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Der französische Oberkommissar de Sou* venet ist aus Jerusalem nach Beirut zurück-

2lm Sonntag haben, wie aus Athen gemel­det wird, in einzelnen Bezirken des Landes die griechischen Präsidentenwahlen statt - gefunden. Sc weit bekannt wird, gilt in diesen Be­zirken die Wahl Pangalos' als gesichert.

Die japanische Regierung hat die Einladung für die vorbereitende Abrüstungs- konserenz angenommen.

Rach Konstantinopeler Meldungen sind in den englisch-türkischen M ossulver- Handlungen drei bestimmte Lösungen ins Auge gefaßt worden.

Rangoon eine Rotlandung vornehmen. Das Flugzeug wurde schwer beschädigt.

Feuersbrunst in den Londoner Docks.

In den Londoner Docks wurde ein Wolle­lager durch eine Feuersbrunst, die von 300 Feuer­wehrleuten bekämpft wurde, zerstört. Der Scha­den ist sehr bedeutend.

25 Autos verbrannt.

In Tours brach in einer Automobilgarage ein Großseuer aus. Die gesamte Garage brannte vollständig ab. Dabei sind 25 Automobile mit­verbrannt. Bei den Rettungsarbeiten erlitt ter Bescher schwere Drandverlehungen. Der Schaden geht in die Millionen.

Jnfluenzaepldeinie in Glasgow.

Glasgow wird augenblicklich von einer ungewöhnlichen In f l u e nz a e p id e m i e heim- gesucht. 140 Polizisten und 200 Straßenbahn- beamte sind erkrankt.

Thyssen ist am Ostersonntag morgen gestor- ben. Die Werke des Thyssenkonzern haben Halb­mast geflaggt. Der fast 84jährige Mann hatte sich Mitte März einer schweren Operation unterziehen müssen, die den Verlust eines Auges zur Folge hatte. Thyssen hatte die Operation gut überstanden, doch war sein Zustand seit Monats­frist so ernst, daß stets mit seinem Ableben ge­rechnet werten muhte.

Mit August Thyssen ist der Seniorchef ter rheinisch-westfälischen Montanindustrie dahinge­gangen. Er war einer der marfanteften Persön­lichkeiten, mit einer ausgeprägt konservativen 6m- Heilung. Politisch gehörte er ter Zentrumsparter an, ist aber im Parteileben niemals hervorgetre- ten. August Thyssen wurde am 28. Mai 1942 in Eschweiler geboren und ist unter durstigsten Ver­hältnissen auf gewachsen.

Kettwig, 6. April. (TA.) Die Beiset­zung August Thyssens erfolgt Mittwoch, ten 7. April vom Trauerhause Schloß Landsberg bet Kettwig aus. Vom Kardinal Schulte in Köln ist im Trauerhause ein Beileidstelegramm einge­troffen.

London, 6. April. (SU) Der Tod August Thyssens wird in ten englischen Blät­tern zwar berichtet, jedoch nur wenig besprochen. Rur dieTimes" bringen eine ausführliche Darstellung des Lebensganges des Verstorbenen und heben seine große Leistung als eines ter Organisatoren des deutschen industriellen Auf» stiegs hervor.

August Thyssen t-

Mühlheim, 5. April. (TA.)

die bisher solche Möglichkeit für sie nicht vor­handen hielten, die damit eingeleitete Erwei­terung und Vertiefung des Kunstverständnisses und der Zusammenschluß dieser Kreise in der Deutschen Kunstgemeinschaft" wird den deutschen Malern, Zeichnern und Bildhauern eine Grundlage für ihr künstlerisches Wirken eine in schwerer Zeit besonders wertvolle

sich am Ostersonntags nachmittags an ter Ecke 1.. Strom- und der Wupperstraße der Führer eines Etrahenbahn-uges weigerte, vor einem Zuge des Roten Frontkämpferbuntes anzuhalten,

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 210 bis 220 Pfennig, Matte 35 bis 40, Käse 50 bis 140. Wirsing 30, Weiß­kraut 25, Rotkraut 30, gelbe Rüben 18 bis 25, rote Rüben 20, Spinat 45 bis 50, Grünkohl 35. Feldsalat 120 bis 150, Endivien 80 bis 100, Tomaten 150, Zwiebeln 20, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 50 bis 60, Rhabarber 30 bis 40, Kartosseln 4 bis 5, Aepfel 15 bis 25; das Stück: Eier 12 bis 13, Blumenkohl 60 bis 180, Salat 40. Salatgurken 150, Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis 70; das Bund: Radieschen 30 Pfennig.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

** Die Osterfeiertage nahmen in unserer Stadt einen würdigen Verlauf. Der Besuch der Got­teshäuser war an beiden Festtagen in bekannter Weise recht gut. Das schöne Osterwetter lockte an beiden Tagen Tausende hinaus ins Freie. Zum Teil waren die Sportplätze das Ziel der Spaziergänger, aber auch die Ausflugsorte in der engeren Um­gebung hatten starken Besuch aufzuweisen. Die Auwbuslinien hatten namentlich in den Abend­stunden Massenandrang zu bewältigen, jedoch auch nachmittags waren die Wagen, insbesondere nach Krofdorf, sehr stark besetzt. Die Eisenbahn konnte aus dem Ausflüglerverkehr gleichfalls Vorteil ziehen; am ersten Feiertag war der Verkehr zwar schwach, dagegen war er gestern vom Nachmittag ab sehr lebhaft, und dem Abend zu wurde er so stark, daß mehrfach zu fahrplanmäßigen Zügen Vorzüge ge­fahren werden mußten. Alles in allem ist zu sagen: die Feiertage chaben die Erwartungen erfüllt, die von Erholungsuchenden auf sie gesetzt wurden, und sie haben den Ausflugsgastwirten ein Geschäft ge­boten, das ihnen zu.gönnen ist.

** Zur schnelleren Abfertigung der Steuerpflichtigen beim Finanz­amt. Vielfachen Wünschen ter Gießener Kauf­mannschaft entsprechend, hatte die Handelskam­mer Gießen das Finanzamt gebeten, für eine schnellere Abfertigung ter Steuerpflichtigen an ten Zahltagen durch Ostenhalten mehrerer Schal­ter Sorge zu tragen. Das Finanzamt hat hier­zu mitgeteilt, daß von seiner Seite alle zur be­schleunigten Abferttgung notwendigen Maßnah­men getrosten seien. Es hat aber gleichzeitig darauf hingewiesen, daß auch die Kaufmannschaft selbst zu einer schnelleren Abwicklung des Ver­kehrs beitragen könne, wenn von ihr mehr als. bisher die folgenden Gesichtspunkte befolgt wer­ten: 1. Bei jeder Zahlung auf Einkommen-, Körperschafts-, Vermögens- und Umsatzsteuer ist die mitgeteilte Steuernummer anzugeben, wodurch unnötiges Suchen in der Ramenskartei vermieten wird. 2. Der Steuer betrag kann durch Bank­oder Postscheck unter genauer Angabe von ©teuer» art, Eteuerabschnitt, Steuer- oder Sollbuchnum- mer überwiesen werden, was aber so geschehen muh. daß die Finanzkasse am letzten Fällig­keitstermin über das Geld verfügen kann. 3. Die Einzahlung kann auch mittels Zahlkarte bei der Post auf das Postscheckkonto des Finanzamts Gießen (Frankfurt a. M. Rr. 2005) erfolgen. Als Tag der Zahlung gilt der Einzahlungstag bei der Post.

** Die Gießener Pferdemarktlot- terie findet, wie aus der heutigen Anzeige ersicht­lich ist, unwiderruflich am 15. April statt. Die Lose erfreuen sich einer starken Nachfrage, so daß mit baldigem Ausverkauf zu rechnen sein dürfte. Wer das Glück versuchen will, besorge sich also beizeiten ein Los.

** M i l i t ä r p e r s o n a l i e n. Oberarzt Dr.' Falke, San.-Staffel Gießen, wurde mit Wir­kung vom 1. April zur Sanitäts-Staffel Leipzig versetzt unter Kommandierung zur Chirurgischen Klinik Leipzig. Oberarzt Dr. Hinze, Sanitäts- Staffel Kassel, wurde zur Sanitäts-Staffel Gießen versetzt.

"Personalien, ©mannt wurden: Amts­gerichtsrat Gros in Darmstadt zum ordent­lichen Mitglied des Disziplinarsenats bei dem Oberlandesgericht Darmstadt, Langerichtsrat Dr. Hetzel in Mainz zum stellvertretenden Mit­glied des Disziplinarsenats bei dem Oberlandes­gericht in Darmstadt, Oberamtsrichter Schrei­ber in Vilbel zum ordentlichen Mitglied der Disziplinarkammer bei dem Landgericht der Pro­vinz Oberhessen, Oberamtsrichter Muht in Fürth i. O. wurde von dem Amte eines ordent­lichen Mitgliedes der Disziplinarkammer bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen entbunden. Ernannt wurden ferner: der Privatdozent Dr. Theodor Steinbüchet aus Bonn mit Wirkung vom 1. April 1926 an zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Philosophie auf katholischer Grundlage an der Landesuniversität Gießen, der Gerichtsvollzieher Karl S t e u l in Vilbel zum Gerichtsvollzieher bei dem Amts­gericht Friedberg mit Wirkung vom Tage seines

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, ten 6. April 1926.

Preisbildung und Volksernährung.

Das Brot.

Von der staatlichen Preisprüfungsstelle für Ober- Hessen wird uns geschrieben:

Schon seit längerer Zeit wird in weiten Kreisen der Bevölkerung mit einem gewissen Recht Klage darüber geführt, daß bestimmte Gegenstände des täglichen Bedarfs, darunter auch das Brot, in ihrer Preisbildung nicht im Einklang zu den Preis­bildungen der Rohmaterialien, wie z. B. Getreide, stehen. Es wird in Verbraucherkrcifen mit Recht darauf hingewiesen, daß die Roggen- und Weizen­preise, namentlich die ersteren,-weit unter der Frie­densbasis liegen, während die Brotpreise 2030 und noch mehr Prozent über den Friedenspreisen stehen.

Diese Erscheinung ist von den Preisprüfungs­stellen und ebenso von den Verwaltungsbehörden wiederholt in eingehender Weise untersucht worden und allenthalben ist man zu der Ueberzeugung ge­kommen, daß die Gestaltung des Bedarfs mit an dieser Entwicklung der Preise schuld sei. Deutschland erzeugte in normalen Jahren etwa 34 Millionen Tonnen Roggen und etwa 1£2 Millionen Tonnen Weizen. Es hat in der Friedenszeit etwa verbraucht 22i Millionen Tonnen Roggen und etwa 4 Mil­lionen Tonnen Weizen. Nach dem Krieg ist der Roggenverbrauch wesentlich zurückgegangen, wäh­rend der Weizenverbrauch wesentlich gestiegen ist. Diese Erscheinung ist im Interesse einer normalen Preisentwicklung und einer normalen Volksernäh- rung recht sehr bedauerlich und es muß alles aufge­wendet werden, um sie in einer Weise zu beein­flussen, die den normalen wirtschaftlichen Verhält­nissen entspricht. Fragen wir uns: warum ist der Roggenverbrauch so sehr zurückgegangen? so wird die Antwort in den meisten Fällen lauten: well während des Krieges die Qualität des erzeugten Roggenbrotes meist so gering war, daß man nicht in der Lage war, dieses Brot als normal zu be­zeichnen und weil namentlich die aus Ostpreußen usw. übernommene Kriegswirtschaftsmaßnahme der Beimischung von Kartoffeln zum Schwarzbrotteig das Schwarzbrot in den Augen der ganzen Volks­kreise ungenießbar gemacht hat.

Es ist begreiflich, daß unsere Bevölkerung, die die schweren Kriegsjahre und die schweren Entbehrungen hinsichtlich des Brottonsums über sich hat ergehen lassen müssen, heute um so mehr ein gutes, schmack­haftes, gesundes und wohlbekömmliches Brot ver­langt. Dieses Verlangen wird aber in erster Linie von einem guten aus etwa 23 Teilen Roggenmehl und 12 Teilen Weizenmehl bestehenden gemisch­ten Brot befriedigt.

Sowohl die Physiologie wie auch die Hygiene (Gesundheitslehre) find im Laufe eingehender Stu­dien zu der Ueberzeugung gekommen daß die Tätig­keit des Verdauungsapparates sowohl wie auch die Gesunderhaltung des gesamten Organismus weitaus am besten sichergestellt ist durch ein Brot, das nicht nur aus den feinsten Weizenbestandteilen hergestellt ist. sondern auch einen Teil gröberer Bestandt.'ile, wie sie namentlich im Roggenbrot vorhanden sind, enthält. Man kann also mit vollem Recht sagen, daß im Interesse der Volksernährung und Volksaesuud- hcit der Verzehr eines guten Roggen­brotes unbedingt erwünscht ist.

Noch viel mehr gilt dies im Interesse einer ge­sunden Fortentwicklung unserer Volkswirtschaft. Un­sere Roggenernten sind nach dem Krieg langsam aber sicher gestiegen. Wir sind heute in der Lage, den B r o t b e d a r f unserer Bevölkerung im wesent­lichen aus eigener Erzeugung zu decken, wenn die Bevölkerung möglichst ihren Bedarf als gemischtes Brot orzehrt. Auf diese Weise w.r- den gewaltige Summen (mehrere Milliarden Mark), die wir andernfalls dem nichteuropäiscken Ausland für seinen Weizen zahlen müssen, gespart, unsere Volkswirtschaft ist in der Lage, andere notwendigen Rohmaterialien, wie Metalle, Robphosphate usw. vom Ausland für diesen Betrag zu kaufen und un= sere seither immer noch negative Handelsbilanz könnte bann wenigstens um die Beträte der Wei- zeneinfuhr entlastet werden, während die Kaufkra t des heimischen Marktes durch die im Inland ver­bleibenden Kapitalien allmählich gesteigert wird.

Man hat diesen Bestrebungen seitens , der Ver­braucherschaft vielfach entgegengesetzt, daß die Quali­tät des erzeugten Roggenbrotes oft nicht auf her Höhe stehe. Man hat weiter eingewendet, daß an einzelnen Orten Roggenbrot nicht zu haben fei.

Die Staatliche Preisprüfungsstelle für die ober- hessischen Kreise hat sich im Laufe der letzten Mo­nate dauernd bemüht, die Bäcker an allen größeren Plätzen der Vrvvinz zur Schaffung eines guten, ge­mischten Roggenbrotes zu einem entsprechend er­mäßigten Preis zu bewegen. Diese Bemühungen sind von Erfolg gewesen. Es existieren heute in der Provinz Oberhessen keine größeren Plätze mehr, an denen nicht allenthalben ein gutes, gemisch - tes Roggenbrot zum Preise von 60 Pf. pro 4 Pfund zu haben ist. Die Qualität ist, wie ver­schiedene Proben festgestellt haben, durchaus ein­wandfrei, und es ist nunmehr Sache der heimischen Bevölkerung, durch möglichsten Uebergang zum Ver­zehr dieses Brotes die Bemühungen der staatlichen Preisprüfungsstelle zu unterstützen, damit der ver­brauchenden Bevölkerung ein gutes billiges Brot erhalten bleibt, und damit der heimische Markt von der schwer auf ihm lastenden ausländischen Weizen- einftthr allmählich entlastet wird.

Heimisches Brot essen heißt den hecmi- schen Markt unterstützen, heißt Arbeitsverdienst im eigenen Lande schaffen! Eine solche Maßnahme ist nationale Pflicht für jeden!

Labilschgruppe war die Stellung Pasitschs unhaltbar geworden, so daß ter Rücktritt tes greifen Staatsmannes keine Aeberraschrrng mehr bedeutet.

Ein deutsch-französisches Zusatz- abkommen.

P a r i s, 5. April. (WTB.) Haoas verbreitet fol- aenbe Nachricht: Nachdem die im provisorischen deutsch-französlschenHandelsabkom- men vorn 12. Februar vorgesehenen Kontingente für die Einfuhr von Frühgemüse nach Deutschland verbraucht sind, soll nach den Bestimmungen eines Zusatzabkommens, das beiden Regierungen zur Bil- Hgung vorliegt, Frühgemüse mit Ausnahme von Kohl und Blumenkohl mit einem weiteren Kontin­gent bedacht werden, das sich auf 27 000 Zentner be­läuft. Als Kompensation sei dafür Deutschland die Ausfuhrgewisserchemischen Produkte undDynamos nach Frankreich zugestanden wor­den. Die neuen Bestimmungen werden am 10. April in Kraft treten.

Ueberfall aus einen italienischen Grenzbahnhof.

Berlin, 6. Avril (£11.) Wie di- ,D°Il. Zta. aus Mailand meldet, drangen am Dams- taq nachmittag drei schwer b e w a f f n e t e u n d maskierte Banditen in ten Kassenraum eines kleinen Bahnhofs bei Prestranek ein undraubten die Kasse. Die Bcrndtten fluch­teten in ter Richtung auf den Prnkafluß. Der Bandit, ter das Geld hatte, überschritt den Fluß, während die beiten anderen am Ufer eine Ab­wehrstellung biogen und die sofort alarmierten Zollbeamten und Mitglieder der fasztsttschen Mi­liz mit Feuer empfingen. Ein Faszist wurde a e - tötet, zwei Zollbeamte und ein Eisenbahner schwer werieht. Schließlich wurden die beiden Räuber niedergeschossen. Am Montag früh wurde der Sohn eines steinreichen Dauern von Disterza in der Rähe von Adelsberg verhaftet. Man fand bei ihm 22 000 Lire und er gestand, an dem Ueberfall teilgenommen zu haben.

Bombenabwurf auf Peking.

Peking, 6. April. (WTB. - Funkspruch.) Heute morgen warfen mandsch>u111 che Flugzeuge 12 Bomben tn ter Rahe der Tempel des Ackerbaues ab, wo sich zahlreiche Menschen versammelt hatten, um der alliahrlichen Zeremonie ter Daumpflanzuna beizuwohnen. Die Zuschauer zerstreuten sich in Panik, doch waren keine Verluste an Menschenleben zu verzeichnen. *

Wie terStar" berichtet, erwägt das diplo­matische Korps wegen dieser Vorgänge die Lieber- reichung einer Protestnote. Die Rattonalarmee hat vier Flugzeuge aus Kalgan beordert, um ihrerseits die Verfolgung der Flugzeuge der Ver­bündeten aufzunehmen.

Aus aller Wett.

Die Leiche der Iucjewskaja gesunden.

Der Leichnam der Sängerin Zinaida Jur­jew s k a j a, bie am 3. Dezember v. I. plötzlich iv Andermatt verschwanb, ist, wie aus 21 n b e r m a 11 gemeldet wird, 1 Kilometer unterhalb der Teufels­brücke von Wachsolbaten des Forts Andermatt auf­gefunden und geborgen worden. Außer einer Schnittwunde am linken Handgelenk, die offen­bar mit dem seinerzeit aufgefundenen Rasiermesser ausgeführt ist, und Quetschungen an der linken Kopf­seite, bie offenbar auf das Aufschlagen nach dem Sprung von der Teufelsbrücke zurückzuführen sind, weist der Körper keine Verletzungen auf. Die An­nahme, daß Selbstmord vorliegt, bestätigt sich somit. Der Leichnam war vermutlich bisher im Eise eingefroren und ist nun durch eintretendes Tau­wetter freigeworden.

Zusammenstoß mit Kommunisten.

Aus Düsseldorf wird gemeldet: Als

Kleine politische Nachrichten.

Rach einer Meldung aus Reuyork ist Ka­pitän Heinen zum Präsidenten einer soeben gebildeten L uf 1 f ah rt s g ese 11 s ch a f t ernannt Worten. Die Gesellschaft seht sich die Einrichtung neuer Luftfahrtlinien in den Ver­einigten Staaten zum Ziel und wird später die Luftverbindungen zwischen Amerika und Europa organisieren.

Der päpstliche Pronuntius Kardinal Ceretti hat Paris endgültig verlassen. Aus dem Bahnhof hatten sich fast das gesamte diplomatische Korps sowie Vertreter der verschiede­nen französischen Ministerien zur Begrüßung ein­gefunden. Bis zum Eintreffen des neuen päpstlichen Nuntius ist der Doyen des diplomatischen Korps der spanische Botschafter Quinones de L 6 on.

Stadttheater, 6V2 Ahr:Gräfin Mariza" (Ende 10 Ahr). Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Heiratsschwindler". Astoria-Lichtspiele:Das geheimnisvolle Haus".

Wettervoraussage.

Zunächst noch heiter und trocken bei süd­lichen Winten, dann kühler bei zunehmender Bewölkung und Riederschlagsneigung.

Rach dem Vorübergang eines schwachen Ausläufers eines nordwestlichen Tiefdruckgebietes, der jedoch in unserem Bezirk^ sich nur durch tärkere veränderliche Bewöllung bemerkbar machte, hält die Schönwetterlage zunächst weiter an, doch mehren sich die Aussichten, daß die westlich von den britischen Inseln liegenden Stö­rungen langsam an Raum auf dem Kontinent gewinnen und daß damit unser Bezirk mehr unter ten Einfluß ozeanischer Lust kommt.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 18,2, Minimum 2,5 Grad Celsius. Heuttge Morgen- temperatur: 6,7 Grad Celsius.

Kunst und Wissenschaft.

Das Meininger Theaterfest.

Meiningen, 4. April. (WTB.) Den Höhepuntt ter Meininger Erinnerungsfeier zu Ehren tes Theaters tes Herzogs Georg II. bildete die unter der Regie des Hofrats Otto Osmarr. Meiningen, stehende Festauffüh - r u n g von ShakespearesJulius Cäsar" am Ostersamstagabend im Landestheater. Der Oster­sonntag brachte im Rahmen einer Morgen­feier einen historischen Lichtbildervortrag Dr. Riessens. Köln, über das reformatorische Werk ter Kunst tes Herzogs und ein Konzert des Wendling-Quartetts, Stuttgart. Gespielt wurde ausschließlich Kammermusik des von Herzog Georg geförderten Max Regers. Das offizielle Fest schloß am Sonntagabend mit dem Rein- Hardt scheu GastspielDer Diener zweier Herren" von Goldont, an dem ebenfalls jüngere von Reinhardt übernommene Meininger Kräfte mitwirkten.

Deutsche Kunstgemeinschaft.

Berlin, 4. April. (WB.) DieDeutsche Kunstgemeinschaft" ist nach längeren Vorarbei­ten nunmehr mit ihrem Aufruf an die Oeffent- lichkeit getreten. Die durch den Staatssekretär im Reichsministerium tes Innern, Hch. Schulz, ins Leben gerufene gemeinnützige Einrichtung vereinigt Kunstfreunte und Künstler zu gerne in- amer Förderung des Kunstverständ- n i s s e s und zur Ausbreitung des Ku n st- besitzes im deutschen Volke. Sie er­möglicht durch ihre Zahlungseinrichtungen von monatlich wenigen Mark an, daß jedermann Originalwerke ter Kunst im Verlauf von läng­stens zwei Jahren erwerben kann. Die neue Gemeinschaft richtet zur Zeit im Berliner Schloß eine ständige Kunstausstellung ein und will durch weitere Ausstellungen im ganzen Reich, durch Vorttäge, Veröffentlichungen und gemeinsame Veranstaltungen, sowie durch künstlerische Jahres- gaben ihre wertvollen Aufgaben für die heute ernstlich Rot leitenden Künstler vcrwirllichen. Diese Anbahnung neuer Wege für den Erwerb von Kunstwerlen durch weite Kreise des Volkes,

wurde er gewalts am zum Halten ge­zwungen. Es wurde ihm die Kurbel ent­rissen und an ten Kopf geworfen, so daß er eine klaffende Wunde davontrug. Die alarmierte Polizei verfolgte die Kommunisten, holle sie ein und nahm vier von ihnen f e st, gegen die voraussichtlich Anzeige wegen Land­friedensbruchs erstattet werden wird.

Lin deutscher Schooner gekentert.

Wie die Morgenblätter aus Kopenhagen melden, kenterte am Montag srüh der deutsche SchoonerW a h l f a h r t" in ter Rähe der Insel Falster. Die Mannschaft konnte, nachdem sie drei ©tunten an das Wrack geklammert im Wasser ausgehalten hatte, von einer Bornholmer Galeasse gerettet werden mit Ausnahme des Kapitäns, ter kurz, bevor die Rettung kam, er­trunken war.

vom Blitz erschlagen.

Bei einem Frühlingsgewitter, das in Schweig­hausen in Baden niederging, wurde die 38jährige Frau des Landwirts Wilhelm Neumeier vom Blitz erschlagen. Auch der bei ihr sitzende Hofhund wurde getötet, dagegen kam der in der Nähe stehende Knecht mit dem Schrecken davon.

Lin furchtbarer Selbstmord.

Aus Saarbrücken wird gemeldet: Einen furchtbaren Selbstmord beging der Fabrikarbeiter Meinusch von hier, der am Schmelzofen bei der Firma Ehrhardt & Sehmer beschäftigt war. Beim Mittagessen stürzte er sich plötzlich vor den Augen seiner Kollegen oben in den Einwurf des Ofens in die glühende Masse. An eine Rettung war nicht zu denken, da er in der Gluthitze von 13 000 bis 14 000 Grad im Nu von den Flammen verzehrt war. Ob­wohl der Ofen sogleich geleert wurde, konnte man von der Leiche kein Atom Mehr sehen. Familien­erschütterungen sollen den Mann in den Tod getrie­ben haben. Er hinterläßt eine Frau, mit der er in Scheidung gelebt hat und zwei unmündige Kinder.

32 Personen bei einem Großseuer ums Leben gekommen.

Wie aus Kairo gemeldet wirb, sind hier bei einem großen Schadenfeuer 32 Personen ums Leben gekommen. 612 Gebäude wur­den zerstört. 4000 Menschen sind obdachlos.

Schwerer Strahenbahnunfall in Bukarest.

Bukarest, 6. April. (TA.) Gin voll be­ferer Straßenbahnwagen entgleiste an einer Strahenbiegung und fuhr in einen Konfektionsladen. Bei dem-Anfall wurden drei vorübergehende Personen getötet.

Großseuer in Amiens.

In Amiens wurde eine große Weberei durch Feuer vollkommen zerstört. Der Schaden ist bedeutend.

Notlandung des dänischen Fliegers herschend.

Der dänische Flieger Herschend. der von Ko« 1 penhagen nach Tokio unterwegs ist, mußte in

Die Heilkraft der Pflanze

hat in unserer Zeit wieder stärkste Be­achtung getunden. Deshalb empfiehlt heute der Arzt zur Behebung von Darm­trägheit und Stuhlverstopfung und zur Blutreinigung ein Mittel, dessen rein pflanzliche Zusammensetzung eine voll­ständig reizlose und milde und trotz­dem sichere Wirkung verbürgt Diese Bedingungen erfüllen die seit 50 Jahren bewährten, in allen Apotheken erhält­lichen echten Apoth. Rich. Brandts Schweizerpillen Citr. BeL B»l. 1J. F.atr. AoMli. mMch. - Aloe». - AbjynU.

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