Ausgabe 
1.2.1926
 
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im SO. Lebensjahre

Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen.

983D

981D

Durch das Hinscheiden des

Karl Koch, Lehrer Lucie Koch.

Rödgen, den 30. Januar 1926.

Die Beerdigung findet statt am Dienstag, 2. Februar, nachmittags ll/2 Uhr zu Rödgen.

Man bittet von Beileidsbesuchen absehen zu wollen,

Im Namen der Hinterbliebenen Otto Cohn.

Gießen (Seltersweg 19), den 1. Februar 1926.

Die Beerdigung findet statt am Dienstag nachmittag 3l/2 Uhr vom Neuen israelitischen Friedhof aus.

Statt besonderer Anzeige.

Samstag abend entschlief sanft meine liebe Frau, meine treusorgende Mutter und unsere gute Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Koch geb.Bechtold im Kath. Schwesternhaus Gießen im Alter von 53 Jahren.

Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:

Herrn Prokuristen Heinrich Wiöner

haben wir einen herben Verlust erlitten. Bewegten Herzens betrauern wir den Heimgang dieses Mannes, der an dem Geschick jedes einzelnen von uns lebhaften Anteil nahm und hilfreich jedem mit seinem Rat stets zur Seite stand. Er war uns durch seinen nie ermüdenden Eifer und durch sein Pflicht­bewußtsein ein leuchtendes Vorbild. Sein An­denken wird in uns fortleben.

Die Arbeiter und Angestellten der Firma Justus Formhals, Großen-Linden.

Gestern morgen entschlief sanft unsere gute Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante

Frau Friederike Cohn

geb. Stern

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Schweres Autounglück.

Lastkraftwagen der Harzer Krastfahr- der Ostharzbabn kam auf der Chaussee

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ßen, Bahnhofstr. 60 vorm. Hermes

Neue Kurse

nmeldung täghafi. .

Das Reichsarbeitsministerium hat die Eisen- bahnorganisationen zum kommenden Mittwoch zu einer Besprechung eingeladen, in deren Ver­lauf es wohl gelingen dürfte, die Gewerkschaf­ten zu veranlassen, den geplanten Demonstra- tionsstreik aufzugeben. Die Hauptvorstände der Cisenbahnergewerkfchaften werden sich schon in den nächsten Tagen mit der Angelegenheit zu beschäftigen haben.

den italienischen Finanzminister Gras Volpi, der von dem italienischen Botschafter begleitet war, emp­fangen. Beim Verlassen des Quai d'Orsay erklärte Graf Dolpi den Journalisten, es habe sich um einen reinen Höflichkeitsbesuch gehandelt.

Der Amtsantritt des neuen japani­schen Kabinetts hat sich vollzogen. Man er­wartet keine Aenderung in der Politik der Re­gierung.

Siersleben-Eisleben. die ziemlich starkes Gefälle hat und stark bereift war, ins Schleudern. 3n einer Kurve wurde der Wagen nach links ge­drückt und stürzte den ziemlich steilen Abhang, eine Strecke von etwa acht Meter, hinab, wo er sich mehrfach überschlug. Don den sechs Fahrgästen wurde eine etwa 60 Jahre alte Frau sofort getötet. Der 20 Jahre alte Sohn der Frau, ein zweiter Fahrgast sowie der Fahrer wurden schwer verletzt. '

Der Rachtragsvoranschlag für die Ge­meinde Grünberg für das Rj. 1925 liegt von Montag, den l..btS einschließlich Samstag, den 6. Februar 1926, auf der Bürgermeisterei zu jedermanns Einsicht offen. Einwendungen dagegen können während dieser Zeit vorgebracht werden. Diesbezüglich ist die Erhöhung des Aus- fchlagfahes der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz von 60 auf 80 Pfennig vom 3. Ziele ab beschlossen worden.

Grünberg, den 30. Januar 1926.

Bürgermeisterei Grünberg. 978D

Kleine politische Nachrichten.

Die Reichsregierung wird erst nach Anhörung des Auswärtigen Ausschusses am Mittwoch über den Termin der Anmeldung Deutschlands Tür den Eintritt in den Völkerbund Beschluß fassen.

Der Kompromißantrag der Mitlelparteien in der Fürstenabfindung wird voraussichtlich am Mittwoch im Rechtsausschuß des Reichstages zur Verhandlung kommen.

n. Nervös-Erschöpfte. Spe$ialknr»nel»lt Hofhelm i. Taanns bei Frankfurt a M. Prospekte durch

Dr. 51. Schulze-Kahleyss» Nervenarzt.

verlesene Ware sämtliches Brenn-

der andere hoffnungslos darniederliegl. Der Mörder entfloh, wurde aber später ergriffen unb der Landesirrenanstalt Landsberg zugesührt.

SchiffSunsälle an der französischen Küste.

Infolge der Stürme werden zahlreiche neue Schisssui.fälle gemeldet. Eine Reihe von Fischer­booten ist untergegangen.

Der Ozeanslug Francos.

Der spanische Flieger Franco ist. wie aus Praia (Kap Derdische Inseln) gemeldet wird, am 30. Januar in der Richtung der Insel Fer­nando Roronha aufgestiegen.

Neuer Höhenrekorb.

Leutnant Mac Neady hat, nach einer Mel­dung aus Dayton (Ohio), in 90 Minuten eine Höhe von 35 000 Fuß erreicht und damit einen neuen amerikanischen Höhenrekord ausgestellt.

Großes Fischsterben in der Tauber.

In Rothenburg o. d T. hatte eine Fabrik ihre aus der Kriegszeit stammenden min­derwertigen Teerölvorräte in die Tauber gießen lassen, wodurch eine große Anzahl von Fischen unterhalb 'Rothenburgs getötet wurden. Auf Grund einer behördlichen Untersuchung der Abwässerkanäle wurde der Betrieb ermittelt, der außer einer gerichtlichen Buße zu einer hohen Schadenersatzleistung herangezogen wer­den dürfte.

DeutschseindlicheKundgebungen in Rom und Genua.

Rom, 30. Jan. (WB.) Acute mittag durchzogen wiederum Studenten die Straßen Roms. Sie tru­gen ein Plakat mit der Aufschrift:Nieder mit Deutschland!" Die italienische Regierung hat dem deutschen Botschafter ihr Bedauern über die Vorfälle ausgesprochen.

Autounglück.

In Sangershausen fuhr das Auto des Domänenpächters aus Tilleda kurz vor Roßlau gegen eine Pappel. Es wurde vollständig zertrüm­mert. Von den drei Insassen kamen zwei mit dem Schrecken davon, während der dritte, ein Lehrer, so schwer verletzt wurde, daß er kurz daraus ver­starb.

Aus aller Welt.

Schwere Explosion aus der Zeche Graf Bismarck".

Auf ZecheGraf Bismarck" II bis

Wettervoraussage.

Aach vorübergehender Aufklärung wieder zu­nehmend bewölkt, südliche, später westliche Winde, milde, zeitweise Niederschläge oder Aebelbildung.

Der Wirbel westlich von England Hal sich noch etwas verstärkt Seine Ausläufer greifen bereits ein wenig nach dem Kontinent über. Im übrigen hat sich die Wetterlage nicht nennens­wert geändert. Stellenweise. stärkere nächtliche Ausstrahlung verbunden mit entsprechendem Tem» peraturfall

Gestrige Tagestemperaturen Maximum 6,3 Grad, Minimum 3.5 Grad Celsius. Niederschläge 0.8 Mm. Heutige Mvrgentemperatur 4,6 Grad Celsius.

5340ss

Der Reichstagsausschuß zur Untersuchung der Fememorde ift " '

seiner ersten Sitzung dieser Sitzung soll

Gewerbe und Mittelstand ihre größten Hoffnun­gen gesetzt.

Eine Preissenkungsaktion würde von jedem begrüßt werden, dürfte sich aber nicht einseitig zu ungunsten des Handwerks auswirken. Die deutsche Wirtschaft dürfe überhaupt nicht grund­sätzlich unter Kuratel gestellt werden, wohl aber solle der Staat seine größte Aufmerksamkeit den Kartellen und Syndikaten widmen, die die Preise zu diktieren versuchten. Der Prcissenkungsent- wurf in seiner jetzigen Form müsse zurückgezogen werden. (Zustimmung bei den Dem.)

Abg. Arteldt lWirtsch. Dgg.) bezeichnet es als sehr fraglich, ob die im Etat geschätzten Steueraufkommen bei der gegenwärtigen schweren Wirtschaftsnot im Jahre 1926 eingehen werden. Sollten die geschätzten Summen nicht erreicht werden, so würden weitere Belastungen der Wirtschaft die Folge sein. Der Reichsfinanzmini- ster habe es sich auf Kosten der Länder und Gemeinden zu leicht gemacht.

Damit schließt die Debatte. Der Etat wird dem Hauptausschuh überwiesen.

Gegen 3 ilfjr vertagte sich das Haus auf Montag, den 1. Februar, mittags 12 Tlhr. Aenderung der Ausführungsbestimmungen über die Fürsorgepflicht und Beratung von Anträgen über den Strafvollzug.

Die Eisenbahner beschließen den Demonstrationsstreik.

Berlin, 30. Jan. (TU.) Die großen deutschen Eisenbahnerverbände, die heute zu einer Tagung in Berlin zusammengetreten sind, be­schlossen. in der kommenden Woche einen De­monstrationsstreik durchzuführen der voraussichtlich mehrere Stunden dauern wird. Alle auf der Strecke befindlichen Züge sollen während dieser Zeit stillstehen. wäh­rend die Arbeiten in allen Werkstätten, Büros, Güterschuppen usw. ruhen werden. Der Streik wurde als Protest gegen die Haltung des Derwaltungsrates der Reichs - bahngesellschaft beschlossen, der bekannt­lich die Durchführung des als verbindlich er­klärten Schiedsspruches für die Eisenbahner ab­gelehnt hat.

Rach einer Meldung der Agentur Indo-Pacific aus Tokio ist General Graf Miura g e - storben.

Havas berichtet aus Barcelona: General Pri - m o d e Rivera ist hier eingetroffen und wird auf einem von der Patriotischen Vereinigung ein« berufenen Kongreß eine politische Rede halten.

Bekanntmachung.

Betr.: Erwerbslofensürsorge.

Durch die Aenderung der Verordnung über Erwerbslosenfürforge vom 17. 1.26 und der dazu ergangenen Ausführungs­bestimmungen des Reichsarbeitsministers sind vom 1. Januar 1926 ab für beitrags­pflichtig erklärt worden diejenigen An­gestellten und ihre Arbeitgeber, die zwar nicht krankenversicherungspflichtig, aber zurAngestelltenversicherung anmeldepflich­tig sind.

Es sind dies alle Angestellten, deren Einkommen über 2700 AM. jährlich be­trägt, aber 6000 AM. nicht übersteigt.

Die Beiträge betragen z. Z. 3° ? vom Grundlohn der Krankenkasse. Für die neu beitragspflichtigen Angestellten wird die obere Grenze der Krankenversicherungs­pflicht (z. Z. jährlich 2700 AM. oder täg­lich 7.50 AM.) als wirklicher Arbeitsver­dienst zu Grunde gelegt.

Die Beiträge der ab 1.1. 26 neu bei­tragspflichtig gewordenen Angestellten sind an diejenige Krankenkasse zu ent­richten, der sie angehören würden, wenn sie krankenversicherungspflichtig wären. In Frage kommen nur OrtS-, Land» unb Betriebskrankenkaffen.

Wir fordern hiermit diejenigen Arbeit­geber auf, die Angestellte der vorgenannten Art beschäftigen, dieselben innerhalb einer Woche bei der zuständigen Krankenkasse zu melden.

Die erforderlichen Formulare können bei den Kasten in Empfang genommen werden.

Die Vorstände per allg. Ortskrankenkasse Gießen - Stadt der allg. Ortskrankenkasse des Landkreises

Gießen. SS3c

Nach Gottes unerforsebiiehem Ratschluß wurde uns heute mein herzensguter Mann.' mein treu­sorgender Vater, Herr

Heinrich Wifiner, Prokurist

unerwartet nach nur zweitägiger Krankheit im 41. Lebensjahre durch den Tod entrissen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Frau Marie Wfßner geb. Döll Heini Wißner. 979D

Großen-Linden, den 31. Januar 1926.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. Februar, nachm.31 Uhr, vomSterbehause(Burgßtr.) aus statt

Grüne Heringe treffen heute und morgen, das Pfund 20 Pf. ein. 977c

Hamburger Fischhandlg. A. koch Rachflgr. Schulstr.l0,Tel.l61L

tzotzversteigenmg.

Freitag, den 5. Februar, sollen im Distrikt Hainbuch versteigert werden:

633 Stück Fichten-Derbstangen 1. Kl. mit 48.83 Fstrn, und 941 Stück Fichten» stangen 2. und 3. Kl. mit 28,65 Fstrn.

Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Marburger Straße an der Hoheits­grenze.

Friedelhausen. den 1. Februar 1926. Freih. v. Aabenau'sches Revier Friedel- Hausen: Schneider. 967D

eiten Qualitäten jfieblt 976D Itetoet Steinstrake 73 LCleobon 1581.

Genua, 30. Ian. (Wolff.) Studenten veran­stalteten hier eine Kundgebung gegen das deutsche Konsulat. Sie versuchten, in das Konsulatsgebäude einzudringen, wurden aber von einer Truppenabteilung zur'ückgewarfen. Zu weite­ren Zwischenfällen ist es nicht gekommen. _______

Iagdverpachlung.

Die Gemeindejagd (Feld- und Wald- jagd) der Gemeinde Gedern wird in 3 Abteilungen auf die Dauer von 6 Jahren am Samstag, dem 13. Februar 1926, mittags 1 LIHr, im Saale des Gastwirtes Reichert am Bahnhof verpachtet. Die Bedingungen werden im Termin bekannt­gegeben. Gedern liegt an der Bahnstrecke Frankfurt a. M.Lauterbach. Die Station liegt mitten im Jagdbezirk.

Bürgermeisterei Gedern.

Müller. 961D

Preußischer Landtag.

Fortsetzung der Hanshaltsdedatte.

Berlin, 30. Ian. In einer Reihe von kleinen Vorlagen, die das Haus zunächst ohne Aussprache erledigt, fand ein deutschnationaler Antrag Annahme, der das Staatsministerium ersucht, in den Reform-Realgymnasien in der .Untertertia mit Latein zu beginnen.

Darauf setzte das Haus die allgemeine Aus­sprache für den Haushalt f ü r das Jahr 1 9 2 6 fort.

Abg. von Rohr (Dn.) weist die sozial­demokratischen Angriffe auf die Verhältnisse auf dem Lande mit dem Hinweis zurück, daß man zum Vergleich noch einmal die Verhältnisse in den großen Städten sich ansehen möge. In un­serem Staatsleben sei ein großer Leerlauf zu verzeichnen. Der richtige Weg, aus der Krise herauszukommen, sei, neue Kaufkraft zu schaffen. Was den Eigentumsbegriff angeht, so sind wir der Ansicht, daß Eigentum nicht für vermehrten Genuß bestimmt ist, sondern für vermehrte Ar­beit. Diese Auslegung des Eigentumsbegriffs gilt auch für das Hohenzollernvermögen.

Finanzminister Dr. p k e r - A s ch 0 f f: Der Finanzminister ist in der außerordentlich schwierigen Lage, daß er, wenn er sich verpflichtet hält? neuen Ausgaben anderer Ressorts entgegen­zutreten, stets darauf Hinweisen wird, daß die anderen Ressorts sich auf einmütige Beschlüsse des Reichstages berufen können. (Zuruf des Abg. v. Rohr: Das liegt am parlamentarischen System.) Mag sein, daß dies im parlamentarischen System begründet ist. Wenn es aber ein Fehler des parlamentarischen Systems ist, dann wird dieser Fehler von Ihrer Partei (zu den Deutsch- nationalen) mitgemacht. (Unruhe rechts.) Das parlamentarische System darf nicht von der Selbstsucht der Parteien getragen sein. Jede Staatsverwaltung wird teuerer unb kostspieliger, wenn die Wirtschaft sich in einer Krise befindet. Wenn heute die Verwaltung teuerer arbeitet als früher, dann nur deshalb, weil ihr eine Fülle von neuen Aufgaben zugeführt sind, die erfüllt werden müssen. Die erhöhten Personalausgaben sind also durchaus zwangsläufig. Weiter brauchen wir eine Anzahl von Beamten für die Durch­führung des Aufwertungsgesetzes, das soviel Ar­beit macht, wie kein anderes Gesetz je vorher.

Abg. Riedel (Dem.) erklärt, beim Vergleich der Ausgaben von heute mit denen vor dem Kriege dürfe man nicht übersehen, daß der Staat ganz andere Ausgaben als 1913 bewältigen muß. Die Dawesgesetze sind nicht schuld an der schweren wirtschaftlichen Rot, daran trägt vielmehr der verlorene Auhrkampf und andere Llrsachen einen guten Teil Schuld. Ganz anders hätten sich zum Beispiel die Reparationen ausgewirkt, wenn man den Plan Rathenaus befolgt hätte.

Abg. Hellmann (S.) erklärt, ein Waffen- l ündnis mit Rußland müsse von Deutschland ab gelehnt werden. Wenn die Deutschnationalen! so scharf gegen die gegenwärtige Staatsform auftreten, dann sei doch verwunderlich, daß sie feit 9 Monaten die wichtigsten Stellen im Reich be­setzt hätten, ohne im übrigen der Landwirtschaft oder der anderen deutschen Wirtschaft in ihrer Rot helfen zu können. Die Fürsten selbst hätten in der Art, wie sie ihre Ansprüche erhoben haben, die Dinge auf die Spitze getrieben. Run müsse das Voll entscheiden. Cs gelte dabei einen Schlag gegen das monarchistische Prinzip und den monarchistischen Gedanken zu führen.

Abg. Ä nie ft (Dem.) setzt sich für unbedingte Förderung des Häuserbaucs ein. Die Steuer» und Zollgesetzgebung der Reichsregierung habe zur Verschärfung der Rotlage erheblich beigetra- gen, und gerade auf diese Karte hätten Handel,

Buer- Erle ereignete sich, wie aus Gelsen­kirchen gemeldet wird, in einer Kippftteckc im Flöz B eine Explosion, bei der neun Mann ver­letzt wurden, darunter drei schwer. Tote sind nicht zu beklagen. Von der Verwaltung der Zeche »Graf Bismarck" in Buer-Erle wird zu dem Explosionsunglück weiterhin mitgetellt: Aus der ZecheGraf Bismarck" in Buer-Erle ereignete sich am 30. Icuruar, vormittags gegen 9 llhr auf der obersten Sohle eine Schlagwetterexplosion, bei der sechs Bergleute leichtere und drei Mann schwerere Verletzungen erlitten. Die Baue sind nicht zerstört worden unb sind befahrbar. Für die Rettungsmaßnahmen konnten die Baue ohne Gasschutzapparate betreten werden. Die Verletzten sind zum Teil in das Dergmannsheiin in Bochum und das Crler Krankenhaus gebracht worden.

Der KreuzerBerlin" in Montevideo.

Der KreuzerBerlin", der am 27. Januar aus Buenos Aires ausgelaufen war, ist am 28, Januar in Montevideo eingetroffen.

Schreckenstat eines Irren.

Rach einer Meldung der Rachtausgabe des Säg" aus Landsberg an der Warte griff in Reuenburg (Kreis Soldin) ein geistes­kranker Schneider aus einer Gruppe spielender Kinder auf der Straße 2 Knaben im Alter von 4 und 5 Jahren heraus und schlug mit einem Hammer den Kindern so lange auf den Kopf, bis sie blutüberströmt zusammenbrachen. Der eine der Knaben ist bereits tot, während

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Unerwartet, nur 2Tage krank, verschied am 31. Januar nach fast 20jähriger Tätigkeit in meiner Firma mein

Prokurist

Ich verliere in ihm einen lieben Freund und treuen Mitarbeiter, dessen lauterer Cha­rakter, Gewissenhaftigkeit und Treue ihm nicht nur bei mir, sondern bei allen, die ihn kannten, ein dauerndes Andenken sichert.

Justus Formhals,Gr.-Linden.

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