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Die Polizei befindet sich dieser Bewegung gegenüber in einer schwierigen Lage. Man hat bereits die gesamten Bobbies (die Polizei) von London. 18 000 Mann an der Zahl, mobilisiert, um Ruhe und Ordnung in der Stadt zu halten. Es ist aber unvermeidlich, daß sich z. D. bei der älnterkunft und Beköstigung der vielen Auswärtigen Schwierigkeiten ergeben werden. Andererseits wird die konsequent ablehnende Haltung des Stadtrates, eine Erwerbslosen-Delega- tion zu empfangen, den Konflikt womöglich trotz der Bermittlungsversuche der Labour Party verschärfen. Man darf sich also nicht Wundern, wenn der Verlauf dieser Angelegenheit in London noch einige Ueberraschungen zutage fördert.
Der Gipfelpunkt dieser Unternehmung war jedenfalls die '
stellte, mar es nicht zu verwundern, daß die Mehr» zahl der Erwerbslosen dagegen Sturm lief. Anfang Oktober fand in London eine große Demonstra- tion statt, an der sich Zehntausend« beteiligten. Dieser Schreckschuß wirkte derartig, daß das Rathaus sofort geschlossen und verbakrikadiert wurde, Run aber scheint sich die Bewegung auf das ganze Land auszudehnen. Der Hungermarsch, der von radikaler Seite organisiert wurde, scheint ein Beweis dafür zu sein, daß die Dinge denn doch nicht so glatt gehen werden, wie man bisher in England glaubte.
Seit Tagen schon marschieren durch alle Teile des Landes, aus Schottland, Wales, Cornwall Riesenzüge von Tausenden von Erwerbslosen, Männern wie Frauen. Mit Musik, Fahnen, Transparenten marschieren sie, flankiert von riesigen Polizeiaufgeboten. Wie ein Strom mit vielen Nebenflüssen wälzen sie sich auf London zu. Etwa 2000 Kandidaten des Hungermarsches sind bereits in der Hauptstadt eingetroffen. Insgesamt rechnet man aber mit 100 000 Teilnehmern dieser großen Erwerbslosen-Manifestation.
Deutschlands modernste Eisenbahnbrucke vor der Vollendung
an der zwar schweren, aber fruchtbaren Aufgabe, die sie sich gesetzt haben.
Der „Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche über See" darf sich der älteste deutsche <zrauenverein nennen, der auf kolonialem Gebiet arbeitet. Denn schon 1888, als unser Kolonialbesitz noch sehr jung war, wurde er gegründet, um die für die Kranken- und Berwundetenpflege notwendigen Kräfte hinauszusenden — sorgfältig und besonders geschulte Schwestern, die durch ihr Wesen und Wirken auch dem Ansehen der deutschen Frau in diesen fernen Ländern dienten. Als später mehr Frauen hinausgingen, als Siedler sich niederließen, da war es besonders die Pflege der Familie, die sich der Verein angelegen sein lieh. Von den verschiedenen Anstalten und Heimen, die nach und nach in allen Kolonien errichtet worden waren, konnten nur wenige über den Krieg hinüber gerettet werden. Heute nach dem Verlust der deutschen Kolonien sorgt der Frauenverein auch für Deutsche in anderen äleberseeländern, aber der Schwerpunkt «einer Arbeit liegt in unseren alten afrikanischen Kolonien. Der Jahresbericht sagt darüber:
Den etwa 12 000 Deutschen in Südwestafrika dienen: in Swakopmund die Erholungsheime Prinzessin-Rupprecht-Heim für Erwachsene und Herzogin-Adolf-Friedrich-Heim für Kinder (die Höhenlage des inneren Landes, die auf die Dauer Herz und Rerven sehr an- greift, macht einen regelmäßigen Aufenthalt an der (Seelüfte, besonders für Frauen und Kinder, zur Rotwendigkeit), ein Entbindungsheim, ein Kindergarten. — In Windhuk: das Elisabeth- Haus, der Deutschen Kolonialgesellschaft gehörend,
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Hydepark, an der insgesamt mehr als 100 000 Personen teilnahmen. Da es allgemeine Sitte in England ist, alle Volksbewegungen sich so weit austoben zu lassen, wie es irgend geht, ist man auch in diesem Falle so verfahren, mit dem Erfolg, den wir aus den Berichten erfahren. Es ist bloß nicht ausgeschlossen, daß gegen Die kommunistische Partei Englands, in der man den Hauptorganisator dieser Bewegung vermutet, in Zukunft schärfer eingegriffen wird.
eine Weite von 115 Meter überbrückt, eingeschwommen. Dem großen Augenblick wohnten Tau,ende von Zuschauern bei. Der fertige Brückenbogen ruhte montiert auf dem landseitigen Brückenende. Auf der anderen Seite wurden zwei Kräne festgemacht, die durch Vollpumpen unter den Brückenbogen gebracht wurden. Rachdem die Kräne leergepumpt waren, hoben sie sich und trugen den Brückenbogen langsam über den Zwischenraum nach dem anderen Teil des Brückenbaues. Dann wurde der große Bogen befestigt. Damit ist der ^angermünöet Brückenbau ein großes Stück weitergeführt worden. Ende des Jahres wird die Brücke im Rohbau fertig sein. Etwa Mitte des nächsten Jahres wird sie dem Verkehr übergeben werden können.
17 Personen durch eine Granate getötet.
Durch die Explosion einer Granate, die Kinder in einem Müllhaufen gefunden hatten, wurden in Tschapei (im früheren chinesisch-japanischen Kampfgebiet) 17 Personen getötet und 19 verletzt.
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Funkbild von dem Vorgehen der Londoner Polizisten gegen die Erwerbslosen am Eingang des Hyde-Parks.
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diese — gewiß nicht endgültige Gestaltung der politischen Lage entbindet die rimat nicht von der kulturellen und sozialen Psht, für die Deutschen in Ueöerfee zu wirken die Beziehungen zwischen der Heimat und i lebendig zu halten. In diesem Geiste arbeitenhrum auch heute noch die beiden kolonialen Frcmverbände
und vom Frauen-Verein geleitet; es enthält ®ntb ndungs- und Frauenstation und eine Kinderabteilung. Es heißt im Volksmund „Das Storchennest" und von den jungen Frauen, die das Haus in ihrer schweren Stunde aufnimmt, ist manche selbst im Elisabeth-Haus zur Welt gekommen. So sind diese Heime nun schon in der zweiten Generation mit der deutschen Familie des Landes verknüpft. — In Oma« r u r u ein kleines Wöchnerinnen- und Kranken- heim.
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im Mbozi - Bezirk errichtet werden. — In Portugiesisch-Angola, wo nach dem Kriege eine deutsche Ansiedlung nach der anderen entstand, arbeiten Schwestern des Vereins an zwei kleinen Krankenhäusern im Ganda- und im Luati-Dezirk. — Auch in Süd amerita arbeiten Schwestern des Vereins: an deutschen Krankenhäusern in Sao Paulo (Brasilien), in Valparaiso (Chile), an einem holländischen Krankenhaus in Cura^ao, ferner in Lima (Peru). — Auch am deutschen Krankenhaus in £f ing tau ist eine Schwester stationiert.
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in diesen Schulen und Pensionajn, Stipendien zur Berufsausbildung der Koljialjugend in Deutschland, Stellenvermittlung füdeutsche Mädchen und Frauen nach Südwest-jnd Ostafrika, Auswandererberatung, Reisebeihv, Zusendung guter deutscher Bücher und Zeitstiften an die deutschen Siedler in Afrika — und is Frauenvereins vom Roten Kreu^ür Deutsche über See, der in der ranken- und
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Besitz zählen, Wohl unterstehen hch alle deutschen Gebiete in Ueberfee, die voDem Kriege durch deutschen Fleiß zu wertvolleWirtschafts- provinzen und zu Lebensraum fürSeutsche geworden waren, fremden „Mandaten". Aber
ners, in dem dieser von einem schweren Eisenbahnunglück berichtet, das sich am Sonntag vor acht Tagen bei Moskau zugetragen haben soll. Dem Brief nach soll die Zahl der Toten etwa 10 0, die der V e r l e h t e n f a ft 300 betragen. Das „Kölner Tageblatt" knüpft daran die Bemerkung, daß das Unglück von der GPU. verheimlicht worden fei. Der Chefchemiker hatte sich mit seiner Familie am Schwarzen Meer auf- gehalten und war mit dem Unglückszug nach Moskau zurückgekehrt. Wie es in dem Brief heißt, stieß der Zug kurz vor der Einfahrt in den Moskauer Bahnhof in voller Fahrt mit einer Lokomotive zusammen. Dabei entgleis ften Lie ersten sechs Wagen und wurden vollständig zertrümmert. Der Chefchemiker kam — ebenso wie seine Frau und fein Töchterchen — wie durch ein Wunder ohne Verletzungen davon.
Der große Brückenbogen der Tangermünder Elbbrücke etngefdjtoommen. Tangermünde hatte seinen großen Tag. Rach mehr als einjähriger Bauzeit wurde der große Brückenbogen, der aus der Tangermünder Seite
Verwundetenpflege seine Aufgabqieht. Wohl dürfen wir zur Zeit keine Koloni
In keinem Land Europas hat die Arbeiterbewegung früher Fuß gefaßt als in E n g« l?n d. Der Leveller-Aufstand im 18. Jahrhundert, bie Revolten Der Maschinenstürmer im 19. Jahrhundert gehören zu den ersten großen Manifestationen des vierten Standes in Der Weltgeschichte überhaupt. Aber mit Der Zeit sind Die revolutionären Exzesse auf Der britischen Insel merkwürdig selten geworden, obwohl man nicht gerade behaupten kann, daß Die Lebenslage der arbeitenden Klasse und vor allem der Arbeitslosen Dort besser ist als auf Dem Kontinent. Schon in Den vierziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts sprach ein National- okonom von der großen „industriellen Re- fervearmee", Die sich Dort, ohne durch Arbeit ihr Leben fristen zu können, in den Fabrikzentren des Landes angesammelt habe. Und das Elend das in Den östlichen VorstäDten Londons herrscht, ist geradezu sprichwörtlich. Kaum eine andere Stadt roetjt einen solchen Prozentsatz von Bettlern und Obdachlosen auf wie London. Ader auch diese Massenverelendung ist, wie so vieles andere in die- lem erstaunlichen Land, sozusagen zur Tradition geworden. Jahrzehntelang fiel das Unglück dieser Arbeitslosen, wenn man sich so ausdrücken kann, nicht weiter auf. Anderseits war Die Arbeiterbewegung auf Der Basis Der englischen Gewerkschaften, Der *• r„a d e - U ni 0 n s, so weit in ein frieDliches, un- veränDerliches Fahrwasser gelenkt worden, daß man faft doh einer freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaftsführern und Unternehmern sprechen kann. Dies sind vielleicht einige Ursachen, warum England seit Jahrzehnten nicht mehr Der Schauplatz sozialer Erhebungen gewesen ist.
Nun scheint aber, daß, nachdem vor Jahren schon Die Krise Großbritannien in einem überaus heftigen Maße ergriffen hat, auch England am Ende seiner stabilisierten Verhältnisse von Arbeiterschaft und Arbeitgebern ist. Der Auftakt zu den Unruhen, die sich jetzt zu entfachen scheinen, bedeutete vor Wochen eine empfindliche Kür- Zung d e r Unterstützungssätze, Die bekanntlich in England nicht so regelmäßig ausgezahlt werden wie in Deutschland. Man wollte'die Arbeitslosenunterstützung insofern reorganisieren, als b l 0 ß noch die Bedürftigsten einen Zuschuß vom otaat erhalten sollten, Der gerade ausreichte, um sie vor dem nackten Hungertode zu bewahren. Da diese Maßnahme in Anbetracht des großen Arbeitslosenheeres in England aber eine soziale Härte bar«
2)er Erneuerungsbau der Karcher Eisenbahnbrucke, Die Die Verbindung Des vorpommerschen Festlandes 5frc3tnieI UfCÖ°? ^crftetti2)ie Brücke wies früher zwei Drehbrücken auf, um Der Schiffahrt eine Durchfahrt zu ermöglichen Beiden jetzigen Erneuerungen wird das veraltete Prinzip durch eine Hud- brucke ersetzt, bei der wahren der Durchfahrt des Schiffes ein Brückenbogen durch einen riesigen Fahrstuhl (Geru^im Hintergrund) 38 Meter über Wasser gehoben wird.
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2m Rahmen der großen Tagrg, die die Koloniale Reichsarbeitsemeinschaft vor kurzem in Berlin abgeha ' ' auch die Arbeitstagungen der verbände statt, die sich der Pfl
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