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Dienstag, 2. November 1926

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefjen)

Ur. 257 Drittes Blatt

Turnen, Sport und Spiel

teilte sich das Pech in den verschoh vor dein leeren Tor. , Sieger, das Ehrentor zu erzielen. Beiderseits wurden noch einige Chancen herausgearbeitet, ohne datz an dem Resultat von 3:1 fürKur­hessen" etwas geändert wurde. Trotz allem kann man mit den Leistungen der V. f. D.-Mannschaft zufrieden sein, die sich ihrem groben Gegner ebenbürtig erwies und ihr Bestes hergab für den Sieg, den sie mindeftens ebensogut vrrd'.ent hätte wie die glücklicheren Kasselaner.

Die Zweite Mannschaft hat sich nach ihrer Riedcrlage gegen D. C. Wetzlar wieder auf sich selbst besonnen und sich durch ein 8:1 gegen Butz­bachs Ligareserve auf deren Platz die begehrten Punkte geholt.

Die übrigen Spiele sielen dem Wetter zum

griff schloh denn auch.durcheinenschwerenDeckungs- ehler eines Giehener Derleidigers begünstigt, mit einem Torschuh ab. Kassel beherrschte nun ür einige Zeit das Feld. Seine rechte Sturmseite ouhte sich immer wieder durchzusetzen. Eine tat- ächlich vollkommen zu TInrecht gegebene Ecke ergab für K. den dritten, sehr billigen Erfolg. Ruch dies war eine grobe Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der durch Mitlaufen die un­wahre Entscheidung des Kasseler Linienrichters als solche hätte erkennen und richtigstellen müssen. Trotzdem kämpfte D. f. D. unentwegt werter, um das Resultat zu verbessern. Aber auch hier

" - - - ' " ' Weg. Rechtsautzen

. Endlich gelang es

Handball.

T. D. 46-töt. T. D. Bietzen (Meisterklasse) 1:1.

' Unter der Leitung des Gauspielwarts Seibert Wetzlar) stellten sich am Sonntag obige Mann- (haften. Mlo. in stärkster Aufstellung, wahrend 46 ür seinen verletzten Sturm sichrer Ersatz stellen mutzte. Es entwickelte sich sofort ein spannendes Spiel, das 46 zunächst im Angriff sah. Das Spiel gestaltete sich dann offen, und in der 13. Minute mutzte der 46er Torhüter einen Fernwurf passieren lassen. Mto. führte 1:0. Nach Anwurf sah man Mto., von seinem Erfolg angefeuert, im Angriff, jedoch die 46er Hintermannschaft, Verteidigung und Torwart, war in bester Form. Die 18. Minute brachte den für 46 verdienten Erfolg. Ein scharfer Wurf des Halbrechten fand seinen Weg ins Mw.- Tor 46 hatte ausgeglichen. Mit dem Stande 1:1 ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn sah man die 46er im Angriff, sie konnten das Spiel bis zum gröhten Teil überlegen gestalten. Einen von links- außen geworfenen Ball holte der Mtv.-Torwart unter der Latte heraus. Unoerständlicherweife ent- schied der Schiedsrichter Torabwurf. Ein weiterer Erfolg war den 46ern trotz starken Drängens nicht beschieden, da Mtv. sich etwas stark auf die Verteidi­gung verlegte. Auch Mto. konnte während der zweiten Spielzeit nichts ausrichten. Bei dem Stande 1:1 ertönte der Schlußpfiff.

Das Spiel der 2. Mannschaften sah Mto. als glücklichen 2:1-Sieger. Der Schiedsrichter leitete beide Spiele bis auf die obengenannte Fehlent­scheidung zur Zufriedenheit.

Futzball.

V. f. D.

/=) Droh Spiel- und Punkleverlust brachte vas Treffen ge^enKurhessen-Kassel" in mancherlei Beziehung doch reichen Gewinn. Ob­wohl das Wetter alles andere als günstig war, hatte der Rame des Altmeisters vonHessen- Hamwver" genügt, mehr als 1000 Zuschauer, eine für Gietzens Verhältnisse erkleckliche Zahl, auf die Deine zu bringen, damit wenigstens in stnan- yreller Hinsicht dem Plahverein einen beschei­denen Erfolg sichernd. In Anbetracht des tage­langen Dauerregens waren Spielfeld und Zu- fchauerrä.nne der Waldsportplatzanlage als sehr gut zu b^eichnen. Das Spiel selbst dürfte auch in propagandistischer Hinsicht einen gewissen Wert gehabt haben. Richt zuletzt darf die für den Kenner der siitzballiportlicyen Verhältnisse Gie- tzens auheroroentlich eriveulichr Tatsache der Ein­mütigkeit und Geschlossenheit dankbar erwähnt werden, mit der fast die gesamte Zuschauermenge, mit ihr also auch die Anhänger der anderen! Lokalvereine, hinter der Platzmannschaft stand und ihren hervorragenden Leistungen lebhaften Beifall zollte. V. f. D. Hal das Spiel 1:3 verloren und hätte es mit demselben Resultat auch gewinnen formen. Ohne die Riederlage der Einheimischen beschönigen oder den Sieg Kassels schmälern zu wollen, kann man dies auf Grund des Spielverlaufs sagen. Wohl sei zugegeben, datz jeder .Kurhesse" ein ganz glänzendes Stel­lungsspiel zeigte und ebenso an Schnelligkeit den V. s. Bern überlegen war: dagegen hatten letztere zweifellos die grötzere Anzahl Torgelegenheiten, die zu verwerten ein seltenes Pech verhinderte. Der Anfang war für Gießen recht verheitzungs- voll. Kurz nach Beginn schon kam der Sturm geschlossen vor und bedrängte das Kasseler Heilig­tum. dessen Hüter er,olgreich abwehrte. Aach einem kurzen Gegenbesuch Kassels ging B. f. B. sofort wieder zum Angriff über, in dessen Ver­lauf Stürmer und aufgerückte Läuferreihe die gegnerische Hintermannschaft minutenlang im eigenen Strafraum einschnürten und ein wahres Dombardement aufs Tor wsließen. Es waren Momente höchster Spannung: hier mutzte D. f. B. das Spie! für sich entscheiden. Der zahlreichen Kurhessen"-Verteidigung half ein fabelhaftes Glück. Mehrmals wurde vielstimmig schonTor" gerufen, so nahe lag der verdiente Erfolg, dem auch der Torpfosten sich zweimal in. den Weg stellte. Es sah ganz danach aus, als ob Gießen haushoch gewinnen sollte. Bald darauf war das Spiel jedoch wieder verteilt.Kurhessen" leitete gutdurchdachte Angriffe ein. von denen einer mit einem planierten Torschutz abgeschlossen wurde. Unentmutlgt drückte V. f. B. mit Macht auf den Ausgleich. Seine forschen Angriffe schufen wieder recht heikle Situationen vor demKurhessen"-Tor, wo der Verteidiger Weber, der übrigens als der beste Spieler auf dem Felde bezeichnet wer­den kann, stets Herr der Lage war. Als dieser durch Handabwehr ein sicheres Tor verhütete, und der Schiedsrichter auf die Elfmetermarke deutele, schien der längst fällige Ausgleich da zu sein. Aber auch hier war das Glück wieder auf Kassels Seite. Kretzl. schotz dem Tormann in die Hände. Mit 1:0 für Kassel, das mit diesem Resultat mehr als zufrieden sein kann, ging es in die Pause. Sofort nach Wiederbeginn ergriff die Platzmannschaft wieder das Kom­mando und versuchte unter allen Tlmständen den Ausgleich zu erzielen. Ein zweites und drittes Hände" des obe/!gerann.en Verteidigers wurden durch Tlnachlsamieii des Schiedsrichters, der sich nur selten der Muhe des Mitlaufens unterzog, übersehen und b.ieben zum Schaden der Plahelf ungeahndet, ebenso das mehrmalig recht rohe Spiel Webers. DieKurhessen" waren mit ihren Aktionen reit glücklicher, wohl auch keshalb, weil diese Angriffe planvoller waren. Wenn sie vvrs To.en kamen, vurlen sie sie s ge ährlich. Ein von ihrer rechten Seite glänzend eingeleiteter 2In- B" in

Opfer.

Freie Turnerschaft Gietzen

Gietzen I. Vilbel I. 2:2 (0:2). Ecken 5:2.

£ Es gehört schon ein gut Teil Sportenthusias- mus dazu, um bei dem Wetter, wie es am Sonntag war, und bei der Verfassung des Sportplatzes auf dem Trieb ein Futzballspiel auszutragen. Große, sehr große Wasserlachen bedeckten einen guten Teil des Spielfeldes, und übermannshoch spritzte mit­unter das Wasser, wenn in einer solchen der Kampf um den Ball entbrannte. Daß unter diesen Um- ftänben bas Spiel nicht das zeigte, was bei nor­malen Verhältnissen der Fall gewesen wäre, ist er­klärlich. Trotzdem bemühten sich beide Mannschaften, mit viel Unerschrockenheit vor dem reichlich vorhan- denen nassen Element ein flottes und gutes Spiel zu liefern. Die Dilbeler Mannschaft stellte sich mit einer recht ansprechenden und auf Erfolg zielenden Spiel­weise vor. Der Sturm leistete schöne Arbeit, war recht ballsicher und schnell im Abspiel und verfügt vor allem über ausgezeichnete und flinke Läufer, die meistens einen Moment früher am Ball waren, als die Gießener. Sehr gut unterstützte die Läuferreihe, und hier besonders der Mittelläufer, der seinen Sturm immer wieder nach vorn trieb. Besonders lobens­werte Leistungen zeigte der Tormann. Die Gießener Mannschaft hatte schon bessere Spiele gezeigt und schien ziemlich aufgeregt zu sein, der Mittelläufer hatte einen schlechten Tag. in der Verteidigung stand Ersatz. Der Sturm hätte entschlossener schießen mutten.

Zum Spielverlauf: Fast die ganze erste Spiel- hälste zeigte sich eine leichte Ueberlegenheit der Vil- veier. Gießen verteidigte mitunter zu zahlreich, glückte dann ein weiter Schlag der Verteidigung, so konnte derselbe von dem zu weit nach hinten gegan­genen Sturm nicht ausgenommen werden, und die Vilbeler Hintermannschaft hatte lrichtes Spiel. Vilbel erzielte nach einer Viertelstunde eine Ecke, 15 Minuten später die zweite, und kurz darauf das erste Tor. Gießen versuchte es nun mit größerem Eifer, kam aber zu keinem Erfolg, erst kurz vor Schluß konnte es den ersten Eckball treten, der von Vilbel gut abgewchrt wurde. Sofort erhielten die Gästestürmer den Ball, saßen vor dem Gießener Tor, und mit leichter Selbstverständlichkeit war der zweite Treffer fertig. Beide Tore waren recht schöne Leistungen. Die zweite Halbzeit bot ein wesentlich anderes Bild. Gießen griff sofort mit Entschlossen­heit an und erzielte kurz hintereinander zwei Ecken, von denen die letzte nach kurzem Geplänkel zum ersten Tor verwandelt wurde. Mit viel Energie ver­suchte sich Vilbel von der Umklammerung freizu­machen, aber die Gießener spielten jetzt mit äußerst lebhaftem Tempo und drückten immer wieder stark auf das Gästetor. Hierbei zeigte der Dilbeler Tor­mann sein ganzes Können, bis ihn sein Geschick er­eilte. Sichtlich verdutzt ob der Anmaßung eines Gie­ßener Verteidigers, Tore schießen zu wollen, ließ er den von der Mittellinie getretenen, allerdings sehr scharfen Ball an sich vorbeipassieren. Damit war der Ausgleich hergestellt. Gießen hatte sich scheinbar in seinen Kräften etwas verausgabt, auf der anderen Seite riß Vilbel wieder das Kommando an sich, brachte es aber trotz aller Aufopferung zu keinem Erfolg. Gießen, das jetzt besser Stellung hielt, er­zielte zwar noch zwei Ecken, alle weiteren Angriffe machte aber der Vilbeler Tormann zunichte. Es fing bereits an zu dunkeln, und ein kräftiger, kalter Regen setzte ein, als zehn Minuten vor Schluß der Schiedsrichter, der etwas sicherer hätte fein können, das Spiel abpfiff.

Vorher spielten die zweiten Mannschaf­ten Vilbels und Gießens. Sie gaben dem folgenden Spiel der ersten Mannschaften ein gutes Beispiel, indem sie ebenfalls ein unentschiedenes 2:2-Resultat herstellten. Hier machten sich die un­glücklichen Platzverhältnisse noch stärker bemerkbar. Spielüereinigung 1900 Gietzen.

ö. Die Ligaelf der Spielvereinigung 1900 Gießen gewann die so wichtigen Punkte gestern kampflos, da der Gegner, die Sportvereinigung Dillenburg, nur 4 ober 5 Mann nach hier entsandt hatte, deren Be­mühen natürlich zwecklos war, da bei Spielbeginn jede Partei mindestens 8 Spieler zur Stelle haben muß.

Die mit Ersatz für den rechten Verteidiger und den Mittelstürmer antretende Ligareservemannschaft

konnte gegen den F. E. 05 Wetzlar nur ein Unent­schieden (1:1) erzielen, obwohl sie in ihrem Können dem Gegner um ein Beträchtliches überbot. Die schlechte Bodendeschaftenheit vor den Toren beein­flußte stark die Schußsicherheit des einheimischen Sturmes, der die aussichtsreichsten Sachen vergav.

Die 3a-Lehrmannschast gewann die Punkte eben­falls ohne Spiel, daHessen" II. schon bereits Ende der Woche wegen Spielermangels Verzicht leistete.

Die 3b trat vergeblich an. Der Gegner, V. f. B. Gießen 3L-Mcmnschaft hatte es vorgezogen, zu Hause zu bleiben. Den Schiedsrichter hatte man auf einen anderen Platz bestellt als den Gegner, so daß überhaupt kein Treffen zustande kommen konnte.

Die 1. Jugcndmannschast erlitt in Wetzlar den ersten Punktverlust. Sie konnte in einem überlegen durchgeführten Spiel gegen den B. C. 1910 Wetzlar, infolge der miserablen Platzverhältnisse, nur 1:1 pielen. Die 3. Jugend gewann überraschend gegen Leuns 1. Jugend 2:0. Das Spiel der Schüler gegen D. f. B.°Schüler fiel dem schlechten Wetter zum Opfer.

Hessen" Gietzen- Daubringen 3:1.

ö. Mit diesem Sieg haben sich dieHessen" an die Spitze der Tabelle der 6-Klasse gesetzt. Aus dem sumpfigen Rasenplatz Saubringens fand das Spiel vor einer ansehnlichen Zuschauermenge statt. Es war ein Kampf im wahrsten Sinne des Wortes, der trotz allem einen fairen Verlauf nahm. Bis zur Halbzeit verlief das Spiel torlos, obgleich Gießen bis dahin schon mit zwei Toren hätte in Führung liegen müssen. Nach Halbzeit griffen beide Parteien mit Macht an, wollte doch jede den Sieg an sich reißen. Bald gelingt dies auch G. durch ein Tor des Halblinken. Die Freude währte aber nicht lange, und D. gleicht, infolge eines Mißverständnisses in der Verteidigung, aus. Die .Hessen" wollen es nun unbedingt schaffen. Ihr Derteidider Schneider arbeitet wie ein Löwe und sieht seine Leistung durch das Führungstor belohnt. Halblinks stellt kurz dar­auf durch ein weiteres Tor den Sieg sicher. Bis zum Schlußpfiff macht sich eine leichte Ueberlegen­heit der Gießener bemerkbar. B ö ch e r 1900, als Unparteiischer, war einwandfrei.

Das Fuhballjugsndtreffen der Arbeitersportler in Heuchelheim.

£, Trotz des hartnäckig anhaltenden Regens konnte endlich die mehrmals verschobene Ver­anstaltung durchgeführt werden. In Anbetracht des äußerst ungünstigen Wetters ist die Detei- ligung von zehn Mannschaften als gut zu be­zeichnen. Wie schon in der Vorschau gesagt, wurde hierbei zum erstenmal ein anderes Wer­tungssystem angewandt, das, wie der Verlauf der Spiele zeigte, einen heilsamen Etnfluh aus­übte, wurde doch jedes Vergehen durch Straf- Punkte angerechnet. Jede Mannschaft war des­halb sichtlich bestrebt, möglichst wenig Straf­punkte zu verschulden, um dadurch recht günstig im endgültigen Punktverhältnis zu stehen. Der glückliche Verlaus der Veranstaltung gab für zukünftige Veranstaltungen wertvolle Fingerzeige Den Reigen eröffneten

Wieseck Jugend Gieße» Jugend.

Zwei gleichwerrige Mannschaften, die ein schönes und recht lebhaftes Spiel vorführten. Beide Mannschaften blieben sich durch je drei verschuldete Eckbälle (Strafstöße!) un Punktver- haltnis gleich, Wieseck sicherte sich aber einen klei­nen Vorsprung durch ein erzieltes Tor. Gießen drückte in der zweiten Halbzeit sehr stark, um dieses Plus auszugleichen, was aber von Wie­seck glücklich verhindert wurde.

Metzlar Jugend Klein-Linden 1. Jugend.

In diesem Spiel zeigte Wetzlar, obwohl mit nur 9 Mann spielend, gegen die noch nicht recht eingespielte Jugend Klein-Lindens ein merk­liches Plus an Spielerfahrung, die ihr durch die erzielten Tore einen gewissen Vorsprung sicher­ten. Klein-Linden zeigte hierbei, daß es bestrebt ist, sich den übrigen Jugend-Mannschaften als gleichwertig einzureihen.

Lollar Jugend Fronhaufen Jugend.

Das Kräfteverhältnis dieser beiden Mann­schaften war fast vollkommen gleich, dies kommt schon im Torverhältnis (1:1) zum Ausdruck. Lollar, spielerfahrener als Fronhausen, konnte mehrere gefährliche Momente gut überwinden und sicherte sich dadurch ein gutes Punktver­hältnis.

Gießen Schüler Metzlar Schüler

waren die nächsten beiden Gegner. Es war eine Freude, die Jungen spielen zu sehen, mancher Aktive konnte sich von deren Ballbehandlung etwas absehen. Auch diesmal endigte das Tref­fen der beiden Gegner (zum dritten Male) unent­schieden und torlvs. Wetzlar war im Gesamt- punktverhältnis die glücklichere Elf.

Heuchelheim Jugend Gießen Jugend.

Gießen, das sich mangels eines anderen Geg­ners zum zweitenmal zur Verfügung stellte, spielte jetzt wesentlich besser als gegen Wieseck, so daß die Heuchelheimer einen recht schweren Stand hatten und nach zäher Gegenwehr doch zweimal den Ball aus dem Retz holen mußten. Den Beschluß der Spiele machten

Klein-Linden 2. Jugend Metzlar Schüler.

Auch hier stellten die Kleinsten Wetzlars ihre guten Fähigkeiten unter Beweis, konnten sie doch ihren körperlich weit überlegenen Gegner 3:0 abfertigen.

Rach Beendigung der Spiele und Zusammen­rechnung der Resultate zeigte die Wertungltabelle olgendes Bild: 1. Wetzlar, Jugend 110 Punkte, 2. Lollar, Jugend, 88 Punkte, 3. Wieseck, Jugend, 76 Punkte, 4. Gießen, Jugend, 70 Punkte, 5. Heuchelheim, Jugend. 66 Punkte. 6. Fron­hausen, Jugend, 66 Punkte, 7. Klein-Linden, Ju­gend 62 Punkte. Schüler: 1. Wetzlar, Schü­ler, 88 Punkte, 2. Gießen, Schüler, 76 Punkte, 3. Klein-Linden, 2. Jugend, 72 Punkte.

Wetzlarer Sport.

h. Zwei Aufsehen erregende Riederlagen hat der Wetzlarer Fußballsport zu ver­zeichnen. Beide Ligamannschaften von D. C. und F. C. lieben sich schlagen. Speziell der Fuhball- club, der am Sonntag das erste Mal in den Spielbetrieb der Kreisliga eingriff, enttäuschte sehr.

F. C. verlor in Butzbach mit 5:1.

Bei dem Bericht über dieses Spiel muß vorweg gesagt werden, daß Butzbach der ein­wandfrei bessere der beiden Gegner war, und verdient gewann. Allerdings verlor der F. C. in den ersten Minuten seinen guten linken Ver­teidiger und dann tonnte sich die sowieso zu­sammenhanglos spielende Elf erst recht nicht mehr zuscmnnenfinden. Butzbach erzielte vom Anstoß weg zur allgemeinen Tleberräschung sein erstes Tor. Dann drängte der F. C. so lange, als er 11 Mann im Feld hatte, und erzielte den Aus­gleich, mit dem zugleich auch das Halbzeit­resultat gegeben war. Rach dem Wechsel kam Butzbach mehr und mehr auf, während die W^larer sich ständig verschlechterten. Butzbach errang noch vier Tore, mit denen sie verdient siegten. Wetzlar franfte vor allen Dingen an der Zusammenhanglosigkeit im Sturm, während Butz­bach gerade im Sturm und da wieder auf der linken Seite seine beste Leistung zeigte. Schieds­richter Älter (Wetzlar) leitete zufriedenstellend.

V. L. verliert gegen Herborn mit 1:2.

Auf eigenem Platze hatte B. C. einen unglück­lichen Tag, drängte 80 Minuten und war in allen Phasen des Kampfes überlegen. Erzielte vor Halb­zeit ein Tor durch Elfmeter und ließ sich nach dem Wechsel im Anschluß an zwei der wenigen Vor­stöße der Herborner von diesen zweimal schlagen. Damit waren Sieg und Punkte bei den Gästen, die den B. C. auch in der Tabelle nunmehr über­flügelt haben. B. C. fällt mit dieser Niederlage auf den fünften Platz zurück.

Untere Mannschaften. B. C. II. verlor gegen Herborn II. ihre ersten Punkte, indem sie nur ein 2:2 erzielte. B. C. III. ließ sich von Werdorf I. mit 1:11 schlagen. Das beste Ergebnis erzielte die I. Jugend B. C.s, die gegen die bisher ungeschlage­nen 1900er aus Gießen unentschieden 1:1 spielte.

F. C. II., mit nur 10 Mann, konnte sich trotzdem in Gießen gegen 1900 II. mit 1:1 halten.

Leichtathletik.

Bräutigam schlägt Pürsten.

vo. Bei naßkalter Witterung und auf durch dauernde Riederschläge stark beeinträchtigten Strecken brachte am Sonntag der Gau Rord- westsachsen (Leipzig) seine Herb st Waldläufe zur Durchführung. 3m Mittelpunkt stand das Zusarnmentteffen Bräutigam Pürsten im Hauptwettbewerb über 10 Kilometer. Mit 20 Meter mußte sich P ü r st e n schließlich hinter Bräutigam geschlagen bekennen. Den Mann­schaftspreis gewann D. f. B. Leipzig vor Spiel- Vereinigung. 3m Lauf über 5 Kilometer siegle (Siliert vor Otto, hier gewann der Leipziger B. C. den Mannschaftspreis.

Schwimmen.

Giehener Schwimmer in Offenbach.

Bei dem am vergangenen Sonntag im Offen­bacher Hallenschwimmbad veranstalteten S t af­fe l t a g des S. S. D.M venu s"-Osfenbach waren den Mannschaften des Gießener Schwimmvereins überraschende ir rige be­schieden. 3n der Herrenbrust staffel für 1. Senioren über 3x112 Meter starteten außer dem Giehener S. V.3ungdeutschland" Darm­stadt, 1. Frankfurter S. C. und Frankfurter Schwimmverein. Zunächst ging 3ungdeulschland mit feinen beiden ersten Leuten in Führung. Pascoe, der als letzter, der Schlnhleute ab- sprang, holte das von seinen Dorderieuten Ver­lorene auf, indem er einen seiner Gegner nach dem andern überholte, schlug mit beträchtlichem Vorsprung als erster an und der Gießener S. V. wurde wegen angeblich falscher Wende Pascoes distanziert! Der jugendliche Rolf Kraft, der als Ersatzmann für Dr. Eck ein­gestellt war, bewährte sich sehr gut. Ergebnisse (Bahnlängs 14 Meter, Startsprung, Wende in Schwimmlage): Gießener S. V. (R. Kraft, Schneider, Pascoe) 4 Min. 39 Sek., einig- deutschland Darmstadt 4 Min. 42 S:k.. 1. Frank­furter S. C. 4 Min. 48,4 Sek., Frankfurter S. V. 4:50,2 Mm.

Roch überraschender war der Sieg der Giehener 3 ugendlagenstaffel 3x112 Meter. Den ersten Lauf, rn dem man den Sieger vermutete, gewann Mornus-Offenbach, den zwei­ten der Giehener S. V. vorRot-Weih" Darm­stadt mit zwei Dahnlängsn! 3eder der G ehener Mannschaft gab in diesem Rennen sein Destes, und so reichte es zum sicheren Sieg. Ergebnisse: 1. Giehener S. V. (Rolf Kraft. Schaum, Rau) 4 Min. 29 Sek. 2.Moemrs" Offenbach 4:32,6 Min. 3. 1. Frankfurter S. C. 4:37.2 Min.

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