Ausgabe 
17.11.1932 Frühausgabe
 
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Erklärungen über den Inhalt und die Absichten

In dem an der bayerisch-österreichischen Grenze

der Ausstellung. Anschließend erläuterte Pro- I gelegenen Tiroler Städtchen Vils erfolgte in der feHor CHiefren vom Thoaterwissenschaftilichen Zementfabrik Schretter & Co eine starke E x p l o -

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Kunst und Wissenschaft

Die Gerhart-hauptmann-Ausstellung in Berlin.

Die Gerhart-Hauptmann-Aus st el

reifen und Sand Hiebwaffen hergestellt und sie den Demonstranten übergeben zu haben.

Der als Rädelsführer bei den Unruhen verhaftete sozialistische Nationalrat Nicole steht seit zwei Tagen im Hungerstreik.

Gießener Stadttheater

Nostert Stolz:Pcppina"

Er und Gu.

Iton Hans Jiicbou I.

lung, die die Breslauer Städtischen Museen -um 70. Geburtstage des Dichters in Berlin benanftailtot hoben, ist in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste eröffnet worden. In Vertretung des Reichspräsidenten war Staatssekretär Dr. Meiß­ner erschienen, an Stelle Gerhart Hauptmanns wohnte sein Sohn Benvenuto der Eröffnung bei. Auch die erste Darstellerin derHannele", Frau Paula S ch le n t he r , war unter den Anwesen-

Der italienische Luftfahrtminister B a l b o begrüßt als Erster den deutschen Weltflieger von Gronau bei seiner Ankunft in Rom.

Probleme der Weltmirtschastskonserenz.

Oer VorberichtstellikeinenErfolginAussichioknevorhengepolitischeBereinigung

Oerchinesisch-japanischeKonflittinGenf

Genf, 16. Nov. (WTB.) Der chinesisch-japanisch« Konflikt wird am nächsten Montag mit der Er- örtcrung des Lytton -Berichts vor dem Bölkerbundsrat in ein entscheidendes Stadium ge­langen. Man vermutet, daß die Behandlung des Konflikts längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Man nimmt sogar allgemein an daß die Haupt« aufgabe des Lölkerbunds, die Lösung des Kon­flikts auf Grund der im Lytton-Breicht enthaltenen Borschläge, erst nach Weihnachten zur Be­handlung kommt Der japanische Vertreter hat aus Tokio ein 90 Seiten langes Dokument Wer den Standpunkt der japanischen Regierung mitgebracht. Dieses Dokument befaßt sich bemerkenswerterweise nur mit den ersten acht Kapiteln des Lytton-Berichts, also nicht mit den praktischen Vor­schlägen, die die .Kommission zur Regelung des mandschurischen Konflikts gemacht hat

Oh nein", lächelte sie,Sie kommen mit in meinen Wagen."

II.

-sie chauffierte selbst. Der Verkehr war, trotz der tun^e- stark. Der Asphalt glänzte regennaß. Ltn Oefpräd), das mehr als konventionell war, ver­bot sich von selbst.

Erst als der Wagen vor ihrem Hause hielt, glaubte sie daß er den Versuch machte, ihre Hand zu küssen Aber der Versuch wenn überhaupt ernsthaft ge­meint mißlang.

Ich fahre ungern Auto", sagte er, als sie vor der Haustur standen,man kann kein ordentliches Ge­spräch dabei führen."

Würden Sie denn gern ein ordentliches Gespräch mit mir führen?" lächelte sie und blickte ihn von der «eite an.

Gewiß", nickte er und schob, wie es schien, den Fuß zwischen Tür und Pfosten,

nur im Schlußakt ausführlicher von der Iazzin- ftrumentierung Gebrauch und ist mit einer Reihe hübscher Ton, "id ^efangemummtm ausge- stattet

ben zu sehen. Rach einem von Theodor Loos gesprochenen Prolog gab der Breslauer Pro- vinziai'.konservator Dr. Günter Grundmann

Er macht es nobel und großzügig, und er tut sich keinerlei Zwang an: bei ihm bekommt das junge Mädel einen leibhaftigen Grafen (mit den obligatorisch angegrauten Schläfen: das macht sich immer gut) und ein phantastisches Monats- gehalt, das überdies im Laufe dreier Akte in schwindelnde Höhen klettert: sie kriegt auch drei Zimmer mit Bad und dazu noch eine Menge fei­ner Kleider und Hüte. Oesterreicher gleicht für­wahr einer gütigen Fee.

Damit das aber nicht alles so mirnichtsdimichts passiert (das war selbst ihm offenbar nicht ganz geheuer) denkt er sich noch eine schöne Ge­schichte aus: die spielt in München, wo der Herr Graf eine angenehme Jugend verlebte. Zwanzig Jahre spater erscheint, arm aber hübsch, auf der Bildfläche die Sekretärin Maria, genannt Pep- bina, seine Tochter. Der Graf bekommt einen kleinen Schreck, kann sich nicht recht entsinnen, faßt sich aber und gibt sich mit Haltung der neuen väterlichen Würde hin. Da er sich sehr bald, was vorauszusehen war, in die Sekretärin verliebt, blieb in schließlich kein anderer Ausweg - wckUn man nicht, wie in derToni aus Dien", auf ein happv end verzichten wollte al« die na­türliche Tochter (nicht von Goethe) für unterge- fchoben und die ganze Sache für einen Schwindel zu erklären.

Die Musik stammt von Robert 61 o I x ; <r x*t» fugt auf diesem Gebiet über einige Erfahrung aSnn??trbÄatC und er hat ^griffen, ba?

OBunfi räume m Operettenform ohne schwung.

^brämung und Verklärung »Dren Zweck verfehlt haben, eine -Partitur macht

Während des ganzen Abends hatte mit ihm beschäftigt. Gewiß, dreimal ihm zum Tanzen aufgefordert, und viertenmal vor ihr stand, machte sie ein halb ver­wundertes, halb belustigtes Gesicht.

Aber als er, eine ötunbe nach Mitternacht, vor dem Portal und vor dem Auto stand, das sie hatte kommen lassen, dachte sie:Aha ...".

Lieber Doktor", sagte sie,wollen Sie mich nach Hause begleiten?"

Gewiß" murmelte er und machte ein hilfloses Gesicht.Erlauben Sie es? Wollen wir zu Fuß gehen?"

Die Aussühruitu, untci oer Spielleitung von Paul W r e d e , kam Zunächst etwas schleppend in Sluß. gewann aber Dann erfreulich an Tempo, Wärme und Stimmung und konnte auch im dritten Akt noch mit einigen, teils kcunischen, teils sehr gefühlvollen Effekten aufwarten. Die musikalische Leitung lag bei Kapellmeister Walter Moe hl in bewährten Händen. Herr Löffler hatte eine funtelneue Inneneinrichtung gestiftet, Herr B ä u l k e mehrere ge' ällige Tanznummern arran­giert. Im ersten Akt holte sich Frau ulke mit einem Solotanz einen Sonderapplaus

Oer Behördenstreii in Eutin.

Eutin, 16. Rov. (TU.) Rachdem daS olden- burgische Staatsministerium eine am S. Rovember von dem nationalsozialistischen Regierungspräsi­denten B ö h rn k e r verfügte Dienstenthe- b u n g des städtischen Polizeikommifsars Marks am Montagabend te'e"-ethisch aufgehoben hatte, ist dem Polizeikomm ssar am Dienstagmor. gen eine Verfügung Regierungspräsidenten zugestellt worden, durch die der Kommissar bi- zur rechtskräftigen Entscheidung eines gegen ihn er­öffne'en Disz-p i arversahrenS zwangsbeur­laubt wird. Dem Kommissar wird durch die Verfügung aufgegeben, sich jeder Dienstausübung zu enthalten, da nach Ansicht der Regierung der gegen ihn erhobene Vorwurf der GeArsamsver» Weigerung so schwer sei, daß auch nur eine frpt* übergehende Dienstausübung untragbar sei. Wie wir weiter hären, ist der Regierungspräsident D ö h m k e r telegraphisch zum Staatsministerium nach Oldenburg beordert worden. Die Gehorsamsverweigerung des Kommissars Mark- bestand bekanntlich darin, daß er sich weigerte, die von dem stellvertretenden nationalsozialistischen Bürgermeister angerr netc Verhaftung von öwei preußischen Kriminalbeamten vorzunehmen, die seit längerer Zeit in Eutin im Einverständnis mit dem inzwischen zwangsbeur­laubten deutschnationalen Oberbürgermeister Dr. St off regen gearbeitet hatten und die dem Kommissar Marks persönlich bekannt waren.

den, daß eine Hebung der Großhandels­preise die Rückkehr zur Goldwährung erleichtern würde.

Der Ausschuß hat sich ferner für eine Beseitigung der Devisenbeschränkungen ausgesprochen, Vorkehrungen seien aber zu treffen gegen einen plötzlichen Abzug fremder kurzfristiger Kredite. Es sei notwendig, zu neuen Abmachungen über die kurzfristigen Schulden zu kommen und die Still­halteabkommen zu ersetzen, denn diese schlössen die Gefahr in sich, den guten und den schlechten Schuldner auf gleichem Fuß zu behan­deln, was auch den Kredit des guten Schuldners schädige. Die Beseitigung der Devisenbeschränkungen sei möglich, wenn die Ausfuhrrtiärkte durch größere Freiheit im Warenverkehr wieder zur Belebung kämen und gesunde wirt­schaftliche Grundlagen für die Verwirklichung von Kreditoperationen geschaffen würden Ein Plan zur Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage könne nur Erfolg haben, wenn zuvor gewisse po­litische Probleme geregelt würden

dianischen Bevölkerung beträgt heute gegen 123 000, also 17 000 melhr, als vor 20 Jahren ge- -ählt wurden. Die Indianer stehen unter dem Schutz des Staates und leben zum größten Teil in Schutzgebieten: sie sind in allen Provinzen angesiedelt, aber an der Spitze steht Ontario nr.'t 30 368 Abkömmlingen der Ureinwohner, und danach kommt Dritisch-Eolumbla mit 24 599. Die anderen Urbewohner des Landes, die Eskimos, sind in viel geringerer Zahl vertreten. Man hat dieses Volk, das hauptsächlich in den Aord- west-Derritorien wohnt, jetzt zum erstenmal ge- äähZ, so gut es ging und 5979 Köps« sestgestollt. Dies« Zahl scheint auch für eine Zunahme der Eskimos zu sprechen, denn eine Schätzung vor zehn Jahren gab di« Zahl auf nicht mehr als 3000 an.

Hoppla!" dachte sie und reichte ihm zum Ab­schied die Hand.

Er aber machte eine Bewegung, als ob er sie an sich ziehen wollte. Eine Sekunde lang starrte sie ihn an, dann drehte sie sich um, lief ins Haus und warf mit voller Wucht die Tür hinter sich zu.

III.

Aks sie die Treppe hinaufstieg, läutete es. Als fie oben in ihrem Zimmer stand, läutete es noch ni-aer. Sie fühlte, wie ihr Herz zu klopfen anfing. Sonderbarer Mensch", dachte sie,plump wie ein Teddybär, blind und tolpatschig, und außerdem weckt er das ganze Haus auf."

Sie lauschte. Noch immer ping, in kleinen Ab­ständen, die Klingel. Dann hörte sie Schritte. Der Hausmeister kam aus dem vierten Stock herunter.

Sie ging an die Tür.Auf keinen Fall öffnen!" sagte sie zu dem Mann,er verfolgt mich."

Der Hausmeister nickte und stapfte die Treppe wieder hinauf.

IV.

Noch als sie im Bett lag, hörte sie, durch Türen und Wände hindurch, das Säulen. Seltsame Ge­danke . gingen ihr durch den KopfWarum war sie mit einemmal so abweisend gewesen? Hatte sie ihn nicht selbst eingeladen, mit ihr zu fahren? War es für eine Frau so wichtig, beleidigt zu sein wenn ein Mann ehrlich war? Hätte sie nicht' einen klugen Vorschlag machen können? Etwa: Noch einen Cocktail in der Bar zu trinken? Oder am nächsten Tag irgendwo zu offen?"

Sie richtete sich im Bett auf. Noch immer klingelte es. Sie machte eine Bewegung, als ob sie aufstehen wollte. Aber bann ließ sie sich doch wieder in die zn, n<m rren* nahm ein Schlafpulver, trank ein ©las JBaHer, und dann hörte sie nichts mehr von der Glocke und nichts mehr von dem Klopfen ihres Herzens.

V.

21m nächsten Morgen rief sie den Hausmeister. Wie lange hat es noch gedauert?" fragte sie.Ist er bald gegangen?"

»Dis fünf 11 br morgens hat er geklingelt", sagte ber Hausmeister,bann konnte ich es nicht mehr aushalten. Ich bin hinuntergegangen und habe ihm geöffnet."

llnb bann?" flüsterte sie und fühlte, wie ihr Herz von neuem anfing zu klopfen.

llnb bann", fuhr ber Hausmeister fort,bann Hobe ich b e n Mantel aus ber Tur spalte gezogen, wo er festaeklemmt war, unb bann ist ber Herr fortgegangen.

sion in einem Zementofeu. Der Mitinhaber bet Fabrik, Oberingenieur Kommerzienrat Rudolf Fischer, und vier Arbeiter erlitten durch den Funkenregen und die glühende Zementmasfe schwere Brandwunden. Kommerzienrat Fischer ist be­reits im Krankenhaus in Füssen gestorben. (Einer der Schwerverletzten liegt im Sterben. Die Mutter Fischers, die telegraphisch herbeigerufen wurde, erlitt kurz nach ihrem Eintreffen in Füssen einen Schlaganfall unb liegt nun ebenfalls schwer krank im Füssener Krankenhaus barnieber.

Dachstuhlbranb in einem Berliner Vorort.

In Derlin-Mariendorf brach in ber Eisenacher Straße ein Brand aus, der sich über den gan­zen Dachstuhl des Vorderhauses mit eingebau­ten Wohnräumen ausdehnte. Das Feuer konnte nach erheblichen Anstrengungen der Wehr ge­löscht werden. Ein Feuerwehrmann namens Bräuer erhielt durch herabfallenden Schutt er­hebliche Verletzungen und mußte ins Kran­kenhaus geschafft werden.

Rieseuunterschlagungen bei ber russischen Post.

Wie aus Moskau amtlich gemeldet wird, hat ein Sonde runtersuchungsausschuß des Hauptoollzugs- ausschufses eine Riesenunterschlagung bei der russischen Post aufgedeckt. Es wurde festgestellt, daß nicht weniger als 7 Millionen Rubel, die in der ersten Hälfte dieses Jahres auf verschie­denen Postanstalten zur Uebermerfung eingezahlt worden waren, an ihren Bestimmungsorten nicht zur Auszahlung gelangt sind. Dio ungeheuere Summe ist von Sowjetbeamten veruntreut worden.

vier lote bei einem Bergroertsunglütf in England.

Bei einer Explosion in einem Kohlenberg- tverk in der Röhe von Glasgow wurden vier Bergarbeiter getötet und elf schwer ver­letzt.

Flucht aus ber Jrembenlegion.

Karl Humpert, ein junger Deutscher, der vor einem Jahr zur Fremdenleg ion ging, ist jetzt nach einer abenteuerlichen Flucht als blinder Passagier mit dem norwegischen DampferGranada" in Aberdeen (Schottland) angekommen. - Die furchtbare Hitze in Marokko brachte ihn zu dem Entschluß, bei passender Ge­legenheit die Flucht zu ergreifen. Er enttarn mit seinem Pferd, das er nach einem Ritt von 50 Kilometer am Wegrand zurückließ, um zu Fuß zur Küste zu gelangen. Er schlief nachts im Sande und hielt sich, als er den Hafen von Susa in Tunis erreichte, verborgen, bis es ihm glückte, an Bord derGranada" zu gelangen, wo er sich in einer Ladung Espartogras versteckte. Einige Tage lebte er nur von Wasser. Dann zwang ihn der Hunger, aus seinem Versteck her­vorzukommen. Man hatte an Bord des Schisses Mitleid mit ihm, gab ihm zu essen und beschäftigte ihn. Humpert. der 26 Jahre alt ist und früher Elektriker in Hamburg war. dann aber arbeits­los wurde, wird von einem deutschen Trawler nach Deutschland zurückgebracht werden.

Unerfreulicher Empfang

des Prinzen von Wales in Ulster.

Belfast, 16 Nov. (TU.) Der Prinz von Wales traf am Mittwochvormittag in Belfast (Ulster) ein, um bas neue nordirische Parlament zu eröff­nen. Er wurde von zwei Kreuzern unb einem Luft- goschwaber empfangen. Boi seiner Ankunft kam es 3 u englanbfeinblichen Kunbgebun- ge n. Irische Republikaner hatten in ber Nach! zu Mittwoch an vielen Stellen in Belfast große Pla­kate angeschlagen, in denen gegen den Besuch des Prinzen Protest erhoben wurde. Die Polizei ent­fernte die Plakate wieder. In einer Straße wurde bte englische Flagge heruntergeholt und in Stücke gerissen. Die Polizei verhaftete zwei Frauen, die sich an den Unruhen beteiligt hatten. Für den Prinzen von Wales sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen getroffen worben. Neben ber gesamten Polizei ist auch eine besondere aus Orangeleuten gebildete Sicherheitsgarbe auf- geboten worden Wegen ber in Belfast herrschenden Arbeitslosigkeit ungefähr 27 Prozent ber Ar­beiter sind ohne Beschäftigung ist auf Wunsch bes Prinzen jebe Ausschmückung ber Stabt mit Triumphbögen, Oirlanben usw. unterblieben.

Das unruhige Spanien.

Mabrib, 15. Nov. (TU.) An vielen Osten Spaniens sinb neue Unruhen zu verzeichnen. In ber Provinz Babajoz kam es neuerbings zu Ue Verfällen a u f Gutshöfe. Die Land­arbeiter versuchten, die Erntevorräte zu rauben. Es kam zu Zusammenstößen mit ber Polizei, wobei eine Person getötet unb mehrere verwunbet wur­den. In Villanueva befreiten Arbeiter Polizei- gefangene. Sie veranstalteten Umzüge mit roten Fahnen unb sperrten bie Gutsbesitzer ein, bie ben Arbeitern Erntebeteiligungen verwei­gerten. Starke Polizeikräfte sinb nach Villanueva zusammengezogen worben. Die Stubentenfchaft ber Rechtsfakultät ber Universität (3 r a n a b a ist aus Protest gegen bie von ber Regierung verfugte Zwangspensionierung aus politischen Grünben von 100 höheren Richtern in einen Streik ge­treten. Desgleichen streiken aus politischen Grün­den bie Studenten in Madrid unb Bilbao.

In Sevilla traten bie Bäckergesellen in ben Ausstanb, bem sich halb auch bie Straßenbahner und bie Autodroschken-Chauffeure anschlossen. Die Führer ber Streikbewegung versuchen, auch bie Hafen- und Transportarbeiter für den Streik zu gewinnen. Ein starkes Polizei- unb Militäraufgebot ist zusammengezogen, um bie Orbnung aufrecht­zuerhalten

Genf, 16. Nov. (ENB.) Ein Genfer Blatt ver­öffentlicht ben Wortlaut ber Vorberichte, bie bie beiben Unterausschüsse bes Sachoer st änbigen- ausschusses zur Vorbereitung 'ber Weltwirtschaftskonferenz über bie Wirt- schafts. unb Finanzfragen, mit benen sich bie Welt- Wirtschaftskonferenz beschäftigen soll, angenommen hoben. Der eine Unterausschuß hat sich besonders mit ben Bebingungen für bie W i e d e r h e r st e l - lung einer gemeinsamen internatio­nalen Währungsbasis beschäftigt Das G o l b fei allgemein als ber internationale Währungsregulator anerkannt worden. Als wesen.liche Bedingung für bie Rückkehr zur Golbwährung sei in erster Linie bie Wieder- herstellung bes Vertrauens geforbert worden, die von ber Lösung gewisser zur Zeit schwebenber politischer Fragen abhänge In biefem Zusammenhang wirb auf bie Regelung ber internationalen Schulbenfrage hingewiesen Notwenbig sei ferner größere Freiheit im Waren-Dienstleistungs- unb Kapitalverkehr. Es fei anerkannt war-

. Darry Q>ra| Ebersbaa) Alfred Fierment, If n -rlr und angenehm bei Stimme, auch dar- stellerisch entschieden ungehemmter im eleganten als irn historischen Kostüm. Die Ct.notypistin Mana (Peppina) Müller wurde von Fräulein Be l i n g mit sympathischer Ungezwungenheit und Heiterkett gespielt, gesungen und getanzt: ihre Lieder von dem bisschen Glück, von der Wahr- lager in und vom Tag, wo die Rosen blühn, brachte sie charmant zum Vortrag. Sybille Flemming gab, elegant und routiniert, ihre eifersüchtige und leichtfertige Konkurrentin Jvonne. Herr Hub diesmal gesanglich minder in Anspruch genommen' brachte als beflissener Scheidungsanwalt seine ziemlich pikanten Pointen in schlichter Operetten- Prosa an ben Mann. Herr Wrede gab betrieb­sam und beweglich einen wienerisch-naiven Lieb­haber, Frau Schubert-Jüngling eine äußerst resolute und stimmgewaltige Dame aus München, Herr D i e t c n einen diskreten und weltgewandten Kammerdiener.

Die neue Operette fand freundliche Aufnahme mit lebhaftem Beifall und mehreren Wiederholun­gen. hth.

HHbäufc in Kanada.

Daß in Kanada heute mehr Indianer Leben als fror vier Jahrhunderten, da der weiße Mann zum erstenmal hier eindrang, ist eine der über­raschenden Mitteilungen, die die Indianer-Ab­teilung der kanadischen Regierung in ihrem neuesten Bericht veröffentlicht. Die Rothäute, deren Aussterben man bereits befürchtete, ha- den in den letzten zwei Jahrzehnten ständig an iZahlzugenommen. Die Ziffer der in-

Seit dem TonfilmDie Privatsekretärin" freut sich die märchenhafte Geschichte von dem armen kleinen Mädchen, das eines Tages allen pessimistischen ZukunftsauSsichten und aller Wirt­schaftskrise zum Trotz sein Glück macht, steigen­der Beliebtheit. Die Leute, die sich mit der Her­stellung von Tonfilmen, Romanen und Operetten­textbüchern abgeben, sind dahinter gekommen, daß man den unerfüllten Wunfchträumen unzähliger junger (und vielleicht auch älterer) Zeitgenossen und Genojsinnen ein wenig Futter streuen müsse. Auch Rudolf Oesterreicher streute ein bißchen mit, und siehe, es entstand das Libretto Pep- Pina".

Institut in Köln die von ihm bearbeitete Ab­teilungHauptmann auf der Bühne". Die Aus- stc>llung wurde sodann vom Reichskunstwart Dr. Redsllob mit herzlichen Worten für den Dich­ter eröffnet.

Aus aller WeU

Baler unb Sohu löblich verunglückt.

Auf ber Staatsstraße LeipzigEilenburg fuhr ein mit zwei Personen besetztes Motprrab gegen ein haltendes zweispänniges Rollfuhrwerk. Die Maschine wurde beim Anprall völlig zertrümmert. Die beiden Fahrer, ein Dachdecker aus Eilenburg und fein Vater, waren auf der Stelle t o t

Berhöngnisoolle Explosion in einer Zemenlfabrik.

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