Off kommt es sogar aus Unkenntnis der Versicherungsbedingungen zu Klagen, und dann ist der Versicherungsnehmer ausnahmslos der Leid tragende.
der außerdem noch die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen muß. Auch hier gilt wie in jeder anderen Versicherung der Grundsatz der Unteilbarkeit der Prämie, d. h. die Versicherung muß wie bei jeder anderen Vcrsicherungsart in den vollen Belitz des Gegenwertes kommen, den sie für das bei Abschluß der Versicherung übernommene Risiko errechnet hat.
Die vorstehenden Ausführungen stellen die Rechtslage dar, wie sie sich auf Grund der einschlägigen Gesetzes- und Versicherungsbestimmungen ergibt. Unabhängig hiervon können die Versicherungsgesell- schäften aber trotzdem ein Entgegenkommen walten lassen, und tatsächlich erklären sich viele von ihnen bereit, die nicht verbrauchte Prämie anderwärts zu verrechnen, sofern ein neuer Vertrag in einem ande
ren Versicherungszweig abgeschlossen wird, inwieweit die nicht verbrauchte Prämie zur Anrechnung gelangt, ist natürlich in jedem einzelnen Falle besonders zu vereinbaren.
Während Unfall- und Haftpflichtversicherung bei vollständiger Aufgabe des Wagens gegenstandslos werden,
behäll die Kaskoversicherung bei einer nur vorübergehenden Außerbetriebsetzung auch weiler- hin ihre Bedeutung.
Aber auch in diesem Falle hat ein Ansuchen um Herabminderung der Prämie Aussicht auf Erfolg, da durch Entleerung aller Brennstoffe usw. eine wesentliche Verminderung des seitens der Versicherung seinerzeit eingegangenen Risikos bedingt ist.
So scheint trotz der eingangs geschilderten Rechtslage geboten, sich mit dem Versicherungsträger ins Einvernehmen zu setzen, um mit ihm ein Abkommen über eine Herabminderung der Prämie zu treffen.
Zimetgen, oe|dni>tts uh lüeciuufe fieutiOiugec. ÄIsländer ruhig. Reichsschuldbuchforderungen und Renten etwas gefragt. Am Geldmarkt war die Situation unverändert zu gestern. Tagesgeld stellte sich auf 5J4, Monatsgeld auf 6 bis 8 Prozent nominell.
Ruhigere Auffassung in Zrankfuri.
Frankfurt, 21. Juli. (WTB. Drahtmeldung.) Rach den gestern sich überstürzenden Ereignissen machte sich an der heutigen Börse eine wesentlich beruhigtere A u f fa ss u ng -der Lage geltend, wenngleich die Börse in fast vollkommener Stagnation verharrt. Die Blicke sind ganz auf die Weiterentwicklung der Dinge gerichtet. Beruhigend wirkte vor allem der Aufruf der Gewerkschaften, der die Arbeiterschaft zur Ruhe und Besonnenheit ermahnt. Das Geschäft war a u ße r o r de n t l i ch st i l l, da das Publikum sich gleichfalls vollkommen abwartend verhielt und weder Verkaufs-, noch Kauforders an die Märkte gelangen ließ. Gegenüber der Wendbörse zeigten die ersten Kurse kaum merkliche Veränderungen, und sie lagen in der Mehrzahl gut behauptet. Am Elektromarkt überwogen meist kleine Besserungen von 0,25 bis 0,5. Dagegen bröckelten Bergwerksaktien weiter leicht ab.
Niedriger lagen noch am Kunstseidemarkt Aku mit minus 0,9 o. H., ferner Reichsbank mit minus 0,5 o. H. Ebenso verloren Deutsche Erdöl 0,5 v. H. IG. eröffneten mit 85,9 v. H. gegen gestern unverändert.
Von deutschen Anleihen bestand einiges Interesse für Altbesitz, die 0,75 v. H. anzogen, während Neubesitz nur knapp behauptet blieben. Auch die übrigen Rentenwerte zeigten nur unwesentliche Veränderungen. In Goldpfandbriefen lag kein neues Angebot vor, doch wurden die Kurse auf Grund des gestern gut erledigten Verkaufsmaterials etwas niedriger taxiert. Liquidationspfandbriefe lagen dagegen weiter etwas freundlicher.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 21. Juli. Auftrieb: 105 Rinder, 1099 Kälber, 93 Schafe^ 890 Schweine. Es wurden bezahlt: Kälber, beste Mast- und Saugkälber 35 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 31 bis 35, geringe Kälber 25 bis 30 Mark; Schafe, Mastlämmer
UHU jaa-)£.< Zu..u>...-jl 60 dis 30,
mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 20 bis 25, fleischiges Schafoieh 13 bis 19 Mark; Schweine, vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 41 bis 44, von etwa 200 bis 240 Pfund 41 bis 44, von etwa 160 bis 200 Pfd. 38 bis 43, von etwa 120 bis 160 Pfund 36 bis 42 Mark. Marktoerlouf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft, Schweine ruhig, ausverkaufl.
sicher Sommermartt.
J) Lich, 20. Juli. Heute wurde hier der altbekannte Licher Sommermarkt als Zuchtvieh-, Handelsvieh-, Schweine- und Krämermarkt, Bullen-, Eber- und Schafbockoersteigerung abgehalten. Der Markt brachte unserer Stadt einen recht lebhaften Verkehr. Zum Auftrieb gelangten 470 Ferkel, 121 Kühe, Rinder und Bullen, 38 Schafböcke und 8 Eber. Zur Auktion standen 9 Bullen, 8 Eber und 38 Schafböcke. Vorgeführt zur Prämiierung wurden rund 100 Stück hessisches Fleckvieh und 21 Stück Vogelsberger Vieh. Die Versteigerung von Bullen, Schafböcken und Ebern war zufriedenstellend. Der Handel mit Ferkeln vollzog sich schleppend. Es verblieb Ueberstand. Bezahlt wurden für Ferkel bis sechs Wochen alt 12 Mark, uts zu acht Wochen alt 14 Mark, ältere Ferkel 17 Mark.
Kirchliche Nachrichten.
Freitag, den 22. Juli.
Kapelle auf dem Alten Friedhof. 20 Uhr pünktlich: Andacht für Studenten; Professor l). Bornkamm.
Ein verchromtes Fahrrad bringen die Mielewerke seit einigen Monaten unter der Bezeichnung „Miele- Melior-Chrom" zu einem niedrigen Preis auf den Markt. Dieser niedrige Preis bei Verwendung erstklassiger Materialien (Torpedo-Freilaufnabe, gelöteter Rahmen, gutes Tretlager usw.) ist nur durch die Ausnutzung vollkommener Fabrikationsmethoden möglich geworden. Für das Miele-Melior-Chrom- Rad, das auch mit Ballonreifen geliefert werden kann, übernehmen die Mielewerke die übliche Garantie.5389V
„Alle Bruchleidende“ werden auf das heutige Inserat des Spezialbandagisten K. Ruffing aufmerksam gemacht. 5366V
Wirtschaft.
Merkliche Beruhigung in Berlin.
Berlin, 21. Juli. (WTB. Funkspruch.) Nachdem nunmehr 24 Stunden zwischen dem überraschend schnellen Vorgehen der Reichsregierung gegen Preußen und der heutigen Börse liegen, und es nirgendwo zu ernsthaften Zwischenfällen oder Verwicklungen gekommen ist, hat die Stimmung in der Burgstraße eine merkliche Beruhigung erfahren. Starke Beachtung fand auch die besonnene Haltung der Gewerkschaften, die ihre Mitglieder zur Ruhe ermahnt Haden und den Hauptnachdruck auf die Wahlpropaganda legen wollen. Kursmäßig kam die Befriedigung über den verhältnismäßig reibungslosen Verlauf der Dinge bei der unverändert herrschenden Zurückhaltung des Publikums und der Spekulation auch heute nicht zum Ausdruck; die Beziehungen waren im allgemeinen nur wenig und nicht ganz einheitlich verändert, lediglich für einzelne Spezialwerte waren Sonder- bewegungen festzuftellen. Die Hoffnungen auf eine festere Eröffnung hatten sich jedenfalls erfüllt.
Trotz der unverkennbaren Beruhigung herrschte naturgemäß noch störende Unsicherheit über die Weiterentwicklung der Dinge in der Politik.
Für Farben bestand auf die Stickstosseinigung zwischen Chile und Europa, die in London erzielt wurde, zu gut behaupteten Kursen etwas Interesse. Schultheiß waren auf die heutige G.-V. hin gefragt und über 1 Prozent höher. Auch die Ausführungen auf der G.-V. der AG. für Verkehrswesen hatten einen günstigen Eindruck hinterlassen. Aschaffenburger Zellstoff bei denen ein Verlust von mehr als 4 Millionen Mark im Geschäftsjahr 1931 eingetreten ist, wurden zu Beginn des Verkehrs gestrichen. Jrn übrigen waren Verkehrsmittel mit minus 1% Prozent und Rütgerswerke mit minus Wt Prozent etwas stärker abgeschwächt. Sonst betrugen die Veränderungen nicht mehr als 1 Prozent. Man sprach über die leichte Besserung am amerikanischen Eisen- und Stahlmarkt.
Im Verlaufe wurde es nach kleinen Schwankungen auf Deckungen bis zu 1 Prozent fester. Farben, Reichsbank und Pekula lagen in Führung. Deutsche
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unvergeßliche Mutter.
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Freitag, den 22.
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Wieseck, Reiskirchen, Die Beerdigung findet
Großmutter, Schwester,
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Familie Weimer
Familien Balser und Mohr
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Familie Kraushaar.
Die Beerdigung findet Freitag, 22. Juli, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause, Frankf. Str. 60, aus statt.
Rödgen, Wieseck, Steinberg, Hausen, Trohe, den 20. Juli 1932.
Die Beerdigung findet Freitag, den 22. Juli, nachmittags 2 Uhr, in Rödgen statt
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Gott, der Herr über Leben und Tod, hat heute mittag um 1 Uhr meine liebe Frau, die gute Mutter ihres Kindes, meine unvergeßliche Tochter, unsere liebe Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Marie Gelitzer, geb. Germer nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 40 Jahren zu sich gerufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gustav Gelitzer
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Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.
Gießen, den 20. Juni 1932.
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Reichsbahn- Betriebsamt Gießen L 5398V


