Einzelbild herunterladen

(5dlt 4

Oer Heffenftnmd

7kr. 3/1926

Helft dem Mittelstand!

Steuerliche Betastung der Konsumvereine.

Wir betrachten den gewerblichen Mittelstand als eine Hauptstütze eines jeden Staates Konsumvereine sind für uns deshalb kein Zdeal, trotzdem kann grundsätzlich gegen einen Zusammen­schluß von Konsumenten zum gemeinsamen Waren­bezug nichts eingewandt werden. Was wir aber bekämpfen, das ist die

steuerliche Bevorzugung

der Konsumvereine. Da die Konsumvereine im 3abre 1924 körperschaftssteuerfrei waren, so waren sie in Hessen auch frei von staatlicher und gemeindlicher Gewerbesteuer.

Wenn man bedenkt, daß die Körperschaftssteuern nicht nach dem Ertrag, sondern nach dem Umsatz erhoben wurden, bis zu 2 Prozent des Umsatzes ohne Gehälter, dazu je 1,6 Prozent Gewerbesteuerzuschlag des Staates und der Gemeinde, so ergibt sich, daß die Konsumvereine um 5,2 Prozent ihres Um sahes nach Abzug der Gehälter

steuerlich besser gestellt

waren, als der Einzelkaufmann.

Ein solches Unrecht darf nicht verewig werden, wie es die Sozialdemokratie gern möchte.

Gleiches Recht für Alle!

Hessen

Württemberg

28

55,6

28,3

37,2

macht Schluß

mit der

Steuernot

-lrf

Ulkt W!Ä m w Stimmt oDe mitJa

Ein interessanter Vergleich!

Es sind voranschlagmäßig vorgesehen in Millionen Marl

Oefizitwirtschast

und der

Verlag: Lest. Wirtschafts, und Ordnungsbloch HauptgcschästssteUe Darmstadt.

Druck: L.C. Wittich'sche Hofbuchdruckerci, Darmstadt.

Das heißt, es entfallen auf 100 Teile Reichssteuerüberweisungen

Preußen Württemberg Hessen an Landessieuern 85% 67% 101% Wir in Hessen haben deshalb den Ruhm, auch bei diesem Vergleich an der Spitze zu marschieren!

Wähler und Wählerinnen Schasst Wandei!

Stimmt mitLa"

Gin neues Lied nach einer alten Weise.

Es hatten drei Parteien

Ein fein Kollegium;

Es kreiste so fröhlich der Becher* In dem kleinen Kreise herum.

Sie knobelten um die Stellen

Das kommt wohl im Volksstaat vor Und hieben sich gegenseitig

Auch manchmal über das Ohr.

Und wurden sie mal nicht einig, Das bracht sie nicht aus der Ruh, Man schuf zu den alten Ämtern Dann eben neue hinzu.

Da Hub sich im törichten Volke Allmählich Genörgel und Neid;

Es könnt nicht die Weisheit begreifen Der selbstlosen Obrigkeit.

Es murrte von Vettern und Basen, Von parteilicher Korruption, Ja, von einer Luderwirtschaft Im Schoße der Koalition.

Noch kreiste der Knobelbecher,

Die Kasse aber war leer, Da hatten die treuen Gesellen Den alten Spaß nicht mehr.

Es keimte der Katzenjammer Im feinen Kollegium auf, Die Kosten der neuen Pfründen, Die wuchsen mit einmal zu Häuf.

Da Huben sie an zu knobeln, Wer all von dem neuen Ballast Am raschesten wieder verschwände Als überflüssiger Gast.

Am Ende lösten sie selber

Das fröhliche, traute Kolleg, Der Steuerzahler, der gab ihm Den Segen mit aus den Weg.

* NatürlichKnobelbecher"!

Preußen

Überweisungen an Reichssteuern 644 Einnahmen

aus Landessteuern 550

STEUERZAHLER

LLXÜle STIMMT MITJA