Ausgabe 
29.12.1932 Erstes Blatt
 
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ihnen auch die jungen ungelernten Arbeitsdienst- willigen sich erfolgreich betätigen können Bei den Straßenarbeiten kommen in der Regel Um- und Ausbauten, nicht jedoch Neubauten in Betracht. Sür letztere benötigt man fast ausschließlich ge­lernte Arbeitskräfte; auch soll der freie Arbeits­markt durch den FAD. nicht beeinträchtigt werden. Bedeutung hat der freiwillige Arbeitsdienst ferner für die oorstädtische Kleinsiedlung und für das große Gebiet der landwirtschaftlichen Sied­lung. l)ier soll er in der Hauptsache dazu dienen, das Gelände für die gesamten Besiedlungsarbeiten einschließlich der Herstellung von Wegen, Abwässer- leitungen usw., so weit herzurichten, daß die Bau- orbeiten selbst unmittelbar folgen können. Wenn es gelingt, die Arbeitsdienstwilligen ohne zu große Einschränkungen über die Frostperiode hin weg - zubringen, so werden diese Maßnahmen im Rah­men der Weiterbildung des freiwilligen Arbeits­dienstes auch im neuen Jahre ihren besonderen Wert behalten.

Dr. bereit

vom Deutschen Landgemeindetag:

Bon Anfang an habe ich den Bestrebungen auf Durchführung eines freiwilligen Arbeitsdienstes das größte Interesse entgegengebracht und ihn auch nach Kräften gefördert. Dabei war ich mir aller­dings in Uebereinstimmung mit dem Landgemeinde­tag darüber klar, daß für den Arbeitsdienst weni­ger wirtschaftliche, als vielmehr erzieherische und v o l k s p o l i t i s ch e Gesichtspunkte im Vordergrund zu stehen hätten. Der freiwillige Arbeitsdienst kann seiner ursprünglichen inneren Zielsetzung nach nicht unmittelbar als ein Mittel

zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit betrachtet werden, weniger auch unserer Jugend, die heute vielfach zur Untätigkeit und Hoffnungslosigkeit ver­urteilt ist, wieder Beschäftigung und die Möglichkeit zur Gemeinschaftsarbeit im Dienste des Bolksganzen geben soll. Die ideelle Seite beim freiwilligen Arbeitsdienst muß im kommenden Jahre schon des­halb stärker herausgearbeitet werden, weil sonst der Arbeitsdienst Gefahr läuft, auf das Gebiet der Notstandsarbeiten zu kommen und weil sich dadurch die Schwierigkeiten mehren- müßten, die sich jetzt schon vielfach beim Zusammenarbeiten der Ge­meinden mit dem freiwilligen Arbeitsdienst zwangs- läufig ergeben haben. Jeder Bürgermeister und vor allem unsere ländlichen Gemeindevorsteher müssen selbstverständlich das Interesse haben, in erster Linie den ortseingesessenen Erwerbslosen zu helfen. Wenn der Arbeitsdienst sich Arbeitsobjekte heraus- sucht, die auch auf dem Wege über Notstandsarbei­ten verrichtet werden können, so werden unsere Gemeindevertretungen eher geneigt sein, mit ein­heimischen Kräften Notstandsarbeiten zu verrichten, als mit auswärtigen jugendlichen Erwerbslosen die Arbeit durchführen zu lassen. Ich sehe es als eine besonders dringliche Aufgabe des neuen Jahres an, das Arbeitsgebiet des freiwilligen Arbeitsdienstes schärfer zu umgrenzen und aus den sich aus der Praxis ergebenden Schwierigkeiten die Folgerungen zu ziehen. Die Gemeinden werden dann zur freudigen UnterftüQung des Arbeitsdienstes bereit sein, wenn er sich aus gemeinnützigem Arbeits­gebiete betätigt und nur solche Arbeiten ver­richtet, die im Interesse des Bolksganzen gemacht werden müssen, die aber mit den herkömmlichen Mitteln und Kräften zur Zeit nicht bewältigt wer­den können.

Neues für den Büchertisch.

Richard H. Grützmacher: Diesseits uni) Jenseits in der Geistesgeschichte der Menschheit. 291 S. Halb loder 2,90 Mark. Bolksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin. (500.) Das Ziel des Buckes, das als zweiter Band der vierten wifsen- schastlichen Jahresreihe des Verbandes erscheint, ist nicht die vollständige Darbietung des gesamten Ma­terials, sondern die Auswahl typischer Einstellungen ju_ Diesseits und Jenseits. Diese werden am ein- drücklichsten, wenn sie, wie hier, aus dem Leben und Denken einzelner großer Gestalten erwachsen von Zarathustra bis Nietzsche, von Plato bis Stefan George, von Homer bis Dostojewsky oder in charakteristischen, in sich geschlossenen Richtungen er­scheinen. Die am Schluß zusammengestellte Literatur wird dem Leser das Eindringen in die umfang­reiche Materie erleichtern.

Edgar Salin, Wirtschaft und Staat, Drei Schriften zur deutschen Weltlage, Verlag von Reimar Hobbmg, Berlin 1932. Geh. 4,20 Mk, geb. (Gzlw.) 5,40 Mk. - (565) Jener Teil unseres Volkes, der noch immer nicht daran glaubt, daß einzig in der Verwirklichung des Pro­gramms feiner Partei die Lösung der schwierigen Fragen der politisch-wirtschaftlichen Verwirrung unserer Tage liegt, jener Kaufmann, Beamte, Ingenieur, der trotz» täglich steigender Not nicht müde wurde, sich durch eigenes Denken und eigenes Lernen ein Urteil über die politischen Möglichkeiten zu erarbeiten, sieht sich auf zwei Quollen der Un­terrichtung angewiesen: Er sucht in den überreich­lichen Büchern, Schri' und Abhandlungen des

politischen Lebens unL ,etft bei jeder Nachprü­fung, daß die überzeug. , .ste und lauteste politische Meinung nicht das Fehlen eingehender Sachkennt­nis zu ersetzen vermag; oder er zwingt sich zum Lesenwissenschaftlicher", nationalökonomischer, staatswirtschaftlicher und statistischer Werke und muß stets von neuem erkennen, daß kein noch so erklügeltesSystem" den ungeheuer erweiterten Raum politisch-wirtschaftlicher Vorgänge mehr zu umfassen vermag, daß die Theorie im schlimmsten Sinne des Wortes wirklichkeitsfremd geworden ist und ihm auf die einfache Frage nach der notwen­

digen Handlung keine Weisung zu geben hat. Dies ist in erster ßmie der Zwiespalt, den das soeben erschienene gedrängte Bändchen des bekannten Staatswissenschastters, Professor Dr. Edgar Solin, überbrückt. Es vereinigt drei Schriften, deren erste dieWandlungen der Weltwirtschaft in der Nach­kriegszeit" einer genauen Prüfung unterzieht, Zeichen und Ursachen des Verfalls der Weltwirt­schaft aufzeigt und auf Grund der größten Sach­kenntnis mit vorsichtigen aber sicheren Strichen die ersten Züge einer neu zu entwickelnden Form der weltwirtschaftlichen Beziehungen zeichnet. Die zweite Schrift handelt von den brennenden FragenAm Wendepunkt der deutschen Wirtschaftspolitik". Ein­zig geleitet von der Anschauung der tatsächlichen Verhältnisse und dem gesunden' Menschenverstand ist hier neben anderem festgestollt, wie weit der vielbesprochene und noch öfters mißbrauchte Ge­danke einerAutarkie" Sinn und Möglichkeit hat, werden die bisher erreichten und bestenfalls zu er­reichenden Ergebnisse der landwirtschaftlichen Sied­lung eindeutig bestimmt, und ist frei von jedem parteilichen oder wissenschaftlichen Vorurteil her- ausgeschäit, wo die Anwendung von Schutzzoll und Kontingentierungsmaßnahmen sinnvoll vst und wann sie zum Unsinn werden muß. Auch in die- em Abschnitt ist klar die Richtung gewiesen, in der ich eine künftige kräftige und erfolgreiche Wirt- i chaftspoliti? unseres Vaterlandes zu halten hat. Nachdem so das heute unentbehrliche Handwerks­zeug zur Beurteilung der deutschen Weltlage dem Leser gegeben ist, erhebt sich die dritte der Schrif­ten über die Fragen des Tages und der großen Not hinaus, um in großartiger Schlichtheit Jßon den Wandlungen des Staatswesens und der Wirt­schaftsordnung" zu sprechen. Mit der Behandlung der grundsätzlichen Frage nach dem Verhältnis der Wirtschaft zum Staat und mit der Entscheidung für die unbedingte Vorherrschaft des Staates über >ede Wirtschaftsform wird hier der geistige Grund gelegt, auf dem allein eine unbeirrbare Haltung im Strudel des überstürzenden Geschehens aufbauen kann, und wird der Leser aus dem Knäuel der Tagesmeinungen hinübergeleitet zu ruhiger Besin­nung und männlicher Betrachtung. Nicht ein neues

Heilsyftem, noch neue bequeme Wunderlösung ver­spricht dieses Buch. Durch klares Anschauen der Dinge, durch Bezeichnungen der tatsächlichen Vor­gänge nach ihrem staatlichen Rang und Wert, durch unbedingte sachliche Beherrschung der kleinen und großen Zusammenhänge zeigt es alle bestimm­baren Möglichkeiten zu 'weiterem entschlossenem Handeln, und gibt zugleich im Hinblick auf gegen­wärtige' und kommende Geschehnisse den geistigen Unterbau einer ernsten und zuversichtlichen Hal­tung. H. Z.

Alma M. Karlins BuchEinsame Weltreise. Erlebnisse und Abenteuer einer Frau im Reich der Inkas und im Fernen Osten", liegt jetzt im 11. bis 30. Tausend vor. Als un­gekürzte Volksausgabe (304 Seiten, 2,85 Mk.) ist das Duch im Wilhelm-Köhler-Derlag, Minden i. W, neu erschienen, und zwar, im Gegensatz zur Erstauflage, reich illustriert. (528) 2m Zwi­schendeck unter Schwarzen, Braunen und Mischlin­gen, unter tausend körperlichen und seelischen Rö­ten fuhr die Verfasserin allein durch die Meere der Welt. Durch ihre Armut gezwungen, mußte sie ihren Lebensunterhalt erkämpfen; ohne Maske sah sie die Welt. 2hr war es möglich, das all­tägliche Leben der fremden Völker, Sitten und

Gebräuche, Glauben und Aberglauben der Men­schen aus nächster Rähe kennenzulernen, und das gibt ihrem Buche die Farbigkeit und Lebens- nähe dessen, was sie mit schriftstellerischem Kön­nen und warmem Herzen schildert.

Das Lexikon derHausfrau" (Ver­lag Ullstein, Berlin. Ganzleinen 3Mk. 404.) enthebt alle Frauen ihrer täglichen Sorgen und Röte. Was immer die Frau als Mutter, Gattin und Hausfrau zu fragen hat, hier findet sie die richtige Antwort und findet sie sofort. 3n 4500 Stcchworten, von denen fast jedes mehrere ver­wandte Gebiete zugleich behandelt, gibt das Buch mindestens 30 000 Ratschläge, Auskünfte über Haushaltsfragen, Crziehungsfragen,Rechtsfragen, Fragen der Gesundheitspflege. Fragen der Ge­selligkeit, Fragen der Mode usw. Wo man das Buch aufschlägt, überall bringt es Rutzen, oft maq)'t es Ersparnisse möglich. Es ist für die §au$frau ein Helfer und Ratgeber, ein unermüd­licher Lehrer bei allen Schwierigkeiten, die im häuslichen Leben auftauchen.

Irrtümer der Medizin. Neue Gedan­ken über das Blut- und Nieren-Problem von Kurt Bergei. Kartoniert 3 Mark. Deutsches Verlags- haus Bong & Co., Berlin W57. (545.)

Wirtschaft.

Berlin schwankend.

Berlin, 29. Dez. (WDB. Funkspruch.) Die Tendenz des Vormittags und vorbörslichen Ver­kehrs war sowohl für Aktien, als auch für fest­verzinsliche Werte als überwiegend fest zu bezeichnen. Man nannte die Kurse bis zu 1 o. H teilweise noch darüber höher. Der offizielle Bör­senbeginn brachte dann aber eine gewisse Ent­täuschung. Die bei den Danken vorliegenden Kauf­orders, die teilweise sogar beträchtlicheren Um­fanges sein sollten, betrafen in der Hauptsache die Rentenmärkte, und man konnte sogar eher das Bestreben feftftellen, Aktienpositionen in Ren­ten zu tauschen.

Infolgedessen zeigten die ersten Notierungen keine einheitliche Tendenz; neben Bes­serungen bis zu 1,50 v. H. konnte man auch Rück­gänge im gleichen Umfange feftftellen, von denen besonders der Montanmarkt betroffen wurde. Es lagen nur wenig Momente vor, die von Einfluß auf die Tendenz waren. So regten die Kurs- fteigerungen an der gestrigen Neuyorker Börse, besonders die der Deutschen Bonds an, ferner befriedigte die Zunahme der Spareinlagen. Sie­mens, über deren voraussichtliche Dividende in der Presse heute Erörterungen erschienen sind, die von 6 v. H. sprachen, lagen 1,75 v. H. schwächer. Wie schon erwähnt, konzentrierte sich das Hauptinter­esse auf die festverzinslichen Werte unter Führung von Alt-, Neubesitzanleihe und Reichsschuldbuch­forderungen, die bis 1 v. H. höher lagen. Das Geschäft war hier, wie auch in anderen Werten des Rentenmarktes lebhaft, und die Börse schloß sich den Käufen des Publikums gleichfalls mit Neu­anschaffungen an.

3m Verlaufe ließ das Geschäft allgemein nach, doch zeigte sich für einige Spezialwerte et­was Interesse, und so konnten sich RWE. um 1,65 und Rheinische Braunkohle um 2 v. H. bessern. Alt­besitzanleihe zogen auf 61,25 v. H. an. Arn Geld­markt war die Situation kurz vor dem Ultimo natürlich weiter steifer. Tagesgeld zog an der unte­ren Gr -je auf 4,75 bzw. 4,65 v. H. an. Privat­diskonten lagen weiter im Angebot. Reichswechsel und Neichsschätze waren so gut wie umsatzlos.

Frankfurt uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 29. Dez. Auf Grund fester Kurse für deutsche Werte cm der geftrr.gen Neu- Yorker Börse erhielt sich das schon gestern zu beob­achtende Interesse für Renten-märkte, an denen sich besonders die Kulisse auf Hoffnungen, daß das Publikum am Jahresultimv mit verstärkten Anlage- taufen kommen werde, stärker beteiligte. Im Mit­telpunkt standen wieder Reichswerte, wie 2Ut« und

Neubesitzanleiche, späte Reichsschuldbuchforberungen und Reichsbankvorzugsaktien, die boi lebhaftem Um- sätzen von Vk bis % Prozent anzogen.

Der Aktienmarkt war vernachlässigt uni) die Kurse nachgebend, zumal von der Kundschaft kaum Aufträge gegeben wurden. Ader doch erhielten sich auch hier die freundliche Grundstimmung und eine relative Widerstandskraft, wobei der günstige Ver­lauf der Textil-Sonderverkaufstage in Frankfurt und an anderen Plätzen des Reiches stimulierte. Die Kursbildung am Aktienmarkt war uneinheitlich, es überwogen aber kleine Rückgänge von % bis VA Prozent. Lediglich einige Spezialwerte, Reichsbank, Holzmann, Lahmeyer und Conti-Gummi erzielten Erhöhungen von 1 bis 1% Prozent. Durchweg schwächer setzten Montanwerte ein, ferner IG.- Farben, Siemens, AEG. und Aschaffenburger Zell­stoff. Schiffahrtswerte blieben knapp gelten, wo­gegen Nebenwerte wie Leonhard Dietz, Gebrüder Junghans und Goldschmidt um Bruchteile von Pro­zenten freundlicher lagen. Laurahütte konnten ihren außerordentlich hohen Kursstand von 30A Pro- 3ent gut behaupten. Im Verlaufe kamen noch Gesfürel und Deutsche Linoleum von A büs 1% Prozent niedriger zur Notiz. Anderseits war Schside- anftalt 1 Prozent fester.

In der zweiten Börsenstunde bröckelte die Mehr­zahl der Aktienkurse weiter um i bis i Pro­zent ab, mit Ausnahme von IG.-Farben und eini­gen anderen Spezialwerten, die behauptet waren. Der Rentenmarkt stand auch später im Vor­dergrund des Interesses. Rsichsaltbesitz zogen bei lebhaftem Geschäft um 1 Prozent auf 61A Prozent an. Neubesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchfor­derungen lagen unverändert. Am fe st verzins­lichen Markt waren Goldpfandbriefe überwie­gend etwas angeboten und leicht nachgebend. Li- qui'dationspfandbviefe und Kommunalobligativnen waren behauptet. Sehr fest und meist mit zwei Pluszeichen tendierten Stadtanleihen und verschie­dene Länderanlschen. Auslandrenten lagen ohne Interesse.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. Dez. Auftrieb: 48 Stück Rinder, 836 Kälber, 153 Schafe, 541 Schweine. Es wurden bezahlt: Köder: beste Mast- und Saug­kälber 33 bis 35; mittlere Mast- und Saugkälber 28 bis 32; geringe Kälber 20 bis 27. Schafe: Mast- lämmcr 23 bis 25; mittlere Mastlämmer 20 bis 22; fleischiges Schafvieh 16 bis 19. Schweine: voll- fleischige Schweine von zirka 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 34 bis 38; oollfleifchige Schweine von zirka 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 33 bis 36. Marktoerlauf: Kälber und Schafe schleppend, geräumt; Schweine schleppend, Ucberftanb.

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Nachruf.

In der Nacht vom 26. auf 27. Dezember verschied plötzlich unser langjähriges Vorstandsmitglied

Otto Täubert.

Wir verlieren in dem so früh Dabingeschiedenen einen groben sozial denkenden Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden.

(riehen, den 29. Dezember 1932.

DerVorsland ierlllfiem. Orlskrankenkasse GleBen-Sladl. Die Beamten und Angestellten der Kasse.

Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz

Änme'dungen für die

Auszeichnung von Haus Angestellten die 20 fahre in einem Hause gedient haben, werden entgegengenommen bis Ende Januar 1933 Ludwigsplatz 10IL

Pianos vretsw zu verkauf. Pianohaus Förster eeasD Bahnhofstr. 71 Gegründet 1876.

Besondere Gelegenheiten In Schreibmaschinen bei Niederhausen Seltersweg 17,1. Stock v. Kleiderhaus KdhleraastD

Wir erfüllen hiermit die trau­rige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres 1b. Alterskameraden

Herrn Otto Täubert in Kenntnis zu setzen. «rrM ile un erdigung findet Freitag. n^nTY;'Dezem ber- nachmittags £ /»Uhr, auf dem Neuen Fried- nof statt. Um zahlreiche Be­teiligung bittet der Vontand.

*eBrUhrsche Druckerei

Detektiv K. Gerz, Bad-Manheim, Kor- strafle 17 erleb wollt* oertronlicbe Privat- 'i. Geickäftsanaeie- aenbeiten.roic Aus­künfte, Beobacktun- aen, Ermittlungen. 'Befdiaffnnn o Be- iur'--mat in Straf- u. Zmilvro; (trenn öLt Tvreckft. üh, 12/, u. 9ß N'r.

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DameMltersvereiuigung 1877/78.

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht,unsereMitglieder von dem Ableben uns. 1b. Alterskollegin Frau LuiseWagner in Kenntnis zu setzen. Dor Vorstand. Die Trauerfeier ist Freitag, den 30. Dez., nachm. 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof, wozu wir um zahlr. Beteiligung bitten. ezaiD

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben unvergeb­lich en Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

A. Schmitt und Kinder.

Gießen, den 29. Dezember 1932.

07'58

Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Behm, geb Guntrum nebst allen Angehörigen.

Gießen, Frankfurt a. M.. Weimar (Thür.), Rockenberg, Gau - Odem­heim, Berlin, Detroit und Knaksee, den 28. Dezember 1932.

Die Beerdigung'findet Samstag, 31. Dezember, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 076B3

Es ist bestimmt in Gottes Rat.

daß man vom liebsten, was man hat, muß scheiden.

Mittwoch nacht 2% Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel

Herr Theodor Behm

Oberpostschaffner i R.

im Alter von 62 Jahren.

Gießen, den 29. Dezember 1932.

07565

AllersvereiDlW 1872 1922

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Irma.Theisen.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 92300

Am 25. November 1932 bei der Firma Joseph Stern Söhne in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 9. Dezember 1932 bei der Firma L Kann in Gießen: Mit Wirkung vom 1. September 1932 sind Berthold Kann und Isaak Kann Witwe, Lina geborene Weil, beide zu Gießen, aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese erloschen. Alleininhaber ist Ludwig Kann in Gießen.

Am 17. Dezember 1932 bei der Firma Ludwig Bratfisch, Tuchgroßhandlung in Gießen: Die Kaufleute Emil August Stern von Gießen und Wilhelm Stühler von Mainz sind mit Wirkung vom 7. Novem­ber 1932 aus der Kommanditgesellschaft ausgeschieden, letztere ist somit erloschen.

Am 19. Dezember 1932 a) bei der Firma Peter Volk Ww. in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf Hans Köhres Ehefrau, Mar­garete geb. Volk in Gießen übergegangen; b) bei der Firma Carl Äeir in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf Carl Ludwig Keil Witwe, Käthe geborene Vogt in Gie­ßen übergegangen. Die Prokura der Käthe Keil geb. Vogt ist erloschen.

Am 22. Dezember 1932 bei der Firma Sally Wetterhahn in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Gießen, den 23. Dezember 1932. __Hessisches Amtsgericht.________x Zwangsversteigerung^

Am Donnerstag, dem 5. Januar 1933, vormittags 9 Ahr, wird im Amtsgerichts­gebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche von Gießen dem Frlh Tela- ler in Gießen zugeschriebene Anwesen An den Bahnhöfen 20 8428D

Flur VI, Nr. 45 - 297 qm hosreite, ge­

schätzt 18 155 RM.,

Flur VI, Nr. 46/io - 226 qm Grabgor- len, geschätzt 678 RM., zusammen 18 833 RM., zum Zwecke der Erbauseinandersetzung versteigert.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 28. November 1932.

I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsoorsteher.

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