Ausgabe 
17.11.1932 Frühausgabe
 
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Donnerstag, IL November 1952

182. Jahrgang

nr.27i Avüvaussabe

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Oni(r nnö »erlog: vrlihi'ichc Univeifil°,s-Vuch- und Steinörutferei R. Lana« in Sietze-i. Sd)riftleitung und Scichästritelle: Schillra^e i.

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Dr. Friedr. With. Gange. Verantwortlich für Politik Dr tfr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil lErnft Blurnlchein und'ür^enAn> zeigen teil i.D. Th. Kümmel iämtlich in (ßie ie-'

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Oie erste Fühlungnahme mit den Parteien

Die Entscheidung des Aatlonalsozialismus

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Der sozialistische Hationaltat Nicole.

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Aeuherlich geht nun die Entwicklung fo weiter, dah das Kabinett sich am Donnerstagvor- mittag mit der Lage befahl. Für Donnerstag wird auch die Antwort der National­sozialisten erwartet. Ls herrscht immer noch

Berlin, 16.Koo. (TU.) Amtlich wird mit- geteilt:Der Reichskanzler hat sich veranlagt ge- sehen, bie oon i h m geplanten Besuche in Stuttgart, Karlsruhe und Darm- st ad t a b } u f a g e n, da er nach dem Ergebnis der heutigen Parteiführerbesprechungen es für richtiger hält, eine Klärung der politischen Lage abzuwarten."

Unklarheit, ob die Besprechung mit Hitler z u - ftanbetommt. Hitler ist zu einer Be­sprechung eingeladen worden, hat sich aber vor­läufig darauf beschränkt, die Einladung zu be­stätigen und um eine Bedenkzeit von 24 Stunden zu ersuchen. Seine Antwort wird also erst am Donnerstag erwartet. Dann wird der Kanzler entweder noch am Donnerstag, mög­licherweise aber auch erst am Freitag dem Reichspräsidenten über seine Bespre­chungen mit den Parteiführern und die Stet- lungnahme des Kabinetts Bericht er st al­ten. Ls ist zweifellos, dah der Kanzler auch dem Reichspräsidenten gegenüber zum Ausdruck bringen wird, was er heute den Parteiführern gesagt hat. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dah der Reichspräsident dann auf Grund der heutigen Sondierungen des Reichskanzlers

nalfozialisten die no<.

Staatsgerichtshof zurüct^iehen.

schäftsorbnungsausschuh solle bie Frage des Uniformtragens im Litz ungs,aal grundsätzlich klären. In der Aussprache er.lärten 'ich bie Nationalsozialisten bereit, ihre Klage beim Staatsgerichtshof zurückzu- ziehen, wenn sic ihre Mandate toieber ausüben könnten. S.c verlangten die gründ,ähliche Klä­rung der Frage, ob künftig Parteiuniformen im Sitzungssaal zugelassen seien. Der Aeltestenrat einigte sich dahin, daß in der nächste Vollsitzung ohne Aussprache bie Beilegung des Konfliktes erfolge.

Sicherheit" gegen Luftangriffe Bo» Geh. Gat W Fi cd, Ministerialrat im Neichsverkehrsmmisterium

München. 16. Nov (TU.) Sn Bayern wer» den jetzt die NationalSozialisten zu den Landtags- sihungen wieder zu gelassen, nachdem bin 17. Suni ihr Ausschluß für zwanzig Vollsitzungen au ge pr.ch.'n worden war In ber Aeltcstei r.its° siyung des Landtages am Mittwoch betonte Prä­sident Dr. Stang (Bahr. Vollspi. dah die politische und wirtschaftliche Lage dringend eine Zusammenfassung aller Kräfte zu fruchtbringender Arbeit verlange. <5*1 Vor­gehen am 17. Suni sei korrekt und durch die Ge­schäftsordnung zwangsläufig bestimmt gewesen. Es sei aber jetzt angezeigt, einen Strich zu machen, wenn bie Natio- >ch schwebende Klage beim 1 ..... Der Ge-

sprechungen des Kanzlers mit Parteiführern des Zentrums, Bayerischen volkspartei und Deutschen volkspartei ergeben haben, dah Zentrum und Bayerische volkspartei unter den obwaltenden Umständen keine ZE ö g- lichkeit für ihre Beteiligung an der Bildung einer nationalen Konzen­tration sehen, während der Parteiführer der Deutschen Volkspartei, Dingeldey, dem Reichs­kanzler feine Mitarbeit zugesagt hat

land d e.es selbstverständliche Recht nicht «halten, bann gebieten ihm Selbstachtung und Selbst­erhaltungstrieb, die zu seiner Verteidigung not­wendigen Mahnahmen selbst zu treffen.Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!"

Zolkelingswahlen in Dänemark.

(gewinn der Konservativen und Kommunisten

Kopenhagen, 17. Nov. (WTB. Funkspr.) Die Ergebn sse der Wahlen zum Folketing stellen .ich folgendermahen bar: Sozialisten 660782 St.mmen gegen 593 191 bei den letzten Wahlen, danach 62 Mandate gegen 61 in der letzten Wahl; Gemäßigte Linke 381 760 ( 402 121) «Stim­men und 08 (44) Mandate; Konservative 289 52a (233 935) «Stimmen und 27 (2o) Mandate; Linksradikale 145 206 (151 746) Stimmen und 14 (16) Mandate; ® cor gift en (Rechts- verband) 41 215 (25 810) Stimmen und 4 (3) Wan- bäte; Kommunisten 17172 (3c56) Stimmen und 2 (0) Mandate; Partei der Schleswiger (Deut che) 9867 (9787) Stimmen und 1 (1) Man­dat Sm allgemeinen ergaben die Wahlen Ver­luste für die Linksradikalen und Gemäßigte Linke zugunsten der Konservativen und der Kommu- H'sT Kopenhagen hatten im Laufe der Nacht die Kommunisten auf dem Iustizgeoaude. auf der Dornt.rche. auf den großen Flaggenstangen auf der Königin-Louise-Brücke und auf der spitze des Blitzableiters auf dem Schornstein der Ar­beitsanstalt Sundholm rote Flaggen ange­bracht. Die Polizei konnte nur unter großen Schwierigkeiten bie Flaggen toieber herunter» holen. Fünf Kommunisten würben verhaftet- An mehreren Stellen der Stadt kam es zu Zu­sammenstößen zwischen bürgerlichen und kommu- nist.schen Klebekolonnen.

Zu dieser amtlichen Meldung oerlaulel von unter- richleler Seite weiter, dah die heutigen B e- . =« den

f e l b ft d i e Parteiführer empfangen wird, um sie zu fragen, welchen Mann und welches Programm sie an Stelle derjetzigen politischen Staatsführung" vorzn- schlagen haben. Diese Empfänge dürften Ende dieser oder Anfang nächster Woche stattfinden. Die Bußtagsbesprechungen haben die Entwicklung also weiter vorwartsgelrieben bie Entscheidung haben sie aber noch nicht gebracht Sie liegt viel­mehr in dem n ä cf) ft e n Stadium berent Wicklung, nämlich den (Empfangen beim Reichs­präsidenten. Die Entscheidung wird aus den Ant­worten basieren, die die Parteiführer dem Reichs­präsidenten geben werden. In welcher Richtung die c Entscheidung gehen wird, läßt sich auch heute nicht mit absoluter Sicherheit übersehen. Nach Auf­fassung politischer Streife sind aber die Aussichten dafür'ä u Herst gering, daß die Parteien einen Ausweg aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten zu weisen vermögen

schrittweise seinen eigenen Einfluß zu vermehren. Unfcblüffig zu sein, sei für den Führer einer so großen Bewegung zwar leichter als zu handeln, es sei aber auch gefährlicher.

Oie Nationalsozialisten wieder im Bayerischen Landtag.

Der Konflikt mit dem Landtagtzprästdenten bitgclißi.

gierung scharfe Kritik. Sodann wurde der Beschluß des Großen Rates, in dem die von der Regierung getroffenen Maßnahmen gebilligt werden, mit allen gegen die Stimmen der Sozialisten angenommen. Die Polizei hat zwei Personen weaen Beteiligung an den jüngsten Unruhen d e r h aj t e t.. Der eine oon ihnen hat gestanden, sich "? s s schafft zu haben, der den Soldaten und Pvli- giften ins Gesicht gestreut werden sollte. Der andere, ein Postangestellter, gibt zu, mit Hilfe von Gummi-

offensiven Zwecken diene, in langatmigen, akademischen Erörterungen ergangen, Erörterun­gen. die teiltoeise in den Sätzen gipfelten, daß bie militärische Luftfahrt rein defensiven, bie Zivite luftsahrt jedoch im gegebenen Falle ausschließlich offensiven Charakter habe oder gewinnen könne. Sm übrigen konnte man sich nicht einmal mit dem restlosen Verbot des Bombenabwurfes befreunden und machte als Ablenkungsmanöver lediglich Anstrengungen, die Entwicklung der zivilen Luftfahrt, der einzigen, die Deutschland noch betreiben dürfte, durch einen 3n- ternationalisierungsplan bremsen. Sa, man ge­stand auf deutsche Vorhalt-nge mit erstaunlicher Offenheit ein, daß im Versailler Vertrag nicht etwa nur Angriffswaffen füu Deutschland ver­boten worden feien, sondern daß man es auch mit voller Absicht seinerwichtig ft en Vertei­digungswerkzeuge beraubt habe. Durch diese Ausführungen haben sich wohl die Verfas­ser der berüchtigten Luftfahrtklauseln des Ver­sailler Vertrages selbst ihr Urteil gesprochen!

Für bce Abrüstungskonferenz muß die Forde­rung bestehen b.e.ben. daß bie militärische Luftfahrt restlos und allgemein v er­boten werden muh. Wird aber dieses Ziel nicht erreicht, dann hat das deutsche Voll bas Recht und die Pflicht, sich bie Sicherheiten zu schaffen, die alle anderen Völler für sich bean­spruchen- Diese S.cherheit muß garantiert we rben durch dieselben Kräfte, durch bie bie anberen Staaten glauben, ihre Bevölkerung vor gegneri­schen Luftangriffen schützen zu müssen. Das be­deutet aber in nüchternen Worten:Wird die deut-che Forderung auf Gle.chberechtigungnach unten, die auf restlose Beseitigung sämtlicher W.sttärluststrecklräste in allen Staaten hinzielt, nicht erfüllt, bann muh bie Gleichberech­tigung ,.n a ch oben" ausgedehnt werden, dann muh Deutschland bie 2 u f t ft r e i 11 r ä f t e erhalten, Die aktiv in der Lage sinb. bie Sicher­ste t des deutschen Hoheitsgebiets gegen jeden Luftangriff zu gewährleisten. Alnb kann Deut.ch»

Die beiden Zentrumsführer haben nochmals zum Ausdruck gebracht, daß das Zentrum die Art der jetzigen Führung ablehnen muste. Es wurde von feiten des Zentrums nochmals der G e - oanke der Rot - und Arbeitsgemein­schaft stark unterstrichen und ferner in den Vor­dergrund gestellt, daß das Zentrum an der Herstel­lung einer solchen Rotgemeinschast zur Zusammen­fassung aller arbeitswilligen Kräfte positiv sich be­tätigt. Nur auf diesem Wege halte man in führenden Zcntrutnskreisen eine organische Weiterentwicklung unjeres politischen Lebens für möglich und die für den Aufstieg der deutschen Wirtlchast notwendige innere Beruhigung für gegeben. Der bisherige Zu­stand, wie er sich nach Auffassung des Zentrums und auch der anderen großen Parteien unter der Re­gierung des jetzigen Kanzlers entwickelt hat, muffe zum Verfall und Ehaos führen. Pralat K a a s hat hinzugefügt, unter der jetzigen politischen S t a a t s's ü h r u n g müsse der Versuch der natio­nalen Sammlung anssichllslos bleiben, und daraus ergäben sich nach Ansicht des Zentrums von selbst naheliegende Konsequenzen Diese Erklärung ist natürlich mit einer Absage gleichzusetzen, und sie dürfte auch der Tenor der schriftlichen Aus­zeichnung sein, die die Zentrumsfuhrer dem Kanzler übergeben haben. (Dieses Schriftstück wird übrigens nicht veröffentlicht werden.) Es ist anzu- nehmen, daß die Darlegungen Dr. Schaefse r s für die Bayerische Volkspartei sich von dem Stand­punkt des Zentrums nicht sehr wesentlich unter cheiden. Der Kanzler Hai mit Nachdruck seine rüheren Erklärungen unterstrichen, dah nichts an der Personenfrage scheitern dürfe, wenn Deutschland aus der gegenwärtigen schwie­rigen Situation gerettet werden solle.

Wieder Ordnung in Genf.

Nicole im Hungerstreik.

Genf, 16. Nov. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Genfer Großen Rates sprachen die Parteien der Regierung, der Polizei und der Armee den Dank für ihr Verhalten bei den blu­tigen Vorfällen des 9. November aus. Nur die sozia­listischen Redner übten an den Maßnahmen der Rc-

Das WortS i ch e r h e i t", ein Begriff von grundsätzlicher Bedeutung für jedes Staatswesen und jeden einzelnen Menschen, hat in der letzten Zeit in der allgemeinen Auffassung an Wert ver­loren. Man möchte sagen, es ist etwas abgegriffen worden, seitdem die Sicherheit auf die politische , Bühne in Genf verpflanzt worden ist und dort von der französischen Politik als Gegengewich gegen die deutsche Gleichberechtigungsforderung be jcder Gelegenheit der Versammlung präsentiert wird. Nur mit Sarkasmus kann man als Deutscher die Propagierung des Sicherheitsbegriffes durch das Land verfolgen, das bis an die Zähne bewaffnet, mit Tanks, schwersten Flugzeugen, Unterseebooten und jedem anderen Kampfmaterial im Uebermatz gerüstet den Anschein zu erwecken versucht, alsJei feine Sicherheit in irgendwelcher Form durch das entwaffnete, verarmte und wirtschaftlich in seinen Grundfesten erschütterten Deutschland gefährdet.

Sicherheit" ist aber wiederum für uns alle, Die wir in der Luftfahrt tätig sind trotz der politischen Wertminderung dieses Wortes, per Begriff der-in Konstruktion und Verkehr an oberster Stelle steht.Safety first ist gewissermaßen das Schlagwort für die moderne Luft­fahrt geworden, und niemand weih wohl seine Bedeutung besser zu bewerten als diejenigen alten Aeronautiker", die noch ihre ersten Künste au den auf Zigarrenkisten-Brettchen und Blumendraht zusammengestoppeltenKisten" ausführten

Mehr als zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. Die konstruktive Sicherheit in der Luftfahrt ist heute gleichwertig der auch auf anderen Gebieten der Lcchnik und des Verkehrs mit Recht geforderten und erreichten Sicherheit zu bewerten.

Aber das ist nicht die Sicherheit, die das deutsche Volk zur Zeit gegenüber etwaigen Ausw t r tun - gen d e r militärischen ß u f t ft r c i t f r a f t e der Deutschland umgebenden Lander genießt Und in diesem Sinne ist daher für uns der Begriff Sicherheit" trotz der kunstvollen Genfer Trans­aktionen keineswegs abgegriffen. Für uns ist dieser Begriff nicht eine Phrase, die in spitzfindigen Dia­logen ausgespielt werden kann Für uns bedeutet b«-. 'IßortSicherheit gegen Luftangriffe" die flam­mende Forderung eines ganzen, gegen derartige Angriffe wehr n n d w a f f e n l o s e n V o l f c s £1 niete deutschen Greckzlande Horen heute hart an den ®rennen täglich das Brausen der Bombengeschwader übermächtiger Nachbarn, und find unfreiwillige Zeugen der militärischen Lustmannöver der großen und klei­neren Militärmächte. Ein deutsches Militärflug­zeug sehen sie nie, können es niemals sehen. Denn er gibt teine; sie sind uns ,a verboten. And da muß sich auch in dem riebhe6enbften Menschen der beklemmende Gedanke tagl'.ch tiefer fressen daß er. sobald es einem Gegner gefallt, s ch u h'l oses Ausbeu tungsobiekt 1 e- des Angreifers zur Luft ist. _

Soweit es die deuUchen Kräfte vermögen und soweit orga-nisalorische Arbeit begu beitragen kann, werden alle Maßnahmen erprobt die im Ernstfälle zwar keine Gegenwehr bedeuten, aber eine Abschwächung der Angriffswirkung feinb- lieber Luftstre.'lkräfte hetbeifuhren können. Der sogenannte ..passive Lufts ch u h . dor einz.g unb allein Deutschland bisher übrig blieb na«- dem ihm durch das Versai>Uer Diktat Luftstreit, träfte und erdgebundenes Luftabwehrperat ver­boten waren, wird mit den äußerst beschei­denen Mitteln, die hierfür zur ^jjgung ge­sellt werden können, alkmah.ich en.to-delt. Aber an der Spche aller Bekanntmachungen und m der Einleitung aller Verträge steht das hoff­nungslose Worti ..Gin durchgreifender w'rk- lamer Schutz gegen Luftangriffe steh^ uns zur Zeit nicht zur Verfügung . D. D-- Mit diesen ..passiven" Mitteln können wir uns keinen ausreichenden S ch u h fchacken. Mit diesen Mitteln allein muß ein Volk von öu Millionen, ein Volk, dessen Leistungen auf kul­turellem, technischem und wirtschaftl.chcni Gebiet in der Wolf führend sind, unter dem Albdruck einer täglichen Bedrohung feiner schutzlosen Frauen und Kinder sein Dasein behaupten.

Es bedarf keiner weiteren Erklärung, daß em solcher Zustand unhaltbar ist, daß eine Lösung gefunden werden muß, fo oder so! üub trie leicht kann die Frage gelöst werden! Deutschland hat. bauend auf fein selbst im Versailler Vertrag verbrieftes Recht, ruf der bisher so ergebnislos verlaufenen Abrüstungskonferenz die ^Gleichbe­rechtigung" verlangt, aber nicht eine ^Gleichbe­rechtigung nach oben", wie man sie der deutschen Regierung unterzuschieben versucht, nicht eine Gleichberechtigung". die eine Aufrüstung Deutsch­lands auf den Stand unserer Nachbarn forderte, sondern eine Gleichberechtigung, die ein Ä - - untergehen der anderen mit i Rüstung auf unseren Stand verlangte. In diesem Sinne haben wir verlangt, daß die gefamtemilitärischeLuftfahrtinder Welt abzuschafsen sei. genau so. wie Deutschland es getan hat. das seit mehr als drei­zehn Jahren keine Luftstreitkräfte besitzt. In dem Augenblick, da kein militärisches Flugzeug mehr in der Welt existiert, würde der Albdruck von dem deutschen Volke, aber auch von anderen Völ­kern genommen werden, die sich eine ausreichende Luftrüstung nicht gestatten können oder dürfen. Eine solche Maßnahme hätte den deutschen Rus nach Gleichberechtigung und nach Sicherheit auf dem Luftgebiet im vollen Umfange entsprochen.

Was aber hat man in Genf bisher getan? Man hat sich über die Frage, ob die militärische Luft­fahrt (des Auslandes) defensiven oder

Zentrum und Bayerische Votkspartei lehnen ab.-Ve,chskanzler von Popen fährt nicht nach Güddeuischland. - Heute Kabmetissihunq.

Hüters Weg.

Eine Betrachtung aus dem faschisti chcn Lager.

Mailand, 16. Nov. (DU.) portiere della 6 e r r a" beschäftigt sich in einem langen Artikel mit dennationalen Notwendigkeiten und Möglichkeiten in Deutschland". Von der Not­wendigkeit einer Mitarbeit des Natio­nalsozialismus am Wiederaufbau über» ituqt deutet das Blatt die heutige Lage Hitlers folgendermaßen: Die Wahlen vom 6. November stellten für Hitler eine harte Lektion dar. Ss sei romantische Träumerei, wenn man glaube, daß man eine Partei von revolutionärem und antiparlamentarischem Charakter nur d u r ch WahlappeII unbeschränkt weiter entwickeln könne. Ob man den Triumph wirklich dadurch zu erringen glaube, daß man vielleicht noch 20 Jahre kämpfen und warten wollet Das könne man nur tun mit einer von Idealen durchdrungenen Minderheit von wenigen treuen Gefolgsleu ten. nicht aber mit einer Dolksphalanx von 12 Millionen. Bis zum Iuli habe es für Hitler zwei Wege gegeben die Macht zu erlangen: den illegalen und den legalen parlamentarischen, Der ihm durch die Stärke seiner Partei im Parla­ment ofsengestanden habe. Der illegale revo­lutionäre sei vermieden worden, als es in Deutsch­land noch keine autoritäre Rechtsregierung ge­geben habe Unter dem augenblicklichen Regime aber mit Hindenburg als dem eigentlich Regie­renden sei die Mahrschein l i ch k e 11 eines Staats st reichesaus ein Minimum gc- fünfen Es bleibe daher für Hitler nichts an­deres übrig, als der zweite Weg und das heiße eine Zusammenarbeit mit Den anderen Parteien zu suchen, und dann