Arbeitsbeschaffung und Arbeitsdienst.
Unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrats Dr. Dr. h. c. § ae u f e r • Frankfurt a, M.-Höchst fand am Dienstag eine gemeinsame Mitgliederversammlung des Mittekrheinischen Fabrikanten-Vereins und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände am Mittelrhein in den Räumen des Guten- brrgkasinos zu Mainz statt. Die sehr zahlreich besuchte Versammlung beschäftigte sich eingehend mit dem Kernproblem der heutigen Lage, der Ueberwindung der Arbeitslosigkeit.
Zunächst berichtete Dr. Loening vom Reichsverband der Deutschen Industrie-Berlin über
Pläne zur Arbeitsbeschaffung.
D»r Redner gelangte unter eingehender Veweis- führung zur Ablehnung der zahlreichen Arbeitsbeschaffungspläne, die in unberechtigter Resignation die heutige Arbeitslosigkeit als unabänderlich ansehen und einen Ausweg lediglich in einer Verteilung der vorhandenen Arbeit auf alle Arbeitsfähigen durch Verkürzung der Arbeitszeit oder ähnliche Mahnahmen erblicken. All diesen Plänen liegt die irrige Annahme zugrunde, daß die vorhandene Arbeit einen gleichbleibenden Umfang habe, während sie in Wahrheit sich dauernd je nach dem Grade ihrer Rentabilität erweitere oder einschrumpfe. Deshalb bezeichnete Dr. Loening
die Wiederherstellung der verloren gegangenen Rentabilität durch steuerliche Entlastung und freiere Gestaltung der wirlschaftsbedingungen
als den einzig voll wirksamen Weg, die heute Arbeitslosen allmählich wieder in den Wirtschaftsprozeß einzuschalten. Der Redner berichtet sodann über die vom Reichswirtschastsrat bearbeiteten und anerkannten Projekte einer zusätzlichen Arbeitsbeschaffung, unter denen Arbeiten für die Reichsbahn und Reichspost, Straßen- und Wasserbauarbeiten, Meliorationen und Hausreparaturen vorgesehen sind. Die Durchführung dieser Projekte würde für einige 100 000 Arbeitslose unmittelbare Beschäftigung schaffen und so zu einer wesentlichen Verbesserung der gegenwärtigen Lage beitragen. Bezüglich der Finanzierungsmöglichkeiten betonte der Redner die Unmöglichkeit, Mittel auf dem Anleihewege oder durch Steuermaßnahmen aufzubringen. Es verbleibe nur der heute vielfach vorgeschlagene Weg der K r e d i t a u s w e i t u n g , der jedoch mit größter Borsicht beschritten werden müsse, da jede inflationistische Maßnahme allgemein und besonders auch von der Wirtschaft unbedingt abgelehnt werden müsse. Es sei Aufgabe einer verantwortungsbewußten Reichsbankleitung, jede vorzunehmende Kreditausweitung für zusätzliche Arbeiten unbedingt
im gleichen Verhältnis zu der umlaufenden Gütermenge zu halten. ,,, r
Der Vorsitzende sprach im Anschluß an die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners unter der Zustimmung der Versammlung die Forderung aus,, daß den Beratungen des Reichswirtschaftsrats nunmehr baldigst die Tat folgen möge, und daß wenigstens ein Teil der in Aussicht genommenen Arbeiten umgehend in Angriff genommen werden.
Als zweiter Redner gab Dr. Hans Heger (Wiesbaden) einen äleberblick über
das Problem des Außendienstes, dessen Einführung heute von weiten Kreisen zur Linderung der Arbeitslosennot und zur Verhinderung einer seelischen Verwahrlosung der Jugend gefordert wird. Redner schilderte die in Bulgarien mit der Arbeitsdienstpflicht gemachten Erfahrungen, den Aufbau des seit Spätherbst 1931 in Deutschland eingeführten freiwilligen Arbeitsdienstes und die hierbei gesammelten, zum Teil recht befriedigenden, allerdings noch nicht sehr umfangreichen Erfahrungen. 3n einer Gegenüberstellung der Degründungen, Kritiken und Gegengründe für eine allgemeine Arbeitsdienstpflicht gab der Redner einen Einblick in die Gedankengänge, die eine besondere Dien st- leistungder jugendlichen Jahrgänge fordern, einmal aus Erziehungsgründen und sodann um den jetzt Arbeitslosen eine erträgliche Existenz zu sichern. Dies liege auch im Interesse der Erhaltung des deutschen Familienlebens.
In der anschließenden angeregten Aussprache berichtete Dr. Walter Dyckernhoff über die Pläne und Arbeiten der von ihm ins Leben gerufenen Arbeitsgemeinschaft für freiwilligen Arbeitsdienst in Amöneburg, die auf dem Gedanken der Kameradschaft beruht und unter den Arbeitslosen eine über Erwarten große Beteiligung gefunden hat, sowie Fabrikant Armin Sartorius (Wiesbaden) über die von ihm geleiteten Arbeiten des freiwilligen Arbeitsdienstes zu Schierstein, über die auch günstige Erfahrungen mitgeteilt werden konnten. Diese Beispiele privater Initiative fanden bei der Versammlung lebhaften Beifall. Es wurde noch der Wunsch ausgesprochen, daß die heute zerstreuten gesetzlichen Bestimmungen über Unterstühungswesen und Arbeitspflicht organisch zusammengefaßt werden möchten.
Der Vorsitzende schloß die interessante Aussprache mit der Forderung nach baldiger praktischer Durchführung aller bestehenden, heute schon realisierbaren Arbeitsbeschaffungspläne.
Zweimal Weltrekord in Kaffei
Die deutsche Nationalstaffel in grotzerForm.
Das Abendsportfest des VfL. Hessen- Preußen-Kassel hatte am Dienstagabend in der Hessenkampfbahn rund 3000 Zuschauer angelockt, denen ausgezeichnete Leistungen geboten wurden. Besonders spannend waren die Kämpfe der deutschen Sprinterllasse^ und schon beim ersten Versuch mußte der Weltrekord über 4X100 Meter von 40,8 Sekunden sein Leben lassen. Die Rationalstaffel in der Besetzung Hendrix, Geerling, Borch- meyer und Ionath lief 40,7 Sekunden, die von drei älhren ongezeigt wurden, während eine 40,8 angab. Auch beide 100-Meter-Läufe brachten spannende Kämpfe. Den 1. Lauf gewann Lamme r s in 10.4 Sekunden vor Hendrix 10,5, Dorch- meyer 10,6 und Buthepieper 10,7, den zweiten Lauf holte sich M ä h r l e i n (Frankfurt in 11 Sekunden vor Kraft (Frankfurt) (Brustbreite), äleber 400 Meter führte der deutsche Meister Mehner (Frankfurt) von Anfang an und siegte in 48,6 Sekunden. Den 100-Meter-Laus für Frauen ließ sich Frl. Dollinger (Rürnberg) in 12,5 nicht nehmen.
Auch der zweite Start der Rationalstaffel, diesmal in der Besetzung Körnig, Lammers, Borchmeher und Ionath brachte abermals einen neuen Weltrekord mit 40,6. Die Zeit wurde einwandfrei gestoppt und dürfte daher auch Anerkennung finden, so daß die bisherige Höchstleistung der deutschen Rationalstaffel mit Ionath, Corts, Houben und Körnig aus dem Jahre 1928 gleich zweimal an einem Tage unterboten wurde. Auch oie zweite Staffel mit Hendrix, Geerling, Dent und Pflug erreichte in 40,8 Sekunden den alten Weltrekord. 3m 800-Meter-Lauf führte der
Düsseldorfer Lefeber bis zur halben Strecke, mußte dann aber Robus (Hannover) vorbeilassen, der in 1:55,7 klar siegte vor Lefeber in 1:56,6 und Müller (Zehlendorf) 1:58,1. Der deutsche Doppelmeister 3 o n a t h (Bochum) erzielte im 200-Meter-Lauf mit 21 2 Sekunden die bisher beste Zeit in diesem 3ahre in Deutschland. SC. Charlotterburg holte sih die 1500 Meter in 3:59. Die 110 Meter Hürden waren eine einseitige Angelegenheit für den Frankfurter Welscher. 3n den Wurfübungen gab es nur mäßige Leistungen.
Leichtathletik-Meisterschaften derOSB.
Am Wochenende halten sechs der sieben Landesverbände der DSB. ihre Meisterschaften ab. Lediglich der Baltenvcrband führt seine Meisterschaften erst am 25. und 26. Juni durch. Der Austragungsort der süddeutschen Meisterschaften ist M ü n ch e n, der Westen hat Essen vorgesehen. Brandenburg führt sie in Berlin durch, Mitteldeutschlands Titelkämpfe werden in Merseburg abgewickelt, Südostdeutschland hält sie in Breslau ab, und der Norden hat seine Meisterschaften nach Hamburg vergeben.
Sonntagsrückfahrkarten zum Zeldbergturnfest.
Don dem Mittelrheinkreis der Deutschen Turnerschaft wird das Feldbergturnfest am 18. und 19. Juni durchgeführt. Um den Teilnehmern und Besuchern eine verbilligte Fahrgelegenheit zu bieten, sind auch von den Bahnhöfen im Umkreis von 150 km um Cronberg (Taunus), die keine Sonntagsrückfahrkarten nach Cronberg aufliegen haben, Sonntagsrückfahrkarten am Samstag, 18. 6. und Sonntag, 19. 6. dorthin auszugeben. Die am Samstag,
18. 6. ausgegebenen Sonntagsrückfahrkarten gelten bereits von 0 Uhr ab zur Hinfahrt. Die Karten, die also auch am Bahnhof Gießen zu haben sind, gelten bis Montag 9 Uhr.
Zechten im Turnsau Hessen (OT).
Lin Kampfrichter-Lehrgang.
In Bad-Nauheim fand am Sonntag für die 3. Mittelrheinische Kreisgruppe (Fechterschaft des Gaues Hessen) ein Kampfrichterlehrgang statt, der in Kreisfechtwart (Eigner (Mainz) einen ausgezeichneten Leiter hatte. Sämtliche Fechterriegen des Gaues Hessen waren vertreten. Der Äormittag galt der theoretischen Unterweisung, während am Nachmittag die Praxis in den verschiedenen Waffen zu ihrem Rechte kam. Ein weiterer Lehrgang soll im November stattfinden.
VfB. Gießen.
VfB. Gießen (II und III komb.) — Steinbach I 2:6 (0:2).
Die Grün-Weißen zeigten am vergangenen Sonntag in Steinbach ein sehr schlechtes Spiel. Der Gastgeber nutzte dies weidlich aus und fertigte die VfBer verdient mit 6:2 Toren ab. Bis zur Halbzeit konnte Steinbach allerdings nur zwei Tore verlegen, aber in der zweiten Spielhälfte bauten die Gießener in dem Maße ab, wie Steinbach besser wurde. Steinbach gewann verdient.
Die Alte-Herren-Mannschaft zeigte sich Steinbachs 2. Els überlegen und gewann mit 5:1.
VfL. 1. Jugend — VfR. Butzbach 2. Jugend 5:0 (2:0).
Der VfB.-Nachwuchs zeigte vor der Spielsperre noch einmal unzweideutig, daß er etwas kann. Die immerhin sehr spielstarken Butzbacher Jugendlichen kamen während des ganzen Spiels kaum zum Spiel
aufbau, denn die Läuferreihe der VfBer war glanzend in Fahrt, ebenso wie auch der Sturm, der fünf bildschöne Tore schoß. Der VfB.-Tormann bekam kaum etwas zu tun.
Die 2. Schüler gewannen ebenfalls. Die 2. Schüler von Wieseck muhten sich mit 4:0 geschlagen bekennen.
Schalke siegt in Trier.
Dor 5000 Zuschauern gastierte der FC. Schalke 04 am Dienstag in Trier beim Kreisligameister Eintracht. Die Gäste ftrengten sich sehr wenig an und boten nur das, was nötig war, um zu siegen. Ihr Führungstor durch Röthardt glich Trier mit Glück aus. Dann schossen Czepan, Kuzorra und Röthardt bis Halbzeit noch drei ^Treffer und nach der Pause fiel durch Kuzorra ein fünftes Tor, so Daß der Kampf 5:1 endete.
Süddeutschland—Westdeutschland.
Zugunsten des Olympia-Fonds.
Für den am kommenden Sonntag in Düsseldorf zum Austrag kommenden Fußballkampf Süd- gegen Westdeutschland zugunsten des Olympia-Fonds haben nun die Verbände ihre Mannschaften namhaft gemacht:
Süddeutschland: Jakob —(Regensburg); Schütz, Stubb (beide Frankfurt); Grämlich (Frankfurt), liefet (Union Niederrad), Oehm (Nürnberg); Bergmaier (München), Rutz (Stuttgart), Rohr (Bayern München), Rühr (Schweinfurt), Welker (München).
Westdeutschland: Buchloh (Speldorf); Hund (Essen), Busch (Duisburg); Janes (Düsseldorf), Bött- chen (Krefeld), Plate (Köln); Straßburger (Duisburg), Graffers (Ruhrort), Möck (Duisburg), Raffeln- berg (Benrath), Heidemann (Bonn).
Wirtschaft
Oie wirtschaftliche Lage der Apotheken.
Von der Pressestelle des Deutschen Apotheker- Vereins wird uns geschrieben:
Der Gesamtumsatz der deutschen Apotheken schwankte im 3ahre 1930 noch je nach der Größe der Apotheke (bei den Untersuchungen wuroen 5 Apothekengruppen nach der Höhe des Umsatzes eingeteilt) zwischen 96,14 Prozent und 92,06 Prozent des Umsatzes von 1929. 3m 3ah re 1931 da« gegen betrugen die Umsätze nur noch zwischen 86,23 Prozent und 78,19 Prozent des Umsatzes von 1929. Der Llmsahrückgang ist im 3ahre 1931 also doppelt so groß wie im 3ahre 1930 gewesen. , , ,
Schon diese Umsatzrückgänge haben natürlich die wirtschaftliche Lage der Apotheken außerordentlich verschlechtert. Darüber hinaus gestalteten sich die Ertragsverhältnisse durch die Reduzierung des vom Staate festgesetzten Ruhen- sahes an Arzneispezialitäten usw. aber noch wesentlich katastrophaler. Unter Berücksichtigung der Hypothekenzinsen usw. sank der Ertrag der deutschen Apotheken nämlich, der 1930 noch zwischen 92.75 Prozent und 77,32 Prozent des Ertrages von 1929 ausmachte, im Jahre 1931 auf 73,48 bis 59,23 Prozent des Ertrages von 1929.
Die am schlechtesten gestellte Gruppe der Apotheken wird dabei regelmäßig von den kleineren Apotheken, besonders den Landapotheken, repräsentiert, und es bedarf keiner großen Sehergabe, um für diese Apotheken, wenn nicht irgendwelche durchgreifenden Hilfsmaßnahmen vom Staate ein» geileitet werden, für 1932 den sicheren Untergang vorauszusagen. Dafür würde es schon genügen, wenn der Umsatz- und Ertragsrückgang für 1932 gegenüber 1931 im gleichen Tempo vorwärts ginge, wie für 1931 gegenber dem Jahre 1930. Eine vorläufige Zusammenstellung der beim Deutschen Apotheker-Verein geführten Statistik von etwa 100 Apotheken verschiedener Größe ergab jedoch, daß der Umsatz der Apotheken in den ersten 4 Monaten des Jahres 1932 gegenüber den ersten 4 Monaten des Jahres 1931 insgesamt um durchschnittlich 20 Prozent zurüekgegangen ist. Dabei weist allein der Krankenkallenumsah (Krankenkassen-Rezeptur und Krankenkassen-Handverkauf) einen Durchschnittsrückgang von insgesamt 22,5 Prozent auf. Das bedeutet, daß sich das Tempo der Umsatz- Verringerung im Jahre 1932 gegenüber den Vorjahren noch erheblich beschleunigt hat.
* Mnnnesmannröhren-Werke, D ü s- s e l d o r f. In der Generalversammlung der Man- nesmannröhren-Werke Düsseldorf, die den bekannten Geschäftsabschluß für 1931 und die von der Verwaltung vorgeschlagene Kapitalherabsetzung durch Einziehung von nom. 5 000 400 RM. eigenen Stammaktien einstimmig genehmigte, führte Ge- neraldirektor Dr. Bierwes aus, daß das Abwärtsgleiten der Beschäftigungskurve noch keineswegs
zum Stillstand gelangt sei. Im ersten Vierteljahr 1932 sei die deutsche Rohstahlerzeugung weiter von 38 vH. auf 31 vH., die Walzwerkserzeugung von 39 auf 33 vH. der als Vergleichsbasis gewählten Produktion von 1929 gesunken. Diese Zahlen schlössen eine Ertragsmöglichkeit aus. Allerdings habe das Unternehmen vom April ab eine bessere Beschäftigung zu verzeichnen und auch für die nächsten Monate werde diese Besserung anhalten. Es handle sich aber hierbei nur um eine vorübergehende Arbeit für Rußlackd. Ein Umschwung der Wirtschaftslage im Innern und ebenso in der Ex- Portbetätigung der Gesellschaft sei nicht erfolgt. Die Hereinnahme größerer Russenaufträge habe zusätzliche Arbeit ergeben. Entsprechend dem allgemeinen Rückgang der Kohlenförderung sei bei den Zechen der Gesellschaft ebenfalls ein weiteres Absinken der Produktion zu verzeichnen. Ein Ausblick in die Zukunft fei unmöglich.
♦ Durbach-Kaliwerke-AG., Magdeburg. Rach dem Geschäftsbericht der Burbach- Kaliwerke-AG., Magdeburg, ging der Konzern-' absah auf rund 1,79 (2,51) Mill, dz zurück. Das Geschäft in Rebenprodukten war, abgesehen von Siedesalz, das eine leichte Absatzsteigerung aufwies, ebenfalls rückgängig. 3n Steinsalz betrug der Absatzrückgang zirka 16 Proz., in Bittersalz und Chlormagnesium etwa 20 Proz., in Chlorma- gnesiumlauge 30 Proz. und in Brom sogar 45 Proz. Die Erlasse für Kalisalze waren niedriger als im Vorjahr, für die Rebenprodukte waren die Preise befriedigend. Die Konzernbetriebe haben zufriedenstellend gearbeitet. Wegen des Absahrück- ganges mußten Feierschichten eingelegt und einzelne Werke für mehrere Monate stillgelegt werden. Ende des Berichtsjahres waren 394 Angestellte und 2697 Arbeiter beschäftigt. Die Oelför- derung belief sich im ersten Produktionsjahre auf 51 555 Tonnen, sie betrug 23,4 Proz. der deutschen Gesamterzeugung.
Franksurter Abendbörse behauptet.
Frankfurt a. M., 15. Juni An der Abendbörse hat sich die Zurückhaltung wegen der gesamten ungeklärten politischen Lage eher verstärkt, so daß bei sehr kleinen Umsätzen nur wenig Kurse zur Rotiz kamen. Die Stimmung war jedoch nicht unfreundlich, und gegen den Berliner Schluß blieben die Kurse meist gut behauptet. IG.-Farben gingen vorübergehend unter 92 Prozent, konnten sich aber im Verlaufe wieder leicht erhöhen.
Am Rentenmarkt.waren 5,5proz. Frankfurter Hypoth.-Liquidation 0,25 Prozent und von Auslandrenten Oesterreich. Goldrente 0,75 Prozent höher; im übrigen herrschte Geschäftsstille. Altbesih 37.75, 4prvz. Oesterr. Goldrente 9, 5,5- proz. Frankfurter Hyp.-Liquidation 76,75, DD.» Bank 30,50, Reichsbank 124,75, Gelsenkirchen 43, Rheinstahl 41,75, Slahlverein 16,50, AEG. 19,65, IG.-Farben 92,25 bis 92, Lahmeyer 77,75, Reichsbahn-VA. 72,25, Rordd. Lloyd 12,40.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 5 o.H, Lombardzmsfuß 6 v. H.
ifrrannur v. yt.
Ser
Schluß- kurs
Schluß'. Abendbörte
Schluß- furd
Schlußk. Mittag- bürte
Saturn
14.6.
15.6. |
14.6
15.6.
6% Deuyche Reichsanteche d. 192.
—
—
—
53
7% Deutsche Reichsanleihe B.1929
—
59,5
59,5
59,5
5>/2% D°ung.Anlethe von 1930 .
55
56
55,9
56
Deutsche An!.-Ablös-Schuld mit AuSlos.»Rechten........
38
37,25
37,9
37,75
Desgl. ohne Auslos.-Rechte . .
3,4
3,35
3,35
3,3
8% Hess. Bolksstaot von 1929 irüclzahlb. 102%)......
——
45,75
46,75
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Austos.-Rechten ....
36,5
Deutsche Komm. Sommelabl.
Anleihe Serie 1.......
34,25
34,13
34,25
35
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse
15 unkündbar bti 1935 ....
66,5
66
—
_
7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1938 Serie 16 .
66,25
_
—
_
4>/j% Franks. Hyp.-Bant Liau.> Pfandbriefe.........
76,25
76,75
_
_
4>/2% Rheinische Hvp.-Bank-Ltau.
Goldpse...........
75,25
74,9
_
_
8% Pr. Landespsandbriesanstalt, Psandbriese R. 19......
68,5
68
68
68
7% Pr. Landcspsandbriesanstalt, Psandbriese R. 10
—
4% Oeiterretchtsche Goldrente .
8,25
9
8,4
—
4,20% Lckterreichische Eilberrente
1,25
1,2
1,2
1,15
4% Ungarische Goldrentc .
5,13
—
5,2
5
4% Ungarische Staatsrcnte v. 1910
5
5,5
',75
5,75
4’/-% desgl. von 1913
—
5,25
—
4,9
6% abgest. Goldmexiianer von 99
5
5,13
—
—
4% Türkische Zollauleihe von 1911
',35
2,25
2,45
—
4% Türkische Äagdadbahn-Anleihe Serie I •
—
2,25
2,5
2,25
4% desgl. Serie II
',35
2,25
2,45
2,3
5% Numan, vereint,. Rente v. 1903
4
4
—
—
4%%Rumänweretnh.Nentev.l913
6,5
7
6,8
7,4
4% Rumänische vereinh. Rente
3,5
3.5
3.5
3.5
2%% • Anatolier
15,4
15,75
15,9
16
Frant'M
a. ))l.
Sertln
Schluß«!
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Schluß'. Abcnd- bört-
Schluß- turd
Schluß'. Mittag- börte
'.Datum
14.6.
15.6
14.6.
15 6.
Hamburg-Amerika Pate.
i
11,5
11,75
11,4j
11,25
Hamburg-Südam. Dampsschiss
0
—
—
43
—
Hansa Dampsschiss ....
. 0
—
—
21
20
Norddeutscher Lloyd ....
. 6
12,13
12,4
12
12,25
A.G. sür Verkehrswesen Akt.
—
27,5
28,9
28,5
Berliner Handelsgesellschast .
8
86
86
86
86
Commerz- und Privat-Aank .
7
16
16
16
16
Darmstädter und Nationalban
8
18,25
18,25
18,5
18,5
Deutsche Bank und
Disconto-Gesellschast. . .
6
31
30,5
31
30,5
Dresdner Bank......
6
18,25
18,25
18,5
18.5
Reichsbank........
12
126
124,75
124,75 1 124,75
A.E.G...........
. 7
20
19,65
19,9
19,9
Bergmann........
. 9
17.75
——
18,4
18,25
Elektr. LieserungSgesellschasi.
10
—
—
64
62,5
Lickt und Kratt......
10
69
68
>8,5
68
Felten & Guilleaume....
e>/r
—
36
—
36,75
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
9
53,25
53,25
53,65
53,5
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
68
66
67
66
Schucierl L Co.......
11
59
58
58,25
58,5
Siemens & Halske . ... .
14
117,75
118
117
118,5
12
78,25
77,75
77.75
77,75
Buderus........
. 4
26,75
26,25
Deutsche Erdöl......
. 6
63,75
64,13
64,4
63,9
Gelsenkirchener......
. k
43,5
43
43,4
42,65
Harvener. .......
. c
45
46,25
45
45,75
Hoesch Eilen........
. 6
——
—
26,4
26,65
Ilse Bergbau.......
IC
126
—
126
126,5
Klöcknerwerke.......
. 6
24
24
24,25
23,4
Koln-Reuessen.......
6y.
—
—
—
—
Mannesmann-Böhren . . .
. 6
40.75
40
40
40,13
dJ?andfclber Bergbau ....
. 0
14
13,5
—
13.75
Obcrschlei. Koksmerke . . .
. 8
—
—
33,25
33
Phönix Bergbau......
4%
18,5
18
18,25
18
Rheinische Braunkohlen . . .
10
166
164
165,5
164
Rheinttahl........
. 6
41,5
41,75
41,5
41,75
Jrau. ut
a. x-i.
ZJernu
Schluß- hird
Schluß'. Abend- börl-
Schluß- turd
Schluß'. Mittag- börse
Datum
14.6.
15 6.
14.t-
15.6
Rtcbeck Montan......
7,2
—
—
—
—
Bereinigte Stahlwerke . . .
4
16,9
16,5
16,75
16,25
Otavi Minen ....... 16'/,
——
—
10,65
10,75
Kaliwerke Aschersleben . . .
10
85,5
82,5
83,4
82,5
Kaliwerke Westeregeln . . .
10
92
91
91,5
91
Kaliwerke Salzdetjurth . . .
15
148
145,5
149,75
148
I. G. Farben-Industrie . . .
12
93,5
92
93,25
92,5
Verein, chem. Industrie Frank-
flirt ii M........
—»
— -
Scheideanstalt.......
10
133,5
134,75
—
—
0
16,25
16
16,5
RütgerSwerke.......
b
33,5
32
33
32,75
Metallgesellschaft......
25,5
25
25
25
Philipp Holzmann.....
8
32,5
31,75
32,75
32,5
Zementwerk Heidelberg. . .
v
38,5
38,5
—
—
Cementwerk Karlstadt. . . .
7
—
—
—
Wayh & Freytag.....
0
4,5
4,5
4,5
4
Schultheis Patzenhoser . . .
15
—
—
48
51,5
Aku (Wlgemeine Kunstseide)
O
33
32,5
33,25
32,5
Bemberg.........
O
32
32
32,5
32,5
Zellsioss Waldhof.....
12
24,4
24,5
24,25
25.5
Zellstoss Aschafsenburg . . .
6
—
19,75
—
17,75
Dessauer Gas.......
. 9
—
—
78
77,5
Daimler Motoren.....
. O
12,25
11,5
12,25
12
Deutsche Linoleum ....
. b
32
31
31
31
Lrcnstein & Koppel ....
. O
—
—
22,13
21,25
Leonhard Tietz......
. 8
53
54
54.25
54,9
Svcnska.........
15
—
—
6.5
6
189.5
182.5
187.75
182,25
Frankfurter Maschinen . . .
. O
Grihner.........
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15,5
14,65
15,5
14,75
Mainkrastwerke Höchst a. M..
. 6
48,25
48
——
Süddeutscher Zucker ....
10
—
98
—
Devisenmarkt Berlin -
- Frankfurt a. 2H.
14.Juni
15 Juni
Amtliche Notierung
Amtliche Dotierung
Meld
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Geld
Seiet
Helsingsor- .
7.143
7.157
7,143
7,157
Wien. . .
51.95
52.05
51,95
52,05
Prag . . .
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest . .
—
—
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3.057
3,063
Holland . .
170,63
170,97
170,48
170,82
OSlo. . . .
76,82
76,98
76,22
76,38
Kopenhagen.
84,42
84,58
84,22
84.38
Stockholm .
79,12
79,28
78,92
79,08
London. . .
15,46
15,50
15,41
15,45
Buenos Aire
0,948
0,952
0,948
0,952
9?eunort . .
4,209
4,217
4,209
4.217
Brüssel. .
58,70
58.82
58,64
58,76
Italien. .
21,59
21,63
21,58
21,62
Paris . .
16,58
16,62
16,55
16.59
Schweiz .
82,21
82,37
82,07
82,23
Spanien .
34,67
34,73
34,67
34,73
Danzig. .
82.47
82,63
82,42
82,58
Japan . .
1.319
1,321
1,309
1,311
Rio de Jan.
0,325
0,327
0,325
0,327
Jugoslawien
6,993
7,007
6,993
7.007
Lissabon .
14.09
14,11
14,07
14,09
Banknoten.
Berlin, 15.Juni
Geld
Brief _
Anierikanilche Noten . . .
4,20
4,22
Belgische Noten.....
58,43
58,72
Dänische Noten.....
84,03
84,37
Englische Noten.....
15,37
15,43
Französische 'Noten ....
16,51
16,57
Holländische Noten ....
170,11
170,79
Italienische Noten ....
21,59
21,67
Norwegische Noten....
76,05
76,35
Deutsch-Lelterreich, * 1OO Schilling
—
—
Rumänische Noten ....
2,495
2,515
Schwedische Noten ....
78.74
79,06
Schweizer Noten.....
...
81,89
82,21
Spanische Noten.....
34,53
34,67
Ungarische Noten ....
—
—


