Ausgabe 
17.6.1932 Frühausgabe
 
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Ein Mädchen entdeckt den fünften Erdteil

Als erster deutscher Flieger nach Australien.Zm Tropenfchauer.

Es ist schwer, ein Held zu sein.

850 Kilometer über Wasser.

'.ton Elly Beinhorn.

Wirtschaft

über die &

Der deutsche Außenhandel im Mai

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt velchlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

3.

4.

5.

Ku a'l< reichsre onftaltu

4% Oesterretchtlche OolDtente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'4% be«nl. von 1913 . .

6% abflcfi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zvllanlcthe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I

4% desgl. Serie II......

5% 91 u mäu. vereint,. Rente v. 1903 4^%Rumün.vereinh.Rentev.l913 <% Rumänische vereinh. Rente .

2%% I. Anatolier

Liefe vrisfad oerlünhigungsbk

Sleichzeitig t Watzenborn-!- Hess

ich an der verabredeten Flußmündung volle 5 Mi­nuten warten muhte, bis sie ganz gemütlich ange­flogen kamen.

Der Staffelführer nahm die Spitze und ich flog mit den anderen beiden Booten in einer Linie, so daß sie mich immer im Auge behielten. So gut bin ich selten bewacht worden. Ihre Maschinen waren etwas langsamer als meine Klemm, aber ich konnte meine Geschwindigkeit ohne Schwierig­keit so ruduzieren, dah wir immer gleiches Tempo flogen.

Sieben volle Stunden dauerte es, bis ich wieder Land sah, das bedeutete einen Gegenwind von über 30 Kilometer in der Stunde auf der gesamten Strecke.

And dazwischen nicht ein Dampfer, nicht das kleinste Doot nichts als Wasser, Himmel und einige fliegende Fische und der Schatten der Haie. Ich sah ehrlich schwarz, wenn ich überlegte, hier wassern" zu müssen.

Bon Zeit zu Zeit kam mal eines der Flugboote ganz dicht herangebrummt um zu photographieren,

1,15

5

1,75

4,9

2,25

2,3

7,4

3,5

16

und im Borbeifliegen zeigten sie mkr auch noch schadenfroh ihre vollen Teetassen und die brennen* den Zigaretten.

Und dann kam wieder einer der großen Momente meiner Flugreise: mein neuester Erdteil tauchte auf: die Küste von Australien.

Das war überwältigend schön und ich vergaß wie­der alle kleinen und großen Sorgen. Doch nie hat mein Motor so gebrummt, wie bei dem Ge- schwaderflug über der Bay von Port Darwin, noch einige Abschiedsrunden undDanke"-Winken für die Kameraden der RAF. und ich verfügte mich zu meinem Flugplatz. Richtige Kabelstöße um» pfingen mich hier. Begrüßung von offiziellen und offiziösen Stellen. Privatleute. Alle australischen Behörden, berühmte Flieger der ganze Kon­tinent hatte Glückwünsche geschickt und ich kam mir recht klein und häßlich und beschämt vor: und so bekam ich gleich am ersten Tag in Australien einen kleinen Begriff von der wundervollen Gast­freundschaft, die mich hier erwartete.

9 1,15 5,25 5,5 4,75 5,13 2,25

2,25 2,25

7 3,4

16

9

1,2

5,5

5,25

5,13

2,25

2,25

2,25

4

7

3,5

15,75

Copyright 1932 byAcademia, Berlin.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Kokettiert habe ich mit dem Gedanken schon lange, schon seit Kalkutta als ich dort von Marga von Etzdorfs Schwierigkeiten mit dem Rückflug über die Mandschurei aus Japan hörte. And ursprünglich wollte ich ja auch nach Japan: so aber sah mir die Sache doch reichlich brandig aus, und da ich von Java ja irgendwohin weiter fliegen muhte, nahm ich mir mal die große Landkarte vor und stellte fest, dah da unten auf der südlichen Halbkugel ja eigentlich nur noch Australien übrig blieb, das außerdem von mir noch nicht persönlich entdeckt war.

Bei Dandoeng sah Kapitän Pattist von der Mi­litärfliegerei, der im vorigen Jahr mit einem dreimotorigen Focker die Strecke nach Sidney ein­mal geflogen war. Das ganze Material, Karten usw. konnte ich bei ihm ansehen. Er riet mir ziemlich stark ab nachdem ich mir selbst auch noch alle Karten, Wetterberichte und Tabellen langsam durchgearbeitet hatte, kam ich zum Ent­schluß: wenn überhaupt, dann nur die kür­zeste Wasser st recke, und zwar von Timor- Koepang nach Windham zu fliegen. Die ganze Strecke beträgt etwa 750 Kilometer, davon aber nur 500 Kilometer über See.

Der andere, und am meisten benutzte Weg ist von Koepang nach Port Darwin 850 Kilometer und davon eigentlich alles über die offene See. Dazu: um diese Jahreszeit war mit unbedingter Sicherheit mit starkem Gegen­wind auf der ganzen Strecke zu rechnen. Also wäre es Blödsinn gewesen, sich mit einer kleinen, ein­motorigen Maschine auf ein solches Risiko einzu- Ia|fen. Allerdings: diese Maschine hatte bisher über die 18 000 Kilometer auch noch nicht eine Sekunde versagt aber man soll die Götter nicht versuchen.

Im letzten Moment kam die große Enttäuschung: ein Kabel aus Wyndham und die Rachricht, daß der Platz dort völlig unbrauchbar wäre, weil durch Regen re st los versumpft. Blieb also nur Darwin. Die Entscheidung war nicht ganz einfach. Der Gedanke,

als erster deutscher Flieger mit dem ersten deutschen Flugzeug nach Australien

zu kommen, hatte mich schon sehr stark gefaßt aber es sprachen eben doch allerlei Dernunftgründe dagegen. Es wäre letzten Endes doch recht dumm gewesen, anstatt eines lebenden kleinen Helden ein ersoffener Idiot zu sein denn das sind dann doch alle Leute, die bei solchen Gelegenheiten dann nicht reüssieren.

Aber schon erschien eine Kabelnachricht, dah drei englische Flugboote von der Royal Air Force (K^nigl. Luftstreitkräfte) in Singapore nach Port Darwin fliegen wollten. And damit war also die Situation gerettet.

Sofort fragte ich an, ob sie mir erlauben woll­ten, die lange Wasserstrecke sozusagen i m Schlepptau zu folgen. Die RAF. hatte nichts dagegen, schrieb mir aber, dah sie natür­lich im Ernstfall keine.lei Verantwortung ür mciue Sicherheit übernehmen kannten, denn im Falle einer Rotlandung von mir in schwere See könnten sie nicht ein Flugboot mit einem Mann Besatzung zu meinen Gunsten riskieren. Ich war froh und glücklich, dah ich wenigstens wie ein braves Hünd­chen an ihrer Seite fliegen durfte. Ich rechnete mir das so aus: sollte ich notwassern" müssen, dann wird eben durch Funk ein in der Rähe fah­render Steamer auf mich aufmerksam gemacht. Mein Schwimmort war dann bekannt und ich konnte sofort herausgesischt werden. D<ese Rech­nung war recht harmlos, denn ich hatte zwei Dinge nicht mit einkalkuliert, 1. dah wir eine dicke Wirtschaftskrise haben und dah daher die Flores- strahe völlig leergefegt war und 2. dah auf dieser Ecke sowieso wenig Verkehr ist. Also diesmal: überhaupt keiner.

Meine Maschine war in ganz großer Form: der Argus lief wie eine Schwarzwälder Ahr: bloß das Wetter war recht dürftig. Erste Etappe: Dima auf der Sunda-Jnsel Soembawa.

Auf dieser Strecke kam ich in den tollsten Tropenschauer hinein, den ich bisher gefrüh­stückt hatte. Für unendliche Minuten war überhaupt nichts zu sehen. Der Regen floh, strömte nur in meinen Sih herein: ich sah in einer Sitzbadewanne und dachte nur mit Schrecken an meine Benzintanks und die

Magneten.

Vergleichsverfahren be i Herrn. Wronker AG., Frankfurt a. M. In­folge der dauernden Verschlechterung der Wirt­schaftslage und der durch verschiedene Zahlungs­einstellungen in der letzten Zeit hervorgerufenen Beunruhigung in den Gläubigerkreisen hat sich die Warenhausfirma Herm. Wronker in ^Frank­furt a. M. genötigt gesehen, an ihre Gläubiger zwecks Herbeiführung eines Vergleiches heran­zutreten. Ein Status befindet sich in Ausarbei­tung, ein Dergleichsvorschlag soll baldmöglichst den Gläubigern vorgelegt werden. Die Betriebe werden unverändert weitergeführt.

Thüringer Gas - G esellschaft, Leipzig. Die Thüringer Gas-Gesellschaft, Leipzig, erzielte im Geschäftsjahr 1931 in ihrem ganzen Geschäftsbereich eine Gasabgabe von 149,2 Mill. Kubikmeter (i. V. 152,1), und eine Strom­abgabe von 224,5 (245,5) Mill. Kilowattstunden. Das bedeutet einen Rückgang in der Gasabgabe um 1,9 Prozent, in der Stromabgabe um 8,5 Prozent. Der Reingewinn stellt sich auf 2,10 (3,29) Mill. Mark. Der auf den 27. Juni einberufenen GV. wird vor geschlagen, 6,5 (10) Prozent Divi­dende auszuschütten und 152 787 (111 433) Mark vorzutragen.

* Deutsche Continental - Gas - Ge­sellschaft, Dessau. Der Aussichtsrat der Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau, beschloß, der auf den 15. Juli nach Dessau einzu- bcrufenen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 7 Proz. (9 Proz.) vorzuschla­gen. Der Jahresgewinn wurde auf 9 160 419 Mk.

(10 249 265 Mk.) festgestellt. Rach Ä5zug der Ver- waltungskosten und Steuern verbleibt ein verteil­barer Gewinn von 5 950 858 (7 256 026) Mk. Hier­von erfordert die Dividende einen Betrag von 5 250 000 Mk. Der nach Abzug der sahungsgemä- ßen Tantieme und eines Betrages für Pensionen und Anterstühungszwecke verbleibende Rest von 363 426 (76 972) Mk. soll auf neue Rechnung vor­getragen werden.

Frankfurter Abendbörse ruhig.

Frankfurt a. M., 16. Juni. Die Abendbörse verkehrte zwar wieder in sehr stiller Haltung, doch war die Stimmung nach dem Rückgapg im Mittagsschlußverkehr etwas gebessert. Die Ausführungen Macdonalds auf der heu­tigen Lausanner Eröffnungssitzung wurden gün­stig kommentiert. Da auch die Auslandbörsen überwiegend festere Kurse meldeten, schritt die Spekulation zu einigen Deckungen. Das Geschäft beschränkte sich jedoch nur auf IG.-Farben, die 0,75 Prozent anzogen, sowie auf einige Montan­werke, die gegen den Berliner Schluß gut be­hauptet waren. Im Verlaufe bröckelten JG.- Farben leicht ab.

Am Rentenmarkt lagen spätfälligeReichs­schuldbuchforderungen Awas schwächer, deutsche Anleihen blieben unverändert. Altbesitz 37,70, Reubesih 3,35, DD.-Bank 30, Reichsbank 124,25, Gelsenkirchen 42, Westeregeln 91, Phönix 17,50, AEG. 20, JG.-Farben 91,75, Lahmeyer 77,50, Siemens 116, Reichsbahn-VA. 72, Hapag 11, Lloyd 12.

9

1,15

5,2

5,9

4,95

2,35

2,65

2,35

4,05

7,3

3,4

16,13

Nach einer Zunahme im April ist die Einfuhr im Mai (351 Mill. NM.) dem Volumen nach wie­der auf den Stand im März abgesunken dem Werte nach hat sie sogar den Tiefstand im März noch um 12,5 Mill. NM. unterschritten. Jedoch entspricht nur die Gesamteinfuhr im Mai dem Volumen nach derjenigen im März innerhalb der Hauptposten hat sich insofern eine Verschiebung vollzogen, als die Rohstoffeinfuhr volumenmäßig um 11 v. H. unter den Stand im März gesunken, die Lebensmitteleinfuhr um 16,8 v. H. über den Märzstand gestiegen ist Im Vergleich zum April hat

die Einfuhr um 76 Millionen Reichsmark abgenommen,

und zwar sind die Rohstoffe hieran mit 44 Mill. RM., die Lebensmittel mit 27 Mill. RM. beteiligt. Volumenmäßig bedeutet dies, für die Rohstoffe einen Rückgang um 20 v H., für die Lebensmittel eine Abnahme um 16 o. H In den ersten fünf Monaten dieses Jahres ist gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr die Lebensmitteleinfuhr dem Volumen nach nur um 4 v. H., die Rohstoffeinfuhr jedoch um 15 v H zurückgegongen. Im Mai hat namentlich die Einfuhr aus den Vereinigten Staa­ten von Amerika abgenommen, im übrigen ver­teilt sich die Gesamtabnahme auf die verschiedensten Vezugsländer mit Ausnahme von Schweden, das :eine Ausfuhr nach Deutschland steigern konnte.

Die Ausfuhr beziffert sich im Mai auf 438 Mill. RM.: hinzu kommen, wie im Vormonat, Re­parations-Sachlieferungen im Betrage von 9 Mill. NM. Gegenüber April ist

die Gesamlausfuhr somit um 34,5 Millionen Reichsmark gesunken,

von denen 14 Mill RM. auf die Rohstoffe und 17 Mill. RM. auf die Fertigwaren entfallen. Bei beiden Warengruppen handelt es sich ausschließlich

K > M aJL? Men El ai

UM eine Schrumpfung der Ausfuhr­mengen, und zwar bei den Rohstoffen um 15 v. H., bei den Fertigwaren um 4,5 v. H. Insbe­sondere haben im Mai Frankreich, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Niederlande und Groß­britannien in erheblich geringerem Umfange deut­sche Waren aufgenommen. Der feit Ende vorigen Jahres anhaltende Rückgang der Ausfuhr nach Großbritannien und feinen Kolontalstaaten hat dazu geführt, daß

die deutsche Handelsbilanz mit dem britischen Imperium bereits passiv

ist. Der Absatz nach Rußland und auch der nach China hak im Mai eine Steigerung er­fahren. Die Hemmnisse, auf die in ^nehmendem Maße der Auslandsabsatz deutscher Waren trifft, haben zu dem bisher tiefsten Stand der deutschen Ausfuhr geführt: den 447 Mill. RM. im Mai 1932 standen noch im Oktober des vergangenen Jahres 879 Mill. RM., im Oktober 1929, als die Ausfuhr ihren Höchststand erreichte, 1247 Mill. RM. gegen­über. Schallet man die Preisbewegung aus, so er­gibt sich für den

mengenmäßigen Umfang der Ausfuhr im Mai 1932 gerade noch die hälfte ihres mengen­

mäßigen Umfangs im Oktober 1929.

Der Preisrückgang, der bisher eingetreten ist, be­deutet, daß heute für die Bezahlung einer nominell unveränderten Schuld 36 o. H., gemessen an den Ausfuhrdurchschnittswerten, mehr an Waren aus­geführt werden müssen als im Jahre 1928.

Die Handelsbilanz schließt im Mai mit einem

Ausfuhrüberschuß in hohe von 87 (April 45) Millionen Reichsmark

ab. Einschließlich der Reparations-Sachlieferungen . beträgt der Ueberfchuß 96 Mill. Reichsmark.

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Don dem Regen wurde die Maschine immer schwe­rer, so daß ich sie trotz Vollgas und Zureden einfach nicht auf gleicher Höhe halten konnte, son­dern ständig wegsank. Lind das über den Bergen und nicht hoch über ihnen. Ich muß schon sagen: es war recht unangenehm und ich hatte das Ge­fühl völliger Ohnmacht. Endlich, endlich kam wieder etwas Licht in die Sache und dann plötz­lich war ich wieder draußen aus der Suppe. Lind als Bima in Sicht kam, war ich doch recht froh selbst das Gefühl, hier kein weißes Gesicht, wie mir bereits angekündigt war, zu sehen und mal wi ederunter Wi l den" zu sein, im­ponierte mir nicht mehr so sehr. In Java hatte ich schon fleißig malayisch gepaukt und jetzt konnte ich damit glänzen. Die Eingeborenen waren hilfsbereit und freundlich und mit der Verständigung klappte es auch.

Am nächsten Tag Start nach Koepang. War das Wetter am Tage vorher schon schlecht gewesen, so wurde es heute ausgesprochen unan­genehm. Ich hatte mal wieder restlos die Lust verloren und dachte: das geschieht dir recht, was willst du da auch schon in Australien.

Ich mußte mich immer an den Wolken vorbei und hindurchmogeln. Von Zeit zu Zeit kam ich immer wieder in die Suppe. Lind zum netten Ab­schluß ging es dann noch 15 0 Kilometer über See. Aber auch das ging vorüber und an der Küste von Timor, der östlichsten Sundainsel kam ich genau an dem beabsichtigten Punkt heraus. Die drei englischen Boote lagen schon an der Boje in Koepang und die Besatzung war recht erstaunt, daß ich bei dem Wetter überhaupt durchgekom­men war. Ich gestehe, daß ich ebenfalls sehr er­staunt war.

Alle Leute, die zu meinem Empfang draußen gewesen waren, hatten sich gerade wieder in die Stadt begeben, da ich ja doch nicht kommen würde, und nur HerrShell" hatte aus persönlicher Lie­benswürdigkeit und Glauben an meine Zuverläs­sigkeit noch ausgehalten. Leider wurde ihm beides schlecht gelohnt, denn als erstes riß ich ihm seinen schönen schwarzen Gummimantel weg und legte ihn über meinen Motor. Als nächstes muhten alle Oelpapierschirme der Eingeborenen daran glauben und sogar ihre Dananenblätter, die sie sich zum Schuh über den Kops häelten.

Lind es goß vom Himmel herunter, was nur runter kommen konnte! Mir wurde ganz schwach beim Zusehen. Der nächste Tag war ein Ruhetag, weil die Flugboote eine kleine Lieberholung der Motoren vornehmen wollten. Das paßte mir aus­gezeichnet, denn ich muhte nach dem Regen unbe­dingt vor dem Seeflug einen längeren Probeflug machen, um zuverlässig feststellen zu können, ob nicht doch Wasser in die Tanks und die Ma­gneten gekommen war.

Pfui Teufel, war der Platz aufgeweicht. Mit knapper Rot kam ich gerade noch am Ende des Platzes zwischen den ersten Bäumen vom Boden weg und dachte mit gemischten Gefühlen an den nächsten Start mit voller Last.

Erst verschluckte sich der Motor ein paarmal: also hatte er doch eine Portion Feuchtigkeit ab­bekommen. Kein sehr angenehmes Gefühl aus­gerechnet vor einem Wässerchen von 850 Kilo­meter Breite. Also noch einmal alles durchgesehen und alle Teile der Klemm nett gestreichelt ja, und nun konnte man nur abwarten... !

Abends war letzte große General-Sitzung mit meinen Fliegerpapas von der Royal Air-Force. Ich bekam meine letzten Instruktionen: wo ich sie zu einer bestimmten Minute an der Südküste von Timor treffen sollte: bei dem zu erwartenden Ge­genwind durste ich auch nicht eine Minute ver­schenken und umsonst, mein Benzin verfliegen, und si? mußten außen um die Insel herum. Ich ver­sprach, ein gutes Kind zu sein und ging mit den Hühnern ins Bett.

So ganz tadellos habe ich in dieser Rächt nicht geschlafen? Ls ist eben doch nicht so einfach, einHeld" zu sein ...

Was mir am meisten Sorge machte, war der Start am nächsten Morgen, denn zu irgendwel­chen Experimenten war keine Zeit. Vor der ange­legten Zeit konnte ich nicht starten, denn dann ver­geudete ich unnütz den kostbaren Brennstoff. Lind kam ich nicht auf die Minute heraus, dann ver­paßte ich den Anschluß an die Boote. Ich träumte mit unangenehmer Deutlichkeit, daß ich mitten auf dem Platz bis über die Achsen im Dreck steckte und ähnliche scherzhafte Dinge.

Aber es klappte. - Lind ich war sogar mal wieder pünktlicher als die vielen Männer, auf die

Auf Grund s und des Artikels die Vergnügung LEI nehinigung des 31911 |ur d>c erlafjen:

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Schluß« kurs

Schlugt. Abcnb- bSrs

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Mittag. bSrse

Dalum

15.6.

16 6

15.6

16.6

6% Deutiche Reichsameihe v. 192

53

53

53

7% Deutsche Reichsanleihe &. 1921

59,5

59

59,5

59,5

6Vi% Doung-Anlelhe von 1930 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld ml

56

56

56

56,65

Auslos.-Rechten

37,25

37,7

37,75

37,5

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . 8% Hess. Volksslaal von 1929

3,35

3,35

3,3

3,3

irückzahlb. 102%)......

Oberhelsen Provinz-Anleihe ml

46,5

46,75

Auslos.-Rechten . .

Deutsche Komm. Commelabl.

36,5

36,5

Anleihe Serie 1 ....

8% Franks. Hyp.-Bank Goldvfe

34,13

34,5

35

35

15 unkündbar bis 1935

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

66

66

unkündbar bis 193g Serie 16 4'/2% Franks. Hyp.-Bank Liou..

Pfandbriese. .

4V-% Rheinische Hyp.-Bonk°Ligu

76,75

76,25

Goldpse. .

8% Pr. Landespsandbrscsanstalt

74,9

75,13

Psandbriese R. 19.....

7% Pr. LandeSpsandbriesanstalt

68

68

68

Pfandbriefe R. io

rran' ur a. V

Berlin

nan u .

btt

Schluß« kurS

Schluß«. Abend- döri

Schluß« turS

Schlugt. Dlrlag« bSrie

Schluß» kurS

Gchlußk. Abend- börse

Schluß- turS

Schluß! Mittag« börle

Datum

15 6

16.6

15.6

16 6

Datum

15.6

16 6

15.6

16.6

Hamburg-Amerita Pake.

Hamburg-Südam. Dampsschif

t

11.75

11

11,25

11

Riedeck Monian . . .

7. -

-

-

. 0

-

41,5

Bereinigte Stahlwerke

. 4

>6,5

16,65

16,25

15,9

Hansa Dampsschiss

. 0

20

Ltavi Minen ....

6'/,

10,75

10,75

Norddeutscher Lloyd ....

. 6

12,4

27,5

12

12,25

12

Kaliwerke Aschersleben

10

82,5

81

82,5

82

A.G. für Verkehrswesen Akt.

28,5

27,13

Kaliwerke Westeregeln

10

91

91

91

91

Berliner HandelSgcsellschast

8

86

86,5

86

87

Kaliwerke Salzdetfurth

15

145,5

145

148

148

Commerz, und Prival-Bank .

7

16

16

16

16

Darmstädter und Nationalbank 8

18.25

18,5

18,5

18,5

Deutsche Bank und

I. G. Farben-Induslrie

12

92

91,75

92,5

91

Disconto-Gesellschast. . .

6

30,5

30

30,5

18,5

124,75

30

Verein, ckem. Industrie Frank-

Dresdner Bank......

Reichsbank .......

18,25

124.75

18,5

124,25

18,5 124

-

_

12

Schetdeanstalt....

10

134,75

135

Goldschmidt.....

. 0

16

16,25

16,5

16,13

A.E.G.........

. 7

19.65

20

19,9

19,9

Rütgcröwcrke ....

. 6

32

32

32,75

31,25

Bergmann........

. 9

18,25

18,4

Metällgelcllschast. . .

25

25

25

26

Elektr. LicserungSgeseflschaft.

10

62,5

62,75

Licht und Ärafl . .

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

10

6/;

68

36

67,5

36

68

36.75

67

36

Philipp Holzmann . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.

. 8

. 7

. 7

31,75

38,5

31,5

38,5

32,5

31,5

Unternehmungen . . .

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

3,25

66

32,5

65

53,5

66

52

64,5

Wayh & Frcytag

-

. 0

4,5

47s1

4

4,4

Schuckert S üo.......

11

58

57,5

58,5

55,4

Siemens & HalSke.....

14

113

116

18,5

116,25

Schultheis Payenhofer

16

51,5

51

Lahmeyer & Co.......

12

77.75

77,5

77,75

77

0

32,5

32,25

32,5

32,25

Bemberg...

0

32

32

32,5

31,5

Buderus .........

. 4

_

26

26.25

26.13

Zellstoff Waldhof . .

12

24,5

26,5

25,5

26,4

Deutsche ErdSI......

. 6

64.13

64

63,9

63,4

Zellstoff Aschaffenburg

- .

6

19,75

16

17.75

17,25

Gelsenkirchener......

. 8

43

42

42,65

42,25

Dessauer Gas ....

. 9

77,5

78,65

Harvener........

. 0

46,25

45,25

45,75

45,75

Daimler Motoren . .

. 0

11 «5.

11,25

12

11,5

Hoesch Eilen........

. 6

26.65

27,5

124

Deutsche Linoleum .

31

30,75

31

30,5

Ilse Bergbau.......

10

-

126,5

Orensletn & Koppel .

. 0

21,25

21,75

Klöcknerwerke.......

. 6

24

24

23,4

23.13

Leonhard Tietz . . .

. 8

54

54

54,9

54,5

Köln-Reuessen.......

6Yi

Svenska......

16

6

6,5

Mannesmann-MShren . . .

. 6

40

40,75

40,13

39,5

Cüade .....

182,5

181

182,25

180,5

Mansselder Bergbau ....

. 0

3,5

13

13,75

13,75

Oberschlel. Kokswerke . . .

. 8

33

32 75

Frankfurter Maschinen

. 0

_

_

_

PHSntr Bergbau......

Rheinische Braunkohle«. . .

V/i

10

18

164

17,5

163

18

164

18

161,5

Grthner.........

Mainkraftwerke Höchst a. M..

. 0 . 6

14,65

48

14,65 48

14,75

Rheinstahl .....

. fi

41.75

41,75

41,75

41,25

Süddeutscher Zucker .

10

97

15.3unl

16 Juni

Amtliche -Notierung f*elD | Lrie

Amtliche Dotierung

Geld | »rie

Helsingfor» Wien. . . . Prag . . .

Budapest. Sofia . . . Holland . . Oslo . . . . Kopenhagen Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio oe Ian.. Jugoslawien. Lissabon . .

7,143 51,95

2,465

3,057 170,48

76,22 84,22 78,92 15,41 0,948 4,209 58,64 21,58

16,55 82,07 34,67 82,42 1,309 0,325 6,993

14,07

7,157

52,05

12,485

3,063

170,82

76,38

84,38

79,08 .

15,45

0,952

4,217

58.76

21,62

16.59

82,23

34,73

82,58

1,311

0,327

7,007

14.09

7,143 51,95

12,465

3,057 170,43

75,52 84,17

78,87 15.415

0,948 4,209 58,59 21,53

16,55 82,07

34,67 82,37

1,309 0,325 6,393

14,05

7,153 52,05

12,485

3,063 170,77

75,68 84,33 79,03

15,455 0,952 4,217 58,71

21,57 16,59 82,23

34,73 82,53

1,311 0.327

7,007

14,07

gerlin, 16. Juni

Sdb

Vries

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,41

58,67

Dänische Noten.........

83,98

84,32

Englische Noten.........

15,375

15,435

Französische Noten........

16,51

16,57

Holländische Noten........

170,06

170,74

Italienische Noten........

21,59

21,67

Norwegische Noten........

75,35

75,65

Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten........

2,495

2,515

Schwedische Noten........

78,69

79,01

Schweizer Noten.........

81,89

82,21

Spanische Noten.........

34,53

34,67

Ungarische Noten ........