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Greßen, 21 ApriL Gebern fand im Marku-« saal eine 1 aQ t>DlIyäbhg betuchte .Konferenz der Pfarrer des Dekanats Gießen statt. Dekan Guhmann (Kirchberg) eröffnet« die .Konferenz mit Debet und Schriftlesung. Dr gedachte dann deS seit der letzten .Konferenz her« fiorbencn PfarrerS. Kirchenrats 3T i d e I; fein Gedächtnis wurde in der üblichen Weite geehrt. Ehrend gedacht wurde auch deS Seniors der Geistlichen. Kirchenrats Strad. der in diesen Wochen sein 86. Lebensjahr vollendete. Derhand» lungsgcgenftand war die Frage deS fretwtl« ligen Arbeitsdienstes. AegierungSrak Dr Dues vom Arbeitsamt hielt darüber einen

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ärztliche Leitung einem hauptamtlich tätigen Arzt als Chefarzt übertragen- die Stelle ift ausge­schrieben worden. Reben dem Chefarzt werden nach Bedarf Oberärzte tätig fein, die, wie feit» her, den in Bad-Rauheim praktizierenden Aer^tcn entnommen werden sollen. Bon besonderer Be­deutung ist eine Vereinbarung mit dem Kerd- Hofs-Institut. daß der Chefarzt deS Ko- nihkyftistS für die Dauer der Bekleidung dieses Amtes im Nebenamt Direktor der ^InteriuchungS- abteilung deS Kerdhoff-Instituts wird. Das Ko- nitzkhftift wird im KerckhoN-Institut Räume und Apparatur zur Dertügung gestellt bekommen, um durch seinen Chefarzt seine Patienten dort unter­suchen zu lassen.

Kreis Büdingen.

V Hirzenhain, 21. April. Die KreiS- straßenach Lihberg.dieim vorigen Jahre profiliert und an den Kurven bedeutend erwei­tert wurde, wird jetzt mit einer Betondede versehen. Die Arbeiten werden von der Firma Müller. Wetzlar, ausgesührt. Da in zwei Schichten gearbeitet wird, ist einer gröheren An­zahl Arbeitsloser aus den Gemeinden Hirzen­hain und Lihbcrg für 8 bis 10 Wochen Ver- dienftmöglichkeit gegeben.

Krcis Schotten.

'Rcbgeshain, 22. April. Durch Zusammen­arbeit deS Arbeitsamtes und des Iungdeutschen OrdenS ist eS gelungen, hier einen gröheren Wegebau im freiwilligen Arbeits­dienst in Angriff zu nehmen. Das LandeS- arbeitsamt stellte für 20 Arbcitsdicnstwillige für den Zeitraum von 20 Wochen die nötigen Geld­mittel zur Verfügung, so baß mit den Arbeiten bereits begonnen werden konnte. Der 3ung- deutsche Orden in Gießen hat die Betreuung der Arbeitsfreiwilligen übernommen.

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zu verzichten, um deutschen Fischern Brot und Derdienstmöglichkeiten zu g^ben! Hunderte Millionen Goldmark aber würden dem deutschen Volksvermögen erhalten bleiben, wenn es gelänge, daS von deutschen Fischern mühsam gefangene .Gold des MeereS" seiner eigentlichen Bestim­mung zuzuführen.

Lieber den tatsächlichen hohen Wert der See­fischnahrung braucht kaum noch etwas gesagt zu werden er ist von allen Kapazitäten wissenschaft­licher Ernährungslehre genügend gekennzeichnet. Insbesondere ist es der hohe Siweihgehalt des Fisches, der ihn zu einem hochwertigen Rah- rungsmittel macht, während von den zahlreichen Mineralsalzen, die dem Seefischfleisch innewoh­nen, besonders Phosphor, Eisen, Kalk und Jod zu nennen sind, die für den Verven- und Körper­aufbau und die Dlutzusammensetzung des Men­schen von lebenswichtiger Bedeutung sind. See­fische sind auch wertvolle Vitaminträger, und wir haben diese Ditaminquelle das ganze Jahr hindurch.

Die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung dieses Vollg-Äahrungsmittels ist leider noch viel zu wenig bekannt. Dah uns hierin andere Rachbar­völker, vor allem England, weit voraus sind, zei­gen die nachstehenden Verbrauchsziffcrn. In Eng­land werden pro Kopf und Jahr der Bevölkerung 53 Pfund Seefische verzehrt, während in Deutsch­land nur 20 Pfund pro Kopf und Jahr gegessen werden. Cs liegt im allgemeinen volkswirtschaft­lichen Interesse, wenn in Deutschland derSee- fischverbrauch einewesentlicheStei- g e r u n g erfährt. Wir können Brot undAr- beit aus ei genen Quellen schöpfen. Und daS ist nötig.

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Lollar, 22. April. Der Lahntalsänger« bund hielt hier einen außerordentlichen Bun- dessängertag ab. DieSängervereinigung7 iChorleitung: Herr D a p p e r - Gießen) eröffnete die Tagung mit einem Begrüßungschor. Der Dor« sitzende, Herr K l t n k e l, begrüßte die Gäste. Die Tagung wurde von dem Bundesoorsitzenden, Be­rufsschullehrer Gengnagel (Grünberg), acleitet. Non 21 Bundes- bzw. Gauoereinen waren 20 ver­treten. Zunächst konnten durch den Vorsitzenden eine Reihe von Ehrungen vorgenommen werden.

außerordentlich lehrreichen Dortrag. Cr fetzl sich mit den unberechtigten Einwänden gegen die Sache auseinander, zeigte die großen Vorzüge auf, namentlich in volkswirtschaftlicher und Volks«

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'2$. Reiskirchen. 23. April. Am morgigen Sonntag kann der älteste männliche Ein­wohner unsere- Ortes. Herr Samuel Löwen­berg. seinen 91. Geburtstag begehen. Der Greis, der weit und breit großes Ansehen ge­nießt, ist noch sehr rüstig. In den letzten Jahren sah man ihn alS Viehhändler noch sehr weite Strecken, sogar biS in den hohen Vogelsberg, zu Fuß machen.

- Lich, 22. April. Für den am 1. April in den Ruhestand getretenen Lehrer Schneider sand auf Beschluß des StadtvorstandcS im Sitzungssaal des Rathauses eine eindrucksvolle Feier statt, an der der Stadt- und Schulvorstand und das Lehrerkollegium, sowie die Geistlichen beider Bekenntnisse teilnahmen. Für den Stadt- und Schulvorstand sprach Bürgermeister Geil, für das Lehrerkollegium Rektor Erb. für die Kirche Stiftsdechant Kahn. Die Redner fanden Worte herzlicher Anerkennung für die von Lehrer Schneider der Stadt, der Schule und der Kirche in 42jähriger Dienstzeit geleisteten Dienste. Lehrer Schneider dankte und gab dem Wunsche Aus­druck. dah die Dienste der Schule in Lich allezeit eine so große Anerkennung finden möchten. An die Feier schloß sich ein geselliges Beisammensein im Parkhotel, bei dem Stift-Pfarrer D r a u d t eine Ansprache hielt und ein beifällig aufge- nommeneS Hoch auf den scheidenden Iugend- erzicher ausbrachte.

Kreis Friedberg.

.«= Dad-Rauheim, 22. April. Der Reu­bau des Könitz kh st i f t s geht seiner Vollen­dung entgegen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Flügels findet auch die ärztliche Ver­sorgung deS Stifts eine Reuregelung. Seither erfolgte die ärztliche Betreuung durch hie­sige Aerzte. die vom Derwaltungsrat aus be­stimmte Zeit gewählt wurden. Künftig wird die

Würde Gorch Fock, der große Sohn des Fischerdorfes Finkenwärder, der durch seinen Roman »Seefahrt ist not" dem deutschen Volke zum Erwecker und Erhalter deS nationalen Schiff- fahrtsgedankenS geworden ist, heute noch leben, er wäre die gegebene Persönlichkeit, unserem Volke den Rot-Ruf der deutschen See- f i s ch e r e i einzuhämmern. Durch die Achtlosig­keit weiter Derbraucherkreise drckht ein Gewerbe zum Erliegen zu kommen, welche- für die deutsche VolkSernäyrung gerade in den gegenwärtigen Rotzeiten von allergrößter Bedeutung sein könnte. Zehntausend« braver Fischerfamilien an bet Ost- und Rordsee schweben in höchster Gefahr der Exi­stenzvernichtung, weil sie ihre Fänge nicht mehr absetzen können. In allen deutschen Fischer­dörfern und Fischereihäfen an der Ost- und Rord- seeküste herrscht Armut und Rot, mangelt es an Arbeit und Derdienstmöglichkeiten. Heber 5)Prv- zent der deutschen Fischdainpser liegen auf, weil Die Fischdampferreisen infolge schlechten Absatzes der Fänge die Selbstkosten nicht mehr decken.

In einer Zeit, wo Millionen deutscher Dolks- genossen nur das nackte Leben fristen und wo in erster Linie wenigstens die eigenen Quellen unbedingt notwendiger Lebensmittelproduktion ausgeschöpft werden sollten, gehen noch Hunderte von Millionen Gvldmark für Seefische' und Fisch­industrieerzeugnisse in das Ausland. Warum? Weil sich große Teile der deutschen Verbraucher­schaft einbilden, die von. der deutschen Fischer­flotte herangebrachten Fänge wären nicht so gut, wie die von ausländischen Fischern gefangenen Seefische. Selbst wenn unsere nationale Fang­flotte manchen vom Auslande eingeführten Fisch nicht fangen könnte, müßte es eine absolute Selbstverständlichkeit sein, darauf heute

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psychologischer Beziehung, und könnt« von guten Erfolgen auS unserer Gegend berichten. Die rege Aussprache zeigte daS Interesse der Pfarrer an der Sache. Sie ergab, daß in verschiedenen Ortet^ die Kirchengememden geneigt sind, geeignete Ar­beiten auf Dem Wege deS freiwilligen Arbeits­dienste- vornehmen zu lassen.

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)( Ruppertsburg, 22. April. Unsere zwet» flaffige Schule zählte am Ende des Schuljahres 101 <sd)üler, entfallen wurden 8, neu aufgenommen 1R Kinder, fo daß die Starke der beiden Klassen nun 109 (46 Knaben und 63 Mädchen) befragt. Au» der der Schule angegliederten Schüler- und V 0 l k s b i b l i 0 t h e f wurden an 28 Schüler und 11 Erwachsene insgesamt 430 Bände ausgeliehen. Die Schulsparkasse hatte 75 Sparer, die zu­sammen 770 Mark neu einlegten, das bedeutet einen Rückgang um 300 Mark. Die Gesamteinlagen be­trugen am 1. Januar 3852 Mark.

4 W 0 hnseld, 22. April. Die Schülerzahl der hiesigen einklassigen Schule beträgt im neuen Jahre 43. Zur Schulentlassung gelangten nur drei Knaben. Reu ausgenommen rouroen vier Kin­der, zwei Mädchen und zwei Knaben.

(Schluß de» redaktionellen Teil».)

Für 40jährige ununterbrochene Sangestätigkeit mürben ausgezeichnet: Heinrich Lotz (Cacilia", Ach), Karl Rohrbach (Sängervereinigung Lol­lar) und Heinrich Pfeiffer XII. (Germania", l4r. Buseck). Die Ehrennadel mit der AufschriftFür LlfrbicnU" erhielten für 25jährige Dorstanbstatig« leit: Heinr. Bierau unb Johann D i (Sänger- itrcinigung) unb Karl Sdjmanbt (Germania", Watzenborn-Steinberg). Für 25jährige Zugehörigkeit fflum Lahntalsängerbunb erhielten bie Ehrennabel: llubro. ft am b et (j (Eintracht, Hungen) unb Ernst I'.kucke 1 shaus (.Harmonie-Gemütlichkeit", Gle­sien). Die Rechnung, bie burch ben Bunbesreckner 3. Becker (Lonborf) bekanntgegeben würbe, fanb bie Zustimmung ber Bersammluna. (Eine längere Slltssprache entspann sich über bas Deutsche Sänger- bandesfest in Frankfurt. Der außerordentlich hohe tfeftbeitrag in Höhe von 7,50 Mark wurde wieder schärfster Verurteilung unterzogen. Für bie meisten lüjtreine wird es nur möglich sein, eine Fahnenab- Icibnung nach Frankfurt zu entsenden. Doch soll bie meranftaltung möglichst von allen Vereinen besucht werden. Eine Reihe von Anträgen und kleineren Anfragen wurden unterVerschiedenes" erledigt.

Buttenauktion in Lauterbach.

A Lauterbach, 21. April. Die von dem ßanb- mirtschaftskammer-Ausschuß hier abgehaltene B u l« I en a u 11 i 0 n mar für den Veranstalter ein voller Erfolg. Die erzielten Preise entsprachen zwar nicht «anz Den Erwartungen der Züchter, denn Versteige- rungspreise von weit über 1000 Mark, wie sie noch im vorigen Jahre erzielt wurden, konnten in Anbe- tracht der schlechten finanziellen Verhältnisse ber Ge> nttinben jetzt nicht mehr bezahlt werden. Don 40 an- ! gemeldeten Tieren waren 34 zur Auktion aufgetrie­ben; darunter befanden sich 23 Leistungsbullen. Das Sudjtmaterlal konnte mit wenigen Ausnahmen als ,^sehr gut bezeichnet werden. Bei der Preisbewertung tonnten 19 Tiere mit Preisen bedacht werben. Einen 1. Preis erhielt Emil Walther (Langsdorf). 2. Preise erhielten u. a. bie Arbeiterkolonie Reu- Ulrichstein, H. Scholl XI. (Arnsheim), H. Decher sRixseld), 3. Herchenröber (Wenings) unb K. Schneiber (Kirtorf). 3. Preise erhielten: H. Lub- m i g I. (Heuchelheim), H. R a h n (Angersbach) bie ^rbeiterkolonie Reu-Ulrichstein, K. Decher (Rie­der-Breidenbach), K. Schul (Angersbach), K.O p- pertshä user (Kirtorf) und Ehr. Rodern er illngersboch). Von 34 aufgetriebenen Bullen mür­ben insgesamt 29 verkauft. DiePreise bewegten sich Mischen 30 unb 640 Mark. Der Durchschnittspreis betrug 405 Mark für ein Tier.

IDer gleichzeitig abgehaltene Schweinemarkt mar durch die Dullenauktion günstig beeinflußt. 248 derlei unb einige Läufer waren aufgetrieben. Es rnlwickelte sich lebhaftes Geschäft, wenn auch ber Ularft nicht ganz geräumt wurde. Für sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden 18 bis 21 Mark, lir ältere bis zu 23 Mark bezahlt. Für Läufer- . Ifjmeine wurden 26 bis 29 Mark verlangt unb I- bezahlt.

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