Ausgabe 
1.4.1926
 
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r. -ii hie nejamtc Welt in der Handels-, in der < d) i f f a 1) r t s =, in der Menschcnwande- r n n g s p o l i t i k das krasse Gegenteil einer s r e u n d s ch a s t l i ch e n Bereitschaft, vielmehr eine einseitige Absperrungs- pvlitik betreibt? Die Bereinigten Staaten von Amerika, welche so gerne den unparteiischen Zuschauer spielen, der jedoch durch 'Achselzucken, Stirnfalten und sonstige lautlose Gesten seine Ansicht bekundet, haben zu diesem Gegensatz in den Beziehungen der Länder, insbesondere in den Beziehungen EuropaAmerika auf das stärkste bei­getragen. Obschon sie nach dem Kriege das gelb» reichste Land der Welt wurden, haben sie lange genug gezögert, ihr Geld wieder auszuleihen und damit die heutigen Schwierigkeiten in Europa mit­verschuldet: sie haben sich gegen Europa mit höheren Zöllen als vor 1914 ummauert und damit die Be­zahlung des verarmenden Europas in Waren für überseeische Nahrungsmittel und Rohstoffe erschwert: sie vermehren beständig durch ihre drakonischen und willkürlichen Einwanderungsgesetze die europäische llebervölkerung. Können sie sich wirklich wundern, wenn all diese Momente die europäische Wirt- ichaslslage chronisch erschweren, und wenn Länder, die zum Beispiel durch die Auswande­rungsverminderungen getroffen werden, versuchen, die überflüssigen Arbeiter auf dem Wege desheimi­schen Schulzes" stärker zu beschäftigen, indem sie ihrerseits ihre Zölle erhöhen und selbstverständlich zur möglichst unabhängigen Durchführung ihrer han- delspoli'tischen und sonstigen wirtschaftlichen Maß­nahmen auch auf das emsigste bedacht sind, ihre Stellung" als politische Mächte bei jeder Gelegen­heit zu stärken? Die wirtschaftliche Jnteressenverflech- tung, die so sehr das Mittel ist, politisch pazifizierend zu wirken, wird ja durch die eigenwillige und ab­sperrerische Wirtschaftspolitik einzelner Staaten völlig in den Hintergrund gedrängt, und es ist auch von dieser Seite gesehen, sicherlich kein Zufall, daß gerade Spanien und Polen auch die politischen Quertreiber in Genf gewesen sind.

Aber Amerika ist mit dem Beispiel der öko­nomischen Absperrung nach dem Kriege v orangegangen. Und sein Beispiel hat vor allem alsamerikanisches" Rezept auf die süd- amerikanischen «taaten animierend ge­wirkt. Bisher hat vielleicht der europäische Durch- schnittsbürger Brasilien im allgemeinen nur als das Land angesehen,aus welchem der Kaffee" kommt. Durch das Auftreten in Genf soll vielleicht mit Ab­sicht kundgetan werden, daß sich Brasilien alsGroß­macht" fühlt. Daß es sich wirtschaftlich ganzame- kanisch", d. h. so entwickeln will, das; es möglichst viel aus- und so gut wie gar nichts einführt, weiß der Handelspolitiker seit langem. Brasilien ist eine Hochburg des Protektionismus. Es sucht krampfhaft alle Industrien, die es durch den Zufall des Welt­krieges, durch dessen Absperrungen und Preis­erhöhungen innerhalb seiner Grenzen hochzüchten tonnte, jetzt durch enorme Zölle festzuhalten. Nicht einmal ein Rohmaterial wie Eisenerz darf ohne weiteres ausgesührt werden wenn nicht der Ex­porteur dafür sorgt, daß gleichzeitig eine Steigerung der heimischen Verarbeitung gewährleistet wird. Auch ist das Maximal- und Minimalzollsystem von Bra­silien seit 1923 adoptiert worden, wobei die ersteren Zölle gleich doppelt so hoch sind wie die Minimal- zölle. Dazu kommen positive Beihilfen und Sub­ventionen des Staates für junge Industrien. Auf Vielem Wege braucht Brasilien ober eineStellung" unter den Mächten, die mehr ist als die eines bloßen Kaffeehändlere.

So haben die weltwirtschaftlichen Dinge auch in Genf eine Bedeutung. Sie scheinen im Hinter­gründe zu stehen. Aber sie sind in Wirklichkeit die mittreibenden Kräfte einer politisch ausgerichteten Entwicklung. Ein Land, das politischauftreten" kann, glaubt sich auch wirt­schaftlich seinen Partnern gegenübermächtig". Und je mehr ein jeder kleinste heutige Wirtschaftsstaat än der zu schmal gewordenen Tischecke des Welt­marktes reißt, um gerade sich noch einen Zipfel zu e sichern, macht er gerne die Politik seinen Zwecken -- dienstbar. Um so weiter entfernen sich die einzelnen Länder davon, die gemeinschaftlichen roirt- - fchaftlichen Nöte zum Ausgangspunkt einer Besse­rung zu wählen. Nach allem, was wir feit nunmehr fast jechs weltwirtschaftlichen Krisenjahren erlebt haben, scheint sich freilich das Wirtschaftsleben aller Staaten, vielleicht mit Ausnahme des glücklichen Nordamerikas, für die ihm zuteil werdende Vernach­lässigung und die Mißachtung feiner internationalen Bedürfnisse schwer, immer schwerer zu rächen.

Ium Schulabbcm in Hessen

Der Direktor des Instituts für Körperkultur an der Hessischen Landesuniversität Herr Professor 2r. Huntemüller bittet uns um Abdruck folgender Eingabe an das Landesamt für das Bildungswesen und-den Präsidenten des Hessischen Landtags:

Gießen, 12. März 1926.

Infolge des Geburtenausfalles während des Krieges war die Zahl der Schulkinder in der Nach- kriegszeit ganz erheblich gesunken. In der Stadt Gießen wurdqzt diesen Verhältnisfen in der Weise Rechnung getragen, daß, unter Zugrundelegung einer Besetzung von 40 Schülern, die Klaffenzahl von etwa 95 auf 68 , d. h. um etwa ein Drittel, herabgesetzt wurde. Entsprechend der geringeren Klassen zahl wurden auch die Lehrerstellen zu 30 Pro­zent abgebaut, und zwar in einem Verhältnis, das 14 Prozent über dem in Hessen im Durchschnitt er­folgten Abbau liegt.

Mit dem neuen Schuljahr kommt nun der erste volle Nachkriegsjahrgang 1919/20 zur Einschulung, der an Zahl den Jahresdurchschnitt der Vorkrieas- zeit ganz erheblich übertrifft, zumal durch die Ein­führung der Einheitsschule auch die früher in den Vorschulen der höheren Lehranstalten aufgenommenen Schüler bzw. Schülerinnen hinzukommen. Während Ostern 1913 426 Schulneulinge aufgenommen wur­den, werden Ostern 1926 648 Kinder schulpflichtig. Bei Besetzung der Klasse mit 40 Schülern (diese Zahl sollte aus pädagogischen und besonders audi hygie­nischen Gründen nicht überschritten werden) nt daher die Bildung von 8 neuen Klassen, 4 Knaben- unb 4 Mäbchenklasfen, für bas erste Schuljahr er» Torberlid), während nur 2 Klassen des 6. Schuljahres, eine Knaben- und eine Mäbchenklasfe, infolge des kleineren Kriegsjahrganges eingezogen werben können.

Auch für bie nächsten fünf Jahre ist mit einem ständigen, allerdings geringeren Zuwachs der Schü- lerzahl zu rechnen, fo bah auch wieder eine ent- sprechende Vermehrung des Lehrpersonals ein­treten muß.

Demgegenüber will man jetzt, in einem Augen­blicke, wo gerade wieder ein Mehrbedarf einjetzt, weitere Lehrerstellen abbauen. Die geringe dadurch erreichte Einsparung wirb aber bie Schaben, bie unserer Schuljugend hieraus erwachsen, in keiner Weife aufwiegen. Die Unterzeichneten möchten daher vom ärztlichen Standpunkte gegen ein derartiges

Vorgcheii ganz entschieden ihre Stimme erheben denn unsere durch das Valutaelend und die wirt­schaftliche Notlage in ihrer körperlichen und seelischen Widerstandskraft schwer getroffene Jugend bedarf heute ganz besonders weitgehender Erziehungsmaß­nahmen, wenn sie zu gesunden und nützlichen Mit­gliedern unserer Volksgemeinschaft heranwachsen soll.

Leider fehlt in den maßgebenden Kreisen noch vielfach die Einsicht, daß wir in unserem Nachwuchs das wertvollste Volksgut besitzen, und daß auf ihm die Hoffnung unseres Volkes beruht.

Die unter der deutschen Jugend weit verbreiteten Konstitutionskrankheiten, wie Anämie, Skrofulose, Rachitis ufw. erfordern energische Abwehrmaßi,ah­men, daher darf, wenn es sich um die Gesundheit unseres jugendlichen Nachwuchses handelt, keine falsche Sparsamkeit Platz greifen.

gez. Medizinalrat Dr. Bötticher.

Professor Brüning. Professor H u n t e m ü 11 e r.

Oberhefsen.

Landkreis Gießen.

: Aus dem Bufecker Tal, 31. Mörz. Unsere Landwirte sind fleißig damit beschäftigt, die Aussaat der S o m m e r f r u ch t vorzu- nehmen. Die günstige Witterung der letzten Tage erleichtert die Arbeiten ungemein. Hält diese Witterung an, so werden noch im Laufe dieser Woche die meisten Aecker ausgestellt wer­den können. Die Verwendung von Sämaschinen, wenn sich auch viele unserer Landwirte in der heutigenZeit dieselben nurinKompagnie" halten können, läßt die Arbeit rasch vonstatten gehen. Vur auf ganz nassen Aeckern muh mit der Aus­saat noch einige Tage zurückgehalten werden.

: Beuern, 31 .ONärz. Da bei der Ver­gebung des Vuhholzes die schriftlichen Angebote zu niedrig waren, hat die Gemeinde­vertretung die Vergebung nicht genehmigt. Das Holz soll deshalb im Walde lagern, bis günstigere Angebote eingereicht werden. Um die Stämme vor Schaden zu bewahren, wurde das Schälen des Stammholzes an den Wenigstnehmenden vergeben. Für die drei ersten Lose, je. 50 Festmeter, wurden pro /Festmeter 48 Pfennig gefordert, für die drei weiteren Lose, ebenfalls je 50 Festmeter, beträgt der Preis 47 Pfennig für den Festmeter.. Da am vorjährigen Abtrieb im Heegwald noch viele alte Stämme lagern, dieser Platz aber demnächst wieder eingepflanzt werden soll, wurde das A b - schleifen dieser Stämme durch die Ge° meinde vergeben. Der Forderung von 1,50 Mk. für den Festmeter wurde zugestimmt. An­schließend an diese Arbeitsvergebungen sand durch das Ortsgericht eine größere Verpach­tung von Acker-- und Wiesenland statt. Die Pachtpreise betrugen für den Morgen (2500 Quadratmeter- 21 der la, je nach Qualität und Lage, 54 bis 77 All. Wiesenland war wesentlich billiger und erzielte, je nach Qualität und Lage, 18 bis 55 Mk. für den QHorgcn. Für einige Grundstüde, die den Taxationspreis nicht erreichten, wurde der Zuschlag nicht erteilt. Eine zum Verkauf ausgebotene Wiese von 656Quadrat­metern wurde für 120 Mk. zugeschlagen. Eine zweite kleinere Verpachtung, im ganzen 6 Grund­stüde, schloß sich der ersten an.

rOrünberg, 31. März. In Anwesenheit des Oberlandwirtschaftsrates Dr. M a y - Darmstadt, des Regierungsrates Dr. Braun als Vertreter des Kreisamtes Gießen, und der Schüler-Eltern und -Angehörigen fand die diesjährige Abschluß- Prüfung der hiesigen landwirtschaft- lichen Winterfchule statt. Die Prüfung ergab bei allen Schülern oefte Resultate. Im Anschluß hier­an hielt Dr. May eine Ansprache an bie Schüler, in ber er ihnen vortreffliche Ratschläge unb Ermah­nungen für ihren ferneren Lebensweg mitgab. Zu­gleich sprach er sein Bebauern barüber aus, baß auch einige Landwirtschaftsämter dem allgemeinen Ab- bau zum Opfer fallen sollten. Regierungsrat Dr. Braun äußerte sich gleichfalls sehr anerkennend über bie gezeigten Leistungen unb bankte den Leb- rem unb Schülern. Ein gemütliches Beisammensein bilbete den Abschluß des Tages. Die Mittel- ftanbsoereinigung, bie jetzt 156 Mitglieber zählt, wählte in ihrer jüngsten Hauptversamm­lung den Schreinermeister Gehringer zürn 1. Vorsitzenden. In einer regen Aussprache beschäf­tigte man sich bann u. a. mit ber baulichen Er­weiterung ber Oberrealschule, dem Ankauf desSehrtschenHauses unb bie Unterbringung ber landwirtschaftlichen Winterschule in diesem Ge­bäude, ferner mit ber Hebung unb Erweiterung bes Gallus Marktes, bes Pferdemarktes, ber Zuchttierschau usw. Mit Nachdruck wurde betont, daß die Vereinigung sich lediglich bie För­derung des Gemeinwohls zum Ziele ge­setzt hat unb in keinerlei Gegnerschaft zu anberen Organisationen stehen möchte.

bs. Langd, 31. März. Zum erstenmal fand hier eine Schulentlassungsfeier statt. Sämtliche Eltern sowie ber Orts- unb Schulvorftanb hotten sich eingefunben. Lehrer Müller ließ burch Darbietung je eines Unterrichtsausschnittes aus Rech­nen, Biblische Geschichte unb Geschichte die Anwesen­den einen Einblick tun in den Unterricht einer im Sinne ber Arbeitsschule geführten Volksschule. Ent- sprechenbe Gebichte unb Lieder faßten die einzelnen Abschnitte ein. In seiner Ansprache wies ber Vor­sitzende des Schulvorstanbes auf den Zweck bes Abenbs hin unb forberte bie Elternschaft auf, Hanb in Hanb mit ber Schule zu arbeiten. Nur so sei eine gebiegene Charakierbilbung möglich. Allgemein wurde ber Wunsch laut, öfters solche Elternabende einzulegen.

Utphe, 31. März. 3m Saale ber ersten Schulklasse fanb eine Entlassungsfeier für bie diesjährigen Konfirmanden statt, zu der Eltern und Angehörige der Kinder zahlreich er­schienen waren. Vach einer Veihe von Gedicht- und Gesangsvorträgen richtete der Klassenlehrer ein kurzes Abschiedswort an die zu Entlassenden. Gleichzeitig verabschiedete er sich aber auch von seiner ganzen Klasse. Denn unser Ort wird auch von dem Schulabbau betroffen, so daß nach Ostern die beiden Klassen zu einer einklassigen Schule verschmolzen Werdern Lehrer Buh wird deshalb die 2. Schul stelle in dem Vachbarort Trais-Horloff versehen, behält jedoch seinen Wohnsitz hier bei,, da in Trais die Dienstwoh­nung nicht frei ist.

Kreis Friedberg.

B. H o l z h a u s e n v. d. H., 31. März. Ein A k t unglaublicher Roheit f)at sich in ber Nacht auf Montag hier zugetragen. Auf dem Friedhos wurden von Frevlerhanb eine ganze Anzahl Gräberoerwüstet.bie Grabsteine um- gestürzt unb beschäbigi. Auch brei Kriegergräber würben bei bern Zerstörungswerk nicht verschont. In ber gleichen Nacht sind wohl von denselben Rohlin-

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaition desGießener A'-eiqers".

Problem Nr. 54.

Don G. Messing. Schwarz.

6

5

4

3

2

k

a

6

8

5

3

2

4

g h

b c d e t g h

U M

b c d e Weiß.

Weih zieht und seht in drei Zügen matt.

Weiß: 9 Steine Kh4, Da3, Lb3, Sg8, Sh8, Bc4, Be3, Bf2, Bh6.

Schwarz: 6 Steine Kf5, Sc7, Be5, Bf3, Bh5, Bh7.

Partie Nr. 41.

Die nachstehende Partie wurde im Gießener Schachklub im Januar 1926 gespielt.

Bremer Partie.

Weiß: Prof. Weißgerber.

Schwarz: Dr. Leyser.

1.

c2-c4

1. Sg8-f6

2.

Sbl -c3

2. Sb8-c6

3.

fiÄ d2-a3

3.e7-e5

4.

4. Lf8-c5

5.

5. h7-h6

6.

Sgl -f3

6. d7-d6

7.

0-0

7. Lc8-g4

8.

Lei -d2

8. Dd8-d7

9.

a2-a3

9. h6-h5

Dieser Zug bereitet durch Qualitätsopfer die Oeffnung der h-ßinic vor: jedenfalls ein ge­wagtes Experiment, welches bei umsichtiger Spiel­führung zum Vorteil von Weiß ausschlagen muß. 10. Sc3 - a4 ? Vach Herrn Professor Weißgerbers Meinung ist hier 10. b4, nebst 11. b>5 folgerichtiger: worin wir ihm bepflichtern müßen.

10..... 10. h5-h4

11. Sa4xc5 11. d6xc5

12. Sf3xh4 12. Th8xh4

13. g3xh4 13. Sf6-h5

14. f2 f3 14. Lg4h3

15. Ddl-el Den Vorzug verdient hier Tf2.

15..... 15. 0-0-0

16. Del-f2 16. Sc6-d4

17. e2-e3 17. Sd4-c2

18. Lg2xh3 18. Dd7xh3

19. Tal-cl 19. Td8-d6!

Mit der starken Drohung 19.....Tg64- nebst

20......Sg3-{- und gewinnt. 20. Kgl-hl Der

einzige Zug, aber er genügt um die Partie zu retten. 20..... 20. e5-e4

21. d3xe4 21. Sh5-g3+

22. Df2xg3 22. Dh3xg3

23. h2xg3 23. Td6xd2

Vach dem Generalaustausch hat Weih nun ein klar gewonnenes Endspiel zurückbehalten. 3m folgenden gibt er die Qualität rechtzeitig zurück, um mit dem h-Dauern siegreich' vorzudringen. 24. Khl-gl 24. Sc2xe3

25. Tfl-f2 25. Td2-d4

26. g3-g4! Richtig gespielt.

Die Deckung des Dauern c4 ist nicht nötig, da der g- und h-Dauer übermächtig werden.

26..... 26. Se3Xe4

27. h4-h5 27. b7-b6

Um bar Drohung 28. Tf2-c2 zu begegnen.

28. Tclxc4! 28. Td4xc4

29. g4-g5 29. Tc4-d4

30. e4-e5 30. Td4-h4?

Dies verliert ein Tempo, aber auch nach 30.... ^ Td8 wgr die schwarze Pattie unhaltbar.

31. Tf2-h2 31 Th4-d4

32. Kgl - f2

Da der schwarze König die d-Qinie nicht passieren kann, wegen h6 usw., benutzt Weist diesen Augenblick, um seinen König zum Schluß- kampf heranzuführen.

32

....

32.

Td4-d8

33.

h5-h6

33.

g7xhö

34.

g5Xh6

34.

Td8-h8

35.

h6-h7

35.

Kc8-d7

36.

Th2-h6!

36.

b6-b5

37.

Kf2-e3

37.

a7-a5

38.

Ke3-e4

38.

c7-c6

39.

Ke4 - f 5

39.

Kd7-e7

40.

Kf5-g5

40.

c5-c4

41.

Th6-hl

41.

b5-b4

42.

a3-a4

42.

c4 - c3

43.

b2xc3

43.

b4xc3

44.

Kg5-h6

44.

Ke7-e6

45. Kh6-g7 Aufgegeben. Vach dem Austausch auf h7 entscheidet 47. Tdl nebst Heranbringung des weißen Königs.

Lösung des Problems Vr. 54. Don M. Kennard.

1. Dd2-g2, Ke6: 2. De4+ etc.

1..... Kf4 2. Lg54- etc.

1..... fe: 2. Sg6+ etc.

1....., f6 2. Lc7 + etc.

1. ...., f5 2. Sf7+ etc.

1.....,2. Dd5+ etc.

Aus der Schachwelt

Semmering-Schachturnier.

Aus der 14. Runde des 3nternationalent Panhans - Turniers ist als besonders wichttg hervorzuheben, der Sieg Spielmanns über den Spitzenreiter Dr. Tartakower. Hierdurch ist ee an die erste Stelle getreten. Spielmann scheint in großer Form zu sein. Gegen Dr. Vayda ver­lor Rubinstein eine Figur und muhte im 63. Zug« aufgeben. Dr. Tarrasch, welcher bisher von Vo- felli in drei Turnierpartien besiegt worden war» konnte zum ersten Mal einen Pluspunkt erreichen. Trotz der ungleichen Läufer konnte Äimzowitsch einen feinen Sieg gegenüber Rett im 69. Zugs erzwingen. Stand nach der 14. Runde: Spiel­mann IO1/», Aljechin, Vimzowitsch und Tarta­kower je, Vidmar 91/», Tarrasch 8l/s. Rubin­stein 7 + H, Rett 7V2, Grünfeld und Trehbal je 7, 3anowfki 6 + H, Vayda 6*/-, Davidsohn und Gilg je 51/2, 3ates 5 + 2 H, Michel 4*/2, Kmoch 31/-.- und Voselli 1/2.

Spielmanu Sieger im Semmering-Schachturnier.

Das 3nternationale S e m m e r i n g-S ch a ch- tu rn ier hat mU dem Siege Spielmann s mit 13 vor Aljechin mit 12Vz Punkten ge­endet. Die Entscheidung ist erst in Spielmanns letzter Partie gegen Aljechin gefallen, die Remis endete.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Vink mit dem Zaunpfahl.

Nein, bu liebst mich nicht mehr!" ruft sie unter, Tränen aus.Aber doch, mein Liebling", tröstete er. Wie kommst bu nur auf ben Gedanken?"Un­möglich!" ruft sie.Kein Mann kann eine Frau lieben, bie ein fo unmobernes Kleib anhat."

Zerstreut.

Bettler:Helfen Sie mir, lieber Herr! ich bin achtzig Jahre alt!

Arzt:Ja, bagegen kann ich leider auch nichts machen!"

gen die an der Straße von Holzhausen nach Seul­berg lagernden Drainagerohre der Gemeinde Holzhausen demoliert worden. Das Vorkomm­nis wurde erst am nächsten Morgen nach der Aus­übung der Tat entdeckt, so daß die Frevler unerkannt ihr Werk vollenden konnten. Doch spricht der Um­stand der Verwüstungen dafür, daß es sich um eine Reihe von Tätern handelt. Die Nachforschungen wurden sofort angestellt, so daß zu erwarten ist, daß die Tat bald volle Aufklärung findet.

Kreis Büdingen.

'/ Orten b et g, 31.März. Nach Ueberfieb= lung des Lehrers Kraft nach Bleichenbach wird Lehrer Earl- Eckartsborn nach den Osterferien die oberste Schulklasse übernehmen. Die Stelle war seit 5 Jahren durch den Schulverwalter Roß versehen worden, der in diesen Tagen seinen Abschied von der ihm liebgewordenen Gemeinde nahm. Die Gemeinde bereitete ihm verschiedene Ehrungen. Der Gesang, vereinF r o h s i n n", den Lehrer R o ß in den letzten 3 Jahren leitete, ernannte ihn in Anerken­nung seiner großen Verdienste um den Verein zum Ehrendirigenten, der Stadt- und Schulvor­stand überreichten dem Scheidenden nach einer An- sprachedes Ortsgeistlichen ein Ehrendiplom, die Schul­kinder hatten bereits am Morgen eine Abschiedsfeier veranstaltet und schone Geschenke gestiftet. Lehrer Roß ist zunächst mit der Versetzung der Stelle in Köddingen beauftragt worden. Eine der schönsten sozialen Einrichtungen unserer Gemeinde, die K l e i n k i n d e r s ch u l e, ist durch die Entwer­tung ber Derschschen Stiftung (einst 30 000 Mk.) sehr in Bebrängnis geraten. Bisher war es burch bie große Opferwilligkeit ber Gemeinbe unb der Eltern möglich, die Schule zu erhalten. Demnächst soll zum Besten der Schule eine Wohltätigkeitsveranstaltung stattfinden.

AusdemViddatal, 31. März. Seit­her war es der Deutschen Turnerschaft schwer, in den kleineren Dörfern unseres Tales Eingang zu finden, weil vielfach dort die Meinung vorherrschend war, man sei den großen Aufgaben nicht gewachsen. Vachdem aber der Eintritt Unler-Schrnittens dieses Vorurteil völlig entkräftet, gedenken auch die Turnvereine von E i ch e l s d o r f und Rainrod der Deut­schen Turnerschaft beizutreten. Zu einem Werbe- abend in Rainrod war die 1. Musterriege des Turnvereins V i d d a erschienen, die mit ihren bekannt glänzenden Leistungen aufwartete. Der örtliche Verein bot neben turnerischen Dar­

bietungen mehrere ernste Theaterstücke, die sehr beifällig ausgenommen wurdem Man hofft, daß durch die Unterstützung der größeren Vereine auch die kleineren bald in der Lage sein werden, leistungsfähige Glieder der Deutschen Turner­schaft zu sein. Um die durch den Stillstand der Staffelschen Papierfabrik arbeitslos Gewordenen beschäftigen zu können, läßt die Gemeinde Unter-Schmitten einen Teil deS nach Michelnau führenden Weges chauffieren. Die Arbeit ist bereits im Gange und der Weg für den Fuhrwerksverkehe gesperrt. Der Kur- und Verkehrs­verein Vidda-Dad-Salzhausen wurde wieder ins Leben gerufen. Vorsitzender ist Geheimrat Römheld zu Vidda.

Kreis Schotten.

Gebern, 31. März. Da bie Gemeinde zur Zeit nicht in ber Lage ist, bie vielfach verbesse­rungsbedürftigen Feldwege herzustellen, haben sich die hiesigen Landwirte bereit er­klärt, die Ausbesserung selbst vorzunehmen. So wurde bereits der Weiße Steinweg in benutzungs­fähigen Zustand gebracht.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 31. März. (WSR.) 3nr benachbarten Dorfe Landenhausen stürztcb das dreijährige Kind eines Bauführers, dessen Mutter gerade mit Gartenarbeiten be­schäftigt war, in einem unbewachten Augenblick in eine Beton röhre, die als Wasser­behälter benutzt wurde. Als die Mutter einige Zeit später das Kind suchte, konnte sie nur noch dessen Tod feststellen.'

Starkenburg.

WSV. Auerbach a. d. B, 31. März. Die hiesigen M a in m u t f u n d e. die bekanntlich überall großes Aufsehen erregten, haben jetzt auch die Amerikaner auf den Plan gelockt. Vachdem sich die Museen einiger deutscher Uni­versitäten um den Erwerb des Mammuts bemüht haben, ist jetzt eine bedeutende amerikanische Universität in den Kreis der Bewerber getreten. Ob der amerikanische Vorschlag, trotz verlockender Angebote, Aussicht auf Erfolg hat. ist jedoch zweifelhaft. Es sind Bestrebungen im Gange, den seltenen Fund möglichst der enge­ren Heimat zu belassen. 3n diesem Zu­sammenhang wird darauf hingewiesen, daß bat