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einen Seifen, daß der telephonisch herbei» gerufene Vater feinen Sohn nur noch als Leiche vor fand.

CES27. Weinheim, 2 Juli. Sn Abwesen­heit der Mutter, die gerade Milch holte, spielte hier ein etwa einjähriges Kind mit dem Schnuller, der mit einer Schnur am Bett fest­gebunden war. Dabei geriet dem Kind die Schnur um den Hal?, wodurch es so schwer gewürgt wurde, bah es kurz nach seiner Ein­lieferung im Krankenhaus verstarb.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

T Waldgirmes. 2. Juli. Bei der Grasversteigerung auf den Gemeinde- wiesen wurden sehr hohe Preise erzielt. Es fam die Parzelle, etwa 6 Ar groß. 35 bis 43 Mark, das ist der Morgen durchschnittlich 160 Mark.

T Naunheim, 2. Juli. Die Maul- und Klauenseuche, die hier als erloschen erklärt war, ist von neuem in 30 Stallungen, darunter auch bei den Gemeindebullen, festgestellt worden. Die Gemarkungssperre ist angeorbnet.

Dillkreis.

bl. Dillenburg. 2. 3uli. Der D i l l - kr-eis plant die Errichtung eines Wald- erholungsheimes für Ironie und schwache Kinder. Geeignetes Baugelände ist bereits vor­handen. 3m neuen Etat stehen für diesen Zweck Mittel.

bl. Herborn, 2. 3uli. Sn den nächsten Lagen wird eine Kommission von Vertretern der Regierung und des Kreises die gro­ßen Oedlandflächen des Westerwaldes eingehend besichtigen. Es handelt sich hierbei um eine Kultivierung des ausgedehnten Weidelandes.

bl. Offenbach, 2. Suli. Die seit Herbst vergangenen Sahres still gelegene Eisenstein- grübeRotland" hat ihren Betrieb mit 50 Mann Belegschaft wieder aufgenommen.

Oberwesterwaldkreis.

WSR. Hachenburg. 2. Suli. Das im Laufe dieses Sahres hier neu erbaute Fi­nanzgebäude ist jetzt fertiggeftellt und vor einigen Lagen feiner Bestimmung übergeben worden. Der Amzug ist fast vollständig voll­endet. Der imposante Dau in neuzeitlich mo­dernem Stil bildet eine Zierde für unsere Stadt und den Oberwesterwaldkreis.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 2. Suli. Di<e Stadtverordnetenversammlung ge­nehmigte gegen die Sttmmen der Linken mit 32 gegen 29 Stimmen den vom Magistrat bean­tragten Zuschuß von 250 000 Mark für die Frankfurter Herbstmesse mit der Maß­gabe, daß bis Anfang September positive Vor­schlags für eine Ilm Heilung der Messe ge­

macht werden, insbesondere über eine eventuelle Spezialisierung und darüber, ob nicht eine Messe jährlich genüg,. Ferner föh erwogen werden, ob nicht bereits mit der Herbstmesse eine Modenschau verbunden werben kann. Gellern nachmittag hat sich in der Falkstraße im Stadtteil Boclenheim eine furchtbare Fa­rn i li e n t r a g ö b i e ereigne;. Der Metall­arbeiter Karl Schar mer, der schon längere Zeit arbeitslos war. faßte zusammen mit seiner Frau den Entschluß, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Als man längere Zeit nichts mehr von ihnen hörte, veranlaßten Nachbarn die polizeiliche Oeffnung der Woh­nung. Dabei wurden beide in ihrem Blute schwimmend vorgesimden. Sie hatten sich die Pulsadern geöffnet und durch Oeff - n en des Gashahns sich vergiftet. Der Mann hatte außerdem einen tiefen Stich im Kopfe. Die Leichen wurden beschlagnahmt. - - Sn der ver­gangenen Aacht wurde in der Großen Eschen­heimer Straße in ein Geschäft einge­brochen und Bargeld entwendet. Bei Durch­suchung der Räume durch Polizeibeamte wurde der Dieb in einem Raum über dem Laden, i n einer Ecke versteckt. entdeckt. Erst nach Abgabe eines Schusses, der den Dieb nicht ver­letzte. bequemte er sich, aus seinem Versteck her­vorzukommen. Es handelt sich um einen gewissen Franz Müller aus Zehrendors. - An der Ecke Bergerstraße-Mauerweg entstand gestern abend 9 älhr aus Anlaß von Familienstreitig­keiten eine Schlägerei, bei der ein 3 3 jäh­riger Kaufmann durch Messerstiche a m rechten Auge so schwer verletzt wurde, daß er in das Dethanienkrcmkenhaus eingeliefert werden mußte.

WSR. Hanau, 2. Suli. Das Hanauer Stadtparlament stimmte gestern nach stun­denlanger, bewegter Debatte mit den Stimmen der Linksparteien und der Deutschnationalen dem Anträge des Magistrats auf Errichtung von etwa 200 neuen Wohnungen zu. Die Ausführung des Millionenprojeltes soll sofort in Angriff genommen werden. Ebenfalls ange­nommen wurde ein Antrag, in dem verlangt wird, unter den Hanauern Architekten für die zu errichtenden Reubauten einen Wett­bewerb zu veranstalten.

Spiclpla» dcr Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sommerspielzeit. Ab 11. Suli täglich. Adrienne. Beginn 8 älhr.

Schauspielhaus. Sonntag. 4. Suli, abends 8 bis 101 _> älhr: Orpheus in der Unter- weit. Montag. 5. Suli, abends 8 bis 98 !U)r: Der Misanthrop. Dienstag, 6. Suli, abends 8 bis 10' i älhr: Orpheus in der llntcrtoelt. Mitt­woch, 7. Suli. abends 8 bis 10 Ahr: Week-end. Donnerstag, 8. Suli, abends 8 bis 10 rihr: Schluck und Sau. Freitag. 9. Suli, abends 8 bis 10',\ älhr. Orpheus in der Llnterwelt. Sams­tag, 10 Suli, abends 8 bis 10' 2 Ahr: Orpheus in der Unterwelt. Sonntag, 11. Suli, abends 8 bis 10 Uhr: Week-end.

Buntes Allerlei.

Spinnenfeindschaft und Krötengift.

Wenn man das Wort spinnefeind, älter spin« nenfeind, so gebraucht finbet, daß es zu bedeuten scheint: den Spinnen feindlich, wie z. B. in Schillers Räubern 2, 3 Spiegelberg versichert, ihm fei kein Geschöpf so zuwider, als eine Spinne (und ein al- les Weib), so ist dieser Hauslrauenstandpuntt der ursprünglichen Verwendung des Wortes fremd. Die ältere Zeit legte in dem Worte spinnenfeind eine Raturbeobachtung nieder, die uns Reueren abgeht: die Spinnen verhalten sich untereinander feindselig, die stärkere fällt über die schwächere her und frißt sie auf. .3hr fallt euch, wie zwei Spinnen, selber an!" sagt Kleists Hermann zu seinen Germanen, und Keisersberg hat den Vergleich: so feind als die Spinnen: bei Lichtwer sind sich Rachbarn Jo spinne­feind als die Gibellin und die Guelphen." Fabel ist aber die lle6erlieferung vom Gifte der Spinne, die schonimMittelalterbezeugtistund noch imSprichwort lebt. Die Spinne saugt Gift, die Biene Honig aus allen Blumen. <Bei Menantes 1702 Galante Ged. 63: Es saugen auch die Kröten aus den schönsten Blumen Gift.) Rur die Kerbtiere werden von der Spinne ver­giftet: daß diese auch anderen Wesen Gefahr bringen könnte, ist nur in der Meinung derer begründet, die ihrem Abscheu vor einer Spinne Ausdruck geben durch den Ausruf: Pfui Spinne! Rur in einer über­tragenen Bedeutung besteht die Redensart zu Recht von der giftigen Kröte, der Kröte, die ihr Gift ver­spritzt, nur daß diese ihrGift" aus warzigen Haut­drüsen absondert. Bei Shakespeare, der die Kröte gern giftig oder giftgefchwollen nennt, trägt sie, ob- wohl häßlich und voll Gift, doch ein köstliches 3u- wel im Kopf, nämlich den Lapis busonis (Ärötcn- stein) ober Chelonit, der keinerlei giftige Wirkung hat. 3m Erzgebirge sagt man von einem Geizigen oder dochZusammennehmischen": erhält über seine Sachen wie die Kröte übers Gift. Der dicke Leib des Tieres hat den Vergleich hervorgerusen: Voll wie eine Krötedamit ist ein Schwerbettunkener bezeichnet, freilich auf Kosten des Rufes der Kröte, auf die das zweideutige Wort voll nur im eigent­lichen Sinne paßt.

erste suchte den Rebenbuhler zu verjagen, und sie verloren sich im Wald. Am Abend war ich frühzeitig auf dem Posten, benn ich wußte, daß mein Warten belohnt werden wurde. Es war schon fast Mitternacht, als die ersten Töne durch die Mächtige Stille kamen. Sie wurden sofort von einem benachbarten Zweig beantwortet. Dann fangen die Rebenbuhler. Der eine wiederholte viele Male feine schönen Tonfolgen, der andere antwortete und suchte länger auszuhalten. 3ch habe Nachtigallen unter allen möglichen Bedin­gungen gehört, aber niemals sonst lauschte ich einem solchen Gesangsduell, bei dem die Gegner um ihr Liebesglück rangen. Einmal wurde der laute Flötenton von dem einen Vogel 35mal wiederholt, und der andere, der es mit ihm nicht ausnchmen konnte, ging zu anderen Melodien über. Rach dem er geendet, herrschte erst Stille auf dem anderen Daum: aber dann brach eine leidenschaftliche Gesangsflut los. die den Sänger auf dem höchsten Gipfel feiner Kunst zeigte. Der andere Vogel konnte gegen diesen überwältigenden Strom von Tönen nicht auflommen. Er entfernte sich etwas und fuhr dann zu fingen fort. 3c weiter die Rächt vorschritt, desto ferner klangen die Töne des anderen Vogels, bis schließlich der Gesang in einem fernen Pfeifen verhallte. Der Sieger flog auf die niederen Zweige, und ich erkannte, daß irgendwo in der Nähe das kleine braune Weibchen lauschte. Roch eine Stunde etwa berauschte sich der Vogel an den melodischen Tril­lern seines Gesanges. Als er aufhörte, war Schweigen im Wald: dcr Rebenbuhler war ge­flohen. Als ich am nächsten Morgen wieder hin­ging, hörte ich die Nachtigall fingen, aber ihre Klänge, die sich nun in das allgemeine Orchester der Dogelmufik mischten, schienen ihren Zauber verloren zu haben. Das Männchen brachte feiner glücklich eroberten Frali einen Wurm, den sie mit freundlichem Flügelschlag annahm Drei Tage später baute sie ihr Rest, und später, da sie ge­duldig auf den Eiern saß. lauschte sie während der dunklen Matnächte den musikalischen Dar­bietungen ihres Eheherrn . .

Das Gesangsduell der Nachtigallen.

Die Rachtigall, die Primadonna unter den Vögeln, läßt jetzt wieder in Gärten und Hainen ihre schluchzenden Liebesmelodien ertönen, und ihre höchste Schönheit erreichen diese Lieder in den Tagen, da die Männchen um die Gunst der Weibchen werben und sich gegenseitig durch ihre Kunst auszustechen suchen. Von einem solchen Wettt'arnps der Töne entwirft der bekannte eng­lische Ornithologe Oliver G. Pike ein anmutiges Bild.Eine Woche waren die Rachtigallen schon in den Hecken aus dem fernen Afrika erschienen," schreibt er,aber noch hatte ich keinen Gesang ge­hört. Da. an einem Nachmittag, hörte ich einige Töne von einem Daum am Eingang des Wäld­chens. Das Weibchen saß auf einem niedrigen Zweig, und das Männchen hüpfte vor ihr in stolzester Haltung, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Ein anderes Männchen erschien: das

Aus dem Amtsverkundigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 5 3 vom 2. Juli enthält: Renienbankscheinc. Meldepflicht der Ausländer. Straßensperre in Klein-Linden. Maul- und Klauenseuche in Hau­sen, Alten-Buseck, Mühlsachsen und Utphe. Aus­bringung der Mittel zur Hess. Handwerlstamincr. - Verfassungsfeier. Feldbereinigung Wieseck. Straßensperren. Dienstnachrichten.

Apotheken

2aor-ltttebi.wäbct.

Wandern und Reifen Bäder und Sommerfrischen

Wanderfahrten.

Gießen Annerod Albach Münster Laubach.

Diese nur für rüstige Wanderer empfehlens­werte Wanberstrecke beginnt am alten Friedhof (gelber Strich), geht ein Stück die Licher Straße, hierauf die Wannschneise entlang über die Hohe Warte durch Annerod, verfolgt hinter dem Ort einen Feldweg zum Fernewald, wo wir die blaue Punktlnarkierung kreuzen. Auf schonen Waldwegen erreichen wir alsbald Albach, wo wir rasten. Bald hinter dem Ort gelangen wir in stattlichen Buchenhochwald, die sog. Meilbach. einem ein­samen Walddistrirt, durch hübsche Schneisen und verborgene Fußpfädchen, an murmelnden Wald­bächen vorüber. Beim Austritt aus dem Wald bietet sich uns eine überraschende Rundsicht auf die Höhen des Vogelsberges dar, denen sich links das hochliegende ©runberg wirkungsvoll anfügt. Durch Münster und Wetterfeld erreichen wir nach etwa sechsstündigem Marsche unser Endziel, das freundliche Städtchen Laubach, das mit seinem altehrwürdigen Schlosse eine Besichti­gung lohnt. Heimfahrt, je nach Anschluß, über Hungen oder Mücke.

Osthelm Aiegenbecg- Lransberg Forsthaus Mnkerslein Bad-Rauheim.

Von Ostheim (Sonntagskarte Bad-Rauheim) wandern wir auf aussichtsreicher Landstraße über Aauer^uh und Langenhain nach Ziegenberg, dessen hoch über dem Orte gelegenes Schloß durch den öfteren Besuch Goethes historische Berühmt- heit erlangt hat. Am Fuß des Schlosses gute Gastwirtschaft. Dem idyllischen Asatal folgend gelangen wir auf schönem Waldweg (grüne

Strich«) nach dem malerisch gelegenen Crans- berg. Einen prächtigen Blick auf das liebliche Städtchen, wohl eines der schönsten Bilder des ganzen Taunus, genießt man von einer Anhöbe hinter dem Ort, an der unser Weg vorbeigeht. Heber Friedrichstal (nunmehr blaue Punkte), an der Äaifergrübe, einem verlassenen Bergwerk, vorbei, kommen wir zum Forsthaus Winterstein, das zur Rast einladet. Bei guter Sicht ist eine Besteigung des 480 Meter hohen Wintersteins mit umfassendem Rundblick sehr zu empfehlen. Auf gepflegten Waldwegen führen uns rote Striche an Hof Hasselheck vorüber zum Endziel Bad-Rauheim. Die genußreiche Wanderung er­fordert etwa 6 Stunden.

Bübingen Breitenborn Gelnhausen.

Eine Wanderung, die landschaftliche und romantische Schönheiten bietet, ist die folgende: Wir fahren mit Sonntagskarte nach dem lieb­lich im Seemenbachtal gelegenen Büdingen, dem hessischen Rotenburg, dessen mittelalterliche Sehenswürdigkeiten unser Auge entzücken. Zu erwähnen ist vor allem die wohlerhaltene Stadt­mauer mit Erker und Türmen, das Serufalemer Tor, das Mühltor, das Steinerne Haus und das sürstliche Schloß mit Park u. a. m. Rach gebührender Besichtigung der schönen Kreisstadt folgen wir den weißen Strichen, die uns über ben Wildenstein, einer Gruppe mächtiger Basalt­felsen mit prachtvollem Blick auf die Stadt und den gegenüberliegenden Pfaffenwald führen. Sn der Ferne grüßen u. a. die bewaldete Harbeck, der Herrnhaag und die Ronneburg. Rach etwa 20 Minuten erreichen wir von hier den Wald. Kurz vor dein Sagdschloß Tiergarten mit hüb­schem Waldweiher teilt sich der Weg. Wir folgen dem linken und gelangen nach Lieberschreiten

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der Reffenstrabe, eines uralten Verbindungs­weges der Rhön mit dem Taunus, nach (Breiten« born. Unterwegs Ausblick nach dem Vogelsberg (Taufstein und Herchenhainer Höhe) und Taunus (Feldberg, Alttönig und Winterstein). Bald hinter dem Ort nimmt uns wieder der Wald auf und gibt uns bis kurz vor dem Endziel Gelnhausen das Geleite. Beim Austritt aus dem Wald überraschender Blick auf die alte Kaiserstadt, die eine unvergleichlich schöne Lage hat. Auch hier fesseln wieder reiche historische Erinnerungen das Auge. Auf einer Kinziginsel liegen die efeuumrankten Ruinen der Barbarvssa- burg, ein stilles, idyllisches Plätzchen. Wir be­sichtigen ferner noch den Hexenturm, das roma­nische Haus (ältestes Rathaus Deutschlands), die Marienkirche, ein herrliches Bauwerk, sowie ver­schiedene alte Stadttore. 3n Gelnhausen sind sehr gute Gasthäuser. Die überaus genußreiche Wanderung erfordert etwa vier Stunden.

Keisewinke.

Besuch der Kriegergräber in Frankreich.

Der Wunsch vieler deutscher Familien, die in fremden Ländern liegenden Gräber ihrer im Welt­kriege gefallenen Angehörigen zu besuchen, mußte bisher meist unerfüllt bleiben. Die Reise erschien entweder zu teuer, oder die Einreiseerlaubnis war nur schwierig zu erlangen u. dgl. Nunmehr hat sich das Mitteleuropäische Reisebureau in Gemeinschaft mit demVolksbund Deutsche Kriegergröber-Für- sorge" bemüht, diese Schwierigkeiten zu beheben. Wie mir erfahren, können jetzt nach den getroffenen Vereinbarungen Reisen zu den Kriegsgräbern in Frankreich ohne Schwierigkeit ausgefiihrt werden. Der Reisende wird bereits am Zielort auf dem

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Lahnhof von einem deutschsprechenden Vertraucns- mann empfangen, in das eigens für ihn ausgesuchte Hotel geleitet, und zum Beiuch des Friedhofs wird ihm ein Auto zur Verfügung gestellt. Eine solche Reise, für die der Preis im voraus einschließlick; sämtlicher Nebenkosten entrichtet werden kann, ist schon für einen mäßigen Preis möglich. Man kann z. B. einen Friedhof, der etwa 20 Kilometer von St. Quentin entfernt ist, von Köln aus in vier­tägiger Reise in Deutschland 3. Klasse, in Bel­gien und Frankreich 2. Klasse einschließlich Un­terkunft, Verpflegung, Autofahrten, Beistand ein?«; Dolmetschers und aller Nebenausgaben zum Preise von 80 Mk. besuchen. Für zwei und mehr Personen ermäßigt sich der Preis auf 70 Mk. pro Person. Dazu treten lediglich die Kosten für das Visum, das gleich­falls von dem Mitteleuropäischen Reisebursou be­schafft wird. Derartige Pauschal-Reifen können von jedem Punkt Deutschlands aus angetreten morden. Das Mitteleuropäische Reissbureau (M. E. R.), Di­rektion, Abteilung für Pauschalreisen, Berlin \V 9, erteilt kostenlos und unverbindlich Auskünfte dar­über und arbeitet ebenso Reisepläne mit genauen Preisangaben nach Wunsch aus.

Der offizielle Fremdenführer durch B a d - a u h e i m, herausgegeben vom Verkehrs- Bureau zu Dad-Nauheim ist in neuer verbesserter Auflage in 10 000 Exemplaren zur Ausgabe gelangt. Der textliche Teil enthält alles für den Kurgast und Fremden Wissenswerte, insbesondere über Kurnnl- tel, Bäder, Wohnung, Unterhaltung. Eine große Anzahl guter Illustrationen, insbesondere der Neu­anlagen und ein in Farbendruck gehaltener Pharus- Plan dienen wesentlich zur Erläuterung des Inhalts. Der Fremdenfüyrer wird vom Verkehrs-Bureau auf Wunsch an Interessenten kostenlos versandt.

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