von Ge°
Rundfunkprogramm
„ ... z .rhaltung des Gieße-
ner Theaters rechtfertigen, doch es soll genug sein, und nur
So könnte man noch eine ganze Reihe gensäßen aufzeichnen, die die Erhaltung d
noch ein letztes Wort an die Kleinstädte Grünberg, Lich, Hungen, Nidda und Butzbach.
Wo bleibt euer Bildungsstolz? Wer nicht die Buhne besucht, geht nicht mit der Zeit. An der Gießener Bühne aber sieht man sowohl Zeittheater, als auch klassische Kunst. — Vor allen Dingen sollten auch die Gebildeten der Kleinstadt und des Londes, und hier besonders die Lehrer, weit mehr für das Theater werben als seither, für das Theater, das die Universität Gießen und damit Oberhessen an Ansehen erheblich gewinnen läßt.
Zu Beginn der letztwinterlichen Theatersaison hielt Schauspieler Fassot einmal eine Werbeansprache für das Theater. In dieser Ansprache bat er um guten Theaterbesuch, damit die Schauspieler, wenn sie vor der Aufführung durch das Loch im Vorhang in den Zuschauerraum sehen würden, nicht zu sagen brauchten: „Donnerwetter, es kommt wieder einmal einer angeströmt". An dieses Wort habe ich oft gedacht und oft bemerkt, „Donnerwetter, es kommt wieder einmal ein Auswärtiger an- gcströmt". Mächten alle Auswärtigen helfen, daß es von nun an besser wird!
Sprecher: Landstallmeister Althaus. 15.20 bis 15.50: Hausscauen-Nachrnittag. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18-.25: „Leistungen der Wünschelrute". Vertrag von Dipl-Ing Daurat Schleicher. 18.50: „Dom Bausparen", Gespräch zwischen Dr. R. Bauer-Mengelbcrg und Dr. Walter Helmes. 19.30: „Musikalische Grundbegriffe — Ihr Wesen und ihre Bedeutung", Dortrag von Hans Rosbaud. 20 (Opernhaus Frankfurt): Macbeth, Oper in drei Akten von Francesco Maria Piave, Musik von G. Verdi. 22.45 bis 23.30; Nachtmusik.
Mittwoch, 4. Mai.
7.20: Frühkon§ert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.50; Schulfunk: Malz Erben gegen Krusicke wegen Herausgabe einer Sache, ein Zivilprozeß von Actualis. 12 (Don Nürnberg): Konzert des Fränkischen Kammerorchesters Nürnberg 13: Konzert auf Schallplatten. 15.20 bis 16.20: Stunde der Jugend. 17: Konzert. 18.25: „Die Freizeitgestaltung des Erwerbslosen", Dortrag von Dr. Karl Wilker. 18.50: „Buchhaltung und Kleingewerbe", Dortrag von Dr.Hans Wolff. 19.15: Zehn Minuten Nachrichten über Kunst und Wis- senschait. 19.30: Frühling an der Bergstraße, Hörbericht von Paul Laven. 20 (Baden-Baden): Heitere Musik, gespielt vom Städtischen Kurorchester. 21: Dichtergalerie: Wilhelm Lehmann, zu seinem 50. Geburtstag. Leseproben: Karl Graef. 21.30: Unheimliche Stunde. 22.30 (Mannheim): Klaviermusik von Otto Voß, Heidelberg. 23.15 bis 24 (Don Berlin): Nachtmusik des Rundfunk- Orchesters mit Solisten.
Donnerstag, 5. Mai.
6.15 (Von Hamburg): Hamburger Hafenkonzert. 8.15: Katholische Morgenfeier. 9.20: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Schlußbericht über die Arbeit der Frankfurter Dolkshilfe im Sendebezirk des Südwestfunks, von Dr. Alfons Paquet. 11: Das ovale Bild; der Schmetterling, der stampfte, zwei Erzählungen von Leo Sternberg, gelesen von Hildegard Rieth-Rode. 11.30 (Von Leipzig):
Landvolk und Gießener Stadttheater
Wünsche eines auswärtigen Theaterbesuchers.
Sonntag, I.Mai.
6.15 (Don Bremerhaven): Hafenkonzert. 8.15 (üriedenskirche Kassel): Evangelische Morgenfeier, veranstaltet von der Ev. Landeskirche in Hessen-Kassel. 10.30: Laienmusik. 11.30 (Don Leipzig): Reichssendung: Kantate von Johann Sebastian 'Bach. 12; Konzert auf Schallplatten. 13.05: Stunde des Chorgesangs. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 15.30 bis 16.30: „Landgemeinde von Trogen" (Appenzell). 16.30 (Don Wiesbaden): Konzert des städtischen Kurorchesters. 17.30: Bandonion-Konzert, aus- gefuhrt von Hermann Llhtik. 18: „Der Himmel im Mai und 3uni — Die Welt unseres größten Druderplanetcn Jupiter", Vortrag von Professor Edmund Sittig. 18.50: Dreißig bunte Minuten. 19.35 (Gastspiel der „Spielgemeinschaft des Westens", Berlin, mit Agnes Straub): Minna von Barnhelm, Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing. 21: Frühlingskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart). 22.05 (Von Frei- bürg): Volksmusik, Originalkompositionen von 3. Schrammel. 22.55 bis 24 (Von Köln): Unter- Haltungsmusik.
Montag, 2. Mai.
7.20; Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Unter- Haltungskonzert des Rundfunkorchesters. 13 (Von Köln): Konzert. 15.30: „Die Mitarbeit der Frau an der Verwirklichung des Siedlungsgedankens", Vortrog von 3ohanna Waescher. 17 (Von Mün- chen): Nachmittagskonzert. 18.25: „Warum Eheberatung?", zweites Gespräch zwischen Frau Dr. Fink und Dr. Paul Laven. 18.50: Englischer Sprachunterricht, erteilt von Oberstudienrat Paul Olbrich. 19.30: Militärkonzert. 21.10: Der Klatsch, Hörspiel von Hans Fallada. 22.45 bis 24 (Von München): Nachtmusik.
Dienstag, 3. Mai.
7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Konzert. 13: Konzert auf Schallplatten, Enrico Caruso. 13.30 (Vom staatl. Hauptgestüt Trakehnen): Ausschnitt von der Trakehner Pferde-Auktion,
Aus einem Orte im Kreise Gießen erhalten wir folgende Zuschrift:
Die Gießener Stadttheaterleitung hatte kürzlich den Programmen Flugblätter beigelegt, in denen zum Ausdruck gebracht wurde, daß die Theaterbesucher ihre Karten möglichst früh kaufen sollten, um nicht durch den Kauf an der Abendkasse den rechtzeitigen Beginn der Vorstellungen zu ver- hindern. Diesen an sich selbstverständlichen Wunsch möchte ich als auswärtiger Besucher auch noch einmal an dieser Stelle dem Publikum vortragen. Gerade die auswärtigen Besucher des Gießener Stadttheaters empfinden es bitter, wenn durch das Verhalten einiger Nachzügler eine Vorstellung nicht pünklich beginnt und dadurch so spät schließt, daß entweder die Eisenbahnzüge nicht erreicht werden können, oder der Theaterbesuch vorzeitig abgebrochen werden muß. Das eine, wie das andere erzeugt bei dem auswärtigen Besucher eine recht unleidliche Stimmung, um so mehr, als man doch in das Theater grundsätzlich die beste Stimmung mitbringt: der krasse Gefühlsumschlag wirkt also noch empfindliche. Schließlich sollte auch der ortsansässige Theaterfreund dem auswärtigen dieses Entgegenkommen durch seine Pünktlichkeit gerne^ bringen, denn er steigert damit -die Freude des Fremden an der Theatervorstellung, die dieser dann auch mit Ruhe genießen kann; das wirkt sich weiter in vermehrtem Zuspruch von auswärts aus und steigert — und das ist das wesentlichste — die Einnahmen des Theaters, dessen Erhaltung im Interesse jedes Kunstfreundes liegt. Ein altes Wort sagt: „Pünktlichkeit ist eine Tugend der Könige"; möchten sich doch auch die Gießener durch diese Tugend adeln. Wer je einmal einer Vorstellung beigewohnt hät, deren Dauer sich in die Länge zieht, und der, je weiter der Uhrzeiger vorrückt, in ständig wachsender Sorge lebt, ob er den letzten Zug noch erreichen kann, ohne um den «chluß der Ausführung zu kommen, versteht meinen Wunsch recht und wird ihm gerecht.
Und nun eine Bitte an d i e Bewohner der Umgegend von Gießen:
Besucht die Aufführungen des Stodttheaters häufiger!
Die Intendanz des Theaters gibt sich ganz offen- sichtlich die größte Mühe, auch den auswärtigen Besuchern in jeder Weise entgegenzukommen. So ist es beispielsweise ihr Verdienst, daß die S p ä t - züge auf den meisten Bahnstrecken später ge- l e g t wurden. Weiter hat die Intendanz ein 21 u s - wärtigen-Abonnement auf Mittwochs ein- gerichtet: an diesem Tage beginnen in der Regel bie Vorstellungen früher und schließen rechtzeitig, | o daß jeder seinen Zug erreichen kann. Ferner hat sie auch in diesem Winter Zehnerkarten aus- |
Oberheffen.
Eine weitere Beamtenversehung wegen der Alsfelder SA.-Affäre.
WSN. Alsfeld, 29. Avril. Der im Zusammen- Hang mit der sog. AlsfelderSA.- Affäre, dje zu der ZwangsversetziM des Alsfelder Kreisdirek- lors Dr. Stammler nach Darmstadt ins Ministerium führte, ebenfalls von der Regierung mit einer Maßregelung bedachte Kreisveterinärrat Dr. Hofmann vom Alsfelder Kreisveterinäramt wurde mit Wirkung vom 2. Mai nach Erbach (Odenwald) versetzt. Die Stelle in Alsfeld wurde dem jetzt in Erbach amtierenden Kreisveterinärrat Dr. Ohly übertragen.
Landkreis Gietzen.
—/— Lich, 29.April. Der hiesige Verkehrs- und Berschönerungsverein, sowie der Ob st - und Gartenbau-Verein boten ihren Mitgliedern dieser Tage einen anregenden Abend. Gartenbau-Architekt Schwarz (Gießen) sprach über „Landschaftsgestaltung, Heimatpflege und Gartenanlagen". Der Vortrag, durch zahlreiche Lichtbilder veranschaulicht, zeigte Unterschiede in der Landschaftsgestaltung auf, wies auf die Verunzierungen und Verschandelungen durch Reklameschilder u. a. m. hin und offenbarte demgegenüber die natürliche Landschaft in ihrer unverbildeten Schönheit. Bilder von prachtvollen Gartenanlagen und mannig- faltigen Blumen fanden bei den Zuhörern viel Interesse. Eine rege Aussprache schloß sich an den Vortrag an. Lehrer H i l d, der Leiter der Veranstaltung, gab bekannt, daß der Verkehrs- und Verschönc- rungsoerein Lich auch in diesem Jahre wieder einen Blumenschmuck - Wettbewerb veranstalten werde.
Kreis Schotten.
)—( ßaubacf), 29.April. Dieser Tage fand hier eine Konferenz des Bezirks-Lehrer- Verbandes Laubach statt. Lehrer Dietrich (Rodheim) hielt einen interessanten Vortrag über das Rechnen im Zahlenraum von 1 bis 100. Er veranschaulichte seine Ausführungen an einem von ihm selbst erfundenen Rechenapparat. Die Ausführungen des Redners wurden beifällig ausgenommen.
Kreis Alsfeld.
ss. Grebenau, 29. April. Dieser Tage hielt bie Spar- und Darlehnskasse Grebenau ihre Generalversammlung ab. Direktor August Hofmann berichtete über die Tätigkeit des Vorstandes und Aufsichtsrates, während Rechner 3 ä g e r die Jahresrechnung und die Zinspolitik erläuterte. Der Reingewinn von 2372,81 Mark wurde dem Reservefonds und der Detriebsrücklage überwiesen, die sich damit auf 7500 Mark erhöht. Die Haftsumme beträgt 213 000 Mark. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder 3ohannes Gerbig (LIdenhau- sen) und Heinrich Möller (Eulersdorf) wurden einstimmig wiedergewählt. Von den ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern Heinrich Rühl (Reimenrod), 3akob Geist (Eulersdorf) und aeinrich Wettläufer (Wallersdorf) wurde akob Geist (Eulersdorf) wiedergewählt, während die beiden anderen auf eine Wiederwahl verzichteten und durch Heinrich Schäfer (Reimenrod) und Konrad Rühl (Wallersdorf) ersetzt wurden.
Starkenburg.
Die Handwerkskammer bricht die Beziehungen zum Lezirksverband Groß-Gerau ab.
WSN. Darmstadt, 29. April. Die Hessische Handwerkskammer teilt mit: Der Gesamtvorstand der Hessischen Handwerkskammer hat sich gemeinsam mit der Kommission zur Prüfung der K r e d i t w i r t- schuft der Handwerkskammer in seiner gestrigen Sitzung eingehend mit.Öen Angriffen be- faßt, die nach Presseberichten von dem Bezirks- verband Groß-Gerau wegen der Verwendung der Rhein-Ruhr-Hilfe in der Versamm. lung am letzten Sonntag gegen sie erhoben wurden. Die Handwerkskammer stellt fest, daß das ihr vor- liegende diesbezügliche Referat des Apothekers D o - nut in Goddelau voll von Unrichtigkeiten und Ent- stellunaen des wahren Sachverhalts ist und warnt vor Weiterverbreitung. Mit aller Entschiedenheit weist der Kammervorstand die gegen die Kammer und deren Organe erhobenen unerhörten Unterste!- hingen zurück. Die Handwerkskammer hat Antrag auf Einleitung eines Strafverfahrens gestellt. Infolge der Vorfälle sind die Verbindungen zu dem Bezirksverband Groß- Gerau bis auf weiteres abgebrochen.
preutzen.
Kreis Wetzlar.
CO Münchholzhausen, 29. April. Gestern gegen 22.30 Uhr brach in der Scheune des Lebens- Mittelhändlers Karl Loh Feuer aus, das sehr rasch um sich griff und die Scheune samt angerauten Stallungen innerhalb einer Stunde ein Raub der Flammen werden ließ. Das Wohnhaus blieb unbeschädigt. Die in der Scheune untergebrachten (nichtversicherten) landwirtschaftlichen Maschinen und die Erntevorräte konnten nicht mehr gerettet werden. Der Schaden ist beträchtlich; die Gebäudeteile sind allerdings versichert. Als Brand- ursuche wird Kurzschluß angenommen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den I.Mai. Rogate.
Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Christen, lehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde; 9.30: Pfr. Mahr; 11: Kinderkirche für die Matthäus- gemeinde; Pfr. Mahr. — Iohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Aus- feld; zugleich Militärgottesdienft; 11: Kinderkirchs für die Johannesaemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Mis. sionsstunde im Johannessaal; Pfr. Groh. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zugleich Chri- . stenlehre für die Neukonfirmierten der Luther- gemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Elifabeth-Kleinkinderfchule. 9.45: Pfr. Tic. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. — Heuchelheim. 10: Hauptgott es- Öienft; 11.15: Katechismuslehre für die männliche Äugend (drei Jahrgänge). -7 Atten-vuseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst, anschließend Feier des hl. Abendmahls für die männliche und weibliche Jugend; 13: Christenlehre. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Kollekte für die ev. Auslanddiaspora; 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Daubringen; 13.30: Lollar. — Hausen-Garbenteich. 10: Hausen; 13: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 9.30: Beichte; 9.45: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls (w-ibliche Jugend). — Grüningen. 13.45: Hauptgottesdienst — Lich. 9.15: Beichte; 9.30: Stiftspfarrer Draudt; hl. Abendmahl; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftsdechant Kahn. — Wiefeck. 9.30: Beichte; 10: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls.
katholische Gemeinden.
Samstag, den 30. April.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.
Sonntag, den I.Mai, 5. Sonntag nach Ostern.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Manner; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Dienstag, den 3. Mai.
Gießen. 20: Maiandacht.
Mittwoch, den 4. Mai. hangen. 6.30: Messe.
Freitag, den 6. Mai.
Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt; 20: Maiandacht. — Lich. 6.15: Segensmesse.
Tonntagsdienst d.Aerzte «.Apotheken am 1.5.82 vr. Wolf. Enge avotheke.
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gegeben, die besonders für den Auswärtigen den Vorteil haben, daß er nur an d e n Abenden ins Theater zu gehen braucht, an denen es ihm die Umstände gestatten. Ein 2luswärtiger hat bekanntlich mit weit mehr Imponderabilien zu rechnen, als ein Einheimischer; das Wetter ist oft für ihn ausschlaggebend. Von verschiedenen Bahnstationen aus gibt es Mittwochs Sonntagskarten, wenn beim Lösen der Karte die Eintrittskarte für das Stadttheater vorgelegt wird. Angesichts dieser Bemühungen und des Entgegenkommen^ der Intendanz müßte der Theaterbesuch aus den Nachbarorten noch weit besser sein, als bisher.
Man komme nicht mit Entschuldigungen, wie dem Hinweis auf die Notzeit. Freilich muß zugegeben werden, daß mancher tatsächlich einen regulären Theaterbesuch finanziell nicht erschwingen kann,
die große Mehrheit dürfte und könnte für das Thealer interessiert sein.
Dilettanten bieten vielfach nichts, während das Stadttheater mit [einen guten Künstlern wirklich Kunst vermittelt, Geist und Seele bereichert und damit Entspannung von dem harten Existenzkampf bietet. Die Dilettanten leben nicht von ihrem Theaterspiel, während die Gießener Künstler von ihrem und durch ihren Beruf existieren müssen; und schließlich sind es nicht allein die Künstler, sondern auch Angestellte und Arbeiter, die im Theater ihr Brot verdienen.
Reichssendung: Kantate zur Himmelfahrt Christ^ von 3ohann Sebastian Dach. 12.10 (Von Kassel)! Konzert. 15: Stunde der Jugend. 16: Nachmittaaskonzert. 18: „Die Mai-Festspiele und Llrauf- führung „Die große Katharina". Oper von 3gnatz Lilien, Text von Dernard Shaw, im Wiesbadner Dtaatstheater", Einführungsvortrag von Intendanten Paul Bekker. 18.25: „Mittelmeer im April". Reisebericht von der Hellas-Fahrt von Hermann Herrigel. 18.50: Eine Viertelstunde Lyrik: 3na Seidel, gesprochen von Charlotte Chri- stann. 19.05: „Dies nebenbei", kleine Prosa von Ossip Kalenter. 19.25 (Von Wiesbaden): Auto- und Flugturnier in Wiesbaden. 19.45: Operetten- Konzert. 21.20: Oesterreichischer Heimatabend, Literarisch-musikalische Hörfolge. 22.50 bis 24 (Von Köln): Nachtmusik.
Freitag, 6. Mai.
7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Amerikanische Marschmusik. 13 (Von Köln): Konzert. 17 (Von München): Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.25: „Vom Irrwahn der Astrologie", Vortrag von Prof. Dr. E. Deutel. 18.50: Aerztevortrag. 19.20: Volks- und Studentenlieder. 20 (Karlsruhe): älnterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters Karlsruhe. 21: Zwei Kurzgeschichten von Trude Wolf, erzählt von Karl Köstlin. 21.20 (Baden-Baden): Konzert für Cembalo. 22.45 bis 24: Nachtkonzert des Rundfunkorchesters.
Samstag, 7. Mai.
7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 (Don Hamourg): Schulfunk: Eine Seeamtsverhandlung. 12: Konzert auf Schallplatten. 13: Blasmusik des Württ. Tonkünstler-Orchesters. 15: Stunde der Jugend. 16 (Aus dem Gustav-Diegle-Haus): Musikstunde des Konservatoriums für Musik. 17: Konzert. 18.25: „Ziel und Weg der deutschen Sportfliegerei", Vortrag von Reg.-Baumeister Albrecht Kurrer. 18.50: „Wirtschaftsverfassung und Wirtschaftslage der Völker: Oesterreich , Vortrag von Dr. Fritz Neumark. 19.30: Kirschblüte im Renztal, Stetten, Strümpfelbach,Schnait, ein Funkbericht von Sofie Tfchorr, Martin Lang, Ernst Stockinger. 20.15: Frühlingsluft, Operetts in drei Akten. Musik nach Josef Straußschen Motiven von Ernst Reiterer. 22.45: Jazz auf Zwei Flügeln, gespielt von Hilde Loewe und Poldi Donath-Sperling. 23.15 bis 24 (Don Berlin): Nachtmusik.
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Ein Jäckchen reicht für ca. 12 Viertelpfunde Kaffee !k


