Ausgabe 
3.6.1926
 
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Hack

der

Kammer.

Wir geben unsere Vermählung bekannt

Gießen

Uslar

GOLDA - Strümpfemit3fachem Hand, mäteki

Harnstoff

Hornspäne

Bahnhofstraße 14

4805a

4443a

^Bedingungen bleibt Vorbehalten. Gießen, den 28. Mai 1926. Der Oberbürgermeister. J. D : Dr. Hamm.

Alberts (nach Prof. Wagner) Etisso :: Ovis-Guano

Adolf Tlges und Frau Hedwig geb. Klanke

fetzeS wegen LedernaHme einer Ausfall­garantie des Lande- Hessen für Lie­ferungsgeschäfte nach Ruhland ein­stimmig angenommen. Nähere Auskunft über die Öteftiirammgen bezüglich der Ausgestaltung dieser AuSfallbürgschaft erteilt das Sekretariat der

u. Häufelpflüge

empfiehlt preiswert 4817a

Die Gemeindestrahe Wißmar-Gießen ist wegen Verlegung einer Teilstrecke vom S. Juni ab bis auf weiteres gesperrt.

Krofdorf, den 2. Juni 1926.

Die Wegepolizeibehörde.

4819t) Der Bürgermeister.

Feinkost!

Fleischsalat mit Mayonnaise, Ochsen- maulsalat, Hummer, Lachs, Oelsar» binen, Gänseleber, feine Braunschw.

Wurstwaren, Anschovis-Paste, Lachs- butter, Sardellenbutter. Diele Sorten x Käse x

Stets frisch und preiswert

Heinr. Driesch

tag. bet tn bet Hauptsache den Kindern eine Freude und Unterhaltung bringen soll. Am Nach­mittage dieses Sonntages werden in der Volks- Halle am Trieb neben der Gelegenheit, an ver­schiedensten Verkaufsständen billige Spielsachen, Speise und Trank zu erstehen, u. a. auch ein Umzug der Kinder (Alter 3. bis 14. Lebensjahr) mit geschmückten Puppenwagen und anderes mehr durch die Halle geleitet werden. FrL Schmal­bach die Leiterin deS Fröbel'schen Kindergartens in der Gartenstrahe 30, sowie Frl. Rhumbler, Leiterin des Dollskindergartens Walltorstr. 59, haben sich bereit erklärt, den Eltern in der Zeit bis 10. Juni, täglich außer Sonntags zwischen 4 und 6 Uhr nachmittags über diese Veranstal­tung Auskunft und Anleitung zu geben. Es haben sich außerdem noch Gießener Vereine und Kunstinstitute entgeaenkommendst zur Verfügung gestellt, um durch Darbietungen die Stunden zu verschönen. Die tanzlustige Jugend soll eben­falls zu ihrem Vergnügen kommen. Die Ankündi­gungen im Anzeigenteil geben eingehend Aus­kunft über den Gesamtverlauf der Veranstaltung, die hoffentlich die erwünschte Unterstützung durch die Bevölkerung unserer Stadt und Umgebung finden wird. , ,

** Eine f l u g s p o r t l i ch e Seron Hal­tung er ft en Ranges steht unserer Stadt und der Umgegend für den nächsten Sonntag bevor. An diesem Tage oeranstallet die Gesellschaft für deutsches Flugwesen auf dem Flugplatz der Luft- verkehrs-A.-G. Oberhessen-Lahngau einen Flugtag, der als Werbeoeranstaltung für die deutsche Flie­gerei gelten soll. Das Programm sieht Kunstslüge der oerschiedensten Art vor, ferner Fallschirm- abfprünge, außerdem wird das Verkehrsflugzeug Gießen" Rundflüge ausführen. An den Kunst- flügen werden sich einige der bedeutendsten deut­schen Flieger beteiligen, so daß man auf hervor­ragende Leistungen rechnen kann. Die von der Ge- sellschaft im vorigen Jahr schon in zahlreichen beut- schen Großstädten veranstalteten Flugtage dieser Art haben bei Masienzustrom der Bevölkerung ftattge- funben unb überall volle sportliche Befriebigung der Zuschauer ausgelöft. Man darf hiernach auch für die hiesige Veranstaltung mit sehr sehenswerten fliege- rischen Darbietungen rechnen. (Siehe heutige An­zeige.)

" Das Safe Flugplatz, bas an den Pfingsttagen eröffnet wurde, ist bei der Gießener Einwohnerschaft rasch beliebt geworden. Die Mög­lichkeit, den Besuch dieser idyllisch gelegenen Erholungsstätte mit genußreichen Spaziergängen zu verbinden, hat im Verein mit guter Bewirtung dazu beigetragen, daß die Zahl der Besucher außerordentlich schnell auf ihre heutige Höhe emporgewachsen ist. Am Dienstagnachmittag hat sich der 1000. Besucher in das im Safe aufliegende Gästebuch eingeschrieben. Der ausgesetzte zweite Freiflug mit dem Gießener Verkehrsflugzeug bekanntlich kann jeweils der 500. Besucher bes Eafös Flugplatz bas Vergnügen eines Frei­fluges genießen ist Frau Weisel, Schott- strahe, zugefatten: sie wird dieser Tage nach Kassel fliegen. Der erste Freiflugggst, der 71 Jahre alte Rentier Kretzschmar, hat in der vorigen Woche den ihm zugefallenen Frei- flug nach Kassel zurückgelegt. Gr schrieb über dieses bedeutsame Erlebnis eine sehr entzückte Mitteilung, in der er besonders hervorhob. daß der Flug ihm nicht die geringsten Beschwerden verursacht hat. Olm nächsten Sonntag finden anläßlich des Flugtages Rundflüge mit dem FlugzeugGießen" statt, abends veranstaltet das ®af6 Flugplatz bei freiem Eintritt Jtalienische Nacht. Man beachte die heutige Anzeige.

** Gefrierfleisch. Die Stadtverwaltung schreibt uns: Seit Mitte vorigen Jahres hat das Reich zollfreies Gefrierfleisch eingesührt unb auf die einzelnen Stabte verteilt. Das Gefrierfleisch war im Verhältnis zu bem Frischfleisch billiger unb

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1 endlich einmal eine inlagung zur ®e. 925 unb 1926 auf bet Wn VemögenS nach Januar 1925 unb deS gr- - l?25 erfolgt. Ebenso entuche Senkung her bebauten Grundbesitz her- Her die Wirtschaft nicht lemeinheit schwer zu lei- buftrie- und tzandel-kam- i geplante Errichtung von -stellen Leserliche Dc- gemacht: nut haben sie er Berufsberatung in mög­en als wünschenswert be- ts allzu grobe Kosten der- andererseits die zur Der- el nicht in zu kleine Sum­men brauchen.

Nbetfammhmfl hat die len, Die Öeffentliie iff Siesten in ihre inen.

luftde* und HandelÄam- : eingesetzt, daß auch den Liebem in den Landes­gestattet wird, an den nicht stimmberechtigt, teilzu- sahrplan 1926 hat dir chndirektion Frankfurt a.W. 5 e in großer Anzahl mno- getragen, welche die Streden Gelnhausen. Giehen-Kansi Mn, Giehen-Loblenz.

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LanAnes * über ve"

BausparKonlen der hessischen Sparkassen. WSN. Zur Hebung der Dautättgkeit haben die hessischen öffentlichen Spar» lassen ein Dausparsystem eingcfuhrt, um durch Gewährung von langfristigen, gering ver­zinslichen Tilgungshtzpotheken den Wohnungs­bau auch ohne Darlehen aus öffentlichen Mit­teln rentabel zu gestalten. Die Bausparer tonnen DarlehnSverträge zu 5000. 7500, 10 000, 15 000 und 20 000 Mk. abschließen, ihre jähr­lich zu zeichnenden Mindestspareinlagen, die ent­sprechend der Höhe des Darlehns auf 100. 150, 200. 300 und 400 Mk. abgestuft sind, werden zu 4 Prozent verzinst, während langfristige Til­gungshypotheken zu 5 Prozent gewährt werden. Das Bausparsystem ist derartig aufgebaut, daß ter zuletzt mit der Darlehnsgewährung zum Zug kommende Bausparer sich nicht ungünstiger steht als der erste. Bei einem allgemeinen Sinken des Zinsfußes kann der Dausparvortrag in bas gewöhnliche Darlehnsgeschäft übergeleitet wer­den. Augenblicklich sind Verhandlungen im Gange, das hessische Dausparsystem auf alle deutschen Sparkassen auszudehnen; in diesem Falle wäre Freizügigkeit innerhalb ganz Deutschlands ge­währleistet.

Lietzener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 180, Matte 30 bis 35. Käse 60 bis 140. Wirsing 40 bis 60, rote Rüben 20, Spinat 25 bis 30, Römischkohl 25, Spargel 50 bis 100, Tomaten 80 bis 150, Zwiebeln 25, Meer- terticb 80, Schwarzwurzeln 50, Rhabarber 25, Kartoffeln 5, Aepfel 20 bis 50, Kirschen 50 bis 70. Stachelbeeren 40 bis 50, örbbeeren 160, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 110, Suppen­hühner HO bis 130 Pf. da« Pfund: Sier 11 bis 12, Blumenkohl 70 bis 150, Salat 15 bis 20, Salatgurken 80 bis 100, Ober-Kohlrabi 40 Bettich 30 bis 50 Pf. bas Stück: Radieschen 20 Ps. baS Bund: gelbe Rüben 45 bis 100 Pf. das Päckchen.

Bornotizen.

lageetalenber für Donnerstag. Hessischer Vaterländischer Block: 81 Uhr Hotel Hindenburg, Dorträge über die Flaggenfrage und das Auslanddeutschtum. Gießener Radfahrer- Verein: 8j UhrStadt Wetzlar" Versammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Perle des Re- qiments". Astoria-Lichtspiele:Feuer im Statt Plallory".

** RoteS Kreuz in Gießen. Jn diesen Tagen stnden im ganzen Reich Veranstaltungen statt, die der gemeinnützigen Einrichtung des Roten Kreuzes Mittel für die erwünschte aus­giebige fürsorgliche Tättgkeit zuführen sollen. Während vor den traurigen Ereignissen im Herbst 1918 aus den Händen bet besser Bemittelten reiche Zuwendungen bem Roten Kreuz zuflossen, ist dies heute nach dem Verlust der Vermögen nicht mehr möglich, und daS ganze Volk hat nun die Verpflichtung, die der allgemeinen Nächsten­liebe dienende Einrichtung weitestgehend zu unter­stützen. Am kommenden 13. Juni veranstalten die hiesigen .Rote-Kreuz"-Verbände, güttgst unter­setzt von den Gießener Frauenvereinen, auf Ver­anlassung der Deichs-Zentralleitung einen Werbe-

rourbe, wie der Umsatz zeigt, vom Publikum gern gekauft. Die Mengen des zollfrei einzuführenden Gefrierfleisches waren reichsgesetzlich geregelt; sie sind jetzt aufaebraucht. Verhandlungen wegen Er- Höhung der früher festgelegten Mengen sind im Gange. Auch in Gießen war der Verbrauch von zollfreiem Gefrierfleisch ein reger. Das Publikum wird bedauern, wenn für die nächste Zeit dieses Fleisch nicht mehr zu dem billigen Preise wie seither bezogen werden kann. Das jetzt noch zum Verkauf gelangende Gefrierfleisch ist verzollt und stellt sich im Preise höher als das zollfrei eingeführte. Es wäre zu wünschen, daß die wegen Freigabe wei­terer Mengen zollfrei emzuführenden Gefrierfleisches eingeleiteten Verhandlungen von Erfolg begleitet sind.

* Abzeichen für Schwerhörige, Taube und Blinde. Im Einverständnis mit dem Hess. Minister des Innern ist als Abzeichen für schwerhörige, Taube und Blinde eine Arm­binde, die drei schwarze Punkte auf gelbem Grunde trägt, eingeführt werden. In allen Fällen, in denen nunmehr Personen mit dieser Armbinde auf den Straßen gesehen werden, handelt es sich um Mitmenschen, die besonderer Fürsorge bedürfen. Auf die Bedeutung dieses Ab­zeichens sind in erster Linie das Verkehrsgewerbe und die zu diesem gehörenden, Auto und Krafträder führenden Personen aufmerksam gemacht worden. Aber nicht nur die Kraftfahrer, sondern auch die Radler und die Fußgänger mögen den mit dieser Armbinde versehenen Personen ihre besondere Auf- merksamkeit und Fürsorge schenken.

A. D. A. C. - Tag für die Schwer­kriegsverletzten. Der Allgemeine Deut­sche Automobil-Club (A. D. A. C.) bereitet für den 2 6. September im ganzen Deutschen Reiche einen Schwerkriegsverletztentag vor. Der A. D. A. C. wirb bazu seine gesamten Organi­sationen in den Dienst der Veranstaltung stellen, die bezweckt, sämtlichen Schwerkriegsverlehten in ganz Deutschland einen Erholungstag in der Form zu bereiten, daß die Schwerkriegsverlehten mit Automobilen in die Umgebung ihrer Heimat gebracht unb einen Ausflug von etwa 100 Kilo­meter im Automobil machen können. Die llnter- organisationen bes A. D. Ql. C. werden mit der einheitlichen Durchführung im ganzen Reiche be­auftragt werben. Es soll damit zum ersten Mal zum Ausdruck kommen, bah auch bas beutsche Kraftsahrwesen, das im Ql. D. QI. C. zusammen­geschlossen ist, mit besonderer Dankbarkeit der Leistungen unserer Schwerkriegsverlehten gedenkt.

Aus dem Gießener Standesamts- regijter. Es verstärken in der Zeit vom 15. bis 31. Mai: 16. Mai: Reinhard Görnert, Schacht­meister, 40 I. alt, In den Eichgärten 27; Marie Katharine Hamel, geb. Funk, Witwe, 61 I. alt, Bleichstr. 33. 17. Mai: Wilhelmine Hagemann, geb. Seebold, Witwe, 76 I. alt, Licher Straße 74. 19. Mai: Margarete Drescher, geb. Juln, Witwe, 68 I. alt, Stephanstraße 51. 20. Mai: Luise Teigler, geb. Vogel, 50 I. alt. An den Bahnhöfen 20; Wil­helm Weigel, Schreinermeister, 58 I. alt, Loder- straße 9. 22. Mai: Juliane Dörr, geb. Meißinger, Witwe, 87 I. alt, Steinstraße 45; Ludwig Schnei­der, Lackierer, 46 I. alt, Landgrafenstraße 4. 23. Mai: Katharine ftrieb, geb. Pfeiffer, 86 I. all, Seltersweg 31. 25. Mai: Marie Ottilie Stuhl, geb. Vigelius, 52 I. alt, Sudan läge 7; Katharine Balser, geb. Bellos, Witwe, 89 I. alt, Brandgasse 7. 27. Mai: Wilhelm Giesler, Eisenbahnschlosser, 74 I. alt, Landmannstraße 7; Heinrich Sier, Schriftsetzer, 59 I. alt, Bleichstraße 25. 28. Mai: Johannes Käfer, Schneider, 53 I. alt, Nordanlage 13. 30. Mai: Margarete Wißner, ohne Beruf, 65 I. alt, Mittel­weg 12; Wilhelm Valentin, Landwirt, 70 I. alt. An der Hardt 12; Karoline Fillmann, geb. Vöhl, Witwe, 75 I. alt, Licher Straße 74. 31. Mai: Karl August Zipp, Architekt, 43 I. alt, Schützenstr. 3.

feinster Seidenflor Soschön u.weich wieSeide" in den neuen Farben rosenholz und blond

zur Verfügung zu stellen.

Anträge auf Gewährung der Dau- darlehen sind bis einschließlich 25. Juni zu stellen. Für die Anträge sind besondere Vordrucke gefertigt, die im Stadthaus Bergstraße 20, Zimmer 28, erhoben werben können. Die Festsetzung der zu fettenden 4»llB

3« Stchtsptelha»«, 7>ahNho s strahe läuft gegenwärtig «tn reizendes Film- Lustspiel: .Die Perl« de< Regiments". Jm Mittelpunkte der fefcr humorvollen Handlung steht der bekannte Almdarsteller Reinhold S ch ü n z e l (der auch an der Bearbeitung des Manuskriptes beteiligt ist) als Träger der Titel­rolle. die er prächttg zu gestalten weih. Sein Spiel ruft stürmische Lachsalven hervor ohne aus die clownmäßiaen Mätzchen der amerikani­schen Lustspieldarsteller zu verfallen. Die übrigen Darsteller, teilweise Prominente wie Werner P i t t s ch a u, Fritz KamperS u. a.. bilden einen vorzüglichen Hintergrund. DaS Gesamt­werk beweist, baß die deutsche Fllmkunst auch auf dem Gebiete des Lustspiels Hervorragendes zu leisten vermag. Aus dem reichhaltigen Beipro­gramm fet besonders auf die kleine Groteske vom Tmtenmännchen" hingewiesen, ein Trickfilm, der ebenso interessant tote spaßig ist.z.

Au ftrieb auf bem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Zwei Kühe, 1079 Kälber, 121 Schafe, 744 Schweine.

Schöffengericht Gießen.

Ein in der Wetterau wohnender, wegen Be­trugs wiederholt vorbestrafter Händler, der wegen seiner Betrügereien schon viele Jahre seines Le­bens in Strafanstalten zugebracht hat, hatte sich wieder als rückfälliger Betrüger zu verantworten. Durch seine Schwindelmanöver hatte er es verstanden, einem Kleinrentner 30 Mk. abzuschwindeln, die er angeblich für Geschäfts­zwecke verwenden unb an bem nächsten Tage toieber zurückgeben wollte, während er in Wirk­lichkeit den größten Teil bes Geldes noch am gleichen Tage in Alkohol umsehte unb für den Rest sich ein Paar Schuhe kaufte. Das Gericht hielt ihm seine geistige Minderwertigkeit zugute, billigte ihm mildernde Umstände zu und ver­urteilte ihn, in Anbetracht einer zahlreichen Vor­strafen andererseits, zu 1 Jahr Gefängnis.

Sin 20jähriger Qlrbeiter, der trotz seiner Jugend schon wiederholt wegen Diebstahls vor­bestraft ist, stand erneut unter der Anklage des Diebstahls. Jm Oktober v. J. waren zwei , in demselben Ort dienenden Knechten ihre Sonn- < tagSanzüge, andere Kleidungsstücke und bares Geld gestohlen worden. Am andern Morgen ? nach dem Diebstahl wurde der Angeklagte in 1 Frankfurt a. M. dabei betroffen, als er gerade im Begriff war, die Diebesbeute tn einer Wirt­schaft zu verkaufen. Trotz dieser Tatsache und anderer sehr belastender Zeugenaussagen leugnete bet Angeklagte den Diebstahl. Auf Grunb der umfangreichen Beweisaufnahme aber würben seine sämtlich erlogenen Angaben widerlegt. Wegen Rücksallbiebstahls und wegen intellek­tueller Urkundenfälschung in 2 Fällen bei seinen Festnahmen hatte er beim Eintrag in die Gefangenenbücher den Gefängnisbeamten gegen­über falsche Personalangaben gemacht erhielt er mit Rücksicht auf feine Jugend eine Gesamt­strafe von 1 Jahr 2 Monat G efäng nis

Ein Händler aus dem Kreise Offenbach hatte sich dadurch einer schweren Urkunden­fälschung schuldig gemacht, daß er einen von ihm in Zahlung gegebenen Wechsel unberech­tigterweise mit dem Namen der Firma seines Vaters unterzeichnet hatte. Da sein Vater aber ben Wechsel nicht einlöste, und infolgedessen der Wechsel zu Protest ging, war dem Gläubiger ein Schaden von etwa 500 QM. entstanden, ben aber dann nachher der Vater defi Angeklagten ersetzt hat. Jn Anbetracht dessen und mit Rücksicht dar­auf, daß der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist, und infolge seines jugendlichen OH tert sich der Tragweite seines Tuns nicht recht bewußt war, kam er mit einer Strafe von 3 Wochen Ge­fängnis davon.

m a n v e r I a n g e ausdrücklich

IGiessener Brauhaus-Pils]

j Tel. 660 Eisenti an 41ung Neustadt 56

Bekanntmachung.

Zur Unterstützung beS privaten Woh- NA.'gSbaueS ist in Aussicht genommen, auch im Rechnungsjahr 1926 Baudar- iet)en aus städtischen Anleihemitteln neben ben Baudarlehen aus ber vonbersteuer

Samenhaus Heinrich Hahn

Bahnhofstraße, Telephon 1403 ""c