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sich
den Ge- unb wird nach
mit viel des
Rhein. Die Teilnehmerzahl beträgt 500. Plant ist eine Rheinfahrt bis St. Goar Rückfahrt bis Kastel. 3n Aßmannshausen die Fahrt unterbrochen, um einen Gang
Buntes Allerlei.
Deeinflussung der Echüdelform.
Bei den Raturvölkern ist zu allen Zeiten die Kopfform der Reugeborenen künstlich beeinflußt worden, und man hat damit den Köpfen die merkwürdigste Gestalt gegeben. Es ist aber auch möglich, durch ganz geringfügige, gewöhnlich gar- nicht beachtete^ Einwirkungen die Kopfform 'wesentlich zu verändern. Dies ist erwiesen durch die Versuche, die der Württemberger Walcher durchgeführt hat. Vor mehr als 20 Jahren begann er, die Kinder, die in der von ihm geleiteten Hebammenschule geboren würben, auf eigentümliche Weise zu behandeln. Die eine Hälfte der Kinder wurde gleich bei der Geburt zur Lang- köpfigkeit, die andere zur Kürzköpfigkeit bestimmt. Den Kindern, die langköpsig werden sollten, gab er eine harte Kopfunterlage, auf der der kindliche Kopf wie ein Ei zur Seite fällt, das man auf die Spitze zu stellen versucht. Wenn die Kinder im Älter von einigen Monaten etwas sehen wollen, bringen sie dabei häufig den Kopf in eine Stellung, die in der Mitte zwischen reiner Seiten- und Rückenlage liegt, und dadurch würde der Kopf schief werden Deshalb wurde bei älteren Kindern das Bettchen auf eine Kommode gestellt, damit die Kinder die Vorgänge im Zimmer cm besten in der ©c'.tenlage sehen rönnen, und die Spielsachen wurden in der Höhe des Kopfes aufgehängt. Die zur Kurzköpfigkeit bestimmten Kleinen wurden auf ein weiches Federkissen gelegt, in das der Kopf tief einfinkt: diese Kinder erhielten niedrige Bettstellen mit undurchsichtigen Wänden, und die Spielsachen wurden den Kindern vor die Rase gehängt, um sie in der Rückenlage zu erhalten. Von den Kindern, die in der Rückenlage aufgezogen wurden, bekamen 84,4 Prozent einen größeren Längenbreitenindex des Schädels: bei den in der Seitenlage gehaltenen Kindern erfuhr der Index bei 62,4 Prozent eine Verkleinerung. Im ganzen sind 555 Kinder auf diese Weise behandelt worden. Um nun festzustellen, inwieweit diese während der Kindheit aufgezwun eene Schädelform sich noch im späteren Alter nachweisen läßt, hat Geh. Rot Basler einige der damals so behandelten Personen einer Rachsuchung unterworfen und berichtet über seine Ergebnisse in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift". Daäach hat sich die künstlich herbeigeführte Kopfform über die Wachs- tumsperiode heraus erhalten. Basler halt es aber für verfrüht, deswegen die ganze Schädellehre aus der Rassenforschung auszuscheiden. „Wir müssen immer berücksichtigen," sagt Basler, „daß nur 81,4, bzw. 62,7 Prozent aller Versuche ein positives Ergebnis lieferten, und sogar in den ersten 12 Tagen nach der Geburt, also in einer Zeit, wo die Formbarkeit des kindlichen Schädels noch am größten ist. Schon aus diesem Zahlenverhältnis läßt sich erkennen, daß die ererbte Anlage bei der endgültigen Form des Schädels doch einen nicht zu unterschätzenden Faktor darstellt."
Dörfern oberhalb von Ridda zum Risten zu bewegen, fehlschlugen, hat er bereits im Vorjahre, nachdem ein neues Jagdgebiet entdeckt war, in Ulfa einen neuen Wohnsitz gegründet. So sieht man nun oft in den Riederungswiesen um ällfa und im Riddatale, selbst in der Rähe ratternder Mähmaschinen, den Storch auf der Rah- rungsluche, von jedermann freudig begrüßt.
Ridda, 1. Juli. Äm 17. Juli unter-
Kreis Büdingen.
Id Ridda, 2. Juli. Die letzten Jahre ihren reichlichen Riederschlägen haben sehr zur teilweisen Versumpfung der Wiesen Riddatales beigetragen und günstige Lebens- bebingungen für den Storch geschaffen Während früher alle Versuche, den Storch in den
>z der Rektor, Pürker
n der Einleitung eine das vergangene Zahl', ü) Mächten der Uni- Len Jahre, sprach den ihre Unterstützung aus ie die Landesuniversität angelegen sein lassen, gierten Kreise an der leilnehinen zu lassen, ter auf das Thema aui ysiologie, ein: alifation der Zunklionru
sichauptsM.
n, den 2. Juli 1926. der Universität bes Vorlesunasgebäudes feier der Landes- ichen Rahmen statt. Sie geladene Gäste aus der aten füllten den mit den m geschmückten weiten M hr'viper; spielte unsere ng des Obemusikmcisters Münster aus Magners bet Naüemifche Gesang- chramtsassestor Moller idelsfohns „Mas". Kn«
deshalb erhebliche Lücken aus. Dies ist insofern sehr bedauernswert, als der Mais in hiesiger Gegend als Futterpflanze sehr hoch geschätzt wird. Das Getreide bietet ebenso wie die Rüben- und Kartoffelfelder ein prächtiges Bild. Roggen und Sommergetreide sind ausgezeichnet, auch der Weizen, der mit Rost befallen war, hat beträchtlich von seiner Krankheit erholt.
und evangelischer Gedanken werden. Das Schauspiel „Andreas Hofer" wird an das verlorene Südtirol erinnern. Pfarrer Haupt wirb in seiner Rede Grundgedanken der Reformation behandeln, und so die ganze Feier unter dem Wahlspruch des Bundes stehen: ..Evangelisch brs zum Sterben, deutsch bis in den Tod hinein."
* Neit - und Fahrturnier in Gießen. Man schreibt uns: Wie schon berichtet, veranstaltet das hiesige Infanterie-Bataillon zusammen mit dem Nett- und Fahrklub Gießen und Umgebung am kommenden Samstag und Sonntag ein Reit- und Fahrturnier. Die Veranstaltung findet nicht, wie früher vorgesehen, auf der Haardt, sondern auf dem Sportplatz am Trieb statt. Am Samstagnachmittag um 4 Uhr ist ein kurzer Geländeritt mit Hindernisspringen (Start und Ziel Trieb), am Sonntag um 2.30 Uhr beginnen die Einzelprüfunaen im Reiten Noch- und Wcitsprung und Fahren. Außerdem wird von hiesigen Damen und Herren eine Quadrille geritten. (Siehe gestrige Anzeige.)
** Aus dem Gießener Standes- tsr cgi sie r. Es verstorben in b-r .Zeit vom bis 30. Ium: 16. Elisabethe Jöckel, geb. Abrrg. Witwe, 69 Jahre alt. Marburger Straße 40. 17. Jakob Ehristmann, ohne Beruf, 74 Jahre alt, Sicher Straße 74. Elise Wagner, ge& Dender^ Witwe, 83 Jahre alt, Friedrich- ™ k 7‘ Morell, geb. Ramge, Witwe, 78 Jahre alt Stephanstr. 29. 19. Marie Elisabeth ^rebing, geb. Schneider, Witwe. 53 Jahre alt. Hillebrandstraße 8. 21. Marianne Lindenstruth. 1 oaßr ait, Wehsteinstraße 34. 23. Heinrich Weller. Hausmeister, 58 Jahre alt. Kaiserallee32. rl ^ua Salomon, geb. Loeser, Witwe, 78 Jahre t ?ohannesk:rche 6. 25. Sara Lazarus, geb. Mandel, Witwe, 83 Jahre alt, Aster- toeg o3. 26. Susanne Ebert, geb. Gold, 69 Jahre alt. Frankfurter Straße 86. 27. Emilie Karoline Äobb ,geb. Hahn. 65 Jahre alt, Dismarckstr. 30. 28. Marte Haberkorn. geb. Volpert, 47 Jahre alt. Katserallee 32. Margarete Leuchtgens. geb. Klamm. Witwe. 78 Jahre alt. Plockstraße 2. 29 Heinrich Amend II., 86 Jahre alt, Gießer
Karl August Baumann 2 Jahre alt. Llnbengasse 18. Margarete Kürschner, geb. Zoden. 52 Jahre alt. Schottstraße 7. Edith Roßner. 3 Monate alt. An den Bahnhöfen 80.
nehmen Schüler der hiesigen und benachbarten
Volksschulen eine Tagesfahrt an
ussage.
keine stärkeren
ckMn: Maximum 19,2, < heutige Morgen, elsiuS.
dem Riederwalddenkmal zu machen. Gegen 11 Tlhr abends trifft der Sonderzug wieder hier ein.
y Bad Salzhausen, 1. Juli. Bezüglich der F e ld b e r e i n i g un g in unserer Gema» t'ung fand hier im Konzerthaus eine Versammlung statt, in der die beteiligten Grundbesitzer zu der Feldbereinigungskommission zwei Sachverständige und deren Stellvertreter sowie einen Schiedsrichter nebst Stellvertreter zu wählen hatten. Von hier war nur Bürgermeister Röper erschienen. Die übrigen Wähler waren auswärtige Grundstücksbesitzer, meistens aus Kohden und Geiß-Ridda. Als Sachverständige wurden die Landwirte Otto W ö r n e r, Geiß-Ridda. und L. Denner, Kohden, als deren Stellvertreter Herm. Lind, Geiß-Ridda. und Heinr. Uhl II., Kohden, gewählt. Zum Schiedsrichter wählte die Versammlung Bürgermeister B i r k e n st o ck, Ranstadt, und zu dessen Stellvertreter Bürgermeister Hofmann, Ulfa. Ferner wurde beschlossen, daß die Kosten der Feldbereinigung durch den Erlös von Massengelände bestritten werden sollen. Ein Antrag, die Kosten auf die einzelnen Grundstückswerte auszuschlagen, ging nicht durch.
„?" Echzell, l.Juli. Der Rückgang des hiesigen p o st a l i s ch e n Verkehrs, der sich schon in den letzten Vorkriegsjahren bemerkbar machte, veranlaßt die Postverwaltung, unser Postamt in eine erweiterte Postagentur umzuwandeln. Da bereits die Aufforderung ergangen ist, sich um die Uebernahrne der Agentur zu bewerben, erwartet man die vorgenannte Veränderung in aller Kürze.
Kreis Schotten.
ld. Schotten, 2. Juli. Der Umsatz von frischem Wiesenheu, der früher in Schotten und Umgegend recht bedeutend war, ist in diesem Jahre kaum nennenswert. Für den Zentner werden je nach Güte 3 bis 3,50 Mk. bezahlt. Es handelt sich nur um geringe Mengen, da die großen Aufkäufe durch Militärproviantämter und Fuhrunternehmer in Wegfall gekommen sind, und es die heutigen W'.rtschaftsverhältnisse den Heuhändlern nicht ermöglichen, wie früher, Heu. aufzustadeln.
ld. Glashütten, 2. Juli. Von einem Teil der Diepgen Grundeigentümer ist die Einleitung des Feldbereinigungsverfahrens beantragt worden. Die kleine, ziemlich flachliegende Feldmark unseres Dorfes mit ihren geringen Höhenunterschieden stellt der Bereinigung weit weniger Hmdernisse in den Weg, als der größte Teil der Vogelsberger Gemarkungen. Da viele hiesige kleine Landwirte als Arbeiter in Hirzen» Hain beschäftigt sind und die Feldarbeit meist in ihren Freistunden ausführen, ist eine Vereinfachung und Erleichterung der Betriebsweise nur zu begrüßen.
-S“ Herchenhain, 1. Juli. In einem. Zuckerstand, der vom Johannimarkt und der Rachkirmes noch auf dem Festplah aufgeschlagen war, wurde eingebrochen und für ca. 150 Mk. Schokolade, Pralinen usw. gestohlen. Die Planen, womit der Stand verhängt war. wurden zerschnitten. Obwohl die Besitzer im Innern schliefen, haben sie von dem Diebstahl nichts gemerkt. Die Gendarmerie hielt hier und in den Nachbardörfern Haussuchungen ab, die aber bis jetzt ohne Erfolg waren. — Die Gemeinde erzielte bei ihrer diesjährigen Heugrasversteige- r un g recht ansehnliche Preise. Es wurden durchschnittlich bezahlt für eine Fuhre Heu (ca. 20 bis 25 Zentner) 40 bis 60 Mk. und höher.
Kreis Alsfeld.
z. Schwarz. 1. Juli. Schon feit Tagen sieht man Heidelbeerensucher in den nahe bei unferm Ort beginnenden, ausgedehnten Waldungen. Da aber erst ein kleiner Teil der Beeren gereift ist, so ist das Einsammeln noch eine mühevolle Arbeit. Es wäre zu wünschen, daß die Wälder noch einige Tage von den Beerensamm- lern gemieden würden, damit die so begehrten Blaubeeren auch zur vollkommenen Reife gelangen konnten. In den hiesigen Waldungen kann im Durchschnitt von einer schwachen Mittelernte gesprochen werden.
Kreis Lauterbach.
5 Schlitz, 1. Juli. Die Vorbereitungen zu dem Jubiläumsfest des Gesangvereins »Harmonisches Kränzchen" versprechen einen schönen Festverlauf. An dem Gesangswettstreit nehmen 25 Vereine teil. Außerdem werden zahlreiche Gastvereine erwartet. Wertvolle Ehrenpreise sind in sehr großer Zahl gestiftet worden. Eine Festschrift ist bereits erschienen. Die Cisenbahnverwal»
Oberhessen.
Keine
Kreuzottern im Vogelsberg.
Mus bern Vogelsberg, 1. Juli. Durch eine r\?r™'LaMer Korrespondenz wird die unglaub- üche Meldung verbreitet, daß in den Wäldern des Do gelsbergs in diesem Jahre die Kreuzottern sehr stark auftreten. Aus der Umgegend werde gemeldet, daß täglich größere Massen von Kreuzottern getötet werden. Ebenso werde aus JÖcrsfetb gemeldet, daß der dortige Kreisausschuß dort für ,ede abgeheferte Kreuzotter eine Prämie von einer Mark ausgesetzt habe. Man sollte es nicht für möglich halten, mit welcher Leichtfertigkeit eine derartige Meldung in die Welt gesetzt werden kann. Seit wann liegt denn Hersfeld im Vogelsberg? Der Vogelsberg ist nach Aussagen wissenschaftlicher Autoritäten bekanntlich absolut frei von Kreuzottern, und wir können uns nicht entsinnen, daß hier einmal eine Giftschlange einwandfrei nachgewiesen worden ist. In den herrlichen Duchenwäldern des Dogelsberges ,man h>e und da einmal eine Blind- .gleiche oder eine harmlose Ringelnatter sich sonnen sehen. Bei Schlitz werden durch den Grafen die prächtigen Aeskulapschlangen gehegt: aber bie giftige Äreujotter ift hier ob so lu t fremd. Und nun sollen täglich auch noch größere Massen getötet werden. Also durchschnittlich wohl so 50 bis 100 Stuck! Entsetzlich' Die mnzigen wilden Tiere, die hier Vorkommen, sind die Daren, die man den braven Zeitungslesern von 2) a r m ft q b t aus massenhaft aufbinbet.
Landkreis Gießen.
== ßidfc, 1. Juli. Einen großen Raum in per Jahresarbeit des Landwirts nimmt hier von teher die Heuernte ein, gehört unsere Ge- markung doch zu den wiesenreichsten Gebieten Oberhessens. Von Kolnhausen bis hinauf nach Rieder-Bessingen zieht sich im Wettertal der herrliche Gießer „Wiesgrund" hin, über l1/. Stunden in der Gänge, an manchen Stellen fast einen Kilometer Breite erreichend. Richt nur die hiesigen Gandwirte decken hier ihren Trocken- futterbeöarf. Auch viele wiesenarme Gemeinden der Umgebung gehören von altersher zu den Abnehmern des Gießer Heus. Soweit Gandwirte aus der Umgebung nicht selbst Wiesenbesiher in unserer Gemarkung geworden sind, bietet sich ißnen Gelegenheit, bei den Versteigerungen des Heugrases sich einzudecken. Heuer ist die Ernte noch in den Anfängen. Bei dem guten Wetter der letzten Tage ist sie aber rüstig vorangeschritten und auch in der Qualität gut ausgefallen. Wagen hinter Wagen sah man gestern und heute durch die Stabt fahren. Unsere obstreiche Gemarkung hat nur eine schlechte Obsternte zu erwarten. Besonders kläglich ist der Behang der Apfelbäume. Eine kalte Mainacht vernichtete fast die ganze Ernte. Es gibt Obstbaumbesiher, die die zu erntenden Aepfel an den Fingern abzahlen können.
> Aus der nördlichen Wetterau, 1. Juli. Infolge des prächtigen Sonnenscheins der letzten Tage macht die Heuernte enorme Fortschritte. Bei anhaltender guter Witterung dürfte sie in den ersten Tagen ihren Abschluß finden. Trotz anfänglicher Befürchtungen ist sie nach Qualität und Quantität im allgemeinen zufriedenstellend. — Die gegenwärtig in vielen Gemeinden unserer Gegend in größerer Anzahl auftretenden Krähen werden immer mehr zu einer Plage für den Gandmann. Besonders fügen sie den jungen Dickwurz- und Maispflanzungen großen Schaden zu, indem sie die erst aufgeleimten Pflänzchen mit ihren langen Schnäbeln aus der Erde ziehen. Mitunter weist der Mais
WSR. Umfangreiches Handgepäck auf gebe nl Es herrscht bei dem Publikum vielfach früher Unklarkeit, ob bei der Benutzung der Feriensonderzüge auf die Sonderzuz» karten Reisegepäck angenommen wird. Auf diese Fahrkarten kann Reisegepäck abgefertigt werden. Die Abfertigung ist sehr zu empfehlen, da jeder Reifende nur berechtigt ist, in das Abteil soviel Gepäck mitzunehmen, als er über und unter seinem Sitzplatz unterbringen kann. Wer mehr Gepäck in das Abteil mitbringt, schädigt seine Mitreisenden. Häufig entstehen h erdurch unliebsame Auseinandersetzungen zwischen den Reisenden, die vermieden werden können, wenn sich jeder an die bestehenden Vorschriften hält. Das Eisenbahnpersonal ist angewiesen, auf den Umfang des Handgepäcks zu achten. Diese Anord- mmg ist im Interesse der Reisenden getroffen. Die Aufgabe des Reisegepäcks empfiehlt sich auch deshalb, weil die Eisenbahn für aufgegebenes Gepäck Haftung übernimmt. FürHandgepäck hastet die Dahn nicht, der Reisende muß es selber im Auge haben und gegen Diebstahl sichern. Als Reisegepäck werden alle Gegenstände angenommen, deren der Reisende zur Reise bedarf, und die durch ihre Verpackung in Koffern, Rersekörben usw. als Reisegepäck kenntlich sind. Auch Fahrräder, Motorräder, Kinderwagen u. dgl. werden als Reisegepäck angenommen, jedoch nut der Einschränkung, daß sich diese Gegenstände zur Beförderung im Gepäckwagen eignen und zum eigenen Gebrauch des Ausgebers dienen. Verboten ist, gefährliche Gegenstände als Reisegepäck aufzugeben: aus Motorrädern muß der Betriebsstoff vorher völlig abgelassen fein. Das Reisegepäck wird bei der Gepäckabfertigung gegen Zahlung der Gepäckfracht angenommen. Empfehlenswert ist, in die einzelnen Gepäckstücke einen Zettel mit der genauen Adresse des Aufgebers zu legen.
** Der Ferien -Sonderzug Kassel — Basel, der in der Nacht vom 2. zum 3. Juli verkehren sollte (Gießen nb 1.14 Uhr vormittags), fällt wegen zu schwacher Beteiligung aus. Reisende mit bereits gelösten Karten können auf den ebenfalls in der kommenden Nacht verkehrenden Ferien-Sonderzug Hamburg—Basel (Gießen ab 2.14 Uhr vormittags) übergehen.
** Personalie. Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten ist der leitende Arzt der Heilstätte für Nervenkranke in Gießen, Medizinalrat Dr. Albert Wagner, am 1.Juli in den Ruhestand getreten.
** Der neue Straßensprengwagen- thp, der heute vormittag in den Hauptstraßen der Stadt erschien und dort von der Firma Auto- Schneider vor zahlreichen KomunalPolitikern in der Arbeit gezeigt wurde, bereitete ftaunenere- gende Überraschungen. Allgemein hörte man nur lobende Stimmen über dieses Erzeugnis unserer Industrie. Wir werden morgen auf das Ereignis noch zurückkommen.
** Kinderfahrscheine auf der Stra- B e n b a f) n. Von heute ab gibt die Straßenbahn ’ür Kinder vom 6 bis 14. Lebensjahr Fahrscheine V.i ermäßigtem Preise aus. Diese Kinder zahlen jetzt 'ür die ganze Strecke 10 Pf. Kinder bis zu sechs wahren haben in Begleitung Erwachsener freie Hahrt.
** D ie evangelische Bundesfeier rm Sonntag in der Turnhalle dürste, so schreibt man uns, eine tiefwiriende DarsteUung deutscher
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tung hat für den Hauvtsesttag am nächsten Sonntag Sonderzüge eingelegt.
Starkenburg.
Geh. Raf Roack f.
Darmstadt, l.Juli. Hochbetagt ist hier Geh. Rcgierungsrat August Noack gestorben, der als Leiter der Zentralstelle für die Gewerbe jahrzehntelang im Mittelpunkt des Gewerbewesens in Ajeffen stand. Er ist während feiner Amtstätigkeit mit großer Tatkraft für die Forderungen der verschiedenen Zweige des Handwerks und des Ge- werbes eingetreten. Besonders viel verdankt ihm das gewerbliche Unterrichtswesen und das Kunstgewerbe. Er entstammte einer alten Darinstädter Familie, in oer künstlerische Interessen Tradition waren: er selbst war ursprünglich Architekt. Während mehrerer Landtagcperioden gehörte Noack als Hospitant der ytationalliberalcn Partei dem Hessischen Landtag an, in dem er einen Darmstädter Wahlkreis vertrat und sicl) hier hauptsächlich Verwaltungsfragen widmete. Seit 1911 zog er sich aus dem' politischen Leben zuruck. Kurze Zeit nach dem Weltkrieg trat Geh. Rat Noack in den Ruhestand. Diele Jahre lang war der Verstorbene auch Dorsitzender des Verbandes deutscher Gewerbevereine.
Preußen.
Kreis Weülar.
kz. Wetzlar, 2. Juli. Gestern abend kehrte Otto Hedrich von hier, Sohn des Kaufmanns Karl Hedrich, ausderrussischenKriegs- g e f a n g e n s ch a f t, in die er anfangs des Krieges geraten war. zurück. Von amtlicher Seite war er in der langen Zeit der Gefangenschaft als tot gemeldet worden, bis wieder ein Lebenszeichen von dem Gefangenen aus Sibirien ankam. Dann vergingen wiederum Jahre, bis vor einigen Wochen durch Funk pruch seitens des deutschen Konsulats an die Eltern des Verschollenen gemeldet wurde, daß er noch lebe, und seine Heimreise bevorstehe. Rachdem vor einigen Tagen seine Ankunft in Berlin gemeldet war, kehrte er gestern abend nach überaus herzlichem Empfang zu seinen Eltern und Geschwistern zurück.
Maingau.
WSR. Frankfurt a.M., l.Juli. In der vergangenen Rächt gegen »/,,2 Llhr entstand in der Fabrqasse eine große Schlägerei. Das älele f l k n ck ndo mu't alarmiert werden, da die an der Schlägerei Beteiligten gegen die einschreitenden Polizeibeamteir tätlich vorgingen — Gestern abend gegen 728 älhr stieß im Stadtteil Oberrad an der Mühloergschule ein La st kra f t- wagen mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Die Plattform des Motorwagens der Straßenbahn wurde eingedrückt, und der Wagenführer schwer verletzt, so daß er ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Auch der Wagenführer des Autos und sein Begleiter wurden verletzt. Die Schuldfrage konnte noch nicht geklärt werden.
u«i uud ^genannte extraphramidale System und den toten Kern unter der Dierhügelregion.
Die Felder für die Gnosien und Prärien nehmen aber nur den llein'ren Teil der Gehirnrinde ein, der übrige Teil dient offenbar den Assoziationen und den höheren geistigen Funktionen. Eine besondere Rolle spielt hier noch das Stimßim, dessen Größe und feinerer Ausbau mit der Intelligenz des Individuums wächst.
Aus den physiologischen älntersuchungen ergibt sich der zwingende Schluß, daß die geistige Tätigkeit an die Materie, freilich eine ganz besondere Materie, geknüpft ist, Körper und Geist, Leib und Seele sind eins und nur der Ausdruck verschiedener spezifischer Differen- zierrmg der lebenden Substanz.
Der Redner hob noch besonders hervor, daß es ihm fern liege, einem öden Materialismus das Wort zu reden, er sehe vielmehr in der ganzen Ratur nur höchsten Geist und Verstand, aber schon der Entdecker des Gesetzes von der Erhaltung der Kraft, I. R. Mayer, habe ausgerufen: Es gibt keine immateriellen Materien! Man werde es auch in der Erklärung der geistigen Tätigkeit mit Goethe halten müssen, der es einmal aussprach: Der Mensch muß bei dem Glauben verharren, daß das Unbegreifliche begreiflich sei, er würde sonst nicht forschen.
Zum Schlüsse verlas der Rektor die Chronik der Landesuniversität und gab das Ergebnis der für 1925/26 gestellten Preisaufgaben bekannt. Don den Ausgaben sind zwei bearbeitet worden. Die Veterinär-medizinische Fakultät hatte als Preisaufgabe das Thema gestellt: «Zur Kenntnis der Rosenstockbrüche an Geweihen". Bearbeiter war Assistent Paul E b e r w e i n. Die bearbeitete Aufgabe der 1. Abteilung der Philosophischen Fakultät aus der romanischen Philologie lautete: „England und die Engländer im Urteil Honorö de Balzac". Bearbeiter war cand. Phil. Theo S a d e ck. Beide Arbeiten wurden von den Fakultäten des vollen Preises würdig erachtet. Den Diezpreis erhielt Frl. Dr. Phil. E. K r e- bei auf Grund einer Arbeit „Hundert französische Schlagworte und Modewörter"".
Der Akademische Gesangverein leitete mit dem Schlußchvr aus „Elias" von Mendelssohn über zu dem von der Militärkapelle gespielten Marsch aus Rolands Musik „Fridericus Rex" von Grawert, unter dessen Klängen der Lehrkörper den Festraum verließ.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Reichsbund der Zivildienstberechtigten, 81/- Tlhr, „Stadt Lich": Monatsversammlung.
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