SJL-tfpoti
Tennis-Weltmeisterschasten der Berufsspieler.
In Berlin begannen am Dienstag vor 3000 Zuschauern auf den Rotweih-Plähen die offiziellen Weltmeisterschaften der Berufsspieler. Olm meisten interessierte natürlich das Auftreten von „Big Dill" Tilden. Er hatte mit dem Tschechen Scholz wenig Mühe und gewann sicher 6:0, 6:1, 6:2, er schaltete auch den Berliner Laube mit 6: 0, 6:0, 6:0 aus. Ter deutsche Meister Büß le in schlug Kopischke 6:1, 6:2, 6:2 und den Ungarn Otto Schmidt im besten Spiel des Tages 6:1, 6:2, 6:3. Roman Rajuch war über Fabra- Tschechoslowakei 6:1, 6:0, 6:0 und über Gustav Richter 6:0, 6:2, 6:2 erfolgreich. Messer- schmidt -- Frankfurt lieh Erber 6:2, 6:0, 6:3 hinter sich.
„144Minuten"imBerlmerSportpalast
Der zweite Renntag im Berliner Sportpalast am kommenden Sonntag bringt als Haupt- nunvner ein 144-Minu en-Mann'cha t-rennen, das 11 Paare bestreiten werden. Fünf Ausländer treten gegen 17 Deutsche in den Wettbewerb. Belgien vertreten Depauw-van Revele, Dänemark schickt seinen besten Mannschaftsfahrer R. Knudsen, während mit dem Schweizer Richli und dem erstklassigen Franzosen Guimbretiere noch Derhandlungen schweben. Bon deutschen Fahrern sind bisher Tietz-Kroll. Funda-Maidorn, Wissel- Manthey, Zims-Perelaer, Dopel-Korsmeier, Kilian-Göbel und Ehmer-Resiger verpflichtet worden. Glänzender Speerwurf in Helsingfors.
3m Rahmen eines zweitägigen internationalen Sportfestes in Helsingfors wartete der Estländer ©ule mit dem großartigen Wurfe von 68,85 Meter auf. Finnlands Leichtathleten zeigten eine wesentliche Berbesserung in den technischen Uebungen, die bisher immer ihre schwache Seite waren, mit Ausnahme des Speerwerfens. Die wichtigsten Ergebnisse waren: 200 Meter: Strandvall-Finnland 22,6; 400 Meter: Strandvall 49,5; 800 Meter: Mickelsson (F.) 1:57; 100 Meter: Strandvall 10,8; 5000 Meter: Loukola (F.) 15:02,8; 10 000 Meter Torikka (F.) 31:37,3; 110 Meter Hürden: Sjöstedt (F.) 15,3; Hammerwerfen: Koutanen (F.) 51,36 Meter; Speerwerfen: Sule (Estland) 68,85 Meter; 2. Liettu (F.) 63,14 Meter; Diskuswerfen: Waalane (F.) 46,63 Meter; Kugelstoßen: Wiidig (Estland) 15,04 Meter; Stabhoch: Grönholm (F.) 4,04 Met.
VfB. Gießen.
VfL. Ligareserve — Leihgestern I 2:4 (1:0).
Auch der vergangene Sonntag brachte den unteren Mannschaften des BfD. keine Lorbeeren. 3n einem schnell und wuchtig durchgeführten Spiel auf dem Waldspvrtplatz konnten die taktisch und technisch besseren Gäste einen klaren Sieg und die Punkte landen. — BfD. spielte reichlich zerfahren. Die Leistungen des BfD.-Sturmes waren schwach. Die Gäste gewannen verdient.
BfB.IH — Riederweisel I 3:3 (2:0).
Die DfDer hatten große Mühe, sich gegenüber den weitaus kräftigeren und schnelleren Gästen zu behaupten. Trotzdem konnten sie drei Tore vorlegerc, die jedoch gegen Ende der Spielzeit vom eifrigen Gegner bis zur Gleiche aufgeholt wurden.
Die 1. Jugend war spielfrei. Die 1. Schüler konnten ihre Siegesserie fortsetzen. Sie schlugen die 1. Schüler von Leihgestern nach schönem Spiel 1:0.
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
AL. Großen-Buseck I — Tv. wieseck 1 8:1 (2:1).
Am Sonntag stand die erste Elf der Fußballabteilung des To. Wieseck in Großen-Buseck der ersten des FC. 1926 im Derbandsspiel gegenüber. Großen- Buseck konnte auch diesmal Sieger bleiben, allerdings kam die große Tordifferenz etwas überraschend. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften einen hartnäckigen Kampf. Großen- Buseck konnte zuerst durch zwei Prachtschüsse seiner Flügelstürmer mit 2:0 in Führung gehen, Wieseck erzielte bis zur Halbzeit ein Tor. Nach der Pause erwartete man allgemein einen hartnäckigen Kampf um den Sieg. Wieseck hatte sich jedoch in der ersten Halbzeit zuviel verausgabt, so daß Großen-Buseck, obwohl die Spieler nicht die sonstige Form zeigten, leicht noch weitere sechs Tore vorlegen konnte. Schiedsrichter M e n g e l-Gießen leitete sehr korrekt.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
2Nko. Gießen II — Tv. Lich I 2:4 (2:3).
Am Sonntag trug die 2. Mannschaft des Mtv. ihr zweites Verbandsspiel der ^-Klasse gegen die 1. des
Tv. Lich in Lich aus. Wie vorausgesehen, konnten sich die in schwacher Aufstellung spielenden Gießener gegen die Licher nicht behaupten. Den Mtvern fehlte es an Zusammenarbeit und Spielerfahrung. Die Licher zeigten ein taktisch besseres Spiel. Besonders flink war die Hintermannschaft, der der Gießener Sturm nicht die nötige Durchschlagskraft entgegensetzen konnte. Mit dem Resultat von 4:2 wurde der To. Lich verdienter Sieger.
Mw. Gießen 1. Jugend — Tv. Wehlar 1. Jugend 4:3 (3:2).
Ebenfalls am Sonntag trat die 1. Jugend des Männerturnvereins gegen die 1. Jugend des Tv. Wetzlar in Wetzlar auf der Spilburg zu ihrem fälligen Verbandsspiel an. Wetzlar ist in dieser Runde wohl der schwerste, dazu körperlich überlegene Gegner. Die Gießener Jugend ist technisch besser. Glem) nach Beginn konnten die Gießener das erste Tor werfen, dem in den nächsten zehn Minuten noch zwei weitere folgten. Erst später fanden sich «die Wetzlarer zusammen. Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit konnten erst die Wetzlarer zwei Tore für sich buchen. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel etwas ausgeglichener, die Mtoer zeigten aber immer das bessere Feldspiel. Jede der beiden Mannschaften konnte sich noch einen Erfolg sicher stellen.
Bereinsmeisterschasten
des Gießener^adfahrer-Bereins 1885
Der Gießener Radfahrer-Verein von 1885 trug am Sonntag seine Dereinsrneisterschaf- t e n im Straßenfahren auf der Karlsruhe aus. Durch Verhinderung von zwei Fahrern waren nur vier am Start. — Die Dereinsrneisterschaft über die kurze Strecke (2 Kilometer) errang August Deibel und siegte in prächtigem Endspurt vor Emil Muhl, Rich. W i t t m a n n und Karl Muhl.
Rach kurzer Pause stieg die Meisterschaft über die lange Strecke. Dieselbe wurde ini drei Läufen, und zwar 75 Kilometer, 50 Kilometer und 20 Kilometer ausgefahren, so daß am Sonntag noch das 20-Kilometer-Rennen gefahren werden mußte. Die Strecke führte über Lollar, Dau- bringen, Alten-Buseck, Wieseck zum Ziel Karlsruhe. Bis zum „Daubringer Pah", der größten Steigung des Rennens, blieb das Feld zusammen, doch hier zog es sich auseinander. 3m Endspurt siegte Karl Muhl in der Zeit von 35:45 Minuten vor Aug. Deibel (35:47 Minuten). Ungefähr 2 Minuten später liefen dann Richard W i 11 m a n n und Emil Muhl ein, die sich ebenfalls einen schönen Endkampf lieferten. Rach der Punktwertung der drei Läufe wurde diesjähriger Vereinsmeister über die lange Strecke Richard Wittmann mit 10 Punkten. Zweiter August Seibel (9 P.), Dritter Gg. Spatz (8 P.), Vierter Karl Muhl (7 P.), Fünfter Emil Muhl (5 P.), Sechster Hans Reuer (4 P.).
Arbeiter-Turn- und Gporibund.
Rieder.Wöllstadt I — Gießen I 5:1.
Gießens erste Elf war mit viel Ersah am Sonntag in Rieder-Wöllstadt zu Gast. Rieder-Wöllstadt hat sich mit Ober-Wöllstadt vereinigt. Diese neue Vereinigung stellte sich nun am Sonntag zum erstenmale gegen Gießen vor. Bei verteiltem Feldspiel tarnen die Gäste bald zum Führungstor. Dann kamen die Platzbesitzer mehr in Fahrt und stellten bald den Ausgleich her. 3m weiteren Verlauf gelang es ihnen dann noch, vier weitere Tore zu erzielen, während Gießen zwei Elfmeter nicht verwandeln konnte.
wieseck I — Erbsiadt-Kaichen I 6:0.
In Wieseck standen sich diese Mannschaften gegenüber. Die Gäste stellten eine flinke Mannschaft ins Feld. Erst allmählich kam Wieseck mehr zur Geltung und ging durch eine Ecke in Führung. Das Halbzeitergebnis lautete bereits 4:0. Rach dem Seitenwechsel lieh sich Wieseck wieder das hohe Spiel der Gäste aufzwingen und Crb- stadt war vorerst merklich im Vorteil. Erfolge blieben aber aus. Dann machte sich Wieseck wieder frei und kam za zwei weiteren Toren. Erb- stadt blieb das Ehrentor versagt.
Altenstadt I — Raunheim I 0:3.
Raunheim war in Altenstadt zu Gast und muhte erfahren, daß der Reuling auf eigenem Platze schwer zu schlagen ist. Bei überaus schlechten Platz- und Wetterverhältnissen sah man verteiltes Spiel. Alle Angriffe der Gäste wurden von der guten Verteidigung der Platzbesiher unterbunden. Erst in den letzten Minuten fielen die drei Tore für Raunheim.
Dorheim I — Heuchelheim I 1:1.
Heuchelheim war in Dorheim zu Gast. Bei überaus schlechten Platzverhältnisfen sah man ein ver
hältnismäßiges, flottes Spiel. Heuchelheim ging mit Spielbeginn mächtig aus sich heraus, fiel aber dann mehr und mehr ab. Dorheim führte zu Halbzeit mit 1:0. Rach dem Seitenwechsel kam dann Heuchelheim überraschend zum Ausgleich. 3n der Folge hielt Heuchelheim durch geschicktes Abseitsspiel das Unentschieden.
Kurze Sportnoüzen.
Franz Dübbers-Köln verteidigt im Berliner Spichernring seinen Leichtgewichtstitel gegen den Mühlhausener Heinisch. Die weiteren Paarungen des Abends sind: Sabottke gegen Ostermeister- Krefeld, Konrad Stein gegen Baier-Mühlhausen, Phil. Nefzger gegen Volkmar.
Olga Jordan-Nürnberg, die Europameisterin im Kunstspringen, hat sich mit dem Geschäftsführer des Deutschen Reichsausschusses, Dr. I e n t s ch - Berlin, verlobt.
Ltnzulängiiche Einzugsvergüiung für die Ersahkassen.
Von der Geschäftsstelle des Deutschnationalen H a n d l u n g s g e h i l f e n v e r b a n d e s in Gießen geht uns folgende Entschließung zu, die in der 21. Hauptversammlung des Verbandes kaufmännischer Berufskrankenkassen (Ersatzkassen) e. V. einstimmig gefaßt wurde. In dieser Entschließung heißt es:
„Die 21. Hauptversammlung des Verbandes kaufmännischer Berufskrankenkassen (Ersatzkassen) e. V. bedauert es lebhaft, daß den Krankenkassen die Erhebung der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe unter geringfügiger, völlig unzulänglicher Einzugsvergütung aufgetragen wurde. Dadurch und durch den ebenfalls den Krankenkassen obliegenden Einzug der Arbeitslosenversicherungsbeiträge ist den Ersatzkassen eine umfangreiche und in noch höherem Maße als den gesetzlichen Kassen kostspielige Verwaltungsarbeit auserlegt, die mit den Zwecken und Aufgaben der Krankenversicherung überhaupt nichts zu tun hat. Schon die Vergütung für den Einzug der Arbeitlosenversicherungsbeiträge entspricht in keiner Weise der Arbeitsbelastung, zumal ihre Festsetzung nicht die geringste Rücksicht aus besondere Verhältnisse bei Ersatzkassen nimmt, die bei gesetzlichen Kassen mit einer erhöhten Vergütung abgegolten werden. Die im Verband kaufmännischer Berufskrankenkassen zusammengeschlossenen Ersatzkassen haben im Jahre 1931 über 135 Millionen Reichsmark Beiträge zur Arbeitslosenversicherung eingezogen und an die Reichsanstalt abgeführt. Die geringe Unkostenvergütung der Reichsanstalt an die Ersatzkassen mit monatlich nur 4 Pfennigen pro Kopf der Kassenmitglieder — das sind nur 0,38
v. H. der eingezogenen Beiträge — steht nicht entfernt im Einklang mit den tatsächlichen Unkosten für die zu leistenden Arbeiten. Keine Ersatzkasse kann mit einer derartig niedrigen Vergütung den tatsächlichen Aufwand für den Einzug der Arbeits- losenoersicherungsbeiträge bestreiten. Die Auffassung des Reichsarbeitsministers, daß die Erhebung der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe eine einfache zusätzliche Maßnahme sei, die mit der Hälfte der seitherigen Einzugsvergütung hinreichend entschädigt würde, wird entschieden widersprochen. Schon die wegen des steuerlichen Charakters der Abgabe erforderlich gewesene Staffelung der Gehälter zwischen 300 und 700 Mark in 11 Abgabebeträge gegenüber einem einheitlichen Arbeitslosenversicherungsbeitrag für diese Gehaltsspanne widerlegt diese Auffassung. Von der 21. Hauptversammlung des V. k. B. wird deshalb dringend gefordert, die Einzugsoergütungen angemessen zu erhöhen, solange die Krankenkassen mit derartigen versicherungsfremden Aufgaben belastet werden."
Kirchenneubau in Naunheim.
WSR. Raunheim, 19. Sept. Am Sonntag fand hier der erste Spatenstich zu dem Dau einer neuen katholischen Kirche statt. Der Kirchenbau soll etappenweise ausgeführt werden. Die Kirche wird den Ramen „Hei- lig-Geist-Kirche" erhalten. Dem feierlichen ersten Spatenstich von Pfarrer Dargon, Haßloch, wohnten zahlreiche Gäste bei.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Bewahrt den Allen Ariedhof!
Seit vielen Jahren fern von der Heimat lebend, ging ich dieser Tage (in Gießen zu Besuch) auf den Alten Friedhof. Auf einem Teil, der vor rund 30 Jahren (als damals der Neue Friedhof im Entstehen war) wieder belegt wurde, bot sich mir ein Bild der Zerstörung. Auf meine Frage, was denn hier geschehe, wurde mir erklärt: Die Steine auf den Gräbern, die nicht mehr gepflegt werden, werden in den Erdboden versenkt und alles gleichgemacht. Muß das sein und warum? — Dann ging ich wie immer um die Friedhofskapelle herum. Dort find einige uralte Denkmäler zu finden. Aber auch diese scheinen dem Untergange geweiht zu sein. Ob dies vom künstlerischen Standpunkte aus gerechtfertigt ist, mögen die Berufenen entscheiden. Der Alte Friedhof sollte für den, der ein stilles Plätzchen liebt, möglichst erhalten bleiben. M. S.
Verantwortlich für Lokales, Provinz, Sport und Wirtschaft i. V.: H. L. Neuner.
Wirtschaft.
• Ermäßigung des Höchstzinssatzes für normale Spareinlagen? Mit dem heute zu erwartenden Diskontsenkungsbeschluß des Zentralausschusses der Reichsbank ist auch die Frage des Höchstzinssatzes für normale Spareinlagen wieder akut geworden. Wie WTD.- Handelsdienst dazu erfährt, neigt man in Spar- kassenkreisen der Auffassung zu, im Falle einer Diskontsenkung um 1 Prozent diesmal nicht unter allen Umständen an dem bisherigen Höchstzinssatz von 4 Prozent festzuhalten. Die Festsetzung des neuen Zinssatzes, zu dem normale Spareinlagen höchstens zu verzeichnen sind, wird nach erfolgter Diskontermäßigung durch den zentralen Kreditausschuß erfolgen. Seine Höhe steht natürlich noch nicht fest und ist noch Gegenstand von Deratungen, man nimmt aber an, daß er gegebenenfalls um 0,5 Prozent auf 3,5 Prozent ermäßigt werden wird.
* Strafbarer Güterfernverkehr. Unterbietungen des Reichskraftwagentarifs durch Unternehmer, die nicht einmal die nach der Notverordnung vom 6. Oktober 1931 erforderliche Genehmigung besitzen, sind in letzter Zeit mehrfach festgestellt worden. Der Betrieb von Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen ohne Genehmigung ist strafrechtlich zu verfolgen. Das Fahrzeug des Unternehmers kann eingezogen werden. Daneben unterliegt die Unterbietung des Reichskraftwagentarifs nach § 24 der Verordnung der Verhängung eines Strafgeldes durch die Verwaltungsbehörden.
** Hauptversammlung der Zucker- großhändler Deutschlands. Am 17. und 18. September fand in Dad Pyrmont die Hauptversammlung des Vereins Deutscher Zuckergroßhändler statt. Die Versammlung war aus allen Teilen Deutschlands gut besucht und nahm einen angeregten Verlauf. Die Einstellung zur allgemeinen Wirtschaftslage, insbesondere zu der von der Zuckerindustrie im Benehmen mit der Reichsregierung verfolgten Zuckerpolitik fand ihren Aus
druck in einer Kundgebung, die sofort der Reichsregierung, der Zuckerindustrie, den Spi^nverbän- den des Großhandels und sonstigen interessierten Verbänden zugestellt werden soll. Für die Abwicklung des geselligen Teils der Tagung hatte sich die Kurverwaltung Dad Pyrmont freundlicherweise eingesetzt.
$ranffurfer Abendbörse erholt.
Frankfurt a. M., 20. Sept. Die Abend- börfe lag bei Deginn auf der ermäßigten Berliner Schlußbasis behauptet, doch herrschte weiterhin nahezu Geschäftsstille, zumal die schwächere Haltung der kontinentalen Börsen und auch der stetige Beginn Wallstreets keine Anregung bieten konnten. Durch relativ schwache Haltung fielen Reichsbank auf, in denen eine Verkaufsor^e? Vorgelegen haben soll; der Anteil ging um etwa 1 Prozent zurück. 3m Verlaufe wurde die Haltung etwas freundlicher, und die Kurse zogen auf Rückdeckungen der Kulisse um Bruchteile eines Prozentes an. IG.-Farben stiegen auf 99.75 Prozent nach anfangs 99,1 Prozent. 3m späteren Verlauf erreichten 3G.-Farben wieder den Paristand, und auch Montanwerte, insbesondere Harpener und Rheinstahl mit je plus 1,25 Prozent, waren mehr gefragt. Die Umsätze blieben aber klein.
Der R e n t e n m a r k t lag vernachlässigt. Deutsche Anleihen, Reichsschuldbuchforderungen und die Schutzgebietsanleihe blieben behauptet, während in festverzinslichen Werten auf dem erhöhten Riveau eher Abgabeneigung bestand. Dekosama lagen dagegen 0,5 Prozent höher, von fremden Werten waren 4,5 Prozent, Goldrumänen wieder 0,4 Prozent fester. Reubesih 6,90, Altbesitz 55,50, Schutzgebietsanleihe 5, Dekosama 51,50, 4,5pro- zentige Goldrumänen 11,90, Reichsbank 129, Harpener 76, Rheinstahl 67, AEG. 34 bis 34,40, 3G.-Farben 99,10 bis 100, Schuckert 77,25 bis 77,50, Hapag 19, Norddeutscher Lloyd 20.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abendbörse
Schlußkurs
Echlußk. Mittag- börse
Datum
19.9.
20-9.
19.9.
20.9.
6% Dcutiche Retchsanlcihe v. 192.
67,5
67.5
67,25
69,5
6% ehem. 7%XL Reichsanl. 0.1929
76,13
76
75,9
75,4
6y.% Noung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
63,5
63,75
63,25
64
Auslos.-Rechten.......
55,25
55,5
55,1
55,5
Desgl. ohne Auslof.-Rechte . - 6% cfjcm 8%He!i.BollsstaatlS29
7,05
6,9
7,05
6,9
(rückzahlb. 102%)......
Oberhcssen Provinz-Anlethe mit
61,25
61,25
Auslos.-Rechten......
Deutsche Komm. Eammelabl.
Anleihe Serie 1......
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl
51,5
50,5
Golbpfe. 15 unkündbar bis 193a 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
73,25
74
Golvvt ' 16 unkündbar bis 1936 6>/,% ehem. 4/t% Franks.HhP.-
73
73
Bank Mau. Pfandbriefe . . - 5%% ehem. 4N% Rheinische
79
79
Hnv.-Bank-Liqu.-Goldpic. . . 6% ehem. 8% Pr. Landcspsand-
78,5
78,5
briesanstal Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand.
70,1
71
70,25
71
brtefanstall Psandbriese R. io
70,5
70,5
—
—
4% Oesterretchische Golorenip .
10
10
—
10,9
4,20% Oesterretchische Silberrentt
1,25
1,25
1,35
—
4% Ungarische Goldrente ....
7,5
7,5
7,45
7,55
4% Ungarische Staatsrente 0.1910
7
7
6,9
6,9
4V2% desgl. von 1913 ....
6,1
6,3
6,4
5% abgest. Goldmexikaner von 99
7
7,25
7,13
, 7
4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
3,75
3,75
3,75
3,75
Serie I . . . ...
4
4
4,25
4,25
4% oesgl. Serie 11.....
4
4
3,9
—
b% Rumän. veretnh. Rente v. 1903
6,5
6-75
6,7
6,4
4)4%Rumän.veretnh.Rentev.l913
12,15
11,9
12
11,9
4% Rumänische vereint). Rente
5,7
5,7
5,5
5,55
214% Anatolier . - . .
18,75
18,75
18,9
18,75
Frankfurt a.M.
Berlin
Gchluß- kurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Echlußk. Mittag, börke
Datum
19.9.
20-9-
19.9-
20-9.
Hamdurg-Amenra Pare. . . Hamburg-Südam. Dampfschtsj Hansa Dampfschtsj . .
Norddeutscher Lloyd .... A.G. für Verkehrswesen Akt. Berliner Handelsgesellschast . Commerz- und Privat-Bank. Darmstädter und Nattonalbank Deutsche Bank und
Dtsconlo-Gesellschaft. . . Dresdner Bank......
Retchsbanl........
A.E.G...........
Bergmann........
Elektr. Lieserungsgesellschaft. Licht und Kraft......
Felten & Guüleaume.... Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . . Schuckert & (So. . . r . . Siemens & HalSle.....
Lahmeyer & (So.......
Buderus.........
Deutsche Erdöl......
Gelsenkirchener......
Harpener.........
Hoesch Eisen........
Ilse Bergbau.......
Ilse Bergbau Genüsse . . . ttlöcknerwerke.......
Mannesmann-Röhreu . . - Mansselder Bergbau .... Lbcrschles. Kokswerke . . . Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen . . . Rheinstahl........
u
ii i
i
0
■1
0
0
0
0 i.
. 0
. 0
6
6
0
4
68
0
9
10
4
5
8
0
6
10
6
6 0
8
4,4
10
6
19
20
44 91
56
75,75
63,5 130
33
71,5
87,5
60,5
74,5
71,5
79,25 139
116
40 78
43
77,5
99
36,5
56,75
24
26,75 177
69
19
20
42,5 91
56
75,75
63
129
34,4
70,5
85,25 59
74,5
73
77,5 136 116
39
76,75
44 76
98
35
55
23
25
177
67
18,9
32,75
19,9
43,9
91
56
75,75
63,5
130,5
33,75
20.75
71,5
87,5
60,5
74,9
73
78,75 138
117
40
77,5
43
77
38,25 132
36,75
56,9
24,25
40
26,9
176,5
69,4
19
36,5 33,25
20
43
91
56
75,75
63 129,75
33,75
20,75
70,5
85
58,5
74,25
73,5
78 135,25 115,25
40
76 40,75 74,75 37,13 133,5 96,5 35,75 54,75 22,75 38,75 25,25
177
66
Frankfurt a. M.
Äerlin
Schluß- kurs
Echlußk. Abend, börse
Schlußkurs
Echlußk. Mittagbörse
Datum
19.9.
20.9.
19.9.
20-9.
Riebeck Montan......
7,2
—
—
—
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
. 0
20,5
20
20,9
20
Otavi Minen.......
0
18
17,5
17,75
17,4
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
109
107
109
107,75
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
115
—
——
213
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
9
174
175
175
175
I. G. Farben-Jndustrie . . .
7
101
100
101,5
99,13
Scheideanstall.......
10
134,75
134
—
—
Goldschmidt...... .
. 0
30
28,25
30,25
29
Rütgerswerke.......
Metallgcsellschaft......
. 0
43
42
43,25
42,25
• O|
38
38
38
38
Philipp Holzmann.....
. 0
55,5
54,25
55,4
54,75
Zementwerk Heidelberg. . .
Cementwerl Karlstadt. . . .
. 4 . O
53,5
50
53,5
50
—
—
. 0
5.75
5,4
5,75
5,75
Schultheis Patzenhoser . . . Mu (Allgemeine Kunstseide)
0
_
—
54,13
51,9
0
56,25
54
56,65
53
Bemberg....
0
67,5
65,5
67,25
64,5
Zellstoff Waldhos.....
Zellstoff Aschaffenburg . . .
c
——
40,5
40,25
39
0
28,5
28,5
30
28,25
Dessauer Gas ....
. 7
—
93,65
94
Daimler Motoren . .
. 0
20,5
19,75
20,75
19,5
Deutsche Linoleum ....
. 0
45,25
44
45,75
44
Orenstein & Koppel . .
. 0
36,25
35,5
Leonhard Tietz ....
. 6
47
46
47,75
46,13
Svenska.......
Ehade ..........
12
180,75
181
180,5
181
Frankfurter Maschinen . . .
. 0
_
Grihner......
28
28
98 5
27
Mainkraftwerke Höchst a. M..
. 4
57
57
Süddeutscher Zucker . . . .
. 8
126
125
125
125,25
Devisenmarkt Berlin -
- Frankfurt a.M.
19-September
20-September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
meld
Arie,
Geld | Brief
Helsingfors .
6,294
6,306
6,294
6,304
Wien. - . .
51,95
52,05
51,95
52.05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest . .
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
169,23
169,57
169,23
169,57
Oslo....
73,53
73,67
73,53
73,67
Kopenhagen.
75,77
75,93
75,72
75,88
Stockholm .
74,92
75,08
74,92
75,08
London. . .
14,62
14,66
14,615
14,655
Buenos Aires
0,908
0,912
0,908
0,912
Neuyork . .
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel. . .
58,31
58,43
58,31
58,43
Italien. . .
21,61
21,65
21,61
21,65
Paris . . .
16,49
16,53
16,49
16,53
Schwei, . .
81,14
81,3
i
81,15
81,31
Spanien . .
34,17
34,23
33,37
33,43
Danzig. . .
81,82
81,98
81,82
81.98
Japan . . .
0,999
1,001
0,999
1,001
Rio de Ian..
0,309
0,311
0,309
0,311
Jugoslawien.
6,394
6,406
6,344
6,356
Lissabon . .
13,32
13,34
13,32
13,34
Bantnoten.
Strlin, 20-September
®db
Zrles
Amerikanische Noten . . .
4,20
4,22
Belgische Noten.....
58,15
58,39
Dänische 9?otßrt e . e e •
75,55
75,85
Englische Noten .....
14,575
14,635
Französische Noten....
16,45
168,86
16,51
169,54
21,55
91 ,63
9?otrocgif(f)c 9iotett
73,35
73.65
DeutsLOesterrcich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten ....
2,49
2,51
74,75
76 ns
flfi’q?


