Bekanntmachung
B e tr.: Vo^-abstimmung am 5. Dezember 1926 über die Auflösung des 3. Hessischen Landtags.
Für die Volksabstimmung über die die Stadt Gießen mit Gemarkung Schis- senberg und Herrnwald in folgende Absenberg und Herrn wald in folgende Abstimmungsbezirke eingeteilt:
Alicestroße (Abstimmungsbezirk Nr. 18), Alter Rödgerweg (15), Am Kugelberg (14), Am Pfarrgarten (5), Am Steg (8), Am Weiher (8), An den Bahnhöfen (6), An der Iohanneskirche (18), An der Warte (10), Anneröder Weg (14), Asterweg (2), Auf der Bach (1), Auf der Weiß- erde (9), Aulweg (9), Bahnhofstraße (6), Bergstraße (11), Bismarckstraße (13), Bleichstraße (12), Brandgasse (16), Brandplatz (16), Brougasse (16), Bruchstraße (11), Buchnerstraße (8), Buddestroße (7), Bückingstraße (4), Burggraben (1), Cred- nerstraße (8), Dammstraße (2), Diezstraße (16), Doeringstroße (14), Dreihäusergosse (16), Ebelstraße (9), Ederstraße (2), In den Eichgärten (13), Eichwea (13), Erd- kauterweg (9), Erlenaasse (16), Frankfurter Straße (7), Friedrichstraße (7), Gabelsbergerstraße (5), Gaffkystraße (8), Gartenstraße (11), Georg-Philipp-Gail- Straße (13), Glaubrechtstroße (8), Gnauth- straße (12), Goethestraße (12), Grabenstraße (6), Gutenbergstraße (13), Hamm- stcaße (5), An der Hardt (3), Henselstraße (12), Hestenstraße (13), Hinter den Schießgärten (3), Hillebrandstraße (8), Hofmannstroße (8), Hundsgasse (1), Jheringstraße (11), Im Gartfeld (2), Iohannesstraße (18), Kaiserallee (15), Kanzleiberg (16), Kaplaneigasse (16), Ka- plonsgasse (18), Katharinengusse (18), Keplechroße (13), Kirchenplatz (1), Kirch- straße (1), Kiinikstraße (8), Kornblumengasse (5), Kreuzplatz (17), Krofdorfer Straße (3), Lahnstraße (5), Londgrafen- straße (16), Landgrof-Philipp-Platz (16), Landmonnstraße (13), Leihgesterner Weg mit Bergwerk (9), Lessingstraße (12), Licher Straße (14), Liebigstrahe (9), Lindengasse (1), Lindenplatz (1), In Löbers Hof (5), Löberstraße (11), Löwengasse (17), Lonystraße (12), Ludwigsplatz (10), Ludwigstraße (10), Mäusburg (17), Maigasse (17), Marburger Straße (4), Marktlaubenstraße (16), Marktplatz (1), Marktstraße (1), Mittelweg (8), Moltkestraße (15), Mühlstraße (5), Kleine Mühlgasse (5), Nahrungsberg (13), Neuen Bäue (16), Neuenweg (18), Neustadt (5), Nordanlage (3), Ostanlage (15), Blockstraße (18), Am Riegelpfad (10), Rittergosse (17), Rod- Heimer Straße (3), Am Rodberg (4), Roonstraße (14), Sandgasse (5), Schanzenstraße (5), Schiffenberg mit Herrnwald (13), Schiffenberger Weg (13), Schillerst roße (2), Schloßgosse (16), Schottstroße (3), Schützenstraße (3), Schulstraße (16), Seltersweg (17), Senckenbergftraße (16), Sonnenstraße (16), Steinstraße (4), Großer Steinweg (14), Stephanstraße (11), Südanlage (18), Teufelslustgärtchen (17), Tiefenweg (5), Trillergasse (16), Wagen- gasse (16), Walltorstroße (1), Wartweg (9), Weidengasse (16), Weserstraße (2), Westanlage (6), Hinter der Westanlage (6), Wettergasse (17), Wetzlarer Weg (8), Wetzsteingasse (1), Wetzsteinstraße (1), Wiesecker Weg (4), Wiesenstraße (15), Wil- Helmstraße (10), Wilsonstraße (11), Wiß- marer Straße (3), Wolsstraße (13), Wolkengasse (17), Zozelsgasse (1), Verbindungsstraße — Kaiserallee — Licher Str. — oberhalb der Landmannstraße (13).
Für Abstimmungsbezirk:
1 befindet sich der Abstimmungsraum im <2llten Rathaus, Marktplatz 14, Trau- , ungssaal: Abstimmungsvorsteher: Stu- dicnrat Heinrich Heymann; Stelloer- • treier: Weißbindermeister Karl Rau;
2 in der Höheren Mädchenschule, Nord- f anlage 14, Schulsaal Nr. 48; Abstimmungsoorsteher: Stadtoerordn. Schreinermeister Georg Haubach; Stellvertreter: Iustizinspektor Karl Link;
3 im Gfwerbehaus, Kirchstraße 16 — Saal 'la —; Abstimmungsoorsteher: Verwaltungsinspekior Karl Reitz; Stellvertreter: Eisenbahnobersekretär Hans Althaus;
4 im Schulhaus Schillerstraße 8 — Turnhalle —; Abstimmungsvorsteher: Lehrer Georg Kling; Stellvertreter: Oekonom Heinrich Gottmann;
5 in der Stadtknabenschule, Nordanlage 8 — Lehrerzimmer —; Abstimmungs- vorstcher: Kaufmann Ernst Krause; Stellvertreter: Kaufmann Edgar Borr- mann;
6 im Schulhaus Westanlage 43, Schulsaal im Erdgeschoß; Abstimmungsvorsteher: Hausverwalter I. Loh; Stell- Vertreter: Verwaltungssekretär Artur Weirich;
7 in der Alten Klinik, Liebigstraße 16 — Zimmer Nr. 18, Eingang Hauptportal, links —; Abstimmungsvorsteher: Stadtbauoberinspektor Peter Grobe; Stellvertreter: Kaufmann Karl Seibel;
8 in der Alten Klinik, Liebigstraße 16 — Zimmer Nr. 15, Eingang linker Flügel —, Abstimmungsvorsteher: Kauf- •mann Ad. Sudheimer; Stellvertreter: Lokomotivführer Emil Niederhausen;
9 in der Alten Klinik, Liebigstraße 16 — Zimmer Nr. 10, Eingang Hauptportal, rechts; Abstimmungsvorsteher: Kaufmann Siegmund Fuld; Stellvertreter: Studienrat Prof. Otto Weißgerber;
10 im Realgymnasium, Ludwigstraße 11 — Turnhalle; Abstimmungsvorsteher: Reallehrer Ludwig Hebermehl; Stellvertreter: Kaufmann Ludwig Lembke;
11 im Stadthaus Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 6 —; Abstimmungsvorsteher: Stadtbauinspektor Heinrich Höhn; Stellvertr.: Architekt Gustav Hamann;
12 im Gymnasium, Südanlage 6, Erdgeschoß; Abstimmungsvorsteyer: Landge- richtsregistrator Ernst Rumpf; Stellvertreter: Kaufmann Jakov Heilbronner;
13 in der Oberrealschule, Stephanstraße 12 — Schulsaal Nr. 21; Abstimmungs
oorsteher: Stadtverordneter Rektor H. I Schmidt; Stellvertreter: Stadtverordneter Geschäftsführer Herrn. Kirchner;
14 im Israelitischen Gemeindehaus, Lonystraße 4; Abstimmungsoorsteher: Der- waltungsoberinspektor Georg Pairan; Stellvertreter: Stadtverordneter Der- mittler Josef Maier;
15 im Justizgebäude, Ostanloge 15 — Saal Nr. 18, im Erdgeschoß, Eingang Südseite —; Abstimmungsvorsteher: Stadtverordneter Apotheker Theodor Schwieder; Stellvertreter: Kaufmann Ludwig Gravelius;
16 im Regierungsgebäude, Landgraf-Phi- lipp-Platz 3 — Sitzungssaal —; Ab- stimmungsoorsteher: Verwalter Wilh. Riebel; Stellvertreter: Univ.-Derwal- tungsoberinspektor Theodor Keßler;
17 im Hotel Prinz Carl, Seltersweg 40 — Hinteres Sälchen —; Abstimmungs- Vorsteher: Kaufmann Otto Georg; Stellvertreter: Kaufmann Karl Marth;
18 im Stadthaus Gartenstraße 2 — Zimmer Nr. 7 —; Abstimmungsvorsteher: Stadtverordneter Elektrotechniker Max Weißbäcker; Stellvertreter: Stadtverordneter Weißbindentzeister Heinrich Launspach.
Die Abstimmung findet am Sonntag, dem 5. Dez. 1926, von 9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags, statt. Zur Stimmabgabe dürfen nur amtlich hergestellte Stimmzettel verwandt werden. Die Stimmabgabe erfolgt in der Weise, daß der Stimmberechtigte, der die zur Abstimmung gestellte Frage bejahen will, den mit ,La", der Stimmberechtigte, der sie verneinen will, den mit „Nein" bezeichneten Kreis durchkreuzt oder dies auf andere Weise kenntlich macht. Stimmzettel, die mit sonstigen Vermerken, Vorbehalten, Zusätzen ober Kennzeichen versehen sind, sowie nicht amtlich hergestellte Stimmzettel sind ungültig. Die Ausgabe der amtlichen Stimmzettel erfolgt nur am Abstimmungstage im Abstimmungsraum unter gleichzeitiger Aushändigung eines amtlichen Abstimmungs- Umschlags.
Stimmscheine, die nach § 8 der Volks- abstimmunasordnung für besondere Anlässe ausgestellt werden (z. B. wenn sich der Stimmberechtigte aus zwingenden Grün- den am Abstimmungstage außerhalb seines Stimmbezirks aufhält) können bis einschl. Freitag, den 3. Dez. 1926, nachm. bj Uhr, beim städtischen Wahl- amt — Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13 — beantragt werden. Die Entgegennahme der Stimmscheine hat durch die Stimmberechtigten selbst zu geschehen, die sich über ihre Person genügend auszuweisen haben. Sind dritte Personen mit der Entgegennahme eines Stimm- scheins beauftragt, so haben diese sich durch Vorlage einer Vollmacht des Stimmberechtigten auszuweisen.
Es ist untersagt, daß im Abstimmungsraum oder in dessen Zu- und Eingängen Plakate irgendwelcher Art (Wahlaufrufe usw.) aufgehängt werden.
Auf die Verlegung des Abstimmungsraumes für Stimmbezirk 12 (seither Handelskammergebäude Lonystraße 7) in das Gymnasium, Südanlage 6 — Schulfaal im Erdgeschoß — wird nochmals besonders verwiesen. 98718
Gießen, den 1. Dezember 1926.
Der Oberbürgermeister.
I. D.: Dr. Selb.
Vergebung.
Für die Medizinischen, Frauen- und Hautkliniken soll die Füllung des Eiskellers vergeben werden. Schriftliche Angebote sind bis zum Montag, dem 6. Dezember, mittags 12 Uhr pünktlich, einzureichen. 9864 C
Zuschlagsfrist 3 Tage.
Gießen, den 30. November 1926. Verwaltung der Medizinischen-, Frauen- und Hautklinik.
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Herr F. D., Böcker aus Hamburg schreibt: Fühle mich veranlatzt. Ihnen mitzuteilen, daß ich durch Ihr Heilvettahren von meinem schweren Bruch» schaden, den ich seit ca. 12 Fohren gehabt habt, ooHliSnbtg geheilt bin Buch mein Hausarzt, der mein Leiden kennt, hol dieses aus» gesprochen. Die ganze fiur hat nur ca. 12 Wochen in Än pruch genommen, ohne mich in meinem beschwerlichen Berus als Bäcker zu stdren.
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Der Hessische Wirtschafts- und Ordnungsblock schreibt uns: Man liest gelegentlich in der Presse, daß in Rumänien oder Serbien bei öffentlichen Wahlen der gesamte Regierungsapparat in den Dienst bestimmter Parteien gestellt wird. Unsere demokratische reffe bezeichnet solche Zustände mit Recht als, Korruption. Und wenn gar etwa der spanische Diktator ober J Mussolini in Italien ein gleiches tun, so kann sich unsere demo- ’ kratische Presse nicht genug tun vor sittlicher Entrüstung.
Der Wirtschafts- und Ordnungsblock hat gelegenllich einmal gesagt, daß er nicht nur für Wirtschaft und Ordnung, sondern auch für Sauberkeit im Staat kämpft. Dieses Wort hat gewaltige Wutausbrüche, insbesondere auch des Vorsitzenden der Demokratischen Partei, zur Folge gehabt. Wie notwendig dies Wort war, wollen wir heute beweisen. Vor uns liegt folgendes Dokument: ,
Darmstadt, den 26. 11. 1926.
Der hessische Jinanzminisler.
B e t r.: Die Angriffe des fog. Wirtschafts- und Ordkrmrgsblocks auf die hessische Regierung. >
Zur Abwehr der von dem sog. W. u. O.-Block in den letzten Tagen gegen die hessische Finanzverwaltung erhobenen falschen und irreführenden Behauptungen beabsichtige ich, da die dem Block ergebene Presse amtliche Richtigstellungen ablehnt, den Weg des öffentlichen Anschlags zu wählen.
Im Einvernehmen mit dem Herrn Minister des Innern ersuche ich Sie, die Ihnen in den nächsten Tagen von der Druckerei des Mainzer Anzeigers in Mainz zugehenden Plakate durch Anschlag an den öffentlichen AnMagstellen (Plakattafeln, Säulen usw.) zur Kenntnis der Bürgerschaft zu bringen. Dort, wo es noch üblich ist, öffentliche Bekanntmachungen durch die Orlsschelle zu verbreiten, bitte ich, in geeigneter Weise auf den erfolgten öffentlichen Anschlag Hinweisen zu lassen.
Im Interesse einer allseitigen Verbreitung des Plakatinhaltes bitte ich ferner Anordnungen zu treffen, daß der An fchlag vor dem 6. Dezember nicht beseitigt wird.
Etwaige kosten, die mit dem Anschlag verbunden sind, find dem Finanzministerium in Rechnung zu stellen.
An
sämtliche hessischen Bürgermeistereien.
Rückseite:
Den
Kreisämtern
zur aefl. Kenntnisnahme mit dem Ersuchen, die Ausführung zu überwachen und auf Grund der bei den Bürgermeistereien alsbald einznfordernden Vollzugsberichte über die Ausführung zu berichten.
Darmstadt, den 26. November 1926.
Der hessische Finanzminister.
Henrich.
(eigenhändig unterschrieben).
Das ist denn dock) das Tollste, was bis fehl in einem deutschen Staate an amtlicher Dahlbeeinslusiung geleistet worden ist.
Das Geld der Steuerzahler wird hier skrupellos in den Dienst der Weimarer Koalitton gestellt.
Was sagt Ihr Steuerzahler, was sagt Ihr Landwirte, Ihr Beamte, Ihr Hausbesitzer, Ihr Geschäftsleute dazu, daß man Euer Geld dazu benutzt, Wahlplakate des demokratischen Fin-! nanzministers Henrich herzustellen?
Dieses Voraehen des hessischen Finanzmimsters ist ein un- [ erhörter öffentlicher Skandal, der in Deutschland bisher seinesgleichen sucht. 9876C ■'
Wähler, gebt diesen Männern, die mit Euren Stcuergeldern ihre Parteiherrschast erhalten wollen, die richtige Antwott: 1
Schickt den Landtag heim! Stimmt olle mit „3a".
HesfischerWirtschasls-u.Ordnungsblock.'
Statt Karlen
Hans Hesse Käte Hesse geb. Bohn
Vermählte
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Gießen
Kirchliche Trauung: Samstag, den 4. Dezember, 3 Uhr, Stadtkirche zu Gießen
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Donnerstag, 2. Dezember, 4 Uhr nachm., Saalbau Sauer, Neustadt Kleiderschau
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