Oberhesse«.
25 Jahre Wassergenoffenschast Lollar-Staufenberg-Mainzlar.
ö" Lollar, 15. Juni. In diesem Jahre toten die Wassergenossenschaft „Glück au f", der die Gemeinden Lollar, Staufenberg und Mainzlar angehören, auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus Anlaß des Jubiläums hatte der Genossenschaftsoorstand an die Gemeinderäte der angeschlossenen Gemeinden eine Einladung zu einer kleinen Jubiläumsfeier an den Quellen bei Allendorf a. d. Lda. ergehen lassen. Am vergangenen Sonntag fand diese Beranstaltung, von fast allen eingeladenen Gästen besucht, statt. Von der Bahnstation Treis a. d. Lda. führte der Marsch zu den im Walde gelegenen Quellen. Nach einem einfachen Mittagsmahl gab der Vorsitzende der Genossenschaft, Bürgermeister Schmidt- Lollar, in kurzen Worten der Bedeutung der Feier Ausdruck. Besonders begrüßte er den Erbauer der Anlage, Oberbauinspektor Müller-Gießen, unter dessen Leitung das Werk entstanden ist. Mit seiner Begrüßung verknüpfte er den Wunsch, daß Oberbauinspektor Müller noch lange der Berater der Genossenschaft sein möge. Dem derzeitigen Rohrmeister Becker - Staufenberg wurde dankbare Anerkennung gezollt. Oberbauinspektor Müller machte dann an Hand von Plänen in einem kurzen Vortrag die Zuhörer mit der gesamten Anlage vertraut. Insbesondere wies er auf die Schwierigkeiten des Geländeerwerbs hin, für den allein ein Betrag von 10 000 Mark aufgewandt werden mußte. Besonder» hervorgehoben wurde außerdem die Tatsache, daß die Wassergenossenschaft das Wasser zum billigsten Satz in der weiteren Umgebung Gießens abgibt. Im Anschluß an den offiziellen Teil der Feier blieb man noch einige Zeit in angeregter Unterhaltung beisammen.
Landkreis Gießen.
y. Lollar. 15. 3unt Kommenden Sonntag wird seit längeren Jahren wieder der G u st a v -> Adolf-Verein in unserem Kirchspiel einkehren. Sein Werk ist bekannt. Aber es muß
zu allgemeiner Erkenntnis werden, daß er heute nötiger ist, als zu irgendeiner Zeit. Denn der verlorene Weltkrieg hat ihm neue, große Aufgaben gegeben. Davon wird geredet werden. Der eine Festprediger war früher Assistent im Kirchspiel Kirchberg und steht z. Z. in einer hessischen Diasporagemeinde. Näheres wolle man aus der heutigen Anzeige ersehen.
xGroßen-Linden. 16. Juni. Der in Steinberg geborene, seit mehr als einem halben Jlahv hundert hier wohnhafte, noch sehr rüstige, Valtha- ser Schäfer feiert am morgigen Freitag seinen 8 0. Geburtstag.
g. Watzenborn-Steinberg, 15. 3uni. Die Straßensammlung des Roten Kreuzes, die am vergangenen Sonntag zum Desten der hiesigen Sanitätskolonne vorgenommen wurde, hatte «in erfreuliches Ergebnis zu verzeichnen. Die Haussammlungen sind noch im Gange. Die hiesige Sanitätskolonne zählt zur Zeit 11 Mitglieder. Den ersten Ausbildungskursus (die Kolonne wurde am 1. April 1931 ins Leben gerufen) leitete Dr. Fabel. Den zweiten Kursus übernahm Dr. Heil; 10 Mitglieder nehmen daran teil. Bisher wurde die Sanitätskolonne in 64 Fällen (darunter in 9 schweren Fällen) zur Hilfeleistung in Anspruch genommen. Die älnfallmeldestellen sind über sämtliche Ortsteile verbreitet. Die Oeffentlichkeit weiß das Wirken der Sanitätskolonne wohl zu schätzen.
<D Cid), 15. Juni. Gegenwärtig sind in unserer Stadt Bemühungen im Gange, wieder eine höhere Schule ins Leben zu rufen. Man rechnet bestimmt damit, daß bei genügender Beteiligung von Schülern die Eröffnung der Schule schon Ostern 1933 erfolgen kann. Vorerst ist die Errichtung einer Sexta und einer Quinta vorgesehen; bei genügend starkerDeteiligung glaubt man aber, später noch weitere Klassen folgen lassen zu können. Die Schule soll Schüler jüngeren Alters für die oberen Klassen der Oberreal- schule, des Realgymnasiums und der höheren Mädchenschule vorbereiten. Unsere Stadt war in früheren Jahren schon einmal Sih einer höheren Schule, die allerdings mehr privaten Charakter trug. Auch bestand fast 40 Jahre in unserer Stadt
die ehemalige Präparandenanstalt, eine Vorbereitungsschule für angehende Lehrer; vor dem Krieg ging aber schon die höhere Schule ein, die Präparandenschule wurde als Vorseminar nach Friedberg verlegt.
s. Aus der nördlichen Wetterau, 15. Suni. Infolge des hochsommerlichen Wetters hat die Heuernte in unserer Gegend eingesetzt und dürfte, da man wenig Arbeit mit Wenden hat, rasch beendet sein. Mit wenigen Ausnahmen liefern die meisten Wiesengründe sowohl hinsichtlich der Menge, wie der Güte ausgezeichnete Erträge. — Der Preis der Eier, der seit mehreren Wochen auf 5 Pf. feststand und damit einen seit dem Krieg nicht erreichten Tiefstand hatte, ist zur Zeit wieder im Steigen begriffen.
s. Trais-Horloff, 15. Juni. Kurz nach dem Kriege hat sich hier auf dem Wohnhaus des Landwirts Hermann Delher ein Storch e n p a a r eingenistet, das seitdem alljährlich wiederkehrt und regelmäßig brütet. 3n diesem Frühjahr hatte es öfters Kämpfe gegen fremde Eindringlinge zu bestehen. Es konnte sich aber behaupten und hat nun ein Gelege von vier Eiern ausgebrütet. Es ist ein interessantes Schauspiel, die Anfangskünste der jungen Flieger zu beobachten.
4 Lauter, 15. Juni. Am Sonntag fand hier ein Vergleichsschießen zwischen den Mannschaften der Kleinkaliber -Schlltzenver- e i n e Allendorf a. d. Lda., Wetterfeld und Lauter statt. Es wurde in zwei Klaffen geschossen, Schützen unter 21 Jahren und Schützen über 21 Jahren. In jeder Mannschaft schossen 5 Schützen, und zwar in den Anschlagsarten liegend, kniend und stehend freihändig je 3 Schuß. An erster Stelle lag die Mannschaft Allendorf I. mit 388 Ringen. Es folgten Allendorf II. mit 368, Lauter mit 363 und die Mannschaft des erst in diesem Jahre gegründeten Vereins Wetterfeld mit 225 Ringen. Die Ergebnisse in der Klasse unter 21 Jahren find Lauter 314 R. und Allendorf 262 Ringe. Bester Einzelschütze der älteren war Hrch. Formhals, Allendorf, mit 89 Ringen, der jüngeren Otto Tröller, Lauter, mit 78 Ringen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
# Launsbach, 16.3unt Aus der jüngsten Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung ist u. a. zu berichten: Der Gemeindevorsteher gab Kenntnis von dem in einer Schadenersatzklage gegen die Gemeinde zu ungunsten der Gemeinde ergangenen Urteil. Es handelt sich um einen Haftpflichtanspruch an die Gemeinde für den früheren Flurhüter, der in feiner Dienstausübung mit einer Frau in Streit geraten war und dessen begleitender Hund die Frau gebissen hatte. Die Vertretung beschloß zu versuchen, die Angelegenheit auf gütlichem Wege durch Verhandlungen mit dem Prozehgegner, dem Ehemann der verletzten Frau, zu regeln. 3m weiteren Verlaufe der Sitzung wurde an Stelle des freiwillig zurückgetretenen Wilhelm Pfeiffer das Gemeinderatsmitglied Reinhold Winter zum stellvertretenden Gemeindevorsteher gewählt.
Kreis Biedenkopf.
± Waldgirmes, 15.3uni. Am vergangenen Sonntag wurde der neue, direkt -am Dorfe an der Straße nach Bieber' gelegene neue Sportplatz seiner Bestimmung übergeben. Zur Einweihung wurden einige Spiele ausgetragen. Bürgermeister Schmidt gab in einer kurzen Ansprache einen Lleberblick über die Entstehung des Platzes und hob die Schwierigkeiten hervor, unter denen das Werk zustande kam. Der Vorsitzende des hiesigen Turnvereins, Wilhelm Decker, dankte der Gemeinde für die großen Opfer, die gebracht wurden, und ermahnte die 3ugent), sich fleißig auf dem neuen Platze zu betätigen. Schöffe Konrad Gesell hielt ebenfalls eine kurze Ansprache. Verschiedene Freiübungen der Schüler, sowie eine Chordarbietung des Arbeiter-Gesangvereins verschönten die Einweihungsfeier.
Kirchliche Jlocbricbten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 18. Juni. Freitagabend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.40. — Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.
Hitler-Sonnwendfeier?,',s,i‘i£HoherodskoDf
Bekanntmachung.
Betrifft: Vermietung der Marktlauben.
Die Marktlauben werden für die Zeit vom 1. Juli 1932 bis 30. Juni 1933 neu vermietet. Die Bedingungen für die Vermietung sind bei der Standzeichenstelle auf dem Wochenmarkt und im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 12, erhältlich. Schriftliche Angebote find unter Verwendung eines Angebotscheines in verschlossenem Umschlag mit der Aufschrift: „Angebot zur Marktlaubenvermietung" versehen, bis spätestens zum 23.3uni 1932 im Stadt- haus, Bergstraße, abzugeben. 4560C
Gießen, den 16. Juni 1932.
Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Dr. Rosenberg.
Bekanntmachung.
Der vom Stadtrat in seiner Sitzung vom 9. Juni 1932 beschlossene Nachtrag zur Steuerordnung üoer die Erhebung einer Vergnügungssteuer in der Stadt Gießen liegt gemäß Artikel 21 Ziffer III der Gemeindeordnung vom 10. Juli 1931 in der Zeit vom 17. Juni 1932 ab während einer Woche beim Rechnungsamt im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr. 19, offen. Während der Offenlegungsfrist können Einwendungen gegen den Nachtrag zur Steuerordnung bei der Bürgermeisterei schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden.
Gießen, den 14. Juni 1932. (4562C
Bürgermeisterei Gießen.
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Bekanntmachung.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vorn 9. Juni 1932 dem Bebauungsplan über das Gebiet zwischen dem Alten Friedhof und der Bahnlinie Gießen—Gelnhausen sowie der dazu gehörigen Ortsbausatzung zugestimmt. Gleichzeitig hat er die Aufhebung nachfolgender Bebauungspläne und Ortsbausatzungen beantragt:
1. Plan genehmigt am 20.8.90 für Teile der Grünberger und Licher Straße.
2. Bebauungsplan über eine Verbindungsstraße zwischen Goethe- und Bleichstraße, genehmigt am 30. 10. 1895.
3. Plan für Straßenzüge am Nahrungsberg, genehmigt am 17. 3. 97.
4. Bebauungsplan für die Bergstraße, genehmigt am 17.3.97.
5. Bebauungsplan über den südlichen Teil des Schiffenberger Weges, fest- gestellt am 10. 7.1907 nebst zugehöriger Ortsbausatzung am 10. 7.1907.
6. Bebauungsplan über die Stephans- mark, genehmigt am 26. 8.1906, nebst Ortsbausatzung vom 2.7.1909.
Der neue Bebauungsplan mit Ortsbausatzung sowie alle aufzuhebenden Bebauungspläne und die aufzuhebenden Ortsbausatzungen liegen in der Zeit vom 20. Juni bis einschließlich 9. Juli 1932 bei dem Städtischen Hochbauamt, Asterweg 9, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Einwendungen gegen den neuen Plan und die Ortsbausatzung oder gegen die Aufhebung der alten Bebauungspläne und Ortsbausatzungen können bei Vermeidung des Ausschlusses während der Offenlegungsfrist bei dem Städtischen Hochbauamt schriftlich oder zu Prowkoll angebracht werden. 4561C
Gießen, den 14. Juni 1932.
Bürgermeisterei Gießen.
________I. V.: Dr, Hamm.________
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-er &iabt Gießen.
Freitag, den 17., und Samstag, den 18. Juni 1932, soll das Heugras von den städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden, und zwar: 4504C
Freitag, den 17. Juni 1932:
8J4 Ahr (Zusammenkunft am Schlachthof) von den Wiesen rm Neustädter Feld, bei dem Schlachthof, Hohleich und auf der Inlel.
9% Ahr (Zusammenkunft am Viadukt in der Ederstrahe) von den Wiesen in der Schwarzlach in 7 Abteilungen.
11 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4) von den Wiesen im Heegstrauch, Rußland, Ohleberg, Am Weiher, Throms Garten, eins Wiese hinter der Kläranlage und vom Obstbaumstück in der Licher Straße in vier Abteilungen.
14 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration Philosophenwald) von den Wiesen im Wiesecktal und an der Eselswiese.
Samstag, den 18. Juni 1932:
9 Uhr (Zusammenkunft an Ort und Stelle) an der Anneröder Straße von den Wiesen um Altentisch und Utersbrun- nen, anschließend an der Rödgener Straße von den Ochsenwiesen und den Wiesen im Stolzen Morgen.
13 Uhr(Zusammenkunft an Ort und Stelle) von den Wiesen in den Gemarkungen Großen-Bufeck und Rödgen.
Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen wünschen, wollen sich an Wiesenmeister Klos, Bückingstraße 4, wenden.
Gießen den 10. Juni 1932. Bürgermeisterei Gießen.
L. I. B.r Dr. Rosenberg. ,
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Freitag, den 17. Juni, ab 10 Uhr vormittags, verkaufe ich im „Cöroen“, Reuen-
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Der Verkauf findet bestimmt statt.
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Yorck — der das größte Erlebnis seines Vaterlandes war, wird zum Erlebnis unserer Tage! Yorcks Aussprache mit dem König — Yorcks Appell an seine Truppe — Yorcks Aufruf an die Studenten — Yorcks Mahnung an das geeinigte Preußen in der Stunde der Wiedergeburt—so stürmen Schlagauf Schlag die Ereignisse vorüber, erschüttern u. begeistern u. tra- genLichtu.Hoffnungin die schwereZeit unsererTage
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