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hielt da» Gericht einen 'Betrug nicht für erwiesen und erkannte insoweit auf Freisprechung.

Degen Widerstand- und Körperver­letzung eine- Forstbeamten hatten sich zwei Arbeiter au- Usenborn zu verantworten Sie waren von dem Förster betroffen worden, alt sie. mit Säge und Reihhaken versehen. Leseholz holten 6te versuchten die von dem Förster beschlag­nahmten Werkzeuge diesem wieder zu entreißen, drangen mit Knüppeln auf ihn ein und dc» letzten ihn nicht unerheblich. Unter Zubilligung mildernder Umstände oerurte lte da- Gericht beide Angeklagte zu der gefetzlichen Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis und billigte ihnen bezüglich zweier Monate bedingten Straf, ausschub zu.

Kunst und Wissenschaft.

flknerallntenbantin Luise Dumont f.

Die Generalintendantin des Düsseldorfer Schauspielhauses, Frau Luile Dumont, ist am Pfingstmontagabend an doppelter Lungenentzün­dung gestorben.

Luise Dumont wurde am 22. Februar 1862 in Köln als Tochter de- Kaufmann- Aubert Hey - nen geboren; ihre Mutter Maria Elisabeth war eine geborene Dumont, diesen Hamen legte sich die Tochter später al- Künstlernamen zu Al- Luise Dumont trat sie erstmal» an einem kleinen Theater auf, da- nach der Vorstellung abbrannte, wodurch die junge Künstlerin stellungslos wurde 1883 kam sie nach Berlin an da» .Deutsche Thea­ter". mit 25 Jahren an da» .Wiener Hofburg- tbeater", wo sie neben ihrer großen Lands­männin Eharlotte Wolter, die ihr Ideal und Vorbild gewesen war. auf der Bühne stand. Von Dien ging sie 1895 nach Stuttgart, dann wieder nach Berlin, zuerst an da- .Lessingtheater" und 1897 abermals an da» .Deutsche Theater", wo sie

unter Brahm besonder» die großen Ibfenrvllen spielte. Luise Dumont hatte sich unterdessen mit Gustav Lindemann verheiratet Da» Ehepaar faßte 1905 den kühnen Entschluß, da» .Düsiel- dorfer Schauspielhaus" zu gründen. Mit Fleiß. Selbstverleugnung und Ausdauer haben sie diefe» Theater au führender Stellung unter den deut­schen Buhnen emporgearbeitet und den Hamen Dumont-Lindemann für alle Zeiten in die deutsche Theaiergeschichte eingezeichnet

Luise Dumont» Tod bedeutet einen schweren Verlust für da» Theater unserer Zeit. Hoffentlich läßt sich der vor kurzem bekannt gewordene Plan der Künstlerin, die Gründung eine» .Deutschen Theater» am Rhein" in Köln, nun noch verwirk­lichen

Oberspielleiter Han» Strohdach nach Darmstadt berufen.

Der Oberspielleiter der Kölner Oper. Han- Strohbach. ist zur nächsten Spielzeit an da» Hessische Lande-theater in Darmstadt be­rufen worden.

Verleihung der Frankfurter Gvethejahr-Wedaille.

Die mit den Mitteln der Frankfurter Künstler- Hilfe geschaffene. Goethejahr-Medaille der Stadt Frankfurt wurde anläßlich der Eröffnung deS erweiterten GoethemuscumS den Herren Land­rat a. D- v. Be r nu s, dem Vorsitzenden de» Freien Deutschen HochstistS. und Professor Dr. Beutler, dem Direktor des Goethemuseum», verliehen. Die Goethejahr-Medaille. die außer­dem bisher schon Professor Albert Schweißer erhalten hat. wurde ferner anläßlich der Tagung des Ständigen Au-schulfe- für Literatur und Kunst deS Völkerbundes überreicht dem Präsi­denten dieses Ausschusses. D e st r ö e. dem Unter­generalsekretär des Völkerbünde». Dufour- Zer once. und dem Leiter der Kulturabteilung deS deutschen Auswärtigen Amte». Gesandten Frey tag.

Fürth süddeutscher Handballmeister.

BfA. Mannheim mit 7:1 (3:0) geschlagen.

In dem Odenwaldstädtchen Michelstadt wurde am Pfingstsonntag zwischen den beiden Abteilungssiegern V s R Mannheim und Spvg Fürth das Entscheidungsspiel um die Süddeutsche Handballmeisterschast ausgetragen In einem sehr harten Kamps siegten die Jürther überraschend hoch mit 7: 1 (3:0) Treffern und brachten damit zum viertenmale den Titel eines süddeutschen Meisters an sich Es muß vorweg gesagt werden, daß der Sieg der Fürther ..Klee- olättlcr" zwar verdient war, aber doch dem Spielverlauf nach zu hoch ausfiel. Eine Treffer­differenz von zwei bis drei Toren hätte genügt. Fürth, dessen Mannschaft das reifere und bessere Spiel zeigte, hat das klare Ergebnis in erster Linie feinem ganz ausgezeichneten Tormann zu verdanken. Sodann kam aber auch noch hinzu, daß die Mannheimer Rafenfpieler wiederholt start vom Pech verfolgt waren. So sah man einmal von ihnen hintereinander drei Latten­schüsse.

Handballspiel

um die Batl.Meiflerschafl L/15.

1. Kompanie 2. Kompanie 4:9.

Am Freitag standen sich auf dem Waldsport­platz de» VfB. Gießen die 1. unb 2. Kompanie zum Endspiel um die Bataillon--Meisterschaft ge­genüber. Man bekam einen flotten und fairen Kampf zu sehen, den die 2. Kompanie dank bel­feret Kombination und Ballbehandlung mit 9:4 für sich entscheiden konnte.

Zum Spielverlauf ist zu sagen: Man sah zu­erst verteilte- Feldspiel. Allmählich machte sich der Titelverteidiger (2. Kompanie) aus der Um­klammerung frei, und schon nach 6 Minuten fiel durch den Mittelstürmer Krämer das 1. Tor Dann Ausgleich. Hach weiteren 4 Minuten stand da» Spiel wieder remis. Die 1. Kompanie hatte nun eine Sch wache Periode zu überwinden, und in der 20. und 22. Minute fielen in kurzer Aufein-, anderfolge das 3. und 4. Tor. Kurz vor Halbzeit stellte der Halblinke Schickert durch einen Alleingang das Verhältnis auf 5:1. Hach der Paule machte sich der Wind stärker bemerkbar, infolgedessen erzielte die 1. Kompanie das 2. und 3. Tor. Allmählich gewann aber die 2. Kom­panie wieder die Oberhand und erzielte durch einen Strafwurf de» Halbrechten Schmitt da» 6 Tor, dem sich bald darauf das 7. anreihte. Die 1. Kompanie konnte bald darauf das 4. Tor erzielen, dagegen konnte der BataillonS-Meister noch zweimal einfenben unb ba» Ergebnis beim Schlußpfiff auf 9:4 stellen.

Der SchiebSrichter war dem Spiel ein gerechter Leiter DaS Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.

ZRunb um Schotten."

Um die Deutsche Motorradmeisterschaft am 5. Juni.

Da» größte sportliche Ereignis in Hessen ist in diesem Jahre der Kampf der Motorradfahrer im Vogelsberg um die Deiche Meisterschaft. Zum achten Male findet in diefem Jahr das Rennen statt, zum dritten Male als Lauf um die Deutsche Meisterschaft. Es gibt nur ganz wenige Rennstrecken in Deutschland, über die alljährlich ein große- Rennen geht, unb es zeugt von Wagemut unb freubiger Entichlußkrafl. wenn

broben im hohen Vogelsberg eine Trabition ent­standen ist, die so manche andere DeranstaUung überflügelt hat. Don vielen Rennen, die ur­sprünglich' int rhein-mainischen Dtädtekranz ge­fahren wurden, blieb nurRund um Schotten" alS Meisterschaftsrennen eine der maßgebenden motorsportlichen Veranstaltungen in Deutschland. ES ist kein Fahrer von Rus (Bullus, Dauhoser, Soenius, Rüttchen, Mörih. Schneider ufto.). der nicht schon in Schotten an den Start ging. ES ist auch kaum eine europäische oder ameri­kanische Firma (Indiean. Harley, MotoScoche, FN., BMW. unb DKW.) bie nicht im Kankpf um den Sichenkranz deS Siegers vertreten gewesen wäre.

Aber nicht nur der Erzielung von Höchst­leistungen gilt da- Rennen: der Veranstalter er­blickt auch eine Hauptaufgabe darin, dem Mo­torsport immer neue Anhänger zu gewinnen, einen neuen Nachwuchs heranzuziehen, der sich im DogelSberglauf seine ersten Sporen verdient. In diesem Jahre hat der Veranstalter, der Vogelsberger Automobil - und Mo­torradclub Schotten noch zum ersten Male in Deutschland ein Donderrennen. für Kleinkrafträder ausgeschrieben, ba sich gerade das Kleinkraftrad zur gegenwärtigen Zeit einer besonderen Beliebtheit erfreut. Man ist gespannt, wie sich die Kleinkrafträder auf der schwierigen Dergstrecke bewähren werden.

Kleeblättler" in Frankfurt besiegt.

JSD. Jranffutl Spog. Fürth 3:1 (0:0).

Dor 6000 Zuschauern konnte der FSB. Frank­furt am Samstagabend auf seinem Platze am Bornheimer Hang'^ einen verdienten Sieg von 3:1 über die Spog. Fürth erzielen. Beide Mann- schäften hatten Ersatz-, so fehlten u. a. die inter­nationalen Leinberger (Fürth) unb fi n ö p f 1 c (FSB ). Trotzdem gab es ein recht gutes Spiel. Auch dieKleeblättler" zeigten seine Leistungen, aber ihr Sturm war nickt diirchschlagskräftig genug. Dach torlofer Halbzeit schossen die Frankfurter in der zweiten Halbzeit durch Schweinhart und Hensel zwei Treffer. Fürth kam durch Frank zu einem Gegentor, mußte sich aber kurz vor Schluß noch durch Schweinhardt einen dritten Treffer der Frankfurter gefallen lassen.

Englische Fußballer in Deutschland.

T h e l s i a und Everton. bie beiben aus­gezeichneten englischen Fußballmannschaften, be­gannen am PfingstsamStag ihre Deutschland- Tournee.

E v c r t o n spielte in Dresben gegen eine deutsche Auswahlmannschaft unb siegte nach schö­nem Spiel nur knapp mit 3:2 (2:1). Die Tor­schützen für bie Gäste waren der berühmte Dine Dean (2) unb Johnson, während Heim­chen (Lhcmnitz) und K o b i e r s k i (Düsseldorf) für Deutschland erfolgreich waren.

Weniger glücklich begann Chelsea in Berlin gegen eine kombinierte Mannschaft Preußen- Viktoria. Die Engländer zeigten ein feines Spiel, waren zeitweise feldüberlegen, kamen aber zu kei­nen Torerfolgen. Die Berliner hatten Gelegenheit au wenigen, aber gefährlichen Angriffen und siegten 2:0 (2:0). Für die Tore zeichneten S i e n - Holz II und Walter verantwortlich.

Am Sonntag verlor der FC. Birmingham in Mannheim gegen eine kombinierte Mannschaft (Waldhof, Hcaarau. Phönir Ludwigshafen) vor 15 000 Zuschauern mit 1:2 (0:1).

Im zweiten Gverton - Lehrspicl erreichte die deutsch« Ländermannschäft in der Schlesier-

Buntes

Unverdauliche Musik.

Ob ba» Ohr auch einen Genuß will haben, wenn Zunge und Magen sich erlaben, das ist e,ne Frage, die von alterher eifria erörtert worden ist. Wahrend die Griechen zunächst bei ihren festlichen Gelagen sich nicht genug an Gelang und anderer Musik er­freuen konnten, treten dann heftige Feinde der Tisch­musik auf, und wie Sokrate» und Plato haben auch späterhin gerade die weisesten Manner und die größten Fcinlchmccker die musikalische Begleitung des Essen» energisch abgelehnt. Daß in dieser Der- pönung der Tischmusik eine sehr richtige Beobachtung liegt, da» zeigen die neuesten Dersuche, die über den Einfluß von Geräuschen auf die Verdauung von amerikanischen Gelehrten durchgeführt worden sind. Die Wirkung der Musik auf Appetit und Verdau­ung sollte mehr als bisher trachtet werden", schreibt darüber ein amerikanischer Gesundheitsbeamter Dr T. Swann Aarbing in der ZeitschriftAmerican Mediane". Er behauptet, baß durch die Herrschaft der Jazzmusik viele Derdauiingsstörungen hervorge- rusen wurden und bezieht sich auf den Vortrag des Bostoner Chirurgen Dr. Harvey Eusching, der die wahre Ursache des Maaenkrebses nicht im Magen, sondern im Gehirn gesucht habe Der Physiologe der Colgate-Universität, Pros Donald Laird, hat sich besonders mit diesen Beziehungen zwischen Ge­räuschen und Berdauungsvorgängen beschäftigt. Er berichtet, daß nach seinen Versuchen Lärm in einem hohen Maße für die Verdauungsstörungen verant­wortlich ist, die im modernen Leben so häufig auf­treten. Nach seinen Beobachtungen wirb burch ge­wisse Laute das Fließen des Speichels und de» Magensaftes behindert und sogar abgeschnitten. Man kann dieser hemmenden Einwirkung der Geräusche durch gewisse Speisen begegnen, so durch stärkeren Genuß von Süßigkeiten, von Kaffee, auch von Brot. Nach der Ansicht dieses Gelehrten wird alles, was bas Erregungszentrum bes Gehirns beunruhigt ober anreizt, sofort in demHunger"- unb in bem Der- bauungs-Zentrum" verspürt Diese Zentren wieder wirken auf die Nerven ein, die die Muskelbewegun- gen und die Blutzufuhr des Magens kontrollieren. Eine leichte Erregung, sie durch sanfte Musik oder durch leise Geräusche ausgelost wird, kann einen günstigen Einfluß auf die Verdauung haben. Aber jeder starke Lärm, jede Dissonanz, besonders die grellen und scharsen Töne des Jazz üben eine sehr ungünstige Wirkung auf den Verdauungsvorgang aus, vor allem, wenn sie wahrend des Eilens auf- genommen werden. In den großen amerikanischen Restaurants wird kein Jazz mehr als Tafelmusik ge­duldet <a dieser den Gästen augenscheinlich nicht zu­sagt, sondern man bevorzugt sanfte, gedämpfte Mu­sik.Es ist ein weit verbreiteter Glauben", schreibt Dr. Harding,daß das Restaurantessen weniger gut bekommt als die Mahlzeit zu Hause, aber die Gründe, daß man zu viel esse oder in den Restau­rants schlechter gekocht wird, sind nicht stichhaltig. Dagegen ist cs nach den neuen Untersuchungen sehr wahrscheinlich, daß die Umwelt des Speisehauses, bie Menschenmenge, die starke Beleuchtung, die Un­ruhe, der Lärm des angeregten Geplauders und vor allem auch die Musik, eine Erregung hervorruft, bie der Verdauung schädlich ist. Man hat auch die Musikarten näher untersucht, die besonders starke Erregungserscheinungen veranlassen. Da steht na­türlich der Jazz an erster Stelle, aber auch Walzer-

Allerlei.

musik bringt starke Unruhe hervor, während merf- rourbigrrroeiic Märsche viel weniger beunruhigen. Vielleicht wird man bei einem genaueren Studium dieser Wirkungen der verschiedenen Musiksormen bald in der Lage sein, einem Kranken bestimmte Grammophonplatten als Tilckmusik, andere zum Einschlafen unb noch andere für andere Gelegen­heiten zu verschreiben."

Eslimo-Hobinsonade.

Einen erstaunlichen Bewei» von der Lebenskraft. Ausdauer und Anpassungsfähigkeit der Eskimo» liefert eine Gefchlchtc. die der .Bischof der Ar- tif. Dr. Turquctil. bei feiner Anwesenheit in Vancouver erzählte ein Eskimo und feine Frau fanden sich eine» Tage» auf einer schmalen Eis­scholle treibend, die sie in unbekannte Gebiete ent­führte. Unerschrocken warteten sie ab. wohin da» Schicksal sie bringen würde Die DiSschoUe setzte sich auf der Manfel-Insel fest, einem vollkommen verlassenen Eiland. 60 Kilometer von dem Fest­land entfernt, das von furchtbaren Winden heim- gesucht ist Der Eskimo hatte ein Gewehr, ein paar Patronen, einige Fisch-Haken und feine Frau einige feibftverfertigte Hobeln. Da» war ihre einzige Ausrüstung. Mit den wenigen Pa­tronen rotete der Mann einige- Wild, und mit feinem Angelgerät sorgte er für einen Vorrat von Fischen. Aber bald war die gany Munition au»- gegangen, und auch das Fischgerät war nicht mehr brauchbar. Aber anstatt sich nun still hinzusetzen und dem Erfrieren alS einem unabwendbaren Ge­schick entgegenaufeben, paßten sich die Eskimo» in erstaunlicher Weise den neuen 2eben»bet»ingunqen an Sie kehrten zu den Daseinssormen deS Stetn- zeitalters zurück. Der Mann verfertigte au» Feuerstein und Knochen rohe Werkzeuge unb Waffen .Fnr Speerfchälte benuhtc er <^ellfinde, die mit Wasser vollgcsogen unb dann gefroren waren: au» dem Schnee im Winter, au» Tier­häuten im Sommer erbaute er ihre Wohnung. Trotz dieser Schwierigkeiten wußte sich das Paar auf der wüsten Insel häuslich elnzurichten. Kinder wurden ihnen geboren und sie fühlten sich glück­lich. Aber eines Sommers packte sie eine Sehn­sucht. ihre alten Freunde wieder zu sehen. 3efon Jahre waren vergangen, un- es ist eine lange Zeit im Leben eine- Eskimo. Die Kinder wuchsen heran und map wollte ihnen etwa- von der Welt zeigen. So machten sie sich also daran, ein Floß zur ileberfa^rt zu bauen. Große Knochen von Tierskeletten würben gesammelt, und aus ihnen wählte der Mann die au», die sich am besten für seinen Zweck eigneten. Die Frau stellte Leder­riemen her, mit denen die Knochen sest zusammen­gebunden wurden, unb bald lag an der Küste der Mansel-Insei das Gerippe de» seltsamsten Fahrzeug-, da- jemals daS Polarmeer befahren, lieber die Knochen wurden mehrere Robbenfelle gespannt, die den Boden des Schiffes wasser­dicht machten, und auS demselben Stoss wurde ein Segel hergestellt. Man wartete eine günstige Zeit ab. und dann segelte die Familie glücklich nach dem Festland, wo sie von ihren Freunden mit ebensoviel Staunen wie Freude begrüßt wur­den, denn man hatte die seit einem Jahrzehnt

I Vermißten bereits sür tot gehalten.

Kampfbahn in Breslau vor 35 000 Zuschauern ein verdientes Unentschieden von 3:3.

Bayern München unterlag am Pfingst­montag zu Hause der englischen Berussspielcr- mannschast von Chel sea mit 1:2 (1:1) Toren. Oer Abschluß der AOAC.-HeichSfahri.

$0 von 76 gestarteten Fahrern in Bad fiiffmgen am Ziel. Rur zwei Fahrer straspunktsrei.

Bei schönem Wetter wurde am Psingstsarnstag die letzte Etappe der ADAC.-Reichssahrt von Marburg über Alsfeld nach Bad Kis- fingen (155 Kilometer) absolviert. Die Strecke war also nur kurz, um so mehr hatten aber die Teilnehmer an der Fahrt unter den schlechten Straßenverhältnissen und der Staubplage zu leiden.

Von den 76 gestarteten Fahrzeugen haben ins­gesamt 50 das Ziel in Kissingen erreicht. Straf- punktsrei find aber nur zwei Motorräder ge­blieben : I. Mauermeyr, München, auf BMW. und G Frey, Fürth, auf Viktoria Von den Wagenfahrern blieb keiner ohne Strafpunkte. An Medaillen konnten vevteilt werden 24 gol­dene. 23 silberne und 3 bronzene. Von den fünf gestarteten Teams erhielt Adler mit dem e/w Primus als einziges ein Diplom. Außerdem kamen zwei Ardie-Motorräder-Teams mit zu­sammen 61 und 92 Punkten von der Schupo Halle und Hamburg geschloffen ans Ziel. Sehr gute Leistungen find von den Deitenwagenmaschinen geboten worden.

Segelflüge im Schwarzwald.

Der erste badische Scaelflug-Wettbewerb wurde an Pfingsten auf dem Feldberg im Schwarzwald ausgetragen. Am Start erschienen 11 Flugzeuge aus Mannheim, Konstanz, Heidelberg, Ravensburg und Freiburg, darunter vier Höchstleistungs-Maschinen. Eine Maschine erlitt am Samstag einen Bruch. Der weiteste Flug am Samstag dauerte 4:17 Minuten Am Sonntag erreichte der Zungslieger Woll 12,3 Minuten, wobei er noch wegen schlechten Wetters früher abbrechen mußte. Fm ganzen wurden an beiden Tagen 140 Flüge gestartet.

Kurze Sportnotizen.

Der Fisa-Kongreß (Internationaler Fuß­ball-Verband) wurde in Stolkholm abgeschlos­

sen. Die Fisa beschloß eine Milderung ihres Ama- teur-Stanbpunftes. Die Fußball-Weltmeisterschaft 1034 wird in Italien ausgetragen. Der alte Vor­stand mit Rimet (Frankreich) an der Spitze wurde wiedergewählt. Generalsekretär wird Dr. Schruker (Karlsruhe) mit dem ständigen Sitz in Bern werden.

Walter Sawall gewann auf der Berliner Olympiabahn denGroßen Psingstpreis" vor Ma- ronnier, Dederichs sowie vor- Möller und Krewer, die aber Raddefekte hatten.

Rekordmann S y r i n a zeigte sich in Wittenberg bei einem L^chtathletik-Meeting wieder in ausge­zeichneter Form. Er gewann ein 5000-Meter-Laufen leicht gegen schwächere Konkurrenz. Helmuth Körnig siegte im lOO-Meter-Lausen in 10,5 Se- künde, vor den Turnermeistern Bentz und Lammers.

Der Wimbledonsieger Sidney Wood (USA.) wurde in Paris von dem jungen Franzosen Andrä Merlin überraschend mit 8:6, 7:5, 4:6, 6:1 ge- schlagen.

Thollembeck-Belgien gewann bei dem Frankfurter Dauerrennen denDrohen Pfingst- preis" über 80 Kilometer in zwei Läusen von 30 und 50 Kilometer vor 3Pdtmciftcr Dawa11, Sausin- Frankreich und Tietz-Berlin.

Im TenniS-Länderkampf Frankreich USA in Pari» führen die Franzofen am zweiten Tage mit 2:1 Punkten, da Merlin BoussuS im Doppel die Amerikaner Wood Mangin schlagen konnten.

Oberleutnant Haffe, der beim Reitturnier in Rom schwer gestürzt war, befindet sich jetzt auf dem Dege der Befferung: er kann täglich be­reits für einige Stunden das Bett verlassen.

Bei der Italien-Rundfahrt hat der glänzend fahrende Deutsche Buse nach der zwei­ten Etappe im Gesamtergebnis einen Vorsprung von neun Minuten erzielen können, er hat asio eine große Chance, den Wettbewerb zu getoinnen.

Dralle

'Mralles Birkenhaarwasser