Ausgabe 
22.7.1932 Erstes Blatt
 
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unserer Heimat Amerika, als Zeichen der immerwäh.

noch folgende Ansprache an die Versammlung: Nach

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Gießen, den 22 Juli 1932.

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deutsche Lied sei es in erster Linie, das die Deut­schen im Auslande Zusammenhalte, das ihnen die Erinnerung an die deutsche Heimat immer wieder lebendig vor die Augen führe.

Zum Schluß der Veranstaltung richtete der Prä­sident des Nordamerikanischen Sängerbundes

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renden Freundschaft zwischen den beiden großen Nationen. Wir sind über den Ozean gekommen, um an dem großen deutschen Sängerfeste in Frank­furt a. M. teilzunehmen und das deutsche Lied, des­sen Pflege in Amerika unsere große Aufgabe ist, zu verherrlichen und zu verehren.

Die Einäscherung fand in aller Stille statt Von Beileidsbesuchen bittet man gütigst abzusehen.

August Wittich, Kaufmann von seinem mit großer Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst

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Für die vielen Beweise herzHcher Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagen wir unseren wärmsten Dank.

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prochen wurden. Die Tendenz wurde dann etwas chwächer, zumal auch eine Zunahme der A r - leitslosenziffer um 16000'Personen in der ersten Hälfte des Juli verstimmte. Da das Geschäft auch zu Beginn des offiziellen Verkehrs denkbar ge­ring war, war die Kursgestaltung von mehr oder minder zufälligen Orders abhängig. Die Abweichun­gen nach beiden Seiten waren im allgemeinen recht klein und betrugen in der Regel n«d)t mehr als 1, höchstens 1)4 Prozent. Als recht fest sind heute Bem- berg zu erwähnen die nach anfänglicher Plus-Plus- Notiz bei einem Umsatz von 9 Mille 3% Prozent höher mit 29% Prozent notiert wurden. Eine An­regung bot wohl die Mitteilung der Verwaltung der Britsh Bemberg, daß die Produktion um 15 Pro­zent zugenommen habe und auch im Monat Juli die der Vormonate erheblich übertroffen habe. Cha» deaktien eröffneten 3 Mark höher und zogen im Ver­laufe um weitere VA Mark an. Auch Rhein. Braun­kohlen besserten sich um 3% Prozent. Im übrigen fielen Montanwerte durch ziemlich freundliche Hal­tung auf.

Im Verlaufe bröckelten die Kurse bei kleinem Ge­schäft etwas ab. RWE. verloren 1 Prozent, während die Rückgänge im übrigen nur etwa A Prozent be­trugen. Deutsche Anleihen waren etwas schwächer, Altbesitz gab nach behaupteter Eröffnung % Prozent nach, Neubesitz verloren etwa 20 Pf., Reichsschuld­buchforderungen tendierten eher etwas schwächer und verloren bis zu A Prozent.

WER. Frankfurt a. M., 21. SuIL Mit der Uebergabe des Bundes banners im historischen Kaisersaal des (Römers hat heute mittag das XI. Deutsche Sängerbundes- f e st in Frankfurt a. M. seinen Anfang genom­men. ihn 11.15 Uhr trafen

die wiener Sänger mit dem Bundesbanner

ein. Die feierliche Einholung vom Bahnhof muhte wegen des Demonstrationsverbots unterbleiben. Das Banner wurde in einem mit Blumen ge­schmückten Wogen zum Römer gebracht.

Inzwischen hatten sich im Kaisersaal die Spitzen der deutschen Sängerschaft und der Frankfurter Behörden, sowie die Vertreter der auslanddeut­schen Sängerbünde zur

Bannerübergabe

versammelt. Hofrat 2 a k s ch - Wien, der Bor- sitzende des Sängerbundes Ostmark, übergab das Banner. Während das Wiener Fest dem An- schluhgedanken und der Erinnerung an den 100. Todestag Franz Schuberts galt, sei das Frank­furter Fest zu Ehren Goethes ausgerufen, in dessen sprachlicher Vollendung Schubert das Ldeal seiner kompositorischen Unterlagen gefunden habe. Der Redner erinnerte an den Verlauf des Wie­ner Festes im Jahre 1928. Als die Sänger All­deutschlands damals zwölf Stunden lang über die Ringstraße zogen, begleiteten sie die Wogen einer alles mit sich fortreihenden Begeisterung. Die Kabinette der gesamten politischen Welt horchten damals nach Wien, wo sich unbeug­same Entschlossenheit und der harte Wille des ganzen deutschen Volkes zur machtvollsten Kund­gebung für

ein großes und einiges, alle Deutschen umschliehendes Vaterland.

vereinigt hatten. Es gebe eben kein wirksameres Mittel, die Menschen zu vereinen, zu erheben, deren Gegensätze weniger fühlbar zu machen und dem durch die Rot der Zeit vielfach in den Hintergrund gedrängte Gefühlsleben wieder zu seinem Recht zu verhelfen, als die Pflege des deutschen Liedes.

Der Vorsitzende des Festausschusses. Rechts­anwalt Dr. Karl Hermann, übernahm das Bundesbanner mit der Hoffnung, daß das elfte Deutsche Sängerbundesfest in Frankfurt a. M., dus unter so großen Schwierigkeiten geschaffen wurde, eben wegen dieser besonderen Verhältnisse auch seine ganz besondere Bedeutung behalten möge in der Geschichte des Deutschen Sänger­bundes und des deutschen Volkes. Zur Erinnerung an das 11. Deutsche Sängerbundesfest übergab der Redner ein Danner-Erinnerungsband.

Oberbürgermeister Dr. Landmann übernahm darauf das Danner in die Obhut der Stadt Frank­furt a. M. Er feierte die Bedeutung Goethes für das deutsche Volk, dessen schönste Lieder in den großen Konzerten während des Sängerbundes­festes zum Vortrag gebracht werden.

Eine große Idee habe die deutschen Sänger in Frankfurt vereint: die Idee der Einheit des deutschen Volkes, die Idee der Einheit der

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deutschen Kultur, als dessen hervorragendster Repräsentant Goethe sei.

3n diesen Tagen der Rot, der Zerrissenheit und der politischen Leidenschaft gebe dieses Fest, das nicht dem politischen Kampf, sondern einem edlen, höheren Ziele gelte, die Gewißheit, daß das deutsche Volk trotz alledem unzerstörbar sei.

Zum Schluß verkündete der Vorsitzende des Deutschen Sängerbundes, Geheimrat Dr. Karl Hammerschmidt. München, die Eröff­nung des Sängerbundesfestes. Er ge­dachte des 200. Geburtstags Josef Haydns und wies darauf hin, daß die Durchführung des Festes der Ausddruck des starken und unbeugsamen Wil­lens sei,

trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Bedrängnis und der schweren vaterländischen Rot unsere geistigen und sittlichen Kulturgüter hochzuhalten, auf daß unser Volk nicht ganz verzweifle.

Er dankte der Stadt Frankfurt und den Festaus­schüssen für die mühevolle Vorarbeit und schloß mit einem dreifachen Heil auf den Deutschen Sänger­bund und das deutsche Vaterland.

Presse-Empfang.

Gegen abend fand in der Künstlerklause von Groß-Frankfurt^ ein Empfang der gesam­ten in- und ausländischen Presse statt. Der erste Vorsitzende des Deutschen Sängerbundes,

Geheimrat Dr. Karl hammerschmidt-München führte u. a. aus, er könne wohl ohne Ueberhebung und allzu hochgesteigertes Selbstbewußtsein die Be­hauptung aufstellen, daß das 11. Deutsche Sänger­bundesfest als ein Ereignis zu betrachten sei, nicht nur in gesanglicher und musikalischer Hinsicht, ein Ereignis wegen der Anteilnahme im ganzen Reiche und weit darüber hinaus, ein Ereignis angesichts der Teilnahme so vieler Auslandsdeutscher und nicht zuletzt ein Ereignis deswegen, weil der Deut­sche Sängerbund und die gesamte deutsche Sänger­schaft auch in der jetzigen schwierigen Zeit der Not es als ihre Pflicht betrachten, zu ihrem Ideal zu stehen, das deutsche Lied zu pflegen und kundzutun, daß sie an dem kommenden Wiederaufstieg des deutschen Volkes mit Zuversicht glauben.

Sodann ergriff der Vorsitzende des Festausschusses

Rechtsanwalt Dr. Hermann-Frankfurt a. 2H.

das Wort. Er erklärte u. a. das 11. Deutsche Sän­gerbundesfest sehe seine Hauptaufgabe auch darin, darzutun, daß die Seligkeit des Deutschen nicht nur in der politischen Betätigung allein liege, sondern zu beweisen, daß 4050 000 Sänger zusammenströmen könnten, ohne sich die Schädel blutig zu schlagen. Es müsse auch Grenzen geben, in denen wir uns zusammenfinden könnten, um dem deutschen Vater- tande zu helfen.

Als Vertreter der Ausländsdeutschen und im Namen von 11 Millionen vom Mutterlande abge­trennter Deutscher sprach dann

Dr. Hasselblatk-Reoal,

d das deutsche Lied als das Bindeglied zwischen dem Mutterland und dem Auslandsdeutschtum pries. So wie die Schönheit die einzige Muße fei, die keines Beweises bedürfe, so stehe unbestritten

Eröffnung des Sängerbundesfestes

Oie Llebergabe des Banners.-Ansprachen vor der presse.

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Frankfurt abgeschwächt.

Frankfurt a. M., 22. Juli. (WTB. Draht­meldung.) Im heutigen Vormittagsverkehr ist man auf Grund der Erholung der deutschen Werte an den Auslandsbörsen und wegen der festen Tendenz der Neuyorker Börse weiter eher freundlich ge­stimmt. Bereits an der Vorbörse machte sich aber eine unsichere Stimmung bemerkbar, weil die Börse in den neuen Maßnahmen der Reichsregierung eine neue Zu spitzung der innerpolitischen Situation erblickt. Die Spekulation schritt, nach­dem sie aestern einige Deckungen vornahm, wieder zu Glattstellungen, zumal sich die Kundschaft in Anbetracht der unsicheren Lage vom Börsengeschäft vollkommen zurückhielt. Das geringe Geschäft wickelte sich nur innerhalb der Spekulation im freien Markt ab. Zur ersten Notiz kamen lediglich IG. mit minus 0,65 v. H. und am Montanmarkt Stahl- verein mit plus 0,25 v. H. Die übrigen Märkte ftagnierten fast vollkommen. Nach den ersten Kursen nahmen die Abgaben seitens der Ku­lisse etwas größeren Umfang an, so daß IG. er­neut um 1 v. H. zurückgingen. Auch im späteren Verkehr lagen die Märkte vollkommen leblos, und amtliche Notierungen kamen am Aktienmarkt nicht mehr zustande. Die Taxen lauteten jedoch allgemein 0,5 bis 1 v. H. schwächer. Eine Ausnahme machten Bemberg, die auf den hohen Berliner Kurs wieder 3,5 v. H. fester gesprochen wurden. Zu Beginn der zweiten Börsenstunde blieb der Markt geschäfts­los, die Kurse wurden allerdings auf dem er­höhten Niveau behauptet taxiert.

Deutsche Anleihen eröffneten 0,25 bis 0,5 Prozent niedriger und bröckelten später weiter leicht ab. Reichsschuldbuchforderungen gingen 0,5 Prozent zurück. Der Pfandbriefmarkt verkehrte in sehr ruhiger Haltung. Nachdem an der Abend­börse die Kurse 0,5 bis 1 Prozent höher ge­nannt wurden, bröckelten sie weiter auf kleines Angebot wieder leicht ab.

Berlin schwankend.

Berlin, 22. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die Stimmung an der Börse war heute auf die allge­meine Unsicherheit mehrfachen Schwankun­gen unterworfen. Im Vormittagsverkehr herrschte ein durchaus zuversichtlicher Grundton, da die fort­schreitende politische Beruhigung, sowie die feste Veranlagung der gestrigen Neuyorker Börse, insbe­sondere die Steigerung der deutschen Werte, etwas ermutigten. Vorbörslich erörterte man das demnächst zu erwartende Wirtschaftsprogramm und die Arbeitsbeschaffungspläne der Reichs­regierung, wobei die Möglichkeiten der Auflegung einer Prämien- bzw. Zwangsanleihe be-

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Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 22. Juli. Freitag abend 7.40 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 0.20. Wochen- gottesdienst: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.

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