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Paris, 1. Juli. (WB.) Der Heimatbund hat zu dem Kampf, der gegen ihn geführt öffentlichen Erklärung Stellung

süsser von der gewissenhaften Erfüllung unserer | Pflichten gegenüber Frankreich, dessen integrie render Teil Elsaß-Lothringen ist, abjulenfen. Wir erkennen an, das) unsere Forderungen nur

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Wettervoraussage.

Vorwiegend bewölkt, warm, keine stärkeren Niederschläge.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 19,2, Minimum 13,2 Grad Celsius. Heutige Morgen- temperatur: 16,5 Grad Celsius.

DSL aufgebei fach ^irübi der Serie karten Seift Fahrkarten Die Abferki Reifende m Gepäck mit feinem Sih Gepäck in QKitreifenta ferne Ällseir den, die Dei jeder an die Cisenbahnper fang deS nung ist im Me Rufgak auch deshal benes Gepäc hastet die selber im sichern. Ms angenommen darf, und di Aeifekörden Auch Fohr U- 6gL tver, ledvch mit i Gegenstände eignen und m bienen. Rerbi ?eifegepäck <

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normalen Verhältnissen ist es notwendig, daß zur Das Hochwasser der Oder.

wirksamen Beeinflussung der Währungsschwankun» Stettin, I.Iuli. (WB.) Das Hochwasser gen zu dem Mittel der I Tale der unteren Oder, das gestern zum

auswärtigen Anleihen Stehen gekommen war, ist heute leicht zurück-

gegrisfen wird, Anleihen, die bereits vor dem Kriege gegangen .Das Wetter fd^exnt au<f> das Ab» die Abwicklung internationaler Transaktionen ohne fluten zu begünstigen. Im üaeberschwemmung^ Ueberweisung von Goldbeständen ermöglichten. Das gebiet von Greifenhagen und Gartz sind noch Kommunique bringt die unzweideutige Absicht Call- heute Neichswehrkommandos aus Stetttn mit laux' zum Ausdruck, auf die Garantie des Gold- Deichschuharbeiten beschäftigt. Die Gefahr ift jetzt bestcmdes der Bank von Frankreich hin auswärtige aber überall als beseitigt anzusehen. Don den Anleihen aufzunehmen.. Kreisverwaltungen sind bereits Vorschüsse zum

Wie der Vertreter der Telunion erfährt, hat das Ankauf von Futtermitteln für die ©efdjäbigten Kommunique im Senat und in der Kammer eine an die Gemeinden gegeben worden. Der Schaden, sehr schlechte Wirkung ausgeübt. In parla- der in dem Gebiet von Schwedt bis Stettin ent- mentarischen Kreisen nimmt man allgemein an, daß standen ist, wird auf mehr er e Millionen die Regierung am kommenden Dienstag bei der geschäht. Mehr als 50 000 Morgen wurden hier Abstimmung über das Finanzprojekt in die M i n- | überschwemmt. Es muh damit gerechnet werden, derheit versetzt wird, weil von rechts bis links auch eine starke Mehrheit gegen die Ratifizie­rung des Wafy'mgtoner Schuldenabkommens vor­handen fei und damit die Grundlage des Finanz­programms erschüttert wird. Man beschäftigt sich in parlamentarischen Kreisen bereits mit der Frage, wer Briands Nachfolger wird.

Die Autonomiebewegung

in Elsaß-Lothringen.

Der Schutz der nationalen Minder­heiten.

der Stadt Neuyork ist und im dichtesten Verkehr des Westviertels liegt, gelang es sieben bewaffneten Räubern, ohne daß die auf den Gängen befindlichen

Aus der Provinzialhauptstadt.

G i e h e n, den 2. Juki 1926.

Die Jahresfeier der Universität

In der Neuen Aula des Vorlesungsgebäudes fand gestern die Jahresfeier der Landes- Universität in dem üblichen Rahmen statt. Die Dozenten und ihre Damen, geladene Gäste aus der Bürgerschaft und die Studenten füllten den mit den Fahnen der Korporationen geschmückten weiten Raum bis auf den letzten Platz.

Beim Einzug des Lehrkörpers spielte unsere Militärkapelle unter Leitung des Obermusikmeisters L ö b e r den Zug zum Münster aus Wagners Lohengrin". Hierauf fang der Akademische Gesang­verein unter Leitung von Lehramtsassessor Roller den Chor Nr. 29 aus MendelssohnsElias". An­schließend hielt

Se. Magnifizenz der Rektor, Prof. Dr. Bürkcr

die Festrede. Er gab in der Einleitung eine kurze Rückschau auf das vergangene Jahr, streifte die Wünsche und Ablichten der Uni- versitüt für die kommenden Jahre, sprach den Behörden den Dank für ihre Unterstützung aus und wies daraus hin, wie die Landesuniversität chrerseits es sich habe angelegen sein lassen, die wissenschaftlich interessierten Kreise an der wissenschaftlichen Ernte teilnehmen zu lassen.

Dann ging der Rektor auf das Thema aus feinem Fachgebiet, der Physiologie, ein:

Neueres über die Zentralisation der Funktionen im höheren Organismus.

Er wies zunächst daraus hin, welche schwie­rige Ausgabe sich die Natur gesetzt habe, einen Zellstaat von mehreren Hundert Billionen von Individuen, und zwar von sehr verschiedenartigen Individuen, wie es der menschliche Körper ist, so in Ordnung zu Halten, daß eine fortschreitende Entwicklung sich ergibt. Die Erfüllung dieser Aufgabe ist nur möglich, wenn ein Dirigent für dieses Lebensorchester vorhanden ist, und dieser Dirigent ist das Zentralnervensystem.

Auf dieses sind nun geradezu alle Organe des Körpers nervös projiziert. Die Projeltions- stellen erfahren durch die Sinnesorgane, was im Körper vor sich geht, und von diesen Stellen kann andererseits auf alle Erfolgsorgane, wie Drüsen und Muskeln eingewirkt werden.

Die große Gehirnrinde ist nun das höchste Zentralorgan, fie ist entwicklungsgeschichtlich das Neuhirn, während die unter der Rinde ge­legenen Teile das Althirn darstellen, das nur den Instinkten dient. Während man nun früher glaubte, daß die gesamte große Rinde ziemlich einheitlich aufgebaut sei, haben die linier» suchungen von K. Brodmann einen spezifisch verschiedenen Aufbau der einzelnen Rindenteile ergeben, was auf verschiedene Funktionen hin­weist; nicht weniger als 200 verschiedene Felder hat man neuerdings nachweisen können.

Die Leitungskabel zu diesen Zentralorganen hin, die Nerven, hat man früher in die Gehirn- und Rückenmarknerven und in die sogenannten sympathischen Nerven eingeteilt. Aus Unter­suchungen des englischen Physiologen Langley ergab sich aber die Notwendigkeit, aus dem Ge­hirn- und Rückenmarlshstem noch ein besonderes System abzutrennen, das in Antagonismus zu dem sympathischen steht, das f»genannte para­sympathische; sympathisches und parasympathi- sches System werden auch vegetatives Nerven- system genannt. Die Funktionen dieses vege­tativen Systems werden nut Rücksicht auf die vegetativen Lebenserscheinungen dargelegt.

Dann ging der Redner auf die Zentrali­sation der animalen Funktionen, der Empfin­dungen und Bewegungen, ein; hier haben sich durch die Untersuchungen Brodmanns scharfe Abgrenzungen der psychosensorischen und der psychomotorischen Felder auf der Gehirnrinde ergeben, von denen die bewußten Empfindungen und Handlungen, die sogen. Gnosien und Praxien ausgehen.

Bon den unter der Gehirnrinde gelegenen Zentren, den srrbkvrtikalen S.ammganglien, wußte man bisher wenig; im Anschluß an Beobachtun­gen bei Kopfgrippe ließen sich aber hier wesent­liche Aufschlüsse erzielen, besonders im Hinblick

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teilweise Verfassungsreform verlangen, wollen wir nichts anderes als das, was bedeutende Po litiler seit Jahren für ganz Frankreich tun, in­dem fie für eine Dezentralisation ein treten, die bis zum Föderalismus geht. Keine Regierung hat jemals daran gedacht, diese Re- gionalisten, Föderalisten und Autonomisten der Provinz zu verfolgen, während wir Elsässer und Lothringer, die wir in Gedanken groß geworden sind, ein föderalistisch-politisches Leben zu führen, und die wir, allerdings mit gewissen Einschrän­kungen, aber doch zum besten unseres Landes jahrelang eine Gesetzgebung und Ver­waltungsautonomie genossen haben, wie Verbrecher behandelt werden, wenn wir uns er­lauben, für Elsaß-Lothringen einen verfassungs­mäßigen Zustand zu foroern, der dem gleicht, den Frankreich bei uns zur Zeit des Waffenstill­standes vorgefunden hat. Alle Gewaltmittel, die gegen unsere Bewegung unternommen wer­den, werden an dem entschlossenen Charakter der Elsässer und Lothringer scheitern. Der Tag ist nicht fern, an dem das französische Volk begreift, in welch irriger Weise man jetzt über unsere wahren Absichten sich unterrichtet hat und in welcher Weise Personen ohne Religion und sitt­liche Kraft in leichtfertiger Weise uns mißtraut haben.

Abessinien und die Mächte.

London, 2.Juli. (Priv.°Tel.) Zwischen Frankreich, England und Italien ist es zu einer grundsätzlichen Einigung über den neuen eng­lisch-italienischen Abessinien-Vertrag gekommen. Die Verhandlungen darüber sind in Rom zwi­schen dem italienischen Außenminister und dem englischen und französischen Botschafter geführt worden. Frankreich gibt seinen Widerspruch ge­gen den italienischen Eisenbahnbau zwischen Erythrea und Italienisch-Somaliland auf und hat seinen Vertreter in Addis Abeba ange­wiesen, in llebereinstimmung mit seinen italienv- schen und englischen Kollegen zu handeln.

Das spanische Königspaar in London.

London, 1. Juli. (TU.) Das spanische Königs­paar ist gestern abend hier eingetroffen. Es wurbt auf dem Bahnhof von der Königin, dem Prinzen von Wales, dem Herzog von Pork und einer Anzahl spanischer und englischer Persönlichkeiten, darunter auch dem Staatssekretär, des Aeußern Sir Austin Chamberlain, empfangen. Das Königspaar ist im Clearing-Hotel adgeftiegen. Zunächst statteten Mit­glieder des englischen Königshauses den Gästen einen Höflichkeitsbesuch im Hotel ab. Später nahm das spanische Königspaar an einem Frühstück im Buckingham-Palast teil. Nachmittags begab sich König Alfons mit seiner Gemahlin nach Wimble­don, um dem Endspiel der spanischen Tennismeiste- rin d'Alvarez beizuwohnen. In Spanien kursieren­den Gerüchten von einer bevorstehenden Verlobung des Prinzen von Wales mit der Infantin Beatrice von Spanien dürfte man kaum Glauben schenken dürfen.

Aus aller Welt.

tiert werden mrH und der Wert jeder Bank- Der B. D. A. ZUM Reithsehrenmal. note beeinflußt wird, wenn dieser Bestand irgend Der Bundestag deutscher Architekten in Düssel- welche Schwankungen erfährt, ist irrig. Der dorf, der von Architekten aus allen Teilen des Franken hatte feine Stabilität vor dem Kriege Reiches besucht war, nahm in der Frage der Errich- vor allem der jung eines Reichsehrenmals folgende Entschließung

freien Goldausfuhr einstimmig an: Der Bundestag Deutscher Architek-

zu -verdanken. Nur der freie Goldverkehr ermöglichte ten in Düsseldorf beschäftigte sich mit der Frage des den glatten Umtausch der nationalen Währung Reichsehrenmals. Er ift der Meinung, daß für die in ausländische Währung. Die von der Emissions- Platzfrage in erster Linie künstlerische Mo- bank kontrollierte Goldausfuhr muß wieder ein- mente maßgebend sein müßen, für deren Beurtei- setzen, soweit sie zur Stabilisierung der Währung lung Maler, Bildhauer und Architekten als die beiträgt oder wirtschaftlichen Bedürfnissen entspricht, hierzu Berufenen in Frage kommen. Der Bund Dieses System ist gesetzlich in England und wird Deutscher Architekten spricht die bestimmte Erwar- auch in den meisten Staaten Europas wieder ein- tung aus, daß neben Vertretern der Malerei und

geführt. Angesichts der gegebenen Umstände und der Plastik auch der Bund Deutscher Architekten als eine

Verwirrung, die sich der öffentlichen Meinung be- berufene Organisation deutscher Baukünstler einen

mächtigt hat, ist es Pflicht, daß man mit großer entscheidenden Einfluß auf die Platz- und Gestal-

V o r si ch t zu Werke geht. Vor der Rückkehr zu tungsfrage des Ehrenmals erhalte.

Verfassungsreform verwirklicht

Verwatung

daß die Heuernte auch im zweiten Schnitt verloren ist. Daneben ist auch viel Schaden an Getreide und Kartoffeln zu verzeichnen.

Todessiürze auf der Zugspitze.

Die Zugspitze hat neuerdings zwei Todes­opfer gefordert. Beim Abstieg zur Wienerneu­städter Hütte ist eine Touristin namens Mar­garete Zahn aus Amberg tödlich abgestürzt, wäh­rend heute ein Fräulein Anna Lechner aus Gar­misch beim Aufstieg zur mittleren Höllental- Spitze den Tod fand.

Das Erdbeben auf Sumatra.

21 m ft e r b a m, 1. Juli. (WB.) Die Blätter ver­öffentlichen Einzelheiten über die Erdbebenkata­strophe auf Sumatra. Danach dauern die Erdstöße im Distrikt von Pedang noch an. Die Stadt Solok ift von der Außenwelt vollkommen abge- schnitten. Man hofft jedoch, daß die zerstörte Eisenbahnlinie in etwa einewWoche wiederhergestellt ist. Ueberaü sind Militärabteilungen eifrig mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. In der Ortschaft Bapitoch wurden bisher 51 Tote gefunden. In dem Bezirke Padang-Padjong find fast alle menschlichen Niederlassungen vollkommen zerstört worden. In Penjalangin zählte man bisher 10 Tote. In Panin- jawan 42 Tote und über 40 Verletzte.

Raubüberfall in einem Reuyorker Hospital.

Im Roosevelt-Ho,vttal, das eines der größten

Deutschland und der Völkerbund

Graf Bernstorfs auf dem Kongreß der

Völkerbuudsgesellschaften.

London, 1. Juli. (WB.) Aus dem Kon­greß der Völkerbundsgesellfchaften in Aberyst­wyth gab der Führer der deutschen Delegation ' Graf Bernstorfs einen allgemeinen histo­rischen Ueberblick über Deutschlands Stellung zum Völkerbund und kam darauf auf Locarno zu sprechen. Er legte dar. daß die Fortdauer der Besetzung deutschen Gebiets nach Locarno überhaupt keinen Sinn mehr habe und nur geeignet sei, weiterhin Erbitterung km deutschen Voll hervorzurufen und künftige Rei­bungen zu verursachen. Er fügte hinzu, er werde anregen, daß die einzelnen G^ellschaften bei ihren Regierungen Vorstellungen in diesem Sinne erheben. Hierauf kam Graf Bernstorfs auf die Punkte zu sprechen, in denen Deutschland mit der Politik des Völkerbundes nicht ein­verstanden sein könne, nämlich das Ab­rüstungsproblem und die Frage der Minderheiten. Beide Fragen bildeten den Prüfstein für den Völkerbund. Wenn er in ihnen versage, werde er vielleicht zugrunde gehen. Sicher werde dies aber eintreten, wenn in der Abrüstungsfrage kein Ergebnis erzielt werde. Das englische Volk sei zu beglückwünschen zu der klugen Behandlung seiner Minderheiten, die sich auf Grund dieser Behandlung gar nicht als Fremdkörper fühlten. Er bezeichnete diese Lösung des Minderheitsproblems als vorbildlich für alle Länder, die wie Polen, Italien, die Tschecho­slowakei und Rumänien fremdsprachliche Minder­heiten innerhalb ihrer Landesgrenzen haben. Der Kongreß nahm eine Entschließung an, in der der Wunsch nochmals zum Ausdruck gebracht wird, daß Deutschland im September als Mitglied in den Völkerbund mit einem ständigen Ratssih aufgenommen werde. Die Entschließung fordert ferner die verschiedenen Regierungen auf, alle möglichen Mittel und Wege zu suchen, um den Beitritt der Vereinigten Staaten zum ständigen internationalen Gerichtshof möglich zu machen. Die spanische Forderung, alle Mitglieder des Völkerbundrats durch Wahl zu bestellen, wurde an die einzelnen Vereinigungen zur Be­ratung verwiesen.

Die Abrüstungskonferenz Abschl sr der Arbeiten der gemischten Kommission unddesMarincausschttsses Genf, 2. Juli. (TU.) Die gemischte Kom- mission der vorbereitenden Abrüstungskonferenz hat am Donnerstag ihre Arbeiten beendet. Sie setzte drei Unterkommissionen em, von denen die erste in Genf, die zweite und dritte in Paris im August zusammentreten sollen. Die Gemischte Kommission selbst hat sich bis zum Oktober vertagt.

Die erste Kommission wird sich mit den Militärbudgetfragen zu befassen haben. Ihre Untersuchungen werden sich auf die Frage erstrecken, wie die Staatsbuchführungen und die Anlage des Staatsbudgets auf militärischem Ge­

biet zu erfolgen haben, um eine brauchbare Ver gleichsbasis zu bieten. Zweitens soll untersucht werden, ob die Wechselkurse und Preise in den ei meinen Staaten unüberwindbare Schwierig li-itcn für diese Vergleiche darstellen. Die zweite ilnterfommiffion soll sich vor allem mit der Wirkung der Vergleichskontrollen bei

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genommen. Er gibt bekannt, daß er gezwungen sei, gegen die Verleumdungen anzukämpfen, die gegen ihn nicht nur in Frankreich, sonoern in der ganzen Welt dadurch erhoben werden, daß er als Gesellschaft bezeichnet werde, die im Dienste des Auslandes stehe und den Versuch mache, Elsaß und Lothringen von dem übrigen Frankreich zu trennen. Die Sache, daß wir uns

als

nationale Minderheit bezeichnen, und daß wir die Achtung unseres Volkstums, unserer Sprache, Gewohnheiten und Traditionen verlangen so heißt es, kann nichts Antinationales

in sich schließen, d. h, nichts, was dem Bestehen der Einheit des heutigen Frankreichs Abbruch

tun könnte, noch was geeignet wäre, uns El

gegen eine Herabsetzung der bisher den Er- " tvc.jslofen gezahlten Unterstützungssätze

richtet. Der Arbeitsminister Dr. Brauns habe niemals im Interesse der breiten Dolksmasse gc= bandelt. Er sei auch für das jetzige Vorgehen itsnachweise verantwortlich.

bei

Brauns: Die

cirbeitsminister Dr.

Regieru.gsvorlage, die die Unterstützungssätze der Lohnhöhe anpassen will, ist noch nicht ver abs-nestel worden. Aber am 3. Juli läuft die gültig.eil der jetzigen Sätze ab. Das Arbeits- Ministerium hat ausdrücklich darauf verzichtet, bei dieser Gelegenheit den in der Regierungs­vorlage enthaltenen Plan einer Festsetzung auf 75 Prozent des Lohnes durchzusetzen. Es hat vielmehr in einem Brief an den Reichsrat ge­schrieben: ..Die andauernd schlechte Lage des Arbei!s:narÜes läßt es zur Zeit undurch­führbar erscheinen, das Ausmaß der Leistun­gen ahcc. c n herabzusetzen." Der Derwaltungs- aussc' beim Arbeitsnachweis kann das nach dem Gesetz im Einzelfalle tun. Der kommu­nistische Antrag, der den Ländern jede Herab­setzung verbieten will, ist unannehmbar, denn er würde eine Aenderung des Gesetzes bedeuten. Am jedes Mißverständnis auszuschließen, wird das Reichsarbeitsministerium in einem neuen Rundschreiben an die Länder daraus Hinweisen, daß eine Herabsetzung der Sätze nicht vorgenommen werden soll.

Frau Abg. Teusch (Zentr.) erfiärt, auch die Regierungsparteien hielten eine Herabsetzung der Unterstützungssätze jetzt für untragbar. Sie hätten auch die Staffelung nach Lohnllassen in der jetzigen Situation verhindert.

Ser kommunistische Antrag wird abgelehnt.

Cs folgt die zweite Beratung der vierten Novelle zum

Reichsversorgungsgeseh.

Die Vorlage will wegen der gegenwärtigen Not­lage der Krankenkassen auch weiterhin in den die Kassen besonders belastenden Fällen E r - s a l', leisten, nachdem die allgemeine Ersatzpflicht des Reiches für die Heilbehandlung kriegsbeschädigter Safienmitfllicber am 1. April d. I. abgelaufen ist. Der Ausschuß für Kriegsbeschädigtenfragen bean­tragt die Annahme der Novelle und eine Entschlie­ßung, die weitere Mittel für die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, besonders eine erhöhte Pflegezulage für die Blinden verlangt.

Abg. Pieck (Komm.) bezeichnet die Novelle als ganz unzureichend und als eine Verschlechterung des geltenden Rechts. Er begründet einen Gegenentwurf feiner Freunde, der wesentlich höhere Leistungen vorsieht.

Abg. R o ß m a n n (Soz.) tritt für den Ausschuß­antran ein. Die Novelle erfüllt zwar nicht alle Wünsche der Sozialdemokraten, aber im Augenblick läßt sich nicht mehr erreichen.

Die Novelle wird dann in zweiter und dritter Lesung unter Ablehnung der kommunistischen Aen- bernngsanträge in der Ausschußfassung angenom­men, ebenso die vom Ausschuß beantragte Ent­schließung.

Gegen 8.30 Uhr vertagt sich das Haus auf Frei­tag. Auf der Tagesordnung steht u. a. die dritte Beratung des Gesetzes über die Auseinandersetzung mit den'Fürstenhäusern.

Aerzte und Besucher aufmerksam wurden, inden Kassenraum einzudringen. Sie hielten die zwölf dort befindlichen Angestellten mit dem Re­volver in Schach und raubten 10 000 Dollar, die zu Gehaltszahlungen bestimmt waren, worauf sie im Automobil flüchteten. Der ganze Vorgang spielte sich o rasch und geräuschlos ab, daß keiner der Patienten in den benachbarten Räumen irgend etwas davon

bemerkte.

Flugzeugabsturz bei Stuttgart.

Bei einem Schulflug auf dem Flugplatz Stutt gart stürzte ein Zweidecker-Flugzeug ab, wobei der Flugzeugführer ums ß e b en k a m. Der Beobach­ter blieb völlig unversehrt.

Paddclbootunglück auf dem Rhein.

DerKoblenzer Ztg." zufolge ift auf dem hoch- gehenden Rhein bei Bacharach wiederum ein mit zwei Personen besetztes Paddelboot gekenteri. Die beiden Insassen find ertrunken. Zur Hilfe herbeieilende Schiffer konnten nur noch das Boot bergen. Die Leichen wurden noch nicht gelandet.

Todessturz auf der Radrennbahn.

Im Rahmen der Amateur--Wettbewrrb!e auf der Radrennbahn in Münster -unternahm der 25jährige Münstersche Dauerfahrer Hermann Guddvrf einen Rekordversuch über pd^Kilometer und kam dabei in der drittletzten Runde durch Pedalbruch schwer zu Fall. Er wurde sofort in das Hospital gebracht, wo er nach einigen Minuten an den Folgen eines Schädel- bruches starb, ohne das Bewußtsein wieder- erlangt zu haben.

Schweres THotorrabunglütf.

Bei Göttingen fuhr ein Motorradfahrer aus Hannover mit einer Dame auf dem Soziussitz auf der Reinhäuser Landstraße wider die Lokomotive des Frühzuges, dessen Herannahen offenbar nicht rechtzeitig bemerkt wurde. Der Herr war sofort t o t. Die Dame verstarb nach kurzer Zeit, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.

ziehen. Die

der Abrüstung auf die Volks- und Privatwirt schäft bcfJien und die Notwendigkeit der Auf nähme von Strafbestimmungen in Erwägung ucitte Kommission hat sich mit den Fragen des Gaskrieges zu beschäitigen. Die Kommiisiou wird Sachverständige auS Deutsch­land, den Vereinigten Staaten, England, Frank­reich und Italien vorladen.

Der Marlneausschuß

hat seine Arbeiten gestern ebenfacks abgeichlossen. Er billigte den Bericht an die älnterlommission A gegen die Stimmen Englands, der Vereinigten I Staaten, Chiles und Argentiniens, die gemein- am einen Minderheitenbericht einreichen werden.

Der deutsche Vertreter stimmte dem Be­richt zu, nachdem folgender Vorbehaltsanttag angenommen wurde:

Um die Marinerüstungen zweier Staaten untereinander zu vergleichen, muß auch dem Personalbestand Rechnung getragen wer-- | den Das Verhältnis zwischen dem Personal- j bestand und der Gesamttonnage wird mit 140 (Personal) zu 1000 (Tonnage) ausgedrückt. Ein J Personalbestand, der hinter diesem Verhältnis ; zurücksteht, ve...ändert beträcht.ich die Schlag­kraft der Marine bei Beginn eines Krieges, während ein'erer Personalbestand die Mög­lichkeit gewährleistet, sowohl Kriegsschiffe in Betrieb zu nehmen als auch schnell gebaute Schisse zu benutzen ober dem Landheer mehr oder weniger bedeutende Kräfte zur Cßerfügung zu stellen.

Der Bericht des älnterausschusses für Heeres- ragem, der Freitag ebenfalls der Unterfom- mission vorgelegt werden wird, beschäftigt sich zunächst mit dem Vergleich der Rüstun­gen im Frieden. In einem Vorwort wird darauf hingewlesen, daß es schwierig sei, so ver- chiedene Größen, wie Milizheer und stehendes Heer oder Landheer und Kolonialheer mitein­ander zu, vergleichen. Trotzdem soll der Versuch gemacht werden, folgeiide vier Vergleichselemente heranzuziehen:

1. die Friedensstärke der Armee,

2. die Organisation und den Aufbau eines Friedensheeres,

3. die Dauer und den Grad der Truppen» aufstellung und

4. das Heeresmaterial.

Der zweite Teil des Berichts behandelt die ür den Kriegsfall vorbereitenden Rüstungen. Hier sind als Vergleichselemente angenommen: die ausgebildeten Reserven, das Depotmaterial und sämtliche Kriegsvorbereitungen. Der dritte Teil nennt weitere Rüstungsfaktoren, die im Kriegsfälle unter gewissen Ämständen von Be­deutung sein könnten.

schlechte Aussichten für Laillauz'

(Sin Firranzconilnttniqns. Keine Mehrheit im Parlament.

Paris, 2. Juli. (£11.) Das Finanzmini- terium gab gestern ein Kommunique heraus, das die über die eventuelle Verwendung des Goldbestandes der Danque de France in der OeffentUchteit entstandenen Meinungsverschieden­heiten klären soll. Es heißt darin: Die anormalen Nachkriegsverhältnisse haben zum Verbot der Goldausfuhr und zur gesetzlichen Regelung der Goldziitsfestsehung geführt. Die Wiederherstel­lung normaler Verhältnisse setzt entsprechende Hebergangsmaßnahmen voraus. Die im Publllum vielfach verbreitete Ansicht, daß das Papiergeld durch einen in den Kellergewölben der Bank deponierten Goldbestand garan-

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