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Wirtschaft.

AG.BuderuSscheEisenwerkezuWehlar

Wehl ar. 18. April. (WTB.) Die Gesellschaft, die bekanntlich für 1931 dividendenlc>s bleibt (i. 03. 4 Prozent Stammaktiendividendc aus 947 332 Mark Reingewinn), erzielte 1931 einen DetriebSüberschuß von 2,98 (4,80) Mill. Mark. Anderseits beanspruchten Handlungs­unkosten 1,72 (2,47) Mill. Mark: die Abschrei - bungen wurden von 1,55 i. 03. aus 1,045 Mill. Mark ermäßigt, so daß zuzüglich 0,19 (0,17) Mill. Mark Vorjahresvortrag für 1931 ein Reingewinn von 209 412 Mark verbleibt, wovon 194 412 Mark vorgetragen werden. In der Bilanz stehen Olnlagewerte mit 13,20 (14,10) Mill. Mark zu Buche, darunter die Sophienhütte mit 5,05 (5,46) Mill. Mark. Beteiligungen und Wertpapiere sind mit 3,42 (3,50) Mill. Mark etwas niedriger bewertet. Rohstoffe und Waren erscheinen mit 3,99 (4,50) Mill. Mark, Außen­stände werden mit 17,08 (17,80) Mill. Mark angegeben, darunter 5,03 Bankguthaben. Ander­seits betragen die Schulden 8,09 (8,84) Mill. Mark, darunter 4 Mill. Mark Bankschulden. Die im Vorjahre mit 1,03 Mill. Mark aus­gewiesenen Anleihen waren am Iahresschluß größtenteils eingelöst. Der Rest von 0,37 Mill. Mark wurde unter Schulden verbucht und zum weitaus größten Teil inzwischen ebenfalls zu­rückgezahlt. Der .Umsatz mit Fremden belief sich auf 20,69 (33,07) Mill. Mark, so daß sich eine Abnahme um 37,4 Prozent ergibt. Die Hand­lungsunkosten konnten dagegen nur um 30,3 Pro­zent abgebaut werden. Bei Steuern und Ab­gaben ist die erhoffte Erleichterung nicht ein­getreten, indem auf je 100 Mark Umsatz an Steuern und Abgaben im Jähre 1929: 27,82 Mark, im Jahre 1930: 50,16 Mark und im Jahre 1931: 53,33 Mark entfielen. Der im Ver­gleich zur Vorkriegszeit mehr aufgewandte Steuer­betrag hätte nach dem Bericht des Vorstandes die Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 5 Pro­zent auf das volldividendenberechtigte AK. von 26 Mill. Mark ermöglicht.

Die Eisensteinförderung ging auf 72 000 (118 000) Tonnen, d. i. um rund 39 v. H. zurück, während die Kalksteingewinnung mit 49 000 Ton­nen die Vorjahresziffer um 50 v. H. unterschritt. Im Hüttenbetrieb und bei den Grauguh-Giehe- reien wurden erhebliche Einschränkungen not­wendig, desgleichen im Zementwerk.

* Zahlungseinstellung der Deut­scher Kreditverein AG., Berlin. Die mit einem Kapital von sechs Millionen Mark ausgestattete Deutscher Kreditverein AG., Ber­lin, hat gestern die Zahlungen eingestellt. Die Firma hat sich an ihre Kundschaft gewandt und mitgeteilt, daß sie beabsichtige zu liquidieren, da es ihr durch die fortschreitende Krise unmöglich sei, die Außenstände in dem zur Aufrechterhal­tung der Liquidität notwendigen Umfange einzu- ziehen. Es wird eine ruhige Abwickelung der Li­quidation zwecks möglichster Vermeidung von Verlusten angestrebt.

Berlin schwach.

Berlin, 19. April. (WTB. Funkspruch.) Bei sehr ruhigem Geschäft war der heutige Effektenoerkehr auf einen schwächeren Ton gestimmt. Die an­haltend schwache Veranlagung der Auslandbörsen, insbesondere die ständigen Rückgänge der Neuyorker Aktienkurse, der schleppende Gang der Genfer Ver­handlungen, die Ungewißheit über den Ausgang der Preußenwablen und endlich der heute mittag ver­öffentlichte Abschluß der IG.-Farbenindustrie waren Momente, die die an und für sich schon schwache Stimmung die Unternehmungslust weiter hemmten. Die bei den Banken vorliegenden Publikumsorders waren stark im Abnehmen begriffen und dürften vor der Wahl auch nicht mehr zunehmen. So mußte schon das wenige herauskommende Material ver­hältnismäßig große Abschläge bewirken. Unkontrol­lierbare Gerüchte wollten von einer neuen Bank­insolvenz wissen, doch scheint das Angebot an den einzelnen Märkten jedenfalls zum Teil mit der gestern erfolgten Zahlungseinstellung des Deutschen Kreditvereins zusammenzuhängen. Vor Beginn des amtlichen Verkehrs kam es mehrfach zu Schwankun­gen Dann lagen die ersten offiziellen Kurse zumeist etwa 1 Prozent unter den Schlußnotierungen von gestern. Stärker gedrückt waren Zellstoff Waldhof, Schultheiß, Kaliaktien, Lahmeyer, Deutsche Kabel, RWE. und Schuckert, die bis zu 3 Prozent einbüß­ten. Recht schwach logen auch Gelsenkirchen, die 31% noch 33 Prozent notierten. Hamburg-Süd erschienen später mit Minus-Minus-Zeichen, der Kurs wurde etwa 6 Prozent niedriger mit 43 taxiert. Demgegen­über fielen Akkumulatoren durch Plus-Plus-Zeichen auf, später wurde dieses Papier 5,5 Prozent fest­gesetzt. Im Vererlaufe war das Geschäft sehr klein;

es kam an einzelnen Märkten weiter etwas Ware heraus, so daß sich überwiegend kleine Ab­bröckelungen ergaben. Im übrigen war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich

Deutsche Anleihen im Verlause eher leicht ab- brückelnd; von Ausländern setzten 5prozentige Mexi­kaner schwächer ein, konnten sich jedoch später er­holen. Festverzinsliche Werte, darunter Reichsschuld­buchforderungen, waren bei ruhigem Geschäft leicht abgeschwächt. Rur Kommunalobligationen blieben gefragt.

Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld in der unteren Grenze auf 5% bis 5%, Monatsgeld wurde wieder mit 7 Prozent und darüber genannt.

Frankfurt abgeschwächt.

F r a n k f u r t a. M., 19. April. (WTB. Draht- Meldung.) Da es wiederum an Anregungen und Kauforders der Kundschaft fehlte und die Aus­landbörsen abermals in schwächerer Haltung schlossen, eröffnete die heutige Börse in über­wiegend abgeschwächter Tendenz. Die dauernde Schwäche der Reuyorker Börse drückte hierbei besonders auf die Stimmung, ebenso ging von dem I.-G.-FarbenberichHteine gewisse Ver­stimmung aus, weil die Zukunftsaussichten darin wenig optimistisch beurteilt wurden. Hinzu kam die geringe Unternehmungslust der Spekulation im Hinblick auf die bevorstehenden Landtags­wahlen. Das sehr kleine Geschäft be­schränkte sich hauptsächlich nur auf einige Spe­zialpapiere. Don diesen eröffneten 2.-G. 1,5 Prozent, Siemens 1,5, Gesfürel 1,25 und Reichsbank 1 Prozent niedriger. Der Verlust- Abschluß bei Agfa-Ansco bewirkte am Kunst­seidemarkt für Aku eine Abschwächung von 1,5 Prozent. Von Montanaktien gingen Gelsenkirchen und Mannesmann sowie Stahlverein je 1 Pro­zent zurück. Stärkere Rückgänge verzeichneten Kaliaktien, die bis zu 4 Prozent nachgaben. Etwas Interesse bestand für einige Rebenwerte, wie Zellstoff Aschaffenburg (plus 0,5 Prozent), Karstadt (plus 0,25 Prozent) und Metallgesell­schaft, die unverändert waren. Von Schiffahrts­werten zogen Rorddeutsche Lloyd weiter leicht an, auch Reichsbahnvorzugsaktien lagen 0,25 Pro­zent freundlicher. An den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäftslosigkeit. Luhmaschinen (Taxe 4 Prozent Brief) und Mainkraftwerke (Taxe 42 nach 45 Prozent Brief) erschienen wiederum mit Minus-Minus-Zeichen.

Am Rentenmarkt erhielt sich einiges In­teresse für Alt- und Reubesitz bei gut behaupteten Kursen. Dagegen lagen Reichsschuldbuchforderun­gen etwas schwächer. Gold- und Liquidations­pfandbriefe waren eher etwas offeriert. Jedoch war der Markt noch unentwickelt. Industrie- Obligationen blieben gehalten. Don Ausland­renten waren Rumänen und Mexikaner gut be­hauptet.

Im Derlaufe blieb das Geschäft bei unver­änderten Kursen sehr gering. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent unverändert und leicht.

Vorschußverein Grünberg.

+ Grünberg, 18. April. Am Samstag­abend hielt der hiesige Dorschuß-Derein seine Generalversammlung ab. Der von dem Dorstandsmitglied Möller erstattete Ge­schäftsbericht für 1931, das 69. Geschäftsjahr, so­wie der Revisionsbericht wurden zur Kenntnis genommen. Die Bilanz, die mit einer Endsumme von 675 269,45 Mark (703 614,71 Mark in 1930) abschließt, wurde genehmigt und dem Dorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. (Einen aus­führlichen Bericht über die Bilanz brachte der Gieß. Anz." in seiner Rr. 77 vom 3. April.) Der Derteilung des Reingewinns von 6 955,60 Mark (7715,13 Mark in 1930) wurde in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Weise zu­gestimmt. Danach gelangen 6Prozent (8 Pro­zent in 193 0) Dividende auf 62700 Mark Geschäftsguthaben mit 3762 Mark zur Aus­zahlung. während 3193 Mark dem Reservefonds ^ugewendet werden. Die statutengemäß ausschei­denden Mitglieder des Aufsichtsrates, Schlosser­meister Heinrich Schmidt II., Spenglermeister Julius Von - Eiff und Dchuhmachermeister W. Gottlieb Frank, wurden wiedergewählt. Be­züglich der Festsetzung der Höch st grenze von Kredit gemäß § 49 des Genossenschafts­gesetzes wurde eine Erhöhung dieser Grenze von 10 000 Mark auf 15 000 Mark beschlossen, und zwar in der Weise, daß feste Kredite in Form von Darlehen oder in lausender Rechnung die Summe von 10 000 Mark nicht überschreiten dür­fen, darüber hinaus darf bis zu einem Betrag von 5000 Mark Kredit in Form von Geschäfts­wechseln oder älebcrnahme von Bürgschaft ge­währt werden.

Oberheffen.

Bürgermeister-Protest aus dem Laubacher Be-irk.

Laubach, 18. April. Die Bürgermeister des Bezirkes Laubach haben sich namens der von ihnen vertretenen Gemeinden dem Protest der Bezirke Nidda und Gedern hinsichtlich der ge­ringfügigen Senkung der Beiträge für die land- und forstwirtschaftliche Berufs­genossenschaft angeschlossen.

Landkreis Gießen.

LJ Grohen-Linden. 18. April. Der Ge­sangvereinGermania" veranstaltete am Sonntag einen Theaterabend, der sich eines regen Besuches erfreute. Zur Aufführung gelangte eine dreiaktige Operette, die von den Darstellern, Mitgliedern des Dereins, ausgezeichnet wieder­gegeben wurde. Der Aufführung wurde lebhafter Beifall zuteil. Wesentlichen Anteil an dem Er­folg des Abends hatte auch das von Musiklehrer Heinrich Blaß, Großen-Linden, zusammenge- stellte Orchester, das die Dorgänge auf der Bühne musikalisch sehr gut illustrierte. Die Veranstal­tung bedeutete für den Verein einen großen Erfolg.

* Holzheim, 18. April. Vor einigen Tagen brachte ein junges Mädchen von hier heimlich ein Kind zur Welt, das es nach der Ge­burt in einer Aktentasche verbarg und diese in der Scheune versteckte. Da das Mädchen bei dem ganzen Vorgang völlig allein gehandelt hatte, blieb die Tat zunächst verborgen, bis eine Mit­teilung von unbekannter Seite die Staatsanwalt­schaft zum Eingreifen veranlaßte. Bei der Haus­suchung legte das Mädchen ein Geständnis ab und gab auch sofort an, wo die Kindesleiche ver­borgen worden war, die daraufhin sichergestellt wurde. Das Mädchen verblieb mit Rücksicht auf sein Geständnis auf freiem Fuß. Die weitere Verfolgung der Angelegenheit liegt in den Hän­den der Staatsanwaltschaft.

§ Beuern, 18. April. An Ostern wurden nur zwei Kinder aus der hiesigen Volksschule ent­lassen. Da aber in den letzten Jahren sehr starke Jahrgänge aufgenommen wurden, so wurde eine halbe Schulstelle neu errichtet und diese an Schul­verwalter Schäfer, seither in Heuchelheim, ver­geben.

Grünberg, 18. April. 3m Auftrage des Kreisamtes Gießen überreichte Kreisfeuerw'ehr- Inspektor D i ck o r e, Gießen, im Anschluß an eine Hebung der hiesigen Freiwilligen Feuer­wehr vier Feuerwehrleuten Feuerwehr- Ehrenzeichen. Ausgezeichnet wurden für 40jährige Dienstzeit Georg F u l d a t und Julius V o n - E i f f, für 25jährige Dienstzeit Jean S e e p e und August Ritter.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

* Bieber, 17. April. Am Freitagabend ver­anstaltete die hiesige Ortsgruppe der RSDAP. im Saale des Gastwirts Scherer eine öffentliche Kundgebung, bei welcher der Saal voll besetzt war. Reichstagsabgeordneter Lindner als Redner des Abends beschäftigte sich zunächst mit Fragen der Reichspolitik und erörterte anschließend die politischen Tagesfragen zur preußischen Landtagswahl. Die Kund­gebung nahm einen durchaus ruhigen Verlauf.

Briefkasten der Jteöaffion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Rach Aonaenroth. 1. Ihre Anfrage wegen der Grenzvermessung ist in ihrem Wortlaut unver­ständlich, zum mindesten insolange, als uns weder der Meßbrief, noch eine Zeichnung vorliegt. Möglicherweise besteht aber, wenn es sich um eine alte Hofreite handelt, für die Einfahrt ein schon vor dem Jahre 1900 exworbenes Recht, auch ein Fahrtrecht für die Dreschmaschine. Viel­leicht kommt aber hinsichtlich des Grund und Bodens unter den Beteiligten eine Einigung zustande (etwa durch Kauf oder Tausch). In diesem Falle wäre der Ordnung und Rechtssicher­heit halber besonders im Interesse der frühe­ren Rechtsnachfolger im Grundeigentum un­bedingt eine gerichtliche oder notarielle Beur­kundung unter Zurücksetzung aller sonstigen Streit­punkte erforderlich. 2. Bei Reupflanzung von Bäumen, die mehr als zwei Meter hoch find oder werden, ist ein Mindestabstand von 2 Meter von der Grenze des Rachbargrundstücks einzuhalten, von der Mittelachse des Baumes an gerechnet, dort, wo der Baum aus dem Boden heraustritt. In Berücksichtigung der künftigen Ausdehnung der Baumkrone kann, zumal bei Hochstämmen, nur entschieden geraten werden, die Grenz- entfernung erheblich größer zu wählen.

Ur. 50 6t. Dem Ueberwandlungsberecytigien steht ein Gangrecht zu, wie er es immer ausgeübt hat. Ist er mit den Maßnahmen des Eigentümers des dienenden Grundstücks aber einverstanden, so ist für seine Person die Sache erledigt. Anders verhält es sich mit den Maßnahmen, die des Eigentümer des dienenden Grundstücks im übrigen getroffen hat und durch die Ihr Grundstück berührt wird. Rach §§ 908, 909 BGB. ist 2hv Rachbar für etwaigen durch Einsturz entstehenden Schaden verantwortlich, denn ein Grundstück darf nicht in der Weise vertieft werden, daß der Boden des Rachbargrundstücks die erforderliche Stühe verliert, es sei denn, daß für eine genü­gende anderweitige Befestigung gesorgt wird« Machen Sie 2hren Rachbar hierauf aufmerksam«

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

An die Sfabtocrroalfung.

Das Bestreben den Frentbenverkehr zu heben, macht sich in Gießen immer mehr bemerkbar. Damit" sollte auch Veranlassung gegeben sein, die verschiede­nen Einrichtungen der Stadt einmal auf ihre Brauch­barkeit zu untersuchen. Jedem Besucher der Stadt muß auffallen, in welch mangelhafter Weise hin­sichtlich der sanitären Anlagen vorgesorgt ist, und daß die Stadt, der man sonstBedürfnislosigkeit" kaum zum Vorwurf machen kann, nur eineRückzugs- gelegenheit" am Schnittpunkt von Seltersweg und Südanlage besitzt. Daß diese Einrichtung für die stark gewachsene Stadt nicht als ausreichend angesehen werden kann, dürfte wohl ohne Meinungsverschieden­heiten feststehen. Am wenigsten ist dabei auf die Frauen Rücksicht genommen, die bei den Ent­fernungen, mit denen gerechnet werden muß, in die Zwangslage kommen, noch eine Tasse Kaffee mehr trinken zu müssen, um zu ihrem Ziele zu kommen. Zur Steuer der Wahrheit müßte hier zwar noch ein zweites Kabinett erwähnt werden, das sogar den Vorzug hat, ziemlich zentral zu liegen, da es in einem großen Neubau, dessen Errichtung sich durch mehrere Jahre hingezogen hat, untergebracht ist, das aber scheinbar seine Pforten nur den Wochenmarkt­besuchern öffnet. Daraus mag es wohl auch zurück­zuführen sein, daß Leute, die den vergeblichen Ver­such gemacht hatten, angeeigneter Stelle" anzu­kommen, ihreVisitenkarten" an der Tür abgegeben hatten. Hier könnte wenigstens sofort Abhilfe ge­schaffen werden, die kaum Kosten verursachen würde. Wenn man zeitweilig durch Arbeitslose eine Tag. und Nachtschicht als Wächter einrichtete. Durch Be­schäftigung solcher Leute könnte vielleicht noch ein weiterer Ausbau solcherGelegenheiten" in Betracht gezogen und, wie in anderen Städten, unterirdische Anlagen unter sog. Verkehrsinseln geschaffen werden.

L.

Rundfunkprogramm.

Mittwoch, 20. April.

7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.50: Eine halbe Stunde am Dankschalter. Don Actualis. 12.00: Don München: Mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 13.00: Konzert auf Schall- platten. 15.20 bis 16.10: Stunde der Jugend. 17.00: Don München: Unterhaltungsmusik. 18.25: Karlsruhe:Don alten Zauberbüchern", Dortrag von Prof. Dr. K. Preisendanz. 18.50: Mannheim: Lustiges und vorteilhaftes Rechnen", Plauderei von Dr. Karl Menninger, Heppenheim. 19.30: Musikalische Grundbegriffe Ihr Wesen und ihre Bedeutung", Vortrag von Hans Rosbaud. 20.00: Liederstunde. 21.00: Unbekanntes von Be­kannten. Ein Essay mit Beispielen. Von Dr. Franz Leppmann. 21.40: Unterhaltungsmusik. 22.20: Zeitbericht. Irland Englands große Sorge.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinden. Mittwoch, den 20. April.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Donnerstag, 21., und Freitag, 22. April: Passahfest. Donners­tag: Vorabend 7.15 Uhr; morgens 8.30 Predigt. Freitag: Vorabend 7.15 Uhr; morgens 8.30.

Samstag, 23. April. Vorabend 7.15 Uhr; morgens 8.30; abends 7.40 und 8.20 Uhr.

Gottesdienst der Israelitischen Religionsgesell- schast. Mittwoch, 20. April, morgens: 6.00 Uhr. Donnerstag, 21. April, und Frei­tag, 2 2. April, Passahfest. l.Tag: Vorabend: 7.15 Uhr, Vormittag: 8.00 Uhr Predigt, Rach- mittag: 4.00 Uhr. 2. Tag: Vorabend: 815 Uhr, Vormittag: 8.00 Uhr. Sabbatfeier den 23. April. Freitag abend: 7.05 Uhr. Samstag vor­mittag: 8.00 Uhr, nachmittag: 4.00 Uhr, Sabbat­ausgang: 8.20 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 6.30 Uhr.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5,5 o.H., Lombardzinsfuß 6,5v.H.

Fran,sun o.

Berlin

Schluß-, turs |

KurS

Schluß« l turS |

Anfang- Kurs

Datum

18.4.

19.4.

18.4.

19-4.

6% Deutsche Reichsanleihe ö. 1927

7% Deutsche ReichSanleihe v. 1929

50

52,5

60

61

_

5%% Doung-Anletbe von 1930 .

50

50,25

_

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos^Rechten.......

38,25

37,13

38,25

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . .

3,13

3,05

8% Hess. BollSstaat von 1929 irückzahlb. 102%)......

-

_

49

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

AuSlos^Rechten.......

_

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

36,5

_

36,75

_

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 . . . .

73

_

_

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bU 1936 Serie 16 .

72

_

_

4%% Franks. Hyp^Banl Liqu.- Psandbriese.........

74,5

_

_

4%% Rhenilche Hyp.-Bank-Ltau

Goldpse...........

75

_

_

8% Pr. Landespsandbriesanstalt Psandbrtese R. 19......

71

71

7% Pr. Landespsandbriesanstalt Bsandbriese 8t. 10

71

4% Oesterreich« che Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrenle .... 4% Ungarische Staatsrente ». 1910 4>/,% deSgl. von 1913 . .

5% abgest. Goldmexikanrr von 99 4% Türkische Zollanleche von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih, Serie, . . . . . .

4% desgl. Serie II.......

6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4)4%RumänHeretnh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . «k%l. Anatolier.......

2,1

1

5,75

5,65

4,75

5,75

2,05

2,05

2,15

*

9,45

44

13,25

Franlfrm u. JH.

Äerlu

Schluß«, flirt) |

Schluß-, fürs 1

Anfang- Kurs

Datum

18.4.

19.4.

18.4.

19.4.

Hamvurg-Amerila Pate, . .

. t

14,65

14,5

Hamburg-SÜdam. Dampfschif!

. 0

Hansa Dampfschiff

. 0

23,25

Norddeutscher Lloyd

. 6

15,13

15,13

15

15,25

A.G. für Verkehrswesen Akt.

31,25

30,25

Berliner Handelsgesellschaft

8

83

83

Go mm en» und Privot-Bank . Darmstädter und Nationalban

7

22

8

23,5

23,5

_

Deutsche Bank und

DiSconto-GeseUschast. . .

6

43,5

43,5

Dresdner Bank......

6

23,5

_

23,5

Reichsbank ......

12

103,5

102,75

103,25

102,13

A.E.G.........

. 7

25

25,25

25,4

25,25

Bergmann........

. 9

**

Elekkr. LteferungSgesellschast.

10

58,13

57

Licht und Kiast . .

10

60,5

61

60

Felten ä Guilleaume....

ey.

34

32,25

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

Rheinische Elektrizität . . .

9

50

48,75

50,13

48,13

. 9

60,5

60,5

Schuckert S Co..... .

11

-

45,5

43,5

Siemens S Halske . . . .

14

95,5

97

95,5

Lahmeyer & do...... .

12

76

77

75

Buderus.........

. 4

_

21,5

20,5

Deutsche Erdöl......

. 5

54,75

53,75

Gelsenkirchener......

. 8

32,65

33

31,9

Harpener.........

. c

33

33

Hoescd Eisen........

. 6

26,13

25,13

Ilse Bergbau.......

IC

Klöcknerwerke.......

. 6

22

stöln-Neuessen.......

ey,

ManneSmann-Röhren . . .

. 6

33,5

32,75

34,25

33,25

Mansselder Bergbau . . .

. 0

12,75

13

Oberschief. Kokswerke . . .

. 8

30,75

30,5

Phönix Bergbau......

4V?

17

-

17,13

16

Rheinische Braunkohlen. . .

10

154

-

155,5

155,75

Rhetnstahl ........

6

**

35,9

35,76

...aiuur. u. 2)1.

Berlin

Schluß. lurS

1-llhr- flur*

Schluß« für»

Anfang- Kurs

Datum

18.4.

19.4

18.4.

19.4.

Rtebeck Montan......

7,2

Bereinigte Stahlwerke . . .

. 4

15,65

15,9

14,65

Otavi Minen......1

;»/.

u

11,13

11

Kaliwerke Aschersleben . . .

1C

88,5

89

_

Kaliwerke Westeregeln . . .

10

99,75

98

95

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

15

147

144,25

I. ®. Forben-Induftrte. . .

Verein, chem. Industrie Frank-

12

86,5

85

86,65

85,4

furl a. M.........

_

_

_

Scheibeanstalt.......

10

125

125,25

_

Goldschmidt........

. 0

18

17,5

Rulgerswerke.......

. b

28,65

27,4

Metallgeselllchast......

. 6

28,25

28,25

Philipp Holzmonn.....

Zementwerk Heidelberg. . .

Cementwerk Karlstadt. . . .

. 8

31,5

32

31,5

. 7

. 7

42,5

44

_

_

Watch & Freytag.....

. 0

Schultheis Papenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide)

15

_

59,5

57

0

35,25

34

35,25

34

Bemberg.........

0

37

36,5

36

Zellstoss Woldhof.....

12

30,5

28,5

Zellstoff Aschaffenburg . . .

6

29,5

Desfauer Ga« ...

. 9

79,75

78

Daimler Motoren . . .

. C

10,25

9,5

Deutsche Linoleum . . .

. 6

26,5

26

25,75

Orenslein & Koppel . . .

. C

22,25

21,9

Leonhard Tietz......

. t

52

Evensko ........

16

_

11 190,5

10,25

190

Cbade .......

191

Frankfurter Maschinen . . .

. 0

14

13,75

Grlyner.........

. c

_

Mainkrastwerke Höchst a.M».

. 6

__

sj

Süddeutscher Zucker ....

91

SM

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

18. April

19. April

Amtliche Jlotlerung

Selb | Briet

Amtliche Notierung

Geld

»riet

Helsingfor»

7,343

49,95

7,357

7.343

7,357

Wien

50,05

49,45

50,55

Prag . . .

Budapest . .

12,465

12,485

12,465

12,485

62,94

63.06

64,94

65,06

Sofia

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland

170,68

171,02

170,68

171,02

Oslo.

79,92

80,08

77,92

78,08

Kopenhagen

87,01

87,19

87,16

87,34

Stockholm

78,17

78,33

77,52

77,68

London. .

Buenos Aires

15,90

15,94

15,95

15,99

1,048

1,052

1,048

1,052

Neu york

4.209

4,217

4,209

4,217

B rüffel.

59,01.

59,13

58,98

59,10

Italien . .

21,63

21,67

21,63

21,67

Paris . .

16,60

16,64

16,605

16.645

Schwei,

81,82

81,98

81,77

81,93

Spanien

32,67

32,73

33,27

33,33

Danzig

82,62

82,78

82,67

82.83

Japan .

Rio de Jan..

1,389

1,391

1,399

1,461

0,279

0,281

0,279

0.281

Jugoslawien.

7,423

7,437

7,423

7,437

Lissabon

14,49

14,51

14,54

14,56

Banknoten.

Berlin, 18. April

Geld

SFIe?

Amerikanische Note» .......

4,20

4,22

Belgiiche Noten ........

58,85

59,09

Dänische Noten ......

86.83

87,17

Englisckie Noten ....

15.86

15.92

Französische Noten .....

16,56

16,62

Holländische Noten . . .

170,31

170,99

Italienische Noten

21,76

21,84

Norwegische Noten

79,74

80,06

Deutsch-Oesterreich, * 100 Schllltua

Rumänische Noten........

2 49

2.51

Schwedische Noten........

77,99

78,31

Schweizer Noten. ........ Spanische Noten.<> Lngartsche Kot« ........

81,64

3^63

y