Ausgabe 
18.10.1932 Frühausgabe
 
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O.Jl.-'Svoti

Oer DFB. tagt in Wiesbaden.

Stellungnahme zum Profifußball.

Am Samstag fand im Wiesbadener Kurhaus der diesjährige Bundestag des Deutschen Fuß- ball-Bundes, der von allen Landesverbänden sehr gu-t besucht war, statt. Nachdem man sich über die wichtigsten Fragen schon in den voran­gegangenen Vorstands- und Ausschuß-Sitzungen sehr eingehend unterhalten hatte, blieb dem Ple­num nur mehr die Erledigung der eigentlichen Tagesordnung Vorbehalten, die denn auch sehr reibungslos vonstatten ging und nur etwas über vier Stunden beanspruchte.

In seiner Begrüßungsansprache gedachte der 1. Vorsitzende des DFV., Linnemann, des verstorbenen 1. süddeutschen Derbandsvorsitzen» den Eduard K a r t i n i und würdigte de'sen Der- dienfte. Hierauf gab er zur Verufsspieler- frage folgende Resolution des Dundes-Vor- standes bekannt:

Der Bundesvorstand hat sich mit den ver­schiedenen Formen der Entwicklung des Ama­teur- und Berufssports befaßt. Dieser Ent­wicklung Rechnung tragend, hat der Bundes­vorstand folgende Erklärung abzugeben: l.Der Bund regelt den Berufs-Fuhballsport.

2. Die Leitung dieses Berufs-Fußballsports must nach den international anerkannten Be'chlü - sen in den Händen von ehrenamtlich tätigen Personen liegen. Aus dieser grundsätzlichen Stellungnahme heraus warnt der Bund vor dem Anschlust an illegale Organisationen.

3. Der Bundesvorstand ist unbeeinflußt von Er- eignissen irgendwelcher Art an die Reurege­lung der deutschen Fustballverhältnilse her- ungetr'üen. Er hat den geschästsführenden Ausschuß beauftragt, die erforderlichen Mast- nahmen vorzubereiten und dabei folgende Richtlinien zu berücksichtigen: a) Die Rege­lung soll eine Bereinigung des bisherigen Zustandes gewährleisten, b) Sie must den Amateurvereinen weitestgehenden Schuh und besondere Förderung angedeihen lassen, c) Die Frage der Lebensfähigkeit des Derufsfustball- .sports ist zu beachten und dabei sind die örtlichen Verhältnisse wie auch die Einstel­lung der mastgebenden Behörden zu berück- sichpgen.

Der Bundesvorstand erwartet vom geschäfts­führenden Ausschust mit aller Beschleunigung die Vorlage von Vorschlägen und Richtlinien und bittet den Bundestag, ihm die Vollmacht zur Durchführung der notwendigen Maßnah­men zu geben."

3n den Debatten zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung wurde von Dr. Bauwens unter Assistenz des Bundes-Spielausschust-Vor- sihenden Professor Glaser, Freiburg, besonders scharf gegen das bisherige Spielsystem Stellung genommen, das einer Aufwärtsbewegung der Spielstärke des deutschen Fustball hemmend ent* gegenstehe Die Berichte der verschiedenen Aus­schüsse wurden einstimmig genehmigt, ebenso wur­den den Bundesorganen Entlastung erteilt.

Bei den Neuwahlen wurde der Bundesvor­stand mit geringen Aenderungen wiedergewählt. Als Nachfolger Dr. Ivo S ch r i ck e r s, der in­folge feiner Berufung zum Generalsekretär der FIFA, sein Amt als dritter Vorsitzender ab­gegeben hatte, wurde der bisherige süddeutsche Schatzmeister Dr. R a st b a ch, Wiesbaden, er­nannt. Für Professor Dr. Wagner, Danzig, der auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde Ober­studiendirektor Dr. Erbach, Krefeld, gewählt. Dr. Wagner wurde mit der Chrenmitgliedschaft des Deutschen Fustball-Bundes ausgezeichnet.

Im weiteren Verlauf der Tagung standen noch einige Anträge zur Debatte. Der wichtigste, die Er­höhung des Anteiles der Vereine an den Ein­nahmen der Meisterschaftsendrunden, verfiel nach scharfen Wortgefechten der Ablehnung. Nach ein­stimmiger Annahme der Resolution zur Berufs- spielcrfrage schlost Linnemann mit Worten des Dankes an die Vertreter die ereignisreiche Tagung.

DfB. Sriebberg gegen Eintracht Frankfurt 11 (0:1.)

Dieses Unentschieden des Neulings gegen den süddeutschen Meister erweckte natürlich bei den 3000 Friedberger Zuschauern grosten Jubel. And man must sagen, daß das Ergebnis nicht unge­recht ist, denn in der zweiten Halbzeit lieferte Friedberg «n säst gleichwertiges Spiel. Vor der Pause waren die Frankfurter allerdings fast stän­dig überlegen, sie trieben aber die Kombination zu weit, so dast nur ein Tor durch den Junioren Mohns erzielt werden konnte. Friedberg kam in

der 37. Minute der zweiten Halbzeit durch Schmitt zum Ausgleich. Bemerkenswert ist noch, dast die Eintracht nur Ehmer ersetzt hatte, sonst aber mit der etatmäßigen Mannschaft also auch mit Schütz und Stubb antrat. Kratzenburger (Sprendlin­gen) leitete sehr aufmerksam.

Ver-bandsspiele in Hessen.

Die Spiele in der Gruppe Hessen verliefen diesmal alle programmgemäh. Lediglich die Höhe der Resultate überraschte in einigen Fällen. So siegte Wormatia bei Kastel mit 5:2 (3:1) höher, als es dem Spielverlauf nach gerecht- fertigt gewesen wäre. Der SV- Wiesbaden lie­ferte gegen Mombach ein Stürmerspiel, wie man es von ihm seit langen Monaten nicht gesehen hatte und so kam denn auch ein 4: 0-(l: 0)-Sieg zustande. Mainz 05 siegte in Arberach 2:0, die Wormser Kombinierten fertigten Lorsch 3: 0(0:0) ab und Bürstadt kam zu Hause zu einem 2:1- Sieg über den FC. Langen. Wesentliche Verände­rungen in der Tabelle hat es also diesmal nicht gegeben.

Weltmeister Richters großer Erfolg.

Europas Berufsfahrer-Elite 'geschlagen.

Cs war ein interessanter Versuch, den Amateur- Weltmeister Albert Richter, Köln, bei feinem ersten Start als Berufsfahrer gleich den besten europäischen Berufsfahrern gegenüberzustellen. Der Kölner hat seine Probe ganz ausgezeichnet bestanden. Rur Engel konnte ihm eine Nieder­lage beibringen. Alle übrigen Teilnehmer aber, darunter auch den Weltmeister der Berufsfahrer, den Belgier Scherens, konnte er glatt schlagen. Auch Martinetti, Falck-Hansen, Steffes und Osz- mella mustten sich dem jungen Kölner, der erst por wenigen Tagen feinen 20. Geburtstag feiern konnte, beugen. Im Gesamtergebnis siegte Richter übexle gen vor Engel. Steffes und Scherens. Ritter hat sich also in die Reihe der Profis ganz überzeugend eingeführt. In einem Amateur- Mannschaftsrennen siegten die Kölner Krewer- Merkens vor Stupp-Küster und Siehl-Reiländer.

Fechten im Turngau Hessen (OT ).

Ein TNannfchaftskampf.

In Bad-Nauheim fand am Sonntag die zweite Begegnung der Fecht-Abteilungen des Tv. Wetz­lar und des Tv. 1860 Bad-Nauheim statt. 2n jeder Mannschaft standen drei Florettfechter, drei Säbelfechter und drei Florettfechterinnen. Wie beim ersten Treffen in Wetzlar vor einigen Wochen wurde auch diesmal Tv. Wetzlar mit 4:2 Punkten Sieger in dem spannenden Mann­schaftskampfe. Die einzelnen Waffen zeigten fol­gende Ergebnisse: Florett-Fechter: 6:3 Siege für Wetzlar: Florett-Fechterinnen: 5:4 Siege für Wetzlar: Säbel-Fechter: 5:4 Siege für Bad- Nauheim. Beste Einzelfechter waren: Florett: Karl Mulch, Tv. Wetzlar: Säbel: Paul Hoff­mann, Tv. 1860 Bad-Nauheim: Fechterinnen: Frau Erna Kutscher, Tv. 1860 Bad-Nauheim.

Kurze Sportnotizen.

Marie Braun-Philippsen. die hol­ländische Rekord- und Olympia-Schwimmerin, ist jetzt schwer krank aus Los Angeles zurückgekehrt. Sie glaubt, in Amerika vergiftet worden zu sein. Rach einem scheinbar scherzhaften Nadelstich ins Bein, dem sie wenig Beachtung schenkte, wurde die Holländerin schwer krank und konnte nicht mehr starten. Marie Braun ist der Ansicht, daß auf sie das Attentat verübt wurde, weil sie als schärfste Gegnerin der späteren amerika­nischen Olympiasiegerin Eleanor Holm angesehen werden mußte, und für diese ein siebenjähriger Filmkontrakt auf dem Spiele stand, wenn sie ge­schlagen worden wäre. Wie weit diese Behaup­tungen zutreffen, wird wohl nie zu ermitteln fein.

DasKriterium der Ass e", ein Einzel­fahren für Straßenfahrer, gewann am Sonntag im Berliner Sportpalast der Berliner Funda vor feinem Landsmann Wissel und dem Belgier Jean zierte.

*

I m Turiner Marathonlauf siegte der Italiener Fanelli in 2:45:01,4 vor seinem Landsmann Genghini, der mit 54 Sekunden Rück­stand einkam.

Olympiasieger Jsmayr und die beiden Ringer Földeak und Sperling nahmen am Sonn­tag in Tilsit an einer Werbeoeranstaltung teil. Wäh­rend die beiden Ringer ihre Kämpfe gewannen, konnte Jsmayr fein Können nicht ganz entfalten, da die vorhandenen Gewichte nicht ausreichten.

Die Deutschen Ski-Meisterschaften 1 9 3 3 werden vom 17. bis 20. Februar in Freu- denstadt-Baiersbronn ausgetragen.

Das Tennisturnier in L u g a n o wurde am Montag abgeschlossen. Roderich Menzel ge­wann das Herreneinzel bidjt 6:1, 6:3, 6:3 über den Schweizer Aeschlimann. Frl. Payot - Frl. Ellmer siegten im Damendoppel über Frau Deutsch - Frl. Kallmeyer 2:6, 6:3, 6:3 und im Gemischen Doppel gewannen Payot - Aeschlimann über Friedleben- Menzel 6:1, 6:2.

S ü dd e u t schl a nd erzielte beim Hockey-Länder- tampf gegen Oesterreich in Frankfurt vor 1000 Zu­schauern noch ein Unentschieden von 3:3, nachdem die Gäste 12 Minuten vor Schluß noch 3:0 geführt hatten.

Holland besiegte in Brüssel vor 35000 Zu­schauern Belgien im Fußball-Länderkampf mit 3:2 Treffern.

Eine Ueberraschung mar der 8:5-(8:5) Sieg, den SüddeutsHland in Hannover beim tradi­tionellen Rugbykamps gegen Rorddeutschland er­zielen konnte.

Billard: Lütgehetmann Sommer. Am Donnerstag, 20. Oktober, spielt im Cafe Amend der Amateur Lütgehetmann (Frankfurt a. M.) eine Wettpartie auf 400 Bälle gegen den Billard­meister Sommer (Gießen).

Trauerfahnen in Biedenkopf.

WSN. Biedenkopf, 17. Okt. Am 15. Oktober hätte der Kreis Biedenkopf auf eine 100jährige Ge­schichte zurückblicken können, wenn nicht inzwischen die Auflösung des Kreises erfolgt wäre. Die Be­völkerung hatte deshalb den 15. Oktober zum Trauertag erklärt und zahlreiche Gebäude der Stadt trugen am Samstag schwarze Fahnen und schwarzweißrote Fahnen mit Trauerflor.

Beim Sprengen verunglückt.

|| Marburg, 17.Okt. Als der 20jährige im Freiwilligen Arbeitsdienst tätige Arbeiter Becker bei Dexbach, in der Nähe von Biedenkopf, mit dem Bohren von Sprenglöchern beschäftigt war, kam ein überspringender Funke mit bereite gelegtem Spreng­stoff in Verbindung. Die entstehende Explosion riß dem jungen Mann die rechte Hand mit dem Unter­arm glatt ab. Man brachte den Verletzten in die Marburger Klinik.

Kunst und Wissenschaft.

Greiner-Ausstellung in DarmflaM.

Dem Vorsitzenden des Gaues Hessen des Reichs- Verbandes bildender Künstler, Kunstmaler Dr. Greiner, wurden anläßlich seines 60. Gebarts* tages besondere Ehrungen zuteil. In den Räu­men des ehemaligen Geweroemuseums in Darm­stadt wurde eine Ausstellung des Gesamtwerkes des Künstlers eröffnet, wobei der zweite Vor­sitzende Dr. Rill eine herzliche Ehrung des Ju­bilars vornahm. Unter den zahlreichen Ehren­gästen war auch Oberregierungsrat Henrich als Vertreter des Kultusministeriums erschienen. Staatspräsident Dr. Adelung, Finanzminister Kirnberger und Landtagspräsident Wer­ner hatten dem Jubilar ihre Glückwünsche schrift­lich ausgedrückt. Dr. Rill betonte insbesondere die Verdienste, die Dr. Greiner sich um den Reichs­verband und die Künstler in der jetzigen schweren Notzeit erworben habe. Greiner selbst legte dann in einer Ansprache ein Bekenntnis seines künst­lerischen Schaffens ab. Die Ausstellung ist durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz außer­ordentlich gut beschickt und vermittelt ein inter­essantes Bild des eigenartigen Künstlers.

Herbstausstellung der Akademie der Künste in Berlin.

Unter großer Beteiligung von Künstlern und Vertretern der Behörden wurde in Berlin dir Herbstausstellung der Akademie der Künste von Generalmusikdirektor Prof. Mar v. S ch i l l i n g s feierlichst eröffnet. In seiner Ansprache gab er dem Bedauern Ausdruck, den Ehrenpräsidenten Max Liebermann, der aus Gesundheitsrücksichten der Eröffnung fembleibcn müsse, nicht begrüßen zu können. Die Tatsache, daß ein Musiker die Herbstausstellung eröffne, dokumentiere die Gemeinsamkeit der Künste.

Zum Tode von Professor Rothenbucher.

Der bekannte Münchener Rechtslehrer Universi­tätsprofessor Dr. Karl Rothenbücher, der dieser Tage, wie bereits kurz gemeldet, im Alter von 52 Jahren in München verstorben ist. gehörte der Münchener Universität seit 1908 als Privatdozent, seit 1912 als Or­dinarius des Kirchenrechts und der Sozio­logie an. Er war ein Schüler von Seussert und Brentano, List und Schmoller. Sein Werk, DieTrennungvonStaat undKirche", hat seinerzeit große Aufregung erregt. Die Mün­chener Universität verliert in ihm einen ausge­zeichneten Lehrer und wissenschaftlichen Forscher von hohem Ruf. Auch im politischen Leben spielte Rothenbücher eine bedeutsame Rolle.

Wirtschaft.

Frankfurter Abendbörse geschästslos.

Frankfurt a. SOI., 17. Okt. Die heutige Abend­börse verkehrte auf die schwachen Kursmeldungen aus Neuyork in überwiegend schwächerer Tendenz. Das Geschäft war minimal und beschränkte sich auf die Kulisse, die kleine Abgaben vornahm, zumal keinerlei anregende Momente vorlagen und auch die Kundschaft sich weiter fernhielt. Gegen den Ber­liner Schluß ergaben sich meist Rückgänge bis zu 0,5 v. H. Auch im Verlause bröckelten die Kurse in­folge der großen Geschäftsstille weiter ab.

Am Renten markt war es gleichfalls sehr still, doch nannte man meist unveränderte Kurse. Schutzgebiete bröckelten jedoch bis auf 5,13 v. H. ab, kamen aber später auf etwas Nachfrage mit 5,30 v. H. zur amtlichen Notiz. Neubesitzanleihe 6,65, Altbesitzanleihe 47,13, Dresdner Bank 61,75, Reichs­bank 125,75, Gelsenkirchen 40, Stahlverein 24,13, AEG. 33, Bemberg 55, Bekula 114,5, Licht & Kraft 87,5, JG.-Farben 94,5, Hapag 16,90.

* Bahnmeisterei Hanau stellt 200 '21 x- beiter ein. 3m Rahmen des Arbeitsbeschaffungs- Programms der Reichsregierung haben die Bahn­meistereien im Bezirk des Arbeitsamts Hanau rund 200 Zeitarbeiter eingestellt.

* Arbeiterein st ellllngen bei der Mainzer Aktien - Bierbrauerei. Die Mainzer Aktien - Bierbrauerei wird entsprechend dem Beschluß des Deutschen Drauerbundes vom 5. Oktober 1932, welcher eine 'Befolgung der For­derung der Reichsregierung zur Minderung der Arbeitslosigkeit empfahl, ihre Belegschaft um 5 v. H. erhöhen. Von der Vergünstigung einer lOprozenti- gen Herabsetzung der Löhne, die minder 5prozenti- gen Neueimiellung laut Notverordnung möglich wäre, wird die Mainzer Aktien-Bierbrauerei keinen Gebrauch machen. Die ganze Belegschaft einschließ­lich der Neueingestellten wird vielmehr in gleicher Weise wie bisher nach Taris entlohnt.

* Ein interessantes komm un ales Finanz-Experiment. Die Stadt Magde­burg will mit ihren Anleihen aus den Jahren 1926 und 1928 ein interessantes Experiment

machen. Diese Anleihen hatten ursprünglich einen Kurs >on 90 Prozent. Die Finanzkrise drückte den Kurs auf rd. 60 Prozent herunter. In dem Dilemma, einerseits das allgemeine Zutrauen zp ihren Anleihen zu heben und andererseits den Kurs wegen der Lilgungsverpflichtungen nicht zu hoch steigen zu lassen, hat die Stadt jetzt be­schlossen, bis zum 31. Dezember 1932 bei den Kassen der Stadt Magdeburg Anleihestücke zum Kurs von 90 Prozent in Zahlung zu pehmen für Straßenanliegerbeiträge, Reichsmarkhypothe­ken und Restkaufgelder ausschließlich Hauszins­steuerhypotheken, Aufwertungshypotheken. Repa­raturhypotheken, Darlehen aus dem städtischen Wohnungsbaufonds. Darlehen und Außenstände anderer Art nach besonderer Vereinbarung. AIS Zahlung für Einnahmen, die sofort zur Deckung laufender Ausgaben Verwendung finden müssen, können also Anleihestücke nicht in Zahlung genom­men werden. .

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 17. Oktober. (WTB.) An der Getreidebörse blieb das seit Wochen anhaltende . ruhige Geschäft auch zum Wochenbeginn bestehen. Das Angebot in Weizen war ausreichend, während Roggen weit über die Nachfrage hinaus angeboten war. Am Gerstenmarkt trat infolge des knappen Angebots die Nachfrage etwas besser in Erschei­nung, und die Preise laueteten im freien Markt ; etwas höher. Industrie- und Futtergerste wurden | mit 180 Mark per Tonne bezahlt. Der Futter- mittelmarft lag geschäftslos und nachgebend, nur ölhaltige Futterartikel tendierten etwas freund- > ließer, wobei die feste Haltung an den Ausland- börfen anregte. Am Mehlmarkt stagnierte das Ge« schäft nahezu vollkommen, sowie bei Weizen- als auch bei Roggenmehl. Gegen 14 Uhr nannte man etwa folgende Preise: Weizen 212,50 Mark, Roggen 162,50, Sommergerste für Brauzwecke 180 bis 190, Hafer (inländischer) 140 bis 145, Weizenmehl (süd­deutsches, Spezial 0) 31 bis 32,25, Weizenmehl (niederheinifches) 31 bis 32, Roggenmehl 23,75 bis 24,75, Weizenkleie 7,50 bis 7,65, Roggenkleie 7,75 Mark.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lvmbardzinsfuß v. H

ZrankfuN o. M

Serlln

Schluß» kurS

Schluß!. Abend» börsc

Schluß» ture

Schlußk.

Mittag. bSrse

Datum

15-10.

17-10.

15-10.

17-10-

6% Doutiche iKcidisanlctiic v.192.

-

73,4

73

73,5

6% ehcm. 7%Dt. Reich-anl. V.1S2S

88,3

90

88165

syi% Boung.Anlclhe von 1930 .

71,5

71

71,75

70,9

Deutsche Anl.»Ablös.»Schuld mti Auölos.Rechten......

47,4

47,13

47,4

47

Deegl. ohne AuSIos.-Rechte . .

6.7

6.65

6,7

6,6

6% ehern 8% t>rfi BolkSstaat ISSN

(tüdiahlb. 102%)......

63,5

67,5

68,65

68

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auelos..Reckten......

68,65

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie l......

-

6% ehem. 8% Uran«. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

75,5

75,5

6% ehem. 7% Rranlf. Hyp.-Banl Golvple 16 unkündbar bis 1936

-

75,5

ehem. 4"/,% ürankf.Hyp.- Bank Stau Pjaudbricse . . .

79,9

79.9

6'/.% ehem. 4 >4% Rheinische Hvv.-Bank Liau -Goldpse. .

79,9

80

6% ehem 8% Pr. Landcsvland- briesanstaii Psandbriele R. 19

73

73

73

73

6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefansiall. Psandbriese R. 10

73

73

-

4% Oesierretchtlcke Gotvrcnie .

4,20% Oesterrcickischc Silberrentr

10,25

10,5

10,8

10,5

1

1.05

1.05

4% Ungarische Goldrcntc ....

6.65

6,75

6.85

6.85

4% Ungarische Slaaisrentc v. 1910

6,75

6.75

6.85

6,85

45'-% dcsgl. von 191».....

5% abgcsl. Goldmcrikaner von 99

6,8

6.8

6,75

6,5

3,5

6,25

4% Türkische Zollanleihe von 1911

3,5

3.45

3.4

4% Türkische Bagdadbahn-Anlcihe ee*l. ...

3,6

3,75

3,5

3,5

4% deSgl. Serie II.....

3.5

3.5

3.4

3.25

6% Rumün. vereinh. Rente 9.190:

4,7

4,5

4,75

4,6

4^%Ruman.veretnh.Renrrv.l913

7,6

8

8

7.9

4% Rumanische vereinh. üüwtc L iMtoliu ......

4,2

| 4,2

4,3

4.25

ia 06

1 l£-5

18.25

1 l&J

Frankfurt a.M.

Serlln

Schluß« kurs

Schluß«. Abend» bSrse

Schluß« kurü

Schlußk. Mittag» bSrse

Saturn

15-10-

17-10-

15-10-

17-10-

pamburg-Amerua Pare.

I

17,9

16,9

17,65

17,13

Hamburg-Südam. Dampfschiff

. 0

Hansa Dampsschiss . .

. (

28,25

27,5

Norddeutscher Llorid ....

. 1

18

17,5

18.13

17,5

A.G. für Verkehrswesen Alt.

. 0

42

42

42,5

41,3

90,75

Berliner Handeiögcleilickait .

4

90,5

90,5

91,5

Commerz» und Privat-Bank .

0

53,5

53,5

53,5

53,5

Darmstädter und Nationalbant

Deutsche Bank und

0

DiSconlo-Gesellfchast. . .

0

75

75

75

75

Dresdner Bank......

0

61,75

61,75

125,75

61,75

61,75

Reichsbank........

1:

125,25

125,75

125,5

A.E.Ä...........

Bergmann.........

Eiektr. LieserungSgesellschast.

. 0

34,75

33

34,13

33,5

. 0 B

67,5

20,5

67,5

20,75

68,5

20,75

68

Licht und Kraft......

6

87,5

87,5

87.5

87,75

Reiten & »uilleoume....

SescUschast für Clcktrische

0

58

72

73,75

» 57

72

72,5

57,25

72,13

73,75

57,5

Untemebmungen ....

Rheinische ClektrizULt . . .

4 BB

72

72,5

Schuckert & Go.......

0

73,5

73,5

73

73,5

Siemens & HalLle.....

9

117,25

119

117,5

119,5

Lahme her & Go...... .

10

119,5

119

120,5

119,5

Buderus..........

Deutsche Erdöl......

. 4

40,9

40,75

41

40.9

. ö

72,75

74

72,65

73,75

Gelsenkirchener......

. 8

38,5

40

39,75

40

Harpener.........

. 0

74,5

74,75

74,75

74,5

Hoesch Eisen........

. 6

38,5

38

Ilse Bergbau.......

10

123,25

124,75

Ilse Bergbau Genüsse . . .

99,25

99

98,5

»lodnctrocrte.......

. 6

34

34

34,25

34.5

ManncSmann-Röhreu . . .

. 6

53,9

52

53

52

ManSsrlder Bergbau ....

. 0

21

21

20,75

20,75

Lbcrschles. Lokswerte . . .

. 8

41

41.75

Phönix Bergbau......

41 7

28,25

27,5

29

27,9

Rhemische Braunkohlen. . .

io

168,23

167

167,5

166.3

68,25

67

68

66,75

Frankfurt o. M.

Schluß­kurs

Schlußk. Abend» börke

Schluß­kurs

Schlußk. mittag» börse

Datum

15-10.

17-10-

15-10.

17-10.

Riebeck Montan......

Bereinigte Stahlwerke .... 0

Otavi Minen....... 0

24

17,25

24,13

17

23 75

17

24,13

16,75

Kaliwerke Aschersleben ... 6

103

102

105

102

Kaliwerke Westeregeln ... 6

Kaliwerke Salzdetfurth ... 9

109,5

164

108.5

165

109,5

166

165,25

I. ®. Farben-Jndustrie ... 7

95,25

94,5

95,5

95,13

Scheideanstalt.......1°

Goldschmidt.........0

139,25

27,25

139,25

27,75

27,5

28

41,5

34

RütgetSwerke........0

41,5

41

41,5

Metallgesellschast.......°l

35,5

34

PHUipV Hotzmann......0

Zementwerk Heidelberg. ... 4

57,5

50

57.25

48.5

58

58

Zementwerk Karlstadt.....0

52,25

53,5

Wayb & Freytag......0

4,5

4,65

Echultheir Pavenhoser ... 0

Aku «Allgemeine Kunstseide» 0

Bemberg......... 0

Zellstoff Waldhof..... 0

58,5

56.5

45,25

57,5

55

44,25

56

58,13

56,75

45,4

56.4

57,13

55,5

43,75

Zellstoff Aschaffenburg ... 0

Dessauer Gas........7

30,5

29

29,25

90,25

29 89,65

Daimler Motoren......0

21,4

20,5

21

20,65

Deutsche Linoleum .....0

45,75

45,75

46,5

46,4

Orenstcin & Koppel.....c

*

34,75

34.5

Leonhard Dietz.......6

47,5

47

47.25

46,75

SvcnSka......... 0

Ldade..........12

170

169

171

169

Frankmrter Masckmen . . . . 0

_

9rinnet . . . .....0

27.5

26

27,25

27.13

Mainkrastwerke Höchst a.TL. . <

55

55-

<

128

Süddeutsch« Zmker . .... 8

128

128

127,5

Deoi

15-Oktober

17-Oktober

Amtliche Rotterunq

Amtliche Notierung

Geld

Nrlel

Geld

29 ritt

Helfmgfor» .

6,254

6,266

6.264

6.276

Wien. . . .

51,95

52,05

51.95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

Sofia . . .

3,057

3,063

3.057

3,063

Holland . .

169.38

169,72

169.43

169.77

Oslo....

72,83

72,97

72,83

72.97

Kopenhagen.

75,12

75,28

75,12

75,28

Stockholm

74.43

74,57

74.43

74.57

London. . .

Buenos Tlirel

14,485

14,525

14.485

14.525

0,890

0.891

0,890

0,894

Neuyork . .

4.209

4.217

4,209

4,217

Brüssel. . .

Statten . . .

58,45

58,57

58,46

58,58

21,55

21.59

21.55

21,59

Paris . . .

16,51

16,55

16,52

16,56

Schweiz . .

81,22

81.38

81,24

81,40

Soanien . .

34,47

34,53

34.47

34,53

Danzig. . .

81,92

82,08

81,97

82.13

Japan . . .

0,989

0,991

0.989

0,991

Rio de Ian..

0.294

0,296

0,294

0.296

Jugoslawien.

Lmabon . .

5,794

5.806

5.694

5,706

13,19

13,21

13,19

13,21

Banfnolen.

Äerlin, 17- Oktober

«eld

Äries

Amerikanische

Roten . . .

....

4,20

4,22

Belgische Noten.....

58.30

58.54

Dänische Noten.....

74.90

75,20

Sngliscke Noten.....

französisch« Noten....

I

14,445

14,505

16.48

16.54

Holländische Roten....

169,06

169.74

Italienische Noten . . . .

21,51

21,59

Norwegische Roten........

Teutsl^Lesterreich, i 100 Schilling

72,65

72.94

Rumänisckc Roten ....

2,44

2.46

Schwedische Noten....

. . .

74,25

74,55

Sckweizer Noten.....

81,04

81.38

Spanncke Roten.....

34,33

34.47

Ln«arhche Noten ... .

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