Nr. 26 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger sür Oberhellen) Montag, 1. Februar 1926
Turnen, Sport und Spiel.
Die Bezirks-Meisterschaften
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folgt morgen.
worden war, gewann gestern der K a r l s r u h F. V. mit 2:1 (1:1) gegen V. f. R. Heilbronn.
respektablen Gegner abgab. Hervorzuheben ist neben dem sportlichen auch der kameradschaftliche- Geist dieser Mannschaft. Wenn sie so weiter macht, rotrb ihr noch mancher Sieg beschieden sein.
Anschließend stellte sich die Zweite der gleichen von D. C. und lieh diese ihre Tleber- legenheit durch einen 3:1 Sieg spüren. Der D.f.D. war der talentierte Mittelstürmer, der verhindert war. ersetzt worden, wodurch das Spiel der Mannschaft gegen sonst etwas verlor. Der kompletter Aufstellung wäre das Resultat wohl sicher höher ausgefallen. Auch hier soll nochmal Gnade vor Recht ergehen und der Rame des Spielers der Platzmannschaft nicht genannt werden, der wegen Rachtretens das Spielfeld verlassen mußte. Zu seiner Entschuldigung sei angeführt, daß er unmittelbar vorher zweimal sehr unfair.angegangen worden war und er im Affekt sich revanchierte. Besser wäre es gewesen. den Schiedsrichter auf das rohe Spiel des Gegners aufmarlsam zu machen, um sich vor einer Wiederholung zu schützen. So hatte die ganze Mannschaft unter der Inkorrektheit dieses Spielers zu leiden und mußte mit zehn Mann weiterspielen.
Das Spiel der Liga Mannschaften litt stark unter den Platzverhältnissen (wie oben geschildert). Die durchweg schweren Leute der V. f.B.- Maunschast waren naturgemäß mehr durch den schlüpfrigen Boden behindert, als die kleineren B. C.er. Für die ersteren wäre es zweckmäßiger gewesen, ihre Kombination mit raumgreisenderem Flügelspiel zu vertauschen. Immerhin waren sie ihrem Gegner in jeder Beziehung weit überlegen und hätten bei trockenem Boden unter Ausnutzung des Vorteils ihres glänzenden Zuspiels ein höheres Ergebnis erzielt. Die Gäste versuchten durch Energie und Schnelligkeit ihre spielerische Unterlegenheit auszugleichen, konnten aber nur bei vereinzelten Durchbrüchen gefährlich werden. Bei einer dieser Gelegenheiten verhinderte die Querlatte das Ehrentor für Wetzlar. Der Mannschaft fehlt das geschlossene Ganze, ihren Aktionen die einheitliche Linie. Die Leistungen der Platzelf waren ansprechend, gemessen an den vorzüglichen des Dorsonntags, allerdings bei besserem Boden. Besonders hervorzuheben ist der linke Flügel, der sich gestern ausgezeichnet verstand. Mandler schoß in blendender Manier zwei sehr schöne Tore, B i n g e l erhöhte durch gut berechneten Kopfball auf drei, und Stege r schoß, eine günstige Situation schnell erfassend, das vierte Tor. Ein Beweis, daß die Spiele der Mannschaft sich großen Inter, esses erfreuen, ist der immer zahlreicher werdende Besuch.
Die 1. I u g e n d kam unerwartet mit einem außerordentlich guten Resultat nach Hause. 4:1 die vereinigten Marburger auf eigenem Platz schlagen, soll etwas heißen und verdient volle Anerkennung. Hoffentlich machen sie so weiter.
Wettere süddeutsche Ergebnisse.
Frankfurt a.M., 31.Jan. Das Privatspiel Eintracht Frankfurt gegen Kickers Offenbach endete mit 6:1 für die Frankfurter Mannschaft.
Mannheim, 31. Jan. Das vom vergangenen Sonntag noch fällige Bezirksligaspiel des Bezirks- meisters V.f. R gegen F.V. Speyer war mit 2:1 Toren eine leichte Beute der Mannheimer
Phönix Ludwigshafen errang gegen feinen Mannheimer Namensvetter einen knappen Sieg von 2:1 Toren.
Ergebnisse in Westdeutschland.
B. D. Altenessen — Arminia Marten 7:2. — Union Gelsenkirchen — Schwarzweiß Essen 4:11. —
. Meisterschaftsentscheidung in Hessen-Hannover.
Sport-Kassel Meister!
tz. Damit ist die Dezirksmeisterschaft in Hessen-Hannover entschieden. Das Ergebnis entspricht den Erwartungen. Das Spiel selbst vor 4000 Zuschauern (I) war ein feiner, fairer Kampf, in dem Sport-Kassel dem Altmeister eine Kleinigkeit überlegen war. Bei Halbzeit und bis kurz vor Schluß stand das Spiel noch 1:1, als ein unglückliches Selbsttor des Kurhessen-Der- teidigers Kerkmann das Ergebnis auf 2:1 zugunsten Sport-Kassels stellte. Der hierdurch zugunsten Sport-Kassels entschiedene Kampf hätte aber auch schon bei dem unentschiedenen 1:1- Ergebnis die Meisterschaft für Sport entschieden. Der beste Manin auf dem Plätze war der aus dem Kurhessen-Sturm in die Kurhessen-Derteidigung gestellte Weber. Man kann im allgemeinen mit dieser Dertretung des Bezirkes Hessen-Hannover durch Sport-Kassel einverstanden sein, da Sport Wohl die energischste und durchschlagskräftigste Mannschaft in Hessen ist. Es ist aber nicht anzunehmen, daß sich diese Elf gegen die weitaus kultiviertere Spielweise der anderen Westdeutschen Dezirksmeister wird durchsetzen können. Der Mainbezirksmeister.
Frankfurt a.M., 31.Jan. Das Spiel um die Mainbezirksmeisterschaft hot heute nachmittag in Anwesenheit einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge, die mit fieberhafter Erregung den einzelnen Phasen des Kampfes folgte, stattgefunden.
Fuhballsporlverein,
der langjährige Meister, konnte auch diesmal die Meisterschaftswürde behaupten und mit 2:0 die Mannschaft von Hanau 93 niederringen. Die Hanauer zeigten ein flüssiges Kombinationsspiel. Besonders Karl (Hanau 93) glänzte durch aufopferndes Spiel. Aber da die Außenläufer zu nervös waren, wurden seine gut angelegten Borstöße gehemmt. Die Verteidigung war sicher. Auch der Torwächter war im allgemeinen gut. Vom Fußballsportverein ragte der Mittelstürmer Brettwille hervor. Seine beiden Verbindungsleute verstanden sich sehr gut mit ihm, ebenso die beiden Außenläufer.
Heber den Spielverlauf ist folgendes zu berichten: Die Frankfurter hatten Antritt, der aber
Oit Wetzlar fiel gestern die Entscheidung ... der Bezirks-Handball-Meisterschaft. F. C. 0 5 Wetzlar schlug mit 4:1 den bisherigen Altmeister, Polizei-Kassel. Näheres hierüber
H. 5. V. und Attona 93 die Hamburger Meister.
vo. 3n den beiden spielstärksten norddeutschen Staffeln ist nunmehr die Entscheidung gefallen, denn auch Altona 93 ist nach dem 5:2-Sieg gegen Ottensen im Elbekreis kaum mehr einzuholen. Das beachtenswerteste Spiel war jedoch das Treffen HSV—Viktoria, der Erste und der Zweite in der Alsterstaffel. Durch Diktoria hatte der Sportverein seine einzige R.ederlage in den Derbandsspielen erhalten, die et diesmal durch einen 4: l°Sieg wettmachte. Die Ergebnisse:
Alsterstaffel: HSD—Viktoria 4:1 (1:0). Eimsbüttel—Konkordia ausgefallen. Polizei—Wandsbecker FT. 4:0 (1:0).
Elbekreis: Altona—Ottensen 5:2 (4:1). Rienstedten—Hol'atia 1:5 (0:2). Blankenese—St.-Pauli Sport 3:1 (2:0). Rothenburgsort—Binion 1:3 (0:1).
Bezirks-Handball- Meisterschaft.
Turnen.
Volkslurn-Meisterschaften der D. T. 1926.
vo. Die diesjährigen Meisterschaften der Deutschen Turnerschaft im Volksturnen werden auf Grund eines Antrages des Drandenburgi- schen Turnkveises erstmalig zusammen mit den Schwimm-Meisterschaften im Rahmen einer Der- anstaltuna ausgetragen. Der wettete3frtrag der Brandenburger, ihnen die Durchführung der beiden Meisterschaften die dann im Berliner Stadion stattfinden sollten zu übertragen, fand jedoch bei den maßgebenden Stellen der D.T. keine Gegenliebe, vielmehr werden dre Merster- sNen,^e bekannt, am 14. und 15. August in Düsseldorf stattsinden. .
Die Ausschreibung für die Meisterschaften rm Dolksturnen weist gegen die letzten 3abre einige Veränderungen auf. So wurde der 5000- Meter-Lauf auf 10 000 Meter verlängert Ber den Staffeln wurde die olympische gestrichen die Sprungmeisterschaften wurden durch dre im OBeit- hlxhsprung erweitert. 3m Zehnkampf wirb nach den Erfahrungen der letzten 3ahre der Steinstoß durch den 400-Meter-Lauf ersetzt und damit dre bisher bestehende Begünstigung der Werfer beseitigt. Das M ei st er schafts Programm umfaßt demnach folgende Aebungen: Fur Tur° ner: 100, 200, 400, 800, 1500, /0 000 Meter, Marathon- und 110-Meter-Hurdenlauf, 4mal 100, 3mal 1000-, Schweden- und 10mal 25-Metn Kreisstafsel, Hoch-, Wett-, Stabhoch. Wert^ch- und Dreisprung, Kugel- und Sternstohen, best und beidarmig, Speerwerfen, best- und beid- onnig, Diskus-, Schleuderball- und merfen, Kugelschocken, Deutscher Sechs- und ^hn- famb'r; für Turnerinnen: 100-Meter-Lauf, 4mal 100-Meter-Staffel, Hoch- und Wettsprung^Kugel- stohen, Schlagball-, Speer- und Diskuswerfen.
Teilnahmeberechtrgt Jini> alle Mit alieder der D.T., soweit sie die für dre einzelnen Hebungen vorgeschriebenen Mindestleistilngen erfüllen. Entsprechend der allgemeinen LerstungS- steigerung im letzten 3ahre sind diese Mindestleistungen gegen die bisherigen ^^°^berun- gen fast durchweg, zum Teil sogar recht kAracht- lich erhöht. So werden verlangt bei den Turnern im 100-Meter-Lauf 11,2, rm 200-Meter- Lauf 23,6, im 400-Meter-Lauf 52 im 822-Meter- Lauf 2:04, im 1500-Meter-Lauf 4:20, rm 10000 Meter-Lauf 38 Min., im NO-Meter-Hurdenlauf 18 Sek., in der 4mal 100-Meter-Staffel 45 Sek., fr der 3mal 1000-Meler-Staffel 8:20 m der Schwedenstaffel 2:08, im Hochsprung 1.72 Meter, im Weitsprung 6,50, im Stabhochsprung 3,40, im Dreispmng 12,80, im Schlagballwerfen 95, im Schleuderballwerfen 50. im Speerwerfen 46 rm Diskuswerfen 35, im Kugelstoßen 12 (beidarmig 19), im Steinstohen 8 (14), im ^vgelschocken 18 Meier: bei den Turnerinnen im 100-Meter-Lauf 13,2, in der 4mal 100-Meter-Staffel 54 im Hochsprung 1,40, im Weitsprung 4,80, Schlagball werfen 55, im Speerwerfen 30, Im Diskuswerfen 22, im 5-Kg.-Kugelstoßen 8 Meter. Unbeschränkt offen sind nur ter neuaufgenommene Wetthvch- sprung und das beidarmige Speerwerfen,.sowie die lOtnal '/o-Rundenkreisstasfel, für die iedoch nur eine Mannschaft jedes Kreises g^reldet werden darf. Bei zu großer Zahl der übrigen Me - düngen ist vorgesehen, dre zuzulassenden Teilnehmer auszuwählen, um durch Fernhaltung nicht reifer Bewerber die Veranstaltung nicht unnötig zu belasten.
Leichtathletik.
Niederlage Houbens in Amertke.
Reuyork, 1 Febr. (TL1.) Bei dem 40 - Hard - Rennen in Boston unterlag der deutsche Meisterläuser Ho üben nach schlechten Start da er sich wegen einer Erkältung Nicht wohl ’ fühlte und mit der Holzbahn nicht vertraut war. Er ging hinter Miller, Husseh, Morrtt und Plansky als fünfter durchs Ziel. Die Zett betrug 44,r. Sekunden. Houben wurde bei seinem Erscheinen begeistert ausgenommen. Die Kapelle spielte die ..Wacht am Rhein' der 6000 Zuschauer entblößten Hauptes zuhorten.
Fußball.
,D. f. B.
93 f 93 Liga — B. C. Wetzlar Liga 4:0.
93 V Z II - D. C. Wetzlar II. 3:1.
93 f 93 III — Polizei-Sp. Der. II 6:3.
D. f. D. I. 3ugend — D. f. B. „Kurh" Mbg.
I. 3ugend4:l.
(=) Sämtliche Spiele standen .unter dem Zeichen ungünstiger Witterung. Die wmdgeschuA Lage des Waldspvrtplatzes, onst ein nicht hoch genug einzuschätzender Wertfaktor, lwß in vergangenen Woche, trotz der gelinden Witterung, ein restloses Aus tauen des Bodens nicht pu.fo daß nur die oberste Schicht den geschmolzenen Schnee und den noch niedergegangenen .Kegen aufnahm, diese aber durch die gesronene Unterschicht nicht abfliehen konnten. Em Zustand, der künstlich nicht zu beseitigen war. Besonders>we sich der älevelstand an den tn den letzten Woch-n nachgefüllten Stellen, die sich im Laufe des Wrn- ters gesenkt hatten, bemerkbar. Um daher das Spielfeld in möglichst guten Zustand für das Spiel der Ligamannschaften zu erhalten, hatte man die Spiele der I». und III. Mannschaften im Einverständnis mit dem Sportverein „Hessen' auf dessen Platz austragen lassen.
Die dritte Mannschaft trat um 11.30 Uhr mit 10 Mann gegen Polizei Friedberg an und schlug diese mit 6:3. Der Sieg wäre durch das Fernbleiben des elften Spielers tn Frage gestellt gewesen, wenn nicht ein als Zuschauer anwesender „alter Herr" in entgegenkommender Weise in die Lücke eingesprungen wäre. So sporllich das Benehmen des letzteren, so unsportlich ist das des ersteren zu nennen, falls er nicht noch nachträglich eine triftige Entschuldigung vorzubringen hat. Diesmal sei von der Nennung seines Namens abgesehen, in Zukunft aber wird man sich nicht scheuen, Un- sporllichkeiten jeder Art in aller Oessentlichkeit zu rügen. Die Kritik ist das den Spielern schuldig, die sich sporllich einwandfrei benehmen. Dies zur Warnung. Der Sieg ist ein voller Erfolg für die forsche Dritte, da die körperlich Überlegene Polizei einen
von den Hanauern ausgenommen wurde, die ein schnelles Tempo vorlegten. Nach beiderseitigen Vorstößen wurde ein Frankfurter Vorstoß unfair unterbunden. Der zudiktierte Strafstoß wurde knapp an der 20-Meter-Linie von Pasche scharf geschossen und zum erstenmal verwandelt. Die Anstrengungen der Hanauer, einen Ausgleich zu erzwingen, wurden besonders von Pasche und Völler vereitelt. Nach der Pause ließ Hanau immer mehr nach, bis schließlich durch Strehlke der zweite Treffer für den Fußballsportverein erzielt wurde.
Der Meister in Württenbery - Baden.
Das Entscheidungsspiel in der Württemberg-Badischen Meisterschaft, das nach dem erfolgreichen Protest des V. f. R. Heilbronn gegen den Karlsruher F. V. notwendig ge»
B. V. Duisburg — Union Hamborn 4:1. —B. C. 05 Düsseldorf — S. C. Düsseldorf 3:2. — Sport Kassel — Kurhessen Kassel 2:1.
V. s. B. Leipzig - Tennis-Borussia Berlin 1:2. vo. Der Berliner Oberligaverein Tennis- Borussia weilte am gestrigen Sonntag in Leipzig zu einem Freundschaftsspiel gegen den vorjährigen mitteldeutschen Meister DfD. 3n der ersten Halbzeit nahm das Spiel einen rechtwechselreichen Verlauf, beim Stande 1:1 ging es in Pause. Rach Wiederbeginn machte sich jedoch eine Tleberlegenheit der Tennisborussen deutlich bemerkbar, so daß sich der weitere Kampf mit geringen Ausnahmen nur in der Spielhälfte des VfB. abwickelte. Rur einmal konnten die Berliner noch zu einem Torerfolg kommen, alle ander2ii Gelegenheiten wurden ausgelassen. Immerhin hat die technisch bessere Mannschaft den Sieg davongetragen.
Um Südbeutschlands neues
FutzballspieL-Lystem.
vo. Die Kommission der süddeutschen Kreisliga A, B und C-Klafse hat in einer Mannheimer Tagung aufs neue zu der Gestaltung des Sviel-- systems im süddeutschen Fußball-Verband Stellung genommen und dabei wesentliche Beschlüsse gefaßt. So soll das süddeutsche Verbandsgebiet vom Spieljahr 1926/27 ab in vier Bezirke zu je zwei Gruppen mit acht Bezirksligavereinen geteilt werden. Die Einteilung der Kreise und Gaue wird von den Dezirksbehörden in engstem Einvernehmen mit den Bezirks delegierten und deren Llnterkommissionen geregelt, indem nach Möglichkeit der geographischen Lage der einzelnen Vereine Rechnung getragen werden soll. Für die Kreisliga ist die Erhöhung auf 10 bzw. 11 Vereine vorgesehen, nach diesen Gesichtspunkten soll auch die Einteilung der A tznd D-Klasse - diese in Zukunft als unterste Klasse — erfolgen. Auch über die Durchführung der be- stehendeix Pokalspiele will die Kommission Abänderungs-Vorschläge unterbreiten.
Schwimmen.
4. Iahnschwimmen der D. T. in Halle.
Die Entstehung des Jahnschwimmens.
3m Februar 1922 veranstaltete der Rordost- Thüringer Turngau ein Hallenschwimmfest in Halle. Die Veranstalter und Besucher w^n mit dem Erfolg überaus befrieoigt. 3m 3afce 1923 wurde bei der D. T. beantragt, Me3 Hallenschwimmen für die ganze D. T. offen ausMschre - ben. Der Erfolg war wieder em erfreulicher, denn 19 Vereine gaben 160 Mengen ab An läßlich txrä Safritumcnä tn Freyburg August 1923 kam dem Schwimmwart der Halleschen Turnerschaft der Gedanke: Wenn es ern3ahn turnen gibt, dort, wo unser Vatn 3<chu ernst wirkte und lebte, dann muß es auch eine Schwesterveranstaltung geben, also ein 3ahnschwrmmen, dA wo 3ahn einst seine jünger Schwimmen lehrte." Turnbruder Dannenberg nahm mit dem Vorsitzenden der D. T., Prof. Dr. Ber g er, Rücksvrache setzte sich mit den in B.tracht kommenden 2frrnbrübem iu Verbindung und verwi- Iahte den Schwimmwart der D. Robert Braun, eine Ausschuhsitzung zusammenzurufen. | 2luf Anregung Dannenbergs wurde bei dieser Sitzung beschlossen, daß das zum zweiten Male | fü/ die D. T. ausgeschriebene Schwimmfest fortan
»3 ahnschwimmfest" beißen sollte und daß es nur e i n 3ahnschwimmen in der D. T. gibt. Der Gedanke fiel bei den Tumerschwimmern auf fruchtbaren Boden: nun wurden die Meldungen mit jedem 3ahre größer. 3m 3ahre 1924, bei dem zweiten 3ahnschwimmen. meldeten 32 Vereine mit 300 Teilnehmern. Als im 3ahre 1925 das 3ahnschwimmen zum dritten Male ausgeschrieben wurde, nahmen 60 Vereine mit 400 Meldungen daran teil. Eine Riesenarbeit mußte im Hallenbad geleistet werden, um die Teilnehmer rechtzeitig vom Start zu lassen, da nur ein Tag zur Verfügung stand. Wenn in früheren 3ahren auch 3ugendklassen an dem Wettkampf teilnehmen konnten, so ist im 3ahre 1926 die Ausschreibung begrenzter, alle Wettkämpfe sind nur für Turner und Turnerinnen der Oberstufe und Sonderstufe ausgeschrieben. Don 49 Vereinen liegen jetzt 250 Meldungen vor: darunter sind die Vertretungen zahlreicher Großstädte. Welchen Rus das 3ahn- schwimmen hat, ersieht man am besten daraus, daß jährlich zu dieser Veranstaltung wertvolle Ehrenpreise gestiftet werden. Für einige Staffeln bestehen schon seit einigen 3ahren folgende Ehrenpreise. 1. Wanderpreis des Reichspräsidenten, 2. Wanderpreis des Reichsaußenministers Dr. Stresemann und 3. der cto. Wanderpreis der Stadt Halle. Sv hat sich das 3ahnschwimmen aus kleinen Anfängen heraus zu einer großen Veranstaltung innerhalb der D. T. entwickelt. — An dem 3ahnschwimmen 1926 am 13. und 14. Februar in Halle beteiligt sich der Gießener Turnverein von 1 8 4 6 zum erstenmal.
Schwimm-und Sprin^lehrkursus in Giehen.
Ende Februar veranstaltet der hessische Landes- beirat für Leibesübungen im hiesigen Hallenschwimmbad einen Schwimm- und Springlehrkur- fus, auf den angesichts seiner großen Bedeutung für Die Weiterentwicklung des Schwimmsportes in Gießen und Umgebung bereits heute hingewiesen sei. Ausführende sind die Herren Kellner, Lehrer an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin, und I. Stern-Magdeburg, einer der besten deutschen Springer, während die Leitung und Durchführung der ganzen Veranstaltung im allgemeinen dem Gießener Schwimmverein übertragen worden ist.
Teilnahmeberechtigt sind alle dem Sportbunde angehörenden Vereine. Derselbe Kursus ist bereits mit großem Erfolg in Offenbach a. M. abgehalten worden und auch für Darmstadt vorgesehen.
Wasserballspiel in Leipzig.
vo. Der SD. Stern Leipzig hatte am gestrigen Sonntag den früheren deutschen Wasserballmeister Wasserfreunde Hannover zu einem Freundschaftsspiel geladen. Wie sie wollten, gewannen die Wasserfreunde mit 12:0 (7:0).
Eissport.
Deutsche Winterkampfspiele.
3m Rahmen der deutschen Winterkampfspiele sind in T i t i s e e gestern einige Wettläufe ausgetragen worden, an denen neben den Deutschen Stöhr, Vollstedt, Picker u. a. die Oesterreicher Polaczek, der frühere Europameister, und der jetzige österreichische Meister Jungbluth teilnahmen. Die 5 0 0 Meter gewann überraschend Stöhr in 49.5 vor Polaczek 49,6. und Peleschek 50, während die 5000 Meter Polaczek (Zeit 9:5,2) nicht zu nehmen waren. 3ungbluth wurde Zweiter in 9: 15 vor Pelischek unD Picker. Die Rodelwettbewerbe ergaben folgende Sieger: Dameneinfitzer Frl. Langer-Wien, Herreneinsitzer Langer (Wien), Doppelsitzer Langer-Potyka (Wien).
Eishockey in Berlin.
Der Berliner S ch li11 sch uh klu b hat ! am gestrigen Sonntag die in Berlin zu Gast toeilenoe tschechoslowakische Mannschaft der Sparta Prag im Cishocketzspiel mit 3:1 (2:1) geschlagen. Molander, Holmquist auf deutscher. Ma'.eeek auf tschechoslowakischer Seite waren die besten Spieler im Feld.
Boxen.
Herse deutscher Weltergewichtsmeifter
Berlin. 1. Febr. (TU.) 3m Kampf um die deutsche Weltergewichtsmeister- schäft schlug gestern Hermann Herse den bisherigen Titelinhaber Ernst Grimm in der siebenten CHunbe k. o. und gewann damit die Meistersck ast. *
Im Ausscheidungskampf um die deutsche Mittel- aewichtsmeisterschaft triumphierte Kiausch knapp über Antonowieez nach acht Runden nach
Der deutsche Fliegengewichtsmeister Stein schlug seinen Gegner Aust bereits nach wer Runden knockout. , .
Der Engländer Spears wurde in seinem Kampf gegen den Elberfelder Schell nach zweimaliger Verwarnung wegen Haltens und verbotenen Genickschlags disqualifiziert und Schell zum Sieger ausgerufen.
Den Ausscheidungskampf um die deutsche Federgewichtsmeisterschaft im Bo^en gewann Noack - Berlin gegen Gohres-Duisburg.
Bei dem ersten Berufsboxkampf in der West- falenhalle siegte D o m g ö r g e n - Köln gegen Frick, der in der achten Runde aufgab.
Radsport.
Länderkampf
Deutschland - Frankreich.
Dortmund, 31. 3an. Den Länderkampf Deutschland gegen Frankreich, der am Qamätag in der Dortmunder Westfalenhalle ausgefahreni wurde, gewann die f ra nzös is che Mann- schäft Galvaing-Blachonett mit.100 Punkten vor der deutschen Mannschaft 3ocksch-Gc^oel mit 90 Punkten. Das 50-Kilometer-Manw- sckaftsrennen sah die Dortmunder Man ns cha f t Dcnni'ghosf-Goebel mit 4 b Pu^ ten als Sieger, zweiter Galvaing-DlachonM (Frankreich) mit 34 Punkten, dritter Bragard- Bremer (Bochum) mit 27 Punkten.


