Einzelbild herunterladen

,e»

»en-

[Stellengesuche

Suche 5 bis

6 ßimmcr als Teil» ob. ganze Wohnung geg. Her- gäbe von Hypothek und Abschlag. Sckr. Angeb. unter 01424 a. d. Gieß. Ans. erb.

unfreundliche Eigenart der zwischen Bremen- Worpswede und Oldenburg-Papenburg liegen­den Gebiete das Teufelsmoor, das Veh,

moor, das Bourtanger Moor kennen. Inter­essante Streiflichter fielen dabei auf die Geschichte, die eigentümliche Lebensweise und den Charakter

Klempner und Zvstallaienr

27 3« ledig, perfekt auf Lauklemvneret, GaS-, Wasser-, clektr. Licht» und Kraft­anlagen. sucht, ge­stützt auf gute Zeug­nisse, su sofort Stel­lung. Schr. Angeb. u. 01408 a.d. Gieß. Anz.

Mnz. ßrifitn;

Jahre hindurch sich­ert sich, wer schnell b. Ortö- ob. Bezirks- Alleinverkauf eines grohaitigenMaffen- artikelö übernimmt.

Riesen -Abiatz!

Laben unb Kapital unnötig ZeimngS- reklame wirb von uns bezahlt. Gin durchaus reeller Ar­tikel, dessen Vertrieb keinen Verbrüh, son­dern hohen Gewinn bringt. Iebermann ist Käufer. Ein Ver- such beweist. Prosp. unb Alleinverkaufs- Konbittoneu gratis. Man schreibe Bost- fartea.R. Schneider, Stattgart 249. (1933A

WW welches fleißig. ehr­lich und treu ist, be­kommt gute Stelle.

Löberetraße 7, our parterre.

Junger IMm sür Reise unb Bu­reau per sofort gesucht

Ausführliche An­gebote mit Zeugnis­abschriften, Lebens- laut und Bild unter 1921D an bett Gieß. Anzeiger erbeten.

See

Freitagabend ( ier

den

ch dieies W emtreten. w g begrüß dn

: an !ür$' unb dein 9

je buro) ;fi n .uge|uflt

gs?» -

|Wohnungstausch|

Luche 5= bis 8-3ml«.-Behug. trn Tausch gegen solche in 'Marburg. Schr. Angeb. unter 014Ä and. Gien. Anz.

nur durch Preußen unb das Deutschtum groß tourde. Polend Anspruch auf dieses Land nach jeder Richtung hin unbegründet ist. Dieses alte deutsche Land hat der Völkerbund durch seine landessremden Organe zerrissen. Genommen sind uns durch diesen Fehlspruch die Industrie- und Bergstädte Tarnowitz. Schwientochlowttz, Katto- Witz. MhSlowitz und die dazu gehörigen großen Wirtschastsbezirkc. Don 61 Kohlengruben find 50 verloren. Alle Gifengruben sind an Polen ge­kommen. Don 37 Hochöfen sind 22 verloren, von 18 Stahlwerken 9. von 16 Dlei- und Zink- qrüden 12. Dazu kommt, daß sämtliche Zink- und Dlcihütten, sowie die beiden Silberhütten polnisch geworden sind. Das furchtbarste ist aber, daß der Pole mit dem ihm überlieferten Pfunde nicht wuchern konnte. In 4V2 Jahren ist der abgetre­tene Teil völlig in Grund und Boden gewirt­schaftet. Die deutsche Leitung fehlt überall. Wut bat den Polen ergriffen, weil seine Spekulation mißglückt ist. Lr fürchtet, daß ihm das geraubte Oanb entschwinden kann, und läßt daher seinen Grimm in furchtbarer Weise an den Deutschen aus. die im Land egeblieben find.

Schwer ist durch die Abtretung nicht nur das übrige Oberschlesien, sondern auch ganz Schlesien und daS übrige Deutschland geschädigt. Trotz

seines Mißerfolges streckt der Pole seine Hand nach ganz Schlesien aus. Der Schlesier ist gr rüstet, ihm zu begegnen. Sein Kampf kann aber nur vpn Erfolg begleitet sein, wenn ganz Deutsch­land geschlossen hinter ihm steht und immer wieder gegen den Fehlspruch des Dölkerbundes Einspruch erhebt. Friedrich der Große hat sieben Jahre um Schlesien gekämpft gegen eine Welt von Feinden. Wollen wir uns von ihm beschämen lassen? Am 20. Februar sprach der Vorsitzende des deutschen Klubs tm jetzt polnischen Kattowitz die mutigen Worte: »Wir lassen uns nicht aus- rotten, wir lassen uns nicht vernichten. Unser Selbsterhaltungswille wird größer sein als der Dernichtungswille verblendeter Menschen." Sollen wir schwachmütiger sein? Deutsche Studenten haben am Dnnaberg in Schlesien ihr Blut ver­gossen. Ihr Beispiel soll uns mahnen. Helfen wir. daß der schwarze preußische Aar den weißen polnischen Adler vertreibt und die deutsche Fahne einst wieder in Ost-Oberschlesien weht.

Der gemein)ante Gesang des ersten Derses des Deutschlandliedes bildete den Ausklang der mit starkem Beifall auf genommenen Bede. Dar­auf wurde die nachstehende Entschließung

einstimmig angenommen:

Die in der großen Aula der Landesuniver­sität Gießen versammelten Mitglieder der Uni* versltät und der Bürgerschaft Gießens erheben Einspruch gegen die Entscheidung de« Völkerbundes vom 10. Oktober 1921. Diese Entscheidung hat zu einer Los- reißung von Stätten ältester deutscher Kultur vom oberschlesischen Dolkskörper geführt und steht im Widerspruch mit der Volksab- st i m m u n g vom 20. März 1921. Die bisher ver­flossenen fünf Jahre haben die Llnhaltbar- teit der so geschaffenen Zustande dargetan und schweres Unglück über das Land ge­bracht.

Die Versammlung spricht daher die Erwar­tung auS, daß der Völkerbund noch ein­mal seinen Spruch überprüft und einen neuen Beschluß faßt, der dem Gewissen der Q2eit, der Lebensnotwendigkeit des Deutschen Volkes und vor allem dem Wohle Oberschlesiens besser entspricht: dieser Beschluß kann, wenn Buhe und Frieden wieder in da« schwergeprüfte Land einziehen soll, nur dahin gehen, daß der losgerissene Teil Oberschlesiens wieder mit dem Deutschen Vater- lande vereinigt wird."

Bornotizen.

Lageskalender für Montag. Verein Rudersport: 9 Uhr, Bootshaus, Monats- nerfammhmg. Elsaß-Lothringer: 8> ,t ilfjr, Hotel Köhler, MonatSversannnlung. Gießener Freiwillige Feuerwehr: 8 Tlhr, Darmstädter Haus, Monats Versammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Schmetterlingsschlacht". Aswria-Lichtspiele:Um Gold und Frauen".

Die rzmiete in Hessen. DaS Hessische Gesamtministerium gibt bekannt: In der Regelung der gesetzlichen Miete für den Monat März tritt gegenüber dem Februar feilte Aende- nmg ein. Die Miete beträgt daher 88 Prozent der Friedeitsmiete.

0 Zur Festsetzung von Stundungs- zins en. Wie wir hören, findet die Steuerzinsver- ordnung des Reichsflnanzministeriums vom 16. Jan. auch bei der Festsetzung von Stundungszinsen für die in Hessen zur Erhebung kommenden staatlichen Grund-, Gewerbe- und Sondergebäudesteuer "An­wendung. Bekanntlich hat die erwähnte Verordnung die Sähe für die Dorzugszinsen von 12 auf 10 Pro­zent jährlich, für die Aufschubzinsen von 9 auf

8 Prozent jährlich und den Höchstsatz der Stun- dungszinien von 9 auf 8 Prozent jährlich ermäßigt.

Reparatur am Geläute her S1 a d t t i r ch e. In diesen Tagen wird der Läuteapparat der Stadtkirche einer Reparatur unterzogen werden. Hierzu wird es vielleicht not­wendig sein, mit allen Glocken zu läuten. Die Bevölkerung braucht also, wenn das Läuten zu ungewohnter Stunde zu vernehnren ist, nicht zu fürchten, daß es Llnheil anzeigt.

Eine gute Jubiläum »spende. Das Wohlfahrtsamt teilt uns mit, daß die Firma I. M. Schulhof. Marktslraße 4, an­läßlich ihres 90jährigen Geschäftsjubiläums dem Wohlfahrtsamt dankenswerterweise 100 Laib Brot zur Verteilung an Fürsorgeempfänger über­wiesen hat. Die Verteilung fand am heutigen 1. März, dem Iubiläumstage, an etwa 60 Fa­milien statt.

v* Personalien. Ernannt wurden: Der Amtsvorstand des Forstamts Hirschhorn. Zorst- rat Otto Schwieder zu Hirschhorn, vom 1. Fe­bruar 1926 ab zum Vortragenden Rot in der Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung mit der Amtsbezeichnung ,.Oberforstrat": der Oberforstrat Karl R a m s p e ck zu Darmstadt unter Belassung seiner Amtsbezeichnung zum Vortragenden Rat bei dem Ministerium der Finanzen. Abteilung für Forst- und Kameral­verwaltung. Am 22. Februar wurde der Vermessungsoberassistent H. Hering in Als­feld auf seinen Antrag pom 1. März 1926 ab aus dem hessischen Staatsdienst entlassen.

"Befreiung vom Besuch der Fort- bildungsschule. Das hessische Landesamt für das Bildungswesen gibt bekannt, daß bis weiteres vorn Besuch der Fortbildungsschule be­freit werden: 1. Schüler und Schülerinnen mit neunjährigem Besuch einer Privathandelsschule mit Vollunterricht; 2. Schüler und Schülerinnen mit achtjährigem Schulbesuch und einjährigem Schulbesuch einer Privathandelsschule mit Voll­unterricht, in beiden Fällen unter der Voraus­setzung, daß die für die Fortbildungsschule vor­geschriebenen Lehrgegenstände in den Privat­handelsschulen mindestens in gleichem Umfange Berücksichtigung finden. Der Eintritt in eine Privathandelsschule muß zu Beginn des Schul­jahres erfolgen, wenn die Befreiung vom all­gemeinen Besuch der Fortbildungsschule eintreten soll. Für die Befreiung zuständig sind die Kreis- bzw. Stadtschulämter.

" Die Hauptversammlung der Lan dw ir tscha f t skammer für Hessen findet am Samstag, 6. März, vormittags 8y4 Uhr, im Sitzungssaal des Landeskirchen tags zu Darmstadt statt. Hauptgegemstand der Tagung ist die Beratung des Hauptvoranschlages der Landwirsschastskammer für das Jahr 1926.

** B e i der Polizei sichergestellt. Am 10. Februar wurde beim hiesigen Polizeiamt ein Gummimantel sichergestellt, der bei dem vorjährigen Kreisturnfest hier entwendet bzw. gefunden und nicht abgeliefert wurde. Der Eigentümer wird er­sucht, bei der Kriminalpolizei Gießen vorzusprechen.

** Fe st genommen. Wegen Paßvergehens wurden zwei Personen festgenommen, ebenso zwei steckbrieflich gesuchte Leute.

** Reue Fünfzigpfennig st ücke aus R i ck e l. Wie die Telunion erfährt, beabsichtigt die Reichsfinanzverwaltung, die bisher im Um­lauf befindlichen 50-Pfennig-Stücke einzuziehen unb durch Rickelstücke zu ersehen, da die bisherige Dronce-Äluminium-Leaierung zu umfangreichen Fälschungen verleitet habe.

* Einführung der Zugteleph on ie auf der Strecke FrankfurtDerl in. Rach einer Veröffentlichung im Rachrichtenblatt der Deutschen Reichsbahn wird demnächst die Zugtelephonie auch auf der Strecke Frankfurt- Berlin zur Einführung gelangen. Die Einrich­tung erfolgt durch die Zugtelephonie-A.-G., die auch den Betrieb durchführen wird. Als weitere Linien, auf denen die Zugtelephonie eingerichtet werden soll, sind u. a. vorgesehen die Linien FrankfurtKoblenzKöln. FrankfurtHanau Gemünden und DebraWürzburgMünchen.

2n der Gesellschaft für Erb- und Völkerkunde sprach am Donnerstag­abend Dr. Ehlers, Blexen, über die ,.Rord - we st deutschen Moore, Land und Leute" an der Hand eines zahlreichen Lichtbildermote- rials. Aus dem umfangreichen Gebiet der kultur- geographischen Fragen entwickelte er durch Vor­anstellung des in die Augen Springenden ein ab­gerundetes Bild jener ungeheuren, den wenigsten Deutschen bekannten Moor- und Heideflächen in Vergangenheit und Gegenwart. Auf einer Moor- Wanderung lernte man die herbe und freundlich-

Tausche meine

3 - Zimmer Wohnung

mit Küche gegen gleiche, evtl, vier kleinere Zimmer mit Küche. Schrift!. Angeb. unter 014:34 an ben Gies;. Anz. {Stellenangebot Junges

Fräulein für Geschäft unb Haushalt gesucht.

Lu erfragen in ber Geschäftsstelle beS Gieß. Anz. (1944D

SS* ettag. "*

F.iftÄ

lern. über '.*0'

btt fyebj.e.r Zolle, ei ble (ftJ1 öedochl ! Ntn»unbb?r Ä bit ,r *ftte I

le M in iur,ir

Ä

Ä "Je* Mtan

-Summer, Unb 'P- M mein (Erlöfer

Nolte.

;ci,et °°n Dtaanilt Gru ber (Sebent.

,WWn Cinoringlid), 'ch, uns Her; griff, vielen, vielen ®räbem

<5üb, mochte bei Qen lebendig an gute gönnt roar, die Heimat «ber in dem Hetzen i aus lausenden ®e- I er Kriegslebens fort- t lache aber auch ben d'e Men Ausgaben ' eren Ersiillung die ge- m Händen überfragen wen erweisen müssen. 9 draußen und daheim empfunden haben und nb Willens geblieben ; der Seele, als er u.a. t ein Taa schmerzlichen i die Gefallenen mischt jr Opfer scheinbar um nbe Gedanke dars »ich! ersuchen, dem Sterben ibjugeroinnen, Vielen her lebendigen, durch mDvNseinheil, . Ä« Tobt^aat unserer Ähr vpset ist ein Wut spricht vernehmlich nt uns zur Einheit :t unb schilksuls- enheii. Dos Wert cnlsonk - mir müssen i bauen am Haus bet che Menschen irei und -sondere auch die hin und die Ariegsopser . > des Boferlonbes. So - hören, ober auch dem in, durch Shrfurcht 9' chwinglen Willen. Wir islöschlichem Dank und

efpielt von der 'Militär en Ausllang der 0c durch ihre Zusammen c unlerem Lolkstrauer- oolles Seproge 9""- lussage-

heraturen nahe Mi

« ausvirken 9,4 wdw

Für meine Tape­zier , Polster- und Tckorationswerk statte suche ich zu Ostern einen braven Jungen als [01403 Lehrling C. Leisler

Neuenweg 23.

3w ifluDereö

MW»

für ble Nachmittags- stunden zu einem Ktnbe gesucht. rUl3 Seibgcsterner

Weg 24 I.

| Vermietungen |

Fens. Brandl

Zimmer frei.

Tel. 1085. IWID In gutem Hause ist IreiiNll. Zimmer mit elektr. Licht und Zentralheizung zu vermieten. [01426 ceilMsterverwes 18.

Gut möbliertes

Zimnter mir eleklr. Licht unb neuer Bebtenung ver fof. Ä.verm. Omi '»loetbcstr. 48 p. In meinem Hause in Nidda lGam- bvinnö) ist ein

Laden

mit Schaufenster iveuiemorben u. als- bald anderweitig zu vermieten. [1747V Otto Abt. Nidda, Telephon 218.

Student

sucht zur Fortfüh­rung keines Stu­diums Beschäfti­gung (halbtägig).

Schrtftl Angebote unter 01419 an den Gieß. Anz. erbeten. Diiiiiiiiimiiiiiiiiiiininiim)

Aelteres, in allen Hausarb. erfahr.

Zräulein

sucht Stellung, am liebsten in frauen­losem Haushalt oder zu älterem Herrn.

Schrtftl. Angebote unter 01429 an den Gieß. Anz. erbeten. ciiiiiiiiiiiiiiiitniiiniiiiinia Mädchen vom Lande

18 Jahre alt, sucht Stellung zwecks (Er­lernung des Haus­halts gegen kleines Taschengeld. Schr. Angeb. unter 1918V a. d. Gieß.Anz. erb. I Verkäufe |

Ein neuer

Wagen zu verkaufen 01330 Annerod,

Tiefenweg Nr. 3.

der Woorbewohner als Kulturpioniere im wahr­sten Sinne des Wortes. In gleicher Weile wurden auch die Beziehunacn zwischen wirt- schastlicher Ausnutzung. DesiedelungSmethoden, Ausschließung durch Kanalnotze und allgemeinen Verkehrsbedingungen beleuchtet Mit einem Aus­blick aus die Auswanderungsfrage und Ansied­lungsmöglichkeit im Inland schloß der inter­essante. in vielen Teilen vollständig unbekanntes deutsches Gebiet behandelnde Vortrag, für den die Zuhörer mit reichem Beifall dankten.

" Die Demokratische Partei ver­anstaltete ani Donnerstagabend im Katholischen VercinshauS einen gutbesuchten Vortragsabend, bei dem Reichstagsobgeordneter Pfarrer K o r e l l über ..Amerika und Deutschland" sprach. Der Redner, welcher im September v. Is. zu­sammen mit anderen deutschen Parlamentariern an einem Internationalen Kongreß in Amerika teilnahm, schilderte in 1 -stündigem, sehr inter­essanten Vortrage die Eindrücke und Erlebnisse während seines Aufenthalts im Londe der un­begrenzten Möglichkeiten. Rach seinen Aus­führungen bedeutete schon die Unterbringung und Verpflegung der vielen aus allen Ländern er­schienenen Delegierten des Kongresses eine Glanz­leistung amerikanischer Organisation und Gast- freundschast. Redner schilderte sodann den Ver­lauf der Verhandlungen des Kongresses, wo in ^wölftägigen Sitzungen schwierige Fragen des internationalen Lebens zur Besprechung kamen. Er stellte mit Genugtuung fest, daß man den deutschen Delegierten bei den Verhandlungen großes Vertrauen entgegengebracht, ohne dabei aber zu verschweigen, daß man bei anderen Ge­legenheiten Deutschland nicht immer den Platz eingeräumt habe, den es noch seiner Größe und seiner Vergangenheit verdiene. Der Redner berichtete sodann über das außerhalb deS Kon­gresses Gesehene und Erlebte. Er stellte dabei zunächst fest, daß der Amerikaner uns Wohl nicht mehr haßt, aber auch nicht liebt. Er prüft bei allen wirtschaft-- und finanzpolitischen Ange­legenheiten nur, inwieweit ein Entgegenkommen Deutschland gegenüber ihm Vorteile bringe. Redner warnte vor allzu großen Hoffnungen be­züglich finanzieller Unterstützung durch Amerika. Wenn Deutschland billiges Geld haben wolle, sei vor allem ein geordnetes Staatswesen not­wendig. Eine schwere Schädigung unseres An­sehens in Amerika verursachten die in großer Zahl dort hinwandernden Bettelbriefe, sowie der Versand deutscher Zeitungen, in denen unzählige Dergnügungsanzeigen veröffentlicht sind. Kein Wunder, wenn dann der Amerikaner immer wieder behaupte, Deutschland müsse viel einfacher und anspruchsloser leben und sparen lernen, um wieder hoch zu kommen. Der Vortragende ent­warf sodann ein sehr interessantes Bild über die in Amerika ausgeprägte Typisierung, die sich sowohl im Wirtschasts- wie auch im Privat­leben außerordentlich bemerkbar macht. Er ist der Auffassung, daß zur Ermöglichung billiger Produktion auch in Deutschland mehr Wert auf Typisierung gelegt werden müsse, und zwar so­wohl bei industriellen Erzeugnissen wie auch bei sonstigen Bedürfnissen (Kleidung. Wohnung, Rahrung usw.). Der Redner schilderte ferner seine Eindrücke über Industrie und Handel in Amerika. Interessant waren seine Ausführungen über größere Industrie- unb Handelsbetriebe, deren Arbeitsleistung und Organisation, bei der auf die größtmögliche Ersparung von Arbeits­kraft hingezielt wird. Die Frage, ob es für Deutschland nicht vorteilhaft sei, nach dem glei­chen System zu arbeiten, wie in Amerika, beant­wortete der Vortragende dahingehend, daß eS notwendig wäre, die natürlichen Bedingungen eines Landes zu kennen, denneines schicke sich nicht für das andere". Amerika habe noch unend­lich viel Gelände zu seiner Ausdehnung zur Ver­fügung, während wir in Deutschland eng zu­sammengedrängt seien. Wir könnten auch mit unseren beschränkten Konsumkräften nicht ameri­kanische Methoden durchführen. Zum Schluß schilderte dec Redner noch kurz die Stimmung vieler Deutsch-Amerikaner, die den Glauben an Deutschland noch nicht verloren haben.

Preußen.

Die Miete im nächsten Quartal.

Das preußische Wohlfahrtsministerium hat die Absicht, die Miete im nach st en Quartal vom April bis Ende Juni um 8 Prozent zu erhöhen. 2m März bleibt die bisherige Miete von 84 Prozent bestehen. Ab 1. April gilt die Miete von 92 Prozent. Am 1. Juli wirb bann bie Miete um weitere 8 Proz. erhöht, womit bann der Friedensstcmb erreicht ist auf volle 100 Prozent.

Kreis Wetzlar.

Kinder. Die Zahl der beschäftigten RotftandS- arbetter betrug 385. In der vorangegangs- nen Woche betrugen die Zahlen der Unter­stützungsempfänger: 2549 Vollerwerbslose, 1541 Ehegatten und 2692 Kinder: die Zahl der bt- schästigtcn AotstandSarbeiter 417. Die Er - wervslosenziffer war also gestiegen um 111 Vollerwerbslose, 66 Ehegatten und 197

DilttreiS.

WLR. Dillenburg, 27. Febr. 3n Münchhausen (DillkreiS) wurde dieser Tage ein seit längerer Zeit von der Darmstädter Kriminalpolizei gesuchter Betrüger verhaf­tet, der sich unter dem Rainen Dr. chem. Karl von D o g c l ft c l n 3/4 Jahre in unserem Orte auf gehalten und die Leute tüchtig angepumpt hatte. In einem Polizeiauto wurde er nach Darmstadt abtransportiert. Auch als Homöo­path betätigte sich der Verbrecher, dessen rich- itger Rame Karl Otto Knecht ist. Er stammt aud dem Schwarzwald.

Maingau.

Frankfurt a. M., 28. Febr. Der Volkstrauertag zu Ehren unserer im Welt­krieg Gefallenen nahm hier einen würdigen unb er hebenden Verlauf. Sämtliche öffentlichen unb zahl- reiche Privatgebüube hatten halbstock geflaggt unb alle öffentlichen Lustbarkeiten waren abgejagt wor­ben. An ber vormittags anberaumten Gebächtnts- feier bes VolksbunbesDeutsche Kriegsgräberfllr- sorge" (in ben Gräbern des Ehrenkelbes auf bern Hauptfriebhose nahm eine nach laujcnben zählcnbe Menge teil. Die Reben ber Geistlichkeit ber brei Konfessionen, die von Vorträgen mehrerer Gesang vereine umrahmt waren, hinterließen einen tiefen Eindruck. Nahezu 60 Kranzbeputationen legten Kränze an ben Gräbern ber Gefallenen nieder. Punkt 1 Uhr setzten alle Kirchenglocken zu einem Gebenkläuten ein. Nachmittags 3 Uhr sanb eine Weihestunbe für bie Gefallenen bes Weltkriegs statt, bei der Pfarrer Erich Meyer die Weiherebe hielt. Den Höhepunkt des Tages bildete bie abenbs 8.30 Uhr in der Paulskirche stattfindende Kundgebung für die Erhaltung unserer fernen Gräber.

WSR. Frankfurt a. M, 27. Febr. Wie der Frankfurter Generalanzeiger" von unter­richteter Seite erfährt, hat das Hochbauamt au- hygienischen und baupolizeilichen Gründen die Riederlegung von vorläufig 2 8 in städ­tischem Besitz befindlichen Häusern in der Altstadt beantragt, für deren Be­wohner in Reubauten bereits Platz geschafft worden fei. Die Riederlegung der 28 Häuser dürste nur die erste Etappe zu einer allge­meinen Säuberung und Sanierung der A l t st a d t durch Riederreihung und Entsiedlung fein.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus: Dienstag. 2. März,Lohen- grin. Mittwoch, 3. Marz,Martha". Donners­tag, 4. März,Die Jüdin". Freitag, 5. Mürz, Eine Rächt in Venedig". Samstag, 6. März, Othello". Sonntag, 7. März,Die zehn Küsse". Montag, 8. März, Tanzabend. Schauspiel­haus: Dienstag, 2. März,Ein Volksfeind". Mittwoch, 3. März,Wilhelm T«ll". Donners­tag, 4. März,Das Käthchen von Heilbronn". Freitag, 5. März,Das Käthchen von Heil­bronn . Samstag, 6. März,Der KreibekretS". Sonntag, 7. März, nachm. 3 Uhr,Wilhelm Teil": abends 8 Uhr,Der fröhlich« Weinberg".

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Dienstag, 2. März:

3.304 Uhr: Die Stunbe ber Iugenb. 4.20 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: F. Smetana. 5.4.56.10 Uhr: Die Lesestunbe. 6.206.45 Uhr: Übertragung von Kassel: Vortrag überIbeolo- gisches unb phänomenologisches Theater". 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule:Der Mensch als Ma­schine", Vortrag von Polizeirat Dr. Brieger. 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule: .Insekten", Dor trag von Dr. Kretschmac. 7.458.15 Uhr: Schach stunbe. 8.1510.15 Uhr:2phigenie auf Tauris", ein Schauspiel von Johann Wolfgang Goethe.

Winterkur für 534Oss

Nervenkranke

u. Nervös-Erschöpfte. Spezlalkuranetalt Hof heim I. Taunus bei Frankfurt a M. Prospekte durch

Dr. 3f. Schulze - Kahlcye*, Nervenarzt.

i - l Wetzlar, 27. oebr. In ber Woche vom 15. bis 20. Februar wurden im Bezirk des hiesigen Arbeitsnachweises unterstützt: 2 6 6 0

Vollerwerbslose, 1607 Ehegatten und 2889

Sie tonnen nie fffiöiier werden als Sie sind, es sei benn: Sie gebrauchen Krafomehnl Krasomehn rührt man mit Mtlch zu einem Crkme an unb reibt mit diesem ble Haut ein. Der Erfolg ist etn voller SchönbeitSersolg. 1191c

In Vorort v.Wetzlar

Haus

mit Kolonialw.-Ge- schäst, Scheune.

Stall, (Sorten, für 10000 bei 3600 Mf. Anz. »u vcrk. ul*°° Schleenbecker, MoUkestrahe 9.

Gebrauchter tonten/fuhritnfjl zu verkaufen. 01401

Steinttr. 52 Hth AiM-DlWttt 1.40 Mtr.lg, messing- verziert, noch wie neu, mit Matratze, billig au verk.

Blockstraße 2 II.

Kinb. Bettch m.Mtr. 8.a, Kinb.-Sitz- unb -Liegewag.8>t,Kinb.- Stuhl 4 au verk. Zu erfrag. L b. Ge- [chastsst. b. G «.

Mgetolt bester Qualität, bil­ligst abaugeben.

C. Hübeamen, Gieße«, Tel. 1659. vickwmz zu verkaufen 01437

A. Uuhnö,

Schöne «nSfichf-

Fcrn Sprecher 1659.

1913c

ZMtoc\ ' in allen kauf- \ männfschen Fächern Vogtsche HandelmbüleCießeD,/ V Goethestraße 32/ 1922a X

MHMHMW

Zchreib- maschine zu fünfen gesiM.

Schrtftl. Angebote unter 01421 an den Gießener Anzeiger. HWMWWH

Hansa

Handelsschule J. Kunzeimann Güßen, Bahnhofstr. 60 vorn. Hermes

Neue Kone

l 20. April.

Neue gut gearbeitete Diwans, Ghalfelon- flaes d. matraßen, Aufarbetten von volltermöbeln aller Art empstehlt billigst 01404 W. Kutzschrad

Weidengaffe 1.

Ä|j- Grau-und K 9 ||f Weiß-Stück WHU MW HB von bester Quali- fflg W WM tat und grrößter

dWM Ergiebigkeit

zu bilh Preis

C. Rübsamen, Gießen

Wenig gebrauchL Hile-Walzen- sWmiihleNs.3 zum Quetschen und MahlewKugellager, Leist, bis 12 Ztr. er. Stunde, Krastbed. 5 P. S.. billigst ab­zugeben. 19200

Karl Buß,

Maschinenfabrik, Wetzlar, Tel. 239. [ Kaufgesuche |

Schöne

Fuchsstute

6jährig. zu verkauf.

Sritz Jugbard, 01441 Müblstraße.

Suche

Einspänner- Wagen

leicht und gut. 61417 C. Rübsamen, Gießen.

Um

idealster Korsett« ersah. Verkauf jeden Mittwoch

PIaMr.131. z I. ijpolieta auf gute Objekte ver­mittelt zuverlässtg htestge Vertretung erstflasf.Hypotheken- bank. Schrift!. Anfr. unter 01354 an den Gießener Anzeiger.

| Verschiedenes |

Billige 1 'c

Obst- and

Gemüsekonserven so lange Vorrat reicht

2-Pfd.-Dose girfüjen . . so^> OeioelöeerenTs 5(odjelüeeten7o Pflimmen . 75 SemOfeeiöf. 75 i. Koch Uolger, Schulstr.lüTel.161L

Künstliche

Zähne

in Kautschuk au 2.x, Kronen, Brücken, Plomben zu billig­sten Preisen. TeU- aablung gestattet.

20iäbc. Praris. 01<£9 Frau Königer, Dentistin,

29 Stetnstrahe 2L

Stud. theol.

ertettt gründliche, ge« rotfienbafie

Nachhilfe bet mäßtgem Preis, «chr. Ang. u. 01418 an den Gieß. An».

Tüchtige Schneidevitt nimmt noch Kunden an in und außer dem Hause. Zu erfragen tuderGeschäst-stelle d.Meß. klnz. 0199