Wirtschaft
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M.
Banknoten.
Sie hessischen landwirlschastlichenGenossenschasten im Zähre 1931.
Veranlassung gab. Der heute erschienene gebesserte Reichsbankcmsweis fand nur wenig Beachtung, da die Börse von dem Ernst der innerpolitischen Lage überschattet wird. Die Llmsatztatigkeit hielt sich in sehr engen Grenzen und beschränkte sich in der Hauptsache nur auf Spezialwerte, wahrend die Rebenmärkte nahezu stagnierten. Merkliche Kursrückgänge verzeichneten von Elektroaktien Schuckert, Siemens und Lahmeyer. die bis zu 2 Prozent nachgaben, ebenso bröckelten AEG. weiter etwas ab. IG. eröffneten 0,25 Prozent niedriger, Rütgerswerke gaben 2 Prozent nach. Montanaktien lagen ziem-
schäften übten bie dauernd fallenden Verkaufs- preise für Obst und Gemüse, größtenteils bedingt durch die starke Konkurrenz des Auslandes, einen nachteiligen Einfluß auf die Geschäftstätigkeit aus. In der Eierverwertung verspricht man sich von der Einführung des Handelsklassen- gesehes und von der Kennzeichnung von Hühnereiern eine wesentliche Besserung. Die B i e h v e r- wertungsgenossenschaften, deren Bestand sich im Berichtsjahre um acht vermehrte, brachten den angefchlossenen Landwirten erfreuliche Vorteile.
Briefkasten der Kedakiion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Otto Sch. in Gießen. 1. Das Jagdflugzeug des Freiherrn von Richthofen war ein FokkerDrei- decker. Die Maschine befindet sich z. Z. im Zeughaus Berlin. Es gab auch einsitzige Jagdflugzeuge in Form eines Doppeldeckers. — 2. Die Höhe, die von den Bombenflugzeugen erreicht oder innegehalten werden mußte, hing von den feindlichen Abwehrmaßnahmen ab und ferner davon, ob die Flüge zur Tages- oder Aachtzevt ausgesührt wurden. Für die Tagesflüge muhten die Bombenflugzeuge eine Steighöhe von 7000 m, für die Vachtflüge eine solche von 4000 m besitzen. Die Fliegertruppen waren bereits im Frieden mit einer Kugelbombe von 5—10 kg Gewicht versehen, die aber wegen ihrer geringen Wirkung im Felde keine Verwendung fanden. Erst Anfang 1916 gingen neue, wirkungsvollere Bomben an die Front, die allmählich ihr Gewicht von 12 auf 50 und zuletzt auf 1000 kg steigerten. Der erste erfolgreiche Bombenangriff auf England fand am 23. Mai 1917 auf Doover und Folkestone statt. — Die Fahrt mit dem Zeppelinluftschiff von Friedrichshafen nach Pernambucv kostet z. Z. 2000 Mark. Für die früheren Flüge, die nicht nach einem bestimmten Fahrplan festgesetzt waren, bestanden auch keine feststehenden Aeberfahrkosten. Unseres Wissens betrugen sie das Mehrfache des vorgenannten Preises, nämlich etwa 2000 Dollar.
Die hinter den
OieArbeitSmarktlageinOberheffen
Oie Verhältnisse in den einzelnen Berufsgruppen.
ältere, schon im Berufsleben tätig gewesene und nun Arbeitslose, waren darunter, lieber 46 verschiedene Berufe muhte Rat und Auskunft erteilt werden. Die verhältnismäßig meisten Ratsuchenden hatten wieder, um keinen bestimmten Berufswunsch. Von den Knaben wurden die Berufe des Kaufmanns, Bäckers und Schlossers, von den Mädchen ebenfalls die kaufmännischen Berufe, dann die der Schneiderin und Hausgehilfin bevorzugt begehrt.
Verschiedenen Schulentlassenen konnte wegen körperlicher Unterentwicklung eine Berufsausbildung noch nicht empfohlen werden, und einigen geistig Zurückgebliebenen war überhaupt von einem gelernten Beruf abzuraten. In manchen früheren Fällen wurde unser Rat leider nicht befolgt. Solch körperlich oder geistig Unreife suchten und fanden trotzdem Lehrstellen und fallen nun den Meistern, welche die versäumte Erkundigung bei uns jetzt sehr bedauern schwer zur Last, zur Last auch nicht zuletzt den Sozialversicherungträgern und der Wirtschaft, die bei dem Lehrstellenunterangebot bessere Berufsanwärter auf dem rechten Platz hätte haben können. Es scheint den Arbeitgebern noch zu wenig bekannt zu fein, daß wir auch solche Jugendliche, die wir nicht selbst in Lehrstellen vermittelt haben, auf ihre voraussichtliche körperliche und geistige Berufseignung kostenlos begutachten.
Reue Lehrstellen kamen 29 zur Anmeldung, 34 Knaben und Mädchen wurden in solche vermittelt. In den Außenbezirkssprechstunden fanden 71 Beratungen sowie 13 Lehrstellenoermittlungen statt.
lich widerstandsfähig, Otavi-Minen büßten etwa 1 Prozent ein. Schiffahrtswerte blieben behauptet, desgleichen Zellstoff Waldhof. Fester tendierten Reichsbankanteile mit plus 1,25 Prozent und Holzmann mit plus l3/s Prozent, für die günstige Abschlußziffern anregten. Der Renten- markt lag weiter still. Altbesitzanleihe zogen zunächst etwa 0,5 Prozent an, gingen später aber wieder auf das Vortagsniveau zurück. Jndustrie- obligationen und Reichsschuldbuchsorderungen gaben bis zu 0,75 Prozent nach.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 18. Mai. Es wurden notiert: Weizen 285 Mark, Roggen 225, Sommergerste für Brauzwecke 200 (nominell), Hafer (inländischer) 172,50 bis 177,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 40 bis 40,95, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschweizen) 40 bis 40,70, Roggenmehl 28 bis 29,7!? Weizenkleie 10,40 bis 10,30, Roggenkleie 10,50 Mark. — Tendenz: stetig.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombardzinsfuß 6 v.H.
Berlin zurückhaltend, dann uneinheitlich
Berlin, 18. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die Tatsache, daß die innerpolitische Situation noch immer keine Klärung erfahren hat, sowie Gerüchte über die Möglichkeit einer Dertagungder Lausanner Reparationskonferenz veranlaßten die Spekulation, auch weiterhin Zurückhaltung zu üben, zumal die Nachrichten aus der Wirtschaft und die Meldungen von den meisten Auslandbörsen keinerlei Anregung boten. Eine recht unliebsame Ueberraschung brachte die Außenhandelsbilanz für den Monat April, in der ein Rückgang des Ausfuhrüberschusses von 152 Millionen im März auf nur noch 45 Millionen ausgewiesen wird. Diese Verschlechterung ist zu etwa zwei Drittel auf Steigerung des Imports und zu etwa ein Drittel auf weiteres Nachlassen des Exports zurückzuführen. Der Reichsbankausweis für die zweite Maiwoche mit einer Gesamtentlaftung von rund 150 Millionen, einer Zunahme der Gold- und Devisenbestände um 6,3 Millionen und einer Besserung der Deckung von 24,7 auf 25,3 v.H. war zwar an sich günstig, vermochte aber den schlechten Eindruck der Außenhandelsziffern kaum abzuschwächen. Zu den Anfangsnotierungen ergaben sich überwiegend A b - schwächungen bis zu 1 v. H. Darüber hinaus waren Licht & Kraft 3 v. H. und Lahmeyer 5,25 v. H. gedrückt, da ein Zufallsangebot von je etwa 8 Mille nur schwer Unterkunst fand. Außerdem gaben Har- pener, Vogeldraht und Dessauer Gas je 1,75 v. H. noch Contigummi, Holzmann und Svenska waren dagegen auffallend fest, letztere erschienen sogar mit Plus-Plus-Zeichen.
Im Verlaufe war die Tendenz uneinheitlich. Farben und Montane zogen bis zu etwa 1 o. H. an. Elektrowerte lagen überwiegend schwächer. Chade- cftien büßten 3 Mark ein. Auch Aku und Niederlaufitzer Kohle gaben 1 bzw. 1,75 v. H. nach. Feld- wühle wurden verspätet 2,75 v. H. niedriger festgesetzt, konnten aber sehr bald 1,5 v. H. wieder auf- hole'n. Deutsche Anleihen bröckelten leicht ab. Festverzinsliche Werte und Reichsschuldbuchforderungen gaben bis zu 0,5 v. H. nach, Reichsbahnvorzugsaktien lagen dagegen anfangs gut behauptet, bröckelten allerdings dann im Verlaufe ebenfalls ab. Ausländer lagen sehr ruhig. Am Geldmarkt konnte sich heute wieder eine Erleichterung durchsetzen, Tagesgeld ging in der unteren Grenze auf 5,40 v. H. zurück. Monatsgeld blieb unverändert 6 bis 8 v. H. nominell.
Frankfurt zurückhaltend.
Frankfurt a. M.. 18. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Die unverändert gespannte innerpolitische Lage drückte sich auch heute in einer Karten Zurückhaltung der Börsen» k reise aus. Don der Kundschaft lagen keine Kausorders vor, und die Spekulation trat eher als Ab gebe r auf, so daß die Tendenz zu Beginn des amtlichen Verkehrs überwiegend etwas zur Schwäche neigte, nachdem an der Vorbörse die gestrigen Abendbörsenkurse ziemlich behauptet gesprochen worden waren. Zur ersten Kursfestsetzung lag etwas Angebot vor, das nur auf I ermäßigter Basis ausgenommen wurde, zumal die schwache Veranlagung der deutschen Werte an den wichtigsten Auslandplähen zur Zurückhaltung
Pfingsirnarkt in Lich.
j) Lich , 17. Mai. Auf dem heutigen Pfingstl markt in unserer Stadt standen 656 Ferkel zum Verkauf. Bei starkem Andrang von Kaufliebhabern wurde der gesamte Auftrieb in kurzer-Zeit verkauft. Es kosteten Ferkel bis zu 6 Wochen alt 12 bis 13 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 14 bis 17 Mark, Springer 22 bis 24 Mark pro Stück. Gleichzeitig fand eine vom Kreisziegenzuchtverein Gießen veranstaltete Ziegenschau mit Prämiierung statt, auf der 104 Ziegen aufgetrieben waren.
Biehmarkt in Schotten.
> Schotten, 18. Mai. Gestern fand hier der altbekannte Schottener Pfing st markt statt. Auf dem Schweinemarkt waren über 700 Ferkel und Läuferschweine zum Verkauf aufgetrieben. Man bezahlte für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 10 bis 12 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 12 bis 16 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 16 bis 18 Mark, für Läuferschweine etwa 25 Mark pro Stück. Das Handelsgeschäft war flott. Der Markt hinterließ geringen Üeberftanb. Ferner waren aufgetrieben etwa 200 Stück Rindvieh, ungefähr 30 Kälber, 20 Ziegen und 20 Pferde. Bei diesen Viehgattungen handelte es sich meist um Vieh zur Prämiierung-, soweit Verkäufe stattfanden, waren die Preise unterschiedlich, je nach der Qualität des Tieres.
Der Verband der hessischen landwirtschastlichen Genossenschaften hat seinen 68. Verbandstag auf den 20. Mai nach Darmstadt einberufen. Am gleichen Tage finden auch die ordentlichen Generalversammlungen der Landesgenossenschaftsbank und der Landwirtschaftlichen Zentralgenossen- schast statt.
Aus dem Jahresbericht ist ersichtlich, daß trotz der allgemeinen Aotlage, die naturgemäß auch an den Genossenschaften nicht spurlos vorübergehen konnte, das Gefüge der genossenschaftlichen Organisation fe st blieb.
Der landwirtschaftliche Genossenschaflsbau erwies sich durchweg als widerstandsfähig und zäh.
Einzelvorkommnisse sollte man nicht verallgemeinern. Die Zahl der dem Verband angeschlossenen Genossenschaften stieg im Jahre 1931 um 20 auf 1115. Die größte Zunahme haben die Verwertungsgenossenschaften aufzuweisen, vor allem die Milchabsahgenossenschaften und Dieh- verwertungsgenossenschaften.
In der zahlenmäßig stärksten Gruppe, den Kreditgenossenscha ften, war die Entwickelung in der ersten Hälfte des Berichtsjahres normal. Sie überstanden ohne fremde Hilfe und ohne namhafte neue Bankkredite die nach dem Zusammenbruch im Juli v. I. allgemein einsetzende Vertrauenskrise. Der Stärkung der eigenen Mittel wurde besondere Beachtung geschenkt. Die Reserven konnten den Stand der Vorkriegszeit überholen.
Das genossenschaftliche Absahgeschäft hat trotz der Ungunst der Verhältnisse erfreuliche Fortschritte gemacht.
Bei den Molkereigenossenschaften stieg die Anlieferung gegenüber 1930 um 13,1 Millionen Liter (rund 20 v. H.) auf 81,9 Millionen Liter. Auch die Milchabsahorganisation zeigt eine erfreuliche Weiterentwicklung. Hier haben die Organisationsbestrebungen durch das neue Milch- gesetz einen weiteren Auftrieb erhalten. Die Winzeraenossenschaften hatten gegen Ende des 5ahres in mengenmäßiger Hinsicht befriedigenden Absatz, die erzielten Preise deckten jedoch kaum die Gestehungskosten. Bei den O b st - und G emü severwertungsgenossen-
Jn den Kurorten wird mit Einstellung von Fachkräften noch allgemein zurückaehalten. Wir zählten am Ende der Berichtszeit 138 Arbeitsuchende, gegenüber 160 des Vormonats und 85 des Vorjahrs.
Lohnarbeit wechselnder Art.
Die Beschäftigungsmöglichkeiton für Ungelernte haben sich etwas gebessert. Verschiedentlich haben Ge. meinben Arbeitslose mit Feldbereinigungs. unb Wegebauarbeiten beschäftigt. Auch konnten Ungelernte bei Bauarbeiten unternommen. Als arbeitsuchend meldeten sich 2865 Personen, gegenüber 3131 des Vormonats und 2355 des Vorjahrs.
Angestelltenberufe.
Auf dem Angestelltenmarkt ist keine bemerkenswerte Veränderung eingetreten. Die Unterbringungen Möglichkeiten sind zur Zeit noch sehr gering. Den Stellenmarkt belasteten 1155 Personen, gegenüber 1120 des Vormonats und 859 des Vorjahrs.
Berufsberatung.
Im Berichtsmonat nahmen 269 Ratsuchende (165 männliche, 104 weibliche) aus Volks- und Handelsschulen sowie höheren Lehranstalten die Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung in Anspruch. Auch
Ueber die Arbeitsmarktlage in ben einzelnen Berussgruppen in Öberhessen berichtet das Arbeitsamt Gießen in seinem April-Bericht folgendes:
Land- und Forstwirtschaft.
Infolge der eingetretenen milden Witterung haben Landwirte für die Frühjährsarbeiten verschiedentlich Arbeitskräfte angefordert. Die Vermittlungstätigkeit ist verhältnismäßig gering. Im Berichtszeitraum wurden in geringem Maße Melker, Melkmädchen und Gespannführer angefordert. Verschiedene ober- hessische Forstämter haben für die nunmehr begonnenen Kulturarbeiten Kulturarbeiter und Kultur, arbeiterinnen zurückgerufen. Ein Forftamt und eine Gemeinde haben den Holzeinschlag fortgesetzt und Einstellungen von Holzhauern vorgenommen. Gärt- nereien, hauptsächlich die Rosenkultur-Gärtnereien, haben zum Teil ihre Stammgärtner zuriickgerusen. Am Ende der Berichtszeit waren 406 Arbeitsuchende, gegenüber 537 des Vormonats und 335 des Vorjahres verfügbar.
Industrie der Steine und (Erben.
Die Arbeitsmarktlage hat eine Besserung erfahren. Ein großer Teil der oberhessischen ©teinbrudjbetnebe hat die Arbeit roicbev ausgenommen unb den größten Teil der Belegschaft zurückgerufen. Vorherrschend sind hier die Reichsbahnaufträge. Auch bie ober- hessischen Ziegeleien haben im Berichtszeitraum die Arbeit wieder ausgenommen und dem Auftragsein, gang entsprechend Arbeitskräfte eingestellt. Wir zähl, ten am Schlüsse der Berichtszeit 1539 Arbeitsuchende, gegenüber 1872 des Vormonats unb 1209 des Vor- jahres.
Metallindustrie.
Die Arbeitsmarktlage hat keine Aenderung er- fahren. Zu- und Abgänge haben sich im Berichtszeitraum nahezu ausgeglichen. Ein Industriebetrieb hat nach Eingang eines größeren Auftrags einige Fachkräfte eingestellt, während ein anderer Betrieb wegen Arbeitsmangels Arbeitskräfte entlassen mußte. Hand. Werksbetriebe haben zur Zeit nur Reparaturaufträge. Verfügbar waren 2669 Metallarbeiten, gegenüber 2690 des Vormonats und 2195 öe| Vorjahres.
Spinnstoffgewerbe.
Die Arbeitsmarktlage ist uneinheitlich zu bezeichnen. Während im Alsfelder Bezirk die Webereien über Auftragsmangel klagen und verkürzt arbeiten, sind die Leinwebereien im Schottener Bezirk zur Zeit verhältnismäßig gut beschäftigt. Arbeitslos waren 93 Personen, gegenüber 98 des Vormonats unb 24 des Vorjahres.
Papierindustrie.
Die Arbeitsmarktlage ist als gut zu bezeichnen. Die oberhessischen Papierfabriken sind durch Ausland- aufträge zur Zeit vollbeschäftigt. Als Arbeitsuchende meldeten sich 31 Personen, gegenüber 30 des Dor- monats und 24 des Vorjahres.
Holz- und Schnihstoffgewerbe.
, Die Lage des Arbeitsmarktes hat eine leichte Besserung erfahren. Die Sägewerksbetriebe im nördlichen Oberhessen konnten durch Hereinnahme größerer Aufträge Arbeitskräfte zurückrusen. Auch eine Möbel- fabrit hat nach Eingang eines größeren Auftrags die gesamte Belegschaft wieder eingestellt. Wir zählten 665 Holzarbeiter, gegenüber 921 des Vormonats und 822 des Vorjahrs.
Rahrungs- und Genuhmittelgewerbc.
Die Marktlage hat keine Besserung erfahren. Allenthalben wird über Auftragsmangel geklagt. Ein Betrieb sah sich genötigt, einen seiner Filialbetnebe stillzulegen. Dem Arbeitsmarkt standen 810 Personen zur Verfügung, gegenüber 812 des Vormonats und 809 des Vorjahrs.
Bekleidungsgewerbe.
Auch in dieser Berufsgruppe ist eine Besserung nicht eingetreten. Die Handwerksbetriebe klagen nach wie vor über Arbeitsmangel. Die sonst in früheren Jahren eingehenden Saisonaufträge sind in diesem Jahre nahezu ausgeblieben. Auch die Psingstfeiertage brachten keine Belebung. Verfügbar waren 362 Personen, gegenüber 391 des Vormonats und 306 des Vorjahrs.
Baugewerbe.
Die Lage des Baumarktes hat in d7r Berichtszeit eine wesentliche Besserung erfahren. Für das Bau- Handwerk liegen hauptsächlich Aufträge für Reparaturen und. Renovierungsaroeiten vor. Von neuen Bauvorhaben ist in der Berichtszeit nichts bekannt geworden. Besonders schlecht ist die Lage für das Schindlerhandwerk. Hier konnte die alljährlich frühzeitige Entlastung des Arbeitsmarkes durch dieses Handwerk nicht eintreten, da der Geldmangel eine wesentliche Rolle hierbei spielt. Verfügbar waren 2546 Bauarbeiter, gegenüber 3237 des Vormonats und 2233 des Vorjahrs.
(Baff- und Schankwirffchaffsgewerbe.
Die Marktlage ist nahezu unverändert geblieben.
Jronffurt a. DI.
Berlin
Frankfurt a. 271.
Berlin
Frankfurt o. M.
Berlin
Schluß- kurk
Schluß
Iure ।
l-Uhr- Äur<
Schluß-1 Ansang- Iur4 flurf
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t-uhr- flur#
Schluß-! Ansang- kuro | Kurv
i-uyr- flurd
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Dalum
17.5.
18.5.
17.5.
18.5.
Dalum
,7.3.
18.5
,7.3
18.5.
Dalum
17.5.
18.5.
17-5.
18.5.
6% Seutfdje tRetdjSanleihe d.192'.
7% Deutsche Reichsanleihe v. 1939 5V,% Doung-Anlelhe von 1930 . $eut|d)e Anl.-Ablös.-Schuld ml!
Auslol..Rechten.......
Tetgl. dtjnc AuSlos.-Rechie . . .
8% Hell, eoltfifiaat von 1929 lrückzahlb. 102%)......
Lverheilen Provinz-Anleihe mll Auölos.-Rechien.......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 ....
1% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. unkündbar bis-1936 Serie 16 .
*J$% Franks. Hyp.-Bank Siqu.. Psandbrieje.........
<•/,% R dänische Hyv -Bank-LIqu Goldpse...........
8% Pr. L andeSpsandbriesanstalt, PsandbrieseN.il) ......
f% Pr. LandeSpsandbriesonslali, Bsandbriele DL 10......
4% Oeslerreichllche Goldrenie . . 4,20% Oesterrelchllche Sllberrente 4% Ungarische Goldrenie . . . .
4% Ungarische Staatirenie v. 1910 4'.3% ticegl. Don 1913.....
5% abgekl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe S«ie 1...........
4% deSgL Serif II.......
6% RumSn. vercinh.Renie 6.1903 4^>%Ruma».vereinh.RenieD.1913 4% wimänische vuetnh. Rente t ¥*,% L Anatolier......
57 65.5 54,5
43
3,5
35
38,25
73,75
73,25
78,5
77,25
73
5,2 5
5,75 2,1
2,15
8,05
3,8
H 1 1 11 1 1 1 11 1 1 1 1 1 1 1 1 । । । 1^ H 1
55.5
66
54,4
43,25
3.65
38,5
73,25
1,13
5.3
5,35
5
2,2
4,25
8,25
3,75 14,4
1 1 £ 1 K 1 1 1 S 1 I 1 I I 1 1 1 1 1 1 Sh ||||
»amvurg-AmerUa Pater ... 6
-amburg-Südam.Dampsschiss. 0
,ansa Dampsschiss .....0
iorddeuischer Lloyd.....6
a.@. für Verkehrswesen Aki. . .
Berliner HandelSgesellschasi. 8
Kommerz- und Privat-Bank. 7
DarmsiSdier und Naiionalbanl 8
Deutsche Bank und
DiSconio^Sesellschast... 6
Dresdner Bank...... 6
ReichSbank........12
A.E.G............7
Bergmann.........9
Slektr. LieserungSgesestschast. 10
Jldjt und Krasi......10
Fellen 8 Guilleaume. . . . 67*
Scsellschasi für Elektrische
Unternehmungen .... 9
Rheinische Elektrizität .... 9
Lahmeyer« So.. • • • • . 12
Suberu»..........4
Deutsche Erdöl .......6
Gelsenkirchener.......8
Harpener..........0
Hoesch Eisen. ........ 6
Ilse Bergbau.......10
Klücknerwerke........6
KSln-Neuessen.......
RanneSmann-Röhren .... 6
ManSselder Bergbau.....0
Oberschles. kolSwerke .... 8
Phönir Bergbau......4%
Rheinische Braunkohlen... 10
13
20,25
36
20.25
116
23,25
73
41
55,5
60,25
83,5
40,5
27^5
14,5
18,75
12
12,75
117,25
23
65,5
70.9
54,5 —
58,25
109.5
81,5
59,75
12
40
21
12,75
33
84 18.5 20,5
36 20.5 116,9
23,25
18
65.5
73 40.75
55,75
72 59.75 110,5 83,75
27,25
60 40,4 43,75
27 126 263
39,5
15 35,25 19,25
160 41,65
11,5
12.5
32,75
116,9
23
65
70
39
55
58.65
109,9
78,5
59,75
40,4
42
27,25
26,25
38,9
35.5
19,13
160
413
tRtcbed Montan......7,2
Bereinigte Stahlwerke .... 4
Otavi Minen......16'/,
Kaliwerke Ascherkleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15
I. ®. Yarben-Industrie... 12
Verein, chem. Industrie Frank-
furt a.M...........
Scheideanstali.......1°
Goldschmidt. ........ 0
RütgerSwerke ........ 5
Metallgesellschast.......5
Philipp Holzmann......6
Zementwerk Heidelberg. ... 7
Cementwerk Karlstadt.....7
WaqbLgrehtag......0
Schultheis Papenhoser ... 15
Aku (Allgemeine Kunstseide) 0
Bemberg......... 0
Zellstoss Waldhos.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 6
Dessauer Go« . .... 9
Daimler Motoren .....0
Deutsche Linoleum.....6
Orensiein & Koppel.....0
Leonhard Tietz ...... .8
SvenSka...... 15
Chad«............
Frankfurter Maschine» . . . . (
Gritzner......... . 0
Mainkrastwerke Höchst S.M.. . 6
Süddeutscher Zucker .... 10
17
92,75
128,5
18
28,75
40,65
39,5
22,25
35
98,17
H|| | | | 1 1 1 1 1 S 1 1 1 IMS LL 1^ 1 1 1 1 1
ü 10,75 89,5
100 150
92,5
18.65 30
28,5
40,75
59,75
40 38,75
31,9 23 90
11,9
34 24,9
56 9,75 203,5
19 1 98,5
16,75
99,75
149,5
92
Z
43,75
59,13
39
37
31.5
88.25
11.75
33.9
24,25
55,13
12,25
204
-
—
1 100
17.Mai
18.Mai
Amtliche Dotierung
Geld 1 Srief
Amtliche Notierung Geld | Brief
^elsingsor» .
7,133
51,95
7.147
52.05
7,123
51.95
7,137
52.05
Prag . . .
Budapest. .
12,465
12.485
12,465
12.485
—
—
—
—
Sofia . . .
3,057
3.063
3,057
3.063
Holland . .
170.88
171,22
170.88
174,22
Oslo. . . .
77,12
77,28
76.97
77,13
Kopenhagen.
84,22
84,38
84,27
84,43
Stockholm .
78,32
78.48
78,12
78.28
London. . . Buenos Airek
15,38
15,42
15,41
15.45
1,013
1,017
1,013
1,017
Neuyork . .
4.209
4.217
4,209
4,217
Brüssel. . .
59,12
59,24
59,04
59,16
Italien. . .
21,67
21,71
21.67
21,71
Paris . . .
16,605
16,645
16.605
16.645
Schwei, . .
82,32
82,48
82,32
82.48
Spanien . .
34,47
34,53
34.47
34,53
Danzig. . .
82,62
82,78
82,72
82.88
Japan . . .
1,339
1,341
1,329
1,331
Rlv de Ian..
0.314
0,316
0,314
0,316
Iugostawi«. euidtoi . .
7.423
7,437
7,423
7,437
14,09
14.11
14,09
14,11
Berlin, 17.Mai
Geld
Bries
Amerikanische Noten.......
4,20
4,22
Belgische Noten.........
58.96
59,20
Dänische Noten.........
84,03
ö4,37
Englische Noten . ........
15,34
15,40
Französische Noten........
16,57
16,63
Holländische Noten........
170,51
171,19
Italienische Noten........
21,68
21,76
Norwegische Noten........
76,95
77,25
Deutsch-Oesterreich, i 100 Schwing
—
—
Rumänische Noten........
2,49
2,51
Schwedische Noten........
78,14
78.46
Schweizer Noten. ........
82,14
82.46
Spanische Noten. ........
34,33
34,47


