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Selbstmord.
Landstraße zwischen Kirchenarnbach und Neumühlen
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mit eingeschlagenem Schädel im Straßengraben a u s g e s u n d e n. Es wurde festgestellt, daß er mit
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Pros. Zahn- München, den Vertreter des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen Exz.
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Geheimrat K o l l e - Frankfurt a. M., den Dor- sitzenden der Deutschen Statistischen Gesellschaft wurde die Leiche des Landwirts Phil. Flickinger III.
amt Zusammenarbeiten. Das Aeichsgesundheits- amt wurde aus Anlaß des Jubiläums Gegen-
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Lewald dom deutschen Aerztevereinsbund Dr. Schneider -Potsdanr, Staatsrechtslehrer Geheimrat Kahl, Geheimrat Rubner, Geheimrat I a d a s s o h n - Breslau als Vertreter der deutschen Pharmazie, die Geheimräte Dohms und S a l z m a n n, Llmversitätsprofessor D ö - m e r - Münster und den bekannten Chemiker Pros. Popp- Frankfurt a. M. Den Festakt eröffnete der Domchor unter der Leitung von Prof. Rüdel mit einem Vortrag des Sametus von Schubert. Dann gab der Präsident des Reichsgesundheilsamts Dr. Dumm einen Rückblick auf die 50jährige Tätigkeit des Amts mit dem Versprechen weiterer gewissenhafter Pslicht- ersiillung für die Zukunft. Darauf hielt Reichs- minister Külz die bereits verössentlichte Rede. Den Glückwünschen des Reichsinnenministeriums schlossen sich Reichsarbeitsmrnister Brauns namens der preußischen Staatsregiernug und der Minister für Volkswohlfahrt H i r t s i e f e r an. Cs folgten Ansprachen der Vertreter der deutschen Universitäten, von tierärztlichen und technischen Hochschulen, des deutschen Roten Kreuzes, von Wohlfahrtsorganisationen und anderer Verbände, die mit dem Aeichsgesundheits-
Das Urteil im Uutisler-prozeh.
5 Jahre Zuchthaus für Iwan Kutisker.
Berlin, 30. Juni. (TU.) Im Kutisker- Prozeß wurde heute (wie wir in einem Teil der gestrigen Ausgabe meldeten. D. Red.) folgendes U r» teil verkündet: Iwan Kutisker: 5 Jahre Zuchthaus, 4 Millionen Mark Geldstrafe, 10 Jahre Ehrverlust. Die Angeklagten Krieger, Blei, Alexander Kutisker und Grobe werden zu je 6 Monaten Gefängnis verurteilt bei einer Bewährungsfrist von 3 Jahren. Der Angeklagte Holzmann wird zu löIahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte Strikter zu iz Jahren Gefängnis. Außerdem wird gegen ihn der Haftbefehl ausgesprochen, da er entflohen ist. Die Angeklagten Daniel und Max Kutisker werden freigefprochen. Die Untersuchungshaft wird bei allen Angeklagten angerechnet.
Aus der Prsvrnzralhauytftadt.
Gießen, den 1. Juli 1926. ]
Oberst a. D. Schliephake t*
Gestern nachmittag wurde in Darmstadt unter ehr starker Beteiligung der Darmstädter und der Abordnungen auswärtiger Kriegcrvereine der verstorbene Erste Präsident der Kriegerkamerad- chaft «Hassia", Oberst a. D. Viktor SchlieP- hake, zur letzten Ruhe bestattet.
Oberst Schliephake entstammte einerhessi- chen Deamtenfamilie. Sein Vater war Domänen-- rat in Gießen, seine Mutter entstammt der Familie Buff. Viktor Schliephake lebte vom Jahre 1876 ab in Gießen, hier besuchte er das Gymnasium, nach dessen Absolvierung er sich dem Militärdienst widmete. Obwohl er nun von hier schied, hing er zeftlebens mit großer Liebe an Gießen, wo Mitglieder seiner Familie heute noch ansässig sind, und an der Provinz Oberhessen, mit der ihn zahlreiche kameradschaftliche D^iehungen eng verbanden.
Seine militärische Laufbahn als Artillerie- ossizier führte ihn zu verschiedenen Regimentern und Garnisonorten. Bei Ausbruch des Weltkrieges stand er als Major beim Brandenburgischen Fußartillerie-2kegiment Ger.eral-Fel^eug- meistcr Rr. 3, das seinen Standort in Maintz hatte. Am Kriege hatte er in verschiedenen Komm an do st eilen tätigen Anteil, bei Kriegsende nahm er als Oberst seinen Abschied. Bei Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften war er wegen seines gerechten Wesens und seiner schönen menschlichen Eigenschaften außerordentlich geschäht und beliebt. Als es galt, vor etwa Jahresfrist einen Rachfolger für den verstorbenen General Frhr. von Hehl als 1. Präsident der Kriegerkameradschaft „Hassia" zu finden, lenkte sich die Aufmerksamkeit der „Hassia" auf Oberst a. D. Viktor Schliephake, und er wurde auf dem Vev- bandstage in Erbach einstimmig zum l. Präsidenten der „Hafsia" gewählt. Man begrüßte es allgemein, in ihm einen Mann gefunden zu haben, der geeignet sei, den großen Verband zu leiten. Der neugewählte Präsident ging mit großer Begeisterung an seine Aufgabe. Seim Ziel war. die „Hassia" so zu fördern, daß sie den Stand der Vorkriegszeit unter den deutschen Kriegervereinen wieder erreiche. Er widmete sich eifrig der Pflege der Kameradschaft und den mannigfachen sozialen Aufgaben der Kriegervcreine, insbesondere der Hinterbliebenenversorgung. Tag für Tag wirkte er für diese Ziele. Mochten die Wünsche aus dem hohen Vogelsberg, aus dem Odenwald oder aus Rheinhessen an ihn herantreten, stets war Oberst Schliephake bereit zu helfen. Ein schweres Leiden warf ihn schließlich für längere Zeit auf das Krankenlager, so daß er dem jüngsten Verbandstag der „Hassia", der vor 14 Tagen in Bingen stattfand, nicht mehr beiwohnen konnte: aber das Vertrauen zu ihm kam in der einstimmigen Wiederwahl als 1. Präsident der Kriegerkameradschaft „Hassia" zum Ausdruck.
3n den gestrigen Grabreden wurde der Verstorbene als edler Mensch, guter Patriot und treuer Kamerad, der, keine Standesunterschiede kannte, gefeiert. Es wurde beklagt, daß mit Oberst Schliephake große Hoffnungen für die „Hassia" begraben werden müssen, denn er habe erst am Anfang seiner Aufgaben und seines Wirkens gestanden. Schon nach kaum einem Jahn seiner überaus ersprießlichen Tätigkeit sei er durch den Tod abberufen worden. Rach den Ansprachen und den Kranzniederlegungen senkten sich über der Gruft zum Abschied die Banner zahlreicher Krieger- und Regimentsvereine. Eine Musikkapelle spielte mit gedämpften Klängen die Weise: „Ich hatt' einen Kameraden".
Wer Oberst Schliephake gekannt hat, wird die kernige, durch und durch deutsche Persönlichkeit stets in bester Erinnerung behalten.
Steuerfänif ketten im Juli.
3m Monat 3 uli werden folgende Steuern fällig:
5. 3 uli: Steuerabzug vorn Arbeitslohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 21. bis 30. 3uni, einschließlich der für die Zeit vom 1. bis 10. 3uni
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Aeußerung des Reichswehrministers Gehler, daß die Kontroll-Kommission keinerlei Einwen- dungen gegen den Etat erhoben habe, Derwah- rung dagegen cinlegt, daß diese Tatsache als eine Zustimmung der Alliierten zu dem Etat ausgelegt wird. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, daß die Durchführung der deutschen Entwaffnung noch nicht als beendigt angesehen und damit an eine Zurückziehung der Militär-Kontroll-Kommission aus Deutschland nicht gedacht werden könne. 3talien und Englandforderten eine Beendigung der Militärkontrolle in Deutschland vor dessen Aufnahme in den Völkerbund, stimmten aber bezüglich des deutschen Reichswehretats den Vorschlägen des Marschall F o ch zu, so daß, falls dies inzwischen noch nicht geschehen sein füllte, in allernächster Zeit mit einem Entente-Vorstoh gegen den deutschen Reichswehr-Etat zu rechnen ist.
die Gesundheit unseres Volkes entwickelt. Wichtige Entdeckungen, die Gemeingut aller Völker geworden sind, sind aus seinem Schoße hervorgegangen und haben seinen Ruf und sein Anseyc.c über die Grenzen des Vaterlandes hinausgetragen. 3n den schweren Zeiten
Kunst und Wissenschaft.
Jubelfeier des Reichsgesundheilsamts.
An der Feier des fünfzigjährigen B e - stehens des Reichsgesundheitsamts, die am Mittwoch im großen, reich mit Blumen, Lorbeerbäumen und Palmen geschmückten Plenarsitzungssaal des Reichswirtschaftsrates durch einen F e st a k 1 begangen wurde, nahmen als Vertreter der Reichsrcgierung Reichskanzler Marx sowie die Reichsminister Külz, Brauns, Reinhold, Haslinde und C u r t i q s teil, als Bertreter der preußischen Staatsregierung die Minister Hirtsiefer und Steiger, weiter der Vizepräsident des Reichstags Bell, der greise Gras P o s a d o w s k i - Wehner, die Witwe Robert Kochs, ferner Vertreter der übrigen Länder, der Universitäten, der tierärztlichen und technischen Hochschulen, der Stadt Berlin, der Reichsbahnbehörden, zahlreicher sonstiger Behörden und Privatorganisationen. U. a. sah man Geheimrat Professor Goldscheider von der Universität Berlin, Geheimrat Professor Straub von der Universität München, Geheim rat Professor Zwick von der Universität Gießen, den Rektor der tierärztlichen Hochschule Hannover, als Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes Generalsekretär Freiherrn von R o t e n h a n, den Präsidenten des Reichspatentamtes v. Specht,
und infolgedessen müßte sie die volle Schwere des Gesetzes Irenen. Am wenigsten aber sei bei Iwan Kutisker Milde angebracht gewesen. Sämtliche Angeklagten, mit Ausnahme der Freigesprochenen, haben gegen das Urteil Revision eingelegt.
In Hamburg gab der 23jährige Mechaniker Aug. Metge in der Reichenstraße auf seine 21 Jahre alte Ehefrau nach einem heftigen Streit einen Schuß ab, der der Frau in die Schläfe drang. Dann jagte sich der Ehemann zwei Schüsse in die Schläfe, die seinen sofortigen Tod herbeiführten. Die furchtbare Tat geschah in Gegenwart der kranken, im Bett liegenden Mutter der Ehefrau Metge. Zwischen den Eheleuten war es sehr häufig zu Eifersuchtsszenen aekommen. Frau Metge wurde in hoffnungslosem Zustande in das Krankenhaus überführt.
Mord auf der Landstraße.
Aus Kaiserslautern wird gemeldet: Auf der
In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende u. a. aus, daß die Preußische Staats» bank durch die betrügerischen Maßnahmen Kutiskers um 14,3 Millionen Mark geschädigt worden sei, von denen nur vier Millionen wieder herbeigeschafst werden konnten. Der Betrug sei in der Hingabe völlig wertloser Wechsel zu erblicken. Den größten und dreistesten Schwindel habe aber Kutisker mit dem Hanauer Lager begangen, das einen geschäftsläufigen Wett von 600—700 000 Mk. gehabt habe. Kutisker habe es aber der Staatsbank gegenüber mit 10 bis 12 Millionen Mark bewertet, sitzende begründete dann noch kurz die der Strafzumessung. Holzmann
Preußischer Landtag.
Berlin, 30.3unt Das Hans überweist den Antrag Ball (Dem.) auf Schaffung von Ausgleichmaßnahmen für Verluste, die die in Deutsch-Oberschlesien wohnenden, in Pobnifch-Oberfchlesien arbeitenden Arbeiter durch Valutaunterschiede erlitten, ohne Aussprache der Äusschußberatung und tritt dann ein in die dritte Lesung des Etats. Die allgemeine Besprechung wird eröffnet durch längere Darlegungen des Ministerpräsidenten Braun. Der Ministerpräsident geht des Räheren auf das Arbeitsttsenproblem ein und erklärt weiter, es habe sich der Gedanke aufgedrängt, ob es nicht volkswirtschaftlich zweckmäßig ist, wenigstens einen Teil der fraglichen Arbeitskraft produktiver Tätigkeit zuzufuhren (Sehr richtig!). Derartige Arbeiten sind im reichsten Maße vorhanden. Es wird Aufgabe der Staatsregierung sein, in Zusammenarbeit mit der Reichsregierung und mit den Gemeindevertretungen dahin zu wirken, daß das Programm, das kürzlich von dem volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstags aufgestellt worden ist, so schnell wie möglich in die Wirklichkeit umgeseht wird. Wir haben leider damit zu rechnen, daß die Arbeitslosigkeit noch weitere Zeit anhält. Bei der Finanzierung der verschiedensten Projekte muß mehr als bisher auf die Mithilfe der Reichsfinanzverwaltung zurückgegriffen werden.
Ministerpräsident Braun (fottfahrend): Das Reich hat zwar früher schon Zuschüsse versprochen, dabei aber den ersten Standpunkt vertreten, dazu nicht verpflichtet zu fein. 3ch habe wiederholt versucht, den Standpunkt zu revidieren. 50 Millionen Matt wurden für die Finanzierung der Siedlung zugesagt. Das Reich wollte aber die Finanzierung durch eigene Siedlungseinrichtungen vornehmen. Die preußische Regierung hat sich aber demgegenüber auf den Standpunkt gestellt, daß für diese Aufgaben der ganze, gut eingespielte Siedlungsapparat der preußischen Verwaltung vorhanden ist. Hoffentlich kommt die Reichsregierung bald zu ihrem Entschluß, damit die 50 Millionen, die aus Reichsmitteln bereitgestellt werden sollen, auch tatsächlich der Siedlung zufliehen und damit dem Zweck dienen, Arbeiten zu schaffen. 3nfolge des Friedensvertrages hat Preußen ein Fünftel seines Waldbestandes abtreten müssen, und zwar 400 000 Hektar. Es liegt aus der Hand, daß das Reich Preußen dafür ersatzpflichtig ist. Dieser Standpunkt ist auch seinerzeit ausdrücklich von der Reichsregierung anerkannt worden. Run aber habe sich die Reichsregierung auf den Standpunkt gestellt, daß durch eine Abschlagszahlung von 65 Millionen die Verbindlichkeiten erledigt sind. (Hört, Hört!) Roch immer ist nicht die preußische Stelle beim Generaldirektor der Reichsbahn besetzt worden. Leider bin ich zu der Erkenntnis gekommen, daß diese langwierig geübte Reichstreue Preußens zumeist mit einer Richtachtung seiner berechtigten Wünsche belohnt wurde. Der Ministerpräsident kommt bann auf die Bestrebungen, auf Anschluß kleiner Länder, wie z. D. Lippe und Waldeck an Preußen zu sprechen, wobei Preußen sich auf den Standpunkt gestellt habe, daß es wirtschaftlich zum Besten einiger kleiner Staaten sein würde, wenn sie in den preußischen Staatsverband einbezogen toürben.
einem Beil erschlagen worden war. Unter dem Verdacht, die Tat begangen zu haben, wurde ein gewisser Allein aus Neumühlen, der mit dem Ermordeten verfeindet war, verhaftet.
vor den Augen der Tochter erschossen.
3m Beisein seiner Tochter hat sich der Geflügelhändler Valentin Venesnik aus Rürnberg in Burggrub bei Erbendorf (Oberpfalz) erschossen. 3n einem bei ihm vorgefundenen Rotizbuch fand man als Beweggrund die Wotte geschrieben: „Undank seiner Kinder". Die Tochter sollte mit ihrem Vater wieder nach Rürnberg zurückkehren. Weil sie dem Ansinnen des Vaters nicht Folge leistete, erschoß er sich vor ihren Augen.
Auf der Jagd vom Tode ereilt.
Von einem raschen Tode ereilt wurde der auf seinem Rittergut bei Schwebda im Ruhestand lebende 63 3ahre alte Geheime Regierungsrat Ed. Thilo von Keudell. Er war auf den Rehbock- Anstand gegangen, von dem er nicht wieder zu- rückkehrie. Die um sein Ausbleiben besorgten Angehörigen machten sich auf die Suche und fanden den Vermißten tot im Walde auf. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein jähes Ende bereitet, nachdem er kurz vorher einen! Rehbock erlegt hatte,' der in unmittelbarer Rähe des toten 3ägers lag.
Von einem Bullen aufgespieht.^
Aus Rottweil wird gemeldet: Von^Vinem wütenden Stier aufgespießt wurde der etwa 67 3ahre alte Altrentner Hyazinth Bißwurm. 3n Stellvettretung des Farrenwärters, dessen Geschäfte er schon oft besorgt hatte, wollte er das Tier wieder anketten, dabei scheint es plötzlich scheu geworden zu fein, stieß den Mann zu Boden, und bis auf dessen Hilferufe jemand herbeieilte, hatte die wütende Bestie ihn mit den Hörnern derart bearbeitet, daß er au den Folgen der Verwundungen starb.
vorn Blitz erschlagen.
In Kemnat in Schwaben überraschte ein Gewitter den 16jährigen Oekonomensohn Leonhard Hartmann und seinen 14jährigen Bruder Anton bei der Heuernte. Die beiden, die unter einer Tanne Schutz suchten, wurden vom Blitz getötet.
Wettervoraussage.
Etwas stärker bewölkt und zeitweise unruhig, jedoch noch keine Niederschläge von Bedeutung, tagsüber warm.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 23,3 Grad Celsius: Minimum: 9,8 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 14,1 Grad Celsius.
Zur Groß-Hamburgsrage führt der Ministerpräsident u. a. aus: 3ch erkläre ausdrücklich, daß die preußische Staatsregierung bereit war, an Hamburg das Gebiet abzutreten, das nachgewiesenermaßen für den Bau des Hamburger Hafens benötigt wird. Dabei handelt es sich vornehmlich um Wilhelmsburg. Preußen aber mußte die Gelegenheit benutzen, auf dem Gebiete des Lastenausgleichs für die Landgemeinden entsprechende Kompensationen zu verlangen. Die preußischen Finanzen sind durchaus gesund, obwohl wir jetzt natürlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Staates muß durch öine durchgreifende Rationalisierung der ganzen Staats- und Finanzwirtschaft durchgeführt werden. Wir werden mit größtem Rachdruck an die Verwaltungsreform in der Richtung auf eine möglichst einheitliche Verwaltung im ganzen Land Herangehen. Dabei werden wir auch bedenken müssen, daß ein kleiner, gut und ausreichend bezahlter Beamtenstand besser ist als ein größer Beamtenstand, der im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage des Volles nicht ausreichend bezahlt werden kann. (Sehr richtig!) Wir brauchen Ruhe und Stetigkeit in unserem politischen Leben. Wir müssen die unruhigen Elemente, die wegen der Staatssorm, . -— ------ _ . -
der Flaggenfrage usw. sich rühren, ausschalten, stand mannigfacher Ehrungem Vonseiten der Gelingt uns das, dann haben wir einige Aussicht, Universitäten München und Gießen und der aus dieser trüben Gegenwart, die zweifellos noch tierärztlichen Hochschule Hannover wurden E h - einige Zeit anhalten wird, in eine Zukunft mit rangen in Form von Promotionen ruhiger und stetiger Aufwärtsbewegung zu kom- zu E h r e n d o k t o r e n, von Ernennungen
mc»n iL«>bbost->i- Beifall) zu Ehrenmitgliedern sowie Gluck-
’ . $ ™ orRn Wunschadressen überbracht. Prof. 1151 e n*
r <>o?^Eine Besprechung ^?^ ^arle- Huth überreichte mit Glückwünschen Ehrenur-
Osterroth (Soz.). Er unterstützt d künden der Universitäten Heidelberg und Frei-
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zur ©efunSmg d r ®taai^e^artniffe m>hg PrWd°nten und einigen Mitgliedern seines Amts ein werde z. B. auch die Wurde des. L«. Ehrenzeichen. Ferner wurde eine Fran,, laments mehr zu wahren, als es seit 3ahr und । gf , q^.. a»rufen. bereu
Tag in allen deutschen Varlamenten getollt darin bestehet soll. Beamten &eS Reichs-
Lebei^ausgabe Ist d" LAng des " |uni,6eitäamt fn ihren wissen,chastlichen Zielen.
ArbeitsiosenproblemS. huW-nhah. Qbcr <^<h in Fallen dringender wirtschaftlicher
nen. Damme. Wohnungsbau vedlandlultwierung Notlage, für die Reichsmittel nicht zur Derfügung usw werden gemacht M t : 0W: s>irt■ t atauf unterstühen. Die Stadt Berlin widmete
verwiesen dah die Leute unter einer Knute der Gedenktafel siir das Haus Louisen-
Srotzbanken leben Denen muh manzu Leibe Erinnerung an die erste Arbeitsgehen. Wir brauchen noch hunderttau^nde von Deichsgesundheitsamts, wo auch
Rauernsiedlungeii Mit Zollerhohungen muh Koch den Tuberkelbazillus
man Mirtschast unl°rstntzen- Das Grob der cnti)Ecft Hai Den Abschluß der Feier bildete
?inrt^font äu werden ein Vortrag des Chores aus den Meistersingern,
als Rovcmberverbrecher hing f . Fundament 2lus Anlaß des 3ubiläums sind u. a. erschienen
CBatcr» eine Fest sch rift, welche die Entwicklung des radx^e Öre-^rLilinks — Wider- Amts in den vergangenen 50 3ahren schildert,
anb^ ermöglicht. (Verfall llnks. - Wrber- ^and Arbeiten aus dem Reichsspruch rechts.) gesundheitsamt und Festartikel in einer großen
Abg. Schlange- Schöningen (Dtschn.) gibt üon medizinischen, veterinärmedizinischen
dem Ministerpräsidenten dann recht, daß das unb naturwissenschaftlichen Zeitschriften sowie in Arbeitslosenproblem das wichtigste Problem sei. Tagespresse.
Der Ministerpräsident hat sich beklagt, daß bei »
einzelnen Ländern so wenig Reigung bestehe, sich Reichspräsident hat dem P r ä -
an Preußen anzunähern, oder anzugliedern Das siyenten des Reichsgesundheits- Unglückseligste und llnwurdigste, was sich bei amte£ das nachstehende Schreiben zugehen uns seit einiger Zeit abgespielt hat, ist der Kainpf [affen; „Dem Reichsgesundheitsamt entbiete ich um die Fürstenabfindung. (Sehr richtig rechts.) 8ur Feier seines 50jährigen Bestehens meinen Wenn es jetzt im Reichstage nicht zu einer klaren Aus kleinen Anfängen hat sich das
Entscheidung kommen sollte, so hat das preußische Reichsgesundheitsamt in fünf 3ahrzehnten zu Staatsministerium für emen anftanbigen -öcr-3 einem überragenden 3nstitut der Fürsorge fün gleich zu sorgen. (Sehr richtig bei den Deutsch- 1 - -- y ----- " ' — '
nationalen. Aha!°Rufe und Lachen bei den Sozialdemokraten.) Wir haben chm erklärt, daß es sich heute nicht um die Staatsform handeln kann, wo es sich um die Existenz des Staates handelt. Auch das dient nicht zur Beruhigung des deutschen Volkes, wenn man führende Männer der i Krieges und den nicht minder drückenden deuts 7 Wirtschaft, die für den Staat mehr Rachkriegsjahren ist das Amt seinen großen Auf-
getan aben, als ein Haufen unserer heutigen ga5en gerecht geworden und hat im Rahmen des Machthaber, angreift, so daß ^yeimrat Vogler Möglichen die schwersten Schäden von unserer erklären mußte, daß er eme völlige Rechtsloftg- Dolksgesundheit abgezehrt.'Meine herzlichen leit erlebt hätte, wie sie nicht einmal zu <Mten I Glückwünsche gelten deshalb am heutigen der französischen Besatzung sich ereignete. (Sehr Tage t>em Reichsgesundheitsamt und seiner weite- richtig rechts.) ren Entwicklung."
Abg. Schwarzhaupt (D. D.) erklärt, daß y _________
die Arbeitslosigkeit weiten Kreisen des Volkes das OaU
Gefühl nimmt, für die Familie sorgen zu können.
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denz der Radikalisierung der Arbeitermassen. Wenn Wie aus Warschau aemelbct wird, ist aus dem die Republik ein Rechtsstaat ist, so ist das nicht Uebungsplatz in Poworsz bei Kowel wahrend des das Verdienst der republikanischen Parteien, son- Exerzierens einer Kompagnie des 41. Jnfanterie- dern derer, die gegen den Volksentscheid aufgetreten regiinents ein 18 ° Ze n t i m e t e r - A r t i I l e r i e- find. (Lebhafte Zustimmung rechts.) g e s ch o ß explodiert wodurch 38 So I b a -
Abg. Bartels-Krefeld (Komm.) bedauert, daß ten, darunter zwei Offiziere, getötet in den Ausschußberatungen alle kommunistischen wurden. 38 Soldaten, darunter zwei Offiziere, wur- Ant-äge auf stärkere Unterstützung der kulturellen den s ch w e r und 11 Soldaten leichter verletzt, und sozialen Belange des Voices auch von der So- Heber die Ursache der Katastrophe wird gemeldet, zialdemokratie mit abgelehnt wurden. Für die Be- daß es sich wahrscheinlich um em Geschoß handelte, ftitiqung der Hochwasserschäden seien dringend Vor- das noch in der Erde vom Weltkrieg her vergraben beugung:Maßnahmen notwendig, wobei viele Er- war und während des Exerzierens zur Explosion werbslose Beschäftigung finden könnten. gebracht wurde.
Abg. Riedel (Sem.) stimmt dem Abgeordneten Explosion in einer Schweizer Jabrif. Schlange zu, daß den Hochwassergeschädigten schnell Die Entzündung von Aluminiumstaub oer- geholfen werde. Es ist der Regierung gelungen, die ursachte in den Bronze-Farbwerken in Kempten bei Ruhe und Ordnung des Staates auch unter den Wetzikon eine Explosion, durch die ein Arbeiter schwierigsten Umständen zu verbürgen. In der Er- getötet und zwei schwer verletzt wurden. Außer- werbslosenfürsorge muß die erhebliche Unterstüt- dem wurde ein Gebäude zerstört, zungssiimme endlich für produktive Zwecke ver- Hochwasser In Ungarn,
wendet werden. Die Ueberschwemmungen geben ja schnelle Ansteigen her Theiß hat bei
für die produktive Arbeit einen deutlichen Finger- Tiscaborogm mehrere Quadratkilometer Land zeig. Besonders im Osten ist schleunigst eine um- unter Wasser gesetzt. Man befürchtet einen fassende Aenderung in Angriff zu nehmen. | Dammbruch, falls die Theiß noch einige Zenti» meler steigt, wodurch auch Getteidefelder überschwemmt werden würden. Die andauernden heftigen Regengüsse beschädigten in Budapest mehrere große Massenquartieranlagen, Rotwohnun- gen und Barackenlager.
Dammbruch der Donau bei Apalin.
Die Donau hat den Damm bei Apatin durchbrochen und überflutet das gesamte Gelände. Aus allen Landesteilen sind Truppenabteilnngen telegraphisch zur Hilfeleistung berufen worden. Die Regierung hat den Aufttag gegeben, die am meisten gefährdete Stadt Zombor zu räumen. Das Regenwetter dauert an. Man befürchtet, daß die Katastrophe sich noch schlimmer aus-


