Ausgabe 
21.10.1932 Frühausgabe
 
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Hauptversammlung des Kreisrinderzuchtvereins Friedberg.

* Butzbach, 17. Okt. Am Sonntag fand hier im Deutschen Haus" die diesjährige Hauptver­sammlung des Kreisrinderzuchtver­eins Friedberg statt. Neben einer stattlichen Zahl von Mitgliedern konnte der Vorsitzende, Land- mirtschaftsrat Dr. D i e n st, eine Reihe von Gästen begrüßen, u. a. auch den Vertreter des Kreisamt Friedberg. Vor der Erstattung des Geschäftsberichts gedachte der Vorsitzende mit ehrenden Worten des verstorbenen Mitglieds Fauerbach von Okarben, dessen große Verdienste um die Förderung der hes­sischen Fleckviehzucht unvergessen bleiben mürben.

Aus dem Geschäftsbericht sei folgendes hervorgehoben

Das Geschäftsjahr war aus verschiedenen Gründen für die Weiterentwicklung der Vieh­zucht denkbar ungünstig.

Neben der allgemeinen, auch in den bäuerlichen Betrieben infolge der katastrophalen Preise für landwirtschaftliche Produkte stark fühlbaren mirt- schaiftlichen Depression brachte das Auftreten dcrMaul - und Klauenseuche manche direk- tcn und indirekten Schäden. Eine weitere Folge der Seuche war das Ausfallen des traditionellen Butz­bacher Faselmarktes, das den Fleckviehzüchtern die leider einzige Möglichkeit nahm, ihre Tiere im Wett­bewerb zu zeigen und eine wenn auch geringe, so doch heute doppelt willkommene Belohnung für züchterische Mühe und Arbeit cntgegenzunehmen. Trotz alledem ist

der gegenwärtige Stand der Fleckviehzucht bemerkenswert gut

und stellt den Züchtern das beste Zeugnis aus. Das bei verschiedenen Gelegenheiten, wie überraschenden Kontrollen, Körungen ujw., gezeigte Bullenmate­rial, sowie der Zustand der Faselhattungen war teilweise sehr gut, was für weitere züchterische Erfolge notwendige Voraussetzung ist. Eine Reihe von Aaselwärtern konnte wieder mit Prä- m i e n bedacht werden, die jedoch erst nach Ent­richtung der Beiträge seitens der Gemeinden zur Auszahlung kommen. Auch bei d<n Körungen wurde, besonders in Trais-Münzenberg und in Reichelsheim, sehr gutes Zuchtmaterial vor­geführt. Daselbe gilt für N ! e d e r w e i s c l, das jedoch durch die zweimalige Maul- und Klauen­seuche gelitten hat. Zufriedenstellend nach Zahl und

Qualität waren auch die Körungen in Gambach und Münzenberg, während Griedel und Q st h e i m wenige, aber gute Tiere vorführten. In weiteren Gemeinden wurden nur vereinzelt Tiere gekört.

Interessant waren auch die Ergebnisse der Milchleistungskontrvlle. Der Seuche we­gen konnten leider nur 48 Tiere, also .zirka die Hälfte der sonst unter Kontrolle stehenden erfaßt werden.

Hie Jahresdurchschnittsleistung betrug in Milch 3522 kg und in Jett 137,6 kg bei dem guten Gehalt von 3L v. h. Jett.

Die Verteilung n.uf die einzelnen Leistungsgruppen ergibt, daß 71 v. H. der Tiere die geforderte Min­destleistung von 3000 kg Milch erfüllt haben. Leider kommt die große Masse der in bäuerlichen Ställen stehenden Milchtiere nicht entfernt an diese Leistung heran. Der größte Prozentsatz der Äontrolltiere mit 46 v. H. gab zwischen 3000 und 4000 kg Milch, während 16 v. H. bis zu 5000 und 8 v. H. sogar die erstaunlich hohe Leistung über 5000 kg (2 davon über 6000) Milch auswiesen. Neben aus­gezeichneten Einzeltieren verschiedener Züchter wurde der Stall von Hch. Bopp- Griedel hervorgehoben, der es wieder auf den hohen Stalldurchschnitt von 5456 kg Milch, 206 kg Fett und 3,8 v. H. Fett brachte.

Nach der Rechnungsablage und Besprechung des Voranschlags hielt Oberveterinärrat Dr. Stein- Friedberg einen Vortrag über

Die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche".

2tuf Grund seiner reichen praktischen Erfahrungen schälte er die seitherigen, nicht immer befriedigenden Ergebnisse der Bekämpfung heraus und stellte fest, daß der Erfolg der ganzen Bekämpfung mit der ver­ständnisvollen Mithilfe der Landwirte ftefoe und falle. Leider sei vielfach Unkenntnis der zum Schutze der Landwirtschaft erlassenen Bestimmungen an der durchaus falscben Einstellung vieler Landwirte schuld. Durch Hinweise auf den derzeitigen Stand der Seuchenforschung und auf das Verhalten beim Ausbruch der Seuche, sowie die Möglichkeiten der Verschleppung wurden seine Ausführungen wirksam ergänzt. Interessant waren auch die Zahlen über die direkten und indirekten Schäden der Seuche im Kreise Friedberg.

Wirtschaft.

Oie Kreditsicherheit.

Die Zahl der Insolvenzen ist gegenwärtig wieder annähernd so gering wie im Jahre 1928, dem letzten Jahre der Hochkonjunktur. Das In­stitut für Konjunkturforschung macht in seinem neuesten Wochenbericht im Anschluß an diese Feststellung Ausführungen über die 'Besse­rung der Kreditsicherheit:

Die akute Krise mit ihrem scharfen Ligui- dicrungszwang scheint allmählich überwunden zu sein. Tic Wirtschaft tritt nunmehr in ein Sta­dium ein, in dem sich allmählich Genesungs- kräste für einen künftigen Auf« sch wung bilden. Zweifellos sind in den letzten zwölf Monaten viele Unternehmungen vor der Zahlungseinstellung bewahrt geblieben, die ohne Interventionen zusammengrbrocheu wären. Hier werden noch Verbindlichkeiten mitgeschlevpk, die die endgültige Genesung der Wirtschaft hemmen. Anderseits ist durch die Unterstützung schwach ge­wordener Unternehmungen der Liquida- tionsdruet beträchtlich gemildert wor­den. Cs wäre aber verfehlt, den ganzen Rückgang der Zahlungseinstellungen auf die künstlichen Ein- griffe zurückzu'ühren. Seit einigen Monaten schei­nen auch echte Gencsungszeichen vorzuliegen. Vor allem ist es die Preisbewegung, die nun­mehr beginnt, der Bilanzzerrüttung entgegenzu- wirien. Damit hat sich zwar die Zahlungsfähig­keit der Unternehmungen noch nicht erhöht, die Liquidität hat sich aber wenigstens nicht weiter verschlechtert. Ob und in welchem Umfange die Zahlungie.nste'Iungen im kommenden Winter stei­gen werden, läßt sich nicht Voraussagen. Je ge­ringer freilich die Zunahme sein wird, um so ein­deutiger wird man aus eine Zunahme der Kredit­sicherheit schließen dürfen.

Das Institut für Konjunkturforschung kommt zu dem Schluß, daß im ganzen betrachtet sich die Kreditsicherheit etwas weniger stark gebessert haben dürfte, als ans dem Absturz der Kurven aus Konkursen und Vergleichsverfahren seit dem Spätherbst 1931 herausgelesen werden könnte.

Oie kommunalen Schahanweisungen.

Der Deutsche Städtelag teilt mit: lieber die Regelung der tommenden städtischen Schahanwei­sungsfälligkeiten haben Verhandlungen bei dem Deutschen Städtetag mit Vertretern der haupt­sächlich beteiligten Städte Frankfurt a. M., Köln, Berlin, Breslau, Dresden und Heidelberg statt- gefunden. Cs ist begrüßt worden, daß die Schuldnörstädte, deren Schatzanweisungen zunächst fällig werden, den durch die Rotverordnung vom 24. September 1932 geschaffenen Weg. um zu einer Verständigung mit den Gläubigern zu gelangen, beschritten und eine Gläubigerversammlung zu dem frühest möglichen Termin einberufen haben. Völlige Uebereinstimmung besteht unter den Städten darüber, daß von ihnen alle Anstren­gungen gemacht werden müssen, um eine alle Teile besr edigcnde Lösung der Schatzanweisungs­frage herbeizuführen.

Oie SchuhgebietSanleihe vor dem Kammergericht.

Vor dem Kammergericht fand gestern Termin in der Anfechtungsklage eines Besitzers der Schuh­gebietsanleihe gegen das Deutsche Reich statt. Das Reichsgericht hat festgestellt, daß bei der Schuhgebietsanleihe zwischen A l t- und Reube > ih kein Unterschied bestehe, und daß es auf die Vermögenslage der einzelnen Gläubiger bei der Frage der Aufwertung nicht ankomme. Cs hat weiter ausgesprochen, daß der Höch st sah der Aufwertung 25 Pro­zent beträgt. Das Kammergericht hat nunmehr nur zu prüfen, welchen Aufwerlungssah das Reich dem Schutzgebietsanleihegläubiger zu gewähren hat. Der Verkündungstermin vor dem Cinzelrichter findet in 14 Tagen statt.

* Anziehen der Preise auf dem M ö b c l m a r f t. Wie der deutsche Möbelfach- verband, Berlin, mitteilt, macht sich auf dem Schnittholzmarkt eine Knappheit in gutem Tisch­

lermaterial und dementsprechend ein Anziehen der Preise bemerkbar. Die von der Reichsrcgie- rung beschlossene Kontingentierung der Cinfuhr für ausländisches Radelschnittholz und Zoll­erhöhung für ausländisches Radelrundholz wird diese steigende Tendenz noch verstärken. Auch die Preise für Glas, Jute, Schellack und andere von der Möbelindustrie benötigte Materialien sind erheblich gestiegen. Cs mehren sich die Zeichen dafür, daß das Tief der Preise überschritten ist. Mit einem weiteren Anziehen der Mobelpreise mutz daher bestimmt gerechnet werden. Die Käuserschichten standen bisher bei den sinkenden Preisen, die seit langem für Hersteller uni> Händ­ler verlustbringend waren, den Angeboten ab­wartend gegenüber. Das Preisniveau war zum Teil weit unter Selbstkosten gedrückt. Bei der steigenden Tendenz aus dem Möbelmarkt ent­schließt sich jedoch das kaufende Publikum mehr und mehr zu Abschlüssen, zumal der Bedarf nach wie vor groß ist.

* D i e Devisenhoch st betrüge für den Monat November. Der Reichswirtschafts- Minister hat angeorbnet, daß die Importeure für den Monat November den Höchstbetrag ihrer all- gemeinen Genehmigung ebenso wie bereits für die Monate ab Mai nur bis zur Höhe von 50 v. H. in Anspruch nehmen dürfen.

* Staffelweise Auflösung der Gc- treide-Lombardbe stände angestrebt. In Anbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse am Getreidemarkt werden, wie WTB.-Handelsdienst erfährt gewisse Möglichkeiten erwogen, die Ge- treide-Lombardbestände stafselweise aufzulösen, um zu verhindern, daß bei Ablauf der Einlagerungs­fristen die zurückgestellten Mengen den Markt plötzlich überfluten. Die Bestrebungen gehen dahin, die Lombardkontrakte jeweils nur für einen Teil der Lagermengen ablaufen zu lassen und für den Rest weitere Reichszuschüsse zur Zins- und Lager- geldverbilligung bereitzustellen.

* Weitere Mehlpreisermäßigung der süddeutschen G r o ß m ü h 1 e n. Die süddeutschen Großmühlen haben gestern die Mehl­preise wieder um 0,15 RM. pro Sack ermäßigt. Die Preise stellen sich hiernach für 100 kg süd­deutsches Weizenmehl (Spezial 0) auf 30,70 RM. und für Sondermahlung auf 31,70 RM. ab Müh- lenftation.

* Ekektrizitäts-AG. vorm. W. Lah- meyer & C o., Frankfurt a. M. In der gest­rigen Generalversammlung der Elektrizitäts-AG. norm. W. Lahmeyer & Co., Frankfurt a. M., wur­den der Geschäftsbericht für das Jahr 1931/32, so­wie die Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung einstimmig genehmigt. Danach werden auf das 22 Millionen Reichsmark betragende Aktienkapital wiederum 10 v. H. Dividende verteilt und 133 374 Reichsmark auf neue Rechnung oorgetragen. Be­züglich der Aussichten für das laufende Geschäfts­jahr, von dem bereits drei Monate verstrichen sind, erklärte der Vorstand, daß anscheinend eine leichte Besserung eingetreten ist. Im September war die Stromabgabe etwas höher als im gleichen Monat des Vorjahres, was hauptsächlich auf die stärkere Beschäftigung der Industrie zurückzuführen ist. Eine Besserung der Stromabnahme durch die Derkehrs- inftitute ist bisher noch nicht eingetreten.

* Vereinigte Westdeutsche Waggon­fabriken AG., Köln. Wie WTB.-Handels- dienst erfährt, gehen in dieser Woche bei der Firma Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG., Köln, die bisher in Arbeit gewesenen Auf­träge zu Ende. Der weitere Auftragsbestand sei noch nicht so arbeitsreif, daß er in den Werkstätten schon in Angriff genommen werden konnte. Es sei daher mit einer starken Drosselung der Beschäfti­gung in den nächsten Monaten zu rechnen. Eine Stillegung kommt jedoch nicht in Frage.

* Die Lebensversicherungsanstalten im September. Im September wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstal- ten in Deutschland zusammengeschlossenen öffent­lichen Lebensversicherungsanstalten 9958 neue Ver­sicherungen mit 15,34 Millionen Mark Versiche­rungssumme beantragt. Die durchschnittliche Ver­sicherungssumme betrug in der Großlebensversiche- rung 3891 Mark, gegenüber 3939 im September 1931, in der Sterbegeldversicherung 474 Mark, gegenüber 498 Mark im gleichen Monat des Vor­jahres.

Frankfurter Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 20. Okt. Trotz wieder feste­rer Eröffnungskurse in Neuyork nahm die Abend­börse einen außerordentlich Rillen '-Ber­ta u f. Die Spekulation oe-hielt sich weiterhin ab­wartend, doch nannte man gegen den Berliner Schluß etwas höhere Kurse. Im Verlauf der ersten halben Stunde fanden jedoch 'Abschlüsse kaum statt. IG.-Farben kamen schließlich 0,25 v. H. höher zur Notiz, brodelten aber infolge der Geschäftsstille später wieder etwas ab.

Am Rentenmarkt blieben ^chuldbuchforde- rungen nicht voll behauptet, deutsche Anleihen lagen unverändert. Don fremden Werten zogen Oester» reichische Gvldrente 0,75 v. H. an. Altbesitz 47,50, Neubesitz 6,45, Schutzgebiete 5,40, 4-v. H.-Oester- reichische Goldrente 11,50, Reichsbank 125, Gelsen­kirchen 39, Mannesmann 50,75, Stahlverein 22,50, Bekula 113,50, IG.-Farben 94,40, Gesfürel 69,75, Siemens 116, Reichsbahnvorzugsaktien 87, Nord­deutscher Lloyd 17.

&. A.-Gport.

Was machen die Siegener Sportfreunde?

Uebertritf DI. ober verbleib im ID SD.?

Die Handball-Abteilung der Siegener Sport­freunde, die sich durch den Westdeutschen Spiel­verband benachteiligt fühlte, hatte den Entschluß gefaßt, zur Deutschen Turnerschaft überzutreten. Die Verhandlungen verliefen auch sehr günstig zwischen den beiden Partnern und man glaubte schon vor dem Uebertritt der Siegener Hand­baller ins Turnerlager zu stehen. Jetzt hat sich aber der WSV. selbst an Siegen gewandt, so daß die Abkehr der Sportfreunde von den Sportlern nunmehr stark in Frage gestellt ist.

78. Konferenz der hessischen Bergwerksbetriebsleiter.

Rach zweijähriger Pause fanden sich die Be­triebsleiter der hessischen Berg­werke am Dienstag in Hirzenhain (Ober­hessen) zu einer Konferenz zusammen.

Dergrat Hundt berichtete zunächst über den Stand des Detriebsleiterfonds, aus dessen Mitteln ohne Inanspruchnahme staatlicher Gelder jetzt schon im I.Jahrgang das Rachrichten­blattSie Fundgrube" nebst einer ganzen Reihe von Beilagen herausgegeben wird. Sodann gab Lehrer Sauer (Ober-Lais) aus dem reichen Schah seiner archivalischen Forschungen einen lieberblick über die Entwickelung der Ei­senindustrie von Hirzenhain seit ihren ersten Anfängen! die beurkundete Geschichte geht hier mindestens 550 Jahre zurück. Der Vortrag fand lebhaften Beifall und Dank und zog eine längere Aussprache nach sich. Hierauf berichtete Oberbergrat Dr. K ö b r i ch über den gegenwär­tigen Stand der steuerlichen Einheits­bewertung der nicht erschlossenen BergwerLs- selder, die in den letzten Monaten vielfach erörtert wurde. Es ergab sich, daß die für Hessen getrof­fene Regelung den unverkennbaren Vorzug der Einfachheit besitzt, während vergleichsweise in anderen deutschen Ländern diese Frage entweder bisher noch ungeklärt, oder nicht einheitlich ge­regelt ist. Zum Schluß gab Syndikus Henrich (Wetzlar) ein inhaltreiches Referat über die Aus­wirkungsmöglichkeiten der letzten Rotverord- nungen auf den Bergbau an Hand von Zahlen beispielen, die den Verhältnissen Hessens angepaßt und entnommen waren.

Der Konferenz ging eine Besichtigung der um­fangreichen Werksanlagen der Eisenwerke Hirzen­hain Hugo Buderus G. m. b.H. voraus, wozu deren Leiter, Direktor M o r h e n n , eingeladen hatte.

Die für den folgenden Morgen vorgesehene geo­logische Besichtigung bei Bermuthshain und Sichen­hausen mußte wegen Verkehrsjchwierigkeiten unter­bleiben. Stattdessen wurde der geologisch wichtige Basalttuff von Michelnau besichtigt, den die Hessische Steinbrüche G. m. b. H. in einem prächtigen Bruche erschlossen hat.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

2H. Sch. 1. Die Feuerbestattung muß von dem Ver­storbenen angeordnet worden sein, entweder durch eine Verfügung von Todes wegen (Testament), oder durch eine öffentlich beglaubigte Erklärung, ober durch das von einer öffentlichen Behörde beurkun­dete Zeugnis zweier glaubwürdiger Personen, die dem Verstorbenen trn Leben nahe gestanden haben. Es empfiehlt sich, seine Feuerbestattung bei Leb­zeiten anzuordnen, schriftlich niedc.rzulegen, diese Erklärung öffentlich beglaubigen zu lassen (Amts­gericht) und sie so sorgfältig auszuheben, daß die Angehörigen nach dem Todesfall sofort von ihr Gebrauch machen können. 2. Die Anmeldung der Feuerbestattung erfolgt auf dem Begräbnisamt. Die Feuerbestattung der Leiche eines Erwachsenen kostet im Krematorium in Gießen 50 Mark (die eines Kindes unter 12 Jahren 40 Mark). 3. Wegen Ihrer weiteren Frage ist die Friedhofsordnung der Ge­meinde maßgebend, auf deren Friedhof die Aschen- urnc beigesetzt werden soll. Wenden Sie sich unter Schilderung der Sachlage und unter Nachweis Ihres Miteigentumsrechtes an dem betr. Grabe an die Bürgermeisterei Kl.-L., oder stellen Sie als* bald dort persönlich die Sachlage War.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H

Franksuri a. 2)1

Berlin

Schluß»!

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19.10. ;

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VluSloi.-iHcdilvn . .

47

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47,5

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6.5

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63.5

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-

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45

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3.25

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3.35

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3,2

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3,3

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4,75

4yi%atnmän.6erdnb.tRentcö.l913

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7.75

8,05

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4.275

4.13

4.15

4.15

Anatolier

19

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19.7

Sranffurt a. 2)1.

Berlin

Gchluß» kurS

(Schlugt Abend« bSrse

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Datum

19.10.

20.10.

19-10.

20-10.

yambuiQ-älmerita Paic. .

L

16,65

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16,65

Hamburg- Sudan,. Dampsschiss

0

-

29,75

29,75

Hansa Tainvftchill .

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1

28,25

(

17.13

17

17

16.9

A.G. für Verkehrswesen Alt.

0

40

40

40

39,75

Berliner Handelsgesellschaft .

4

90.5

90.5

90,5

90.5

(üjmmcrv und Privat-Bank . Darmstädter und Nationalbant

(1

53.5

53,5

53,5

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0

-

Deutsche Bank und Disconto-Gesellschajl .

0

75

75

75

75

Dresdner Banl......

0

61,75

61.75

61,75

61.75

ReichSbanl........

1

125,25

125

125,25

125,25

Ä.S.»...........

0

32

32.4

31.5

32

Bergmann........

0

20,75

Gleltr. Lieserungdgesellschaft.

5

67

67.25

65. 75

Licht und Strait......

K

86,5

86,75

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86

fielten & Guilleaume ....

0

54,5

54

54,75

54,25

Gesellschaft für Oettriidje

Unternehmungen ....

4

70

69,75

69.5

69.75

Rheinische (Ucttryität . .

5B

71.5

71,25

71,5

72

Schultert & täu.......

(

70.75

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70

Siemens & Halste.....

q

116,65

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116

Lahmeyer & Co.......

10

115,5

117

115.5

117

Subctiu.........

4

39

38

38,75

38.65

Tculjdw ürbi'l.......

5

72

71.5

71,13

71.4

Gellentirchener.......

8

38,75

39

38

38,5

Harpener..........

0

71

71

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72,5

Harsch Visen.........

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36.13

36

.Ilie Bergbau.......

10

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12 .25

Ilse Bergbau Genüsse . . . .

95.75

96

95.5

95,13

Mlodncnvcrle........

6

34

33

33.75

32

Manne» mann Röhren . . . .

6

50,25

50,75

50

50,5

Mansselder Bergbau.....

0

20.5

20

20

20

Oberjchlel. Lolowerte . . . .

8

39,5

39.9

Phönix Bergbau......

.-i

26,13

26

26

26

Rheinische Braunkohlen. . .

10

162

161,5

160

160.5

Rbeinstabl.........

6

64.5

64.4

63.5

64

Jrantsurt a. 3J1.

Berlin

(Schluß» fur<

(Schloßt Abend» börsr

(Schluß» kurö

Schloßt Dlittag» Wrfe

Datum

19.10.

20-10-

19-10.

20.10.

«iebeck Montan......

7,1

Bereinigte Stahlwerke . .

. 0

22,25

22.5

22,13

22.5

Olavi Dtinen.......

0

16,25

16,25

16

16

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

99

98

99

98,5

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

105

103

105

102,5

Kaliwerke Sahbctfurti) . . .

9

162

163

162

I. G. fiarben-Industrie . . .

7

94

94,4

93,65

94,13

Scheideanstalt.......

10

139

139,5

Goldschmidt........

. 0

26,5

26,13

26,9

26,13

RütgerSwerte.......

. 0

38,75

39

38,5

39

Metallgeiellichast......

q

34,5

34,25

34,5

34,65

Phütpp Hohmann.....

. Vs

55,5

54.65

55,75

54,5

Zementwerk Heidelberg. . .

. 4

49,5

49.5

Cementwerk Karlstadt. . . .

. 0

50,5

50.9

Wahß & Freytag ....

. 0

5

4,75

Schultheis Patzenhofer . . .

0

57

58

iThi (Allgemeine Kunstseide»

0

55,5

55

55,25

54,5

Bemberg.........

0

54,5

55

54,75

54,5

Zellstoss Waldhof.....

0

43

43.5

42.25

42,75

Zellstoss Aschaffenburg . . .

0

28,5

28,5

Dessauer Gas.......

»7

89

88,25

Daimler Motoren.....

. CK

19.75

19,5

20

19,75

Deutsche Linoleum ....

. 0

45

44.5

44,65

44,13

Lrenslein & Koppel ....

. 0

33,13

33

Leonhard Tietz......

. 6

45

45

45,13

45

Sveneka.........

. 0

dhabe..........

12

166

166,5

166

166,75

firantfurler Maschinen . . .

_

Srigner .........

. c

25.25

26

26,13

26

Mainkraftwerke Höchst a. M..

. 4

52.25

52

Süddeutscher Zucker .

. 8

130.25

130.75

129.25

130.5

Banknoten.

Devi enmarft Berlin Jranffurl a. M

19-Oktober

20.Oktober

Amtliche Rotterung

»mtlld>t Jloflenma

»elb

Eriel

Selb

Sriet

Heisingsor» .

6,144

6,156

6,164

6.176

Wien. . . .

51.95

52.05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

*

Sofia . . .

3,057

3,063

3.057

3.063

Holland -

169,38

169,72

169.53

169,87

C4lo ....

71,53

71,67

71,93

72,07

Kopenhagen.

73,83

73,97

73.98

74,12

Stockholm .

73,33

73,47

73,48

73,62

London. . .

14,23

14,27

14,24

14,28

Buenos äiie»

0,898

0.902

0,908

0,912

Neuoort . .

4,209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. . .

58.49

58,61

58,49

58,61

Italien. . .

21,555

21,595

21.55

21,59

PariZ . . .

16,51

16,55

16.53

16,57

Schwei, . .

81,22

81,38

81,27

81,43

Spanien . .

34,47

34,53

34,47

34.53

Dan?.ig. . .

81.97

82,13

81,94

82,10

Japan . . .

0,979

0,981

0.979

0.981

Rio t>e 3an..

0,294

0,296

0.294

0,296

Jugoslawien.

5.594

5,606

5,594

3,606

Lissabon . .

12,97

12,99

12.98

13,00

Berlin, 20-Oktober

«eld

SHel

Amerikanische Roten.......

4.20

4,22

Belgische Roten.........

58,33

58,57

Dänische Roten.........

73,75

74,05

ibnglijche Roten.........

14,20

14,26

firan-vsische Roten........

16,49

16,55

Holländische Roten........

169,16

169,84

Italienische Roten.......

21,50

21.58

Rorwegische Roten........

Deutsch.cestorreich, * 1OO Schilling

Rumänische Roten........

2,44

?.*

Schwedische Roten ......

73,30

73.60

Schwei,cr Rote».........

81.09

81,41

Spanische Roten.........

34.33

31.47

Unflart dx Roten........