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öer im vorigen Jahre noch 22 000 Mark betrug, auf etwa 13 000 Mark sich ermäßigen wird.

Rach längerer Zeit stand wieder die V e r ° äuherung des Färbgrabengeländes auf der Tagesordnung. Da alle Versuche, auf gütlichem Wege eine Einigung über das Gelände zwischen den beiden Interessenten der Firma Heinrich Schmidt!, und dem Schlossermeister Heinrich Schäfer herbeizuführen, gescheitert sind, wurde nach längerer Aussprache mit 9 gegen 4 Stimmen beschlossen, das Gelände zum Preise von 3 Mk. pro Quadratmeter an die Firma Heinrich Schmidt!, zu verkaufen.

Die Festsetzung der Preise für den Be­such des Schwimmbades ergab folgende Sähe: 1. Cinzelkarten: Erwachsene mit Kabinen- benuhung 25 Pf., mit Hallenbenuhung 20 Pf., Erwerbslose 15 Pf., Kinder 10 Pf., bei Schul­klassen pro Schüler 5 Pf. bzw. Pauschalvergütung. 2. Dauerkarten für Familien mit Kindern (bis 16 Jahren) 12 Mk. mit Kabinenbenutzung. Dauer­karten für Erwachsene 8 Mk. mit Kabincn- benuhung, 6 Mk. mit Hallenbenuhung, bei Kin­dern je die Hälfte dieser Sähe. Für Sommer­frischler sollen Dauerkarten bis zu 14 Tagen ausgegeben werden zum Preise von 3 Mk. für eine Familie und 2 Mk. für eine Einzelperson. Die Leihgebühr für eine Badehose beträgt 10 Pf., für einen Badeanzug und ein Handtuch je 15 Pf.

Voranschlags-Verabschiedung in Lauterbach.

& Lauterbach, 16. Mai. In der jüngsten Sit­zung des Gemeinderats stand im Mittel­punkt der Verhandlungen die Beratung des städtischen Voranschlages für das Jahr 1932. Bürgermeister Walz wiederholte in großen Zügen seine in der Gemeinderats- fitzung vom 19. April und in der Sitzung der Bau- und Finanzkommission vom 6. Mai gemach­ten Ausführungen, wies jetzt ckber besonders dar­auf hin, daß die im April beschlossene Erhöhung der Biersteuer auf Grund der Verordnung zur Senkung der Diersteuer für das Rechnungsjahr 1932 nicht durchgeführt werden könne. Er schlug deshalb vor, falls auf die Einführung der Bür­gersteuer verzichtet werden soll, die Erhöhung der Kanalgebühren um 50 v. H. vorzu­nehmen. Weiter führte er an, daß die Wieder- erhebung der für das Jahr 1931 vorgenom­menen Senkung der Grund - und Gebäude- (teuer um 6 v. H. und der Gewerbesteuer um 12 v. H. für das Rechnungsjahr 1932 vom Ministerium genehmigt wurde und deshalb durchgeführt werden könne. Dies sei bereits bei der Aufstellung des Voranschlags berücksichtigt worden. Der Hmlagebebarf belaufe sich auf 53 800 Mk. Eine Festsetzung der Steuerausschlägc- sätze für 1932 könne noch nicht erfolgen, da die Unterlagen für die Berechnung dec Gemeinde­umlagen durch die Finanzämter noch nicht festge­stellt seien. Mit Rücksicht darauf, daß sich dies bis zum Herbst verzögert, habe der Minister des Innern den Gemeinden die Ermächtigung erteilt, für die ersten drei Ziele im Rechnungsjahr 1932 Steuervorauszahlungen zu erheben. Im übrigen, so führte der Bürgermeister weiter aus, sei der Voranschlag unter Berücksichtigung äußerster Sparsamkeit aufgestellt. Die Stadt Lau­terbach sei eine der wenigen Gemeinden, die ohne.Einführung neuerSteuern ihren Voranschlag wenigstens vorerst ausgeglichen ver­abschieden könne. Der Voranschlag wurde dann vom Bürgermeister rubrikenweife vorgetragen. In der anschließenden Aussprache wurde be­schlossen, das Wasseraeld nicht um 50 v. H., son­dern nur um 25 v. H. zu erhöhen, der übrige notwendige Betrag soll der Rubrik 66 (Strasten) entnommen werden. Der Voranschlag wurde in dieser Form angenommen und schließt in Ein­nahme und Ausgabe in der Betriebsabteilung mit 287 510 Mk., in der Vermögensabteilung mit 12526,79 Mk. ab. Der Voranschlag des städti­schen Elektrizitätswerkes, der in Ein­nahme und Ausgabe mit 99 060 Mk. abschlieht, wurde ohne. Aussprache ebenfalls genehmigt.

Landkreis Gießen.

' Heuchelheim, 16. Mai. Am Freitag wur­den den Mitgliedern der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr Philipp Böhmer und Ludwig Kröck XIII. die staatlichen Feuerwehr­ehrenzeichen für 40jährigc Dienstzeit und August Engelhardt und Friedrich Wilhelm Kröck für 25jährige Dienstzeit durch Kreisfeuer­wehrinspektor D i ck o r e überreicht.

8 Alten-Buseck, 16. Mai. Durch Verfügung der Schulbehörde wurde ^chulverwalter Fay mit der Verwaltung der Stelle an der Volksschule zu Weitershain bei Grünberg betraut. Nahezu 6 Jahre hat Schuloerwalter Fay an der hiesigen Schule zum Wohle der ihm anvertrauten Jugend und zur Zufriedenheit der Gemeinde gewirkt. Äuch die Schulsparkasse erreichte unter seiner unermüd­lichen Tätigkeit einen sehr beachtenswerten Stand.

Sein allezeit freundliches und zuvorkommendes Wesen, wie auch seine aroßen pädagogischen Fähig­keiten trugen ihm die Ächtung und Zuneigung der Gemeinde ein, so daß sein unerwarteter Weggang allgemein mit Bedauern empfunden wird.

= Queckborn, 16. Mai. Am ersten Pfingst- feiertage, in aller Morgenfrühe, erfreute der hiesige GesangvereinI u g e n d t r e u" die Einwohner des Dorfes mit dem Vortrag einiger Choräle. Von verschiedenen Ortsteilen klangen die feierlichen Harrnonien in das noch im letzten Schlummer liegende Dorf.

Grünberg, 16. Mai. Heute sind 40 Jahre verflossen, daß Lehrer Valentin Roth als Lehrer in Grünberg tätig ist. Seit seinem Abgang vom Lehrerseminar in Bensheim im Jahre 1892 hatte er nur diese Stelle inne. Lehrerkollegium, Stadtverwaltung und Schul­vorstand versammelten sich daher am Samstag nach Schulschlus; im Schulsaale des Jubilars. Rektor Bender und Bürgermeister Dr. Mild- ne r überbrachten die Glückwünsche dieser Körper­schaften und betonten das treue Wirken des Ge­ehrten als Lehrer und Erzieher der Jugend. Herr Roth dankte für die ihm erwiesene Ehrung. In weiten Kreisen der Kriegerkameradschast Hassia" ist Herr Roth als rühriger Bezirks- vorsteher des Hassia-Bezirks Grünberg bekannt.

Als langjähriger Leiter des hiesigen Kirchen­gesangvereins hat er sein reiches musikalisches Können in den Dienst der Allgemeinheit gestellt.

Kreis Büdingen.

! Ober-Widdersheim, 12. Mai. Dqs BasaltwerkRickel, das eine Zeitlang völlig stillag und dann nur einen Teil der Belegschaft beschäftigte, hat dieser Sage den Betrieb in vollem Umfange wieder ausgenom­men. Dadurch ist der Arbeitsmarkt in unserer Gegend wesentlich entlastet worden.

Kreis Schotten.

§ U l r i ch st e i n , 16. Mai. Für den von hier nach Ebcrstadt bei Darmstadt versetzten Forstmeister D e sch, der noch im Lause dieses Monats in seinen neuen Wirkungskreis verziehen wird, veranstaltete der hiesige Zweigverein des VHC. im Groh- schen Saale einen gutbesuchten Abschiedsabend. Als Nachfolger des Scheidenden wurde Oberförster Zimmer, ein gebürtiger Gießener, von Baben­hausen nach Ulrichstein versetzt und hat hier seinen Dienst bereits angetreten. Zugleich wurde Forst­assessor Georgi hierher versetzt, um die Forstein­richtung im Bezirk des hiesigen Forstamtes zu machen.

Wirtschaft.

* Die Indexziffer d e r Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 11. Mai berechnete Großhandelsinder­ziffer ist mit 97,7 gegenüber der Vorwoche unver­ändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lau­ten: Agrarstoffe 94,8 (plus 0,7 v. H.), Kolonial­waren 87 (minus 0,3), industrielle Rohstoffe und Halbwarcn 88 (minus 0,2) und industrielle Fertig­waren 119 (minus 0,3).

* Lochanstalt norm. Meguin, Butzbach. Das gerichtliche Vergleichsverfahren der Lochanstalt norm. Meguin in Butzbach ist durch ausreichende Gläubigerzustimmung und. gerichtliche Bestätigung am 10. Mai beendigt worden. Die Voraussetzungen zur Erfüllung des Vergleichs wurden dadurch ge­schaffen, daß es gelang, neue Geldgeber für das durchaus lebensfähige Unternehmen zu finden. Der Betrieb arbeitet bereits seit 2% Monaten wieder, und zwar unter Aufsicht der gerichtlich bestellten Dergleichsperson Dr. jur. K. E. R u ck e l s h a u s e n , Gießen, der nunmehr als Treuhänder die Erfül­lung des Vergleichs überwacht.

'Odenwälder Hart st ein - Industrie AG.. Darmstadt. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1931 einen Betriebsgewinn von 1,76 (ohne Abzug der Löhne und Gehälter: i. V. 0,73 Detriebsgewinn abzüglich Löhne und Gehäl^ ter) Millionen Mark. Aus dem nach Abschreibung von 0,14 (0,19) Mill. Mark und nach Abzug der Löhne und Gehälter von 0,98 (i. D. Verwaltungs­unkosten 0,33), der Steuern von 0,11 (0,14) und der Sozialabgaben von 0,13 (t. V. nicht angegeben) Mill. Mark verbleibenden Reingewinn von t6 848 (75 493) Mark soll der auf den 21Mai anberaum < Ten Generalversammlung die Verteilung von wie­der 5 Prozent Stammaktien und wieder 6 Proz. i. V. Aktiendividende vorgeschlagen werden.

* Deutsche Gesellschaft für öffent­liche Arbeiten AG., Berlin. Die Gesell­schaft hat kürzlich für den schon in den vorigen Jahren mit namhaften Beträgen geförderten Ausbau der Provinzialstraßen in Hannover und Ostpreußen weitere Kredite von rund 1 Mill. Mk. bcreitgestellt. Außerdem ist der Provinz Ober­schlesien für Straßenbautcn, Fluhregulierungs- arbeiten und Hochwasserschutzmaßnahmen ein Dar­lehen von 645 000 Mk. zugesagt worden.

Berlin abwartend und ruhig.

Berlin, 17. Mai. (WTB. Funkspruch.) Nach der dreitägigen Feiertagsunterbrechung schätzte man im heutigen Vormittagsverkehr etwas höhere Kurse, zu­mal in Montanen, besonders in Gelsenkirchen, Nach­frage bestand. Die amtlichen Eröffnungskurse zeigten dann aber kein einheitliches Aussehen. Teilweise waren kleine Abschwächungen festzUstellen, die aber ebenso wie die Besserungen bei nur geringen Um­sätzen eintraten. Der Ordereingang aus Kunden­kreisen war noch außerordentlich klein. Die S p e k u - lation verhielt sich im Hinblich auf die Vorgänge in Japan und die sehr undurchsichtige innerpolitische Situation in Deutschland völlig abroartenö'. Die schwache Veranlagung der deutschen Bonds an der gestrigen Neuyorker Börse verstimmte um so mehr, als am Aktienmarkt eine kräftige Erholung zum Schluß des Verkehrs eingetreten mar. Die ver­hältnismäßig steife Veranlagung des Berliner Geld­marktes, die im Gegensatz zu der internationalen Flüssigkeit steht, war ein weiterer Unsicherheitsfaktor. Hinzukam, daß man befürchtet, der plötzliche Tod des holländischen Bankiers Sternberg werde mög­

licherweise noch zu Glattstellungen an deutschen Plätzen führen. Schwächer cröfneten insbesondere Siemens mit einem Verluste von 2,5 v. H. Im Frei­verkehr waren Wintershall auf die Erwartung schlechter Bilanzziffern in gleichem Ausmaße ge­drückt, konnten sich jedoch später, anscheinend auf Interventionen, wieder gut erholen. Bis zu 4 v. H. fester waren Hansa-Dampf, die anfangs plus plus notierten, Stöhr, Chadeaktien und Westeregeln. Elek­trizitätswerke Schlesien gewannen sogar 6 v. H. Leb­hafter gehandelt wurden Reichsbankanteile und Mon­tane. Deutsche Anleihen waren nicht ganz einheitlich, Altbefitz etwas schwächer, Neubesitz leicht anziehend. Die Rentenmärkte lagen ziemlich st i l l, Reichs, schuldbuchforderungen hatten nur kleine Verände­rungen aufzuweisen, während Reichsbahnvorzugs­aktien sich erneut bessern konnten.

Im Verlaufe war die Tendenz unter kleinen Schwankungen eher etwas freundlicher. Das Geschäft blieb allgemein ruhig. Ausländer waren im allgemeinen nicht stärker verändert, lediglich Ana­tolier fielen durch recht feste Veranlagung auf. Im Gegensatz zu der Flüssigkeit an den internationalen Märkten zeigte der Berliner Ge l d m a r k t ein ziem­lich steifes Aussehen. Tagesgeld zog auf 5,5 v. H. und darüber an, Monatsgeld blieb unverändert 6 bis 8 o. H. nominell.

Frankfurt abwartend.

Frankfurt a. M., 17. Mai. (WTB. Drahtmel- bung.) Die erste Börse nach der Unterbrechung durch die Feiertage zeigte bei Eröffnung ein ruhiges Aus­sehen. Die Vorgänge in Japan und die schwankende Haltung der Neuyorker Börse am Wochen^chlüß und gestern mahnten etwas zur'rückhaltunh, zumal von der Kundschaft zunächst kaum Kauforders vorgelegen haben. Im Zusammenhang mit dem Tode des hol­ländischen Bankiers Sternberg befürchtet man keine lokalen Exekutionen. Die neuesten Ausführun­gen von Professor Wagemann über das Thema Kredit und Konjunktur" wurden lebhaft erörtert, sie sollen berschiedentlich zu einigen Meinungskäufen in Sachwerten geführt haben. Die ersten Kurse lagen uneinheitlich, doch betrugen die Abweichungen nach beiden Seiten gegen den Wochenschluß nur Bruchteile eines Prozents. IG. eröffneten mit 93,5 v. H. etwa 1 n. H. niedriger, AEG. lagen mit minus 1,25 v. H. recht matt. Dagegen zogen Schuckert er­neut etwa 1 v. H. an, ebenso Reichsbankanteile. An den übrigen Marktgebieten lagen die Kurse bei kleinem Umsatz ziemlich unverändert.

Im Verlaufe trafen vom Rheinland wieder einige Kauforders in Bergwerksaktien ein, denen sich die Spekulation mit neuen Deckungen airschloß. Bei zeit­weise etwas lebhafter werdendem Geschäft zog die Mehrzahl der Kurse um 0,5 bis 1 v. H. an. Im Mit­telpunkt des Interesses standen Stahlverein, Gelsen­kirchen, Klöckner und andere Werte des Montan­marktes sowie IG., die ihren Anfangsverlust wieder ausglichen.

Der Rentenmarkt zeigte freundliche Haltung. Bei kleiner Umsatztätigkeit lagen Deut­sche Anleihen, Reichsschuldbuchforderungen und von Auslandrenten Mexikaner bis zu 0,25 v. H. hoher. In der zweiten Börsenstunde bröckelten die Kurse wieder übermieaenb ab, da die Geschäftsstille auf die Stimmung drückte. Die Veränderungen waren jedoch sehr gering.

Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4,5 v. H. noch etwas angespannt, der Satz blieb aber unver- ändert.

Frankfurter Schlachtviehmartt.

Frankfurt a. M., 17.Mai. Auftrieb: 1019 Rinder, darünter 257 Ochsen, 85 Bullen, 388 Kühe, 250 Färsen: Kälber 294, Schafe 9, Schweine 3665 Stück. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 32 bis 34, ältere 28 bis 31, sonstige vollfleischige: jüngere 24 bis 27; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 28 bis 30, sonstige vollflei­schige oder ausgemästete 22 bis 27; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22 bis 24, fleischige 18 bis 21; Fäsen (Kalbinnen, Jung­rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 32 bis 35, volstleischige 28 bis 31, fleischige 23 bis 27. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 43 bis 46, mittlere Mast- und Saug­kälber 38 bis 42, geringe Kälber 30 bis 37. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund 35 bis 39, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 38 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 40, von etwa 160 biL 200 Pfund 37 bis 40, fleischige Schweine von. etwa 120 bis 160 Pfund 34 bis 38 Mark. Marktverlauf: Rinder langsam, geringer Heberstand; Kälber und Schafe mittelmäßig, ausverkaust; Schwe>ne langsam, ge­ringer Tleberstand.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 11. Mai. Ein polnischer Arbeiter war des Einbruchsdieb st ahls im Sinne des § 243 Ziff. 2 StGB, angeklagt. Er hatte aus einem Hause eine Anzahl Würste und Wäschestücke ge­stohlen. Zugang zu diesen Gegenständen verschaffte er sich durch Aufbrechen eines Vorhängeschlosses. Der Angeklagte war in vollem Umfange geständig. Das Gericht erkannte deshalb auf die gesetzliche Mindeststrafe von 3 Monaten Gefängnis und rechnete ihm die volle Untersuchungshaft auf. Außerdem wird die Strafe, soweit sie zwei Monate übersteigt, bedingt aufgeschoben und eine Probe­zeit von 4 Jahren festgesetzt.

Ein auswärtiger Landwirtschaftsinsoektor hatte sich wegen einer ganzen Reihe von in Bad-Nauheim und in Nürnberg begangenen Betrügereien zu verantworten. Neben Mietjchwindeleien hatte er auch mehrere Frauen dadurch schwer geschädigt, daß er sich von ihnen ckus außer Kurs gesetzte Fünzig- und Zwanzig-Markscheine gültiges Geld heraus- geben ließ. Der Angeklagte befand sich im Rückfall und wurde auch noch von mehreren anderen Be­hörden wegen ähnlicher Delikte gesucht. Auf Antrag des Staatsanwalts wurden dem Angeklagten mil­dernde Umstände versagt und er zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Ein Kaufmann und ein Steinarbeiter waren der fahrlässigen Tötung beschuldigt. Ersterer stieß mjt seinem Auto mit dem zweiten Angeklagten, der auf seinem Fahrrad fuhr, zusammen. Infolgedessen fuhr das Auto wider einen Baum und überschlug sich. Dabei wurde die im Auto sitzende Schwester des Kaufmanns getötet. Es fand eine umfangreiche Beweisaufnahme statt, zwei Sachverständige wurden vernommen. Das Gericht sprach beide Angeklagten schuldig und erkannte gegen den Kaufmann an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von vier Wochen auf eine Oelöftrafe von 84 Mark (3 Mark pro lag); gegen den zweiten Angeklagten wurde an sich verwirkter 6 Wochen Gefängnis eine (3 e Ib ft r a f e von 126 Mark ausgesprochen.

Gießen, 13. Mai. Eine umfangreiche Be- t r u g s s a ch e beschäftigte heute das Schöffen­gericht mehrere Stunden. Ein Kaufmann aus Baden hatte in Gießen und Umgegend Mitglieder für eine angeblich in der Ähweiz bestehende Pen'sionskasse geworben. Diese Kasse be­stand aber nur in seiner Phantasie, und es war ihm nur darum zu tun. die Eintrittsgelder und die Beiträge zu erhalten. Die erforderlichen Formulare bestellte er sich in einer hiesigen Druckerei. Seine Angaben, er habe geglaubt, das von ihm erst zu gründende Unternehmen werde so viel einbringcn, daß er seinen Verpflichtungen hätte nachkommen können, schenkte das Gericht keinen Glauben. Auch als Viehhändler trat der Angeklagte auf, kaufte von Landwirten in der Umgegend Schweine und veräußerte sie alsbald, teilweise zu billigerem Preise gegen Barzahlung, blieb aber seinen Lieferanten den größten Teil des Kaufpreises schuldig. Auch hier nahm das Gericht an. daß der Angeklagte von vornherein in betrügerischer Absicht gehandelt habe, und erkannte wegen fortgesetzten Betrugs im Rückfall auf eine Gesamtgefängnis st rase von zehn Monaten. An mehreren Orten war der Angeklagte auch seine Miete schuldig ge­blieben. von zwei Frauen, mit denen er ein Verhältnis angefangen hatte, waren ihm größere Geldbeträge geliehen worden. In diesen Fällen

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Franyun a. M.

Berlin

Frankfurt a. 771.

Derlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.2R.

Schluß-1 1-llhr- furd 1 flurt

Schluß-lAnsang- furd flurd

Schluß-1 lur« |

1-tlhr- Kurs

Schluß-lAnfang- lun« I Kur«

Schluß-l 1-ilhr- kur«i | Kurz

Schluß-l Anfang- lur« I Kur«

13.Mai

17.Mai

Datum

6% Deuyche Reichsanimhe d. 1927 7% Deutsche ReichSanleiye v. 1929 6/i% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös^Echuld mil

AuSlos.-Rechten.......

DeSgl. ohne Auikos.-Rechte . . . 8% Hess. Bolirstaat von 1929

(rückzahlb. 102%)......

Oberhellen Provinz-Anlethe mit AuSlos.-Rechten.......

Deutsche komm. Sammelahl.

Anleihe Serie 1.....

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. unkündbar bis 1986 Serie 16 .

4U% Franks. Hyp^Bank Liqu.- Psandbriese.........

4yz% Rhvntsche Hyp^Dank-Ltqu Goldpse...........

8% Pr. LandeSpsandbrtesanstalt, Psandbriese R. 19......

7% Pr. Landeipsandbriesanstalt, Psandbriese 8L 10......

*% Oesterreichlsche Goldrentr . . 4,20% Oesterreichlsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente . . . . 4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4'/,% deigl. von 1913.....

5% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I...........

4% deSgl. Serie 11......

6% Rumän. vereint». Rente v. 1903 4)4%RumSn.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente e%% L Anatolier......

13.5.

65,5

53,5

43

3,25

50,5

34

33,65

73

72,4

78,5

77,5

73

54

4

1 1 1 1 1 l 1 £ i 1 1 i l i 1 i i l l I l > Ml

13.5.

57,75

65,5

54,5

42.9

3,25

39,4

73,25

8,25

1,05

5,3

5,2

4,9

5,6

2.1

2,2

4.7

8,25

3,85

14,5

17-5.

43,25 3,6

5,25

-

2,2 4,25 8,25

3.8

14,25

Dalum

^amvurg-Amenla Pate, . . . e

Hamburg-Südam.Tampslchiss. o

Hansa Dampsjchiss .....0

Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. für Verkehrswesen Akt. . .

Berliner Handelsgesellschaft. 8

Tommerz- und Prioat-Bank . 7

Darmstädter und Nationalbank 8

Deutsche Bank und

Tisconto-Gesellschast... 6

Dresdner Bant...... 6

Reichrbank........12

A.E.G............7

Bergmann.........9

Elektr. Lieserungsgesellschast. 10

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume. . . . 6%

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische Elektrijität .... 9

Schuckert & Co. ..... 11

Siemens S Haieke ..... 14

LahmeyerL Co.. ..... 12

Buderus ..........4

Deutsche Erdöl.......6

Gelsenkirchener.......8

Harpener..........0

Voesch Eisen.........6

Ilse Bergbau...... 10

Klöcknerwerke........6

Köln-Neuessrn.......6%

Mannekmann-Röhren . ... f

Mansselder Bergbau.....0

Lberschles. Kokrwerke .... 8

Phönix Bergbau......4%

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl........ 6

13.5.

83,25

20,5

36,25

20,5

115,5

74,75

54,75

57,5

82,5

38,9

39,65

15,5

18,75

17.5

13,25

117

24,25

72,75

60,25

110,5

28.5

60

27

13.5

12,5

40

13.4

33

83

18,75

20.5

36,25

20,5

116

25

16.9

61

75,25

41

55

72

57

113,5

26,4

59.9

38,75

43,25

27,5

126

26,5

39,25

15,5

34,5

18,5

156,25

40,75

17.5.

12,25

40

21

12,75

33

117,75

24,5

64.75

41,5

57

73,5

60

110^5

28

59,9

41

45 28,13

28,25

39,5

15,25 35.5

19,25

40,75

Dalum

Riebeü Monian......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Olavi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

9. ®. Farben-Industrie ... 12

Verein, ch-m. Industrie Frank» furi a.M...........

Scheideanstalt...... 10

Goldschmidt. . .......O

RütgcrSwerke........6

MetallgeseUschast.......6

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Zementwerk Karlstadt.....7

Wayß L Frehtag......O

Schulthei» Patzenhofer ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) C

Bemberg......... O

Zellstoff Waldhof.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

Dessauer GaS........9

Daimler Motoren......O

Deutsche Linoleum.....6

Orenstein & Koppel.....O

Leonhard Tietz ...... 8

Svenika.........16

Lhade............

Frankfurter Maschinen . . . . 0

Grchner........ . 0

Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 6

Süddeutscher Zucker . . . 16

13.5.

16

89

98

93,25

128,25

18

30,5

29.4

39,5

E

«2

23

36,13

I Kl 1 I 1 £ 1 K 1 1 1 1 1 1 IÄI ISI 1 1 1 1 1 1 Illi

13.5.

16

10,4

88

98

150

93

18,25

30,75

40

=

58,13

41

40.5

31

23

90,75

12

36

24,5

57,5

11

205,25

96,65

17.5.

17,13 10,5

90 100 151

93,5

40,5

-

59,75 41,75

39,5 31,5

23 90,75

11,9 34,5

24,25 56,75

9,75 209

98,5

Amtliche Noiierunq

<»tlb | Ariel

Amtliche Notierung

Geld : Brief

Heisings«» . Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos AtreS Neuyort . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . r Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rw de Jan.. Iuaoslawiar. Lissabon . .

Der

7,133

51,95

12,465

3,057

170.78

77,42

84,17

78,22

15.38

1,018

4.209

59,14

21,38

16,605

82,27

34,37

82,62

1.339

0.314

7,423

14,09

In, 13.Mai

7,14- 52,0

-12,48

3.06

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77,5

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73,3

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1,02' 4,21

59,2

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16,64

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82.7

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7,43

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12.465

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84.22

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15.38

1.013 4.209 59,12 21.67

16,605

82.32 34,47

82,62 1,339 0,314

7.423

14,09

Geld

7,147 52.05

12,485

3.063 171,22

77,28 84,38

78.48

15.42 1,017

4.217

59.24 21.71

16.645 82,48

34,53

82.78 1,341

0.316 7.437

14,11

' Ärles

Amerikanische Noten ....... Belgische Noten.........

Englische Roten ......... Französische Noten........ Holländische Note»...... .

Italienische Noten...... .

Norwegische Noten........

Deuts ch-Oesterreich, 1OO SchDing Rumänische Roten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten....... .

Spanische Noten.........

Ungarische Noten«.

4,20 58.98 83.98 15,34 16,57

170,41 21,73 77^25

2,49 78.04 82.09 34.23

4,22

59,22

84,32

15,40

16,63

171,09 21,81 77,55

2,51

78,36 82,41 34,37