■er
Weltbrand emporlodern.
Das
Hoke JrazkraS; alibewährH
y*
Ohne ödnlacke, ebne G^us -
Kreis Bedingen.
dem oberen Riddatgl, l.PIai.
Oratorium als Siegesfeier gegeben wird, eilt das Volk in Hellen Haufen herbei und bereitet dem Werke und {einem Schöpfer pichr eschenwollende, begeisterte Hpldlgupgen.
Erst jetzt trist Ruhe in pme hesvegtf Lebsspslip'.e ein.
Noch Und trotz hes ßstwinpes ip Jrlqpd und trotz Nssperex Erffllge jp London die Gegper Händels nicht verstummt, aber von dieses Siegesfeier an werden sie ohnmächtig, denn das Volk bcgjppt Hepz upd Liebe in Bewunderung upd Ehrfurcht dem großep Musiker zu opfern.
als sonst von dem großen Ruhme ihres Sohnes, der seinen Besuch in der Heimat angesagt hat, erzählt.
Als die Greisin das Verrollen der Eilpost hört, will sie sich ausrichten, fällt aber kraftlos ip die Kissen zurück.
Und schon kniet der Sohn neben ihr und netzt mit Tranen und Küssen die Hände.
„Mutter", schreit er auf.
Die Blinde ist glücklich und verklärt.
Könnte sie sehen, so würde sie erkennen, daß die Züge ihres Kindes Gram und Entsetzen ausdrücken.
Gram über das Altgewordensein und Schicksal der Mutter, Entsetzen über eine gespenstige Ahnung, die verkündet, daß auch er einmal ip der fürchterlichen Dunkelheit blinder Augen leben muß.
Das Unglück macht vor keiner Tür halt.
günstige Wetter der letzten Tage half den Bauersleuten ihre Arbeit fördern, so daß allgemein die Aussaat der Kartoffeln als beendet angesehen werden kann. Allenthalben scheint man zu
Oberhessen.
Lftypkxpjs Gießen.
---Aus dem Lumdatal, 1. Mai.
Id Aus
Aus der
Durch das Weideland am Chester säuft ini No- vemberstprm ein Mann, der feinem Groll und Aerger dadurch Luft machen will, daß er mit den Armen über dem Kops herumfuchtelt, wie ein Windrad mit den Flügeln über der Mühlenhaube. Aus London haben ihn das Gewürm der Neider, die Mißgunst vieler Adeligen, Intrigen und Haß vertrieben. Mochte er noch so viel schaffen und der Welt Schönheit schenken, sein Werk wurde neuerdings verkannt und darauf Geifer gespritzt.
In Irland will er Zuflucht suchen, aber widrige Wetter verzögern die Ueberfahrt.
Das vermehrt seinen Zorp.
Nach jedem Spaziergang kehrt er in einem Gast- Hause ein, um bei einer Tasse starken Kaffees und einer Pfeife Tabak Rückschau über die letzten Lon-
___ Zahl der auftretenden Wiesen- blumep schließt die Landbevölkerung schon immer auf das Ergebnis der Heuernte. Diel Wiesenblumen im Frühjahr sollen eine mqgere Heu-
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dar sehr gefördert.
Auch bei den Operationen um und in Peking handelte es sich ja tatsächlich um einen Kampf der Mächte gegen Sowjetrußland, dessen Einfluß bei der Zentralregierung durch den ihm treu ergebenen General Feng-hu-hsiang und bei der Kantonregierung in letzter Zeit bedrohlich zugenommen hatte. Wohl schiebt Japan seinen Lschangtsolin und England seinen Wupeifu vor, aber beide Großmächte enthalten sich selbst in vorsichtiger Weise jedes militärischen Eingriffes, trotzdem doch Lurch wiederholte Zwischenfälle wie kürzlich bei Taku an der Peiho-Mün- dung genügend Dorwänüe geboten wurden. Ebenso greift auch Rußland noch nicht mit Machtmitteln offiziell ein. Scharf stoßen nicht nur Sowjetismus und Kapitalismus rm fernen Osten aufeinander — siehe dep Boykott Hongkongs durch bas bolschewistisch beeinflußte Kan- , ton — nein. auchdie2nteressen derein- z einen Mächte, und darunter ggiH besonders die Belange Japans, Großbritanniens und 'Amerikas stehen sich, trotz gelegentlicher Höflich- . keitserklärungen, diametral gegenüber. Es ist ge- * jährlich, mit dem Feuer im fernen Osten zu 1 spielen, denn leicht könnte daraus ein neuer
WER. Frankfurt a. M., 1. Mai. 3n der vergangenen Rächt fand ip einer Wirt- chaft im Rördend eine Schlägerei zwischen ■erschiedenen jungen Burschen statt. Der Wirt. >er den Streit schlichten wollte, regte sich dabei o auf, daß er einen Herzschlag erlitt und bald Darauf »er ft ar &.
Erweitertes Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 28. April. -Unter Ausschluß der Oeffepklichkeit wurde gegen ejne frühere Hebamme wegen Lohnabtreibung, gegen zwei verheiratete Frauen wegen Abtreibung und gegen einen Kaufmann wegen Anstiftung dazu verhandelt. Die Falle liegen weit zurück, sind aber erst kürzlich zur Kenntnis der Behörde gelangt Die Hebamme erhielt unter Einbeziehung einer wegen früherer gleichartiger Verbrechen gegen sie verhängten, erst teilweise verbüßten Zuchthausstrafe von anderthalb Jahren eine Zusatzstrafe von einem halben Jahr Zuchthaus, von den beiden Frauen erhielt die eine tbegen vollendeter Abtreibung sechs Monate Gefängnis, die andere wegen zweier Abtreibungsversuche drei Monate Gefängnis, der Kaufmann wurde mangels ausreichenden Beweises freige? sprachen.
Ein Blinder leitet espr ApsMrupg des Messias.
Mit Seljgkeit horcht er den -igpep noch pno freut sich, daß auch das Leid der Krankheit ihn nicht von seinem Amte abbripgep fapn.
Die Aptenfuge rauscht auf wie eip Preisgebet aps Meeren von Lippen zu Gott.'
Die Zuhörer find befapgen ip Ergriffenheit. danp tost her rauschepde Peifall los.
Handel tastet sich vor und druckt- Danks stürmisch und beklommen, denn feine Hnne sehen eine schwarze Gestalt auf sich zuschreiten.
„Komm/ sagt dfese leise, „es ist Zeit."
Da pipimt der Greis mit einer ruhigen Vxrbeu- gtipg Abschied von, Lebep der Theater und Konzertsäle. Er hat dem Altäre und Moloch dieses Seins mehr gedient als irgendeiner vor ihm.
Als er nach Haust gebracht wird, weiß er, haß die Dunkelheit der Äugen sich bald in drin Lichte einer anderen Welt verklaren ipirb.
der Ansicht zu neigen, nur soweit Äartoffelanbau zu treiben, als er die notwendigen Mengen zur Ernährung von Mensch und Vieh zu liefern imstande ist. Diese Einschränkung im Anbau unseres so wichtigen Nahrungsmittels dürfte wohl seine Begründung in dem allzu niedrigen Erzeugerpreis haben. Außerdem besteht zur Zeit picht die geringste Nachfrage nach Kartoffeln, von welchen noch größere Mengen in den Kellerp vieler Land- roirte lagern. Um diese vor gänzlichem Verderben zu bewahren, gehen nun die Leute dazu über, die Kartoffeln in größeren Portionen zu verMern, um dadurch die Anschaffung der viel zu teueren Kraftfuttermittel einzuschränken. — Nachdem zum größten Teil das S t e i n o b st ausgeblüht hat, läßt sich der Fruchtansatz pipigerma&en übersehen. In den tiefer gelegepen Obstanlagen haben die Kirschen sehr gelitten, so daß der Behang äußerst ungleichmäßig ist. Recht gute Aussichten versprechen allerdings die übrigen Steinobstsorten, die im Vorjahre eine sehr geringe Erntö brachten und für diesmal den vorjährigen Schaden durch eine reiche Ernte scheinbar auszugleichen suchen. Fast sämtliche Birnbäume standen im herrlichstem Btütepflor, sie sind nun aip Abblühen. — Wenn auch der Anbau von Raps (Wintersamen) in der Kriegs- und Nachkriegszeit vorteilhafter war, so hat er jetzt im Lumdatal etwas nachgelassen, aber immer noch winken unzählige Rapsfelder in ihrem lieblichen Gelb von den Höhen, wo Tausende und Abertausende von Bienlein einen überreich gedeckten Tisch finden.
Kreis Friedberg.
zi Bad-Rauhei rn, 1. Mai. Die in den Vorjahren, werden sich auch in diesem Jahre wieder zahlreiche Aerzte Deutschlands und des Auslandes hier zu einem Fortbildungs- jehrgapg treffen. Er findet am 20. und 21. Mai als 4. Bad-Nauheimer Pfjpgftkursus statt. Zur Behandlung steht diesmal als Hauptthema „H y perlen siop". Es werden sprechen: Prof. Volhard (Halle) „über den arteriellen Hochdruck", Dr. Koch (Halle) „über die pathologische Anatomie des Hochdrucks", Prof. Weitz (Tiibingen) „über den Einfluß der Erbmasse auf die Entstehung der Herz- und Gefäßkrankheiten", Prof. Schmieden (Frankfurt a. M.) „über moderne Herzchirurgie", Prof, von Gönczy (Budapest) „über praktische Herz- funktionsprüfungen", Privatdozent Dr. K a p f f - mann (Frankfurt a. M) „über spontane Blut- drucksenkungep und deren Folgen für den Organismus". Die wissenschaftliche Arbejt des Lehrgangs wird von künstlerischen pnd gesellschaftlichen Veranstaltungen der Bad- und Kurverwaltung umrahmt.
4 Bad-Rauheim. 1. Mai. Zur Durchführung der Reich sgesundheitswoche hatte sich auch hier ein Ortsausschuß unter dem Vorsitz des Beigeordneten Kling gebildet. Dank des Entgegenkommens der hiesigen Aerzte- schäft und der Vereine konnte ein wohl- durchdachtes Programm aufgestellt werden, das an verschiedenen Abenden eine ganze Reihe wertvoller Lichtbildervorträge bot. Ein Vortrag über „Körper- und Gesundheitspflege" wurde praktisch erläutert durch Vorführungen Sc s Turnvereins 1 860 und des Männer- t u r n v e r e i n s, die nebep dem Geräteturnen vor allem das neuzeitliche Frauenturnen mit seiner Betonung des Rhythmischen zeigten. Auch die Schulen hatten dem Gesundheitsunterricht besondere Beachtung geschenkt; sie konnten außerdem noch durch einen Lichtbitdervortrag siber „Mund- und Zahnpflege" aufklärend wirken. Dem Gedanken, daß die angestrebte Gesundung unseres Dolles nicht nur auf dem Gebiete der reinen Körperkultur liegen kann, sondern auch den Geist erfassen muß, wurde durch Deranstallung eines Sinfoniekonzerts im Rahmen der Gesundheitswoche Rechnung getragen, das als Sonderkonzert des Frankfurter Sinfonieorchesters Meisterwerke der Torllinst in vollende er Wiedergabe bot und einen starken Eindruck hinterließ. Für alle Deranstaltungen zeigte die Bevöllerung sehr reges Interesse. Besonders begrüßenswerr ist die Absicht des Ortsausschusses, es nicht mit den Deranstaltungen der „offiziellen Woche" beendet sein zu lassen, sondern im Laufe des Jahres weitere Arbeit im Sinne der Reichsgesundheits- wocke zu leisten. Die Aerzteichast hat für weitere Aufklärungsvorträge ihre Mitwirkung bereits zugesagt.
Frankfurter Theater.
Rolland-Premiere im Neuen Theater. Romain Rolland, der bei uns fast noch mehr pls in Frankreich geliebte Dichter, hat in seinem „S piel von Tod und Liebe" das Drama der Ideen geschrieben, jawohl, der Ideen, denn schließlich ist auch die Liebe nichts weiter als eine große Idee des Herzens. Rejn äußerlich ist dieses Spiel ein Nevolu- tionsdrqma, aus der Not des französischen Volkes von 1794 gegriffen, ein Glied aus der .$ette der epischen Dramen Rollapds. Aber über den grauenvollen Rahmen der Revolution hinaus sind es orej Menschen, drei Begriffe, drei Gewalten, Ideenträger, die sich hier gegenüberstehen. Courvoisier, seine Frag Sophie upd Vallee. Und pun beginnt die Tragödie dieser drei, eigentlich nur die Corvoisiers und So- phieps. Es ist unendlich zart und tief, was aus diesem Werke spricht. Es ist Rolland selber, der aus Courvoisier redet, und Albert S t e i n r ü ck zeigte in dieser Gestalt wieder seine überragende Künstlerschaft. Wenn er mit tränenerstickter Stimme sprach, um sofort wieder in ruhige Gefaßtheit und Sachlichkeit liberzugehen, schuf er restlose Erfüllung im Sinne des Dichters. Ihm zur Seite stand die Sophie Gerda Müslers; sie war stellenweise von stcckker Eindringlichkeit, trotzdem liegt gerade dieser Künstlerin ein Moderato oder gar Furioso besser als das Andante. Zwischen den Gästen stand der gut erfaßte Vallee Lothar R e w a l t s. Dr. Pfeiffer-Belli als Regisseur ließ das Spiel von Tod und Liebe, welches eigentlich ja das Spiel vom Leben selber ist, stimmungsstark erklingen. Der Beifall des Publikums dankte dem Werk, den Gästen und der gesamten Aufführung im reichsten Maße. L. W.
Rundfunk-Programm.
Dienstag, 4. Mai.
3.30 bis 4.30 plhr: „Märchep, Sagen und Legenden aus der hefmptllchen Pflanzenwelt", vorgetragen von Lehrer K. Stricker. 4.30 bis 5.45 illjr: Konzert des Hausorchesters: Operetten. 5.45 bis 6.05 Ahr: Die Lesestunde: Aus dem Roman „Pitt und For" von Friedrich Huch. 6.15 bis 6.45 Tlhf: Stupste der Stadt Kassel: „Die Gewinnung der Lymphe für Kinderimpfung", Dortrag von Sästitälsrat Dr. Richard Meder. 6.45 bis 7.15 Uhr: „Franz Schubert", Dortrag von Kapellmeister Hermann Scherchen. 7.15 bis 7.45 Uhr: „Die Modernisierung unserer Produklionsmethoden: Serienfabrikat und Fließarbeit", Dortrag' von Direktor Otto Behrens, Münster i. Wests. 7.45 bis 8.15 Uhr: Schachstunde. 8.15 bis 9.15 Uhr: Schpbertzyklus des Amar-Quartetts: Erster Abend. d.|5 bis 10.15 Uhr: Koloratur-Konzew
mtt den andauernden Kämpfen der weihen gegen Oie roten Russen, mit dem Durchzug der Kol- Hchak-Ärrnee und den Umtrieben der weitz-russi- sehen Grenzkriegführer brachten woU allerlei Uff tzche in das Land, doch kam es auch über diese Zeit gut hinweg. Kharbin war damals die Hochburg der geflüchteten russischen Militärs und Beamten. Auch das hat sich nun wesenllich geändert.
Marschall Lschangtsolin hat es verstanden, sich Macht und Ansehen in der ihm unterstellten Mandschurei zu verschaffen. Anter seinem Regime werden die Kämpfe und Reibereien zwischen den weißen und roten Russen nicht mehr geduldet. Durch Preisgabe seiner exterritorialen Rechte, seiner eigenen Gerichts- Larkell und anderer damit verbundenen Privilegien hat Sowjetrußland vielleicht in Kreisen der Zentralregierung und im übrigen China vorübergehend an Einfluß gewonnen, aber seine Machtstellung in der nördlichen Mandschurei wurde durch diese Preisgabe zweifellos in Vieler Beziehung stark geschwächt. Ihm bleibt kärglich die Verwaltung der ostchinesischen Bahm Japan tn der Südmandschurei hat dagegen aße, seine Jnteressenrechte einschließlich der Exterritomalltät bewahrt, und diese Rechte wurden durch den China von Japan im Frühling 1915 während des Weltkrieges aufgezwungenen Dertrag noch bedeutend verstärkt. Trotzdem befleißigt sich Japan gegenüber der Zivil- und Militärverwaltung des Marschalls Lschangtsolin. den es im übrigen insgeheim Rußland gegenüber stärkt und unterstützt. einer klugen Zurückhaltung.
Das reiche und durch die Erschließung feiner Bodenschätze im Ackerbau, Bergbau und Waldbau an Reichtum rasch zunehmende Land bringt dem chinesischen Machthaber hohe, willkommene Einnahmen. Aber leider genügen sie kaum, um die kostspieligen Unternehmungen dieses aus einfachsten Verhältnissen zum Posten eines fast unabhängigen Mllitärgouverneurs und Marschalls rasch aufgestiegenen Mannes zu bestreiten. Allein die Heeresausgaben, ganz abgesehen von den Kosten des gegenwärtigen Feldzuges betragen jährlich etwa 140 Millionen Goldmark, und die Gesamteinnahmen des Landes können diese Militärausgaben trotz aller auferlegten Steuern kaum decken. Diese Steuern aber schaden der gefunden Entwicklung. In Mulden entsteht eine ausgedehnte Industrie, aber sie dient vornehmlich nur der Herstellung von Kriegsmaterjal. Das mit allen modernen Eiirrichtungen versehene Arsenal verschlingt jährlich schätzungsweise 50 bis 60 Millionen Goldmark. Tschangtsolln hat sein Heer für den jetzigen Feldzug sehr verstärkt und mit allen modernen Kriegsmitteln, darunter auch vielen Flugzeugen, ausgestattet. Vielleicht richten sich diese Rüstungen nicht zuletzt auch gegen eventuelle sowjetrussische Eingriffsgelüste und werden deshalb von Japan, trotz aller Vertragsklauseln, nicht nur geduldet, sondern sogar offen-
doner Jahre zu pflegen. Er überlegt und forscht, kann aber nichts finden, was sein Los des Gemie- depwerdens rechtfertigt.
Weiterkämpfep oder gleichmütiges Sjchhescheidep ist jetzt die Fragst Besoffene Matrosen aus dem nahen Hafen Varkgate treten jn die Schenke und gröhlen ein Lied, das sie an der Themse gelernt haben und das in schmutziger Weise den ehemaligen Operndirettor Händel verhöhnt.
Da haut der nachdenkliche Gast seine tönerne Pfeife in die Tasse, daß Pfeifenkopf und Trinkgefäß in tausend Scherben gehen.
„Jetzt gprabe", ruft er aus und eist hipalss.
„Der ist verrückt", lachen ihm die Matrosep pgch upd singen ihr Lied weiter.
Einige Wochen später wird der aus der Londoner Hauptstadt Geflohene in Dublin gefeiert wie ein König.
ernte bedeuten, wenig Frühlingsblumen eine Vollernte. Diese Voraussetzungen stützen sich auf aufmerksame Beobachtungen und treffen zu. So find auch wieder in diesem Jahre große Flächen der Wiesen des oberen Ristdatales wie weiß überpudert, so zahlreich findet sich stellenweise das Wiesenschaumkraut, das die im vergangenen nassen Wsntep versumpften Wfesen- pieberupgen in Besitz genommen hat pnb sich hier breit machen kann, da wertvollere Gräser und Kräuter opf solchen Sumpfstellen zugrunde gehen. Das vepstlphte Wiesenschaumkraut wird bald vop Hahnenfußgewächsen abgelöst Werden, und die Talwiesen werden dann gelb gefleckt erscheinen. Zurzeit der Heuernte trifft die Sense dann guf den eben so reich blühenden Stellen pur wenige, als ViHfulWr minderwertige Blütenstengel, upd der Ertrag der Heuernte ist hier gering. Wenp gpch einzelne Wiesen berestä durch Eptwässernpasgräben für Austrocknung ihrer von Versumpfung bedrohten Wsesen gesorgt haben, so bleibt doch" noch sehr piel zu tun. Am den in diesem Jahre zu erspartensten Ausfall des Erpfeertrages ip spateren Jahren zu vermeiden, wäre eine blappiahige Entwässerung der im R iddag ruüd e ge- tegenep Wiesen dringend erfordexsich.
Kreis Schotten.
Id Schotten, 1. Mai. Mit Beginn des Frühjahrs gibt es auf den Stationen unserer Rebenbahn svieder etwas Leben. Das Heuverladen setzt ein, ^enn auch zaghafter als in den Vorjahren. Der Vogelsberg mit seiner wieder zunehmenden Vfehzu.ck kann ebep nur geringe Mengen seines vorzüglichen süßen Wiesen- heus abgeben. Nachdem den ganzen Winter über der Pflasterstein im Güterverkehr unseres Bähnchens fehlte und nur Basaltschotter verladen wurde, rollen nun wieder die ersten Wagen- adungen Pflastersteine ab, für Steinhruchsarbei- er, Steinrichter und Fuhrleute ein verheißungs- wlles Zeichen. Fast völlig ' fehlen in diesem Frühjahre im Zugverkehr die ehedem so zahlreichen Wagenladungen von B a u- t o f f e n. Die üblen Ersahrungep, die piele Bau- jerren des Vorjahres machten, die, ohne die Finanzierung ihres Apferpehmens geregelt zu haben, bauten und nun nicht aus noch ein wissen, Mahnen zu langsamerem Vorgehen. ' Da fast alle kleineren Kaufleute der Dörfer ihre Waren hurch das Lastauto des Großkaufmanns erhgltep, ist auch der S t ü ck g u k v e r t e h r der heimischen Bahnlinie so stark zurückgegangen, daß man höheren Orts schon davon spricht, eine Station des oberen Riddatales' aus Ersparnisgründen in eine Haltestelle umzuwandeln, ein Zeichen der nnßllchen Wirtschaftslage und der zunehmenden Automobilisierung des Warenverkehrs. -- Wie fast überall, bedingt auch hier die veränderte wirtschaftliche Lage, die es nicht mehr gestattet, diö in den meisten Jahren kost'- Ipielige Liebhaberei der B i e n e n z u ch t' zu pflegen, eine starke Verminderung der Bienenvölker. Da fast immer, so auch in diesem Jahre, das Klima es nicht zuläht, daß zur Zeit der Baumblüte — Großkampftagen der Bienenzucht — die nötigen Kampftruppen vorhanden sind, bleibt die F^ühtracht (Obstbäume, Raps) z. T. unausgenutzt.' Eine Vollernte ist somit den Vogelsberger Imkern saft stets versagt. Zudem sind die früher vorhandenen Absatz- moglick>keiten, da der bürgerliche Mittelstand der Kleinstädte verarmt ist, zum größten Teil dahin. Einheimische Geschäfte zahlest, von Auslandhonig beeinflußt, für den ganz vorzüglichen Vogelsberger Honig Preise, die die Bienenzucht kaum noch lohnend erscheinen lassen. Da baut der Vogelsberger Imker kurz entschlossen ab und hält nur poch so viel Völker, wie' sein Geldbeutel in mageren Jahren Vertragen kann. Erfreulich ist, ''daß trotz ' alledem 'immer wieder Naturfreunde sich dazu entschließen', Anhänger der edlen Jiplerer zu werden, und einen Bienenstand anlegen, eine Stätte edelsten Raturgenusses.
ed Ober-Schmitten, 1. Mai. Auch hier ist eine <5 ch u l k lasse dem Abbau zuni Opfer gefallen, und zwar hie Anterllasse unserer zweiklassigen Schule, Pie, im Jahre 1910 errichtet und seitdem von Lehrer Sarnes unterrichtet, nun 'abgebaut wurde, weil beide Klassen in; laufenden Schuljahr pur die Gesamt- sckülerzahl 57 aufweisen. Im kommenden Jahre wird bereits die Stichzahl 60 wieder überschritten. Man bedauert hier den Abbau einer Schulklasse sehr. Lehrer S a m e s hat mit Beginn des neuen Schuljahres' die Unterklasse der zweiklassigen Schule im pahen Unter-Schmitten übernommep. _______________________
August Wilhelm, Herzog von Cumberland, hat die Schlacht bei Cpllobött siegreich geschlagen. Auf seinen Befehl haben die Henker des ganzen Landes mit der Ausrottung der Stuartanhänger so viel zu tun, daß die Schaffotte nicht mehr trocken von vergossenem Mute werden. Die Soldaten geben dem Herzog den Beinamen „der Schlächter", jubeln ihm aber mit den Londonern zu, als er wie ein Triumphator in die Towerstadt einzieht.
Die Stände feiern den Sieger, die Künste wett- eifem miteinander in den Lobpreisungen des Loses, das Epgland für immer von den Ansprüchen der Schotten befreite.
Der Taumel über die Errettung währt jahrelang, und als im zweiten Gedenkmonat der Schlacht ein
Kreis Lauterbach.
ö L auterbach, 1. Mai. Der Verein der ehemaligen Schüler der hiesigep Landwirtschaftsschule unternimmt zu Himmellahrt einen dreitägigen Lehrausflug. Die Reise führt nach Ludwigshafen und Mann- >eim, wo die Badische Anilin- und Sodafabril ind ihre Musterbetriebe und die Lanz-Werke »esichtigt werden. Weiter gilt der Landwirt- chaftlichen 'Versuchsstation in Darmstadt ein Beuch, und' am Rhein werden Worms, Bingen und das Riederwald-Denkmal aufgesucht.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
CO Msipchhoszhausen, 1. Mai. Bej einem hier eingesührsssn Txapspott Ferkel wurhe hie Mgul- und Klauenseuche sestgesteüt. Von dep Ferselp sind quch solche nach Dorlar und Lsitz'ssl- hüben verkauft worden.
| Groß-Rechtenbach, 1. Piai. PepsineLster Carl von hier blickt am heutigen Tqge auf eine 2 5 j ä h rsge Diep st zeit ass Gemeindete n t m e i ft e r der Bürgermeisterei Rechtepbach zurück. Er hat die Kasten der 14 Gemeinden der Bürgermeisterei Rechtenbach mit rund 800Ö Einwohnern, sowie die Bürgermeistereirasse während seiner 25jphrigen Dienstzeit mit vorbildlicher Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit verwaltet. Herr Earl war früher Bürgermeistereisekretär in Krofdorf.
Kreis Biedenkopf. —
WSR. Biedenkopf, 1. Mai. Die M o torrad-Raserei wurde gestern dem 7. meister H e inzerling aus Diedensopf zum Verhängnis. In sausender Fahrt pafsierie er 6i'c Landstraße nach Riederlgasphe, obwohl diese stellenweise sehr uneben ist. Wahrscheinlich verlor er bei einer größeren Vertiefung das Gleichgewicht und stü rzte m^ b em Rade. Mit schweren inneren Vertetzppgen wurste er im Krankephaus eingeliefert.
Mlnngcm.
Das
£ G standen un Ämbei Spiele, so heilen nid) .Umstand, i feine einen insofern bi sjverem Of alledem ivu ersten Man strebende E als Gegner, al- 'Landes SÄeMste in der hau entipiddtc, natüilHm zahIenuM Tätigkeit! durchgessti gleichfalls beim Abp dem Wiei -Umstgnder rend Mai im Süden kurz war hegen iprf; verlassen, ß zu ßilse, e obgrtvehrt, gesandt tou
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8. Fartsxtz "Lassen Jlnb bi W behs lchn 2M alfttef ein z
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Entdeck ,, A lind klelden. Diese ^unteren Fg 9Qnen auf ch 4anj m ö. ,-^a wir ^a-ilein Br Ms zu fei lollen wir f A Be <,e9 voll R , . p? Wo. r»se>ss: in öu* dem Cte ... Re hafte ki zwei Ru! 59* m"
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