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Die Einheimischen Hollen n Ligakämpen zur Stelle. > entwickelte sich ein Ichneb Was der Gegner an Tech- en die Vereinigten durch Gießen zu feinem W Hauptsache an der Nerooll» len aussichtsreichen Schuß- fehlten, darüber ober ba- aehrte Gießens GrsaM« , eber Gäste ab. 9M dem ! «Ul 2ii Minuten nach einen Eckball, der gut ge- ^uernd im Angnst^ iM^nMnchen^is^ Z«.«z a?mar Der reich war.
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Der dritte Schutz
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Kriminalroman von
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1. Fortsetzung.
„Mir geht es brauche niemanden.
Der Diener ließ
Nachdruck wieder ganz Sie nur!"
Erst nach zehn Minuten klingelte Portier kam mit der Polizei.
Eifer und die Ausdauer der Loll konnte ihrem eingespielten Gegner chelhafte Resultat abirvtzen.
weich war, aber trotzdem Me technisch reifere Mannschaft darstellte.
Sports. Heuchelheim SchiU« — Lollar Schüler 0:0.
Auch in diesem Treffen waren die Drifte den Einheimischen in Ballbehandlung, Zuspiel und Körperkraft überlegen. Lediglich der ungeheure
Erster Teil.
I.
Während der Zug in unvermindertem Tempo durch Deutz fuhr, überlas Kramer noch einmal den Brief des alten Freundes. Er schloß mit den Worten:
„. . . Alles in allem: entschließe Dich, herzukommen'. Das Wetter ist prächtig, die Jahreszeit zur Ausspannung geeignet und Grete und ich haben Sehnsucht nach Dir. Und Du hast die Erholung verdammt nötig — nach dem. was die Zeitungen über Deine Arbeit im Erbschaftsprozeß Branislav melden.
Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.
i, Ein recht große- WagniS unternahm die in der zweiten Klasse spielende erste Mannschaft deS Turn- und Sportvereins Fronhausen, als sie sich am Sonntag die bekannte gute Collar et erste Mannschaft zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtete. Dis Halbzeit führte Lollar bereits mit 5 Toren denen Fronhaulen mit einem Tor gegenüberstand. Rach demWechlel blieben die Lollarcr erfolglos, während die Fron- Häuser zum zweitenmal erfolgreich sein tonnten. Das Resultat läßt sich in Anbetracht deS Klassen-
Handball.
Köln — wehlar, Stadtmannschaslen, 7:4 (2:1). Sladionmannschasi Wetzlar — 2Hto. Gießen 1. 2:1.
h. Ein Großkampitag im Handballsport. Er brachte die erste zahlenmäßig glatte Riederlage der Wetzlarer Stadtvertretung, und diese — um es gleich vorweg zu nehmen — entsprach nicht bem eigentlichen Verlauf und dem Können der Elf. In grünweiher Tracht betrat kurz nach 4 Uhr die Kölner Dertretung das Stadion, dem Wetzlar in Schwarzrot folgte. Inzwischen hatten sich zirka 600 bis ZOO Zuschauer eingefunden, als Beigeordneter Rektor Richard die Kölner namens der Stadt begrüßte. Dei kühler, aber trockener Witterung begann der große Kampf unter der Leitung des Frankfurter Spielwarles Dutinö. Wie zu Beginn, so verlief auch das ganze Spiel in gleichmäßiger Verteilung und Spielfeldbeherrschung beiderseits. An technischen Feinheiten zeigt Wetzlar eine Kleinigkeit mehr. Aber Köln (mt einen ausgezeichneten Mittelstürmer, Stielau (Polizei Köln), wie wir ihn in unserer Gegend noch nicht sahen. Einheitlichere Angriffe von Wehlar werden vor dem Tor zu eng gespielt. Kölns Mittelstürmer macht seinen ersten Alleingang: 1:0. Wetzlars R. A. erhält freistehend eine Dorlage und verwandelt sicher. Roch vor dem Wechsel nimmt sich Köln erneut die Führung mit 2:1. Und nun kommen nach der Halbzeit eine Serie von Alleingängen des glänzenden Kölner M. St., die binnen kurzem das Torverhältnis zu Gunsten der Gäste auf 6:1 schrauben. Diese Serie von Torschüssen sind die Folge taktisch falscher Verteidigung Wetzlars, zunächst in der Stellung (gestaffelt!), und dann wurde nicht gesperrt. Während Kölns Verteidigung an Abseitslinie und Schußkreis klebt und sperrt. Trotzdem täuscht Voß gut und schießt nacheinander 6:2 und mit gleichem Abstand hinter Köln 7:3. Wie das erste Tor für W. der R. A schoß, so auch das letzte. Mit dem hohen Tor- segen von 7:4 für Köln endete der spannende Kampf, in dem der Unparteiische Dutine mit einer hier noch nie gesehenen, ganz ausgezeichneten schiedsrichterlichen Leistung der beste Mann auf dem Platze war.
Unterschieds seben. .
Zwei ungleiche Gegner trafen sich tm Spiet Saubringen 1. — Gießen 2. Das Spiel wurd- von Gießen überlegen durchgeführt Saubringen fiel in der zweiten Halbzeit mehr und mehr ab. wurde fast ganz in seiner Spielhalfte festgehalten und mußte beim Schlußpfiff ein empfindliches 7:1-Resultat anerkennen.
Der Turn- und Sportverein W i e f e d war mit drei Mannschaften unterwegs, die sämtlich geschlagen heimkehrten. Sie Zweite spielte gegen die ausgezeichnete Zweite Ma16urg8 und wurde 7:2 abgefertigt. Sie erste Jugend- mannschaft, die sich seither gut gehalten hatte, nahm eine Umstellung der Mannschaft vor, die sich nicht bewährte. Sie muhte sich nach " überlegen durchgeführten Spiel von der Marburger Jugend eine 3:2-Riederlage auf- zwingen lassen. Auch die zweite Jugend konnte gegen die Raunheimer zweite Jugend keine Lorbeeren ernten, sie muhte sich nach einem flotten Spiel beim Stande 2:1 als die Besiegten
Und ganz unter uns: Ich persönlich habe meinen eigenen Grund, der mich wünschen läßt. Dich in der nächsten Zeit in meiner Nähe zu haben. Doch davon mündlich. —
Schreib uns, wann Du kommst, dann hole ich Dich am Kölner Hauptbahnhof ab.
Dein alter Brentheim.
Godesberg, Villa Grete."
Die Fahrgäste standen auf und suchten ihre Sachen zusammen. Der Zug donnerte über die große Rheinbrücke. Links drehte sich der Kölner Dom vorbei — eine gewaltige düstere Verzückung inmitten der glühenden Junisonne.
„Köln, Hauptbahnhof T
Kramer beugte sich aus dem Fenster und erblickte Brentheim, der ruhig im Treiben der Reisenden, Bahnbeamten und Gepäckträger stand, sie alle mit feinem harten männlichen Greisen köpf überragend. —
„Brencheim!"
„Kramer!"
Der Alte schloß den Rechtsanwalt in die Arme. Dann schritten sie aus der Halle und zum Rhein hinunter. Und während die elektrische Uferbahn sie nach Bonn führte, musterten sich die Freunde genauer.
Kramer fand im Gesicht des Kommissars einen Zug von Müdigkeit und Abgespanntheit, der ihm fremd war.
Er fragte vorsichtig: „Na — wie lebt ihr hier?" „Großartig!" sagte der 2Hte lächelnd. „Das kleine Haus, das ich mir habe bauen lassen und zu Ehren meines Pflegetöchterchens Villa Grete genannt habe, liegt fünfzig Schritte vom Ufer entfernt in einem herrlichen Garten. Obstbäume und Sträucher stehen so dicht um das Häuschen herum, daß du es von der Landstraße aus kaum stehst. Es wird dir schon gefallen bei uns!"
„Wie geht es ®rete?"
„Sehr gut. Sie ist ein großes Mädel geworden." „So hübsch, wie sie zu werden versprach?"
„Ja", sagte Brentheim nur. Und dem aufmerksamen Auge Kramers entging nicht, daß es wie leiser Unmut über sein Gesicht zuckte.
In Bonn bestiegen sie die Kleinbahn nach Mehlem und waren in kurzer Zeit in Godesberg. Sie wanderten durch den hellen Sonnenschein die sanfte
Handball hn ffiau Hetzen (D. I.)
2. Stäbtemanntoaft wehlar — wtv. Gießen 2,1 (0:0).
Q Km vergangenen Sonntag weilte die erste Mannschaft des Mtv. Gießen in Wetzlar, um an Stadion auf der .Spilburg" ein Gesellschaftsspiel gegen die 2. Auswahlmannschaft der Stadt Wetzlar auSzutragen. Beiderseits wurden recht be- achtenswerie Leistungen gezeigt Wetzlar findet in Wtv. Gießen einen ebenbürtigen Gegner. Mit 0: 0 werden die Seiten gewechselt. Rach der Pause tonn Mw. Dießen in Führung gehen: da» geworfene Tor bildet den 2lbschluh eines schön angelegten Angriffes. Durch einen 13-Meter-Dall zieht Wetzlar gleich. Kurz vor Schluß ist Wetzlar nochmals erfolgreich, da Gießens Tormann durch unglückliche Wwehr den Ball ins eigne Tor lenkt. So ist Wetzlar mit 2:1 Sieger.
Turnverein Heuchelheim — To. wehlar Jugend 1:8 (0:3).
ch Vorstehendes Ergebnis brachte das Freund- fchaftshandballsptel. Zum ersten Male spielen die Turner Heuchelheims zu Hause gegen eine auswärtige Mannschaft. Beide Mannschaften ftnd noch Reuftnge, denen es an Erfahrung mangelt, doch ersetzen dte Gegner sie durch Gifer und Hingabe. Wetzlar ist überlegen, trotzdem wird Heuchelheim nie gänzlich überspielt. Als geradezu mustergültig ist die ruhige und schöne (faire) Dpielweise der Reulinge zu bezeichnen. Turner Slawitzky vom Mw. Gießen leitete das Spiel mit Umsicht.
Tennis.
StSdtewettsviel des Gießener Tennis-Club 1922— Wetzlarer Tennis-Club 1912. 18:2.
Vergangenen Sonntag hatte die Turniermannschaft des Gießener Tennis-Clubs die Wetzlarer zu einem Turnier auf ihren Waldplähen verpflichtet.
Gießen konnte auch an diesem Sonntag einen glatten Sieg verzeichnen. Gespielt wurden insgesamt 20 Spiele, von denen Gießen 18 gewann und 2 an Wetzlar fielen.
Zahlreiche, äußerst spannende Spiele, die oft nur durch Dreisahkämpfe entschieden werden konnten, hielten die Zuschauer in Spannung.
Ser GL.C. war durch Absagen seines besten Spielers Sr. Fische r, sowie weiterer guter Spieler, wie H. Müller, W. Roll und H. Bock gezwungen, die unteren Stellen mit Ersatz der zweiten Mannschaft zu besetzen. Auch der Wetzlarer Club war durch Fehlen ihrer an erster Stelle spielenden Same benachteiligt.
Sie Sameneinzelspiele wurden bis auf ein Spiel von Gießen gewonnen. Sie langjährige und turniererfahrene Spielerin Frl. Ke m p f gewann gegen Frau Winkelmann mühelos. Frau Werner, die infolge starker Erkältung indisponiert war, und daher unter ihrer sonst so guten Form spielte, gelang trotzdem noch, den Sieg in drei Sähen an sich zu reihen. Frau Sr. Süttmann und Frl. H. Wagner, die ihr erstes Turnier spielten hielten sich sehr tapfer. Erstere verlor im Dreisatzkampf. Letztere gewann nach zähem Ringen.
Sie Herreneinzelspiele konnte der Gießener Club bis auf einen Punkt gewinnen. Ser in diesem Jahr sehr spielstarke Walter Kirchner, welcher für Sr. Fischer an erste Stelle eintreten muhte,, gewann in schönem überzeugendem Stil. Auch Minz, der durch sein stets richtig angewandtes und imponierendes Flugballspiel besonders auffiel, siegte überlegen gegen seinen sehr schön spielenden Partner Courtin. Hamann, Sr. Dönges und v. Gr o o t e, welche gegen Dr. Koch, Dersch und K. K o ch antraten, ließen sich den Sieg nicht nehmen. S c r i b a verlor im Dreisatzkampf gegen Oramas, hauptsächlich wohl infolge nicht genügenden Trainings. Dr. Schopper und Cellarius siegten ebenfalls, ersterer leicht, letzterer in drei Sätzen.
Die Herren- sowie die gewünschten Doppelspiele konnten alle von Giehen, zeitweise nach sehr hartem Ringen gewonnen werden. — Die einzelnen Spielergebnisse sind folgende:
Damen-Einzel: Frl. Kempf — Fr. Winkelmann 6:2, 6:1. Fr. Werner — Frl. März- Häuser 6:4 6:8, 6:3. Fr. Sr. Süttmann — Frl. Avel 2:6, 6:3, 3:6. Frl. Wagner — Frl. Reul 72 6:2. Herren-Einzel: Kirchner — Sr. Rau 62, 6:2. Minz — Courtin 6:3, 61. Hamann — Sr. Koch 6:3, 6:3. Sr. Dönges — Bersch 6:3. 4:6, 9:7. Sr. Schopper — Sr. Pfeiffer 6:1, 6:3. v. Groote — K. Koch 6:3, 6:3. Cellarius —
„Sehr verehrter Herr Kommissar!
Ich freue mich, daß mein Uppercut aus dem Berliner List Ihnen nicht geschadet hat. Sie sehen für Ihr Alter beneidenswert frisch aus. Immerhin hasse ich, daß ich Sie bei unserem nächsten Wiedersehen im wohlverdienten Ruhestand antreffen werde, den Ihnen von Herzen gönnt
Ihr Racoszy."
— Abermals ein paar Monate daraus, an einem strahlenden Frühlingsmorgen, an dem eine sanfte Brise die Maste der Schiffe im Kopenhagener Hafen schaukeln ließ, rannte vor dem kleinen Hotel Kos- mopolite unweit des KongensNytorv Brentheim heftig mit einem zinnoberroten Briefträger zusammen, den er innig in feine Arme schloß und gar nicht mehr loslassen wollte.
Dazu schrie er mit dröhnender Stimme: „God Dag, Herr Baron Racoszy!" —
Politiken brachte als erste die Neuigkeit:
„Racoszy er arrefteret!"
Und am nächsten Morgen ging es durch ganzen europäischen Zeitungswald:
„Racoszv ist verhaftet!" —
Er wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus urteilt. — Nach dem Spruch sagte er zu Brentheim, in liebenswürdigem Ton, doch mit gefährlich blitzenden Augen: «Lassen Sie sich nun pensionieren?"
„Ja — nun lasse ich mich pensionieren!"
„Sie wisien, daß ich Ihnen die Ruhe von Herzen gegönnt hätte. Aber jetzt, nachdem Sie so ungeschickt gewesen waren, in meine Dispositionen einzugreifen, fürchte ich, werde ich meinerseits so taktlos sein müssen, in Ihren Ruhestand hinein Ihnen meine Gegenrechnung präsentieren zu müssen!"
3. Evangelischer Frauentag Deutschlands.
• Darmstadt, 3L 2Bal
Der evangelische DvlkSabend am Sonntag, von einer tausendköpfigen Menge besucht, wurde mit eftrer kurzen Begrüßung der stellvertretenden Vorsitzenden, Frau Reichstagsabae- ordneten Müller-Otfried einaeleitet, die in den Wunsch auSllang: Frauen, heraus zum DienstI Die erste Ansprache von Frau Hummel (Altenburg) zeigte den engen Zusammenhang zwischen Familiennot und DolkSnot. Wohnungsnot, Mütterarbeit, sittliche Verwahrlosung, un- religiöse Erziehung sind nicht nur Röte der Einzelnen, sondern des ganzen Volles. AIS zweiter Vortragender warb Pfarrer Tönjes (Witzenhausen a. Werra) für die deutsch-evangelische Auswandererhilse, Auslandsgrüße wurden überbracht von Frau Lajus auS Reval und Srau Schülleres aus Hermannstadt, die lebhaftes Echo weckten. .Wir haben zu loben und zu danken! Wir wissen, daß ein Reues unter und anaesangen hat. Wir fassen unsere Hände und geloben: Es soll weiter wachsen r Mit diesen Worten schloß Frau von Tiling diesen erfolgreichen ersten Tag.
2 Tag.
In der dichtbesetzten FestHalle der Hochschule fand die Tagung am Montag ihre auf die eigen! lichc Arbeit eingestellte Fortsetzung. Der Prälat der hessischen Landeskirche D. Dr. Diehl hielt die Andacht über 2. Kor. 4. Die Rot unserer Tage ist uns von Gott auferlegt, seine Herrisch- feit zu offenbaren. Von dieser Erkenntnis allein kommt die Kraft des Tragens, die uns schaffen läßt. „Hilf uns aus aller Rot", klang eS tote ein Gebet durch die Versammlung.
Mit programmatischen Worten leitete die Vorsitzende Oberin von Tiling zu den Vorträgen über: „ES geht darum, daß wir die Grundlage finden, die sozialen Röte, die uns als Frauen bewegen, von anderen Grundlagen aus als im 13. und 19. Jahrhundert zu behandeln Das ist das Ziel der Tagung, daß wir evangel. Frauen aus allen Verbänden gemeinsame Richtlinien des Denkens und der Arbeit schaffen, wenn wir an die Fragen der Gesetzgebung herantreten. Wir müssen uns darüber einig sein, daß Frauentum heute anders beurteilt werden muß, als es seither geschah, nämlich vom Schöpferwillen Got-
Biegung des Ufers entlang, durch freundliche Anlagen und Gärten.
„Wie lange willst du hier bleiben?"
„Acht Tage, denke id)/
„Warum nicht länger?"
„Ich habe in Berlin viel Arbeit zurückgelafsen."
„Nun — wir werden sehen!" sagte Brentheim. „Vielleicht gibt es auch hier etwas von der Art für dich."
„Wieso meinst du?"
Der Kommissar a. D. antwortete nicht, sondern stellte die Gegenfrage: „Wirst du nicht zu ermüdet sein von der Reise, um heute gleich nach Tisch eine Dampferfahrt nach Königswinter hinüber zu machen?"
„Aber nein — ich freue mich \etyc darauf!" —
An einer Biegung des Weges wurde eine An zahl langhaariger junger Leute sichtbar, die auf Feldstühlen vor Staffeleien und über Skizzenbüchern saßen und eifrig arbeiteten. Sie grüßten den Kommisiar ehrerbietig, als die beiden vorüberschritten.
Brencheim dankte und überflog die Schar mit einem juchenden Blick. Wie unmutig wandte er sich ab.
.Das ist ja eine ganze Kolonie!" bemerkte Kramer lachend.
„Ja — ein Professor Oelscher ist vor einem Vierteljahr hier aufgetaucht, hat eine Malschule mit macht, die sich regen Zuspruchs erfreut. Sie wohnen alle nicht wett von mir. — Das Ist er selbst!" setzte er hinzu und wies auf einen schlanken, schwarz haarigen Mann mit einem Spitzbart, der durch einen schiefsitzenden Klemmer hindurch in einem Buche las. während er sich an einen Baurn lehnte.
„Tag, Herr Professor!"
Oelscher fuhr auf, begrüßte ben Kommissar und ließ sich Kramer oorstellen.
„Nun — sind Sie zufrieden mit Ihrer Horde?' fragte der Alte
„Zum Dell!" sagte Oelscher, der beim Lächeln den schlechten Zustand seiner Zähne entbkößte. „Ein paar Talente sind schon darunter."
„Ich sehe aber nicht alle beisammen!" — Brent bet in blickte wieder suchend auf die Gruppe der Zeichnenden zurück.
„Nein!" sagte der Professor. „Sie sitzen überall verstreut am Ufer entlang. — Fon' ' folgt)
Die Beamten betraten bedächtig das Zimmer, in dem der Dienstmann eben mit einem schweren Seufzer erwachte.
„5m Namen des Gesetzes —" begann der Wachtmeister, um, den Dienjtmcinn verblüfft anstarrend, zu schließen: „Der Herr Kommissar!"
„Der Herr Kommisiar!" wiederholte die staunende Gruppe der Polizisten im Chorus.
Brencheim sprang mit einem Satz auf die Beine.
„Wo ist Racoszy?"
Der Diener trat mit verwirrter Miene aus der
Tür des Nebenzimmers.
.Der Herr Baron scheint ausaegangen zu sein, während ich hier im Zimmer bei Ihnen war." „Ausgegangen?" schrie Brentheim, rot vor Wut. Der Diener ftammelte: „Er wird wohl gleich wiederkommen!"
.Davon bin ich fest überzeugt!" sagte der Kom- missar, indem er den Diener anstarrte. —
Immerhin fand er hn Schreibtisch und in raffinierten Verstecken der Wohnung Material genug, das ihn brennend interessierte und die Grundlaae des Prozesses gegen die Bande bildete, deren Rädels- führer entwischt war — nachdem er den Dienst- mann, der sich ihm so bereitwillig zur Verfügung gestellt hatte, als seinen gefährlichsten Verfolger erkannt und niedergeschlagen hatte.
Ein paar Monate später verplauderte Brentheim im Wartesaal auf dem Bahnhof Schneidemühl eme angenehme halbe Stunde mit einem jungen, blonden, bebrillten Seminaristen, der nach Lötzen zu seinen Ettern wollte. , ,
, Als der Kommisiar wieder allem tm Zuge nach ’ Berlin sah und zufällig in die Tasche griff, fand er ein Blatt Papier, auf dem er zu feiner grenzenlosen Verdutztheit las:
5tz. 62. 3». Q>emiT<»te*$>oppei. xempi unb Minz — Abel und St 5km 6:3, 6:1. Werner xnb Kirchner — Winkel« an» «nü> Bersch 6:4 52. 6$. Dr. Süttmann unb Dr. Dönges — Heul und Dr. Pfeift er 6i0, 6L. Wagner unb Dr. Schopper — Mät^häuser »nb Dr. Stod) 8:lQj6:4. 6:4. Herren-Doppel: Kirchner unb Muiz — Dr. Rau unb Bersch 72 7L. Hamann unb Dr. Dönges — Eourttn unb Dr. Pfeifter 7S. 4:6. 6:1. Dr. Schmidt und Scriba — 5t Koch unb Dr. Koch 6:3, 7:5. Dr. Schopper unb Ä. Fischer — Winkelmann und Dr. Steinbock 2L, 6:3.
Rudern.
Mainzer Regatta.
Zur Mainzer Ruderregatta am 12. und 13. Juni sind durch 32 Vereine 147 Boote mit 832 Ruderern und Steuerleuten gemeldet worden. Köln, Trier, Gießen, Offenbach, Mainz, Mannheim, Frankfurt, Kastel, Worms entsenden chre Vereine. In den erstklassigen Rennen werden Mainzer R. V., Kölner E. f. W., Mannheimer R. D. Amicitta, Undine Offenbcuy a. W. n.a> zustnnmen- treffen.
Flugsport.
Beginn des Süddeutschland- fluges.
Der Süddeutschlandflug 1926 hat am Sonntag mit dem Anflug der zum Stört gemel- beten Flugzeuge begonnen. Bis 9 llhr abends waren 21 Flugzeuge eingetroffen, zwei mußten auf dem Wege zum Flugplatz Mannheim not landen. Dabei aing das Flugzeug des Aeromobil- baues in der Nähe von Worms zu Bruch Im Laufe des Nachmittaa» fanden auf dem Flugplatz Mannheim in Anwesenheit von 3000 Zuschauern Kunstflüge Katzensteins und Heinzes statt.
«w«hofster Schuß des Halbrechten kann der Gäste- Hüter nur noch hinter der Linie erreichen. Oberursel wird in der Abwehr unsicher. Zwei schöne Schüsse faallten an die Latte. Die aufgeregten Gießener Stürmer finden mehrmals nicht das vom Torhüter verlassene Gästetor. Die Läuferreihe von 1900 hat sich in bem hohen Gras verausgabt. Der Gegner kommt bi schönem Flachpaß wiederholt durch. Die Gäste erzielen mühelos ihr 2. Tor, kurz darauf durch etwas verspätetes Eingreifen des Torhüters den 3. Treffer. Bei Gießen gefielen Torwart Verleid!- get, Mittelläufer, Mittelstürmer und Halbrechts. Der Rechtsaußen zeigte leider nicht das gewohnte Könne». , .
Die L Jugend kämpfte in einem spannenden, ausgeglichenem Spiel die 1. Jugend des D. f• Kurhessen Marburg (Gaumeister) mit 3:2 nieder. 1900 kam diesesmal nicht so richtig in Schwuna. Technisch unb taktisch waren sie ihrem Gegner wohl über Dieser aber glich alles durch Eifer und Schnelligkeit aus. Die 2. Jugend der Sp. Dgg. 1900 über- f .hr mit nur 10 Mann spielend chre Gäste Haiger 1. Jugend 11A 3m Vorspiel am vergangenen Sonntag konnte Gießen 5:2 siegen.
Ä. f. B.
(-) Trotz später Absagen war es der 2. unb 3 Mannschaft noch gelungen, sich andere Gegner zu verpflichten. Während die Schüler, 3ugenb, 3a und Alte Herren, sich in Trainingsspielen erprobten, ruhte die Ligamannschaft auf den .Lorbeeren" des MinuS-vieges vom 2. Feiertag aus. —
Sie Zweite war nach Weilburg gefahren unb soll Der Dortigen Ersten ein taktisch unb technisch sehr gutes Spiel geliefert haben, das aber durch den Leichtsinn des Tormanns mit 4:6 verloren wurde. n
Sie Dritte hatte die Erste des hiesigen Ball- spieUlub 1920 aus ben Waldspvrtplah etngelaben unb errang einen einwandfreien 4:1-Sieg B E. war nur mit 10 Mann angetreten unb mußte sich schon bei Halbzeit 3:0 geschlagen bekennen. Der in guter Form befindliche Linksaußen der Platz- Mannschaft. Kreiling, schoß in kurzem Abstand zwei prächtige Tore. Tränker erhöhte auf drei. Rach der Pause war auch D. f. B. durch Ausscheiden Grünewalds, bei bem sich eine alte Verletzung wieder bemerkbar machte, gezwungen, ebenfalls mit 10 Mann zu spielen. Trotzdem gelang es Henkel ein t>i<?rte8 Tor zu schießen. Kurz vor Schluß sandte B. E. zum wohlverdienten Ehrentor ein. Lobenswert war die Ruhe unb Fairneß, mit der das Sp^l von beiden Seiten vurchgeführi wurde. D. C. gab ein Schulbeispiel von echtem Sporisaeist. als er einen vom Schiedsrichter (Overbeck, V.f.D.) gegen V. f B. diktierten Elfmeter freiwillig ver- schenkte, obgleich das Spiel bereits 2:0 ju feinen .Ungunften stand. Bei einer späteren umgekehrten Wiederholung wollte V.f.D. in punfto Ritterlichkeit nicht zurückstehen und zeigte sich ebenfalls von der noblen Seite. Die Mannschaft verdient für ihr bisheriges sehr gutes Abschneiden em Gesamtlob.
Heuchelheim.
5. v. 1920 Heuchelheim 1. — 3- L haiger 1. 4:0 abgebrochen.
Sie Mannschaften trafen sich zu einem Ge- sellschastsspiel. Haiger legte gleich mächtig los und machte der Hintermannschaft des Plahverems schwer zu schäften. Heuchelheim fand sich vorerst nicht, unb mußte stark verteidigen. Allmählich klappte es aber besser im Sturm und bald war auch das erste Tor fällig. Haiger versucht mit Gewalt auSzugleichen. Durch einen Fehler der Verteidigung von Haiger kann Heuchelheim sein zweites Tor und kurz darauf sein drittes Tor erzielen. Mit dem Stande von 3:0 ging es in die Pause. Rach Wiederbeginn briidte Heuchelheim weiter. Der linke Verteidiger Heuchelheims schied durch Verlegung aus. Haiger versuchte mit allen Mitteln zu Erfolgen zu kommen. Trotzdem konnte Heuchelheim durch seinen Mittelstürmer ein viertes Tor erzielen. Der Schiedsrichter verweist einen Spieler wegen rohen Spiels vom Felde, was dieser aber verweigert. Darauf pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab.
Lollar
Spiele. 1900 Gießen 3. 3gb. — Lollar 1. 3gb. 0:4 (0:3).
DaS Jugendtreffen obiger Mannschaften sah Lollar als verdienten Sieger, da sie ihre An-


