangen ist — und ob er namentlich auch in Ihre Beziehungen zu Fräulein Grete hineingespielt hat — kann ich nicht beurteilen. Auch nicht .welche Komplikationen dieser besondere Umstand noch zur Folge haben kann.
Jedenfalls erkenne ich: Nach der Tat — sie sei von Racoszy selbst oder von Ihnen oder einem seiner Anhänger begangen worden — waren Sie verpflichtet, Racoszy in jeder Weise, selbst mit Ein
buße Ihrer persönlichen Sicherheit, den Rücken zu decken. Das haben Sie redlich getan, wie man zugeben muß, — bis auf den schlechten Roman da. Die suggestive Gewalt, die der Baron auf alle seine Freunde auszuüben scheint, und auf die wir in jedem einzelnen Fall wieder stoßen, und Ihre impulsive und schwärmerische Veranlagung, mögen habet ihre Rolle gespielt haben.
Sehen Sie, Molinski, — das ist die Theorie, die alles für sich hat und die geschehenen Dinge bis auf den letzten Rest erklären würde.
Vor allem aber erklären würde, warum Sie — leider in nicht geschickter Form — soviel Wert darauf legen zu beweisen, daß Racoszy für den Todesschuß nicht in Betracht kommt. —
Sind wir am Ende unserer Debatte, Molinski?"
Es folgte ein langes Stillschweigen. Der Pole saß auf der Pritsche, den Kopf in die Hände gestützt, und blickte mit zusammengezogenen Brauen zu Boden.
Schließlich atmete er tief auf und sagte:
„Herr Rechtsanwalt — geben Sie mir Zeit zum Ueberlegen. Darf ich Ihnen heute nachmittag einen Brief schicken? Es wird mir leichter zu schrecken als zu sprechen."
„Gut. Schreiben Sie mir bestimmt."
Kramer wandte sich zur Tür.
„Nur eins: Sie geben mir jetzt aber unumwunden zu: Ihr Geständnis war erlogen?"
Molinskis Blicke irrten im Raum. Dann sagte er: „Ja. Ich werde Ihnen das richtige schicken."
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Der Wärter draußen vor der Tür erschrak über die ungewohnte Strenge und Bestimmtheit, mit der der Rechtsanwalt sagte:
„Ich mache Sie darauf aufmerksam: Sie haften dafür, daß aus der Zelle unverzüglich alle Gegenstände entfernt werden, mit denen sich Molinski etwa ein Leid antun könnte!"
VII.
Nun war es sechs Uhr nachmittags.
Der Bote aus dem Untersuchungsgefängnis, der dem Rechtsanwalt Molinskis Brief gebracht hatte, verließ das Haus. Franz schloß die Gartenpforte hinter ihm ab.
Kramer und Schulz saßen im Wohnzimmer. Die Luft war schwer vom Rauch unzähliger Zigaretten,
die sie seit vier Uhr in Erwartung des Briefes geraucht hatten.
Nun lag er eröffnet vor ihnen auf dem Tische. Sein Inhalt umfaßte einige kurze Sätze. Er lautete:
„Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
Ihnen habe ich eigentlich wenig zu sagen. Ich war heute vormittag erschüttert, als Sie mir mit den roenicicn Worten Ihrer Theorie die Wahrheit ins Gestcht sagten.
Wie der Baron Racoszy, den ich vor zwei Jahren kenncnlernte, als ich in Lemberg studierte, seinen Einfluß auf mich gewann, ist mir selbst unerklärlich. Aber dieser Einfluß ist nun einmal, wie Sie es selbst sagen, ungeheuer stark und hat mich vollständig aus meiner Lebensbahn ge> roo r ien.
Brauche ich dem noch etwas hinzuzufügen?
Nur noch eins und diesmal werden Sie mir doch glauben müssen.
Ich bin tatsächlich Brenthcims Mörder. Ungefähr aus der Entfernung, wie sie der Arzt annahm, habe ich ihn von der Landstraße aus, über die Mauer weg, erschossen.
Wie ich es habe tun können, verstehe ich nicht. Ein rätselhafter Zwang hat mi chdazu gebracht. Ich war wohl nicht ganz bei mir selbst. —
Ich schätze Sie so unbedingt hoch, Herr Rechtsanwalt, daß ich die einzig frohe Empfindung, die mir das Leben noch zu bieten hat, Ihnen verdanken möchte: Wenn nämlich Sie mir gleich schreiben wollten, daß Sie mir mein erlogenes erstes Geständnis verzeihen werden.
Ihr
Roman Molinski."
Schulz schüttelte nach langem Schweigen den Kopf: „Wissen Sie noch, Herr Rechtsanwalt, wie überraschend uns seinerzeit die Aufklärung im Kist- mordprozeß der Schwestern Heß kam? — Wir waren damals eigentlich alle innerlich erleichtert, denn der Schuldige war ein Mann, der trotz seiner hohen gesellschaftlichen Stellung jemand war, der uns von vornherein menschlich nicht sauber schien. Aber hier — Herr Rechtsanwalt, halten Sie mich für sentimental?"
„Selten!" sagte Kramer lächelnd.
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