Einzelbild herunterladen

Zusammentreffen, daß er gerade in den Vorder­grund wieder tritt. 15 Jahre nachdem er Mi­nisterpräsident Frankreichs war. während der Marokkokrise (Panthersprung und Agadirs. Die eben erschienene Serie unseres großen Alten­werkes gibt sehr interessante Einblicke und Aus' schlüsse über diese Zeit. Sicht dann Eaillaur im weiteren seine Aufgaben auch außenpolitisch im eigentlichen Sinne an. so muß er von selbst darauf kommen, daß man allein mit der Locarnopolitik und allein mit Deutschlands Angehörigkeit zum Völkerbund nicht ausreicht. Er wird, er muß dann sehen, daß der Frieden Europas nicht nur so gesichert werden kann, sondern daß Gefahren für den Frieden aus der Welt geschafft werden müssen, die in den Friedensverträgen selbst liegen. Die bezüglichen Forderungen haben wir ost genug bezeichnet.

Mit absoluter Sicherheit wird der französische Staatsmann auch dahin geführt werden, wenn er überhaupt in der La.ze ist, die großen Gedanken, praktisch durchzuführen, die ihm vorschweben, die in allgemeinen Umritten, bedeutend und wirkungs­voll, vor der Welt ausgebreitet sind, aber deren praktische Behandlung und konkrete Ausgestaltung nach den blsherigen Reden und Handlungen Eail- laut' doch noch ziemlich unbestimmt und vage ist. Es scheint, als wenn man auch in Frankreich dein neuen Ausstieg dieses ohne Zweifel sehr bedeu­tenden Mannes mit gewisser Skepsis zusieht. Jedenfalls kann Europa nur wünschen, daß er in der Lage ist, seine Politik durchzufehen und zu Erfolgen zu führen.

Oberheffen.

Landkreis Gieren.

L Wiescck. 3. Juli. Die gesamte Ein­wohnerschaft. ohne Unterschied der Anschauungen auf den verschiedensten Gebieten, rüstet sich, die von auswärts sehr zahlreich eintreffenden Arbeiter-Turner. -Sportler und -Turnerinnen zu empfangen, die in den Tagen bis zum 5. Juli ihr B e z i r k s f e st hier abhglten wollen. Der mustergültig hergerichtete Festplatz ist vollkommen fertiggeftettt: er über­rascht zunächst durch seine Größe und zweckmäßige Einrichtung, seinen einheitlichen Schmuck, und dem deutlich erkennbaren Willen, überall dem Turnen und dem Sport die größte Beachtung zu sichern. Der Samstag bringt schon große Scharen auswärtiger Turner; muhten doch weit über 500 Quartiere bereitgestellt werden, eine Aufgabe, die zunächst unlösbar schien. Aach einem Fackelzug folgt, umrahmt von Gesangs­vorträgen, die Dannerweihe des Turn- und Sportvereins Wiese ck, der mit der Ver­anstaltung sein 20jähriges Bestehen feiert. Eine große Reihe auserlesener neuzeit­licher turnerischer Vorführungen auf einem eigens hierzu errichteten Podium schließt sich an. Aach dem üblichen Weckruf am Sonntag morgen folgt aas Etnzelwetturnen der Turner und der Turnerinnen und die Wett­kämpfe der Leichtathleten. Sehr gute Lei­stungen sind hierbei zu erwarten. Am Aach- mittag soll ein Festzug die heutige Größe und Bedeutung der Arbeitersportbewegung zei­gen. dem schließt sich ein Massenchor der Arbeitersanger auf dem Festplah an Es folgen dann die M a s s e n v o r f ü h r u n g e n der Tur­ner und Turnerinnen nach eigens hierzu ge- ichrieoener Musik, und ein Fußballspiel, über das wir gestern bereits berichteten. Son- dervorsührungen. Gesangsvorträge usw. beschlie­ßen den Tag. Die leichtathletischen Wettkämpfe werden am Montag fortge­setzt. Vereinsriegenturnen füllt den ' Vormittag weiterhin aus. Ein Festzug, der in der Hauptsache den Kindern gewidmet ist. leitet über zu den Schülerwettkämpfen am Rachmittag. Gesellschaftsspiele und Turnspiele bilden den Beschluß des turnerischen Teils, der mit der Preisverteilung seinen Abschluß findet. Große Arbeit ist von dem festgebenden Verein geleistet worden, es fehlt jetzt nur noch eins, um die gan^e Veranstaltung vollkommen zu machen: gutes Wetter! Der Autobetrieb versucht den an ihn gestellten Anforderungen nach Möglichkeit gerecht zu werden. Am Vor­mittag des Sonntags soll alle halbe Stunde 'ein Wagen ab Bahnhof nach Wieseck und um­gekehrt fahren. Don mittags 1 übr ab ver­sieht der Wagen Ar. 2 den fahrplanmäßigen Sonntagsdienst, während der Wagen Ar. 1 alle halbe Stunde nur ab Walltor nach Wieseck und ebenso zurück fährt. Die Fahrten gehen alle bis in mössnche Rähe des Festplahes. Für die Rachtstund^n ist die Rückfahrt nach Gießen eben­falls gesichert.

* Gründer g, 2. Juli. Zu dein Bericht in Ar. 150 desGieß. Anz." über die hiesige Turnhalle wird uns vom 1. Sprecher des Turnvereins Grünberg u. a. mitgeteilt: Die Turnhalle hat ihren Hauptzweck, Tumraum zu sein, bis jetzt noch vollständig erfüllt. Der ein­zige Mangel ist die kleine Bühne, die für größere turnerische Veranstaltungen nicht ausreicht. Für die Abhaltung von Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen erweist sich die Halle zwar manchmal als zu Hein, aber wegen dieser verein­zelten Fälle eine kostspielige Erweiterung vorzu­nehmen. dazu wird so leicht kein einsichtiger Mann seine Hand bieten. Wenn der Turnverein das anliegende Robertsche Grundstück erworben hat, so geschah dies zunächst einmal, um es nicht in andere Hände gelangen zu lassen, da ja dann für später jede Ausdehnungsmöglichkeit unterbunden würde. Zum andern aber ist der Verein jetzt in der Lage, seinen neben der Halle liegenden Tura- und Spielplatz so zu vergrößern, daß es möglich ist, das diesjährige ©aufrauentumen darauf ab­zuhalten: ebenso formen nunmehr das alljährliche Jugendfest sowie ab und zu Bezirks turnfeste darauf stattfinden. Von einer Erweiterung der Halle ist zwar schon unverbindlich gesprochen

Der Sternhimmel im Juli.

Sonnenaufgang von 3.45 bis 4.20 Uhr.

Sonnenuntergang von 8.25 bis 7.50 Uhr. Lichtgestalten des Mondes^ 3. Viertel am 2. zwei Uhr nachmittags, 1. Viertel am 18. vier Uhr vor­mittags, Vollmond am 25. sechs Uhr vormittags, 3. Viertel am 31. acht Uhr nachmittags.

mf. Die obigen zweidritten Mondviertel" wer­den vielleicht manchem ansfallen, sie rühren daher, daß die Periode der Lichtgestalten des Mondes (der sog. synodische Monat) etwas kürzer ist. als durch- schnittlich der Kalendermonat, nämlich etwa 29} Tage; infolgedessen umfaßt das Jahr etwas mehr als

im Westen der letzte Rest der Wintersternbilder ver­schwunden. Die in den Abendstunden zcnitnahe Wega, der noch hochstehende Arktur in der Verlän­gerung der Deichsel des Himmelswagens oder gro­ßen Bären, die links von der Wega stehenden Stern­bilder des Schwans und der unter diesem fliegende Adler sind kennzeichnend für den Sommer

Von den Planeten ist am Abendhimmel zunächst der Saturn zu sehen, der im Sternbild der Wage ziemlich tief im Westen steht. Seine Bewegung ist für das bloße Auge völlig unmerklich. Noch heller als er erstkahlt der Jupiter am östlichen Abendhim-

(TjVeovv 0)Marv (3)7qoiter"- ($) Saturn

SrfMGHOEft: ffRO/Zf JMßEN //

S'/arne-, tt/e/ne £?c/cä* X. jfafren

(*)/onne ]) 1.Viertel (v) Vollmond (( A. Vierte!

fZ

X'UOT°'

o

Der die Stundenzahlen enthaltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind feststehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem damit verbundenen, durch Mitternacht gezeichneten Pfeil ge­wissermaßen dem Zeiger der Himmelsuhr in 4 Minuten weniger als 24 Stunden im Sinne des durch 12 Uhr mittags gezeichneten Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont bildet ein Fenster, das die um Mitternacht der Monatsmilte sichtbaren Sterne umschließt. Will man su einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel so gedreht, daß der durch Mitternacht gezeichnete, mitzudrehende Pfeil nunmehr durch die Bcobaehtungsstundegeht, wodurch dann die zu*dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht milzudrehenden Horizont hineingedreht werden. Für je 5 Tage vor dar Monatsmiete ist der Sternhimmel um */j Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monatsmitte uni '(g Stunde später einzustellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angedeutete Lchtgeslalt zeigt.

12} synodische Monate, und es müssen auf einen der 12 Kalendermonale des Jahres 5 Lichtgestaltcn des Mondes entfallen; in diesem Jahr ist dies im Juli der Fall. Da das letzte Mondviertel bann eintritt, wenn der Mond vom Beschauer aus gesehen, einen rechten Winkel gegen die Sonne bildet zwar nicht ganz genau, aber der Unterschied ist geringfügig so zeigt uns die Wandelrung, die das letzte Mond­viertel vom Anfang bis zum Ende des Monats am Himmel gemacht hat, gleichzeitig den Weg der Sonne während dieser Zeit an.

Der Juli gilt als Hochsommer, und das ist auch für den Sternhimmel. Mit den Zwillingen ist nun

inel; er geht am Beginn des Monats gegen 10.30, gegen Ende um 8.30 Uhr auf. Die vier schon in schwach vergrößernden Fernrohren sichtbaren Monde dieses mächtigsten aller Planeten werden immer zu den stärksten Eindrücken gehören, die der Sternhimmel dem Sternfreund bietet. Er wird sich zugleich auch freuen, daß der Planet in höhere Teile des Tierkreises aufsteigt und dah«r in den folgen­den Jahren immer bester sichtbar werden wird.

Gegen Schluß des Monats beginnt schon der Sternschnuppenschwarin der Perseiden, der aber erst im August seinen Höhepunkt erricht.

K ü ft c r m a n n.

worden, aber gerade durch den Erwerb des Grundstückes in Gröhe von 1600 Quadratmeter zu einem Kaufpreis von 5000 Mk. ist der Turn­verein so stark belastet, daß zunächst einmal die Abtragung dieser Schuld ins Auge zu fassen ist, ehe die Frage der Hallenerweiterung spruchreif wird.

Z L i ch . 2. Juli. Zur 50-Jahr feier der Freiwilligen Feuerwehr sei im Anschluß an den Bericht desGieß. Anz." noch rnitgeteilt: Die Bewegung zur Gründung einer Freiwilli­gen Feuerwehr hatte, wie in den meisten oberhessi­schen Städten, ihren Ursprung in unserem feit 1860 vestehenden Turnverein. Der bekannte Turner und ehemalige österreichische Offizier A. Sarto­rius, der feinerzeit hier als Kaufmann lebte und in der liberalen Bewegung eine führende Rolle spielte, gab am Sedanstage 1 87 6 die An­regung zur Gründung der Wehr, die dann am 31. Dezember 1876 von 48 angesehenen Bürgern der Stadt, zumeist Turnern, vollzogen wurde. Der Vorgänger der Freiwilligen Feuerwehr war eine Pflichtfeuerwehr, die fog.städtische Feuer­rotte", die anfangs 1877 aufgelöst wurde. Von den 48 Gründern der Freiwilligen Wehr sind heute noch am lieben: F. Eise, Joh. Phil. Findt, W. Fey I., F. Kämmerer, P. K ü ch l e r, K. Ehr. Lotz, H. P e t r i I., Phil. Oßwald , F. Schäfer II., PH. I. Schäfer, Gg. Schäfer, L. S ch e r f f, Ehr. Vater I., H. Vater , H. Wilh. Weicker. Im Weltkriege verlor die Wehr 17 Ka­meraden, deren Andenken durch Anbringung einer Gedächtnistafel am Gerätehaus geehrt wurde.

* Ettingshausen, 2. Juli. Heute ereignete sich hier ein schwerer Unglücksfall. Der Landwirt Heinrich Stein IV. war während des Heumachens nach 5)aufe gegangen, um fein Pferd zu füttern. Als er nach einiger Zeit nicht wieder er­schien, sahen seine Angehörigen nach seinem Ver­bleiben und fanden ihn mit einem schweren Schädelbruch auf der Scheunentenne liegen. Da niemand bei dem Unglücksfall zugegen war, der Verletzte auch noch bewußtlos ist, weiß man über den Vorfall bis jetzt nichts Genaues. Der Zustand des Kranken ist nicht unbedenklich.

Kreis Friedberg

sf. Friedberg, 2. Juni. Die Deutsche Bau - und Siedlungsgemeinschaft G. m.

b. H. in Darmstadt" hatte auf gestern abend in die Gastwirtschaft zur Loreley im Stadtteil Fauer­bach eingeladen. Die Versammlung war sowohl von Bewohnern Fauerbachs wie Friedbergs gut besucht. Der Referent des Abends, Herr E s f i n g e r - Butz­bach, entwickelte in längeren Ausführungen die Be­strebungen der Gemeinschaft zur Bekämpfung der Wohnungsnot und der Arbeitslosigkeit. An den Vortrag schloß sich eine ausgedehnte Aussprache, an der sich >!. a. Bahningenieur Gottsbühren, AmtsgerichtsrcU Thum, Regierungsrat Dr. R i n d f u ß , Zimmermeister 3 ö II u. a. beteilig­ten. Von verschiedenen Seiten wurde die Durch­führbarkeit der Sache bezweifelt. Der Referent er­widerte, daß von dem Gründer der Vereinigung, Architekt H e i l m a n n , genaue Berechnungen auf- gestellt wären, und an der Durchführbarkeit nicht zu zweifeln sei. Wenn sich auch in der Versammlung verschiedentlich Widerspruch erhob, so schien die Sache doch im allgemeinen einen gewissen Anklang zu finden.

Bad-Rauhe im, 2. Juli. Die Be­sucherzahl unseres Bades ist bis jetzt befriedigend, es wird sogar erwartet, daß die Ferienzeit ein nochmaliges starkes Ansteigen der Frequenzlurve bringt. Der internationale Ein­schlag ist stärker als im Vorjahre. Unter den Ausländern, die zurzeit hier wellen, ist Justice George Sutherland zu erwähnen, der als Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten zu den hervor­ragendsten Persönlichkeiten Amerikas zählt. Für die Heilerfolge unseres Bades spricht die Tat­sache. daß sich die Zahl der Stammkurgäste mit jedem Jahr vermehrt. Besucher, die zum 25. oder gar zum 30. Male zum Kurgebrauch nach hier gekommen, sind keine Seltenheit.

W i s s e ls h e i m, 2. Juli. Eine alte Rist- Italic des Kiebitzes sind die salzhaltigen Wiesen beim nahen Löwschen Hosgut Löwenthal. Man hat den seltsamen Vogel feit einigen Jahren aber dort nicht mehr beobachtet. Um so größer ist die Freude des Raturfreundes, daß in diesem Sommer wieder ein Paar hier gebrütet hat. Leider ist das Männchen von einem Jäger ab- geschossen worden. Auch anderorts ist der Kiebitz im mittleren Wettertal noch daheim, so in den ebenfalls etwas salzhaltigen Wiesen zwischen Münzenberg und Oberhörgern. wo er auch in diesem Jahre beobachtet werden kann.

Kreis Büdingen.

Ridda, 2. Juli Um die wenigen Reubauten, die hier und in der .Umgebung zur Ausführung kommen, ist ein Konkurrenz­kampf unter den Maurermeistern entbrannt. Man sucht die Preise herabzusetzen, um nur Arbeit zu haben und nicht feiern zu müssen. Leider ist die Geldbeschafsung für die Bauenden schwieriger als in einem der Vorjahre.

Ober-Schmitten. 2. Juli. Gestern waren es 2 5 Jahre, daß der Oberwerksührer Louis Muller als Beamter im Dienst der Papierfabrik W. u. I. Moufang steht. Dem Jubilar, der sich als Mensch und Beamter gleich hoher Wertschätzung erfreut, wurde die übliche Ehrung zuteil. Angestellte und Fabrikleitung bedachten ihn mit sinnigen Ge­schenken.

Kreis Schotten.

Laubach, 1. Juli. Gestern abend ver­starb in Gießen an den Folgen einer Blinddarm­operation der Geheime Sanitätsrat Dr. med. Wil­helm Vogel, der vier Jahrzehnte unser Mitbür­ger gewesen ist. Als Arzl und als Mensch war er eine hervorragende Persönlichkeit. Geboren in N a u- f) c i ni bei Äroß-Gera» am 13. November 1855, besuchte er bis zum 12. Lebensjahre die höhere Pri- vatschulc zu Groß-Gerau, sodann baff^pewatinftitut des Pfarrers Wolf in Badenheim bzw. Wendels­heim bis Herbst 1870, wo er in bas Ludwig-Georgs- Gymnasium zu D a r m ft a b t eintrat. Im Herbst 1873 bezog er die Universität Gießen, hier­auf die Universität Marburg. In Gießen war er aktiv beim Korps Hassia. er war ein aus­gezeichneter Schläger und bekleidete wiederholt Chargen. Das Korps ernannte ihn zum Ehren­mitglied, eine Ehrung, die sehr selten verliehen wird. Nachdem er im Februar 1879 fein Schluß- cxamen mit bestem Erfolge in Gießen beendet harte, war er in Gießen Assistenzarzt an der Me­dizinischen Klinik bis Herbst 1879. Von Oktober 1879 bis dahin 1880 diente er als Einjährig-Frei­williger im 1. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 25 zu Straß­burg i. E. Am 10. Oktober 1880 ließ er sich als praktischer Arzt in Homberg a. d. Ohm nieder, wo er sich am 8. September 1881 mit Auguste Wahl aus Wetterfeld verheiratete. Schon am 24. April 1884 verlor er seine Gattin. Arn 16. Ok- iober 1886 ließ er sich in Laubach nieder, wo er die Leitung des Gräflich Solms-Laubachi- f d) c n Johann - Friedrich - Stiftes über­nahm und eine hervorragende ärztlickie Praxis ent­faltete. Er erwarb sich dos allgemeine Vertrauen in ungewöhnlichem Maße. Im Jahre 1894 wurde er im Dekanat Nidda als Abgeordneter zur Landesfvnode gewählt; außerdem wurde er zum Mitglied desAerztlichen Zentral- a u 5 { d) u f | e 5 für das Groß Herzogtum Hessen" gewählt. Volle 38 Jahre hat er in Lau­bach in Segen gewirkt. Im Jahre 1924 legte er die ärztliche Praxis nieder und verzog nad) Stutt­gart, wohin sich seine Tochter, sein einziges Kind, uerheiratet hatte. Jedoch erfaßte ihn mehr und mehr das Heimweh nach dem geliebten, trauten Städt­chen, wo er feine besten Jahre verbracht hatte. Sim 15. Mai d. I. siedelte Vogel aus dem Schwaden- lanbe wieder nach Laub ach über, dessen Ge­meinderat ihn 1924 bei seinem Wegzug nach Stutt­gart einstimmig zum Ehrenbürger ernannt hatte. Doch nur wenige Wochen waren ihm ver­gönnt, in dem schön gelegenen fyau\e zu verleben, das er im oberen Wettertal gemietet hatte (fein eigenes Haus hatte er von 2 Jahren verkauft). Ein trefflicher Mann, aufrecht und bieder, beseelt von wahrer Frömmigkeit ist mit Wilhelm Vogel dahingegangen. Sein Gedächtnis wird allezeit in hohen Ehren bleiben.

?" AusdemRiddatal, 2. Juli. Wäh­rend in den hochgelegenen Gegenden d e s V o g e l s b e r g e s, wo bei größerem Wie- senbesitz Grasmäher nur seltener Verwendung finden können, die Heuernte sich noch auf längere Zeit erstrecken wird, nähert sie sick) in unserem Tale schon ihrem Ende. Es ist erfreulich, daß der Ertrag in diesem Jahr den der heureichen Vorjahre noch übcr- troffen hot, Rur gairz nasse Wiesen und Wiesentelle enlläuschen etwas, ohne aber das Gesamtergebnis wesentlich zu beeinflussen. Der geringe Heupreis, 1,80 bis 2,50 Mark pro Zent­ner. drückt stark die Graspreise bei Versteige» rung.cn. Der kleine Mann, der sonst als Stei­gerer austrat, um das Heu mit einigem Vorteil sofort wieder abzusehen, ist sehr zurückhaltend ge­worden. weil sich bei diesen Preisen seine Arbeit nicht bezahlt macht.

Starkenburg.

' Darmstadt. 2. Juli. Für den Posten eines B ü r g e r m e i st e r s in dem StÄ>tchen Groß-Gerau bei Darmstadt haben sich bis jetzt über hundert Bewerber gemeldet.

WSR. Eberbach, 2. Juli. Ein 14 Jahre alter Schüler aus Mannheim hatte mit fünf Schulkameraden unter Führung eines Vikars eine Radpartie nach Eberbach unter- Rad zu Fall und stürzte so unglücklich g e gen nommen Auf der Rückkehr kam er mit dem

Heute abend 8 Ihr

SosideraiConzert

verstärkte Kapelle 6M6c Anschließend TANZ

Bei Neigung zu in Fettansatz können wir Ihnen nur raten, in der Avoiheke 30 Gramm echte Tolnba-Kerne zu kaufen, die als wirksam anerkannte, den Fettansatz beseitigende, dabei völlig unschädliche Stoffe enthalten. Gutachten, genaue Anweisung und Bestandteile ni d. Packungen.

I DEUTSCHE DEBRRUCHSWR&EN

Die neuesten Preise

Phaeton...........M. 3439.»

Puilmarm-Limousine H. 1Q3QÖ.-

Abnehmbare Pullmann-Llmouslnet», Landauletts, Lieferwagen In eilen Ausführungen, ab Werk

sechssitzig, Vierradbremse, sechsfach ballonbereift, mit elektrisch. Licht und Anlasser, elektrisch. Signal, Kilometerzähler, Geschwindigkeitsmesser, Fahrtrichtungsanzeiger, Scheibenwischer, Gepäckbrücke usw.

Auf Wunsch Zahlungserleichterungen

Prestowerke Gesellschaft Chemnitz.

Verkaufsorganisation: Deutscher Automobil-Konzern (D. A. K.) G. m. b. H. Leipzig. Vertretung: Dupont A -0,, Frankfurt a. M., Kaiserstr. 64. Telephon: Hansa 6836, 4694.

5625c