Ausgabe 
1.4.1926
 
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Nr. 77 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Gberhefsen) ......

Donnerstag,!. April 1926 aMMEWTACT» -m »LIMIII IIf

Turnen, Sport und Spiel

Feiertagsspiele

runde aus.

Berlin

Auch

im Westen

Vorher tragen die 3 u g c 11 ö m a n n f d) a f t c n Wiesecks und Dlasbachs cm Gesellschaftsspiel aus, das wohl die Wicsccker in Front sehen wird.

In Heuchelheim.

Auch der H e u ch c l h e i m e r Verein will die Oftcrfeicrtage benutzen, um seinen Anhängern und Freunden wieder mal etwas anderes als die harten Punktspiele zu bieten. Die erste Mann- schaft der Freien Turnerschaft Vilbel, eine Mannschaft mit sehr gutem Klang, ist der Gegner. Wo der Sieger ist. läßt sich nicht im voraus sagen, aber jedenfalls ist ein äußerst interessantes Treffen zu erwarten Die 3 u -> gend will ihre Kräfte der 1. Mannschaft Rodheims gegenüber messen. Ob sie sich nicht etwas zuviel zugemutet und hinterher das Aach- sehest haben? Vielleicht gibts auch eine lieber» raschung!

der Gaumeister T. u. Spv. Butzbach unterlag. Aun sind die 6 Mannschaften um die Kreis­ln e i st c r s ch a f t ermittelt, und diese lieferten sich schon die ersten Treffen. 5>ier Cndkampf wird im Pokalsystem ausgespielt und führte am letzten Sonntag Lv. Griesheim (Darmstadt) und Lv. Ai cd a. Main zusammen, das der Aculing Griesheim mit': 3 für sich entschied. 3n Wiesbaden trafen sich Lv. Seckbach und Tgmd. Aeuwied. Aeuwied war gefürchtet, und die Möglichkeit einer Niederlage des Alt­meisters Seckvach möglich. Di.ser, mit seiner ver­jüngten Mannschaft, schlug Aeuwied jedoch in flottem Spiel 5: 1 (3:1). 3n Oberstetn fand das 3. Vorspiel statt, das Lv. Algenrodt (Saar) und Tg. S ch i e r st e i n (Rhein) zusam- lnengeführt hatte und von letzterem mit 2:1 ge»

Die Entscheidung liegt nach wie vor zwischen Alten- essen und Köln, zwei Mannschaften, denen fo lercht keiner Meistcrfchaftsehren zugedacht hatte. Da der Unterlegene aus diesem Rennen zugleich zweiter Vertreter des W. S. V. wird, kann der dritte Platz nur noch für Düsseldorf und den Duisburger S.D. in Frage kommen.

In derRunde der Zweiten fetzte Essen Schwarz-Weiß seinen Siegeszug fort. Diesmal mußten die anfangs favorisierten Duisburger 08er mit glatten 4:0 daran glauben. Kurhesien Kassel ließ sich, trotzdem sie gegen Osnabrück die Besseren waren, mittels zwei Elfmetern 4:3 schlagen.

Des Nordens

Elite traf sich nur in einem Kampf zwischen Hamburger Sportverein und Arminia Hannover. Mit 4:4 entstand ein ungewohntes Aesultat, das den H. S. V. stark benachteiligt. Holstein Kiels Chancen auf die Meisterschaft stiegen somit erheblich. Die anderen Vereine trugen in­folge des Pokalkampfes keine Spiele der End-

In Gießen.

£ Ein intensiver Spielbelrieb herrscht am ersten Feiertag auf dem Sportplatz Trieb der Freien Turner schäft Gießen die sich für diesen Tag vier Mannschaften der Arbeiterfportler Rie­de r r a d s verpflichtet hat. Drei FußballweUspiele und ein Handballwettspiel sollen zum Austrag io:n- men. Die Gießener treffen auf keinen unbekannten Gegner und haben dessen Stärke, als Sonderklassen- Vertreter, schon einmal zu spüren bekommen. In Niederrad trafen die gleichen Mannschaften im ver­gangenen Jahre schon einmal aufeinander, und alle vier' Spiele verlor Gießen verhältnismäßig hoch. Die damalige Mannschaftsstärke ist natürlich kein Vergleich mit der heutigen Spielstarke der Gießener, die den Frankfurtern dieses Mal das Gewinnen wohl nicht fo leicht werden lassen. Ain Vormittag treffen sich die Iugendmann schäften. Hier war Niederrad im Vorjahre mit 5:0 Sieger. Da die Gießener Jugendmannschaft ein ganz beachtens­werter Gegner ist, war dies Resultat ein Beweis für die vorzügliche Spielweise der Niederräder. Arn Nachmittag beginnen zunächst die zweiten Mannschaften ihre Kräfte im friedlichen Wett­kampf zu messen, hier siegte Niederrad, das in diesem Jahre Bezirksmeister seiner Klasse ist, tm Vorjahr 8:1. Die Gießener werden wohl alles her­geben müssen, um es nicht wieder dahin kommen zu lassen. Diesem Spiel schließt sich ein Hand- ballwettspiel an. Auch hier war vorher Nie- derrad einwandfreier 5:0-Sieger. Aus der Gießener Mannschaft ist natürlich in der Zwischenzeit etwas ganz anderes geworden, fo daß ein höchst inter- esiantes Treffen bevorfteht. Den Schluß machen die ersten Mannschaften. Dieses Spiel begegnet natürlich ganz besonderem Interesse, zählt doch Nie­derrad mit zu den besten Kreismannschaften und war bei den letzten Verbandsspielen Gruppen- meister. Wcstenv, der heutige Kreismeister, war der Bezwinger Niederrods. Das Vorspiel gegen Gießen gewann Niederrad 5:1. Bei dem in Aussicht stehen­den guten Wetter dürfte wohl jeder Interessent auf seine Kosten kommen.

In wieseck.

Der Freie Turn- und-Sportverein Wies eck hat sich ebenfalls einen Vertreter der süddeutschen Sonderklasse für den 1. Feiertag verpflichtet, und zwar die erste Mannschaft der Spiel VereinigungVorwärts" Frank­furt. Diese ä frrft frm athische Mannschaft ist in Wieseck kein Fremdling, vor Jahren weilte sie bereits einmal hier, wo sie duvck) ihre vornehme Spielweise besonders gut gefiel. Die Gewinn­chancen der Wiesecker find natürlich nicht sonder­lich hoch, aber es geht ja hier auch nicht um Gewinn oder Verlust, sondern es gilt, den gerade in Wieseck immer sehr zahlreichen Zuschauern Fußballspiele in seinen besten Formen zu zeigen. Hierzu ist dieVorwärts"-Mannschast besonders gut geeignet, der Verlauf des Spiels wird wohl ein Gewinn für den Sportgedanken werden.

Steubauien auf der Mafferkuppe.

Aus Gersfeld (Ahön) wird uns von un­serem ü-Mitarbeiter geschrieben:

Das Interesse für den deutschen Segelslug ist in ständigem Wachsen begriffen. Defonders richtet es fid) auf die alljährlichen Segel» flugtoettbctoerbc, die in dec Ahön, der Wiege des deutschen Segelfluges, stattfinden. Kaum daß der diesjährige Termin (25. 3uli bis 9. August) bekannt geworden war. trifft man in den verschiedenen Segelflugvereinigungen umfangreiche Vorbereitungen. Das Bestreben ist vorherrschend, die Heranwachsende Lugend für den Segelslug zu interessieren. Dies geht aus der Gründung von neuen Segelflugvereinigungen, besonders in öen der Ahön nahegelegenen Orten, hervor. 3n diesen werden aufklärende Vorträge gehalten, Modelle gebaut und Versuchsflüge ver­anstaltet. Aber auch auf der Wasserkuppe selbst ist man bemüht, sich den Anforderungen des diesjährigen Wettbewerbs gewachsen zu zei­gen, zu dem Amerikaner, Inder und Aussen erwartet werden. . .

Trotz der noch verhältnismäßig ungünstigen- Witterung herrscht in dem von der A h ö n - ! Aositten-Gesellschaft gegründeten, unter Leitung von Lippi sch und Dr. Aaetgen stehenden Forschungsinstitut reger Be­trieb. Es werden Versuchsmodelle gebaut und ausprobiert. Diese Modelle sind kleiner als die späteren Originale. Sie werden mit einem 1,25 ?. S.-Motor ausgerüstet und starten unter Mit­gabe einer bestimmten Menge Brennstoffes. Ihr Flug ohne Pilot wird mit Hilfe des Kurbel- I kastenS unter Anwendung der Zeitlupe, durch Mehaparate im Modell selbst und auf der Erde genau beobachtet. Die dabei gesammelten Er» I fahrungen werden später ausgewertet. Augen­blicklich ist ein Modell im Bau, das neu­artige Tragflächen erhält, die sich auto­matisch den Luftströmungen an­paff en, wodurch der Apparat eine kolossale Höhe erreicht. Gelegentlich des diesjährigen Wettbewerbs soll diese Art Modellflug zum ersten Mal der großen Oeffentlichkeit vorge­

führt werden.

In der Fliegerschule sind bereits 130 Schüler ausgebildet worden. Ein neuer Schul- kursus wird in der nächsten Zeit beginnen. Gegenwärtig werden die in der angrenzenden Flughalle untergebrachten Apparate, soweit not­wendig, repariert und neue gebaut. Für den diesjährigen Wettbewerb denkt man an die Er­richtung einer weiteren Flughalle zur Unterbringung der Gastapparate, da dis bisherige Unterbringung in Zelten den Appa­raten nicht dienlich gewesen ist. Um die bisher bestandenen Schwierigkeiten bei der Landung von Motorflugzeugen zu beseitigen, wird der Motorflugplah erweitert. Auch wer­den die oberirdischen Telephon- und Telegraphenleitungen in einem Um­kreis von 15 Kilometer unterirdisch gelegt, da sie bei den Flügen gefährlich werden können.

Aber nicht nur für die reibungslose Durch­führung des Wettbewerbs und die Unterbringung der Apparate trifft man Vorbereitungen, sondern auch den Piloten und den G ä st e n denkt man Annehmlichkeiten zu verschaffen, soweit das dort oben in fast 1000 Meter Höhe möglich ist. Die Fliegerfchenke ist renoviert worden. Den großen Saal hat man in kleinere, leicht zu wär­mende Zimmer geteilt, und an Stelle der langen, roh gezimmerten Bänke und langen Tische mit kleineren Tischen und Stühlen versehen. Den Massenbesuch bei den Fliegerveranstaltungen will man bei ungünstiger Witterung in Zelten unter­bringen. Die Innenräume des Unterkunfts- Hauses der Flieger sind mit einem neuen Oelanstrich versehen worden, zu dem die Höchster Farbwerke die Farbe unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben. An Stelle der harten Pritschen werden bequeme Betten aufgeschlagen. Auch der Besitzer des GasthausesZum deutschen Flieger will fein Hotel durch einen Stockaufbau er- w^Wenn es auch unsäglicher Mühen und Opfer bedarf, die Sache des deutschen Segelfluges in der Gegenwart vorwärts zu bringen, so dürfen wir doch darin nicht erlahmen, wo wir nahezu- auf allen Gebieten geknebelt sind und nur der Geist frei geblieben ist. Den wollen wir arbeiten lassen.

Handball-Osterxpieie.

Turn-Verein 1817 Mainz im Sau Hessen DT.

c. Für die beiden Oftcrfeicrtage haben die Turner vom Hessengau sich die Mainzer Hand­baller verschrieben. 1817 Main; wurde mit feiner jungen Mannschaft im letzten Herbst A-Ä l a s f en- meister des Gaues Aheinhessen und besitzt eine äußerst flinke Mannschaft, die am Ostersonntag in Marburg gegen Turn - gemeinde 1 885 und am Ostermontag gegen Turnverein 1 860 Bad°Aauheim in der hessischen Dadestadt spielt.

»

Die 1. Mannschaft des Mtv. Gie­ßen empfängt am 2. Ofterfeiertag auf dem Waldsportplah des V. f. B. die 1. Handball-Elf der Turngesellschaft Frankfurt Sachsenhausen zu einem Geiellfchafts piel. Wer als Sieger aus diesem Treffen hervorgeht, kann heute mit Bestimmtheit nicht gesagt wer­den. Die Gäste haben die besseren Ansichten, denn sie verfügen über eine äußerst klinke Mann­schaft. die mit zu den besten im Gau Frank­furt aM der Hochburg des Handballspiels zählt. Die Mtv.-Mannschaft hat sich in letzter Zeit ebenfalls sehr gut entwickelt, so bau mit einem äußerst interessanten Kampfe zu rech­nen ist.

Die FeierLagsspieLe der Arbeilersportter.

hatte feinen großen Tag im Bundespokalkampf gegen den Südosten und wie oben anfangs erwähnt feine große Enttäuschung. Zahl­reiche Pokalkämpfe und Freundschaftstreffen ver­vollständigten das Programm.

Die anderen Derbände

mußten durch Spielerabgabe an die ^Derbands- mannschaften für die Pokalkämpfe auf die Aus­tragung von Meisterschasten verzichten.

Hanau 1893 begnadigt.

WSA. Frankfurt a. M., 31. März. Nachdem der Erste Fußballklub Hanau

Oster-Dorschau.

Rasensport.

Das sportliche Programm ist besonders in I den Aasenspielen recht umfangreich.

Im Fußbalt gibt es eine große Zahl von Spielvereinbarungen im ganzen Acich gegen deutsche und ausländische Vereine.

Auch im Handball stehen einige inter­essante Sviele bevor. Der deutsche Handbali- meuHee P. S. V. Berlin spielt auf einer West» deutschlandreise am Karfreitag gegen Hagen 11, am ersten Feiertag gegen Schwarz-Weiß Barmen, am zweiten gegen Turu Düsseldorf. D:e Mittel- I deutsche Handballm'.isterschast der Sportler fommt am Karfreitag zwischen Polizei Halle und Frei­tal 04 Dresden in Halle zur Durchführung, die Sachfenmeisterschaft der Turner und Turnerinnen in Leipzig. Iugendhandball-Turnier des S. E. Eharlottenburg. Der Oesterrcichllche Handball- meister Florisdorser A. C. spielt in Breslau und Dresden.

Der Hocke hsport bringt Turniere in Hamburg. Kreuznach, Frankfurt, Meidend), ein Damenttirnier in Düsseldorf, deutsch-englische I Damen-Aepräsentativspiele in Berlin und Leipzig.

Im Augbysport plant der Club zur Vahr-Bremen ein Osterturmer, die Old Alley- nians spielen (am zweiten Feiertag) gegen 78 Hannover, die Oxforder Greyhounds gegen Frankfurt 1880. Länderspiel Frankreich-Wales in Paris.

Turnen und Leichtathletik bringen am Karfreitag in Leipzig den Kunstturn» I Städtekampf Berlin-Hamburg-Leipzig und vor allem Waldlauf-Veranstaltungen.

Boxen.

Meisterschaften 1926 des Aeichsverbandes für Amateur-Boxen in Mannheim. Derufsboxkämpfe (Wagener-Iansmaa) am zweiten Feiertag in Duisburg. Städteringkampf Hamburg-Berlin am | Karfreitag in Hamburg

Wassersport.

®tne Neckarfahrt veranstaltet der Mann­heimer Kanuclub, eine Donau-Langstreckenfahrt (erste Wildwasser-Hindernisfahrt) der Tuttlinger Kanuclub.

TDinlerfporL

Traditionsgemäß kommen am Feldberg die Ostersprunglüufe, soweit es die Schneeverhält- nisse gestatten, zum Austrag. Der Berliner Schlittschuhclub bringt einen Hockeykampf mit den Londoner Lions zur Entscheidung.

Radsport.

Ein Städtekampf Berlin-Köln der Amateure gebt in Köln vor fid). Dauerrennen der Berufs­fahrer bringen die Dahnen zu Leipzig, Chemnitz, Düsseldorf-Oberkassel, Magdeburg und Hannover. Amateur-Bahnrennen gehen in Frankfurt vor fich Eröffnungs-Aadrennen in der Autohalle am Kaiferdamm, Berlin (mit Kaufmann und Moskops am Start). Straßen-Fernfahrten: Ber­lin - Wittenberg - Berlin, Neuß - Aachen - Neuß, Paris - Roubaix. Großer Schwalbepreis Han­nover - Celle - Hannover.

Motorsport.

Internationale Reimen auf der Drovllands- bahn, England. Motorrad-Bahnrennen zu Köln- Riehl Rund durch Frankreich. Rund durch Italien (mit deutscher Beteiligung). Rheinische Zuber- lässigkeitsfahrt. Bergprüfungsfahrt Sattelmuhle- Esthal. Halterner Straßenrennen; Sauerlandische Dergprüfungsfahrt._____

gauft MhlsMkS'öNefniarken Der LeulMn rwtWei Helft die Not lindern! Verwendet die Woblfahrtd-Brlesmarken zur Frei- machung der Postsachen!

Sie gelten nur noch btö Ende Mai 1926. Nur noch bis zum 15. April 1926 ünd sie beim üadtttchen Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 17, tn jeder Menge, auch in kleinen Posten zu haben.

1 893 feine Klage in einer schriftlichen Er­klärung an den Verbandsvorstand zurückge­nommen hat und darin weiter erklärt, daß er alles bisher Geschehene bedauert, hat der Ver­bandsvorstand den Ausschluß des Hanauer Derettis zurück genommen. An Stelle die­ser Strafe tritt eine Disqualifikation von einem Monat.

Handball.

T. V. v. 46 Giehen - T. u. Sp.V. 60 Marburg 1:2 (0:1).

Am Sonntag weilte die Handballelf des T D. v. 1846 Gießen in Marburg. Sie muhte auch diesmal den Sieg den Marburgern über- taffen. Der kurz vor Spielbeginn niedergegangene starke Regen hatte den Rasenplatz äußerst stark mitgenommen. Das Spiel bot infolge der Nasse des Bodens nur wenig schöne Momente. Mar­burg war in der ersteii Halbzeit vollkommen überlegen. Mit 0:1 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Spielzeit raffte sich die Gießener Els merklich auf und konnte, nachdem QKarburg durch einen Strafstoß auf 0:2 erhöhte, durch Halbrechts das Ehrentor erzwingen. Durch bie- fen Erfolg angefeuert,, drängte Gießen, jedoch an dem Stande 1:2 war nichts zu andern.

Um die Kreismeisterschast im Mittelrheinkreis.

c. Nach den harten Kämpfen um die Gau­me i st e r s ch a f t traten die Inhaber dieses Titels zum Kampf um den Gauverbands besten an. Im Gauverband beherrscht hier seit Jahren der Tv. Seckbach daS Feld, dem arrch diesmal

Drunhildenfchild gekämpft.

Fußball.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.

£ Die seither stattgefundenen zwei Verbands- spielsonntage haben wohl die meisten im voraus angestellten Berechnungen und Vermutungen über den Haufen geworfen. Die Reihenfolge m der Tabelle ist bis jetzt eine andere geworden, als allgemein angenommen wurde. Am besten hat bisher die Gießener Mannschaft die m sie gesetzten Erwartungen erfüllt indem fie fid) mit zwei gewonnenen Spielen und 4 Punkten an die Spike der Tabelle setzte. Es folgen dann Heuchelheim und Wieseck mit je einem gewonnenen und einem unentschiedenen Spiel, also mit je 3 Punkten. Marburg und Weh- 1 a r gewannen je ein Spiel und verloren je ems, und schließen sich mit je 2 Punkten in der Ta­belle an. Es folgen dann mit je einem ver- lorenen und einem unentschiedenen Spiel A l s- f eId und Lollar (1 Punkt), während Raun, heim mit zwei verlorenen Spielen (0 Punkte) vorläufig noch den Schluß bildet. Die nächsten Sonntage werden jedenfalls bereits bereinigende Verschiebungen bringen und die Spitzengruppe deutlicher hervortreten lassen. Aber das eine ist beute schon erkennbar, daß der Meistertitel in diesem Jahre ein besonders hart umkampstes Ziel ist.

Um die deutsche Meisterschaft.

tz. Der Sonntag der Dundespokal. kämpfe! Mit Ergebnissen, die man nicht erwartet hatte. Zunächst läßt sich Berlin ausgerechnet von Südostdeutschland schlagen, und dann auch noch gründlich 4:1. Mit Halder zweiter Garnitur glaubten die Reichshauptstädter den Anforderungen der Südostdeutschen genügen zu können. Auf eige­nem Boden mußten sie diesen Leichtsinn büßen. Und noch ein Ergebnis läßt die Fußballwelt auf­horchen. Der Norden bezwang den Balten- verband erst nach Verlängerung 3:1. Ohne die H. S. D.-Spieler lieferte die norddeutsche Els ein zusammenhangloses Spiel, das erst in der Verlänge­rung entschieden wurde. Daß der Süden gegen Mitteldeutschland gewinnen wurde war vorauszusehen, nicht aber, daß ihm die Mitteldeut- schen den Sieg so schwer machen wurden. 3:1 stand das Torverhältnis am Schluß. Dadurch, daß Bayern" München und Sp. Vg. Furth in Öen Meisterschaftsspielen frei waren, konnte derS.F. B. eine starke Vertretung stellen, die aber nicht die er­warteten Leistungen zeigte.

Die Meisterspiele stehen nunmehr im letzten Drittel der Entscheidungen. So manches vom Sonntag hat die Situation geändert. Das trifft zunächst auf

den Süden

feierten der Spitzenführer B. V. Alteneffen und der Altmeister Duisburger Spielverem. In den aus- getragenen beiden Kämpfen siegten die beiden Favo­riten V.f.R. Köln und Turu Düsseldorf. Ersterer konnte sich mit 3:0 gegen die verjüngte Elf der Bielefelder Arminen durchsetzen, als es Düsseldorf mit 2:1 gegen Sportfreunde Siegen gelang. Die Siegener lleberrafchungsmannschaft machte auch diesmal wieder ihrem technisch überlegenen Gegner durch Eifer und Entschlossenheit sehr zu schaffen.

Wonnen wurde.

Im Zwischenspiel, das m Mainz stattfand, standen sich T. V. Seckba d) und T. G. Schierstein (Rheingau) gegenüber. Rach har­tem Kampf, in dem sich der Altmeister von seiner besten Seite zeigte, bezwang er in blen­dendem Spiel feinen stärksten Gegner mit 2:1. Mit diesem Sieg triit er nun im Endkampf gegen TV. Griesheim t Darmstadt) an und sollte aller Voraussicht nach auch dieses Spiel gewinnen, so daß auch in diesem Jahre der T. V. Seckbach wieder K r e i s m e i st e r vom Mi11elrhein Wird.

nicht direkt zu. Hier errang der F. Sp. D. Frankfurt seine ersten Punkte gegen Saarbrücken mit 4:2. Allem Anschein nach hat Frankfurt, das jetzt erst die 2. Runde beginnt, noch Aussichten auf den dritten Platz, die aus den schlechten Leistungen des bisherigen Dritten, D. f. R. Mannheim, resultieren. Gelingt es ihm, Mannheim zu schlagen, dann kann ihm die Teilnahme an den D. F. B.-Endspielen nod) möglich fein. Denn Mannheim ließ sich vom Tabel­lenletzten, Karlsruher F.V., mit 2:2 einen Punkt nehmen. Der Kampf um den dritten Platz in Süd­deutschland wird noch interessant werden. Auä) Saarbrücken kann in ihn weniger feinen Leistungen als feinem Tabellenstand nach noch eingreifen.

Turnen.

Aus dem 5. Bezirk des Turn­gaues Hessen.

bpw. Butzbach. 30. März. Arn Sonntag fand hier eine außerplanmäßige Be­zirksvorturner stunde des 5; Bezirks im Turngau Hessen für die im nördlichen Teil des Bezirks gelegenen Vereine statt. Unter der Lei­tung der Bezirksturnwarte Hartmann (Bad- Rauheim) und Lang (Lang-Göns) wurden die Stabübungen durchgeturnt, die der Bezirk als Masfenfondervorführung (Musterriege) beim Gauturnfest in Ridda vorführen will.

Der turnerische Städtewettkampf, der drei Bezirksstädte Butzbach. Bad-Rauheim und Friedberg, der am 18. April in Friedberg stattfinden sollte und für den in den Turn» vereinen genannter Städte schon fleißig geübt wurde, ist auf den Herbst verlegt worden.

Der Frühjahrswettlauf des Bezirks wird am 25. April veranstaltet. Es werden Strecken, über 5, 2l/s und l/2 Kilometer ge­laufen.

Feldberglurnen 1926.

L Die Nachricht, daß das altbeliebte Feld- bergfeft in diesem Jahre nach siebenjähriger Verbannung wieder auf der Dergkuppe des Feldberges stattfinden soll, wird alle Turnerkreise erfreuen. Der Feldbergturntag hat den 1. 21 u g u ft als Festtag bestimmt. Für die Wettkämpfe wurden die folgenden Hebungen bestimmt: ,

Männer: lOO-Meter-Lauf. Weitsprung. Kugelstoßen (7.25 Kilogramms Freiübung.

Iugendturner: 100-Meter-Laus. Weit- sprung aus dem Stand, Kugelstoßen (5 Kilo­gramm), Freiübung. t

Altersturner (3845 Jahre). <5- Meter-Lauf, Weitfprung mit Anlauf und Brett, Steinstoßen (10 Kilogramm), Freiübung.

Frauen: 75°Meter°Lauf, Kugelstoßen (3,7d Kilogramm), Hochsprung, Freiübung.

In den Mannschaftskampfen wird um das Völsungenhorn, den Iahnschild und den