Ausgabe 
17.9.1932 Erstes Blatt
 
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elngereich4 werden Sotmulare sind unentgeltlich beim Ei nwcchivrmel.de amt und bei den Polizei- bezirken zu höben.

* Ein« Vierundachtzigjährige. Am morgigen Sonntag, 18. September, kann Frau M. Thomas, Schistenberger Weg 5 (WirtschaftZum grünen Baum"), in geistiger und körperlicher Frische ihren 84. Geburtstag feiern.

SterbefLlle In Dieben. 3n der Zeit vom 1. bte 15. September verftarben in unserer Stadt: 1. Mari« von Düring, geb. MeyerdierckS, 77 Jahre, LudwigSplatz 2; 6. Anna Spengel, geb. Petersen, Witwe, 71 Jahre, Gartenstrabe 17; 10. Hildegard Hardt, 8 Jahre, Hillebrand-

Die Notverordnungen vom 1. Dezember 1930 und vom 18. 3uli 1931 haben die Verpflichtung zur Führung von Büchern aus einen weiteren Kreis als bisher ausgedehnt. Für die freien Be­rufe insbesondere ergab sich eine neue Rechts­lage, da nunmehr auch für diese Kreise, welche zu­vor nur bedingt auszeichnungspflichtig waren, ge­naue Richtlinien erschienen sind.

Die neuen Vorschriften sind ab 1. April dieses 3ahres in Kraft getreten. 3m Hinblick darauf, daß die Ausführungsbestimmungen jedoch erst viel später, nämlich erst am 22. 3uni, erschienen sind, sollen für die Duchführungspflichtigen feine Rechtsnachteile sich ergeben, sofern sie nunmehr vom 1. Juli dieses 3ahres die Aufzeichnungen vornehmen.

Soweit es sich um die Besteuerung nach dem Einkommen, dem Vermögen und dem Ertrag han­delt, sind buchführungspflichtig alle Personen, die entweder: .

a) einen Umsatz von mehr als 200 000 Mk. ha­ben, der steuerfreie Umsatz dabei einbezogen, b) ein Betriebsvermögen von mehr alS 50 000

Mark gelegentlich der zuletzt am 1. 3anuar 1931 aufgestellten Einheitsbewertung besahen, c) einen Gewerbeertrag von mehr als 6000 Mk.

anläßlich der letzten Gewerbesteuerveranla­gung angaben, dabei ohne Berücksichtigung irgendwelcher steuerfreier Beträge.

Richt der Gewinn allein, sondern erst die Ver­pflichtung zur Abgabe einer Gewerbesteuererklä­rung bedingen somit diese erweiterte Auszeich­nungspflicht. Da das Rahmengesetz über die Ge­werbesteuerpflicht ein Reichsgeseh bisher noch nicht in Kraft ist, sind biS auf weiteres die einzelnen Ländergesehe über die Gewerbe­steuer maßgebend. Weiterhin ist zunächst auch nur bann die Duchführungspflicht gegeben, wenn der Steuerpflichtige den Cewerbesteuerbescheid vordem 1. April dieses 3ahres erhielt, Unwesentlich ist in diesem Zusammenhang, ob der Bescheid Rechts­kraft bisher erlangte oder nicht, da lediglich der $aq und die Tatsache der Zustellung überhaupt bestimmend ist.

Heben mehrere Personen den freien Beruf ge­meinsam aus, so gilt die Aufzeichnungspflicht für diese Sozietät. Bloße Bureaugemeinschaften wer­den hierbei nicht als eine Einheit betrachtet.

Zukünftig muß jeder Pflichtige laufend Bücher führen, und zwar in der Form, daß sie den An­forderungen, wie sie im § 162 der RAO. dar- gestellt, genügen, d. h. fortlaufend, vollständig und richtig in den Schriftzeichen einer lebenden Sprache.

(Eine bestimmte Form der Buchführung ist nicht oorgeschrieben.

Cs bleibt somit jeweils dem freien Ermessen über­lassen, wie die Buchführung eingerichtet wird und welche einzelnen Konten geführt werden.

Die Einnahmen sollen möglichst täglich mit Tinte in ein fortlaufend numeriertes, wenn mög­lich gebundenes Buch eingetragen werden und da­bei auch der Geschäftsvorfall kurz bezeichnet wer­den. Raturalleistungen usw. müssen dabei selbst­verständlich auch Berücksichtigung finden. Ein­gänge auf Dank- und Postscheckkonto können zu- sammengesaßt für bestimmte Zeiten verbucht wer­den unter der Voraussetzung, daß die Summe in ihrer Zusammensetzung jederzeit belegt wer­den kann. Bei Schecks und Wechseln wird man zweckmäßig den Tag der Gutschrift als Eingangs­tag wählen.

Sofern der Rame des Kunden nicht bekannt ist dieser Fall dürfte insbesondere bet Aerzten eintreten, wenn es sich um eine einmalige Kon­sultation handelt, oder kleinere Summen in bar eingehen, kann dieser Betrag mit einem ent­sprechenden Vermerk zusammengefaßt verbucht werden.

Vorschüsse, fremde Gelder usw. sollen jeweils be­sonders kenntlich gemacht werden, bzw. besonders verbucht werden. Sofern jedoch diese Zahlungen lediglich als Teilzahlung betrachtet werden, kann man sie wie jede andere Zahlung verbuchen. Man tut gut, sich von Beginn an über die Aufzeichnung dieser Beträge Klarheit zu verschaffen, da ein Wechsel in der Duchführungsform nicht tunlich ist.

Aehnlich, wie man kleinere Einnahmeposten zusammengefaßt verbuchen kann, besteht auch auf der Ausgabenfeite die Möglichkeit, kleinere, insbesondere regelmäßig wiederkehrende Aus­gaben, in einem Posten aufzuführen. Das trifft besonders zu für Ausgaben wie Fahrtkosten usw., ober Posten, für die wegen ihrer Geringfügigkeit kein Beleg zu erbringen war.

Der jur Buchführung verpflichtet ist, hat jeweils am Jahresende eine Bestandsaufnahme ju machen, um dann die Bilanz aufzustellen.

Gemäß tz 12 Absatz 1, Satz 3 des Einkommen­steuergesetzes, der wie folgt lautet: .Bei Steuer­pflichtigen, bei denen nach der Art des Betriebes

strahe 10; Berta Manger, geb. Schmidt, 64 3ahre, Liebigstrahe 80; 11. Elisabeth Hosch, geb. Schnei­der, Witwe, 75 3ahre, Kreuzplatz 3; Elisabeth Doll, geb. Krapp, Witwe, 59 3ahre, Kaiser- flllee 2; 12. Marie Röder, geb. Hofmann, Witwe, 84 Jahre, Reustadt 15; 13. 3ohanna Ruckstuhl, geb. Schmidt, Witwe, 62 3ahre, Gnauthstraße 42. , ** S t r a fj e n f p e r r u n g, mitgeteilt vom Ober- Distichen Automobilklub e. D. Gießen (A. v. D.). Die Straße AlsfeldRenzendorf im Zuge der Straße AlsfeldLauterbach ist wegen Ausführung von Klein- pflafterarbeiten vom 19. September ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Eifa Romrod.

baS der 'Berufstätigkeit dienende Vermögen am Schluß der einzelnen Steuerabschnitte wesent­lichen Schwankungen nicht zu unterliegen pflegt unb am Schluß des Steuerabschnittes Waren über das übliche Maß hinaus nicht vorhanden sind, ist es zulässig, lediglich den äleberschuß der Einnahmen über die Ausgaben zugrunde zu legen" wird in den meisten Fällen diese Bestands­aufnahme unterbleiben können.

Soweit trotzdem eine 3nventur stattfinden muh, ist zu beachten, daß die zum steten Verbrauch be­stimmten Materialien usw., als auch 3nventar, das für einen längeren Zeitraum beansprucht werden soll und dessen Anschaffungspreis unter 500 Mark liegt, nicht aktiviert zu werden braucht, sofern von diesen Gegenständen ein gewisser Teil

Sonntag, 18. September.

6.15 (Don Bremen): Hafenkonzert. 8.15: Choral­blasen, veranstaltet von der Zentralstelle für Kirchenmusik der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 8.30: Morgenfeier, veranstalten von der Ev. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Denkmals- Weihe für die Gefallenen des ehemaligen 3nf.» Regis. 118 in Worms. 9.50l Stunde des Chor­gesangs. 10.50:Dichter als Kulturpolitiker", Vortrag von Dr. Harald Braun. 11.15:Kleiner Knigge für 1932 (II.)", von Stefan Großmann. 11.30 (Don Leipzig): Reichssendung: Kantate von Johann Sebastian Dach. 12: Konzert. 13: Dlas- musik-Konzert der Städtischen Weilburger Dür- gergaröe. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der 3ugent>. 16 (Don Leipzig): Große Kund­gebung am Dölkerschlachtdenkmal anläßlich der Gustav - Adolf - Verein - Hundertjahrfeier. 16.45 (Von Mayen): Dundesfest des Sängerbundes für Eifel, Maiseld und Pellenz. 17.15 (Von Ba- den-Daden): Konzert des Städtischen Orchesters. 18:Der korporative Gedanke im italienischen Staat", Vortrag von Professor avv. Adolfo Ravä, Professor der Universität in Padua. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 19.05 (Aus dem Großen Haus des Württ. Landestheaters Stuttgart): Rien-i, große tragische Oper in fünf Aufzügen von Richard Wagner. 22.45 bis 24 (Don Berlin): Tanzmusik.

Montag, 19. September.

7.05 (Don Bad Kreuznach): Frühkonzert. 12 (Don Pforzheim): Mittaaskonzert des Sympho­nietheaterorchesters Pforzheim. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.20:Arabischer Kulttanz", Tri- politanische Plauderei von Dieter Dassermann. 17: Rachmittagskonzert. 18.25:Segen des Mee­res", Bilder vom deutschen Heringsfang von Hans von Hülsen. 18.50: Englischer Sprachunter­richt. 19.20: Wort und Klang aus Alt-Wien, Mitwirkung: Hansi Riese und Stefan Großmann. 20: Zu Gunsten der Frankfurter Winterhilfe: Dayem-Abend auf der Südwestfunk-Dühne. 22.45 bis 24: Rachtkonzert des Rundfunkorchesters.

Dienstag, 20. September.

7.05: Frühkonzert. 12 (Don Freiburg): Unter­haltungskonzert. 13.30: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Rachmittag. 15.50: Eltern- stunde3ugenb und Alkohol", Dortrag von Rektor Max Zimpel. 17: Rachmittagskonzert. 18.25: Dortrag. 18.50 (Don Freiburg): Deruss- kundlicher Vortrag des Akad. Derufsamts an der Universität Tübingen, Prof. Dr. Aly, Freiburg i. Dr., spricht überSchulvorbildung und Uni­versitätsstudium". 19.30:Der Geigenbau ein Ge­heimnis, eine Krönst oder handwerkliche Technik?", Vortrag von Adolf Goetz, Hamburg. 20.30: Tre- bitsch-Lincoln, Einer, der mit dem Strom schwimmt, die Geschichte eines abenteuerlichen Lebens, Hörspiel von Emst Ludwig Schark. 21.30; Kompositionsstunde Hermann Roetzel. 22.45 bis 24: Tanzmusik.

Dberbeffen.

Landkreis Gießen.

Wieseck, 17. Sept. Unser Mitbürger Chri­stoph Römer und seine Ehefrau feiern heute in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Römer, der bereits 82 3ahre alt ist, stand lange im Dienste der Gemeinde.

ch Saasen, 16. Sept. Reges Treiben herrscht in unserem Orte. Zur Zeit sind drei Dresch­maschinen bei der Arbeit. Der Drusch soll bis zum Dienstag beendet sein. Die Kar­toffelernte ist in vollem Gange und verspricht guten Ertrag.

infolge Abnutzung immer wieder frisch ergänzt wird. 3nfolgc dieser steten Aussonderung und Erneuerung tritt eine beachtenswerte Vermögens- Veränderung nicht ein. Am einfachsten wird man derartige Ausgaben über Unkosten verbuchen, wobei selbstverständlich nicht zu weit gegangen werden darf. Größere Anschaffungen, auf die Abschreibungen gemacht werden sollen, sind auf­zuführen, zumal toenn es sich um einmalige Aus­gaben handelt.

Diese Richtlinien sind für die Einkommen­errechnung genügend. Dei der Vermögensbilanz bedürfen sie insofern der Berichtigung, als hier auch am Stichtag diejenigen Gegenstände mit ein­bezogen werden müssen, die dauernd dem Be­trieb gewidmet sind, die aber bei der Einkom­mensbilanz, deren Ziel die Dewinnermittlung ist, infolge geringer Verschiebungen innerhalb der einzelnen Steuerabschnitte keine Aenderung des Ergebnisses nach sich ziehen. Eventuell ist in der Vermögenssteuerbilanz noch ein Derichti- gungsposten erforderlich, das sogenannteDel­kredere", das ist eine Absetzung für die voraus­sichtlich ergebenden Ausfälle.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß der nunmehr Buchführungspflichtige im eigen­sten Interesse auf die ordnungsmäßige Auf­zeichnung innerhalb seines Wirkungskreises achten soll.

Wenn auch eine besondere Ordnungsstrafe wegen Verletzung dieser Vorschriften nicht vorgesehen ist, so kann der Pflichtige sich unter Umständen ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung bzw. Eteuergefährdung zuziehen. Eine weitere Gefahr besteht nunmehr nod) für ihn, als das Finanzamt ihn bei nicht ordnungsgemäßer Aufzeichnung seiner Einkünfte einschähen kann.

Mittwoch, 21. September.

7.05: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40:Privat­klagesache Vieler gegen Götze wegen Beleidigung und Verleumdung", Hörbild von Aktualis. 12: Mittagskonzert. 13.30: Konzert auf Schallplatten. 15.15 bis 16: Stunde der Jugend. 17: Rachmit- tagskonzert des Württ. Tonkünstler-Orchesters. 18.25: Stunde der Arbeit:Derufsständische 3deen", Gespräch zwischen Heinrich Mertens und Walter Dirks. 18.50: Stunde des Buches. 20: Schuhmann-Abend. 19.30:Abschied vom Leder- stru -,pf" II., von Paul Laven. 21.10 (Don Bres­lau): Sudetendeutscher Heimatabend. 22.45 bis 24: Rachtmusik.

Donnerstag, 22. September.

7.05 (Don Bad Bertrich): Frühkonzert. 9: Schulfunk: Aus dem Leben in Staat und Wirt­schaft,Dom Rhein und vom Wein", Hörbild von Paul Laven. 12: Mittagskonzert auf Schall- platten. 15 bis 16: Stunde der Jugend. 17 (Von Wiesbaden): Konzert des Städt. Kurorchesters. 18.35 (Don Derlin):Erinnerung an Weddigen". Vortrag von Kapitänleutnant a. D. Johann Spieß, Wachofsizier auf U 9 unter Kapitänleut­nant Weddigen. 19 (Don Derlin): Auftakt der diesjährigen Winterhilfe: Wir wollen helfen! 19.30: Deutsche Reden, Jakob Schaffner spricht. 20: Auf Schallplatten: Der Troubadour, Oper von Giuseppe Verdi.

Freitag, 23. September.

7.05 (Von Bad Dertrich): Frühkonzert der Kurkapelle. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert. 18.25:Streifzüge durch die deutsche Karikatur", von Dr. Leo Schwerins, Köln. 18.50: Aerztevortrag. 19.20: Rachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 19.30: Heide und Urwald, eine Schallplattenplauderei von Oskar Ludwig Drandt. 20.30 (Don Mannheim): Eine Liebe in Driefen vor 100 Jahren von Luz Welt­mann. 21 (Von Karlsruhe): Symphonie-Konzert des Dadischen Landestheater-Orchesters Karls­ruhe. 22.45 bis 24: Stunde der Zeit, Musik und Dichtung unserer Tage.

Samstag, 24. September.

7.05: Frühkonzert. 10.10 (Von Hamburg): Schulfunk: Austauschsendung:Zwischen Ham­burg und Kap Horn", Segelschiffmatrosen er­zählen. 12: Konzert auf Schallplatten. 13.30 bis 14.30 (Don Donaueschingen): Konzert des Musik­korps des Ausbildungsbataillons des Inf.-Reg. 14 Donaueschingen. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Konzert des QuartettvereinsLyra", Dortmund-Derne. 18.25:Die nationale Wieder­geburt der Türkei Zur zehnjährigen Wieder­kehr der Eroberung Smhmas", Vortrag von Dr. Karl Klinghardt, Frankfurt a. M. 18.50:Ein Werkstudent sucht Arbeit", Vortrag von Herbert Vogt, Dreslau. 19.30: Bei uns zu Lande auf dem Lande, ein Hörbericht. 20 (Dom Festsaal der Liederhalle): Dunter Abend. 22.45 bis 24: Racht­musik.

ft. Harbach, 16. Sept. Gestern gegen 6.30 Mr ereignete sich am Kellerlochsberge, unweit des südlichen Ausganges unseres Dorfes, ein schwerer Lins all. Als der Maurer Wilhelm Engel von hier an seine Arbeitsstätte bei Ober- Dessingen fahren wollte, stürzte er so unglücklich vom Rade, daß er mit schweren Verletzun­gen am Kopfe blutüberströmt liegen blieb. Rach der Anlegung eines Rotverbandes mußte der Ver­unglückte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Sein Definden gibt, wie wir von der Klinik erfahren, zu ernsteren Dedenken keinen Anlaß.

_ # Watzenborn. Steinberg, 15. Sept. Am eonntagabenb veranstaltete die Wehrloge des deutschen Guttempler erbensHessens

Die Vuchführungspflicht der freien Berufe.

Don Diplomlaufmann Dr. Wilhelm Bachenheimer, Gießen.

Rundfunkprogramm.

Kampsschar" einen bunten Abenb im Gasthaus gut Krone. Der Saal mar dicht besetzt, Lieder von Her­man Löns wechselten mit alten Volkstänzen m bunter Folge ab. Besonders hcrvorgehoben ver­dienen ein kleines Theaterstück und ein Singspiel. Ungern schieden die Zuhörer, die gerne noch mehr erlebt hätten.

Kreis Büdingen.

Michelnau. 15. Sept. Heute mittag kurz nach 12 Uhr brach hier bei dem Landwirt Dauer Feuer aus. Auf einem Stallgebäude, dessen Ober» stock mit Heu und Erntevorräten bis zum -Dach gefüllt war, schlugen plötzlich die Flammen durch das Dach hoch empor. Von der Familie des De- sihers war niemand zu Hause, alle waren wie viele Dewohner unseres Dorfes auf dem Felde. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und konnte das Vieh retten urtb das Feuer noch zurückdäm­men, ehe es die angrenzende Scheuer ergreifen konnte. Die Entstehungsursache ist noch nicht auf­geklärt.

Masem-Epidemie im Kreise Diez.

WSR. Diez, 16. Sept. Im Kreisort Geilnau ist eine Masernepidemie ausgebrochen und hat fast alle schulpflichtigen Kinder er­faßt. Durch die beginnenden Herbstferien tourbe man der Rotwendigkeit, die Schule au schließen, enthoben. Reben den schulpflichtigen Kindern sind auch noch zahlreiche Kleinkinder an Masern er­krankt.

Spielplan der Frankfurter Theater-

Opernhaus. Dis Sonntag, 9. Oktober, ge­schlossen.

Schauspielhaus. Dis einschließlich Mitt­woch, 21. September:Frauen haben daS gern!* Anfang 20 ilhr. Ab Donnerstag, 22. Septem­berZur goldenen Liebe" (Gastspiel der Der- liner Rotterbühnen).

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 18. September. 17. Sonntag nach Trinitatis.

Stadtkirche. 8 Uhr: P r. Mahr; zugleich Christen­lehre für die Ncukon irmierten der Motthäus- gemeinoe; 9.30: Ptarra sistent Knell; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus» unb Markusgemeinbe; 11: Kinberkirche für bie Markusgemeinbe; Pfarr- asfistent Knell. Johanneskirche. 8: Pfr. Ausfelb; zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten der Äohannesgemeinbe; 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11; Kinberkirche für bie Lukasgemeinbe; Pfr. Bechtols- Heimer; 20: Bibelbesprechung im Zohannesfaal; Pfr. Ausfelb. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lic. Waas; 11: Kinberkirche für bie Luthergemeinde; Pfr. Lic. Waas. Llifabeth-Kleinkinderfchule. Fällt aus wegen Umbau. Saal der neuen Krippe. 11: Kinberkirche für bie Johannesgemeindc. wiefeck. 9.30; 10.45: Kinberkirche. Alten-Buseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesbienst unb Feier bes hl. Abenb- mahls; 13: Gottesbienst zum Beginn des Konfir- manbenunterrichts. Grohen-Bufeck. 10.30: Gottes­dienst mit Abendmahl. Oppenrod. 8.30: Gottes­dienst. Kirchberg. 10: Kirchberg; feierliche Eröff­nung des Konfirmandenunterrichts; 11: Christenlehre für die weibliche Jugend; Kollekte für den Evangeli­schen Bund; 13.30: Lollar. Haufen-Garbenteich. 10: Haufen; anschließend Feier des hl. Abendmahls; 13: Garbenteich. Watzenborn-Steinberg. 10.45: Kirchweihgottesdienst; 11.45: Kinderkirche. Grö­ningen. 9: Hauptgottesdienst. Lich. 9.30: Stifts­dechant Kahn; Christenlehre für die männliche Ju­gend; 12.45: Kindergottesdienst. Rieder-Bestingen. 14: Stiftsdechant Kahn.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 17. September.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 18. September. 18. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Schulkinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Prediat; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Mittwoch, den 21. September.

Gießen. 6 Uhr: Amt. Hungen. 6.15: Messe.

Sonntagsdienst d. 2lmtc u. Avotbeken am 18.9.32 Frau vr. Marr. vr. Menerhoff. Pelikan-Avotheke. ___________Zahnarzt: Dr. Haubach.________«,«70

Master und Wasser ist nicht dasselbe! Leitungs­wasser schmeckt gut; Regenwasser dagegen nicht. Unb beim Waschen ist es so: Da nimmt man lieber das Regenwasser, weil barin bieWaschlauge besser schäumt. Leitungs- unb Brunnenwasser ist immer hart unb seifenfeindlich. Aber woher weiches Wasser nehmen, wenn die Regentonne fehlt? Einfache Sache! Mit ein paar Handvoll Henko-Bleich-Soda machen wir selbst das härteste Wasser im Handumdrehen wunder­bar weich und zum Waschen geeignet. 4976V

Die Witterung ist für den Landwirt ein äußerst unzuverlässiger Geselle, da wir ihren Einfluß auf den Ernteausfall nie zuvor wissen. Um so mehr müssen wir durch richtige Beftellmaßnahmen unb achgemäße Düngung unter besonderer Berücksichti­gung des Nährstoffes Kali die Pflanzen vor den Witterungsunbilden schützen. Durch die Herbstdün- rung mit Kali erreichen wir, daß die Saaten ohne Auswinterungsverluste kräftig durch den Winter kommen. 6213V

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