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Dienstag, 20. Dezember 1932
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
Nr. 299 Zweites Blatt
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Kundgebung der hessischen Viehhändler
Wirtschaft
• Sich. 19. Dez. Die Fleisch - und Trichinenschau im Deschaubezirk Lich, die bisher von Tierarzt Dr. Walter allein ausgeübt wurde, ist seit 1. .Dezember unter die drei hier ansässigen Tierärzte oufgeteilt wordem Beteiligt sind Dr. Walter mit */?. Dr. Fabia n mit 2/t und Dr. Erb mit Vt-
Oberheffen
Kinder arbeiten für die Gießener W.nternothilfe.
* Dillingen, 19. Dez. Zum Besten der G i e- hener Winternothilfe veranstaltete gestern die hiesige Volksschule eine Ausstellung selb st gefertigter Hand - und Bastelarbeiten mit anschließender Verlosung. Unter Anleitung und Mith'lfe der Lehrer, der Herren Walther und Dr. Kammer und Fräulein Boje, hatten die Kinder meist außerhalb der Schulzeit die ve.schiedensten Laubsäge-, Häckel-, Bast-, Papp- und Modellierarbeiten angefertigt. Zur Ausstellung trug ein Schulsaal völlig weihnachtliches Aussehen, Am einen Christbaum. g schmückt mit selbstausgesägten Engeln und Sternen, waren die mannigfachen Dinge aufgebaut. Da standen verschiedene Krippen mit ausgesägten Figuren; eine große Menge Christbaumschmuck, ausgesägte Sternchen und Engel, allerlei Spielsachen aus Holz, ein Bauernhof, eine Schafherde mit Schäfer und Pferch, Gänse- liesel, Entenscharen, Holz-Eisenbahnen und ein Ochsengespann usw. Don Mädche.chänden waren allerhand Papparbeiten verfertigt worden: Umschläge für Aotizblöele aus gemustertem Papier, Kalender, Weihnachtsmappen mit handgeschriebenen We'.haachtsgedichten und B l dem, daneben Häkel- und Bastarbeiten: Handtaschen und Kästchen. Auch die Kleinsten und Allerkleinsten der Schule standen schon im Dienst der guten Sache. Aus buntem Papier (Luftschlangen) hatten sie die verschiedensten Schälchen und Puppentöpfe modelliert.
300 Sachen kamen so zur Ausstellung und Verlosung. Allenthalben wurde der Veranstaltung von den Ortseinwohnern reges Interesse entgegengebracht. Auch von außerhalb waren Besucher erschienen. Besonders hervorgehoben muß werden, daß die meisten Sachen aus wertlosem
G. A.-Sport.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Id. 1846 I — Io. 1846 II 5:4.
Das am Sonntag ausgctragene Vereinstrcffen der 1. Handballmannschaft des Tv. von 1846 gegen die 2. Mannschaft endete nodj einem jederzeit fair ausgetragenen spannenden Spiel mit einem tnoppen 5:4-Siege der 1.Mannschaft. Schiri Strack hatte ein sehr leichtes Amt. Eine 3. Mannschaft spielte mit 8 Mann gegen die 2. Mannschaft des To. Krofdorf und gewann mit 5:3 Toren. Krofdorf spielte reichlich hart.
Italien will Leichtathletikkampf mit Deutschland.
D - Italienische Leichtathletik-Verband hat in einem herzlich gehaltenen Schreiben an die D2B. angeregt, einen regelmäßigen Leichtathletik-Länderkampf Italien — Deutschland einzuführen. Der erste Kampf soll 1933 in Rom, der Rückkampf 1935 in Deutschland stattfinden. Die DSB. ist nicht abgeneigt, dem Projekt näherzutreten, will aber durchsetzen, daß der erste Kampf auf deutschem Boden stattfindet, da die drei nächstjährigen Länderkämpfe, die bisher abgeschlossen wurden, sämtlich im Ausland stattfinden.
* Emmerichen
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Rindennarkt in Gießen.
Aus dem heutigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 634 Stück Großvieh, 133 Fresser und 172 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 380 Reichsmark 2. Qualität 180 bis 260, 3. Qualität 100 bis 140; Schlachtkühe a 140 bis 220, b 50 bis 80; Rinder, XA» bis ^jährig, 50 bis 120, bis zweijährig 70 bis 160; tragend 150 bis 300; Kälber das Pfund Lebendgewicht 15 bis 20 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: schleppend, lieber- stand.
Berlin unsicher und etwas schwächer.
Berlin, 20. Dez. (WTB. Funkspruch.) Im Gegensatz zum Vornrittagsoerkehr war die Stimmung nicht mehr so freundlich und ziemlich unsicher. An der Vorbörse konnte man noch für Montanpapiere und eine Reihe anderer Spezial- werte Kaufneigung feststellen. Der Ordereingang bei den Banken war aber im Zusammenhang mit den bevorstehenden Feiertagen sehr gering, und die Spekulation zeigte dann eher Neigung, Glattstellungen vorzunehmen, nachdem sie in der letzten Zeit stärkere Anschaffungen dorgenommen hatte. Vor allem verstimmte, daß am Farbenmarkt sowie in AEG. und einigen anderen Papieren Material wieder herauskam, >das, wie die Börse glaubt, aus dem Auslande stannnt. Die Hausse in deutschen Bonds an den verschiedenen Auslandplätzen, besonders aber in Neu- york, blieb dagegen ziemlich eindruckslos, ebenso die andauernde Erholung des englischen Pfundes. Auch die vorliegenden Berichte über die Produktionserhöhung des deutschen Kohlenbergbaues, über die steigende Stromerzeugung usw. konnten auf die betreffenden Märkte teiinen Einfluß ausüben. Dagegen zeigte sich etwas stärkeres Interesse für den Rentenmarkt, an dem vor dem Anlagetermin bereits Käufe getätigt wurden.
Am Montanmarkt konnten sich nur Lauvahütte weiter befestigen, während alle anderen Werte bis zu 114 Prozent rückgängig waren. Farben gaben bis auf 93% Prozent nach. Erwähnenswert schwach lagen noch Deutsche Linoleum und Ehade, tee über ihren Abschlag von 3,25 hinaus noch 2% Reichsmark verloren. Von Elektrowerten waren RWG., HWG., Elektrische Lieferungen gefragt und fester. Auch für Reichsmark zeigte sich Interesse. Engelhard- S rau er ei logen mit einem Verlust von 3 Prozent und Süddeutsche Zucker mit einem solchen von 41/: Prozent ausgesprochen schwach. Im Verlaufe war das Geschäft außerordenllich ruhig, und die Kurse gaben überwiegend % bis % Prozent, vereinzelt bis 1 Prozent nach. Farben und Deutsche Linoleum konnten sich dagegen leicht erholen.
Am Geldmarkt ergab sich gegen gestern keine Veränderung. Tagesgeld war mit 4VA bzw. 4% und 4 Prozent an der unteren Grenze sehr leicht. Privatdiskonte waren weiter angeb nie n. Die Nachfrage war nur gering. Reichswechsel per 15. März
und Reichsschätze per 15. Mai blieben fast umsatzlos.
Frankfurt überwiegend schwächer.
Frankfurt a. M., 20. Dez. (WTB. Draht- melbung.) Gegenüber der Schwäche der JG.-Fur- benaktien blieben die günstigen Berichte über die Hausse für deutsche Werte an den Auslandsbörsen ohne Einfluß. Die Börse eröffnete daher in großer Zurückhaltung und zunächst mit uneinheitlicher KursgestaUung, wobei aber Abschwächungen von 0,5 bis 1 v. H. überwogen. Die Umsatztätigkeit war auf allen Marktgebieten außerordentlich gering. Die IG.-Farben-Aktien schwächten sich von 94,25 auf 93,50 v. H. ab, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl gaben bis zu 1 v. H. nach. Am Elektromarkt verloren Siemens 1,25 v. H., Licht und Kraft un~ Gesfürel je 1 v. H., AEG. 0,25 v. H. Schuckert lagen um 0,65 v. H. freundlicher, Bekula blieben zu 109 o. H. behauptet. Don Montanwerken setzten Jlse-Bergbau Genußscheine 1 v. H., Buderus und Stohloerein je 0,50 v. H. freundlicher ein. Bis zu 0,65 v. H. abgeschwächt waren Aku, AG. für Verkehrswesen und Schiffahrtswerte. Fester lagen Reichsbankantelle mit plus 1.25 v. H.
Deutsche Anleihen eröffneten gut behauptet. Ebenso später Reichsschuldbuchforderungen. Am Markt der Industrie-Obligationen konnten sich Stahlverein-Bonds um 0,65 o. H. und Reichsbahn-Vorzugsaktien um 0,25 v. H. befestigen. Don fremden Werten lagen Anatolier 0,25 o. H. niedriger, Zoll-Türken und 4-v. H.-Rurnönen waren behauptet. Arn Pfandbriefmarkt blieben die Kurse bei kleinen Umsätzen fast unverändert. Vereinzelt ergaben sich leichte Besserungen. Etwas fester lagen Stadt-Altbesitzanleihen.
Im Verlaufe herrschte weiterhin Geschästs- stille. Eine große Anzahl von Werten kamen noch recht schwach zur Notiz. So u. a. Rheinstabl (minus 1,75 v. H.), Gelsenkirchen (minus 1,50 v. H ), Phönix (minus 1,50 v. H.), Deutsche Linoleum (minus 1,75 v. H.) und Zellstoff Waldhof (minus 1,50 d. H ), denen nur geringfügige Besserungen bet Lahmeyer, Metallgesellschaft und Laurahütte gegenüberstanden.
Im Gewerkschaftshaus zu Gießen fanden sich gestern abend zahlreiche Viehhändler, die den Gießener Markt besuchen, zu einer Versammlung ein, um dabei den neuen Bundesvorsitzenden ihrer Organisation, Herrn K e b b e I, kennenzulernen. Herr Kaufmann (Kirtorf), der Vorsitzende der hessischen Diehhändlerorganisation leitete die Versammlung und begrüßte besonders den Direktor des Frankfurter Schlacht- und Diehhofes, Dr. Lang (Frankfurt a. M.), sowie im weiteren Verlauf des Abends die Herren Dr. M o n n a r d und Dr. Schneider. Er gedachte ferner des in den Ruhestand getretenen bisherigen Bundesvorsitzenden Hermann Daniel (Koblenz) und würdigte dessen Verdienste um die Organisation. Der Redner betonte, daß die Verhältnisse im hiesigen Bezirk besonderer Pflege bedürften. Man hoffe, daß sich der neue Bundesvorsitzende auch für die hessischen Diehhänd- ler einsetze.
Sodann ergriff der neue Bundesvorsitzende selbst das Wort. Er überbrachte Grüße einiger Landesverbände und die des Bundesvorstandes. Auch er begrüßte besonders die Anwesenheit des Schlacht- und Viehhofdirektors Dr. Lang (Frankfurt), der durch seine Teilnahme beweise, daß er
Tuchfühlung mit dem Viehhandel
halten wolle. Sodann nahm er zu grundsätzlichen Fragen des Diehhandels Stellung. Wer die Gegenwart beobachte, so führte er u. a. aus, müsse sich darüber klar fein, daß sich die Verhältnisse st ä n - d i g verschlimmerten. Die Politik habe ein klebriges dazu getan. Die Olganisation. der Viehhändler wolle unparteiisch bleiben. Aber man müsse ein Ziel vor Augen haben. Immer wolle er, der Redner, Diener der Olganisation sein. Es sei gegenwärtig noch nicht ganz klar zu sehen, von welcher Seite dem deutschen Viehhandel neue Gefahr drohe. Festzustellen sei, daß der Diehhandel bettelarm geworden sei. Er sei es geworden zusammen mit der Landwirtschaft. Aus dieser Erkenntnis heraus müsse man sich m.t den Regierungen in anderer Taktik begegnen.
Es müsse gesagt werden, daß der Viehhandel die drückenden Lasten (Seuchenbekämpfung, Impfkosten und Schlachtoiehhofgebühren) nicht mehr tragen könne.
Ein Schlachtviehhof sei eine gemeinnützige Einrichtung, die nicht allein vom Viehhandel die Subventionierung verlangen dürfe. Der Viehhandel, eine Notwend gkeit, müsse geschützt werden. Die Umsatzsteuer mit 2 Prozent sei Diel zu hoch. Besonderer Erwähnung bedürfe die Schlachtsteuer. Die Einführung der Schachtsteuer sei das Sä)werste, was man bisher dcm Diehhandel zumutete. Für die Finanzämter sei sie — leicht zu erfassen, wie sie ist — das Ei des Kolumbus. Diese Steuer sei weitaus zu hech. Es dürfe nicht geruht werden in der Bemühung, diese hohe Belastung abzubauen. Die Eisenbahn-, Personen- und Gütertarife seien ebenfalls noch unverhältnismäßig hoch. Der deutsche Diehhandel fürchte keine Genossenschaft. Zu fürchten seien lediglich die großen Subventionen, die Den Genossenschaften zuteil würden. Abzulehnen sei die Bevormundung und Kontrolle des freien Diehhandels durch die Roichs-Diehverwertungs-Ge- sellschast. Unter das Kapitel Subventionen müsse ein dicker Strich gemacht werden. Man spiele m t den Gedanken an eine Planwirtschaft. Demgegenüber sei zu sagen, daß die freie Wirtschaft in diesem Sinne nicht beeinflußt werden dürfe. Der deutsche Dieh- handel werde nicht abzutöten sein. Oberlandwirtschaftsrat Kaiser habe einmal gesagt, daß der Beruf des Viehhändlers wie kein anderer Beruf ganz bestimmte Kenntnisse voraussetze. Diese Kenntnisse seien ein unveräußerliches Gut und könnten durch nichts ersetzt werden. Sorgfältig gelte es den Nachwuchs zu erziehen.
Der Viehhändler müsse sich seinem Kunden unentbehrlich machen und ihm Vertrauensmann sein.
Mit besten Wünschen für die Zukunft des Diehhandels, mit der Aufforderung, stets treu zur Organisation zu stehen, schloß der Dortragende seine sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen.
Oie Aussprache.
Der Dortrag löste eine rege Aussprache aus. Herr Löwenstein lMeimbressen) wandte sich zunächst ebenfalls gegen die Subventionen und sprach für „das freie Spiel der Kräfte". Dem Diehhandel müsse Gerechtigkeit widerfahren. Gleiche Dehandlung aller Berufe, insbesondere hinsichtlich der Besteuerung, sei unbedingt erforderlich. Tie Tätigkeit des Viehhändlers im Dienste der Seuchenbekämpfung, die ja für die Dolksge- sundheit von größter Bedeutung sei, dürfe dem
Material (Abfallholz, Kistendeckel, Tapetenmuster usw.) hergestellt waren. Die Untoften beliefen sich im Verhältnis zu dem, was geleistet wurde, nicht hoch. Annähernd 1200 Lose konnten zum Preis von 0,10 Mark verkauft und der W i n t e r n o t - Hilfe 60 Mark zugeführt werden.
3n der heutigen Zeit bedeutet dieses Unter» nehmen der Schule eine erfreuliche, nachahmenswerte Leistung. Wurde doch durch diese Arbeit dreierlei erreicht. Einmal lernten die Kinder aus wertlosen Dingen etwas ordentliches machen. Dadurch konnte ihr Gestaltungssinn geweckt und gefördert werden. Zum andern lernten sie, daß auch sie schon dazu in der Lage sind, an ihrem Teil bei der Linderung der Rot mitzuhelfen. Und endlich konnte der Winternoth.lfe wieder ein Betrag zugeführt werden, der auf eine schöne Art zusammcnkam. Denn alle Beteiligten hatten viel Freude dabei.
Möge der Ertrag der Arbeit mithelfen, die Rot zu lindern. Wöge« vielleicht aber auch andere angeregt werden, einen ähnlichen Weg einzuschlagen und auch noch weiter zu gehen.
Landkreis Gietzcn.
X Wieseck, 19. Dez. Unser Kindergarten veranstaltete am 4. Adventssonntag unter Leitung der Kindergärtnerin Marse Decker, Al- ten-Buseck, seine stark besuchte Weihnachtsfeier; sie gab Gelegenheit zu einem Einblick in die rührige und geduldige Arbeit der neuen Leiterin. — Zwei vorweihnachtliche Lichtbild- stunden in der Kirche zeigten, von Gemeindegesängen eingerahmt und vom Ortsgeistlichen erläutert, jedesmal zwei Serien „Weihnachten in der bildenden Kunst" und „Weihnachtssitten und -Gebräuche in aller Welt".
Viehhändler nicht durch allzuhohe Delastuna er- schwer! werden. Herr Liebmann (Hausen) betonte, daß er stets für die Wahl des neben Bundesvorsitzenden eingetreten sei, well gerade er die Röte des Diehhandels kenne, wie kein anderer. Buchhorn (Dauborn) betonte, daß hinsichtlich der Umsatzsteuer bei Tauschgeschäften Aenderung geschaffen werden müsse insofern, als es nicht doppelte Besteuerung geben dürfe. Meyer (2n- gelheim) gab der Hoffnung Ausdruck, daß es dem neuen Dorsitzenden gelingen möge, seine Ziele im Interesse des deutschen Diehhandels zu verwirklichen. Kaiser (Mardorf) sprach gegen die Wandergewerbesteuer und wies darauf hin, daß die Regierung noch sehr wenig zur Linderung der Rot im Diehhandel getan habe.
Die Jmpfkosten seien zu hoch.
Das einzelne Tier sei überhaupt viel zu hoch belastet. Der Diehhandel könne sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen. bei so vielerlei hohen Abgaben kaum mehr behaupten. Die Derwal- tungsgebühren müßten verschwinden, die Imps- f oft en seien herabzusetzen, sonst müsse die Impfung eines Ta^es schließlich ganz unterbleiben.
Kreis-Deterinärrat Dr. M o n n a r d führte u. a. aus, daß er den neuen Bundespräsidenten für den richtigen Wann zur Dertretung der Interessen des Diehhandels halte. Die Organisation bedürfe einer klaren Führung. Zur Impfung sei zu sagen, daß das Serum leider noch vom preußischen Staat bezogen werden müsse und jener die Preise diktiere. Es wäre zu begrüßen, wenn diese Unkosten für den Staat vom Staat übernommen werden könnten. Er werde sich jederzeit für deren Herabsetzung einsetzen. Sternberg (DeiLk.r- chen), der Dorsitzende der Viehhändler-Tereini-- gung Gießen und Umgebung, begrüßte den Besuch des neuert Dun".eswrfi'.enden.
In kurzen Ausführungen faßte Herr K e b b e I die Gedanken, die in der Versammlung zum Ausdruck kamen, zusammen und gab der Hoffnung auf gute und freundschaftliche Zusammenarbeit Ausdruck. Es sei schon viel geschehen, aber es müsse mehr geschehen. Man habe an den zuständigen Stellen in den Kreisen um die Regierungen schon erkannt, daß
der Viehhandel ein wertvolles Glied in der kette der deutschen Volkswirtschaft
sei. Mit der Aufforderung, zusammenzuhalten im Rahmen der Organisation, mit dem Wunsche, daß Treu und Glauben auch weiter Geltung haben möchten, beschloß der Dundesvorsitzende bi" Aussprache. Herr Kaufmann (Kirtorf) dankte der Versammlung für das rege Interesse und dem Bundesvorsitzenden für seinen Besuch.
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