S.Jl.-’Spoit
Ein Lahr in der Kampfbahn!
Rückblick auf die Leichtathletik-Saison her Spielvereinigung 1900.
tfür die Leichtathleten der Spieloereinigung 1900 liegt wieder ein Jahr eifriger Arbeit zurück. 1932 hat viele Siege, ober auch Niederlagen gebracht, Wettkampf und ernstes Training, Opfer und manche Freude und, unsichtbar, Erhaltung der körperlichen Elastizität. Das letztere ist wohl mit der wesentlichste Aktivposten, auch wenn er zahlenmäßig nicht zu erfassen ist. Wenn die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit der Sinn der Leichtathletik ist, so ist der Wettkampf die äußere Form.
Um ober die geleistete Arbeit darzutun, muß man doch zu Zahlen greifen. Die Bilanz sieht folgender- maßen aus:
Bestritten wurden insgesamt 21 Veranstaltungen. Davon waren 9 eigene uni 12 fremde.
Errungen wurden insgesamt 214 Siege, und zwar 71 erste, 87 zweite und 56 3. Siege.
Ein befriedigendes Ergebnis! Bereinsmeisterfchafts- ftege wurden dabei nicht gewertet. Klubkämpfe jeweils nur als ein Sieg betrachtet. An eigenen Veranstaltungen wurden abgehalten: Vereinswaldlaufmeisterschaften, Klubkampf gegen ASV. Köln, Staffellauf „Rund um die Anlagen" (im Auftrage der übergeordneten Sportbehörde), der Verein hatte ferner übernommen die Frauenbezirksmeisterschaften, die Gau-Jugendmeisterschaften. An eigenen Veranstaltungen außerdem einen Jugendklubkampf gegen Sportklub 1880 Frankfurt, die 11. Nationalen Wettkämpfe, die Vereinsmeisterschaften und den Mannschaftskampf gegen das Bataillon ausgetragen. Die Spieloereinigung 1900 hat damit schon rein äußerlich ihre Vormachtstellung auf dem Gebiete der Leichtathletik neben Hessen-Preußen Kassel gehalten. Eine wesentliche Veränderung der Leichtathletik-Abteilung hinsichtlich des Mitgliederstandes ist nicht zu verzeichnen. Jugendliche rückten zu Aktiven auf.
Betrachtet man die bestrittenen Veranstaltungen im Einzelnen, dann kommt man zu folgenden Ergebnissen. Zuerst sind die nationalen Wettkämpfe zu nennen. Die eigenen 11. Nationalen Wettkämpfe nahmen einen ausgezeichneten Verlauf. Kanonen waren am Start (Sprinter der Eintracht; Berg, Debus, Kilo, Junghenn usw.). Für die Blauweißen war die Konkurrenz sehr stark. Zwei 1. Siege (Jung, Stabhoch 3,30 Meter: Felsing, 100 Meter der Klasse 3), 6 wertvolle zweite Plätze und 5 dritte Plätze wurden errungen. In Diez, beim GDA.-Sportfest in Frankfurt und in Butzbach schnitten die 1900er gut ab. Im Straßenlauf des Osram-Sportvereins und beim Championat der Streckenläufer (je 25 Kilometer) wurde Gerhardt 3. bezw. 2. Sieger. Beim Frankfurter Hallensportfest wurde wieder die 3X1000-Meter-Staffel traditionell mit dem 3. Platz belegt. Bei den Wettkämpfen des Mto. Gießen wurden einschließlich der Jugendlichen und der Frauen 8 erste, 11 zweite und 7 dritte Plätze errungen.
An den Verbandswettbewerben und Meisterschaften beteiligten sich die 1900er sehr lebhaft.
Bei den Gaumeisterschaften sicherten sich die Leichtathleten allein 19 erste Siege.
Bei den in Weilburg ausgetragenen Gau-Bahn- m e i st e r s ch a f t e n qualifizierten sie sich als weitaus bester Verein. Mit 11 Herren- und 3 Frauenmeisterschaften kehrten sie zurück. Beim Gaurn a l d l a u f in Aßlar fielen 4 erste, 2 zweite und 2 dritte Siege an die Blauweißen. Bei den B e - zirksmeisterschaften in Kassel hatte man gegen stärkste Konkurrenz aus Hessen - Hannover anzutreten. Vier Meisterschaften, 9 zweite und 2 dritte Siege waren die Ausbeute. Bezirksmeister wurden Jung im Stabhochsprung und im 400= Meter-Hürdenlauf, Schaaf über 5000 Meter, Peters über 800 Meter. Die 4X100-Meter-Staffel lief mit 44,6 Sek. eine neue Dereinsbestleistung. Bei den Westdeutschen Meisterschaften belegte Schaaf über 5000 Meter im starken Feld einen ehrenvollen Platz: Zeit: 15.35 Minuten. 10 000 Meter lief er als vierter in 33.14 Minuten. Zu den Deutschen Meisterschaften in Hannover wurde Gerhardt entsandt. Er landete, indisponiert, im Marathonlauf auf dem 11. Platz. Bei den Oesterreichischen Marathon- meisterfchaften konnte er seine Zeit wesentlich verbessern und wurde vierter.
Die Be z i r k s f r a u e n m e i st e r sch a ft e n, die auf dem Sportplatz 1900 ausgetragen wurden, brachten den Gießenerinnen nicht viel Lorbeer. Sie waren den Damen von Hessen-Preußen nicht gewachsen. Es reichte nur zu zweiten Plätzen. Nicht weniger denn 90 Mitglieder der Leichtathletikabtei
lung der Spieloereinigung nahmen am Lauf „Rund um d i e Anlagen" teil. Je zwei Aktiven-, Jugend- und Frauenstaffeln wurden gestellt (2 erste, 1 zweiter und 1 dritter Sieg). In der Klasse der Aktiven wurde dabei gegen den Männer- turnoerein nach heftigem Kampfe ein schöner Sieg errungen.
Eine wesentliche Bereicherung des leichtathletischen Programms stellten die Klubkämpfe dar. Gegen Köln unterlagen die Gießener. Die Kölner (ASV.) gehören zu den besten westdeutschen Leichtathletikvereinen. 1900 verlor ehrenvoll. Das B a - t a i 11 o n konnte sicherer, als man es ursprünglich erwartete, mit 75:55 Punkten geschlagen werden. Die Jugendlichen triumphierten über die leistungsfähigen Jugendlichen des Sportklubs 18 8 0 Frankfurt.
Beachtenswert und sehr erfreulich, ist es, daß die Leichtathleten der Spieloereinigung
14 Mal in der 20-Beffen-£ifte des westdeutschen Spielverbandes
erscheinen. In dieser Liste wurden folgende Leistungen festgehalten:
100 Meter: W. Müller, 11 Sekunden.
5000 Meter: Schaaf, 15,53 Minuten.
Gerhardt 16,17 Minuten.
10 000 Meter: Schaaf, 33,14 Minuten.
400 Meter Hürden: Jung, 60,8 Sekunden. 4X106 Meter: 44,6 Sekunden.
4X1500-Meter: 1. und 2. Mannschaft. Stabhoch: Jung, 3,40 Meter.
Dreisprung: Jung, 12,27 Meter.
Kugelstoßen: Gugel, 13,27 Meter. Diskuswerfen: Gugel, 40,55 Meter. Hammerwerfen: Gugel, 27,98 Meter.
Buß, 27,25 Meter.
Gerhardt, als bester Westdeutscher Marathonläufer, dürfte,der 20-Besten-Liste zugezählt werden. Neben den Kämpen, deren Leistungen in der genannten Liste festgehalten sind, verdienen noch verschiedene andere Leichtathleten namentlich festgehalten zu werden. In Felsing will sich ein ausgezeichneter Mehrkämpfer entwickeln. Gute Aussichten für die Zukunft hot der junge Sprinter Koch. Peters ist als Mittelstreckler wieder gut in Form. Bepper - l in g und Reitz gehören zum zuverlässigen und festen Bestand. Von den Jugendlichen verdient der Vertreter des jüngsten Jahrganges Goß genannt
Zn her Sichler-Schule.
Die Arbeits-Armee, die sich nach Organisation der Arbe'.tsdienstpflicht der ländlichen Siedlung widmet, braucht Führer: dazu eignen sich junge Akademiker, die aber freilich erst die Landwirtschaft kennenlernen müssen. Zu diesem Zwecke ist die erste Siedlerschulc zu Karlshorst, wenige Kilometer von dem Luftkurort Fürstenberg in Mecklenburg-Strelih entfernt, gegründet worden. Hier werden junge Leute mit den Dingen der Landwirtschaft und dem Geist der Siedlung vertraut gemacht. Wie R. Stocks in der Leipziger „Jllustrirten Zeitung" berichtet, wird der Unter- richt in der Schule, die zwischen bewaldeten Hügeln in reizvoller Umgebung liegt, von zwei Lehrern, einem praktischen und einem Diplom- Landwirt, erteilt. Die theoretischen Lehrstunden finden hauptsächlich im Winter statt: die anderen Jahreszeiten sind meist der praktischen Arbeit gewidmet. Man beschränkt sich auf die einfachsten Formen der Siedlung, da ja nur diese vorläufig in Betracht kommen und besonderes Gewicht wird auf gründliche Erlernung des Gartenbaus und der Imkerei gelegt. Wer Stalldienst hat, muß im Sommer schon um 3.30 Uhr fein Lager verlassen. Eine Stunde später gibt's den Morgenkaffee, und dann geht es an die Arbeit in Feld und ©arten. Um 12 Uhr finden sich alle im großen Speisesaal zusammen, und nach einer Ruhepause bis 13.30 Uhr wird bis 19 Uhr weiter gearbeitet. An alle Schüler werden die gleichen Anforderungen gestellt, und es herrscht eine vorbildliche Kameradschaftlichkeit. Dieses enge Zusammenhalten ist es. das den frischen Geist in die Schar bringt, aber vor allem ist es die Arbeit, die sie beglückt, und die Hoffnung, sich
zu werden.^Jn der D-Klasse konnte er in der vergangenen Saison die meisten Siege erringen. Mit überragenden Leistungen warteten D a u m st i e - 9 er und B e r g h o f e r I und II, Hermann odjlarb und von Bültzinglöwen auf.
Bei den Frauen war die erfreuliche Feststellung zu machen, daß sie fast durchweg wieder -eifrig bei der Sache waren. Die Mädchenklasse hat sich sehr entwicke>lt. 3n der Mädchenklas'e wurden beachtliche Fortschritte verzeichnet. Zu nennen sind hier Gretl Guth. Margret Losch, Roly Lippert und Lotti Diehl. Bei den Frauen kam Fräulein Gerda Hublitz gegen Ende der Saison sehr stark auf. Fräulein Luh machte int Kugelstoßen Fortschritte, Fräulein Etzelmüller im 8L0-Meter-Lauf. Beide kamen auf ihre bisherigen Bestleistungen. Beide konnten sich in ihren bisherigen Leistungen verbessern. Fräulein R i ck e ll qualifizierte sich in verschiedenen leichtathletischen Wettbewerben.
Die Spielvereinigung 1900 kann auf ihre Leichtathletik-Abteilung stolz fein. Die Aussichten auch für das kommende Jahr sind nicht schlecht.
Man darf hoffen, daß sich die Spieloereinigung ihre Spitzenstellung in der Leichtathletik be» Bezirkes Hessen-Hannover hält.
Großer Verdienst an den Erfolgen gebührt neben Herrn Richtberg, der die oft sehr umfang- reichen organisatorischen Arbeiten übernommen hatte, besonders auch Herrn Willi Schmidt, der als Trainer die Mannschaften voran brachte. Aus Anlaß der Siegesfeier, die die Leich-tath- lethik-Abteilung vor kurzem veranstaltete, konnten den beiden Herren besondere Auszeichnungen übermittelt werden. Die Betätigung, die in diesem Rückblick in den wesentlichsten Punkt rn gestreift wurde, ist ein deutlicher Beweis dafür, daß die Spielvereinigung auch im vergangenen Jahre wieder eine erfolgreiche Breitenarbeit geleistet hat, ohne die Förderung der Spitzenleistungen zu vernachlässigen.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Riederweisel I — Spo. 1920 I 2:5 (1:3).
Die 1. Mannschaft des Sportvereins 1920 weilte vergangenen Sonntag in Riederweisel, um gegen die dortige 1. Elf das fällige Berbandsspiel auszutragen. Die Gäste-Mannschaft, die einige Umstellungen vorgenommen hatte, legte von Anfang an mächtig los und kotrnte bereits in der zweiten Minute das erste Tor schießen, dem kurz darauf der Ausgleich von Riederweisel folgte. Bis zur Pause verwandelte Riederweisel weitere zwei Bälle, betten die Platzmannschaft nichts entgegensetzen konnte. Rach Halbzeit ging Riederweisel mächtig aus sich heraus, konnte jedoch dank der vorzüglichen Abwehr der Gäste nur ein Tor erzielen, während des Gastgebers fchußfreudiger Sturm noch zweimal zum Erfolg kam.
ein einfaches und gesundes Leben auf bauen zu können.
Die Ahelsberger Grotte als Zoologischer Garten.
3n einem Teil der .,Adelsberger Grotte", der vielbesuchten Tropfsteinhöhle im Karst bei Triest, wurde der erste unterirdische Zoologische Garten eingerichtet. 3n einer Seitengrotte wurde diese höhlenwissenschaftliche Station geschaffen. Man stellte in drei natürlichen Sälen zahlreiche steinerne Decken und gläserne Kästen als Aquarien und Terrarien auf. Der eine Raum wurde den Höhlenpflanzen, ein anderer den Höhlentieren überlassen. Wenn diese unterirdischen Lebewesen auch gefangen sind, so finden sie doch hier ihre eigentlichen Lebensbedingungen: echte Höhlenluft, echtes Höhlenwasser und eine gleichbleibende Temperatur. Die Arbeit in den dunklen Räumen wird durch eine Beleuchtung von rotem Licht erleichtert. Es gibt hier merkwürdige Käfer, Tausendfüßler und Spinnen zu sehen, aber am seltsamsten ist Wohl der Grottenolm, ein aalglatter, beinahe farbloser Lurch, der nur in den unterirdischen Gewässern des Karstes zu finden ist. Die dritte Abteilung der Erperimentalstation soll dazu dienen, Tiere und Pflanzen der Oberwelt den Bedingungen der Höhlenwelt auszusehen und die Veränderung ihrer Organe und Farben zu beobachten.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi» 12 30 Uhr, 16 bi» 17 Uhr. Sametog nachmittag geschlossen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Buntes Allerlei.
Amtsgericht Gießen.
Arn Schluß einer am 7. 3uli d. 3. im Safe abgehaltenen nationals ozialistischen Bersanrm hing nahmen sowohl die Polizei, als auch th größere Anzahl SS.-Leute infolge von Ao: gäugen, die sich vorher auf der Straße abgespicl hatten. Veranlassung, Dersammlungste lnehmck namentlich soweit sie in geschlossenem Zuge ihr« Heimweg über den Kirchenplatz und den Mark, Platz antraten, gemeinschaftlich unter ihren S5ul zu nehmen, indem sie ihnen in bestimmten QL ständen zur Seite gingen. Unter den SS.-Leute, befand sich auch der Angeklagte. Als dieser sah daß ganz in seiner Rähe ein anderer -^5 -lKanj von Zuschauern, die offensichtlich politische Ocgnr- von ihnen waren, heftig angegriffen wurde uni in eine größere Bedrängnis geriet, sprang ? seinem Gesinnungsfreund zu Hilfe, zog aus be; Rocktasche einen geladenen Revolver, nckhm dielen um ihn besser als Schlagwerkzeug handhabet zu können, verkehrt und schlug um sich. Wen 21 traf und ob er überhaupt jemanden traf, we, nicht festzustellen. Durch die Erschütterung enlluf sich der Revolver, und der Schuh ging einen Zuschauer in die Brust. Lebensgefährlich war di, Verletzung indessen nicht. Gleichzeitig verletzt, der Angeklagte sich selbst am Mittelfinger infolg, des nämlichen Schusses. Er ist für diesen ücC verantwortlich, hat aber nicht vorsätzlich, sondern — allerdings in hohem Grade — fahrlässi- gehandelt. Der Angeklagte hat sich dieserhall einer fahrlässigen Körperverletzung schuldig ge< macht. Dazu kommt, daß er, ganz abgesehen vor der Entladung deS Revolvers, sich schon durij die bloße Benutzung der Schußwaffe auf GrunI des § 25 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über di, Schußwaffen und Munition vom 12. April 19A strafbar gemacht hat. Er durste danach ohm Erlaubnis überhaupt keinen Revolver tragen um sich damit auszurüsten Rotwehr lag nich vor, ebensowenig, soweit das Tragen einer Schub- Waffe in Betracht kommt, ein Rotstand. Es mag richtig sein, daß dem Angeklagten schon öftere wenn auch nicht gerade in letzter Zeit, vor polit:schen Gegnern arg mitgespielt worden ifi das berechtigt ihn aber noch nicht, ohne weiteret eine Ausnahmestellung zu beanspruchen. Dei unbestrafte Angeklagte, der im großen und ganz« geständig war und ein offenes Wesen zur Schar trug, erhielt wegen der beiden Vergehen ein: Gefängnisstrafe von drei Monaten weniger um deswillen nicht, weil er es nur einer Zufall zu verdanken hat, daß der in die Meng, abgegebene Schuß nicht weit schlimmere Folgen gehabt hat. Schußwaffe und Munition tourber eingezogen.
irischafi.
• Umtausch preußischer Schatzan- Weisungen. Wie WTD.-Handelsdienst hört wird in den nächsten Tagen ein Umtauschangebv des preußischen Staates auf seine am 20. 3araiai 1933 mit 102 Prozent rückzahlbaren 130 Mill. Ml 6Prozentigen preußischen Schatzanweisungen erfolgen. Die Rückzahlung der neuen Schatzanweisungen wird je zur Hälfte des Rennwertes an 20. 3anuar 1935 mit 100 Prozent, und am 20. Januar 1936 mit 102 Prozent erfolgen. Die neuen Schatzanweisungen werden beim Umtausch zum Kurse von 94 Prozent angerechnet. 3um gleichen Kurse werden die Schatzanweisungen auf dem Wege des freihändigen Verkaufs an Reuerwerbei abgegeben.
Voigt & Haeffner AG., Frankfurt am Main. Die gestrige Generalversammlung der Voigt & Haeffner AG-, Frankfurt a. M genehmigte einstimmig den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931, der nach Auslösung der gesey- lichen Reserve von 1 240 000 Mk. einen Verlusl von 2 130 000 (260 000) Mk. ausweift. Der Verlust wird e nstweilen borgetragen, eine Zusammenlegung deS Aktienkapitals wurde zurückgestellt bis wieder mit sicheren Bewertungsgrundlagen zu rechnen sei.
Snmffurter Abenhbörse abwartend.
Frankfurt a.M., 17. Rov. 3n Anbetrach! der noch ungeklärten innerpolitischen Lage verhielt sich die Spekulation an der Abendbörke abwartend, so daß daS Geschäft nur ein gar» geringes Ausmaß annahm. Die Stimmung tixu aber nicht als unfreundlich >u bezeichnen, zumal die festeren Reuhorker Eröffnungskurse eine gr- wisse Anregung boten. 3®.-Sorben konnten gegen den Berliner Schluhkurs 0,25 v. H. anziehen, uv- auch an den anderen Marktgebieten nannte man meist leicht gebesserte Kurse.
Am Rentenmarkt sanden in Altbesih- anleihe und Reichsschuldbuchforderungen fleint Umsätze zu unveränderten Kursen statt. Reubesitz 6,40. Altb^itz 54.60, Rcichsbank 126, Klöcknerwerkc 35,90, WanneSmann 52, AEG. 31,25. 3G.-Farben 94,25, Licht Ä Kraft 94,5. Siemens 117,5.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dioid.nde an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 8 v.H.
Oatum
6 '0 Xrundie zKeiMajuetiic v. isr. <■% ehem. 7%Tt9iet66<ml. V.1S2S f>^% B»ung-Änleibe von 1030 . Deutsche Änt.-Ablos.-Lchuld mH Au«lo,.-Rechten......
Tcdfll. ohne AuSlol.-Rechte . . 6% ebem 8%€>dj. BoUeftaat 1989 irücUahlb. iO2%)......
c verheilen Provinz-Anleihe mti Ausl oi,-Rechten . . . .
Srutidic Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1
6% ehem. 8% ntanff. Hyp.-Banl Goidvl". 15 unkündbar bis 1935
6°o ebem. 7% itranft Hhp.-Banl Ävlov- 16 unkündbar bi« 1936 ebem 4ft% ^canls.Hyp.-
Ban! t'lnu Piondbriese ebem. <y.%9ibchttid)e
Hnv -Ban Liou^Goldv e. . 6% ebem 8% Pr. LandeSpsand» brietanila Pfandbriefe 0L 10 6% ebem. 7% Dr. LandeSpsand- brielanftaii Pfandbriefe R. I*"1
4% Oesterreichti che ©olmente . <.20% Oeiterreichische Sllberrenl, 4% Ungarische Koldrente . . .
4% Ungarische ©lauterente v. 1910 4Vi% de«gl. von ISIS . .
6% abzest. Vol»Mexikaner von 99 <% Türkische tzollanieihe von 1911 <% Türkische Bagdadbahn-Anletb
Serie I 4% Mfli. Serie ll.....
b% Rumän. ver Inh Rente 6.1903 4H%Rinnänjmdnb.lRenteD.i91i< 4% «umänische vereinh. Rente e8% Anatolier......
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6,054 51.95
6,066 52,05
Prag . . . BudapeS. .
12.465
12.485
12,465
12,485
—
W
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3.063
Cito016 * ’
169,13 71.18
169,47
71,32
169,18
70,53
169.52
70,67
Kopenhagen.
72,98
73,12
72 23
72,37
Stockholm
74,18
74,32
73,53
73,67
London. . .
14,04
14.08
13.88
13.92
Buenol Lire»
0,908
0,912
0.908
0,912
Reuyorl . .
4,209
4,217
4.209
4,217
Brüssel. . .
58.39
58,51
58.37
58,49
Italien. . .
21.55
21,59
21,56
21,60
Pari» . . .
16,49
16,53
16.495
16,535
Schweiz . .
80,97
81.13
80,97
81,13
Svant« . .
34,39
34.45
34.39
34,45
Danzig. . .
81,77
81.93
81,82
81.98
Japan . . . Rio de Ja»..
0.879
0.294
0.881
0,29 >
0,849
0/.94
0,851
0,296.
Jugoslawien.
Wabon . .
5.634
12.77
5.646
12,79
5.634
12,76
5,64t 12,78
Banknoten.
Serlln, l7.Hovembrr
SelL
Srtes
ckmertkanische Roten.......
4.20
4,22
Belgische Roten.........
58,21
58.45
Dänische Roten.........
71,86
72.14
Englische Roten.........
13.84
13,90
iZranzösische Roten........
16,45
16,51
Holländische Roten........
168,81
169,49
Norwegische Roten........
70,36
70,64
Deutsch.Oesterreich, 1 100 B-hllltag
Rumänische Norm,........
2,47
2,4»
Noten........
Schweizer Noten.........
80J9
81,11
Gpanische Noten. ........
Lngartiche Rote» ........


