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Gaujugendtreffen der Schwimmer.

< K, Auch diesmal war der Schauplatz der Hufastunenkunft der Jugend des Gaues 1 Kreis V Die alte Burg Greifen st ein im Westerwald. DsreltÄ am Dienstag fuhr eine Gruppe aus Harrnstadt, Wiesbaden u. a. rheinaufwärts bis Koblenz und erreichte am Mittwoch nach einer Wanderung durchs Lahntal in Limburg eine Gruppe des Gießener Schwimmvereins, mit der zusammen ein Werbeschwimmfest ver­anstaltet und ein Schwimmverein ins Leben ge­rufen wurde. Am Freitag gelangte man nach Wetzlar, wo ebenfalls ein Werbeschwimmen veranstaltet wurde, bei dem sich die Gießener den anwesenden Rhein-Schwimmern stark über­legen zeigten.

Am Samstagnachmittag trafen dann teils zu Rad, teils zu Fuß die einzelnen Gruppen aus verschiedenen Richtungen in Greifenstein ein. Abiends erzählte der Pfarrer im Burghof beim Fackelschein von der Geschichte der einstmals mächtigen Burg und ihren Bewohnern. Daran schloß sich ein Fackelzug ins Dorf, von wo aus man nunmehr das wunderbare Schauspiel der Burgbeleuchtung erlebte, die noch lange in der Erinnerung der jungen Schwimmer- und der Dorf­bewohner bleiben wird.

Am Sonntag sanden im Anschluß an einen in der Burgkirche besonders für die Schwimmer abgehaltenen Gottesdienst vor dem Dorf unter den primitivsten Verhältnissen einige volkstümliche Wettkämpfe statt, in denen die Jugendlichen des Gießener Schwimmvereins sich als die Besten er­wiesen. Sie gewannen den Mehrkampf, bestehend aus Laufen, Hochsprung, Kugelstoßen und Schwimmen (letzteres war in Wetzlar ausgetragen worden) mit 78*/2 Punkten (Mannschaft: Kugel­stoßen und Hochsprung: Herrn. Kraft, Laufen: Holz igel, Schwimmen: Rau).

Zweite wurde die Offenbacher S. G. v. 1922 mit 56l/2 P. und Dritter der Darmstädter S. C. Iungdeutschlcmd" mit 511/» P-

Leider beeinträchtigte das Wetter und die für die meisten Gauvereine große Entlegenheit des Ortes die Zahl der Teilnehmer erheblich, die am Sonntag etwa 150 betrug.

Gietzerrer Wochenmarktpreise.

Ts kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 150 bis 180 Pfennig, Matte 35 bis 40, Käse (10 Stück) 60 bis 80, Wirsing 45, Weißkraut 45, Rotkraut 45, gelbe Rüben (das Päckchen) 45, rote Rüben 20, Spinat 20 bis 30, Rvmischkvhl 25 bis 30, Spargel 70 bis 100, Erbsen 45, Tomaten 150, Zwiebeln 20, Meer­rettich 80, Schwarzwurzeln 50, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln 5, Aepfel 20 bis 50, Kirschen 80, Stachelbeeren 40, Erdbeeren 280 bis 300, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 110, Suppen­hühner 100 bis 130; das Stück: Eier 11 bis 12, Blumenkohl 80 bis 150, Salat 10 bis 20, Salat­gurken 80 bis 120, Lauch 10 bis 20, Rettich 30 bis 50, Sellerie 30, Radieschen (Bd.) 12 Pfennig.

Wirtschaft.

Die Lage auf dem Kohlen- und Eisenmarkt.

(Bon unserem Essener Mitarbeiter.)

Auf dem Kohlenmarkt ist seit kurzem eine leichte Besserung eingetreten. Die arbeitstägliche Forderung war in der letzten Zeit ungefähr 10 Prozent höher als im Durchschnitt des Monats | April. Die neue Forderung konnte abgesetzt werden; ebenso war es möglich, die auf den 5 Zechenbahnhöfen, auf der Eisenbahn und auf den Wasserstraßen befindlichen Mengen im großen und ganzen abzusetzen. Dagegen haben die Halden­bestände eine Verringerung nicht erfahren; die Vorräte an Kohle zeigen zwar eine kleine Ab­nahme, jedoch haben sich die Bestände an Koks noch weiter vermehrt. Gs ist gelungen, im Aus­lande und in den bestrittenen Gebieten einige Mengen an Ruhrkohle unterzubringen. So haben Abschlüsse nach Aufhebung des Einfuhrverbotes getätigt werden können nach Frankreich und nach Belgien; auch nach Holland, in die Schweiz und nach Skandinavien zeigt sich eine kleine Zunahme der Bestellungen und Abrufe. In den bestrittenen Gebieten dagegen namentlich an der Küste ist eine wesentliche Besserung nicht zu verzeichnen. Im deutschen Inlande hat das Geschäft eine Be­lebung nicht erfahren; es hält sich auf dem Stand um Mitte April. Zusammengefaht läßt sich sagen, daß zwar eine Belebung unverkenn­bar ist, daß diese aber nicht so groß ist, wie man nach Weitergehen des englischen Bergar­beiterstreiks eigentlich hätte vermuten können. Man kann immer noch bei den Verbrauchern eine ziemlich starke Zurückhaltung beobachten, die sich vermutlich in der Hauptsache darauf stützt, daß die englische Regierung in der Frage der Subventionen, wenn auch nur für eine gewisse Zeit vermutlich noch Zugeständnisse würde machen müssen. Die jetzige Belebung ist also nur als eine Besserung vorübergehender Natur zu be­trachten.

Auf dem Eisenmartt hat sich nicht viel ver­ändert. Es scheint aber doch, als ob der Tief­stand, der nach einer vorübergehenden Besserung seit Anfang April wieder eingetreten war. etwas Überwunden wäre. Die Nachfrage ist etwas leb­hafter geworden, zumal Die meisten Verbraucher und Händler über wesentliche Lagerbestände nicht versügen. Der .Umfang der Spezifikationen läßt aber noch immer sehr zu wünschen übrig ein Be­weis dafür, daß bei den großen Verbrauchern (Daumarkt, Reichsbahn, Eisenverarbeitung) eine Belebung in dem Maße, wie sie von vielen Per­sonen noch bis vor kurzem erhofft wurde, nicht eingetreten ist. Die Unsicherheit in der politischen und wirtschaftlichen Entwickelung, die erst vor kurzem noch durch törichte Putschgerüchte genährt wurde, ist eben noch zu groß. Der Ausland­markt hat sich weiter verschlechtert, da die Fort­setzung des Frankenverfalles die Hereinnahme von neuen Aufträgen nicht mehr reizvoll er­scheinen läßt. Die leichte Besserung, die auf dem Inlandmarkt zu verzeichnen ist, geht also durch die Verhältnisse auf dem Auslandmarkt, mit des­sen Stabilisierung noch für lange Zeit nicht ge­rechnet werden kann, wieder verloren. Die inter­nationalen Eisenverhandlungen haben grundsätz­liche Fortschritte in den letzten Wochen nicht ge­macht, sodaß eine Besserung der Verhältnisse von dieser Seite her nicht erhofft werden kann.

Im Einzelnen ist zu sagen, daß sich in Stabeisen in der letzten Zeit fast nichts geändert

hat; der Eingang von neuen Aufträgen läßt sehr zu wünschen übrig; insbesondere hat das Auslandgeschäft einen Rückgang erfahren. Etwas besser ist das Geschäft in Förmeisen, wo Bestel­lungen vom Baumarkt her anregen. Im Röhren­geschäft wird eine leichte Besserung auf dem Inlandmaickt durch eine Verschlechterung im Aus- landabsah ausgeglichen. Für Grobbleche liegen die Verhältnisse unverändert, eine Neigung nach unten ist jedoch unverkennbar. Sehr schlecht ist die Lage auf dem Markt für Mittel- und Fein­bleche; hier lassen besonders die Verhältnisse im Siegerland sehr zu wünschen übrig. 3m Draht­geschäft hat sich Wesentliches nicht geändert.

*

Süddeutsche Eisenbahn-Gesell­schaft, Darmstadt. Die Gesellschaft schlägt vor, aus dem Reingewinn von 2 375 919 Rm. aus.das Aktienkapital von 20,8 Mill. Rm. 10l/2 Prozent Dividende 2184 000 Rm. zu verteilen, 150 930 Rm. als Tantieme zur Verfügung zu stellen und 40 989 Rm. vorzutragen. 3m Bericht führt der Vorstand aus, daß die bereits 1924 eingetretene günstigere Gestaltung der wirtschaft­lichen Verhältnisse des Unternehmens auch im abgelaufenen Geschäftsjahre angehalten habe.

* Groß kraf twerk Franken A. G., Nürnberg. Nach einem befriedigenden Ver­lauf des 3ahres 1925 und Steigerung der Strom­abgabe von 94 Mill, auf 114 Mill. kWh schließt die Gesellschaft mit einem Ueberschuß von 1,966 (2,78) Mill. Rm. und mit einem Reingewinn von 0,70 (0,71) Mill. Rm., aus dem auf 7 Mill. Rm. Stammaktien 9 Prozent Dividende und auf 156 000 Rm. Vorzugsaktien 5 Prozent Dividende verteilt werden sollen.

* Starke Passivität der italie­nischen Handelsbilanz. 3n den ersten vier Monaten des 3ahres 1926 betrug die Ein­fahr in Italien 9095 Millionen Lire, die Aus- fuhr mir 5326 Millionen Lire. Der Passivsaldo der Handelsbilanz beträgt somit 3769 Mill. Lire. Bei der Bekanntgabe dieser Ziffern bemerkte Wirtschaftsminister Deluzzo, man muß den Mut haben, die Wahrheit zu sagen und die schmerzliche Wahrheit sei die, daß 3talien heute zu viel verbrauche und zu wenig erspare.

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt. 1.3uni. Tendenz: Uneinheit- lich und unsicher. Die rückläufige Tendenz, die an der gestrigen Börse hervortrat, setzte sich heute fort. Großes Angebot in Farben-Aktien, das von der berufsmäßigen Spekulation an den Markt gebracht wurde, wirtte sich auch auf die übrigen Märkte kursdrückend aus. Bei Beginn des amtlichen Verkehrs schlug die Stimmung um, da bei den Danken wieder zahlreiche Kaufaufträge Vorlagen, wodurch das kursdrückende Moment verdrängt werden konnte. Gerade in den Aktien der 3. G. Farben-3ndustrie waren die Aufträge ziemlich erheblich, fo daß sich der Kurs nach 186.50 erneut auf 188.50 heben tonnte. Ferner waren einige führende Montan- a 11 i e n gesucht und höher, besonders Rhein­stahl plus 2 Prozent, Phönix plus 1,25 Prozent, Gelsenkirchen plus 0,75 Prozent, Harpener plus 0,5 Prozent. Kaliaktien blieben jedoch schwächer. Westeregeln minus 2 Prozent, Aschersleben minus 1 Prozent. Unberäjibert fest eröffneten die Aktien des Metall - Konzerns. Scheide­anstalt plus 1 Proz., Metall-Gesellschaft plus 2 Proz., Metallbank erreichten mit 100 Proz. den Paristand. Am Elektro markt waren Elektrische Lieferung stark rückläufig und senkten sich von 126 auf 119. Auch die anderen Elektro­werte notierten niedriger. Bankaktien lagen ruhig bei uneinheitlicher Kursentwicklung. Bay­rische Hypothekenbank minus 1 Proz., Reichs­ten! minus 1 Proz. Motorenaktien neigten zum Nachgeben. Maschinenaktien unverändert. Zuckeraktien ansehnlich gebessert. Deutsche Anleihen weiter geschästslos. Dagegen formte sich am Ausland rentenmarkt großes Geschäft in Türken entwickeln, die weiter an= zogen. Als Grund der Steigerung wird auf die Befestigung des türkischen Pfundes am Va- lutenmarkte verwiesen. Haussierende Bewegung zeigten auch mexikanische Anleihen, besonders Goldmexikaner, die auf 51,75 in die Höhe gingen. Der Freiverkehr lag ruhig. Deckerstahl 34, Benz 71,5, Growag 60, Rastatter Waggon 21. Ufa 48, Ufra 81 Proz. Der weitere Verlauf zeigte große Unsicherheit. Die Kurse schwantten das Geschäft blieb aber lebhaft. 3. G. Farben waren weiter fest, während die führenden Montanaktien eher zum Nachgeben neigten. Am Geldmarkt ist nach Uebertoinbung des Ultimos eine Erleichterung eingetreten. Der Sah für Tagesgeld ging auf ca. 5 Prozent zurück. Mo­natsgeld 5 bis 6.5 Prozent je Adresse. Privat- diskonten 4,62 Prozent. 3ndustrieakzepte 5,25 Prozent. 3m Devisenverkehr haben die west­lichen Frankenvaluten wieder eine Abschwächung zu verzeichnen. Paris gab gegen London auf 151.25 und Brüssel auf 156 nach. Auch Mai­land war mit 128,50 gegen London mäßig ab­geschwächt. Mark und Pfund blieben unverändert.

Der Berliner Börsenbericht und die Frankfurter P r o d u k t e n - N o t i e r un- gen konnten infolge Gewitterstörungen nicht rechtzeitig übermittelt werden.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 31. Mai. Die neue Woche eröff­nete im Berliner Produktenhandel nicht ganz einheitlich. Das Ausland war am Samstag etwas fauler vertreten und übte keinen allzu großen Einfluß auf den übrigen Verkehr aus. Lokoware für Weizen wenig verändert bei fast durchweg kleinen Umsätzen. Für Maiweizen wur­den am Terminmarkt keine Preise über den letz­ten Stand bezahlt. 3uliSeptember-Lieserun­gen etwas niedriger. Hafer in besten Werten fest, sonst schwer verkäuflich, Gerste behauptet, im wesentlichen ruhig. Es notierten pro 1000 Kilogramm: Roggen (märt) 77 bis 82, Sommer­gerste 187 bis 200, inländische Gerste 169 bis 182, Hafer (märt.) 196 bis 207; für je 100 Kilo­gramm : Weizenmehl 36.75 bis 39.50, Roggen- mehl 25.25 bis 26.50, Weizenkleie 10.50, Roggen­kleie 11.50 bis 11.60, Viltoriaerbsen 33 bis 44, Heine Speiseerbsen 26 bis 30, Futtererbsen 20 bis 25, Peluschken 20 bis 24, Ackerbohnen 22 bis 24, Wicken 28 bis 32, Lupinen (blau) 12 bis 13.50, Lupinen (gelb) 15.50 bis 17.50, Serradelle (neue) 40 bis 45, Rapskuchen 13,70 bis 13,90, Leinkuchen 17.60 bis 17.80, Trockenschnihel 9.90 bis 10.30, Soya-Schrot 19 bis 19.20, Kartoffel­flocken 18.20 bis 18.50.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

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l.Uhr. Kurs

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Datum: \

31. 5.

1.6.

31. 5. | 1. 6.

5% Deutsche RcichSanleibe . 4% Deutsche Reichsanlcihe . 8Va% Deutsche Aeichsauleihe 3% Deutsche Reichsanlcihe . Tculschc Sparprämienanleihe 4°/o Preußische KonsolS . . 4°/0 Hessen...........

3V/7o Hessen .....

3% Hessen Deutzwe Wertb. Dollar-Anl. dto- Doll.-SchaU-Anwetlng.*)

4% Zolltürkcn 5% Goldmerikaner ....

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bruik Darmst. und Naiionatbank . Deutsche Bank Deutsche Bercinsbank .... Disconto Commandit ... Mctallbanl...........

Mitteldeutsche Creditbank. . Oester-reichliche Creditanstalt. Weltbank . ........ .

Bochumer Guß .......

BuderuL.......

Caro »Luxemburg irchener Bergwerke. .

Harpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte Obcrbcdars ...... Phönix Bergbau ...... Rociustahl........... Ricbech Montan ......

Tellus Bergbau....... öamburg-Amcrika Paket. . . Norddeutscher Llovd ....

Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont-Guano.....

Chemische Mayer Alapin . . I. G. Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung........

vintgerswerke Schcidcanstalt.........

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........

Mainkrastwerke Schultert ........ Siemens A Halske .....

Adlcrwerke Kleyer ...... Daimler Motoren. .....

Heyligenstaedt......

Mecwm.............

Mortoenwerke Maunbeim .

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Mclallgeselllchost Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz......

Sichel..... .....

Zellstoff Waldhof..... .

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

0,390

0,39

0.39

0,3825

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70

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4

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_

139,25

138

49

56

_

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

31. Mai.

1. Juni.

Amtliche Geld

Kotierung Brief

Amtliche Notierung

Geld ! Brief

Amst.-RoU- Buen--Aires Brss-°Autw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . HellingforS. Italien. . . London. . Neu York . .

Paris. - - Schweiz . - Spanien. .

Japan . . - Rio de Jan. Wien in D-- Oest- cbgeft. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig. - Konftanttn- Alben. . . Canada. . . Unißuah . .

168,57 1,679

12,91

91,24

110,36

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10,55

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20.404

4,195 13,60

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63,68 1,968 0,672

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168,99 1,683

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2,33

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168,65 1,678

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12,42 7,405 5,867

3,045 21.445

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4,197 4,245

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4.255

Berlin, 31. Mai

Geld

Bries

Amerikanische Nölen .....

Belgische Noten........

Dänische Noten ...... Engli>che Noten........ Französische Note« ...... Holländische Noten Italienische Noten ...... Norwegische Noten......

Dcutsch-Ocsrcrr.,äl00 Kronen Rumänische Noten ...... Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

Ungarische Noten.......

4,189 12,94 110,02 20,352

13,63 168,23

15,86 90,99 59,29

1,70 111,92 81,11 63,59 12,405

5,82

4,209 13,00

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12,465 s;86

Büchertisch.

Fünfzig 3ahre Adolf Donz L Co. Das bekannte Derlagshaus Donz läßt zur Halbjahrhundertfeier seines Bestehens in Form eines ansehnlichen Iubiläumsbandes ein Ver­zeichnis der Bücher erscheinen, die bisher bei ihm herausgekommen sind. Das bildergeschmückte, 236 Seiten starke Verzeichnis registriert nach einem Vorwort zunächst die belletristische Der- laggarbeit (im weitesten Sinne), anschließend die pädagogischen, philologischen und musikalischen Publikationen, endlich im dritten Abschnitt Ver­schiedenes. Aus der ansehnlichen Reihe guter Autoren, die Donz verlegt hat, seien nur Scheffel, Fr. Th. Discher, Hansjakob, Voß und Dillinger genannt. 269

Alfred Schirokauer:Hinter der W e l t. Engelhorns Romanbibliothek. Band 995. Broschiert 1 Mk. 3n Ganzleinen 1,75 Mk. Ein packendes Buch der Abenteuer und der Schön­heit, in 3sland und im Polarmeer spielend; die Welt, mondänstes Leben der Städte greift hinein, wild und verführerisch, in die stille Klarheit der nordischen Ferne. Die nackten brutalen Vor­gänge sind mit hinreißender Meisterschaft erzählt; bei aller Gewalt der Ereignisse liegt über dem Buch eine ergreifende Zartheit.

Grabbe. Der Roman seines Lebens. Von Paul Friedrich. 205 Seiten. 8°. Concordia, Deutsche Verlagsanstalt Engel & Toeche, Berlin (SW. 11) 1925. All die Jahre seines kurzen Lebens hin­durch, das 1836 endlich der Tod mitleidig aus­löscht, hat Christian Dietrich Grabbe, der Einsame, der deutsche Dichter von Gottes Gnaden, derwest­falische Shakespeare" Werk an Werk gereiht; nie­mand hat etwas von ihm wissen wollen (man wußte allenfalls, wie schrecklich betrunken er oft war), von diesem entgleisten Genie und Vagabunden Gottes. Bei seinen Lebzeiten nicht, und nach seinem Tode noch weniger. Aber seltsam: vor ein paar Jahren begann eine Bewegung, die man als Grabbe-

Renaissance bezeichnen könnte. Paul Friedrich hat das bedeutende Verdienst, hist Wegbereiter ge­wesen und immer wieder für Grabbe eingetreten zu sein: mit dem Grabbe-Buch, mit einer schönen vierbändigen Ausgabe, die dringend not tat und bann mit biefem Roman, ber mit einer ver­wandten Leibenschaft bie jähe Lebenskurve bes unseligen Genies aufzeichnet unb dep in tiefem Mitleiben gefangenen Leser durch bie (meister­lich umgriffenen) Stationen einer abschüssigen Lebenslanbstraße führt. Wir wünschen dem vortrefflichen Roman ben weiten unb geistig mitfühlenden Leserkreis, für ben er geschrieben ist, unb ben er verbient. 230

Heimatblatt unb Geschichtschronik für bie ehemals Wiebschen unb Nassauischen Lanbe, ür Westerwald, Eifel unb Mittelrhein. Beilage zur Neuwieber Zeitung. Sammelband bes 4. Fahr- ganges 1925. 176 Seiten. Der Inhalt ber vorliegenden Heimatbeilage ist vortrefflich zu- ammengestellt, bringt eine Fülle von belehren­dem, unterhaltenden, gediegenen Lesestoff in seinen Spalten; alles ist mit Fleiß unb Liebe zur Kultur der engeren Heimat zusammengetragen. Breiten Raum nehmen vor allem geschichtliche unb kultur­historische Abhanblungen ein, viel Wertvolles bieten bes ferneren Künstlermappe, Sagensor- chung,Wanderfahrten" unb bie Lesefrüchte im Heimatlichen Allerlei". ~ 279

Bruno Frank: Trenck. Roman eines Günstlings. 329 Seiten 8°. Ernst Rowohlt Verlag. Berlin 1926. Gin seines und wertvolles Buch, dazu (was für manche Leser ausschlaggebend fein mag) so beschaffen: toerrn man es angefangen hat, liest man es gleich zu Ende. Das Thema welch ein Wunder, baß man nicht früher bar an geriet! fesselt sofort, schlägt in Dann, läßt einen nicht mehr los. Aber nicht eigentlich das große Abenteuer dieses Rotokoschicksals macht Den Gehalt des Romans aus, sondern: seine literarische Kultur, das stilistische Arom des qualitätvollen Erzählers. Bruno Frank ist ja kein Neuling mehr. Thomas Marm schrieb sehr ehrende Worte über die »Tage des Königs''; schon hier das Fridericus-Thema (seltsam aktuell in unserer unfridericianischen Zeit; man denkt des öftern. nicht zufällig, an Molo), und dies ist bas Ueberzeugende an der inneren Form des neuen Romans: wie das durchaus nach vorn gerückte Schicksal des Günstlings dennoch rächt den Glanz und das schier übermenschliche Mflß der Königsgestalt verdunkelt. 2?3

Geschichte des Hessischen Staatsarchis zu Darmstadt. Von Georg Fink. 201 Seiten. C. F. Wintersche Buchdruckern, Darmstadt 1925. Zur Jubelfeier des Darm­städter Staatsarchivs vor 200 Jahren ist das 3nstitut in die Räume des hessischen Landgrafen­schlosses eingezogen legte der seit langem mit dem Archiv in wissenschaftlicher Arbeit eng verbundene Historische Verein diese Gedenkschrift vor, die in 22 Kapiteln interessante Einblicke in Wesen, Entwicklung und Arbeit des Archivs ver­mittelt. Cingesprengte Reproduktionen geben ein Bild von den stattlichen Räumlichkeiten, über bie das Darmstädter Archiv verfügt. 258

Der neue Roman von Hermann Sudermann eröffnet das Iunihest von Velhagen & Kla - f i n g s Monatsheften. Er spielt m der Bis- marckzeit und heißtDer tolle Professor". Er ist ein Werk von leidenschaftlicher Bewegung und unge­meiner Spannung, eine Schöpfung, die mit ihrer sinnlichen Fülle einen erstaunlich tiefen Gedanken­gehalt verbindet, das Reifste, was der Romandichter Sudermann geschaffen hat. Sehr reich ist die illu­strative Ausstattung des Heftes. Neben den meister­haft gedruckten Kunstbellagen nach Werken von Dill, Kampf, Spiro u. v. a. fesseln die farbigen Aufsätze über Philipp Otto Runge von Dr. Paul Ferdinand Schmidt,Deutsche Fechtkunst" von Prof. Dr. G. Panconzelli-Calzia und Georg Bittrichs reizende SpreewaldplaudereiIm Land der Luche und Tuche", die Hans Joachim Wagner mit duftigen Buntstiftzeichnungen geschmückt hat. Pros. Dr. Wilh. Kleefelds Gedenkaufsatz zum 100. Todestage Carl Maria von Webers ist ein bisher unveröffentlichtes vierfarbig wiedergegebenes Bildnis des Kompo­nisten wiedergegeben.

Die feierliche Tagung des Hansischen Ge­schichtsvereins leitete die großen Siebenhundertjabr- Feiern Lübecks ein. Aus diesem Anlaß wurde die vorliegende erste Festnummer desLübecker General-Anzeigers" gewidmet der ruhm­vollen Vergangenheit der Hansestadt. DemLübeck von heutet Lübeck als moderner und groß­zügiger Industrie-, Handels- und Hafenstadt gilt die zweite Festnummer. AlsDeutsch-Nordische Son­dernummer" wird die dritte Festaufgabe aufgezogen.

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MoseZeki

polnischer Sraatsyräfident.

Warschau, 1. Juni. (TU. Drahtmeldung.) 3m zweiten Wahlgang für die polnische Staatspräsidentschaft erhielt Professor Moscleki 281 Stimmen, der Kandidat der Rechten nur 200 Stimmen. rNoscleki ist somit zum Staatspräsidenten gewählt.

Das Urteil im Mordprozeh Fleffa aufgehoben.

Leipzig, 1. 3unl. (WTV. Drahtmeldung.) Der 1. Strafsenat des Reichsgerichts verhandelte heute als Revisionsinstanz über den IHorbpro- z gegen die 36jährige Krankenschwester Alessa aus Frankfurt a. 2tl., die wegen Mordes vom Schwurgericht Frankfurt a. 21L am 26. März zum Tode verurteilt worden war. Die Angeklagte hatte am 28. Oktober 1925 ihren Geliebten, den Sani­tätsrat Dr. Seih durch drei Revolver- schusse getötet. Der Landgerichtspräsident hatte bei der Zusammensetzung des Schwurgerichts einen Assessor des Amtsgerichts zur Mitwirkung als Bei­sitzer zugezogen, was nach § 83 des Gerichtsver- sasfungsgesehes nicht zulässig ist. Danach dürfen als Beisitzer zum Schwurgericht nur angestellte Richter des Landgerichts, nicht aber solche des Amtsgerichts mitwirken. Das Gericht kam nach längerer Beratung zur Aufhebung des Urteils und wies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Dorinstanz zurück.

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