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Handwerk und Rhein-Ruhr-Hilfe.

Darmstadt, 19. Jan. (WSN.) Der Amtliche Hessische Pressedienst teilt mit: In den letzten Tagen ist in einzelnen Zeitungen die Nachricht verbreitet worden, die vom Reich für das Handwerk im ehe­mals besetzten hessischen Gebiet überwiesenen Mittel

Ltppen und wälzte vorsichtig mit der Zungenspitze das glühende Zigarettenstück aus dem Mund. Sez herunter, das Haar raucht« noch immer aber der Zigarettenstummel war nicht mehr da' er lag letzt aus der Zungenspitze, die ihn sacht zu Boden gleiten liest. Unglaublich! Lauter Bei- fall brach los.

Sein Gesicht flammte vor Erregung. Man sah wie es rn ihm arbeitete. Die Züge waren gespannt' SL alle Kräfte in sich aufgerusen, der Schwelst stand chm auf der Stirn. Heftig brei­tete er die Arme aus, atmete tief: die Luft Sansibars durchströmte ihn. Seine Augen leuch­teten, er lächelte, er war zufrieden.

Kartenkunststücke. Aus einem Pack Spielkarten nest er ein Blatt ziehen und noch ein: Kreuzas, Herzdame. Ohne, dast man ihm die Bilder gc- jeigt hatte, schob man sie wieder in das kleine Paket zurück. Er legte das Kartenspiel säuberlich auf die Schiffsplanken, stand auf und seht« auf die hintere Schmalseite des Kartenstostes die Zehen des rechten Fußes. Es war ein brauner lederartiger, vom Staub Sansibars beschmutzter Fuß der ganz gewiß durch seltsame Länder ge­wandert war der Fuß eines Zauberers, was uch oud) sogleich erwies. Die Zehen drückten das Kartenpäckchen klaffte auf, er rief:Eins! 8*5** $rci. und befahl:Kommt heraus!" und alsbald gehorchten die Karten. Wie von einem geheimnisvollen Luftzug herausgerissen, flatterten zwei Karten, über einen Meter weit fliegend P?n Lfmz und gar verblüfften Zuschauern vor die Fuße: Kreuzas, Herzdame.

Wie macht er das nur", fragten sich die Leute Ja, wie macht er das!

Unten auf dem Wasser, das gegen die Schiffs­wand schwappte, heulten die Pfeifen der Schlep- Per draußen im Licht schaukelten die kleinen hübschen Jachten des Sultans von Sansibar' auf dem Deck schlenderten lange', weißgekleidete Somali-Freyidenfuhrer umher, ihre Dienste an- preisend. Aber der Zauberer hatte die Passa­giere in seinen Dann geschlagen. Er erbat sicv M von mir ein Taschentuch, entfaltete es und schlang einen Knoten. Dann versicherte er sich meiner Mitarbeit indem er mich an dem einen

II?6, rtoobi cr den anderen Qlnf den Knoten setzte er einen zweiten und dritten, und als wir durch Zug und Gegen- zug die drei Knoten ganz dichtgezerrt hatten überließ er mir das Tuch, ich sollte es zusammen- fließen. Gesagt, getan. Er blies eine Schlangenmelodie über meine Hand und m diesem Augenblick war es mir, als ver- spurte ich in der verschlossenen Faust, die das em GeMl plötzlicher Wärme. Oeffnen Eie! gebot der Hexenmeister. Ich ent-

Der Zauberer von Sansibar.

Von Friedrich Schnack.

Das Schiff lag ein paar Stunden unter der ^ropensonne Sansibars. Mit den ersten Schmuck- und Seik^nhändlern, den Elfenbeinkaufleuten und Edeiiholzschnihern, die ihre Waren feilboten, kam auch der Zauberer an Bord, ein blostfüßioer angeiahrter Mann, ausgedörrt vom Klima und braun wie ganz Afrika, mit scharfer Aase und lockerem Greisenbart. Cr trug einen roten Fez und emen langen, burnusähnlichen Mantel, den Clnr gelber Seidengürtel zusam- rnenhiell. In den Armen hatte er seine schmutzi­gen Tuchbundei, darin die Zaubergeräte, sein Werkzeug enthalten waren. Beim Betreten des -vecks machte er seine morgenländische Derbeu- gung^ als erwarteten ihn höchste Herrschaften; b!nmtorCnsat6cr kleinbürgerliche Kolonial- b«amtc aus französischen und belgischen Kolonien, mit Frauen und Kindern, ein paar lange Schot- auch ein paar Deutsche. Wohlmeinend nS. ar fo 9rn erwartet und neu- SS sah. wählte rasch «inen geeig-

"S ^lah für seine Vorführungen, liest sich ^ber und war im Au umdrängt. Cr saß mit HihM^909 Geling. Hinter ihm das

HS'unö weisten Mauern Sansi«

Sultanspalast, die Palmen und Me- l^baume: schönes Bild, feurig und farbig nUtC1m bDvn ben Längsstangen des weist- gestrichenen Bordgeländers.

Er ließ seinen Lock- und Zunftruf vernehmen- Galli! Galli! Galli!" Worte, bekannt an der

-f°lQ rmani^en Küste und auf allen Schif- er unö Sansibar. So lockte

einen unsichtbaren Hahn. ntodr verwunderlich gewesen, wenn .oben auf der Mastspitze gekräht hätte - ßuP unö Umwelt war alles möglich dl^> war es nur eine Möve, die sich auf den aUerenenmnner9efh,sU1^Cn"«. Die flinken, ma- Finger des Mannes zerrten aus dem Deutel drei Metallbecher, schöne Damaszener Ar- N-Ilk fk, tSi D°d-n n?ch oben Oor 5in ®t fingerte nach einer kürbisgelben ^'8enJ^, cr,I5,c wie sie die ndichen Schlangenbe chworer haben, und fhielte eine

Möglicherweise, wer lärm eS wissen, zog er mit diesen quengelnden ^ns?h70Slsche Kräfte um sich zusammen. aus Däumen ' (t H°asern und den verzückten ^Än^^^^r^^'^^eutsch, Französisch, Arabisch, Suaheli ... Ich kennen die ganze Welt ... Derlin, Paris, London, Monako, Dar-

Mussolinis Sturmglocke

Don unserem römischen L-Korrespondenten.

Rom, Mitte Januar.

Wenn es ein« über die Erde oder auch nur über Europa verzweigte politische Klasse gäbe, die sich von dem Kleinkram der Hauspolitik und aus den Aiederungen der Parteisucht befreien könnte, so müßten heute Millionen und aber Millionen von Menschen aufspringen und den Mann umjubeln, der mit dem Hammer an die »große Glocke der Wirklichkeit" schlägt, der als erster Staatsmann den Mut findet, von verant­wortlicher Stelle aus endlich, endlich einmal die Dinge beim Aamen zu nennen.

Wenn die Völker wüßten, was auf dem Spiele steht, wie sie von Konferenz zu Konferenz durch elendes Geschwätz an den Rand des Abgrundes geschaukelt wurden, wenn si« nicht auch heute noch irregeführt und durch Zwangsbrillen ge­blendet wären, sie müßten zu Mussolini, der Dlut von ihrem Dlut und Fleisch von ihrem Fleisch ist, der aus Armut und Kampf kam, auf­blicken wie zu ihrem Retter.

Heute haben ein Recht, stolz zu sein, alle die­jenigen, die seit Jahren glaubten und sagten, von Rom her würde, solange dort Mussolini re­giere, niemals jene finstere Reaktion kommen, von der die Ewiggestrigen tuschelten, niemals Guropafremdheit und Weltenbrand.

Im Mai 1928 hatte ich jene denkwürdige Unter­redung mit Mussolini, in der Mussolini damals, vor fast vier Jahren, das sagte, was heute im Popolo d'Italia" zu lesen ist, was seine Sturm­glocke kündet. Was sagte Mussolini? Er sagte mir, die Reparationen seien ein Unsinn, die gegenwärtigen Grenzen Europas nicht minder, die ungleiche Dewaffnung desgleichen. Und was würde die Welt sagen, wandte ich ein, wenn Deutschland die Zahlungen einstellen und gleiches Sicherheitsrecht proklamieren würde?

Aiente! Aichts!

Vielleicht, so erläuterte der Mund des Duce, I toaS seine in die Zukunft spähenden Augen sahen, mne Sinne witterten, vielleicht gäbe es vierzehn Tage lang ein großes Geschrei, aber dann würde man sich wieder beruhigen und sich mit dem fait accompli abfinden.

Unö heute:Deutschland hat erklärt, daß es nicht zahlen kann, weder heut«, noch morgen, noch jemals. Ein fait accompli und als solches unwiderruflich. Was tun? Gewaltmahregeln er­greifen? Und welche? Mit welchem Ergebnis? Italien würde sich weigern, an irgendeiner in ttflenbeincr Weise teilzunehmen 1"

Man lese die beiden Sturmartikel Mussolinis ohne Voreingenommenheit und nenne dann den Staatsmann, der jemals seit dem Krieg« so klar

Dinge gesehen, dargestellt und die Rettungs- Möglichkeiten angegeben hat!

Aber es läßt sich leider nicht leugnen, daß auch Frankreich mitzureden hat.

Was Mussolini anstrebt, die Defriedung Eu­ropas auf Menschenalter hinaus, das eben möchte Frankreich verhüten. Denken wir an Clemen» ceaus offenes, mutiges, brutales Wort, daß es verhängnisvoll wäre, wenn Deutschland jemals die Tribute zahlen könnte. Sie müßten derart fein, der ganz« Friedensvertrag, daß sie uner­füllbar und damit Frankreich immer Handhaben blieben, tzu Repressalien zu greifen. Die Tribute Wien, «8 gibt zahllose Franzosen von Rang, die das auch heute noch offen schreiben, zur Nieder- poltung Deutschlands dienen. Man wußte es feit 13 Jahren. Große Aeutrale, wie Sven Hedin, gebrauchten noch schärfere Worte. Einer der libe- ralften Engländer, Dernard Shaw, sprach von or v ztxunb Plünderungsverträgen", sogar Aitti, ^loyd George und andere bereuten ihre Unter­schriften unter dem infernalischen Dokument

Aun dröhnt die römische Glocke. Die Politiker inunen letzt sprechen, wenn wir noch heil aus der Krisis herauskommen sollen. Die Zeit für homöopathische Kuren ist vorbei. Jetzt heißt es handeln.

Mannschaft der Gäste ragte (obwohl er durch eine Verletzung etwas behindert war). Fischer hervor Der Schiedsrichter traf seine Entscheidungen nicht immer klar und rief den Widerspruch der Zu­schauer wie der Spieler des öfteren hervor. Der Kampf wurde mit geringen Ausnahmen sehr fair ausgetragen.

(Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 (Liga) siegt in Dillenburg 6:2 (4:1).

Daß der Gang der Blauweihen nach Dillenburg schwer sein würde, stand fest. Dazu mußten die Gießener auf einige ihrer Besten verzichten (Heil- mann, Göbel. F. Schmidt. Brambach). 1900 be­tritt dieses Treffen in der gemeldeten Aufstel­lung, nur fungierte Lippert als Mittelläufer und Langsdorf halblinks. Man hatte damit eine glück­liche Hand bewiesen; die Mannschaft zeigte ein über Erwarten gutes Spiel. Gießen war jederzeit in der Lage, das Spielfeld zu beherrschen, zudem war jeder Spieler mit Feuereifer und Sieges­willen bet der Sache. Obwohl einzelne Spieler des Gastgebers und ein Großteil der zahlreichen Zuschauer versuchten, eine scharfe Rote in das Spiel zu bringen, liefe sich der Ersahschiedsrichter Scharf aus Diskirchen nicht aus der Ruhe bringen. Er hatte einen schweren Stand. Die Gießener stellten in schneller Reihenfolge bei über­legenem Spiel ihren Sieg sicher, hielten dann aber fepr zurück. 1900 verdankt diesen überlegenen Sieg in erster Linie dem überragenden Schuß­vermögen des Halbrechten, Arnold, der allein fünf Treffer auf sein Konto brachte. Die Vor­arbeiten dazu leistete fast ausnahmslos Kurt Schmidt auf Linksaußen, der selbst das fünfte Tor schoß-

sah gleich von Beginn an 1900 tm Vorteil. Arnold und Wilhelmi war« teten mit Prachtschüssen auf, die nur knapp das 3tel verfehlten. In der 13. Minute begann der Torreigen. Innerhalb fünf Minuten fielen durch Arnold vier Tore. Ein Freistoß wegen Handspiel ergab nach kurzem Geplänkel den ersten ©egen- treffer. Aach der Pause schoß Kurt Schmidt trotz ^arffter unfairer Gegenwehr einen weiteren Treffer. Eine schöne Flanke desselben Spielers erreichte wiederum Arnold, ein blitzschneller Start und das Spiel stand 6:1 für Gießen, ©egen Spielende kam Dillenburg zum zweiten Treffe^ Wißmar hielt zwar den Ball am Pfosten, der Schiri entschied aber nach Reklamation des Plahvereins Tor. Die Blauweißcn beschränkten nrt e den Rest des Spieles nur noch auf die Abwehr. Dillenburg bevorzugte die hohe wuch­tige Spielweise, war aber zu ungenau.

Die Ligareserve erkämpfte sich auch im Wieder- holungsspiel gegen Ehringshausens (Kreis Weh- lar) 2. Cif die Punkte durch einen 2:0-Sieg. Beim Seitenwechsel führte 1900 bereits 1:0. Die ©icfeencr zeigten ein ansprechendes Spiel. Im Sturm mangelte es an Treffsicherheit.

faltet« das Taschentuch, di« drei Knoten waren weg. aufgeknüpft vom Unbegreiflichen.

Ich zupfte mich an der Aas«. Wahrhaftig: Wirklichkeit! Hier saß der verdutzt« Kolonial- soldat, da unten blitzt« das Hafenwass«r, rings- um lachten die Leut«. Sie lachten vor Ueber- raschung. Wunderbare Vorgänge, zum Belachen geeignet.

. -Vst es auch Ihr Taschentuchs fragt« mich ein tang«r Engländer.

. war mein Taschentuch, in der Eck« stand das Monogramm.

S>er Hexenmeister holl« zu einer neuen Ueber- raschung aus ehe er seinen Zauberkram zusam- menrafste und lafftg in seinen Fez Münzen ein- lammelte. als wäre ihm wenig an diesen Franken unö halben Rupien gelegen.

. na^m einen Blumentopf, tat einen Kern ber Mangofrucht hinein, beöedte ihn mit Erde mit gelblich-rötlicher afrikanischer Erbe. Schleier darüber Flötentöne, Schleier weg: der Keim hatte sich zu einem langen grünen Trieb ent- AE- Afrikanische Erde darauf, Schleier öar- Schleier herunter: sieh da! Blätter

und Bluten ...

Wie? dachte man. Wie geht das zu? Träumt« man? Schwindel? Optische Täuschung? Massen- Wpnose? Ich wandte mich ab, mich meines Wachseins vergewissernd.

... Schlangenflötenweise, Schleier herunter' eine frische Mangofrucht hing jetzt am Däumchen! das ein« rasend schnell« Entwicklung erlebt hatte. Den Zuschauern fielen beinah die Augen aus den Köpfen. Man betastete die Frucht, sie war frisch und fest. Kein Zweifel an ihrer Beschaffen- fecit. Eine Mango, wie man sie jetzt überall an der ostafrikanischen Küste sah. Der Zauberer durchschnitt die Frucht: ihr Fleisch war gelb, und der Saft tropfte heraus.

Die Deckglocke läutete. Zögernd löste sich die erregte Gruppe auf, «s war Zeit zum Mittag- essen. Der Zauberer, di« Münzen einsteckend und feine Bündel schnürend, verbeugte sich und ging b°nJBorb. Er stieg in ein Boot, das ihn hinüber an die Kaitreppe brachte. Mit dem Fernglas ver­folgte ich ihn. Ich sah. wie er di« Treppe an der Landungsstelle hui aufstieg und zu meiner Ver­wunderung in ein vornehmes, blaues Auto stieg, das dort auf ihn gewartet hatte. Er fuhr ab unö an öer Uferftrafee entlang. Reben mir an

?eeLtn9 stand der Barmann. Er mochte meine Verwunderung bemerkt haben, denn er erzählte der Alte an der Ostküste eine der gtDaubcnrtT6aben.6e.tD>6ne' M 5ufmnmCT'

Mussolini hat gesprochen als ein internatio­naler Staatsmann, als wahrer Europäer. Aus seiner Seite ist die Einsicht wie die Vernunft, auf der andern, der französischen, die säbel- rasselnd« Unvernunft. Herr Franklin-Bouillon weiß sich keine bessere Antwort, alsmit flie­genden Fahnen über den Rhein und nach Derlin zu marschieren". Marschiere er, mögen sie kra- reelen, diese Westentaschennapoleone den Klang der Wirklichkeitsglocke vermögen sie nicht mehr aus unseren Ohren zu reißen.

VfB-Gießen.

_ VsA.Gießen (Liga) gegen

VfB. Kurhessen Marburg (Liga) 2:6 (1:4).

Ueber 600 Zuschauer wurden am Sonntag auf dem VfB.-Platz Zeugen eines spannenden Kamp­fes. Die Marburger stellten eine sehr gute Mann- schaft. Die VfDer zeigten sich aber auch von einer weit besseren Seite als sonst. Unter diesen Um­ständen kam ein Spiel zustande, das die Zuschauer in Dann hielt. Zum Schluß ließen allerdings beide Mannschaften etwas nach, da in der ersten Spiel­hälfte ein sehr schnelles Tempo vorgelegt wurde und sich die Mannschaften etwas verausgabten. Ueberraschend war die Tatsache, daß die VfDer, im Feldspiel den Gästen die Waage hielten, das Spiel stets offen halten konnten, hauptsächlich in der ersten Halbzeit fast ausschließlich in des ©eg- ners Spielhälste legen. Die Marburger schoben sich hin und wieder nur durch rasche Durchbrüche in Front. Allerdings: wenn d.eMarbur-er durch- kamen, dann hing auch bald der Dali'im Retz Das geschah viermal in kurzen Abständen hinter­einander. Im Zuspiel waren die Marburger ge­nauer und offensichtlich besser. Die Gießener zeig- ten sich eifriger und glichen dadurch das technische Plus der Gäste aus. Der Sturm der Hiesigen er­wies sich leider wieder nicht als durchschlagskräftig genug, um die sichere gegnerische Verteidigung zu überwinden und die erkämpften Torchancen aus- zunühen. Manche Gelegenheit wurde ausgelassen. Der Tormann der Gäste brauchte nicht allzuoft einzugreifen.

Der Spielverlauf sah schon kurz nach Angriff die Marburger erfolgreich. Einen schwachen Schuß liefe Balser passieren. Das Tor war zu halten. In der 6. Minute buchten die Gäste den zweiten E^olg. Dalser hatte den Dali bereits, wurde bedrängt und liefe ihn noch in das Tor rollen. In der 12. Minute war bereits das dritte Tor für Marburg fällig. Der Gießener Tormann gestattete sich einen Stellungsfehler. In der 18. Minute brachten die Marburger einen schönen Angriff

Dali hing wieder im Retz. Dalser war ersichtlich nervös und unsicher. Die Mannschaft vorübergehend etwas deprimiert, liefe aber troh- öem nufet nach, sondern kämpfte energisch und verbifsen weiter. In der 30. Minute erst konnten die Grun-Weißen unhaltbar für Öen Tormann aw 1:4 verkürzen. Kurz vor Halbzeit vergab vchmiöt eine glänzende Chance. Aach der Pause gelangten die Marburger noch zu zwei weiteren. Treffern, denen die Gießener nur noch ein Tor (Kohler) entgegesehen konnten. Für den Rest der zweiten Halbzeit flachte das Spiel etwas ab. Beide □Hannfcfeaften ließen nach. Der beste Mann war in der Mannschaft des VfB. diesmal unstreitig Barenfanger. Haupt wiederum sehr geschickt Baiser überzeugte nicht, Kreß war sehr Oeutheuser und Henrichs gut. Knaus noch ntäft kräftig und widerstandsfähig genug. In der

num Behl« ... womit er «inen Zirkus meinte Dann er einmal aufgetreten war.Eins, zwei drei ... Cr gab seinen Dechern leichte Schläge hob sie auf einen nach dem andern: unter jedem lag em Flaschenkork, und man hatte vorhin doch genau gesehen, daß die Decher teer gewesen ^aren.Vier fünf, sechs ..." zählt« er auf beutfefe. Und feine Hände lüften listig die Ge- faße: je zwei Flaschenkork« lagen da. Schon zahlte er neuerdings weiter: je drei Flaschen­korke. Seht nur! Ein« wunderbar« Korkvermeh. rung. Erstaunte Augen. Wenn das so weiter- ?'n,9 ; Da blies «r abermals die Schlangen- I» r?'. m Vecher, wobei er rief:Galli' ©alli! ©alld und hervorhüpften ein, zwei, drei l9ä rk-benb,9c Küken. Piepsend standen sie da unschuldig^ tote vom Himmel gefallen. Sie fan­den ihre Bewunderer. Rein, die reizenden Küken! Da waren sie aber schon wieder weggezaubert gleich den Korken, und verschwunden in der magischen Welt des Orientalen.

f ,®r klemmte nun, zur Belustigung, ein Ei zwi- ^>en Nasenwurzel und Stirn. Cs haftete, und war doch kein Schwindel bei diesem Kunststück. Lang schtoebte eS auf seiner Aase, dann hieb er e« mit öer flachen Hand auf den Schiffsboden auf bafe nur so krachte. Man Der meinte, Ei-

und Detter spritzen zu sehen. Er hob die £anor:rrÄ?tn* 6t)ur DDn Feuchte, Schale oder L^kles war weg die Küken und die Korken. SS? er ^on wieder ein Küken zwi-

rifi os vorn und hinten,

uud riß es scheinbar entzwei. Zwei muntere Mnren hatte er dabei aus einem gemacht, auf ^CnL^anötcIkrr eins dar. Man lachte das war ausgezeichnet. Da zog er blitzschnell einem verblüfften Kolonialsoldaten ein drittes Küken aus der Aase ... Geschrei! Bravo! ..., jetzt TuJl/r Infanteristen gar am Ohr und zu Boden fiel eine kleine, sich windende Aatter, kaum W groß wie eine Blindschleiche. Und ehe noch die Vision von Schlangenländern und giftigeni @e-

m "r*®6 ic^ khakigelben Kolonial- soldaten erloschen war, erbat sich der Zauberer der Küken und Natter auf die Seite gebracht ®r brach sie in zwei gleiche Teile und brannte di« eine Hälfte an, die andere ch-n?" (Solbaten, der aus seiner Detäu- bung aufgewacht war; der Alt« tat einen tiefen seinen" Fez 9limmenbcn Stummel unter

T«?15 Anlage in dieses Kunststück zog er zwei I.ange Drahtstifte aus dem rechten Nasenloch steckt«^ die Är ?erwischhaft gegen die BackA

betete ffd> toieöet,

aus der sog. Rhein-Ruhr-Hilfe seien u. a. zum Kauf eines Hauses, zu Baudarlehen an höhere Beamte, zur Kreditgewährung an einen früheren Landtagsabgeordneten und zum Ansammeln von Zinsen verwandt worden. All diese Behauptungen sind aus der Luft gegriffen. Das gesamte Geld aus dem Rhein-Ruhr-Fonds einschließlich das- jenige, das der Handwerker-Zentralgenossenschaft von der Handwerkskammer überwiesen worden ist, wurde vielmehr in einzelnen Darlehen zu verbilligten Zinssätzen an die Hand­werker des besetzten Gebiets gegeben. Die Mittel zu dem erwähnten Ankauf des Hauses, zu Baudarlehen und zwar nicht nur an die in der Presse genannten, sondern auch an zahlreiche andere Personen und für den erwähnten Kredit stammen nicht aus dem Rhein-Ruhr-Fonds. Auch diese Gelder sind alle zur Belebung des schwer Dar« niederliegenden Handwerks gewährt worden.

Die 3. (Lehr-)Mannschast erfocht gegen WieseckS 1. Mannschaft die nötigen Punkte. Mit 4:2 (3:2) endete das sehr spannende Treffen, bei dem man beiderseits recht ansprechende Leistungen zu sehen bekam. Da aber auch Dutenhofen in Lich ein 4: 3-Sieg glückte, ist die Meisterschaftsentscheidung noch einmal hinausgerückt. Im letzten ausstehen­den Spiel tritt Lichs 1. Elf in Gießen an. Ein Unentschieden genügt den Gießenern zur Meister­schaft. Im Falle einer Niederlage muß 1900 nochmals mit Dutenhofen spielen.

Die 4. Mannschaft verlor gegen Leihgesterns 2. Elf 1:4. Das Spiel stand beim Seitenwechsel schon 0:3 ->c Wen und nur durch eine erfolg­reiche Um'- \ ,ng konnten die Blauweißen eine höhere Niei. ,.äge verhindern. Zu berücksichtigen ist aber, daff die Gießener nur mit acht Mann antreten konnten.

Das vorgesehene Rückspiel der 5-Mannschaft gegen VfB. Krofdorf -tarn nicht zustande. Das als Ersatz dafür vorgesehene Spiel gegen Lollars 2. Elf wurde reichlich spät abgeschlossen. Es traten auch hier nur acht Mann an. Der Sieg war war verdient. Resultat 0:4 (0:2) für Lollar.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

Polizei Butzbach I 1900 I 9:0.

Arn Sonntag hatte sich 1900s erste Handball- mannschaft zum Verbandsrückspiel den Butzbacher Polizisten zu stellen. Wie toentg Jile Spielver­einigungsleute gegen die ausgezeichnet aufgeleg­ten Gastgeber ausrichten konnten, geht aus dem Ergebnis hervor. Zu Halbzeit stand die Partie schon 6:0. Wenn 1900s Stürmer es waren derer nur vier nicht so wurfschwach gewesen wären, hätte es immerhin zu zwei bis drei Ge­gentoren reichen müssen. Im übrigen war die Mannschaft jedoch mit Eifer bei der Sache unö toeferte sich, so gut es ging.

Polizei Butzbach 1. 3gö. 1900 1. 3gö. 2:4.

@ine angenehme Ueberrafchung bot die erste Jugend, die den stämmigen Butzbachern mit 4:2 (Halbzeit 3:2) das Nachsehen gab. Die Gießener griffen forsch an unö hielten gut durch.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Egelsbach I Raunheim I 2:2.

3m zweiten Spiel um die Kreisrneisterschaft mußte Naunheim in Egelsbach bei Darmstadt an­treten. Das Spiel bewies, daß die Spielstärke der Gäste den Platzbesihern in nichts nach st and. Trotz schlechter Platzverhältnisse wurde ein spannendes Spiel gezeigt. Naunheim fand sich schneller mit Den Platzverhällnissen ab unö war merklich tm Vorteil. Die Platzbesiher muhten reichlich Ab­wehrarbeit leisten. Ein glänzender Flankenlauf des Linksaußen von Naunheim wurde zum ersten Tor ausgewertet. Nun fand sich auch Egelsbach besser und Naunheim konnte nur mit viel Geschick fein Heiligtum bis Halbzeit sauberhalten. Nach dem Wechsel wurde ein Handelfmeter von Egelsbach verschossen. Bald folgte nun eine Drangperiode vor dem Tor der Aaste, bis em vom Pfosten abprallender Ball im Rachschuß zum Ausgleichstor eingeschossen wurde. In der Folge gestaltete sich das Spiel wieder offener. Naunheim kam abermals zum Führungs-' tor. Schon glaubte man an einen Sieg der Gäste Da gelang es Egelsbach im Verlaufe eines Straf­stoßes abermals den Ausgleich zu erringen. Es blieb bei diesem Ergebnis.

Lollar I Allenöorf I 4:0.

Im Rückspiel um die Bezirksmeisterschaft des 3. Bezirkes standen sich die Gegner in Lollar gegenüber. Im Vorspiel konnte Allendors mit 8:4 Sieger bleiben. Allendors (mit zwei Mana ©riafe) hatte gegen die kompletten, mit großer "Wucht spielenden Einheimischen wenig zu be­stellen. Bereits nach zehn Minuten wurde ein Elfmeter vom Gästehüter glänzend abgewehrt Lollar lag weiter im Angriff. Die wenigen Durch­bruche der Gäste scheiterten an der Abwehr der Platzbesitzer. Bei Halbzeit führte Lollar bereits 2:0 Auch nach Seitenwechsel lag Lollar stets m <yront unb der Hüter der Gäste bekam reich- lich Arbeit. Allendorf spielte dabei immer zer-