Wirtschaft
Machdruck verboten
Ohne Gewähr
2. Ziehungstag
16. Juni 1932
141806
124619
136612
196445 199168 245208
311674
283399 295791
327448 335939 380264
274521
326800
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
42,75
43
180
38,75
3,75
163872 174262 216458
271688 281158 293163
130584
255672
99447
156462 253460
313110
105233
169593
268446
317822
160014
260117
115809
169613
280656
321599
86595
37562 312391
91400
63996
15084
70527
205273
331600
160354
62925
118757
228792
337902
282581
296868
151013 258868 352789
63615 184633 355211
66920 130625 239037 310567
26,25
63,75
42,5 46,25 26,13
234
39,5
32,5
17,13
156,5
42,5
0 12
6 V 0 6 0
8 u
14,75
48
100
25,75 63,75 42,75
45.65 27
23,65
39,5 14 33
17,4
158,5
42,25
24
40.25
14
17.5
159.75
42
9 1,05 5,13 5,75 4,75 5,13 2.25
2,25 2.25
fici
2 Veto nn« *u 6000 M.
6 (Betolnne ju 3000 M.
8 Gewinn« ju 2000 M. 341473
16 ®eu>inn« zu 1000 M. 184121 197803 203178
283726
108595 125028 160779
ene furchtbaren Wassersäulen neben den Schlacht- chlffen der Japaner hervorzurufen. Er blickte auf
34,5
32
26.25
16,5
1,4
30
„15 700 ... 15 300!" Die Stimme des Offiziers wurde von den Detonationen der feindlichen Granaten erstickt. Wieder sprangen die Wassersäulen mit elementarer Gewalt in die Hohe; eine davon überflutete das Deck. Das Schiff machte eine scharfe Wendung, um der nächsten Salve zu entgehen, zu seinem Glück, denn an derselben Stelle schlugen die Granaten ein.
Plötzlich entdeckte der Politiker etwas Furchtbares. In einer Wolke von dunkelstem Qualm wurde ein brennender Kreuzer in die Hohe geschleudert, stürzte ins Meer zurück, verschwand gleich darauf in den Wellen. Es war das eine ihrer Schwesterschiffe.
Das konnte doch noch nicht die eigentliche Schlacht sein. Denn, der Feind war Io noch gar nicht in unmittelbarer Nähe; dann würde es erst richtig los-
Gewlnnauszug
3. Klaffe 39. Preiibifch-Sübdeulfcye (265. Preuß.) Staats-Lotterie.
36 ti'etvlnn« zu 800 M. 8435 36408 41902 65627 74378 111032 124849 135642 151410 275839 280308 287201 307190 310493 386499
62 Gewinn« ju 500 M. 7130 23012 65271 82037 84047 102267 110780 126745 128606
9,25
1,1
4,95
5,9
2,4
2,75
2.45
7,4
3,25
15,9
3n der heutigen Vormittagszkehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 ®«tolnne zu 10000 M. 12037
. k> . 8 . 0 . 6
10 . 6
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. 8
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. 6
S(f)ulthet6 Pavcnholer ... 16 Alu (Allgemeine ftunfHelbe) - o
311749 325988 391355
Die Ziehung der 4. Klaffe der 39. Preußisch- Süddeulschen (265. Preußischen) Staatslotterie findet am 13. und 14. Juli 1932 statt.
6 Gewinn« zu 5000 M.
8 Gewinne zu 3000 Q1L 313172
10 Gewinn« zu 2000 M.
350710 371503
32 Gewinn« zu 1000 M. 174010 189487 204827 268945 269346 326150 389534
2,4
2,5
24
7,4
3.05
15,9
298386 330094
61968 128874
385730
40 Gewinne zu 800 011. 8647 21640 27396 338^9 100496 174699 180780 228833 235340 237958 259772 279811 283452 296134 305367 309942 361806 363341 376511 386930
56 Gewinn« .u 500 9». 39909 41183 83046 97413
Uenibcra ...
BcIHtoff Waldhos . . Bellftoff »ifchoffcnburg Dcllaucr GaS . . . . Daimler Motoren . . Deutliche L'lnoleum . Crcnflcln & Koppel . Leonhard Tietz . . . Svenska......
Cbade ......
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KWch..
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
gehen! Angesichts dieser furchtbaren Lage richtete er noch einmal sein Glas auf die immer deutlicher sichtbar werdenden feindlichen Kreuzer ... 14 900 ... ein unendlich greller Widerschein vor seinem Glas ... er hörte nichts ... niemand hörte mehr etwas auf diesem plötzlich geborstenen Schiff-
Einige hundert Seemeilen in östlicher Richtung entfernt setzte eine japanische Transportflotte mit schwerster Festungsartillerie beladen friedlich ihren
-Z.rL?i,s,.
Miigk
Kunst und Wissenschaft.
(Eine Neuausgabe von Hans Francks Fridericus.
Soeben erscheint in einer sehr reizvoll ausae- statteten verbilligten Neuausgabe im Verlag Albert Langen-Geor^ Müller, München, Hans Francks Fridericus. Der nunmehr sehr wohlfeile Band allseitig anerkannter Geschichten vom Großen Koni^, der bereits das 16. Tausend erreicht hat, dürfte in dieser neuen Form sehr schnell weitere Freunde, namentlich in den Kreisen unserer natio-
gdjmudflütf des Kritzstadi und etgtn. Dieses Siä Menvald, liegt hgtn Schloß gekr lir Gälten und M vom Schloß hird) die Lande jjonge eines bewc ron dem saubere ins waldumschlos^ berg, bas Zent 615 Ziel des I mlerisch an bei ; baren Kirche gek das Liebliche de her mit dem He schwarzen Schul Früh am m Porf jU‘i)orf. j), l®a(öe9, zeigt uns I 0 e ft e r b u r g, F nn deutschen Ju I Iforlen für Somi r -'hl die Fahrt, n | en weidenden Di | M, bis plätzliä k dt- Drei seid I figenumroobener, r bieten hier siebe I lHes Bild von I Lchönheit.
I Welter geht e. | "s weithin sichtb tOm Horizont al [til feinem ftattli I 'ldöchern und l W (ein lOOOjät i uugmarsch bring ' ™ reizvollen Ge ‘ lchr gut ausruht i hohr-Grer ! xannenbäderlan!
'Hochschule, auf in Modelleuren "chnikern für d
Ziegelindusti A°uch Endpun vtraßenbahntinii rheinabwarls, lr
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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H
Buderus......
Dr-uftM« Srbkl . . . lAelleiiklrchener . . . Harvener .... Voesch Ollen.....
Ilse Bergbau .... Rlüdnermerfe .... Kftln-Neuesten.... PtanneSmann-RShren Manofeldrr Bergbau L berjchles. Kotswerte Phbnir Bergbau Rheinische Braunlohleu Nhetnstahl.....
kutionen, doch gingen auch hier die Verluste kaum über den allgemeinen Rahmen hinaus. Nur Chads- aktien waren mit minus 4 Mark bedeutend niedriger, Elektrische Lieferungen verloren 2 Prozent, während anderseits Elektro Schlesien 3 Prozent höher notierten. Sonst waren wieder Braunkoylenwerte etwas stärker gedrückt. Dortmunder Union büßten 1% Prozent ein, und Montanwerte bröckelten etwas ab. Bemerkenswert fest eröffneten Eisenbahnverkehrs, mittel, die entgegen den bisherigen Erwartungen eine Dividende von 4 Prozent ausschlltten sollen, doch wurde die heutige Steigerung um 4 Prozent durch eine Bestenkauforder von 2 Mille hervorgerufen. (Entgegen der sonstigen Geschäftsstille war die Umsatztätigkeit in Bekula heute etwas «roher. Es wurden Rückkäufe getätigt, zumal die Auslandab, gaben ausblieben und das Papier bei einer voraussichtlichen Dividende von 10 Prozent als billig an- gesehen wird.
Auch im Verlaufe trat keine Geschäfts- belebung ein, die Tendenz war bei kleinen Abweichungen nach oben und unten alS gehalten äü bezeichnen. Am Pfandbriefmarkt neigte das Publikum weiter eher zu Abgaben. Das Geschäft war still, doch wurden eher schwächere Kurse taxiert. Industrieobligationen büßten etwa 0,25 bis 0,5 v. H. ein. Deutsche Anleihen waren ebenso wie Reichsbahnvorzugsaktien behauptet, auch Reichsschuldbuchforderungen gingen unverändert um. Der Geldmarkt war weiter ganz unverändert.
Buhbach -Licher-Eisenbahn AG.
Die diesjährige Aufsichtsratssitzung der Butzbach —Licher-Eisenbahn AG. mit anfchsießender Generalversammlung tagte gestern mittag unter dem Vorsitz von Direktor Dr. Stephan im „Hessischen Hof" in Butzbach. Der Vorsitzende teilte mit, daß ein neuer Barver- l u st von rund 31000 Mark entstanden sei, der sich aber dadurch auf fast 100000 Mark erhöht, daß keine Rücklagen für die Materialerneuerung gemacht werden konnten. Alle Sparmaßnahmen konnten nicht ausreichen, um einen Ausgleich zu schaffen. Daß diese Maßnahmen, soweit sie Personen betrafen, ohne Härte durchgeführt wurden, konnte ausdrücklich betont werden. Sollten in Zukunft die Einnahmen noch weiter zurllckgehen, so muß wohl noch mehr mit dem Autobetrieb für den Personenverkehr übergegangen und der Güterverkehr nach Bedarf von der Bahn bewältigt werden. Hierüber wird eine svätere Generalversammlung eventuelle Beschlüsse fassen müssen. Da aber im neuen Jahre eine gewiße Besserung eingetreten ist, soll noch einige Zeit abgewartet werden, zumal auf das Eisenbahnpersonal Die nötige Rücksicht genommen werden muß. Die schwierige Lage des Unternehmens, das aus dem Vorlahre schon einen Verlust von 67 000 Mark übernehmen mußte, wird noch zu manchen Verhandlungen führen müssen, damit die Bahn für die Gemeinden erhalten werden kann. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt.
Infolge der Verordnuna für die Aktiengesellschaf- teil. mußte eine Neufassung verschiedener Para- graphen des Gesellschaftovertrages beschlossen werden. Die neuen Satzungen wurden genehmigt.
Zum Schluß sand die Neuwahl des Auf. s i ch t s r a t e s statt, da nach den gesetzlichen Bestimmungen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder zurücktreten mußten. Es wurden wiedergewählt: Dr. Stephan (Berlin), Defonomierat Hofmann (Gießen), Bürgermeister Geil (Lich), Beigeordneter Kling (Bad-Nauheim), Pfarrer Nies (Ettings- Haufen), Direktoren S e e n k e und Stoepyafius (Berlin), Direktor Vogt (Butzbach). Neugewählt wurden Landtagsabgeordneter Fenchel (Ober- Hörgern), Beigeordneter Dr. Schmidt (Butzbach), Direktor K a b i f ch und Regierungsbaumeister Hübner (Berlin). In der an die Generalversammlung anschließenden Sitzung des Aufsichtsrates wählte dieser zu seinem Vorsitzenden Dr. Stephan und zu dessen Stellvertreter Defonomierat Hofmann.
Einige Zahlen mögen zeigen, wie sehr die Dahn unter der wirtschaHlichen Depression leidet. Während im Dorjahre noch 381 967 Personen befördert wurden, waren es im abgeschlossenen Geschäftsjahre nur noch 244 518, also rund 140 000 weniger. Der Güterverkehr ging von 157 ODO Tonnen auf 78 600 zurück, nahm also rund 50 Proz. ab. Dementsprechend beliefen sich auch die Detriebseinnah- men, die 1930 406 000 Mk. betrugen, nur noch
auf 258 184 Mk. Diese Zahlen reden eine sehr deutliche Sprache über die Lage der Dahn, die nur dadurch erhalten werden kann, wenn alle interessierten Kreise ihre Kräfte anspannen, um das für unsere Gegend doch schwer entbehrliche Unternehmen zu erhalten.
öforfe Zurückhaltung in Berlin.
Berlin, 18. Juni. (WTB. Funkspruch.) Heute <wm Wochenschluß änderte sich an der Tendenz der Aktienmärkte wenig. Seitens der Kundschaft und der Kulisse wurde außerordentliche Zurückhaltung geübt da die Beurteilung der Lausanner Besprechungen wieder bedeutend weniger optimistisch war als gestern. Deshalb wirkte sich wohl auch die Festigkeit der deutschen Werte an den gestrigen Aus- landbörsen kaum aus, zumal diese Börsen sonst meist schwächeren Charakter hatten. Viel Beachtung fand die gestrige Brüningrede in Mainz, die in gewissem Sinne als Warnung in währungspolitischer Hinsicht angesehen wurde. Daß im Innern Unruhe und Unfrieden noch nicht beseitigt sind, geht auch daraus hervor, daß bereits der Gedanke einer Wieder- auflösung des neuen Preußischen Landtages in der Presse ventiliert wird. Es waren für Spezialwerte aber doch einige Kauforders da, so daß sich die Abweichungen gegen gestern In bescheidenen Grenzen hielten und kaum über 1 v H. hinausgingen. Elektrowerte litten unter einigen Exc-
Sronffurf lustlos.
Franks urt a. M., 18. Juni. (WTD. Draht- meldung.) An der Wochenschlußbörse entwickelte sich nur sehr geringes Geschäft, da die Spekulation im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Lausanner Konferenz eine abwartende Haltung einnahm und es vor allem an Aufträgen seitens der Kundschaft mangelte. Gegen die Abendbörse war die Kursgestaltung zwar uneinheitlich, doch zeigten die ersten Kurse überwiegend kleine Rückgänge. Auf einigen Marktgebieten wurden seitens der Liquidationskasse noch Abgaben aus Destän- den von alten Termingeschäften vorgenommen, denen wegen der Zurückhaltung nur wenig Aufnahmelust gegenüberstand. IG., AEG., Gesfürel, Gelsenkirchen, Mannesmann, Reichsbank und Norddeutscher Lloyd eröffneten um 0,5 bis 1 Prozent niedriger, während Licht & Kraft 0,5 Proz. anzogen. Don Rebenwerten waren Dt. Linoleum mit minus 2 Proz. stärker abgeschwächt, Südd. Zucker blieben dagegen gut behauptet. Die übrigen Marktgebiete lagen sehr vernachlässigt und waren fast ohne Umsatz. Don Freiverkehrswerten waren Derliner Kraft & Licht und AEG. etwas gesucht und etwa 1,5 Prozent fester.
Im Verlaufe blieb das Geschäft zwar sehr klein, doch konnten sich die Kurse wieder leicht erholen, nachdem nach den ersten Kursen bereits Rückgänge von zirka l/2 Prozent eingetreten waren. Von Auslandsrenten lagen Ehadeaktien mit minus 5 Mk. schwächer. Deutsche Anleihen lagen uneinheitlich, Reichsschuldduchsorderungen zogen etwa 7i Prozent an. Don Goldpfandbriefen stellten sich Rheinische Hypothekenbank etwas höher, während Frankfurter Hypothetenbank-Goldpfand- briefe nach der gestrigen Steigerung offeriert waren. Am Geldmarkt war Lagesgeld zu 4'/« Prozent unverändert.
Gies;ener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 18. Juni. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund 90; Süßrahmbutter 1,30; Landbutter 1,10 bis 1,20; Matte 25 bis 30; Wirsing 12; Spinat 20; Römischkohl 12 bis 15; Dohnen 45; Spargel 30 bis 50; Erbsen 40; Tomaten 40 bis 55; Zwiebeln 16; Rhabarber 8 bis 10; Kartoffeln (alte) 5; Kartoffeln (neue) 12 bis 15; Aepfel (ausländische) 50 bis 60; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 40 bis 55; Stachelbeeren (unreife) 20 bis 25; Erdbeeren 60 bis 80; Honig 40 bis 45; junge Hähne 80 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Tauben Stück 50 bis 70; Käse 5 bis 10; Eier 7 bis 8; Blumenkohl 40 bis 60; Salat 8 bis 10; Salatgurken 30 bis 45; Ober-Kohlrabi 10 bis 12; Rettich 10 bis 12; gelbe Rüben Bund 12 bis 15; Radieschen 8 bis 12; Kartoffeln Zentner 4,50 bis 4,80 Mk.
daß wir die beschädigten Schiffe im Stiche lassen. Selbst wenn wir Ausreiß nehmen sollten, die Kako- kreuzer entwickeln 33 Knoten und sie wollen uns den Weg abschneiden."
Verstört blickte der Politiker in die angegebene Richtung, aus der die meiste Gefahr drohte, aber es war noch immer nichts zu sehen, nicht einmal eine Rauchwolke.
Der Offizier begann wieder:
„Das ganze Schlamassel haben wir nur unseren Politikern zu verdanken, die nur schwatzen konnten und niemals etwas taten", sagte er erbittert. „Ohne die hätten wir jetzt eine taubere Flotte von Schlachtkreuzern und Linienschiffen zur Hand, mit der es ein Leichtes wäre, die Japaner drüben abzutun. Anstatt dessen werden sie uns erledigen. Entweder hätte man uns überhaupt nicht im Stillen Ozean stationieren (ollen oder man mußte eben Flottenstützpunkte bauen. Englische ober amerikanische Diplomaten sind alle gleichmäßig verrückt. Mörder sind sie!"
Der Politiker entgegnete nichts; er hatte jidi mit einem verzweifelten Fanatismus in sein Schicksal ergeben.
Die Zelt verstrich. Fasziniert hefteten sich seine Blicke auf Jenen Punkt am Horizont, den auch der Offizier unentwegt mit fehvm Doppelglas im Auge behielt. Zu seinem Schrecken bemerkte er, daß das Flaggschiff nicht mehr so schnell fuhr wie vor dem Luftkampf, und fogar jetzt blieben schon einige Schiffe zurück.
Plötzlich ertönte wieder die ihm jetzt fchon so vertraute Baßstimme: „18 600 ... 18 000 ... .r
Die Offiziere im Artilleriemars waren mit Instrumenten und Tabellen beschäftiat. Ging es los? Auf der Plattform lag ein herrenloses Glas, er führte es an die Augen und richtete es in die Ferne: da ah er vier schlanke Masten am Rande des Meeres gen Himmel ragen: die Masten der feindlichen Schiffe.
Hinter ihm ertönte Immer noch die forgfam ab- wägende und sich stets gleichbleibende Baßstimme: „17 500 ... 17 300 .. .V' Urplöülich entstand ein tiefes dröhnendes Geräusch; cs klang, als ob eine Eisenbahn in schnellster Fahrt durch die Lüfte brauste. Kurz daraus vier ohrenbetäubende Explo- sionen und gleichzeitig entstiegen dem Meere unheimlich langsam, beinahe bis zur Höhe des Mastes aufsteigende, weißschäumende Wassersäulen. Erst als die Säulen wieder In sich zusammengesunken waren, horte er von fern her den (elfen Donner der feindlichen Geschütze.
Im nächsten Augenblick traten die eigenen Geschütze mit ungeheurem. Getöse in Tätigkeit; auch Diesmal erzitterte Das Schiff in allen Fugen, und während ihm noch der Donner der eigenen Geschütze in den Ohren lag, vernahm er schon wieder Das Heulen Des unslchtvar durch die Lüfte heranbrausenden Zuges. Vier alles übertönende Detonationen! und wieder sah er die hohen vom Meer emporfteigenben Wasserfäulen.
Aber diesmal waren die Wassersäulen schon viel dichter, viel näher!
Gebannt verfolgte er die hohen geiferartigen Springbrunnen, wie sie mit donnerndem Getöse wieder zusammenfielen. Wenn die Japaner sich weiter so einschlossen, mußte die nächste Salve ihr Ziel erreichen.
Das Flaggschiff machte eine jähe Wendung. Eine Sekunde später horte er direkt über seinem Haupt wieder das Geheul der heranbrausenben Granaten, die im selben Augenblick steuerbords explodierten, an der gleichen Stelle, wo sich soeben noch das Flaggschiff befunden hatte — und wieder die lang, fam ansteigenden und dann in sich versinkenden Was. sersäulcn.
„16800 ... 16 500 ...I" hörte er die gänzlich unbewegte Baßstimme des Artilleriebeobachters ausrufen.
Das Flaggschiff antwortete mit einem heftigen Feuer aus jedem verfügbaren Geschütz. Die Wirkung konnte er nicht beobachten, die Geschosse gingen weit hinten am Horizont nieder. Sie schienen auch dort
Weg nach Guam fort und ein Funkspruch der japanischen Admiralität gab der aushorchenden Welt be- fannt, daß ein englisches Aufklärungsgeschwader in Höhe des Douglas Rifs von überlegenen japanischen Seestreitkräften gestellt und nach kurzem Artillerie- kamps vernichtet wurde, die Besetzung des amerikanischen Flottenstützpunktes Guam durch das I. japa- niscye Linienschiffsgeschwader stehe unmittelbar be- vor. —
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4% lluniirildic ®fant«rantc v. 1910 4Vt0;. beflgl. von 1918
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Runbfunkproqramm.
Sonntag, 19. Juni.
6.15 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der Daptisten-Ge- meinde Frankfurt a. M. 9.15: Stunde' des Chor» aesangs. 10.C0: Konzert, zum 50. Geburtstag von ijgor Strawinsky. 11.CO: „Mamba", Rovelle von Fr. Hartfeldt. 11.30: Don Leipzig. Reichssendung: Kantate, von Ioh. Seb. Dach. 12.00: Weilburg (Lahn): Konzert der Kapelle der städt. Weilburger Dürgergarde. 13.00: Mikkagskonzert. 14.10: Stunde des Landes: „Freilichtspiel im Westerwald". Ein Bericht von F. Vater, Braubach, mit Szenen aus dem Freirachborfer Heimatspiel „Dal- zar von Flammersfeld". 15.00: Stunde der Jugend 16.00: Pforzheim: Konzert. 18.00: Rüdesheim: Aus einer Jugendherberge, Mikrophonbericht von H. Huffzky. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 18.55: „August Strindberg" (zu seinem 20. Todestag). Vortrag von H. Kesser. 19.30: Dingen: Der Mäufe- turm. Am Mikrophon: Dr. P. Laven. 20.00: Der tapfere Soldat, Operette in drei Akten; Musik von O. Straus. 22.00: Zell am See (Oesterreich): Sommernachtssest in Zell am See. 23.00 bis 24.00; Tanzmusik.
Montag, 20. Juni.
7.05 Uhr: Dad Mergentheim: Frühkonzert des Philharmonischen Orchesters. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.00: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 15.20: „Gibt es bei der heutigen Wirtschaftsnot noch geschulte häusliche Hilfen für die Mutter und Hausfrau?", Vortrag von F. Müller, Kassel. 17.00: Rachmittagskonzert. 18.25: „Gibt es heitere oder traurige Musik", Vortrag von Herrn Dr. Wilhelm Lurje, Frankfurt a. M. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Aus deutschen Opern. Unterhcltungs» konzert des Philharmonischen Orchesters. 20.40: Der saturnische Liebhaber, Tragikomödie in drei Akten von Rob. Walter. 21.50: Des Knaben Wunderhorn, Volkslieder, romantische und moderne Vertonungen. 22.45 bis 24.00: Rachtmusik.
)le Schiffe ber eigenen Flotte; Die belben großen Kreuzer feuerten mit allen Geschützen, beten Schuß- bereich achtern lag; überall fliegen bic Wassersäulen hoch. Jetzt gewahrte er auch Spuren von Torpedos der eigenen Flotte, bte als letztes Mittel bem Feind entgegengeschleudert wurden.
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—
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12
124
—
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124
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67,5
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—
—
—
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10
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77
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68
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11
14
57
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56,5 116,75
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12
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77
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Datum
17.6
18 6
17 6
18.6.
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—
—
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16
—
16
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. lü'/,
10,5
—
10,9
10,9
Kaliwertc Alchereleben
. . . 10
84.5
—
84.5
84,75
fiailivcrte Westeregeln
. . 10
94
—
92,5
91,5
Kaliwcrte Salzdetfurth
. . . 15
—
—
146
147
I. ®. Farben-Inbufttte Berein. dient. Jubustrle
. . . 12 Frank-
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91,4
91,65
91,5
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. . . . 0
16
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. . . . 6
32
—
32
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. . . . 6
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25
Philipp Holzmann . .
. . . . 8
31,5
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31,5
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. ... 1
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——
. ... 1
—
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17.3unl
18 Juni
Brntlichr Dotierung
Amtliche Jlofleruna
Meld
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Gelb
1 Drie
^elllnflfoti ,
7,123
51,95
7,137
52,05
7,093
51,95
7,107
52,05
Vraa . . .
12,465
12,485
12,465
12.485
Budapest . .
—
—
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
170,23
170,57
170,13
170.47
Oslo . . . .
74,78
74,92
74,83
74.97
Kopenhagen.
83, f)2
83,98
83,37
83,53
Stockholm .
78,57
78,73
78,12
78,28
tionoon . .
15,345
15,385
15.26
15,30
Buenos Aire
0,948
0,952
0,948
0,952
Neuyork . .
4,209
4,217
4.209
4.217
Brftffel. . .
58,49
58.61
58.54
58.66
Italien. . .
21.50
21,54
21,50
21.54
Pari» . .
16,53
16.57
16,54
16.58
Schmelz .
81,97
82,13
81,97
82,13
Spanien .
34,67
34.73
34.67
34.73
Danzig. .
82,22
82,38
82.22
82,38
Japan . .
1,299
1,301
1,289
1,291
Rio be Ian..
0,325
0,327
0,325
0,327
Iuaostawien
Lillabon . .
6,993
7,007
6,993
7.007
14,01
14.03
13,54
13,96
1 I 1
50.25
33
32
50.13
33.9
31,75
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Banfnoten.
Äerlin. 17. Juni
Gelb
2'rlef .
26,25
25,9
Bmeritaniiche Noten.......
4,20
4,22
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Belgifdie Noten .........
58,33
58,57
_
11 75
Dftniiche Noten.........
83,63
83,97
Ofl
Englildie Noten.........
15,305
15,365
?9 5
Franzülifdie Noten........
16.49
16,55
Hollünbifche Noten........
169,86
170,54
Italieniiche Noten........
21,58
21,66
Noewegifche Noten........
74,60
74,90
Dcutfdi-Ccftcrrrld), i 100 6djIlling
——
Rumünifdie Noten........
2,49
2,51
——
Schwedische Noten........
78.39
78,71
14,5
——
Schweizer Noten.........
81,79
82,11
——
Spanifche Noten.........
34,53
34,67
100
100
100
Ungartldjc Noten .......


