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Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. 76f7c

Giehen, den 30. August 1926.

Hessisches Amtsgericht.

I. A : Leo. Ortsaerichtsvorsteher.

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Flur 7 Ao. 139°, l0 ----- 694 qm Grabgarten, geschäht auf 1388 Mark, versteigert, jedoch nur die der Ehefrau Marie Gehner geb. Theih davon zustehende ideelle Halste im Schätzungswerte von 694 Mark.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht angeheftet. 7284c

Giehen, den 7. September 1926.

3. A. des Hess. Amtsgerichts Giehen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

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Möll, Gerichlsoollz. hr. A, Giehen.

führten, und der in den üblichen Formen einen schönen Verlauf nahm.

Starkenburg.

WSV. Darmstadt, 30. Oft. Lieber das Q rof) feuer in der hiesigen Eisenbahn - werkstätte wurde folgender bahnamtlicher Be­richt ausgeaeben: Heute nacht wurde um 1.45 IHjr im Ersenbahnausbefterrmgswerk Darmstadt, Abteilung Wagenwer., ein Brandausbruch fest- gestellt. Lroh sofortiger Löscharbeiten der Werks­und städtischen Feuerwehr brannte die Lackiererei mit etwa 20 Personenwa­gen vollkommen nieder. Die Drand- ursache konnte noch nicht festgestellt werden.

* Darmftobt, 31. Okt. In der Zucker- sabrik Groß-Go ran ist der Arbeiter Walter Müller bei der Explosion einer Dampfturbine ums Leben gekommen. Er erlitt eine schwere Kopfverletzung, die unmittelbar seinen Tod herbei- führte.

FlughafLNp'Sne in Marburg.

sch. Marburg, 31. Oft. Ein in der Stille vorbereileles Pro.e t scheint seiner Vollendung entgegenzugehen: Marburg soll versuchsweise im Sommer 1927 in den Monaden Mai, Lum, Luli von den Flugzeugen der Deut­schen Lufthansa angeflogen werden. Seitens der Stadt sind bercfts alle Vorbereitun- ! gen getroffen worden, um geeignetes Gelände zur Anlage eines Flugplatzes und den Dau einer Flugzeughalle durch Pacht sicherzustellen. Der Kurhessifche Verein für Luftfahrt ist an dein Projelt außerordentlich interessiert, zumal er schon im Besitz eines Motorflugzeuges und eines

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buch auf der Strecke GießenLollarGrünberg wird ab 15. November auch für dm Personen­verkehr wieder freigegeben. Der Fahrt artenver­kauf findet in den Zügen statt. Es halten somit ab Montag, 15. November, alle dem Personen­verkehr dienenden Züge wieder in Kes elbach.

' 24-Stunden-Zählung im Tele­graphenbetrieb. Die Delegraphenbetnebe werden vom heutigen 1. November ab d:e 24» Stundenzählung haben, so daß es auf Tele­grammen nicht mehr die Bez rechn ungvormittag odernachmittag" geben wird. Eine Depesche, die um 7 Llhr abends ausgeliefert wird, tragt also ab heute z. D. den Zeitvermerk 19 Mr. ilebri» gens schlagts nun also auch 13 usw.

I. Der Ortsgewerbeverein hielt am Freitagabend eine sehr gut besuchte Mitgliederver­sammlung ab. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Kra u s- müller, berichtete zunächst über die Ergebnisse einer in diesen Tagen stattgehabten Sitzung von Vertretern der Handwerkskammer und der Bezirks­verbände des Handwerks aus dem nördlichen Ober­hessen. Diese Sitzung habe sich, so führte der Vor­sitzende aus, in erster Linie mit der bisherigen Tätigkeit der Gießener Handwerkskammer-Neben­stelle beschäftigt. Allgemein sei die Zufriedenheit mit der seitherigen Arbeit dieser Stelle zum Aus­druck gekommen. Die Art, wie der Syndikus feine

kehastel. Rein gclundss Fleckchen haue sie mil dem Leibe. Nachdem sie?,uder'S Patetu-M-di. Ainat-Seife" angewcndel hat, fühlt sie sich rote neu- Geboren. SchSIt nach 8 Tagen spürte sie Linderung . - " *ien waren die Flechten fie[6lligt-

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beschäftigt werden, die vollwertige Arbeit leisten und barum vollen Tariflohn erhalten. Der Zentraloer. band erwartet, dah die Fürsorgestellen versuchen, auf dem Verhandlungswege für eine geeignete Un­terbringung der Schwerbeschädigten zu sorgen. Er ermüdet vor allem, dah die Reichsstellen in dieser Beziehung dem privaten Unternehmertum mit gutem Beispiel oorangehen.

Eine Aussprache wurde nicht beliebt. Mit War- ten des Dankes an den Referenten und die Erfchie- nenen schloß der Vorsitzende die Versammlung, der ein besserer Besuch zu wünschen gewesen wäre.

Eine Ehrung für die Gefallenen hatte bereits am Vormittage durch Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal stattgefunden. Hieraus sprach Bürgermeister Dr. Seyd, er überbrachte im (Kamen der Stadtverwaltung die Glückwünsche und betonte, dah die Stadt auch in Zukunft alles tun werde, die Anstalt auf der Höhe zu halten und den geplanten und bereits begon­nenen Aeubau zu fördern. Es folgten dann Be­grüßungsansprachen von Prof. _Dr. Köhler- Darmstadt (zugleich staatl. PrüfungSrvmnnssar) namens des Landesamtes für das ^1^10.96- wesen, Direktor des Predigersemin.rrS D. Belte .......J der Friedberger Bildungsanstalten, Vektor Hirt namens der Ingeni.-uvakademie in Oldenburg, Oberbaurat 11 c? 0 namens der Aeichreisenbahn-Gesellschaft. Kreisdirekt^r G e b - hardt namens der Staats- und Z^rrisverwal- tung und cand. Denfcheid namens der Stu-

1 dentenschaft. Dann ergriff Dozent Daurat Dr. Win! haus das Mort, um in längerem Vor­trage die Daugefchichte des nunmehr fertigge­stellten einen glüg-ti des Aeubaucs zu schil­dern und dessen Ausstattung als Maschinen- laboratorium zu erläutern. Ein Trio bildete den Schluß der eindrucksvollen Feier. Dm Abend bewegte sich ein großer Fackelzug durch die Straßen der Stadt nach der Burg; eine Be­leuchtung des Adolfturmes bot einen wunder­vollen Änblick. 3m Saale des Hotel Trapp und im Ratskeller vereinigten sich am Abend Studenten und Gäste zu fröhlichem Kommerse, bei denen abwechselnd der Bürgermeister, der Direktor der Anstalt und andere den Vorsitz

ss. Friedberg, 30. Okt. Das hiesige Polytechnikum beging am Freitag, wie schon kurz berichtet, in feierlicher Weife sein 2 5 jähriges Jubiläum. Am Vormittag sand im Saale von Groß-Friedberg eine afa- demische Feier statt, zu bet sich der Lehr­körper und die Studierenden der Anstalt, die Vertreter der 'Behörden, der Schulen und der Stadt und viele geladene Gaste versammelt Hat­ton. Aach einem einleitenden Musikstück (Trio für Flöte, Cello und Klavier) ergriff Direktor Prof. Dr. Schäfer das Wort zu feiner Fest­rede. in der er ein Bild von dem Werdegang der Anstalt gab, die in den ersten Jahren ihres Bestehens oft ein Sorgenlind gewesen sei, letzt aber in voller Blüte stünde und vertrauensvoll in die Zukunft blicken könne. Mit bewegten Wor- ten erinnerte der Aedner an die Zeit des Welt­krieges, in der fast die gesamte Studentenschaft zu den Waffen eilte und viele ihr Loben oem

bestimmt statt.

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Kummetstöcke.

Donnerstag, den 4. November wird von 10 Llhr ab im Hofe des Forstamts Vidda das anfallende Kummetstockholz aus den Forstämtern Eichelsdvrf, Äon» radsdorf, Vidda und Schotten t Gz. zu 56 rm geschäht öffentlich versteigert. Es empfiehlt sich die in Frage kommenden Distrikte, welche mit den Bedingungen aus dem Forstamt Vidda eingesehen werden können, vorher anzusehen. 3m übrigen erteilen die Forstärnter und Förster nähere Auskunft. 8979D Hessisches Forstarnt Vidda.

Bornotizen.

Tageskalender für

Gießener Freiwillige Feuerwehr: 8 Uhr bei Müller, Bahnhofstraße. Monatsoersammlung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Rin-Tin-Tm rettet seinen Herrn". Astoria-Lichtspiele:Der Hund von Baskeroille." , _ ,

Deutschnationaler Handlung s- «ehiU-n.D-rb°nd. Worg-n. D>"s>ag. abenb spricht S°U»°B-S°r Auerbach, «r-n!. furt im «aufmännitoen Ber-m4bauz über das ThemaAati-nalilierung im» ÄaufmannägepTl- fen. Der Vortrag ist öffentlich. (Siehe heutige Qfpipj A(> )

Im Goethe-Bund liest am kommenden Tiittrood) der bekannte Dichter Jakob Wasser­mann aus seinen Werken. Man schreibt uns hierzu: Wassermann erregte zuerst durch (einen Ro­man:Die Juden von Zirndorf allseits Aufsehen. Gr gehört heute zu den bekanntesten und gelesensten Dichtern der Gegenwart. Gin Dichterabend mit einer starken inneren Rote ist zu erwarten. (Siehe heutige Anzeige.) .

Gießener Unioersitätsinstitutc auf derGesolei" ausgezeichnet. An­läßlich der Großen Düsseldorfer Ausstellung für Ge- fundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen ist der Veterinär-medizinischen Fakultät der Univer­sität Gießen für hervorragende Leistungen eine der vier vom preußischen Minister für Landwirtschaft gestifteten silbernen Staatspreismünzen verliehen worden. Das Veterinär-pathologische Institut wurde außerdem noch mit der Goldenen Medaille der Großen Düsseldorfer Ausstellung ausgezeichnet.

** Das Wetter treibt mit uns ein arges Spiel. Seit Tagen riefelt nun schon unaufhörlich der Regen hernieder, Schmutz bedeckt alle Straßen und nimmt jedermann die Lust zu einem Spaziergang, von Ausflügen schon gar nicht zu reden. Auch am gestrigen Sonntag regnete es ununterbrochen, und die ganze Nacht hindurch bis zur Stunde kam der feuchte Segen von oben weiter zu uns. Heute vor­mittag war der Regen in Gießen zeitweise mit Schnee vermischt. Im hohen Vogelsberg herrschte gestern klares Wetter, dagegen ist seit heute früh gegen 9 Uhr wieder lebhafter Schneefall im Gange. Die Temperatur liegt dort etwas unter dem Null­punkt. .

** Hoher Wasserstand. Die Niederschlage der letzten Tage haben die Lahn und die Wieseck wieder beträchtlich anschwellen lassen. Hochwasser­gefahr besteht noch nicht, doch ist die Höhe der Ufer­ränder vom Wasser erreicht. Niedrig gelegene Wiesen und Aecker stehen hier und da schon unter Wasser.

* Sein 25jLhr iges Geschäfts- jubiläum begeht heute bas Herrenwäsche-, Krawatten- und Handschuhgeschäft August

in der Sitzung eben alls erörtert worden. Die Hand­werkskammer beab ichtige, demnächst im ganzen Lande Kurse, insbe andere in der Buchführung, ab» halten zu lassen. Auch die Frage der Kreditbeschaf- fung und gewisse Mängel bei der Vergebung von Lieferungen durch Reichsstellen habe man belpro- chen. Dann teilte der Vorsitzende mit, daß der Dor- stand die Abhaltung eines Familienabends auf der Liebigshöhe Vorschläge. Die Versammlung stimmte dem Vorschlag zu. Gs wird der Abend des 4. De- i wcien, « zember in Aussicht genommen. Der nächste Punkt mimens der Tagesordnung betraf die Abhaltung einer Ge­werbeausstellung im Sommer nächsten Jahres. Nachdem der Vorsitzende in längeren Ausführungen das Für und Wider dargelegt hatte, kam in der Aus- spräche allgemein zum Ausdruck, daß die Ausstel­lung nur gediegene, selbstgefertigte Arbeiten der Handwerker und Maschinen, die zum Handwerk ge­hören, bringen dürfe. Um die Ausstellung anregend zu gestalten, müßten Betriebe, die sich in Tätigkeit befänden, voraeführt und Entwicklungsgänge und aussterbende Handwerkszweige gezeigt werden. Es wurde beschlossen, die Ausstellungsfrage zunächst in den Fachoereinigungen zu erörtern. Heber das Er­gebnis dieser Besprechungen soll in einer in etwa drei Wochen stattsindenden Versammlung berichtet werden, in der dann der endgültige Beschluß gefaßt werden muß. Bis dahin sind gewisse Vorfragen, die mit dem Volkshalle-Derein und der Stadt zu erledigen sind, zu klären. Dann erörterte man die Zweckmäßigkeit der Wahl eines Handwerkerrats. Syndikus Rohr legte in längeren Ausführungen die Notwendigkeit und Nützlichkeit eines Handwer­kerrats dar. Er bat, auch diese Frage in den Fach­vereinigungen zu besprechen, damit in der Ver­sammlung, die in drei Wochen stattfinden soll, Vor­schläge für die Wahl gemacht werden konnten. Zum Schluß sprach Syndikus Röhr noch über die Hand- wcrkerlisten, von deren Aufstellung er sich Gewinn für die Sache des Handwerks verspricht.

» Auftrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 494 Ochsen, 72 Bullen. 716 Kühe, 471 Färsen, 404 Kälber, 351

Tätigkeit auffasfe, fei anerkannt und ihm das Der- I Vaterlands opferten: fv fta&J0*, 17 Aktwsn

trauen ausgesprochen worden. Eine Handwerker- | einer Verbindung 16 vor dem Feinds geblxcuCTu nooelle werde in diesen Tagen dem Reichstag zu-

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Detr.: Die Offenlegung drr Kataster- verinessungsergebnisse in der Gemarkung Schiftenberg (Hof) mit Herrnwald.

3n dem Stadthaus Bergstraße. Zim­mer 6, liegen während der Dienststun- dcn in der Zeit vom 28. Oktober bis 9. Dezember 1926 die neu aufgestellten Katasterakten der Gemarkung Schiffen­berg (Hof) mit Herrnwald zu jeder­manns Einsicht offen und zwar:

1. Das topographische Güterverzcichnis, 2. Das alphabetische Vamensverzeichnis, 3. Die Grundstuckspläne,

4. Die Aufnahmehandrisse,

5. Die Flurkarten.

Einwendungen gegen die Feststel­lung der Vermessungsergebnisse sind innerhalb der 6 wöchentlichen Offen- legungsfrist schriftlich bei mir abzvgeben.

Auf die Bekanntmachung in den Au hängelästen wird besonders hinae- wiesen. 8980B

Giehen, den 23. Oktober 1926

Der Oberbürgermeister. 3. V. Dr. Selb.

Bekanntmachung.

' Am Samstag, dem 6. Vovem - ber 1 926, vormittags 11 41 hr, werden im Stadthaus Bergstraße, Zimmer Vr. 6, die in den Waldungen der Stadt Giehen und auf dem Hinteren Trieb sich ergebenden Dirkenbesenreiser auf dem Stock in 12 Losen (zusammen 112 Wellen) meistbietend versteigert.

Giehen, den 30. Oktober 1926.

Der Oberbürgermeister.