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Nr. 9 Drittes Blatt

birkener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Lamstag, 23. Zanuar 1952

Trotz gekürztem Einkommen... Daraus möchte ich nicht verzichten!" Keine (Sparsamkeit am falschen Platz. Lebenskünstler im Zeichen des Gehaltsabbaus.

(Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)

Einschränken must sich heute jct>:r. daS wissen wir! Aber sparen am fa.schm Platz ist Verschwendung. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, heißt heute die Parole des erfolgreichen gebend fünft- lerS! Nachfolgend veröffentlichen wir einige Antworten auf unsere Umfrage. .Woraus möchten Sie trotz gekürzt, m Sin* kommen nicht verzichten?'

Kleider machen Leute . . .*

Paul M., kaufmännischer Angestellter:

Vei meinem gekürzten Einkommen bin ich schon genötigt, meinen Ausgabeetat vernün tig zu or* aanisiercn, d h. dos Angenehme mit dem Nütz* lichen zu verbinden.

.Wie machen Sie eS eigentlich, dast Sie bei Ihrem Einkommen immer so elegant aus­sehen?", diese Frage begegnet mir auf Schritt und Tritt. Und tatsächlich, das ist nun mal mein Steckenpferd!

Kleider machen Leute, heute mehr denn je! Sehen Sie, ich bin für meine Firma den ganzen Tag auf Trab zur Kundschaft und zu Behörden. Wissen Sie. w.e schwer daS heutzutage ist, zu dem Gewaltigen Überhaupt nur vorgelassen zu werden? Und wenn ich mich da in einem ver* sch'isfencn und schlecht sizen^en Anzu-e melden lasse, dann ist es schon von vornherein Essig! Das 21u, treten und Aussehen macht viel mehr aus, als die meisten Leute denken. Das ist auch im Bureau nicht viel anders, unwillkürlich wird der Chef von der äustcren Erscheinung beeinflußt, was man ouS sich macht, das ist man! Und da ist bei unS Herren der Schöpfung doch das Ausschlag­gebende die Kleidung, der Anzug und der Mantel!

Und wenn man die Sache richtig ansastt und organisiert, ist sie gar nicht so teuer, wie die Leute glauben. Für meinen Kleideretat, an dem ich nicht rütteln lasse, lege ich eisern jeden Monat den errechneten Durchschnittsbetrag zurück. Und dann lasse ich mir regelmäßig einen wirklich an­ständigen Anzug bauen, oder nehme erstklassige Konseklionsware: sehen Sie, fo schicken Schnitt, und da, suhlen Sie mal, gutes deutsches Tuch, dos hält nämlich genau so gut wie englisches! das Ding must natürlich sitzen wie angegossen, dos ift erste Forderung! Und dafür trage ich meine Anzüge auch bedeutend länger o's die Leute, die gar keinen Wert auf ihre Kleidung legen. Ich sage immer: Lieber einmal weniger im Magen, do kann keiner reinschauen. Kann er aber bei meinem Anzug durch die Fäden durchschen, dann schaffe ich bestimmt nichts, weder geschäftlich noch privat, nein, auch nicht bei den Damen: ja­wohl, ich bin Junggeselle!

Körperpflege ist kein Luxus!

Hertha L, Sureauvorsteherin-.

Ich bin eine firau, eine richtige Frau, also habe ich dos Bedürfnis, gut auszusehen. Ich gebe zu, dast ich trotz aller Sparsamkeit für mein Aeusteres im Verhältnis zu meinem Einkom­men viel Geld auswende. Dafür gibt es auch zu House reichlich Spott und Vorwürfe: Verschwen­dung, Eitelkeit, äußerlicher Mensch usw. läßt mich ziemlich kalt, denn ich weist worum! Do verzichte ich auch nicht, ich benutze ein anstän­diges Haarwasser, gute Seife, eine feine Haut­creme, sogar zweierlei, meine Fingernägel werden bestens gepflegt, ich gehe regelmäßig zu einem Gymnastikkurs usw.

Als bei mir der Gehaltsabbau kam, habe ich mich in vielem beschränkt ich komme auch mit meinem Geld auf den Pfennig aus und habe nie Schulden aber auf meine Körperpflege stoill ich nicht verzichten! Das kann sich eine Frau von heute einfach nicht leisten: sieht sie gut aus, ge­pflegt, gesund, frisch. wird sie eben im Be­rus bevorzugt! Das ist nun mal fo.

Hnb ganz besonders, wenn man älter wird, da ist die Körperpflege ein gutes Dorbeugungsmittel, denn man braucht in der heutigen Zeit feinem Chef durch die Runzeln das Lebensalter nicht ge­rade aufs Butterbrot zu schmieren. Würde ich mich vernachlässigen, und auf meine .2ieb- hoberei". wie sie zu Haufe genannt wird, ver­zichten, dann würde ich mich jetzt und für die Zukunft dem Lebens- und Derufskampf einfach nicht gewachsen fühlen?

6m kluger Geschäftsmann!

Hermann H Inhaber einerEmzelha delsflrma:

Wenn Sie mich fragen, worauf ich persönlich trotz reduziertem Einkommen nicht verzichten möchte, w.rd Sie wohl me n Privatleben weniger interessieren, denn dos ist ja bei einem Geschäfts­mann des Jahres 1932 ziemlich uninteressant! Wer geschäftlich bin ich tatsächlich in der Branche für mein .Steckenpferd' bekannt und sogar in letzter Zeit wieder häufig kopiert!

Schon als die Wirtschaftskrise anfing, sich aus­zuwirken, habe ich mir, wie alle Geschäftsleute, gesagt: Es muß etwas geschehen! Aber was? Bei vielen meiner Konkurrenten begann damals ein panischerRun" auf das sogen, Un- kosten- und Werbungskonto Ich sagte damals, denn inzwischen haben auch viele andere schon das eingesehen. was ich mir pon vornherein mit Pa­pier und Bleistift ausrechnen konnte. Die Rech­nung mit dem Runterdrücken der Propagandaaus­gaben, noch mehr Personaleinschränkung. Privat- ausgaben weiter drosseln, vorausgesetzt, daß sie immer bescheiden waren, Die Rechnung 9 e h t nie auf! Da muß man eben grade in Zeiten solchen Wirrwarrs den kühlen Kopf und die Tlerven aufbringen, umgekehrt zu fragen: Woran darfst Du unter keinen Um­ständen sparen?

Und darauf lautete damals wie heute meine Antwort: An den Werbekosten, an der A e k l a m e! Jene Neunmalklugen haben mich damals für verrückt gehalten, als ich meine Inse­ratenaufträge bei den Zeitungen nicht nur in glei­chem Maße wie in normalen Zeiten durchhielt, sondern sogar noch stärker heranging. Aber, was

für den Kaufmann da« Wichtigste ist. der Er­folg gab mir recht! Ich habe mir eben von vorn­herein gesagt: Wenn eine Verringerung des Un- kostenkontoS den Laden einfach nicht schme.ßen kann, dann muß eS eben der notwendige Um - s a h schassen, und den erreicht man eben nur durch gute, zielbewuß e und auSda c n e Reklame.

^aS ist ja auch ganz klar: bei schlechten Zeiten muß man die Anstrengungen verdoppeln um den Umsatz zu halten. 3c schwerer sich der Käu er zu Ausgaben entschließen kann, desto mehr muß man ihm nachhcllen. Womit? Nur mit guter, wir­kungsvoller Reklame!!

Was der Mensch braucht, muß er haben!

W. M, ein bekannter SchrWeller:

VfB-Gießen.

Hessen 09 in Gießen zu Gast.

Die Ligamai .chast des DfB. empfängt am Sonn- tag auf dem Waldsportplatz die Liga von Hessen 09 ä"?' Derbandsspiel. Die Gastmannschaft konnte sich auf Grund ihrer Leistungen bis jetzt in der Spitzcn- gruppe halten. Die Ergebnisse, die die Hessen in den letzten Derbandsspielen erzielten, sind durchaus beachtenswert. Vor kurzem siegten sie über Ockers- Ijaufen mit 7:1 Toren. Gegen Kurhesfen Marburg verloren sie nur knapp mit 3:2 und gegen Borussia Fulda vermochten sie das ehrenvolle Ergebnis von 3:1 (für Fulda) zu halten. Man wird damit rechnen müssen, daß die Hessen-Mannschgft den VsBem den Kampf nicht leicht macht. Der Papier­form nach dürsten zwar die Gäste als Sieger zu erwarten sein, aber die zuletzt gezeigten Leistungen der Hiesigen im Spiel gegen die Kurhesfen Mar- bürg berechtigen doch dazu, der VfB -Elf einige Chancen zu geben. Das Feldspiel, das im Spiel des vergangenen Sonntags gepflegt wurde, die eifrige Arbeit der Läuferreihe, die Widerstandskraft der Verteidigung sollte dem Sturm endlich Ansporn dazu sein, seinerseits alles Können aufzubieten, und Tore zu machen. Wenn auch dem Abstieg nicht mehr zu entgehen ist, fo sollte sich die Mannschaft wenig­stens einen guten Abgang verschaffen, der beweist, daß die Zugehörigkeit zur Bezirksliga zu Recht bestand. Die Elf tritt in folgender Aufstellung an: Balser: Leutheuser, Henrichs (oder Schneider): Schmidt, Kreß, Feuster: Lehrmund, Wlodarcck, Haupt, Köhler, Bärenfänger. Man versucht es also mit weitgehender Umstellung. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Bingel kann noch nicht dabei fein. Er vertritt am Sonntag den Verein als Tormann der Handballmannschaft im Spiel gegen Wieseck. Die zweite Mannschaft tritt in Wetzlar der spielstarken zweiten Mannschaft des Sportvereins Wetzlar gegenüber. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Auch der Ausgang des Spieles der dritten Mannschaft gegen die erste von Niederweisel (in Niederweisel) ist kaum vosherzusagen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 (Liga) Wiesenbach (Liga).

Die Mannschaft von Wiesenbach, eine faire und nicht unsympathische Elf, weilt am morgigen Sonntag auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe -u Gast. Die Gäste stellen eine sehr eifrige Mann­schaft. Die technische Durchbildung des einzelnen, wie der ganzen Mannschaft dürfte an die der 1900er zwar nicht ganz heranreichen. Der Spiel­aufbau ist weniger systemvoll als rationell. Druck- voller spielen die Gäste auf das Tor und anderer­seits wird zielbewußt verteidigt: die ganze Spiel- weise ist natürlicher, unverbildeter, weniger über­spitzt und unkomplizierter als die der Blauweißen. Das alles sind Eigenschaften, die zusammengesaßt unter dem leidenschaftlichen Eifer zur beachtens­werten Waffe werden. Die 1900er werden das zu berücksichtigen haben. Das Vorspiel wurde von den Blauwcißcn in Wiesenbach mit 5 1 ge­wonnen. Die Gießener haben in der letzten Zeit und in verschiedenen Spielen gute Leistungen ge­zeigt. Auf eigenem Platze sollten sie daher einen Sieg erringen, der sich nicht auf unsichere Kom­ponente stützt, sondern einer guten Gesamtleistung zu verdanken ist. Die Dlauweißen spielen in der Aufstellung des Dorkonntags.

Die Ligareserve tritt gegen die 1 Mannschaft von Steinbach an. Der Mannschaft gelang es bisher noch nicht, in Steinbach siegreich zu sein. Der dortige Platz hat seine Tücken. Allerdings scheint auch Steinbach zur Zeit nicht in bester Form zu sein. Die Reserve tritt ersatzgeschwächt an. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 3. Mannschaft ist spielfrei. Die 4. Mannschaft gastiert voraussichtlich in Garbenteich. Garben* tcich ist zu Hause und auf eigenem Platze gefähr­lich. Ein Sieg der Blauwcißcn ist, obwohl sie komplett antreten, durchaus nicht sicher. Die 5. Mannschaft wird in Muschenheim zu Gast sein. Das Vorspiel wurde 3:0 gewonnen. Der Sieg sollte auch diesmal nicht in Muschenheim bleiben. Die Iugendmannschaften pausieren noch.

FE ^Teutonia^Wahenbom-Sieinberg

Die 1. Mannschaft A-®ruppenm»ifter!

Die erste Mannschaft der Teutonen sicherte sich durch einen überlegenen 13:l-Scg über Stern- bachs 1. Elf endgültig die Meisterschaft der A-

wohnheit...", .Mit etwas Energie könntest Du Dir das Rauchen leicht abgcwöhnen ..." Ich denke aber gar nicht daran, diese Energie aufzu­bringen, einmal, weil ich diese Genus c zu meiner Arbeit unbedingt brauche, und sodann, wo steht geschrieben, daß man grade in unfern miesen Zeiten auf das verzichten soll, wa- einem Anre­gung und Freude bietet? Timgekehrt ist s rich.iger! Am Samslagabend ausgehen...

£iefel H, 20-jäbr ge Stenotypistin:

Ich bin wirklich ein anspruch-lofeS Mädchen und kein bißchen neidisch aus meine Freundinnen, die sich mehr leisten können. Aber ganz ehrlich getagt, daraus möchte ich nicht verzichten: Am Samstag­abend will ich auSgehcn, da möchte ich in einem guten und netten Lokal lustig fein. Da will ich mich auch ein bißchen fühlen, daß ich jung bin! DaS kostet doch heute bei dem Preisabbau in den Lokalen so wenig, eine Tasse Kaffee oder eine Limonade. das kann selbst ich mir leisten.

Vein, auf dieses Ausgehen, auf diesen lu­ftigen. vergnügten Abend im Kino oder Theater am Samstag möchte ich nicht verzichten, es muß ja für die gaiuc lange Woche reichen! Da hat man dann e.ne schöne Erinnerung, und vom Mitt* woch ab freue ich mich schon wieder auf den näch* ft en. Es arbeitet sich auch viel besser, wenn man weiß, daß am Wochenende wieder ein wenig Freude wartet. So einfach und leicht ist daS heutzutage nämlich nicht für ein junges Mädchen. Tag für Tag acht biS neun Stunden an der Schreibmaschine zu sitzen. Will eS dann gar nicht mehr gehen, dann denkt man an das Wochenende und schon fällt die Arbeit leichter.

Lind vielleicht waS kann man wissen? ftnbe ich einmal dabei den Richtigen, der mich heiratet... Dann ade. liebe Schreibmaschine, denn auf die kann ich. wenn es sein muß, verzichten!

Gruppe. Während der ersten zehn Minuten sah man einen äußerst flotten Kamps. Der Tabellen* letzte versuchte, den Einheimischen den Sieg schwer* zumachen. Ein verwandelter Handelfmeter ergab das erste Tor <für Steinberg. Steinbach griff dann an und aus dem Gedränge heraus fiel das Zweite Tor. Die Teutonen spielten nun systema­tischer. Die Gäste kämpften unter dem Einsatz aller Kräfte. Die Plahbesiher kombinierten sehr sicher, waren technisch den Gästen überlegen, jene ka­men aber auch einige Male gut durch, scheiterten aber an der Hintermannschaft. Der Sturm der Teutonen war nicht müßig und, unterstützt von der Läuferreihe, konnten bis Halbzeit bereits sieben Tore erzielt werden. Rach der Pause sah man das gleiche Bild. Die Teutonen ließen nicht nach. Steinbach verteidigte energisch. Der schuß* gewaltige Linksaußen der Teutonen wurde scharf bewacht, kam aber immer wieder durch. In der zweiten Spielhälfte fielen noch sechs Tore. Die Steinbacher konnten die hohe Niederlage nicht verhindern. Seitz-Gießen war ein gerechter Leiter. Die 1. Mannschaft der Teutonen (G. Happel: Burger, Wehrum: Euler, Dchrnandt, Otterbein: L. Hapvel, K. Schäfer, O. Happel, Buß. fielt) setzte sich mit einem Punkteverhältnis von 23:3 und einem Torverhältnis von 60:22 für dieMeisterfchaft durch. Die Mannschaft bestritt dreizehn Spiele, ohne daß ein Mann des fieldes verwiesen zu werden brauchte. Die zweite Mann­schaft deS fiE.Teutonia" sicherte sich durch einen 6:0*Sieg über Steinbachs Zweite einen guten Mittelplah in der Tabelle.

Handball im VfB.

Die Handballmannschaft des VfB. tritt am morgi­gen Sonntag gegen die 1. Handballmannschaft des Turnvereins Wieseck an und hat sich damit einem Gegner verschrieben, der nicht leicht zu nehmen sein wird. Das Spiel findet auf dem Platz in Wieseck statt und wird den Grünwcißen kaum einen Sieg bringen. Die Mannschaft, die sich bisher tapfer ge­schlagen hat, sollte aber ein ehrenvolles Ergebnis zu erringen wissen.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

1900 LandsmannschaftLhallia" Gießen.

Nachdem die Verbandsfpiele ihren Abschluß ge­funden haben, trägt die Spicloereinigung 1906 in den kommenden Wochen verschiedene Privatspiele aus. Als erstes kommt am Sonntag da- Treffen gegen die Mannschaft der Landsmannschaft Ehattia zum Austrag. Die Chatten sind Gruppenrneister der Universitätsrunde. Die Elf hat bis jetzt in diesen Spielen ein Tvrergebnis von 58:6 erzielt. Die 1900er stellen den Gästen eine starke Mannschaft entgegen.

Die Jugend hat sich einen gleichwertigen Gegner in der Jugend des Tv. Hausen iADT.) verschroben. Auch hier darf man auf den Ausgang des Spieles gespannt sein.

Handball im Gau Hessen (O T )

Für den morgigen Sonntag wurde die 1. Mann- schuft des Tv. Atzbach (ADT.) verpflichtet. Das Spiel findet in Heuchelheim statt. Die Gäste sind eine der besten Mannschaften im Lahn-Dünsberg-Gau und werden den Platzbesitzern schwer,zu schaffen machen. Wenn die Gastgeber aus dem letzten Spiel keine Lehre gezogen haben, wird ihnen auch gegen den morgigen Gegner eine Niederlage nicht erspart blei­ben. Vorher spielen die zweiten Mannschaften der beiden Vereine.

Das Spiel der 1. Mannschaft des Tv. Heuchelheim gegen die 1. Mannschaft des Tv. Münchholzhausen brachte den Anhängern der Hiesigen eine Enttäu­schung. Heuchelheim verlor mit 7:4 Toren. Die Ju- gcndmannschaft konnte das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Münchholzhausen mit 6:2 Toren für sich entscheiden.

Handball im Lahn-Oünsbera-Gau

Die 2. Mannschaften des DHD. Gießen und des Tv. Caunsbad) standen sich in einem Freundschafts­spiel gegenüber. Das Treffen endete 5:3 für Cauns- bad). Die Gießener waren ersatzgeschwächt, setzten dem Gegner aber energischen Widerstand entgegen, erzielten kur; vor Halbzeit ein Tor, nachdem die Launsbacher Wüt 3 Toren führten. In der zweiten Spielhälfte waren die Launsbacher noch zweimal und die DHDer noch einmal erfolgreich.

Zum Handballspiel Londorf! gegen Lollar I wird uns vom Turnverein fionborf be­

Alle Tanten, gute Freunde, eine zu besorgte Mutter und noch so verschiedene Mc. schen ballen mir manchmal im Cyor wohlgemeinte Predigten u b e r die Schädlichkeit des Rauchens alnd wenn sie tausendmal recht hätten, auf Dicfe« Steckenp'erd verzichte ich auf Linen Fall!

konnte mich bei angestrengter geistiger Arbeit ohne weiteres mit Butterbroten als Nahrung be­gnügen, ich k.nnte mich in allem einschränken, aber Zigarren und Zigaretten sind für mich le* denSnotwendig. Meine allen Tenien wis- fen« natürlich besser: .Rur eine schlechte Angc*

richt.gend mitgeteilt, daß sich Londorf gegen den Vorwurf korpetlichen Spieles verwahre Das Spiel habe zwar harte Formen angenommen, da» fei aber nicht zuletzt auf das harte Spiel eine» Lollar er Verteidigers zurückzuführen gewesen Der Lollarer Sturm habe nur in der ersten Viertelstunde anspre­chende Leistungen gezeigt, aber die Hintermannschaft der fionborfer nicht überwinden können. Die drei Tore der zweiten Halbzeit seien da» Ergebnis der guten Zusammenarbeit de» fionborfer Sturme» ge­wesen.

Die Veranstaltungen 1932 im Lahn- Oünsberg Gau

In der zu Wieseck abgehaltenen G a u - V o r * standssigung wurden die Termine für die diesjährigen Gauveranstaltungen in folgender Ord­nung Jeftgelegt:

14. Februar GaugeräteweUurnen in Atzbach.

3. April: Gauwaldlauf in Erda.

17. April: Verbands- und Bundeiwaldlaus in Wiß­mar (des STV. bzw. der ADT.)

3. Juli: Gauturnfest in Wieseck.

17. Juli: Gaumeisterschasten in Odenhausen rejp. Wißmar.

14. August: Gauwettschwimmen in Atzbach

14. August: Schülerwetturnen in Waldgirmes.

11. September Bergsest auf dem Dunsberg

Im weiteren Verlaus der Versammlung wurde die Ausnahme des Turnvereins Blasbach in den Gau gemeldet. Ausgetreten ist inzwischen der Turnverein Garbenteich. In der Verlammlung wurden außer­dem noch die volkstümlichen und die technischen Uebungen für das Gaufest mit Hochsprung. Kugel­stoßen und 100-Meter-Lauf festgelegt. Die Hebungen des Dolksturnermehrkampses werden erst später be* stimmt.

Arbeiier-Turn' und (5porfbund

Zum letzten Spiele der Vorrunde um die Mreis- Meisterschaft hat Naunheim I am Sonntag Frank- furt-Bockenheim I zu Gast. Die bi» jetzt ausgetrage­nen Spiele haben aezeigt, daß Naunheim alle Er- Wartungen übertroffen hat und als ernster Anwärter auf die Kreismeisterfchaft anzusprechen ist. Auch da» kommende Spiel dürste Naunheim als Sieger sehen.

In Großen Buseck stehen sich Großen.Buseck I Gießen I im Freundschaftsspiel gegenüber. Im Vor­spiel konnte Gießen überlegen Sieger bleiben, ob c» auch auf dem ungewohnten Feld der Gastgeber zu einem Siege reicht, ist nicht vorauszusagen. Die Gießener Jugend ist vor dem Spiel um die Kreis- Meisterschaft in Naunheim Gast der dortigen Jugend. Zwei gleichwertige Gegner messen ihre Kräfte.

Marburg 1 hat Lollar 1 im Freundschaftsspiel zum Gegner. Ob es den Gästen gelingen wird, die aufstrebenden Platzbesitzer zu schlagen, ist fraglich. Vorher: Marburg II Hausen I

Allendorf (Lahn) I trägt ein Freundschaftsspiel in Rodheim aus. Ob die sieggewohnten Gaste gegen die auf eigenem Platze gefährlichen Rodheirner einen Sieg herausholen werden, ist noch nicht sicher.

Heuchelheim weilt mit zwei Mannschaften in Leun. In beiden Spielen dürfte die reifere Spiel­weise der Gäste den Platzbesitzern das Nachsehen geben.

Großen-Linden I hat Nieder-Ohmen I zum Weg­ner und sollte auf eigenem Platze Sieger bleiben. Auch im Spiel der zweiten Mannschaften dürften die Pfatzbesitzcr die befferen sein. Grüningen I ist in Burkhardsfelden zu Gast und wird um eine Nieder­lage kaum herumkommen. Waldgirmes I hat Kin­zenbach I im Freundschaftsspiel zum Gegner Die Gäste sollten den Sieger stellen.

Allendorss Jugend weilt in Hausen und wird der dortigen Jugend einen gleichwertigen Gegner ab- Seben. Harbach I hat die 1. Jugend von Wieseck im reundschastsspiel zum Gegner, der eine nicht zu unterschätzende Mannschaft stellt. In Wieseck rümp­fen Lollar Jugend und Wieseck 2. Jugend

Kurze Sportnotizen.

Hans Nüßlein-Nürnberg. der deut'che TenniSmeister der Berufsspieler, konnte bei den ,.Tilden*Gastspielen" in Trenton zum ersten Male William Tilden 6:4, 6:4, 3:6, 6 4 besiegen.

Zum Frankfurter Stadiondirektor wurde als Nachfolger des aus den Diensten scheidenden Direktors Zeiß Inspektor Strohlein, früher Sekretär des Stadtamte« für Leivesübun- gen, gewählt.

2 0 Teilnehmer darunter Paare wie Rausch Hürtgen, Schön Tietz. Göbel Dinale. Wambst Broccardo, Charlier Dcnees und van Kempen/Braspenning stehen für daS Frankfurter Sechstagerennen fest.

Die Neuyorker Borkommission will Max Schmeling wiccher anerkennen, wenn er den geplanten Kampf gegen Jack Sharkey abschließt und den Vertrag bis zum Freitag vorlegt.

Preußen.

Genossenschaftswesen undZinssenkunq.

Ein Protest der Genossenschaften des Kreises Iveßlae.

C Wetzlar, 20. Ian Am Samstag fand in Wetzlar im Hotel .Kaltwasser' eine Genossen­schaftsversammlung statt, in der Vertre* ter von etwa ICO Genossenscha ten anwesend waren. Direktor S trupp von der Genossenscha'tlichen Zentralkasse Frankfurt a. M. hielt einen Vortrag über die R e g l e m en t i e r u n g der Zinsen. Gr erwähnte die durch die Notverordnung vorge­schriebene Zinssenkung und berichtete dann über die Beschlüsse des zentralen Kreditausschusses. In der anschließenden Aussprache bezeichnete Lehrer Gaß (Dutenhofen) die Zins-Reglementierung als eine große Enttäuschung Für die Genossenschaften trete eine Zinssenkung überhaupt nicht in Kraft. Nachdem noch verschiedene andere Redner dazu Stellung genommen hatten, wurde eine Entschlie­ßung gefaßt, die an die Zentral-Genossenschafts- lasse Frankfurt a. M., an den Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, an die Preußenkasse und an den Reichskommissar für das Dankgewerbe gerichtet werden soll. Die Ent­schließung hat folgenden Wortlaut:

.Die in Wetzlar versammelten Vertreter von über 100 Genossenschaften des Kreises Wetzlar er­heben einmütig Protest gegen die Regelung der Zinsfrage, wie sie sich auf Grund des Wantelver* trag« der Spitzenverbände der Kreditinstitute laut Notverordnung vom 8. Dezember 1931 ergibt. AIS ein wichtiger Faktor der deutschen Wirtschaft müs­sen wir die uns aufgeatmmgenen SollzinssäNe ab* lehnen, da sie von der verschuldeten ländlichen Bevölkerung nicht mehr getragen werden können.