Ausgabe 
21.6.1932 Frühausgabe
 
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Der Eindruck der Hessrnwahlen im Reich

r außeroröenrltd) großen Hitze

1 | des Tages die Schienen ausgedehnt hatten.

stieß und vollständig zersplitterte. Die übrigen Wagen waren ebenfalls schwer beschädigt. Die Trümmer versperrten den gesamten viergleisigen Bahnkörper. Unter den Schwerverletzten befinden sich der Lokomotivführer. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht bekannt: doch wurde von Sachverstän­digen die Ansicht geäußert, daß sich infolge der außerordentlich großen Hitze während

Durch ein schweres Zugunglück bei Great Bridge- ford in der Nähe von Stafford (Mitteleng­land) wurden vier Passagiere getötet und über ein Dutzend Reisende schwer verletzt. Die Zahl der Leichtverletzten ist noch nicht festgestellt, ist aber sehr groß. Der Zug bestand aus vier Wagen, von denen der vorderste mit der Lokomotive zusammen-

ergaben, liegt ein Verschulden dritter Personen nicht vor.

Schweres Zugunglück in England.

Blutige Radrffch-Gedenkfeiern in Kroatien.

Belgrad, 20. Juni. (WTD.) 3n fast allen Gemeinden Kroatiens fanden heute Gedächt­nisfeiern zu Ehren der Kroatenführer Ste­fan R a d i t s ch, Paul Raditsch und Ba­sa r i t s ch e k statt, die außer in drei Städten ohne Zwischenfälle verliefen. In Brod muhte die Polizei Demonstranten, die einen wegen kom­munistischer Propaganda Verurteilten aus dem Gefängnis zu befreien suchten, mit Waf­fengewalt zerstreuen. Ein Demonstrant wurde getötet. Bei einem Zusammenstoß mit Demon­stranten in Iastrebarska wurde ein Gen­darm schwer verletzt. In S p a l a t o mußte die Polizei gegen Demonstranten vorgehen, die feind­selige Rufe gegen die Regierung ausstießen. Sechs Personen wurden verhaftet.

Aus aller Mett.

Auf dem Wege zur Arbeit tödlich verunglückt.

Der Arbeiter Jakob Klein aus Dieburg, der bei den Güldner Motorenwerke in Aschaffenburg bc- schaftigt war wollte Samstag morgen mit seinem Motorrad auf der Darmstädter Straße zur Arbeit fahren. Dabei geriet er aus einem bisher noch nicht geklarten Grunde von der Fahrbahn ab, rannte gegen einen Chausseebaum und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß der Tod St eile sofort eingetreten sein durste. Wie die bisherigen polizeilichen Ermittlungen

Lausanne. 20. Juni. (TU.) von amtl. belgi­scher Seite wird mitgeteilt: Die Vertreter Bel­giens. Hollands und Luxemburgs ha­ben nach Prüfung durch die beteiligten Außen­minister ein Abkommen über die gegen­seitige und fortschreitende Senkung der wirtschaftlichen Schranken para­phiert. Dieses Abkommen werden sie unverzüglich den beteiligten Regierungen zur endgüttigen Bil­ligung unterbreiten. Das Abkommen entspricht den Grundsätzen, die verschiedentlich vom Völkerbund festgelegt waren.

Das Abkommen steht allen Staat en of­fen. Ls enthält eine Präambel, in der sich die beteiligten Staaten, überzeugt, daß die fort­schreitende Verwirklichung " einer größeren Freiheit des Handelsver­kehrs eine der Hauptbedingungen des Wohlstan­des der Welt ist, zu diesem Abkommen verpflich­ten. Sie sind von dem Wunsche beseelt, daß durch ein gemeinsames Vorgehen der an diesem Abkom- men beteiligten Regierungen sie zur Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage beitragen werden. Sie verpflichtensichgegenseitig.keine neuen Zölle zu erheben und durch eine jährliche Zollbeschränkung von 10 v. h. zu einer gewissen Herabsetzung des gegenwärtigen Zollniveaus zu gelangen. Sie verpflichten sich außerdem, unter sich keine neuen Maß­nahmen der Einfuhr- und Ausfuhr-!

Handelskonvention zwischen Holland, Belgien und Luxemburg.

Fortschreitende Zollsenkung als Mittel zur Belebung des Handelsverkehrs. Oer Beitritt allen Staaten frei.

menkunft sofort stattfinden zu lassen. Ehe die be­treffende Nachricht von.Warschau nach Dan­zig gelangt sei, sehe sich die Danziger Regie­rung zu ihrem Bedauern genötigt, die polnische Ne­uerung darauf hinzuweisen, daß sie die Ziffer 1 der Vereinbarung vom 29. Juni 1925 nicht beach­tet habe, wonach sie, sobald sie von dem Zeitpunkt einer Ankunft eines Kriegsschiffes in Danzig Nach, richt habe, von dieser Benachrichtigung sofort den Senat der freien Stadt Danzig in Kenntnis setzen werde. Da dies bisher nicht geschehen sei sehe sich die Danziger Regieruna ferner genö­tigt, die Polnische Regierung zu ersuchen, die ihr zugegangene Mitteilung auf schnellstem Wege an die Danziger Regierung westerzuleiten. Es wurde dann die höchst unerwünschte Lage ein­treten, daß die gemeldeten Schiffe in Danzig ein­träfen, ohne daß vorher die in Ziffer 2 des ge­nannten Abkommens vorgesehene Besprechung eines gemeinsamen Programms stattgefunden habe. Am Samstag hat die polnische Regierung sich dann aus den Standpunkt gestellt, daß vor den Pro­grammbesprechungen zunächst noch festgestellt wer­den müsse, ob seitens amtlicher Danziger Stellen etwa eine G i n Übung zu diesem deutschen Kriegsschissbesuch in Danzig nach Berlin gegangen

Senat hat festgestellt, daß dies nicht der ^otl ist, und daß die polnische Vermutung nicht zutrifft. Gleichzeitig hat er nochmals zu einer Be­sprechung des Programms eingeladen.

sind sämtliche Arbeiter der Kupferbergwerke und in Valparaiso die Angestellten der O m n i b u s- gesellschaften, sowie die Beamten der Han­delsmarine in den Streik getreten. Das Armee­oberkommando hat den Eisenbahnarbeitern ein Ulti­matum gestellt, in dem sie mit Entlassung sowie Ver­haftung und Aburteilung vor einem Kriegsgericht bedroht werden, falls sie den Dienst nicht bis Mon­tag vormittag wieder ausgenommen haben.

Der, frühere chilenische Diktator Ibanez reifte mit Erlaubnis der neuen chilenischen Junta nach Santiago de Chile ab. Politische Kreise rech­nen damit, daß Ibanez sich in der einen oder an­deren Form wieder an der Regierung be- teilt gen wird. Vor seiner Abreise erklärte Ibanez, daß er sich für d i e Bildung einer Diktatur einsetze, da die k o m m u n i ft i s ch e Gefahr in Chile mit drastischen Maßnahmen ein für allemal beseitigt werden müsse. Chile sei bei der letzten Revolution beinahe eine bolschewi­stische Republik geworden.

Polnische Unverschämtheit.

Warschau unterschlägt die Anmeldung einrö deutschen KriegSschiffsbesuchS in Oanzig.

Alpenlandschaft bringt er zarteste Farben unter, ver­mittelt dabei aber viel räumliche Tiefe.Winter­liches Rhöndorf",Industrie am Rhein" undEUel- maar" von Geo Tyroller sind charakteristisch gesehen, in der Farbe aber nicht immer glücklich. Carl Wolf malte Hunde, Foxterriers so pastös, so weich, daß man die Tiere fast streicheln möchte. Zu seinerChiemseelandschaft" behält man dagegen einigen Abstand.

Einen neueren Naturalismus pflegt Toni Bichl in einem Stilleben von Früchten und Blumen, ohne dabei viel Gegenliebe zu finden: L. Branden­burg zeigtBlaue Blumen". August Pinker- n e l l e mit feinen beiden BlumenstillebenPhlox" unb (Slimen" vermag sich nicht über ben Durch, cljnitt zu erheben. Jos. Denzinger ruft mit (einer Gliederpuppe" sehr widersprechende Gefühle wach, bas BlumenstillebenAlpenveilchen" ist dem- gegenüber sehr sicher angelegt. Karl Er11 malte ein niederesMotiv aus Burghausen" und ein zar­teres aus den bayerischen Bergen. Erwin Äette- Q.n,n 'st mit einer sehr klaren Alpenlandschaft

h' f®Ut ^fallen Karl Eberts duftige Aqua- relle die bei .aller Einfachheit des malerischen Vor- wurfs eine feine Wirkung erzielen. Von Fritz A r 11 hangen einige im Aufbau und der farbigen Be- fonhmßaSchäften aus, von denen be- J? °.6 Neuburg am Inn" undTaormina SRilhpfm Q besonbers erwahnt zu werben verdienen. Wilhelm Kokle hat sich mit liebevoller Einfühlung beg bäuerlichen Menschen angenommen ben er mit einer virtuosen Bleistifttechnik in seiner' ganzen Be- Ä9!D!aUrI|entnr,d,I?Cnt Tiefe festzuhalten weiß.

1 znr r f mn verdient em hegenber weiblicher U"b 9Mam» UBaunl*)

Hochschulnachrichken.

tor$ber I?1? Nichnrb G r e e f, langjähriger Direk- I in h Universita saugenklimk ber Charits in Ser- hn begingn Men lagen seinen 70. Geburtstag

f Assistent bei Schweigger, habilitierte sich 2 "J Berlin, unternahm Stubienrelsen in Dft> und Westpreußen sowie Posen unb würbe 1897

außerorbentlicher Professor unb Direktor ber ber­liner Augenklinik. 1927 wurde Greef eremitiert. Er «st Mitherausgeber des Archivs für Augenheilkunde sowie berOptischen Runbschcm".

In München ist der Senior der tierärztlichen Fa­kultät, Prof. Dr. Erwin Voit, im Alter von 80 fahren gestorben. Der Airstorbene hatte sich 1886 für das Fach der Physiologie in München habili­tiert, war 1888 Professor an der Tierarzneifchule unb hat diese im Jahre 1911 an die Universität München als Fakultät übergeführt. Geheimrat Voit war Mitglied der bayerischen Akademie der Wissen- schäften und Mitherausgeber der Zeitschrift für Biologie.

Zu Ehrenmitgliedern der Deutschen Bota- Nischen Gesellschaft wurden ernannt die Professoren Drude (Dresden), Haberlandt (Berlin) T s ch i r ch (Bern), M e r r i l (Neuyork), Priaschnikoff (Moskau), Stapf (Kiew) unb Went (Utrecht).

In Weinheim a. b. Bergstraße ist im Alter von 76 Jahren ber ehemalige außerorbentliche Professor an ber Universität Leipzig Carl von Babher gestorben. Der bebeutenbe Germanist war Bearbei­ter bes Grimmschen Wörterbuches.

Prof. Dr. Ebuarb Schwyzer ist von der Uni­versität Bonn als Nachfolger von Geheimrat Wil­helm Schulze auf den Lehrstuhl für vergleichende unb indogermanische Sprachwissenschaft ber Univer­sität Berlin versetzt worben.

Der Berliner Privatbozent Dr. Karl Theobor Kipp hat ben Ruf an bis Rechts- unb Staats­wissenschaftliche Fakultät der Universität Bonn an­genommen.

Zum Rektor ber Universität Breslau wurde der Semitist Prof. Karl Brockeimann gewählt.

Prof. Wilhelm Köhler, ber Direktor des Wei­marer Museums unb Professor für Kunstgeschichte an ber Universität Jena, übernimmt bie Kuno- Francke-Professur für beutsche Kunst unb Kultur an der Harvard-Universität.

Der Lehrstuhl der Botanik an ber Universität HE 'st an Stelle von Professor K. N o a ck bem a. o. Professor Wilhelm Troll in München ange­boten worden. 3

besagt, wie der im Entwurf vorgeschlagene Ar­tikel des bayerischen Polizeistrafgesehbuches.

Die Kreditaktion für Oesterreich'

Noch immer kcineAntwort der Negierungen.

?^nfAr2?'r?uJ)L (TU.) Der Präsident des Ge- nlschten Ausschusses für die österreichische Anleihe- am Montag an die Regierungen Englands, Frankreichs und Italiens

eme Mitteilung gerichtet, daß der Ausschuß seine -Ausgabe hinreichend vorbereitet habe, und nun auf d i e Heb ermittlung derAnsichten ocr biet Regierungen toartc. Die Mit­teilung unterstrich nochmals die Wichtigkeit unb

8U fassenden Entschlüsse. Bekanntlich sollen sich an der Anleihe von 300 Millionen Schilung. Frankreich mit 100 Millionen, S£9£-n?rmit Sincr Umwandlung des kurzfristigen 100-Mlllionenkredites in einen langfristigen Kre­bst, Italien mit 30 Millionen beteiligen, während die übrigen 70 Millionen Schillinge auf einige neutrale Staaten verteilt werden sollen. In dem Vrief des Vorsitzenden soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß Oesterreich zu einem i\rr??8'ermDrat°r' um schreiten würde. TnUs bis nächsten Donnerstag, den 2 3. Juni, eine Zustimmung der Regierungen zu dem vorliegenden Kreditplan nicht vorliege.

Liidurchsichlige Lage in Chile.

3banez kehrt aus der Verbannung zurück.

Santiago de Chile, 20.Juni. Die Re­gierung dementiert die Meldung, daß eine neue Gegenrevolution der chilenischen Flieger aus­gebrochen sei. Die Streikbewegung, bie Enbe ber vorigen Woche bei ben Eisenbahnarbei- tc r n begonnen hatte, behnte sich während des Sonn­tags auf größere Teile Chiles aus. In Santiago

Obertzeffischer Kunstverein.

Künstlerkreis München.

Die Ausstellung bes Oberhesfischen Kunstoereins, bie am Sonntag im Turmhaus am Branbplatz er­öffnet würbe, stellt bem Beschauer 15 Künstler vor Die Ausstellung bringt so barf man wohl sagen jebem etwas unb vermag bamit bem Einzelnen viel zu geben. 15 Künstler zeigen ihre Werke und das bedeutet, daß 15 Persönlichkeiten an ben Be­trachter herantreten unb geroürbigt sein wollen. Die oerschiebensten Temperamente finden in den Bildern ihren Ausdruck, obwohl ihnen Eines gemeinsam er­scheint: bie Münchener Schule. Das braucht aber nicht zu bebeuten, baß ihrer Jnbividualität irgend­wie Gewalt angetan setz denn nirgends schasst der Künstler freier als in München. Einige Verwandt­schaft, die zwischen den Werken bes einen ober an­deren festzustellen ist, mag mehr barauf zurückzu­führen sein, baß bie meisten Mitglieber bes Kreises Süddeutsche sind.

Eine stille feine Freude bedeutet es, dem Land- schaftsempfinden des einzelnen Künstlers nachzu­fühlen, ihren oft so verschiedenen Auffassungen von Architektur nachzugehen, ihrem Raumgefühl nach­zuspüren, gegeneinander abzuwägen, wie sie die Blumen betrachten und nachschaffen, unb wie sie ben Menschen sehen . Absolut gemeinsam ist ihnen eine große Sorgfalt ber Technik unb Sicherheit ber Zeichnung, wie auch ber Farbebehanblung. Einige hulbigen ohne inneren Wiberspruch ber Impression und treten dadurch dem Betrachter oftmals näher, als man in diesen Tagen wahr haben möchte, lieber bie generelle Vielfalt hinaus, bie sich auf bie Un­terschiede der Künstler gründet, ist die Schau noch besonders abwechslungsreich durch die Verschieden­artigkeit der Techniken, in denen die Bilder aus­geführt sind. Man sieht Gemälde in Del, in Tem­pera unb Aquarell Bleistiftzeichnungen, Rabierun- gcn Holzschnitte, Aqua-Handdrucke, bie zum Teil in Mappen untergebracht sind unb nicht übersehen werben sollten.

Es ist schwer zu sagen, wem ber Künstler bie Krone in bieser Ausstellung gebührt. Einige finb in ihrer Art kaum zu übertreffen. Friebrich Gurli11 malt

Deutschnationalen und der Liste Leucht- gens keinen Nutzen gezogen. Von Interesse dürfte sein, daß rund 5003 Stimmen der Na­tionalen Einheitsliste mangels einer Listenverb'mdung unterdenTifch gefallen sind.

Ein Aufruf der NSDAP, nach der Wahl.

In einem Ausruf,der Gauleikung Hessen der RSDAP., die uns mit der Bitte um Veröffent­lichung zugeht, heißt es: Hessische Parteigenossen! Die Iuniwahlen sind vorbei. Die Lügen und Ver­leumdungen gegen uns sind an der Vernunft un­serer hessischen Volksgenossen zerschellt. Keiner von uns hat sich durch terroristische Aeberfälle ein» schüchtern lassen. Mit beinahe 20 Prozent Zuwachs au Stimmen beendigen wir diesen Kampfabschnitt, indessen der Gesamtmarxismus 2 Mandate ver­loren hat. Den Sieg verdanken wir der zähen Arbeit aller hessischen- Parteigenossen. Im Aus­trag des Führers und im Namen der Gaulei­tung Hessen spreche ich den Mitkämpfern für ihre opfervolle Arbeit Dank und Anerkennung aus. Am Samstag, dem 25. Juni, beginnt der Groß- kampf für die Reichstagswahlen Ende Juli. Wir haben keine Zeit, auszuruhen, sondern nur den fanatischen Willen. Deutschland frei zu machen von allen Schlechten, Faulen und Dummen und dann den Staat Mols Hitlers im Geiste unseres Nationalsozialismus zu errichten. Darum Partei­genossen: Fertigmachen. Antreten und vorwärts marsch zum endlichen Sieg!

Interieurs, prunkvolle katholische Kirchen bes bayc- rifdjen Barock, Rokoko-Zimmer von faszinierenber P/ochtz die er zwar sehr realistisch miebergibt, sie aber doch mit einer eigenen Stimmung erfüllt. Das Peterskirche in München", ein Kabi- nettftuef biefcr Art Malerei, oerbient ben bevor- 3J*gten Platz, ben man bem Werke einräumte. Die y. roie der Maler bie Farbe in ben Dienst ber Zeichnung stellt, ist unnachahmlich. (Man barf nicht vergessen, des Künstlers Mappe aufzuschlagen, in ber man 110^(6^ mele feine Dinge, Linolschnitte Aqua- Hanobrucke, skizzenhaft angelegte Temperablätter üorfinben wirb.) Nicht unerwähnt bleiben dürfen biejöilberRoter Audixnzsaal im Schloß zu Ans- bach unbInneres ber Tyeatinerkirche"

Hansjörg De u ringer ist (mit einer einzigen Ausnahme) ausschließlich mit Motiven aus bem bunten Suben vertreten. Die dalmatinische Küste an? roir in seinen Bildern ' griechischen Inseln gaben

chm babei gleichzeitig Gelegenheit, das Land mit dem Me" zu verbinden unb hier Wirkungen von hohen malerischen Reizen zu erzielen. In ber Hauptsache [mb es Aquarelle, in benen er die Lichtfülle des Südens festhält unb in aller Zartheit miebergibt, opne sich m ber Komposition zu wiederholen Bor allem zeichnet er sehr klar unb gibt jegliche 2lrd)b tettur (bie in seinen Silbern meist bas bestimmende Element darstellt) überzeugend wieder. Ueberraschend bei aller Einfachheit ist bie klare Wirkung bes Bil- °es Dalmatmische Bäuerinnen beim Holzholen" m ^Schieb mair führt mit seinem Gemälde Verdächtiges Gluck" in die düsterste Kaschemme er malt hart unb mit grellen Farben Apachen' figuren, unb gebt babei einen eigenen Weg ber in bem vielleicht bedeutsameren WerkArbeitslos" noch starker herauskommt. Daneben sieht man jeboch Lanb- schasten von ihm, bie ein sehr zartes Landschafts- gefuhl verraten. '

Prof. Gustav S ch m i b t zeigt ein Blumenstilleben 3ris unb em zweitesRosen", bie er beibe in einem biffufen Lichte auflöst unb bamit zu einer großartigen Wirkung steigert. Die Blumen konnten impressionistischer nicht gesehen werben. Man ver­weilt gerne länger oor ben beiden Werten. Jos. Koch offenbart mit dem BildeWinter am Dorfweiher" em verinnerlichtes Landschaftsempfinben. In einer

Danzig, 20.Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Pressestelle des Senats teilt mit: Die beutsche Regie­rung hat burch ihren Gesanbten in Warschau am 17. Stai bie polnische Regierung, ber bekanntlich bie Führung ber auswärtigen Angelegenheiten der Freien Stadt Danzig übertragen ist, gebeten, der Danziger Regierung für den 23. Juni einen Besuch deutscher Kriegsschiffe anzu melden.

Diese Mitteilung istbisherinDanzignicht eingegangen. Inzwischen hatte aber die Dan- 3igcr Regierung am 16. Juni, da ber Zeitpunkt bes Besuches unmittelbar bevorstand, die beteiligten Stellen in Danzig z u einer'Besprechung über das Programm öes Besuches ein» geloben. Die polnische diplomatische Vertretung lehnte eine Beteiligung an bieser Be­sprechung ab, ba bie amtliche Nachricht über ben Besuch in Danzig noch nicht vorläge.

Die Danziger Regierung antwortete hierauf, sie stehe zwar grundsätzlich auf bem Stanbpunft, daß bie Voraussetzung für biefe Zusammenkunft, näm­lich d i e ordnungsmäßige diplomatische Anmeldung des deutschen Kriegsschiffbesuches vorliege. Da der Senat angenommen habe, daß die formelle Uebermittlung ber betreffenden Nach­richt an die Danziger Regierung lediglich durch irgendwelche technischen Hin­derungen verzögert sei, sähe er in Anbe- tracht der Kürze ber zur Verfügung stehenben Zeit keine Hinbemisse, bie vorgesehene Zusam-

Berliner Pressestimmen.

Wiederum keine klare Eni cheidung.

B e r l i n, 20. Juni. (Sil.) Die Berliner Presse nimmt in eingehender Weise Stellung zum Er­gebnis der Wahlen in Hessen. DerBerliner Lokalanzeiger" (Hugenberg) schreibt, was bei der Neuwahl des Hessischen Landtages erreicht wer­ben sollte: Eine klare Entscheidung zwi­schen rechts und links, zwischen nationaler Oppo­sition und Systemparteien, ist abermals nicht gelungen. Die Stimmen stehen unter Zurech- nung der Mittelsplitter gleich zu gleich, trotzdem die Nationalsozialisten wieder erheblich gewonnen haben. Die ,DAZ." (Gern. Rechte) erklärt, die Nationale Einheitsliste, die eine Schlüs­selstellung erwartete, habe die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt. Im Gegenteil, der Versuch einer Sammlung der bürgerlichen Mitte ist geradezu katastrophal gescheitert. Die Deutsch- nationalen haben sich gut behauptet. Das Zentrum bleibe aber entscheidend. DieG e r in a n i a (Zentrum) ist der Ansicht, daß es weder in Hessen noch im Reich eine Volks- mehrhcit gebe, die eine nationalsozialistische Par­teiherrschaft aufgerichtet sehen wolle. Politisch und parlamentarisch habe sich an dem bisherigen Zustande in Hessen n i ch t s g e ä n d e r t. Die Vosslsche Zeitung" (Dem.) schreibt, die Nieder­lage derEinheitsliste" dürfte allen Versuchen, für die Reichstagswahlen eine verschwommene Neubildung zu improvisieren, endgültig den Garaus machen. Die Hessenwahl gebe aber keinen sicheren Schlüssel für die bevorstehende Reichs­tagswahl, sondern verstärke nur die Angewißheit. Der sozialdemokratischeAbend" stellt mit Befriedigung den Vormarsch der SPD. fest und ruft zu verstärktem Kampf gegen die National- sozialisten und das Kabinett Papen auf.

Auswirkung der Listenverbindungen.

-6/äI. Darmstadt, 20. Juni. Die Listenderbin- dungen bei den hessischen Wahlen haben sich bei öen bisherigen Feststellungen zugunsten der S o^i a l d e m 0 k r a t e n so ausgewirkt, daß diese durch ihre Verbindung mit den leer ausgegange­nen Demokraten ein Mandat gewonnen baben. Dagegen haben die N a-t i 0n a l s 0 z i a- listen durch ihre Listenverbindung mit den

beschrönkung zu ergreifen, außer in beson­ders bestimmten Fällen. 3eber weitere Staat hat die Möglicykeit, unter ben gleichen Be­dingungen wie die unterzeichneten Staaten diesem Abkommen beizutreten.

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In Konferenzkreisen wirb diesem neuen Schritt der belgischen unb hollänbischen Regierung grund­sätzliche Bebeutung beigemessen, ba damit zum ersten Male die Frage ber europäischen Zollsenkung von Regierungen in Angriff ge­nommen ist, nachdem ber Versuch, zwischen Deutschland unb Oesterreich zu einer Zollunion zu gelangen, aus politischen (Brünben verhindert worben war.

Günstige Aufnahme in LISA.

Washington, 20. Juni. (LU.) Das heute in Genf paraphierte älebcremfbTnmen zwischen Belgien, Holland und Luxemburg über eine Zoll­union, der möglicherweise auchdiefkandina- vischen Staaten beitreten, findet trotz seiner antiamerikanischen Tendenzen in Washing­ton eine günstige Aufnahme, da die amerikanische. Regierung stets die Ansicht vertreten hat, daß d i e Zollmauern um bie kleinen Länder ein Haupthindernis für die Erh 0 - lung der Weltwirtschaft darstellen. Die amerikanische Regierung würde statt dessen die Zusam m enfassung natürlicher Wirt­schaftsgebiete in Zollunionen bevor­zugen und sehe diese nordische Zollunion mit glei­chen Augen an, wie den Donau-Zollunionsplan.

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