Den drei Töchtern eines der betroffenen Landwirte ist dir Aussteuer völlig verlorengegangen. -Zahlreiche Gebäude waren stundenlang schwer gefährdet.
Gegen Einbruch der Dunkelheit konnte ein Teil der Feuerwehren wieder abrücken. Am Drand- plah muhten starke Brandwachen zurückgelassen werden, denn das Feuer drohte immer wieder aufzuflackern. Die Hauptgefahr ist zur Stunde zwar gebannt, jedoch bedarf es noch aller Aufmerksamkeit, um zu verhindern, daß der Brand erneut ausbricht. Nicht zuletzt dürfte die katastrophale Ausdehnung des Feuers darauf zurückzuführen sein, dah
der starke Wind die flammen immer wieder wellertrug
und dadurch die Gefahr wesentlich erhöhte.
Wenn auch der hauptsächlichste Schaden durch Bersicherung gedeckt sein dürfte, so wird es doch der Zusammenfassung aller Kräfte und aller Hilfsbereitschaft bedürfen, um das. was das Feuer vernichtete, wieder herzustellen.
Die Staatsanwaltschaft Giehen und Beamte der Landeskriminalpolizeistelle Giehen begaben sich heute morgen an die Brandstelle, um nach der Ursache des Brandes zu forschen.
Schwere Berkehrsunfä le.
WSN. K ö n i g st e i n. 14. Oft. Einem von Höchst kommenden schwerbeladenen Last-
k r a f t w a g e n brach auf der steilen Königsteiner Strahe oberhalb Neuenhain das Differentialgetriebe. Der Lastwagen geriet rückwärts in abschüssige Fahrt und der Lenker suchte durch Einbiegen in den Graben Halt. Dabei geriet ein mitfahrenderMann aus Oberems im Taunus, der sich durch Abspringen retten wollte, unter das stürzende Lastauto. Aach schwerer Arbeit konnte er mit völlig abgequetschtem Llnterschen- k e l unter dem Wagen hervorgezogen werden. Der Verunglückte wurde ins Hörster Krankenhaus übersührt. Der Wagenführer und ein anderer Mitfahrer kamen unverletzt davon.
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WSN. N ie r st e i n, 14. Oft. Hier wurde in der Nähe des Rheinhotels ein Motorradfahrer von jungen Leuten angehalten und gebeten, sie aus dem Motorrad mitzuneh.nen. 3n diesem Augenblick passierte ein Lastauto mit Anhänger in Richtung Mainz die Stelle so dicht auf der rechten Seite, dah der 21jährige Kaufmann Ernst Ebel aus Aierstein von dem Anhänger ersaht, überfahren und sofort getötet wurde. Der Motorradfahrer wurde mit seiner Maschine an die älfermauer gedrückt und dabei ebenfalls erheblich verletzt. Das Lastauto fuhr weiter, doch konnte die Aummer durch einen nachfahrenden Motorradfahrer sestgestellt werden.
Die Straßenbahnlinie Gießen-Wieselk.
Die Erweiterung des Grehener Strahenbahn- netzes nach Wieseck ist jetzt soweit voran- geiommen, dah in etwa zwei Wochen der Strahen- bahnverkehr auf der verlängerten Strecke bis zur Giehener Grenze vor Wieseck beginnen kann. Damit wird ein neuer Abschnitt in den Beziehungen zwischen Giehen und Wieseck seinen Anfang nehmen. Zwar wird dann das Ziel einer langjährigen kommunalpolitischen Arbeit, den wirt- schädlichen Interessen der beiden Gemeinden durch die Strahenbahnverbindung noch besser als bisher zu dienen, zu einem wichtigen Teile erreicht sein. Leider kann man aber noch immer nicht das Schluhstück, die Hineinführung der Strahenbahn in den Ort Wieseck und damit eine gute Fahrverbindung' aus der Ortsmitte heraus nach Giehen, verzeichnen.
Im „Giehener Anzeiger" Ar. 222 vom 21. September haben wir der Gemeinde Wieseck den Rat gegeben, sich ungesäumt mit der Giehener Stadtverwaltung in Verbindung zu sehen und die Hereinführung der Strahenbahn etwa bis zur Mitte von Wieseck vorzuschlagen. In jenem Artikel w esen wir darauf hin, dah zur Erreichung dieses Zieles voraussichtlich kein allzu grohes Opfer der Gemeinde erforderlich sei, vielmehr die Lleber- nahme einer gewissen Zinsgarantie bei der Finanzierung des Anschlusses nach Wieseck hinein durch die Stadt Giehen genügen dürfte. Unsere Anregung fand in einer Zuschrift aus Wieseck, die wir in Ar. 227 vom 27. September veröffentlichten, ein zustimmendes Echo; der Einsender betonte dabei insbesondere, der G e - meindevorstand von Wieseck dürfe die jetzt sich bietende Gelegenheit nich.t unbeachtet vorübergehen las- s e n. Während man in Giehen unzweifelhaft nicht abgeneigt ist, der Gemeinde Wieseck entgegenzu- lommen, muh man bei den maßgebenden Kreisen W.esecks jede Initiative zur Schaffung dieser günstigen Fahrtverbindung aus dem Orte heraus nach Giehen vermissen. Es ist daher kein Wunder, wenn man in Giehen nachgerade den Eindruck bekommt, dah man in Wieseck sich absichtlich spröde zeigt in der Meinung, dadurch vielleicht eine noch günstigere Regelung erzwingen zu können. Wir glauben, dah man sich in Wieseck bei einer solchen Beurteilung der Lage ebenso imIrrtum befindet, wie dies hinsichtlich der Postomnibusverbindung zwischen Wieseck und Giehen der Fall ist. Man hört nämlich in manchen Wiesecker Kreisen die Meinung laut werden, die Reichspost werde ihren Omnibusbetrieb von Alten- Buseck her trotz der Strahenbahn beibehalten, der Omnibus werde künftig durch die Lichtenauer Strahe an der Karlsruhe vorbeifahren und auf dieser Strecke der Wiesecker Einwohnerschaft eine Fahrgelegenheit nach Giehen bieten. Einer solchen Regelung steht der Vertrag zwischen der Reichspost und der Stadt Giehen st r i k t e entgegen. In diesem Vertrag hat sich die Oberpostdirektion Darmstadt unzweideutig verpflichtet, den Omnibusbetrieb zwischen Giehen und Wieseck e i n z u st e l l e n, sobald auf dieser Strecke eine städtische elektrische Strahen- bahn in Betrieb genommen wird. Ferner ist vertraglich fest gelegt, dah die Reichspost auch keinerlei Parallelverkehr neben einer elektrischen Strahenbahn zwischen Giehen und Wieseck, auch nicht zur Beförderung von Fahrgästen von und nach Allen-
Duseck, aufrechterhalten wird. Aach diesen Vertragsbestimmungen, von denen die Stadt Giehen nach unserer Kenntnis der Ansicht maßgebender Kreise nichts Preisgeben wird, kommt also künftig keinerlei Kraftomnib usverkehr zwischen Gießen und Wieseck mehr in Betracht, die Autobusse von und nach Alten- Buseck werden vielmehr zwischen Alten-Buseck und Wieseck ohne Aufenthalt durchfahren. Sollte für den Lokalverkehr zwischen Alten- Buseck und Wieseck in diesem Orte eine Ein- unv Aussteigmöglichkeit für den Verkehr von und nach Alten-Buseck in Betracht kommen, so wird diese Einrichtung keinesfalls für die Omnibusbenutzung zwischen Wieseck und Gießen vorhanden sein.
Die Sachlage wird, wenn Wieseck die jetzige günstige Gelegenheit der Schaffung der Straßen- bahn-Linie nach Wieseck hinein versäumt, für die Folge so sein, daß die Wiesecker Bevölkerung unmittelbar aus ihrem Orte heraus keine Fahrverbindung nach Gießen zur Verfügung haben wird, sondern den Weg bis zur westlichen Ortsgrenze zurücklegen muß, um erst hier die Straßenbahnwagen besteigen zu können. Wir vermögen uns nicht vorzustellen, dah die Wiesecker Einwohnerschaft einen solchen Zustand auf die Dauer erträglich finden könnte. Wenn man in Wieseck bei der jetzigen Strahenbahn-Erweiterung Weitschauende Verkehrspolitik zur Richtschnur seines Handelns machen wird, so kann man sich nur nach der Richtung hin entschlichen, dah man ungesäumt an die Stadt Giehen mit dem Ersuchen fcrantritt, die Straßenbahnlinie im Verlaufe der gegenwärtigen Arbeiten auch in Wieseck selbst Herzust eilen. Wird aus einer falschen Beurteilung der Lage, oder aus einer gewissen Eigenbrödelei heraus die jetzige gute Gelegenheit versäumt, so dürfte man zu einem späteren Zeitpunkt unter Um- ständen d i e Vorteile, die in der ausgedehnten Nutzbarmachung des gegenwärtigen Arbeitsvorganges liegen, wohl nicht mehr genießen können. Die Wiesecker Einwohnerschaft wird gut tun, wenn sie nicht einer falschen Einstellung folgt, sondern sofort darauf hinwirkt, daß jetzt unter allen Llmständenganze Arbeit gemacht wird.
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Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Straßenbahnlinie nach Wieseck stehen auch Wünsche undHoffnungen des Giehener Bahnhof st rahenviertels. Der Verein der Anwohner der Bahnhofstraße, Marktstraße, Neustadt usw. hat vor einigen Tagen, wie wir in unserer Nummer 237 vom 8. Oktober mitteilten, eine Eingabe an die Stadtverwaltung gerichtet, in der die Forderung erhoben wird, die elektrische Straßenbahn in Zukunft auch wieder durch die Marktstraße und Bahnhofstraße fahren zu lassen. Insbesondere wird in der mit 133 Untcrfcßriften versehenen Eingabe das Verlangen vorgebracht, von der Inbetriebnahme der erweiterten Wiesecker Linie ab die Marktstraße und Bahnhofstraße wieder zu befahren. Wir haben in unserer Nummer 237 bereits zum Ausdruck gebracht, daß wir den Standpunkt der Dahnhofstrahei als berechtigt anerkennen, und wir möchten heute noch einmal der Stadtverwaltung dringend nahelegen, den Wunsch der Bahnhof- st ratzen - Anlieger zu erfüllen. Es ist nicht zu leugnen, dah die Marktstrahe, Bahnhof-
SJL-tfpoit
Spielveremigung 1900 Giehen.
Die verbandsspielfreie Ligareservemannschaff der Spielvereinigung trägt am Sonntagvormittag zu Hause ein Gesellschaftsspiel gegen den Wetzlarer Dorstädter Sportverein „Sportfreunde" aus. In der Hauptsache rekrutiert sich die 1. Elf der Wetzlarer aus Spielern des ehemaligen Wetzlarer Dallspielklub. Die Mannschaft ßinterließ bei ihrem Auftreten hier gegen VfB. sportlich und spielerisch einen recht guten Eindruck. Die Hiesigen dürfen die Begegnung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Ausgang ist offen. Die 4. Mannschaft der Spielvereinigung trägt ein weiteres Derbandsspiel aus. Diesmal empfängt sie vormittags auf dem Sportplatz an der Liebigs höhe Dutenhofens 2. Elf und sollte dabei endlich zu ihrem ersten Sieg in dieser Saison kommen, da die Vertretung durch Neueinstellungen wesentlich verstärkt erscheint.
Jugendspiele.
Am kommenden Sonntag treten fünf Mannschaften zu Pflichtspielen an und zwar: 1 9 00 AI gegen L ich AI. Auf Grund der in den letzten Spielen gezeigten Leistungen kann man die Blau- weißen wohl als Sieger erwarten. — 1 9 0 0 All gegen Steinberg AI. Wenn die Mannschaft komplett antritt und den nötigen Ehrgeiz aufbringt, sollte sie das Treffen gegen den noch nicht so spielerfahrenen Gegner gewinnen können. — 1 9 0 0 B — Klein-Linden B. Zwei wohl gleichstarke Mannschaften, die bisher mit wechselndem Erfolg gegeneinander kämpften. Der Gast etwas stärker und eifriger, der Plahverein technisch etwas besser. — 19 00 C 1 — CollarC. Die Lollarer Schüler dürften zur Zeit Wohl die stärkste Mannschaft in ihrer Gruppe fein, so daß die Dlauwcißen vor einer schweren Aufgabe stehen, wenn sie Sieg und Punkte in Gießen behalten wollen. — 1900 C2 — VfB. CI. Lokalderby der Kleinsten vor dem Ligaspiel auf dem VfD.- Platz. Sicher werden beide Mannschaften mitnach- §uatmendem Eifer und Ehrgeiz um den Sieg kämpfen. Die Dlauweißen haben aber wenig Chancen.
Spielveremigung 1926 Leihgestern.
Am morgigen Sonntag empfängt die zweite Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern die erste Mannschaft des Sportvereins Hochweisel zum Derbandsspiel. Die Gäste aus der Wetterau sind in ihren Leistungen hier weniger bekannt, außerdem stellt das Spiel die erste Begegnung zwischen den beiden Mannschaften dar. Immerhin wird die zweite Mannschaft alles aufbieten müssen, wenn sie sich ihren ersten Tabellenplatz weiterhin sichern will. Die Iugendmannschaft empfängt zum
Pflichtspiel die zweite Iugend des DfD. Gießen. Wenn die heimische Mannschaft nicht komplett antritt, hat sie wenig Aussichten auf Sieg. Die erste Mannschaft muh zum fälligen Derbandsspiel zur I. des VfR. Butzbach. Die Gastgeber stellen auf ihrem eigenen Platz einen sehr gefährlichen Gegner dar. Nach dem Ergebnis des letzten Spieles zu urteilen, wird es der Mannschaft aus Leihgestern schwer fallen, sich die wertvollen Punkte zu sichern.
Sporiabieilung des Turnvereins Lollar
In Lollar findet am morgigen Sonntag das Lokaltreffen Lollar I. gegen Daubringen I. statt. Auf dieses Treffen ist man allgemein gespannt, da sich beide Mannschaften schon des öfteren sehr gute Spiele geliefert haben. Das letzte Treffen endete Unentschieden. Wer nun den Sieger stellen wird, ist im voraus nicht zu sagen. Beide Mannschaften werden ihr Bestes geben.
Schwimmsport-Weitkampf Gießen-Koblenz.
Am morgigen Sonntag treffen sich der Koblenze r Schw imm k l ub „Poseid on" und der Giehener Schwimmverein im hiesigen Volksbad. Seit Herbst 1930 waren die Koblenzer den Gießenern noch einen Rückkampf schuldig, der seither aus verschiedenen Gründen noch nicht zur Durchführung gebracht werden konnte.
Während sich vor zwei Iahren die Gießener in Koblenz als die durchaus Besseren erwiesen, muß man nach einer so langen Zeit den Ausgang des Kampfes offen lassen. Die Gegner werden sicher alles daransetzen, um die damals erlittene Niederlage wieder auszugleichen. Aber auch die Gießener haben eifrig für den Kampf trainiert So werden sich in allen Lagen, die in diesem Kampfe nur in Form von Staffeln aus- getragen werden, harte und spannende Kämpfe entwickeln. Das Programm enthalt die gleichen Wettkämpfe wie seinerzeit in Koblenz, wo es den Deranstaltern nur gelang, die 3X100-m-Frei- stilstaffel und das Wasserballspiel zu getoinnen, während die Giehener die Lagenstaffel, die Brust- staffeln und die große Freistilstaffel für sich entscheiden konnten.
Gleichzeitig mit diesem Klubkampf gelangt morgen ein Staffelwettkampf der Marburger Damen mit den Giehener Damen zum Austrag, über dessen Ausgang infolge Derschiebun- gen der Kräfte auf beiden Seiten wenig gesagt werden kann.
Umrahmt werden die Klubkämpfe durch Schauspringen, Reigenschwimmen und Rettungsvorführungen.
ffraße und die angrenzenden Straßen feit der Stillegung der dortigen Straßenbahnlinie mancherlei Nachteile zu verzeichnen haben, die ohne schwerste wirtschaftliche Schädigunngen auf die Dauer nicht bestehen bleiben können. Die Gelegenheit zur Besserung der Lage ist gegeben, sobald bi eerioeiter te Straßenbahn von Wieseck her den Verkehr aufnimmt. Mit Recht knüpft man im Bahnhofstraßenviertel an diese Straßenbahnerweiterung die Hoffnung einer gewissen wirtschaftlichen Belebung.
Vom Standpunkt der Straßenbahn-Betriebsführung aus erscheint uns die Wiederherstellung des früheren Derkehrszustandes im Bahnhofstraßen- oiertel ebenfalls geboten. Der Umsteigeverkehr auf dem Marktplatz wird nach der Eröffnung der erweiterten Linie voraussichtlich so stark werden, daß daraus mancherlei Schwierigkeiten und unerwünschte Vorgänge entstehen können, wenn die Verbindung zwischen Marktplatz und Wieseck nur Pendelvetrieb bleiben und vom Marktplatz zum Bahnhof die gesamte Frequenz sich auf wenige Wagen konzentrieren soll. Es erscheint uns vielmehr richtig, nach der Eröffnung der Wiesecker Linie den Verkehr von der V o l k s h a l l e her im Zuge der geraden Gleis- sührung über den Marktplatz durch die Bahnhofstraße zu leiten und den Straßenbahnbetrieb zwischen Wieseck und Bahnhof, ebenfalls im Zuge der geraden Linie, durch den Selters- w e g gehen zu lassen. Für diese Regelung spricht auch die Erwägung daß nach dem Bahnhof zu von Wieseck her zweifellos ein st ä r t e r e r Direkt- verkehr einsetzen wird, als aus der Richtung Volkshalle, da bekanntlich in Wieseck eine große Anzahl Eisenbahner und auswärts beschäftigte Arbeiter ihren Wohnsitz haben.
Eine derartige Verkehrsregelung zum Nutzen der beiden Geschäftsstraßen (Seltersweg und Bahnhofstraße) entspricht aber auch dem elementaren Erfordernis einer ausgleichenden wirtschaftlichen Gerechtigkeit, die unter dem Drucke der schlimmsten Not vielleicht für eine gewisse Zeitspanne suspendiert werden konnte, auf die Dauer aber nicht unbeachtet bleiben kann, noch dazu nach
der Inbetriebnahme der Straßenbahnerweiterung nach Wieseck. Die maßgebenden städtischen Verwaltungsstellen sollten daher nicht zögern, bei der Betriebsdeputation des Stadtrats eine Neuregelung des Straßenbahnbetriebs unter voller Berückfichti- guna der Forderung des Bahnhofsstraßenviertels in Vorschlag zu bringen.
Grünberger Gallusmarkt am 9. und 10. November.
'+' Grünberg, 15. DEL Die Bemühungen der vom Gemeinderat zur hessischen Regierung entsandten Kommission, das Verbot des Gallus- marftes für den 16. Oktober rückgängig zu machen, sind leider erfolglos geblieben. Die Regierung hat das Verbot aufrechterhalten, jedoch hat sie gestattet, den Gallus markt drei Wochen später, am 9. und 10. November, abzuhalten, wenn keine neuen Fälle von spinaler Kinderlähmung eintreten. Eine Kommission aus dem Kreise der hiesigen Geschäftsleute wurde ferner beim Kreisgesundheitsamt in Gießen vorstellig und bat, die Kreisgesundheitsbehörde möchte von Amts wegen den übertriebenen Gerüchten über die Erkrankungsfälle in Grünberg entgegentreten, da hierdurch bas Geschäftsleben in unserer Stadt stark zu leiden hat. Der Kommission wurde vom Kreisgesundheitsamt die Erfüllung ihres Wunsches zugesagt. Beide Kommissionen berichteten gestern abend in einer Sitzung der Marktkommission. Im Anschluß an die Berichte wurde beschlossen, an der Abhaltung des Gallusmarktes am 9. und 10. November festzuhalten. Ferner soll auch die geplante Verlosung stattfinden.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefugtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
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