Ausgabe 
1.4.1926
 
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HenkelVScheüerpulver

ZCei/ie Hausfrau mag es entbehren!

Aus der Provinzialhauptstadt

April 1926.

den

3m Sterben sieht Jesus nichts als

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** Abgangsprüfungen an der Ge­werbe- und Maschinenbauschule. Mit Beendigung des Winter-Semesters fanden vor eini­gen Tagen an der hiesigen Gewerbe- und Ma­schinenbauschule die Abgangsprüfungen vor der staatlichen Prüfungskommission statt. Der Prüfungs­kommission für Bauabtcilung gehörten an: Neg.-Baurat Kuhlmann, als staatlicher Prü­fungskommissar, Beig. Dr.-Jng. S) a m m , als Ver­treter der Stadt, Stadtbaudirektor Braubach, Ge­werbeschulrat Dipl.-Jng. 2)r. Bünnings, als Vertreter des Landesamts für das Bildungswesen, Bauunternehmer Georg B e d e r als Vertreter des Handwerks. Der Prüfungskommission für die Ab­teilung Maschinenbau gehörten an: Reg.-Bau- rat Z w i l l i n g , als staatlicher Prüfungskommissar, Beig. Dr.-Ing. Hamm, als Vertreter der Stadt, Gewerbeschulrat Dipl.-Jng. Dr. Bünnings, als Vertreter des Landesamts für das Bildungswesen, Oberingenieur Hammel, als Vertreter der Reichs­bahn, Schlossermeister Krailing, als Vertreter des Handwerks, Dreher Wenzel. Der Prüfung unterzogen sich: von der Bauabteilung 20, von der Schreinerfachabteilung 4, von der Abt. Maschinen­bau 23 Schüler, die sämtlich bis auf 2 der Bau­abteilung bestanden. Die schriftlichen Prüfungen dauerten 8 Tage, die Begutachtung der Prüfungs­arbeiten je einen Tag, die mündliche Prüfung einen Tag. In einigen Klassensälen waren die Semester­arbeiten der Prüflinge der verschiedenen Abteilungen ausgestellt, denen seitens der Prüfungskommission Anerkennung gezollt wurde. Es ist erstaunlich, welcher Aufschwung'diese Anstalt, mit 386 Dollschülern und zahlreichen Hospitanten im verflossenen Se­mester, die arößte staatliche technische Lehranstalt in Hessen mit 29 Lehrkräften, in der kurzen Zeit nach dem Kriege, dank der unermüdlichen Tatkraft ihres Leiters, des Gewerbeschulrats Dipl.-Jng. Dr. Bünnings, genommen hat. Auch diese Abgangs­prüfungen haben wiederum gezeigt, daß dis Anstalt mit ihrem Leiter an der Spitze auf dem rechten Wege ist. dem schwer kämpfenden Handwerk und der Wirtschaft diejenigen Kräfte zuzuführen, die diese im Interesse des Wiederaufbaues dringend benötigten.

* GvldeneHochzeit. Morgen, Freitag, 2. April, begeben die Eheleute 3akob Büttner imb Frau, geb. Pfaff, Kaplansgafse 17, das Fest der gold'men Syocfaeü. Das Jubelpaar er­freut sich noch körperlicher Rüstigkeit.

** Personalien. Ernannt wurden: zum Oberassistent der Kanzleiaf iftent bei dem Amts­gericht Butzbach Wilhelm Albert K r a u s g r i l l: der Anstellungsanwärter Wilhrlin Meines in Alsfeld zum Amtsgehilfen bet dem Amtsgericht Alsfeld: zu Kanzleiossistenten die Kanzlisten: Karl Richard H u ß k e bei der Staatsanwaltschaft Gießen, Heinrich Kraft bei dem Amtsgericht Ortenberg, Wilhelm Schneidmüller bet dem Amtsgericht Gießen. Walter Tlllrich bei der Staatsanwaltschaft Gießen.

als Jesus am Kreuze, dennoch erschüttert sein Sterben bis aus diesen Tag die Seele in allen Tiefen. Jesus starb einen ungemein schimpflichen Tod. Rach römischem Gesetz durften nur Em­pörer und Sklaven mit dem Kreuzestod bestraft werden, einem römischen Bürger sollte eine Hin­richtung am Kreuze nicht einmal vor Augen kommen. Die Juden hatten das Sprichwort: ..Verflucht ist, wer am Holze hängt." So ver­achtet war damals der Tod am Kreuze, wie im Mittelalter der Tod am Galgen, am Rabenstein. Dor allem kommt in Betracht, wer hier stirbt und wie Jesus stirbt. Hier stirbt der, der in die Welt gekommen war, um mit dem klarsten Bewußtsein die Welt mit dem lebendigen Gott in Verbindung zu bringen, der Welt Frieden und Heil zu geben. In Jesus sind die Dinge offenbar geworden, die jenseits aller menschlichen Erkenntnis liegen, die Dinge, von denen der Dichter sagt:Seele, willst du dieses -finden, suchs bei keiner Kreatur!" Auch dem flachsten Verstände wird zuweilen offenbar, daß die Erde, hie wir mit unseren Sinnen erfassen, nicht das Letzte und Beste ist, sondern daß dahinter etwas Ewiges, Ttnvergängliches. alle Srdengüter an Wert Üeberragendes steht und daß in Jesu Ge- statt, Person, Werk, in seinen Erlebnissen und Werken, in seiner ganzen Erscheinung, das Ewige zu Tage tritt, wenn es auch manchem mitunter nur so aufleuchtet, wie das Blitzlicht, das von einem Leuchtturm ausgeht, über den öden Strand und die brausenden Wogen zuckt. Jesus stirbt

lung im Sinne der Anklage nicht zu erblicken, da einerseits die Forderung des Angeklagten auf Zah­lung des Geldes berechtigt war, und andererseits die Drohung des Angeklagten mit der Berhastung weder dessen Willen, noch in dessen Macht gelegen habe; erkannte auf kostenlose Freisprechung

Das heute lebende Geschlecht und qualvolles Sterben gewöhnt. Tapferen und Treuen haben, als sie für das Vaterland starben, körperlich schwerer gelitten

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mit nuten Zeug­nissen oder Empfeh­lungen gesucht. O72M Melden Karfrei­tag ob. ab Mittwoch.

Dr. Wolf,

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Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Freitag. 2. April:

8 bis 9 Tlhr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein in Frankfurt. 12 bis 1 Uhr: Übertragung von Kassel:Passion und Auf­erstehung". 3.30 bis 4.30 Uhr: Konzert des Haus­orchesters: Karfreitagsmusik. 4.30 bis 5 Uhr: Die Stunde der Jugend.Aus der Schatzkammer deutscher Erzählungen", vorgetragen von Lehrer Otto Mehker. (Für Kinder vom 12. Jahre ab.) 6 Ahr: Uebertragung .aus dem großen Saal des Saalbaues. Passionsmufil nach den Worten des Evangelisten Matthäus für Soli, Chor und Or­chester von Joh. Seb. Dach.

Samstag, 3. April:

3 bis 3.30 Uhr: Die Stunde der Jugend. Aus dem deutschen Liederkranz (Liedervortrage Frankfurter Schulen): Radiloschule. Chorleiter: Lehrer W. Seitz. 3.30 bis 4.30 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Johannes Brahms. 4.30 bis 9.10 llbr: ilebertrttgung vom Platz des Sport­klubs 1880 an der Adickesallee. Spiel der Rugby­mannschaft des Sportklubs 1880 gegen die Mann­schaft der Oxforder Gryhonnds. 6.15 bis 6.45 Uhr: Die Lesestunde (für die reifere Jugend): Aus dem RomanDie Regulatoren in Arkansas" von Friedrich Gerstacker. 6.45 bis 7.05 Uhr: Zwanzig Minuten Umschau über die Fortschritte- m Wissen­schaft und Technik. 7.05 bis 7.15 Uhr: Film- Wochenschau. 7.15 bis 7,45 Uhr: Der Briefkasten. 7 45 bis 8.15 llbr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung:Der Osterspazier­gang in Goethes Faust", Vortrag von Georg Hofmann. 8.15 bis 9.15 llbr; Zwei Kantaten von Joh. Seb. Dach. 9.15 bis 10.15 Ahr: Feierliche Stunde.

fitrdüHehe Nachrichten.

Katholische Gemeinden.

Karfreitag, den 2. April.

Gießen. Vormittags 71/, bis abends 6 Anbetungs- stunden. 9Derstörte Meße" und Predigt. Abends 6 Andacht. - Lich. 9", Passion u. Predigt.

Karsamstag, den 3. April.

Gießen. 7 Heilige Weihen, 81/, Hochamt, 4 und 7 Beichtgelegenheit.

Israelitische Gemeinden.

Jsr. Religionsgemeinde. Gottesd. f. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 3. April 1926. Dorabd. 6.45, morgens 8.30, abends 7.05 und 7.45.

Gottesdienst der tsr. ReligionSgesellschaft. Sabbatfeier, den 3. April 1926. Freitag abdS. 6.30, Samstag norm. 8.00, nachm. 4,00, Sabbatausg. 7.45.

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unter den Händen roher, verwilderter Menschen. Roch atmet er, da würfeln sie schon um sein Gewand. Hinauf zum Kreuze dringt der Ruf: Pfui, über dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und bauest ihn in drei Tagen!

12 bis 13, Blumenkohl 60 bis 180. Salat 45 bis 50, Salatgurken 150, Lauch 10 bis 20, Sellerie 30 bis 60; das Bund: Radieschen 30 Pfennig.

Bornotizen.

Tageskalender für Donners- tag: Goethe-Bund: 7.30 Uhr, Reue Aula, Haß- Bertow-Festspiele. Lichtspielhaus Bahnhof­straße:Die Mühle von Sanssouci". Astoria- Lichtspiele:Das geheimnisvolle Haus".

Aus dem Stadttheaterburcau wird uns geschrieben: Björnsons mächtiges SchauspielLieber unsere Kraft" bringt in seinem zweiten Teil, der am Ostersonntag hier zum ersten Male zur Ausführung gelangt, im Gegensatz zum ersten Teil, auch für das Auge mancherlei Sehenswertes. Die Arbeitervorstadt, die sog. ..Schlucht", wird sich als Reudekoration präsentieren, und die große Explosionskatastrophe im 3. Aufzug wird mit allen technischen Hilfs­mitteln ausgeführt werden. Welche Wirkung hier zu erzielen ist, wurde vor einigen Jahren bei einer Aufführung von Georg KaisersGas" erwiesen.

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völligen Umsturz des Bankgejeges vom 30. Auyust 1924 und damit einen Bruch der Londoner Vertrage darftellen würde, genügt allein schon, um jeden Ge­danken daran als Unmöglichkeit zu beweisen. Die Gerichte haben bis hinauf zum Kammergericht einhellig die erhobenen Ansprüche mit überzeugender Begründung zurückgewiesen, und wir haben die feste Ueberzeugung, daß dies auch nunmehr von dem mit der Sache befaßten Reichsgericht geschehen wird. Allein an braunen Tausendern mit dem Datum vom 31. 4. 1910 sind nominal etwa 128 Milliarden nicht wieder zur Reichsbank zurückgclanat. Die Reichs­bank hätte also allein für diese Tausender 128 Mil­liarden Reichsmark zu zahlen, was natürlich den so­fortigen Zusammenbruch der neuen Währung be­deuten würde. Leider gibt es keine gesetzliche Hand­habe zur Unterdrückung dieser Aktion.

Erhöhung der Veteranenbei­hilfe. Der Kyffhäuserverband der Kriegsbe­schädigten und Kriegerhinterbliebenen teilt mit, daß durch Erlaß des Reichsministers der Finanzen vom 17. März 1926 IC 5594 dieVeteranenbeihilfefür das Rechnungs­jahr 1926 ab 1. April 1926 von 20 Mk. auf 25 Mk. erhöht worden ist.

* Der Oberhessische Kun st verein beabsichtigt, im Mai eine Ausstellung von Ge­mälden des berftorbenen Malers W. Traut- s ch o l d zu veranstalten, welcher in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Gießen lebte und eine größere Zahl trefflicher Familienbildnisse schuf: diese befinden sich zum Teil noch in hiesigem Privatbcsitz. Der Verein richtet in der heutigen Rümmer unseres Blattes an die Besitzer Traut- scholdscher Gemälde die Bitte, solche zum Zwecke der Ausstellung zur Verfügung zu stellen und dem Vorsitzenden (Südanlage 14) bis zum 10. April hiervon Mitteilung zu machen. Es würde gewiß seitens des Publikums mit Freude begrüßt werden, wenn ihm Werke dieses hier besonders geschätzten Künstlers, welcher auch das weithin bekannte Rhenanenbild schuf, wieder einmal zu­gänglich gemacht würden. Weiter sei darauf hingewiesen, daß die derzeitige Ausstellung von Werken des Feldgrauen Künstlerbun­des München am Karfreitag geschloffen, wäh­rend der Ofterfeiertage aber zu den üblichen Zeiten geöffnet bleibt Sie ist durch keramische Werke von Frau Cmy Dodewig-Pallen» berg in Bad-Rauheim ergänzt worden. Die Ausstellung hat sich bisher guten Zuspruchs er­freut; ihr Besuch ist sehr 311 empfehlen: sie bleibt noch über Mitte April zugänglich.

Untergang dessen, das er erstrebt hatte. Den­noch wankt er nicht einen Augenblick, er stirbt, wie er gelebt hatte. Unverändert bleibt seine Liebe zu den Menschen, er betet für seine Feinde. Es gibt in der Menschheit nichts so Ergreifendes, kein Shakespeare und kein Goethe konnten etwas so Erschütterndes ersinnen als das Zwiegespräch, das der Gekreuzigte mit dem reu­mütigen Ucbeltäter führte. Jrn Sterben erkennt der Wann der dunklen Dergangenheit die Hoheit dessen, der mit ihm leidet, ihm blitzt aus dem ganzen Verhalten Jesu der Strahl aus der Ewig­keit entgegen, da fühlt er sich bei Jesus ge­borgen und stirbt ruhig, im Herzen die Dev- heihung: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.

Unter solchen Umständen begreift man, daß Jesu Sterben, daß das Kreuz, an dem er fein Leben aushauchte, seit Jahrhunderten auf die Menschheit eine so tiefe Wirkung ausübt. Um das Jahr 1600 hat der gelehrte Jesuit Jakob Gretser ein mehrbändiges Werk über das Kreuzeszeichen geschrieben, im 19. Jahrhundert hat sich der aus Grünberg in Oberhessen stam­mende evangelische Theologe Otto Z ö ck l e r wissenschaftlich mit demselben Gegenstand befaßt, ein Beweis dafür, wie wichtig und wertvoll der Menschheit das Kreuzeszeichen ist. Dieses Zeichen ist seit Jahrhunderten überall zu sehen. Es glänzt und gleißt im Mittagslichte und im Abendschein aus den Türmen der himmelan ra­genden Dome, es steht auf den Altären, in der ältesten Zeit hat man die Kirchen in Kreuzes­form angelegt, auf den- Gräbern verkündet es. daß von dem Entschlafenen das alte Lied gilt: ..Run hab' ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Rot, durch seine heil'gen Wunden bin ich versöhnt mit Gott." Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts haben die deutschen Dichter Georg H e r w e g h und Robert P r u h dem Kreuzes­zeichen in llangvollen Worten den Krieg erklärt. Jener sagte, man solle die Kreuze aus der Erde reißen, damtt sie Schwerten würden, dieser bat, ihm ja auf sein Grab fein Kreuz zu sehen. Diese beiden Männer haben sonst in warm­herzigen Worten das Edle im Menschenherzen wachgerusen, man wird ihre Aeußerungen über das Kreuz als Entgleisungen ansehen müssen, die durch jugendlichen Ueberschwang und eine po­litisch aufgeregte Zeit bedingt waren. Es wäre eine ungeheure seelische Verarmung für die Kreuzes und damit einen reichen Schah an Trost Menschheit, wenn man ihr das Zeichen des und Frieden nehmen würde. H. B.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt daS Pfund: Butter 200 bis 220 Pfennig, Matte 35 bis 40, Käse 50 bis 140. Wirsing 30, Weiß^ kraut 25, Rotkraut 30, gelbe Rüben 18 bis 25, rote Rüben 20, Spinat 45 bis 50. Grünkohl 35, Feldsalat 150 Endivien 100, Tomaten 150, Zwiebeln 20, Meerrettich 50 bis 100, Schwarz­wurzeln 50, Rhabarber 50, Kartoffeln 4 bis 5, Aepsel 15 bis 25, Dörrobst 40, Honig 50, junge Hahnen 120 bis 130, Suppenhühner 120 . bis 130; das Stück: Tauben 80 bis 100, Eier

Amtsgericht Wetzlar.

2 Wegen gefährlicher Körperverletzung hatten sich sieben Burschen aus Waldgirmes zu ver- amroorlcn. Den Angeklagten war zur Last gelegt, Ende September 1925 nachts einen des Weges kom­menden Radfahrer, den Zeugen S. von Dorlar, vom Rad gerissen und derart durch Schläge mit Zaunlatten sowie Fußtritte mißhandelt zu haben, daß S. sich in ärztliche Behandlung begeben und einige Zeit der Arbeit sernbleiben muhte: auch wurde dem Zeugen das Rad total demoliert. Die Angeklagken untT ein weiterer Beschuldigter waren deshalb durch gerichtlichen Strafbefehl mit 100 Mk. Geldstrafe, hilfsweise 20 Tagen Gefängnis, bestraft worden. Hiergegen erhoben die Vorgenannten Ein­spruch, während der 8. Beschuldigte den Strafbefehl rechtskräftig werden ließ. Sämtliche sieben Ange­klagten bestritten ihre Beteiligung, auch der als Zeuge unvereidigt vernommene achte Beschuldigte will nichts davon gesehen haben, daß einer der An- getagten den S. geschlagen hat. Der Uebersallene hat, wie er eidlich bekundet, keinen der Täter er­kannt. Demgemäß konnte das Gericht keine straf­bare Handlung der Angeklagten keststellen und er­kannte daher auf kostenlose Freisprechung.

Einem Fahrradhändler aus Wetzlar war Er- pressung zur Last gelegt. Wie die Verhandlung ergab, hatte die noch minderjährige Zeugin S. von dem Angeklagten ein Fahrrad zum Preise von 132 Mk. gekauft/auf das sie 100 Mk. angezahlt und später weitere 20 Mk. bezahlt hatte, so daß noch ein Rest einschl. Reparaturkosten usw. von insgesamt etwa 37,80 Mk. zu bezahlen war. Der Angeklagte hatte sich bis zur vollständigen Bezahlung der Kaufsumme das Eigentumsrecht an dem Fahrrad vorbehalten. Da die Käuferin mit der Zahlung der Restsumme im Rückstand blieb, wollte der Angeklagte das Rad durch den Gerichtsvollzieher pfänden lassen. Dieser fand jedoch das Rad nicht vor und erstattete frucht­losen Psändungsbericht. Der Angeklagte ließ darauf der Zeugin telephonisch übermitteln, er liehe sie ver­haften, wenn sie das Rad nicht zurückbringe. Die Zeugin brachte, hierdurch eingeschüchtert, wie sie be­kundete, das Fahrrad, das sie bis dahin bei ihrem Arbeitgeber stehen hatte, dem Angeklagten zurück. Der Ängetlagte bestritt jegliche strafbare Handlung und behauptete, die Zeugin habe sich geweigert, dem Gerichtsvollzieher anzugeben, wo das Fahrrad sich befand. Das Gericht vermochte eine strafbare Hand-

£?.11. Von der 2anb e8 unil) er f itäl Gießen. Heute sind 25 Jahre verflossen, seit Professor Dr. H. Kraemer. nachdem er sich im Februar desselben Jahres in Donn-Poppels» darf habilitiert hatte, 5um Ordinarius für Tier­zucht. Hygiene, Beurteilung der Tiere und all­gemeine Abstammungslehre an der Universität Bern ernannt wurde. 1908 übernahm er die Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde in Berlin und hielt zugleich an der Tierärztlichen Hochschule Vorlesungen über Rassengeschichte der Haustiere. Im Herbst 1909 wurde er zum Ordinarius für Tierzucht an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim ge- Wählt, 1921 nach Gießen berufen, während er andere Berufungen, wie z. B. nach Montevideo, abgelehnt hatte.

** Ausgeblieben. Wie man uns soeben mitteilt, wird der gestern angekündigte Besuch der japanischen Studienkommission in unserer Stadt heute nicht erfolgen. Begründend wird dieser Nach­richt die Erklärung hinzugefügt, die Herren Dal- Kar-Ne, zu deutsch Karneval, und Lirko-Mikap, zu deutsch Aprilkomik, seien nicht geneigt,am I.April ihre Zurückhaltung aufzugeben. Auch die Staub­sauger- und Fernseher-Ausstellung, die heute vor­mittag in der Dolkshalle eröffnet werden sollte, ist in letzter Stunde abgesagt worden, da die Erfinder sich weigern, ihre Erfindungen am 1. April preis­zugeben.

0 Zur Stundung von Steuer-Dar­auszahlungen. Der Reichssinanzminister hat, wie wir hören, durch Runderlah angeordnet, daß für die Entscheidung über Anträge, mit denen Stundung von Vorauszahlungsbeträgen begehrt wird, die Fi- | nanzämter zuständig sind, wenn die von dem ein­zelnen Unternehmer vorläufig zu entrichtenden Jah­resleistungen 200 Reichsmark nicht übersteigen. Je­doch dürfen Dorauszahlungsbeträge, soweit nicht kür­zere Stundung begehrt wird, längstens bis zur Fäl­ligkeit der Zahlung auf Grund des endgültigen Auf­bringungsbescheids gestundet werden. Stundungen werden z. B. in Betracht kommen bei erheblichem Dcrmögensrückgang seit dem Stichtage, sofern wirt­schaftliche Bedrängnis die Folge ist, ebenso bei Dor­liegen einer wirtschaftlichen Notlage, die auf anderen Gründen beruht. Maßgebend werden stets die Ver- hältniste des Einzelfalles fein. Danach entscheidet sich auch die Frage, ob die Stundung mit ober ohne Verzinsung und Sicherheitsleistung zu gewähren ist.

** Lohn st euerer st attungen für 1925. Aus dem Reichsfinanzministerium wird mitgeteilt: Die Frist für die Einreichung der Anträge von Arbeitnehmern auf Erstattung der Lohnsteuer aus dem Jahre 1925 läuft am 30. April 1926 ab. Erstattungsberechtigt ist nur, wer im Jahre 1925 einen Verdienstausfall durch Erwerbs­losigkeit, Krankheit, Streik usw. von insgesamt mindestens zwei Wochen gehabt, oder bei dem son­stige besondere wirtschaftliche Verhältnisse vorgelegen haben, die die Leistungsfähigkeit wesentlich beein­trächtigen. Zum Nachweis des Derdienstausfalls können Erwerbslosenkontrollkarte, Bescheinigungen der Krankenkasse und der Arbeitsämter, bei Erwerbs­losigkeit auch Bescheinigungen der Berufsverbände vorgelegt werden. Das Reichsfinanzministerium weist darauf hin, daß es notwendig ist, die Erstat­tungsanträge schon jetzt zu stellen und nicht bis Ende April damit zu warten, weil bann eine be­schleunigte Erledigung der Anträge nicht mehr mög­

lich ist.

** Keine Hoffnungen am Platze. Reichs­bankpräsident Dr. Schacht äußerte sich in der jüng­sten Generalversammlung der Reichsbank auch zu der Frage der Aufwertung der alten Reichsbanknoten. Er sagte hierüber: Bekannt­lich haben sich Verbände gebildet, die nachträglich eine Aufwertung der Reichsbanknoten älterer Aus­gabe, insbesondere der alten Tausender und Hunder­ter, erzwingen wollen. Diese Bewegung wird von einem kleinen Teil von Leuten, die man möglicher­weise als Idealisten ansprechen muß, gebildet, die aber jedenfalls eine Kenntnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge völlig vermissen lassen. Zu einem größeren Teil wird die Bewegung von Agitatoren berufsmäßig ausgenutzt, die unerfüllbare Hoffnun­gen erregen und dadurch immer neue Unruhe und Verbitterung in das Volk tragen. Daß die Aufwer­tung irgendeiner Art von alten Banknoten einen

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