S.Ji.'fpori
Fußball-Ergebnisse
der Gießener Mannschaften.
Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1900 weilte zu einem Freundschaftsspiel in Marburg bet DfL. Kurhessen Marburg zu Gast und muhte eine etwas unverdient hohe Niederlage von 10:3 Toren hinnehmen. Die 1. Fugend gewann gegen die Dereinskameraden im fälligen Pslicht- sp^el nur knapp mit 2:0 Toren. Die 2. Schülermannschaft verlor gegen Lollar in Lollar erwartungsgemäß mit 2:0.
Die 1. Elf des DfD. war ebenfalls auswärts, und zwar trug sie in Wetzlar ein Pokalspiel gegen die I. des dortigen Sportvereins aus, das die Platzbesitzer mit dem knappen Ergebnis von 1:0 Toren in Front sah. Die DfD.-Mannschaft scheidet dadurch ebenfalls aus der Pokalrunde aus.
Handball der Spielvereinigung 1 9 0 0: Die 2. Handballelf konnte am Samstag das Spiel gegen die 1. Elf des Turnvereins Al- bach mit 12:3 Toren gewinnen. Bereits zur Halbzeit lautete das Ergebnis 8:3 für die Blauweihen. Die 1. Mannschaft gewann am Sonntag gegen die eigene II. mit 9:3 (3:2) Toren.
FSV. Frankfurt vor der Meisterschaft.
Die Verbandsspiele der Gruppe THain.
Der FSV. Frankfurt errang am Sonntag bei den Meisterschaftsspielen der Gruppe Main einen bedeutsamen Sieg. Durch das 1:0 gegen die Offenbacher Kickers wurde ein weiteres Hindernis auf dem Wege zur Meisterschaft genommen, und es scheint nun so, als ob die Bornheimer nach langer Zeit wieder einmal den Titel eines Mainmeiftcrs erringen sollten. Eintracht Frankfurt rückte mit ihrem 2 (^Erfolg gegen die Sportfreunde Frankfurt auf den zweiten Platz vor und hat die größten Aussichten, diesen auch zu halten. Eine Ueberraschung bedeutet die hohe 1:6-Niederlage von Union Niederrad durch Ratweih Frankfurt, Isenburg kannte in Bieber ein glückliches 1:1-Unentschieden erzielen.
Deutsche Gerätemeistersckasten.
Öinfer-Jranfjutl führt in den Pflichtübungen.
Die, 4. Deutschen Gerätemeiste rschasten wurden am Samstag in der neuen Ausstellungshalle am Kaiserdamm in Berlin mit den sechs Pflicht- Übungen Reck, Barren (2), Pferd'.ang, Pferdquer und Ringe eingeleitet, hierfür war das Interesse beim Publikum natürlich nicht allzugraß, so daß nur etwa 1500 Zuschauer die weite Halle füllten. Die Teilnehmer hatten besonders am Reck überaus schwierige Hebungen zu erledigen, die sich in erster Linie auf die Placierung auswirkten.
Der Titelverteidiger Krötzsch war gleich in der ersten Hebung, im Schwingturnen am Pferd, schlecht und wurde nur mit 12 Punkten bewertet, während der favorisierte Frankfurter Winter bedeutend besser abschnitt und auch an den übrigen Geräten am besten arbeitete, so daß er nach Abschluß der Pflichtübungen mit 106,5 Punkten an elfter Stelle liegt. Nur einen Punkt weniger erreichte der Kreuznacher Frey.
Für den Endkampf am Sonntagnachmittag, der die Kürübungen brachte, qualrfizicr- ten sich nachstehende 21 Turner: 1. Winter-Frankfurt 106,5 P.^2. Frey-Kreuznach 105,5 P.: 3. bis 5. Iohn'e-Tib, Stef'ens-Bremen, Wedekind-Forst je 103 P.: 6. Haßler-Bornheim 101,5 P.: 7. bis 8. Krötzsch-Rössen, Volz-Schwabach je 100 P.; 9. bis 10. Hermann-Hlm, Kleine-Leipzig je 98,5 P.; 11. Mvck-Berlin, Stubbe-Eiche je 98 P>: 13. bis 15. Eschwei-Pforzheinu Kanis Königsberg. Werlholz- Hannover je 97 P.: 16. Gens-Mainz 96,5 P.: 17. bis 21. Lorenz - Hannover, Sandrock - Emmigrath, Schenk-Brombach, Hüls-Breslau und Kindermann- München je 94,5 Punkte.
Oer O ympzsche Ausschuß iagie.
Sn Berlin sand am Freitagabend die Tagung des Deutschmr Olympismen 2Iuss husses statt. Beben dem Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen waren auch zahlreiche Dertreter der staatlichen Behörden vertreten. Zahlreiche Ministerien hatten ihr Snteresse an der großen Veranstaltung durch Abordnungen bewiesen. Sm Damen der Stadt Berlin versicherte deren Oberbürgermeister Dr. S a h m , daß die Stadt trotz ihrer eigenen bedrängten Lage alles tun werde, um ein gutes Gelingen der Spiele zu sichern. Zur Finanzierung der Spie'e wird in Deutschland ein sogenannter „Olympia - Groschen" eingeführt werden, damit das ganze Volk Gelegenheit hat, sein Scherflein zu dem Olympia 1936 beizutragen. Zur Durchführung der Spiele wurde ein Organisationsausschuß gegründet, der die juristische Form eines eingetragenen Vereins erhält. Der wichtigste Punkt, die Vergebung der Olym.
pischen Wintersviele 1936, wurde leider bis zum Frühjahr zurückgestellt, da erst noch eine Kommission die drei Plätze, die sich um die Durchführung bewarben, besuchen wird. Deben S ch reibe r h a u und Garmisch - Partenkirchen haben sich jetzt auch noch die Harzorte Braunlage und Schierke beworben.
Kurze Gporinotizen.
Der Fußdall-Länderkampf Deutschland — Italien wird am 1. Januar in Bologna zum Austrag kommen.
*
Der D R A. hat die Reichsregierung gebeten, die tägliche Turnstunde in den Schulen einzuführen und ein Turn- und Sportpflicht-Gesetz für die schulentlassene Jugend bis zur Volljährigkeit zu erlassen.
Oie Fälligkeit der Hypotheken.
Berlin, 12. Dov. (WTB.) Durch eine heute veröffentlichte Verordnung des Deichspräsidenten wird das DechtdesGläub'gers.dieDück- Zahlung von dinglich gesichertenFor- derungen zu verlangen, bis zum 1. April 1 9 3 4 hinausg. schoben. Diese Maßnahme war erforderlich, da es bei der Tlnergiebigkeit des Kapitalsmarktes dem Schuldner zur Zeit nicht möglich ist, sich eine Crsahhypothek zu beschaffen. Aus diesem Grunde ist bereits in der Verordnung vom 2c. September 1931 die Fälligkeit von landwirtschaftlichen Hypotheken bis zum 1. April 1935 hinausgeschoben worden. Eine ähnliche Vergünstigung besteht, wenn auch aus anderen Erwägungen, für die Schuldner von Kündigungshypotheken auf Grund der vierten Dot- verordnung vom 8. Dezember 1931, denen ein Kündigungsschutz bis zum 31. Dezember 1933 gewährt ist. Es war daher ein Gebot der Gerechtigkeit, auch den' übrigen hypothekarischen Schuldnern. insbesondere dem städtischen Grundbesitz, einen ähnlichen Zahlungsaufschub zu bewilligen. Die Verordnung bezieht sich auch aus bereits fällige Hypotheken, jedoch dann nicht, wenn die Fälligfeit durch einen besonderen Anlaß, z. B. durch Verzug mit den Zinsen, herbeigeführt worden ist. Sn diesem Falle kann aber der Schuldner den Zahlungsaufschub beanspruchen, wenn er binnen einem Monat die rückständigen Beträge nachbezahlt. Den Snter- cssen des Gläubigers ist dadurch Rechnung getragen, daß er in dem Falle eines dringenden
In dem Oktober-Bericht des Arbeitsamts Gießen, dessen Hauptteil wir gestern schon veröffentlichten, wird über die Lage des Arbeitsmarttes in den einzelnen Berufsgruppen folgendes mitgeteilt:
Land- und Forstwirtschaft.
Die Arbeitsrnarktiage hat eine Verschlechterung erfahren. Dies ist hauptsächlich auf die schlechten Wttterungsverhältnisse zurückzuführen, die bedingten, daß die (Erntearbeiten so rasch wie möglich beendet wurden, weiter aber auch verursachten, daß die Feldarbeiten eingestellt werden mußten. Dann kommt hinzu,, daß sich eine größere Anzahl jugendlicher Landwirtssöhne nach Beendigung der Arbeiten im elterlichen Betriebe arbeitslos melden, um sich für den Freiwilligen Arbeitsdienst vormerken zu lassen. Landwirtschaftliche Arbeitskräfte, wie Melker, Gespannführer usw., die im Berichtszeitraum von uns angefordert worden find, konnten restlos gestellt werden. Zur Zuckerrübenernte vermittelten wir in unserem südlichen Bezirk 53 Personen. Mit dem Holzeinschlag ist in unserem Schor- tencr Bezirk bereits begonnen worden. Es wurden dort Arbeitslose als Holzhauer zum Schlagen von Zelluloseholz eingestellt. Die Verhandlungen zwecks Einstellung von Arbeitslosen für den diesjährigen Holzeinschlag mit den Forstämtern find beendet. Die Forstämter werden auch in diesem Jahre ihre Arbeitskräfte von dem Arbeitsamt anfordern. Allgemein rechnet man mit dem Beginn des Holzeinschlags auf Mitte November. Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug 568 gegenüber 438 des Vormonats und 256 des Vorjahres.
Einen Riesenerfolg hatte das Frankfurter Fest der Sportpreffe. Vor fast 10 000 Zuschauern wickelte sich in der Festhalle eine vier Stunden dauernde glänzende Sportrevue ab. Man rechnet mit einem Reingewinn von etwa 7000 RM., der restlos an Wphltätigkeitsanstalten abgeführt wird.
Artur Jonath gewann beim Frankfurter Sportprefsefest den Sprinter-Dreikampf vor Welscher und Schmid (beide Eintracht). Heber 800 m siegte Schilgen vor Danz. Olympiasieger Bren - d e l besiegte im Ringen den Frankfurter Jung. Im Radrennen auf untersetzten Rädern gewann S ch ä . f e r den Endlauf gegen Reiländer, nachdem Weltmeister Richter und Siehl in den Vorläufen aus- geschieden waren.
*
Der Berliner Schlittschuhklub wurde in London von der Eishockey-Mannschaft der Uni-- □erfität Oxford mit 2:0 geschlagen. — Der SC. Riessersee unterlag in Prag gegen den LTC. Prag mit 5:3.
Bedarfs der geschuldeten Beträge das Amtsgericht mit dem Anträge anrufen kann, daß die Hinausschiebung der Fälligkeit ganz oder teilweise unterbleibt. Abgesehen von Tilgungshypo- thcken findet die Verordnung insbesondere keine Anwendung auf landwircscyaftliche, sowie auf Kündigungshypotheken, da insoweit andere Schuh- bcstimmungen gelten, auch nicht auf Hypotheken, die zur Sicherung eines bankmäßigen Kredits oder ähnlicher kurzfristiger Darlehen dienen.
* Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 9. Rovember berechnete Grohhan- delsindexzifser ist mit 94,4 gegenüber der Vorwoche (94,0) um 0,4 v. H. gestiegen. Die Sndex- zifsern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 88,8 (plus 1,3 v. H.), Kolonialwaren 81,5 (minus0,9 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 88,0 (plus 0,1 v. H.), und industrielle Fertigwaren 114,4 (unv.).
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt a. M., 12. Rov. Am Dutter- grohhandelsmarkt hat sich die Lage weiter gebessert. Die Preise haben infolge der knappen Anlieferungen eine merkliche Steigerung erfahren, besonders holländische Butter, die um 5 bis 8 Mk. höher notiert. Der Absatz hat sich etwas gehoben, da jeder noch möglichst billig leinfaufen wollte. Die Verkaufspreise des Großhandels lauten (in 1 -Zentner-Tonnen): holländische Butter 135-138, deutsche Butter 125—130 Mk.
Industrie der Steine und Erden.
Die Lage des Arbeitsmarktes hat keine wesentliche Veränderung erfahren. Ein großer Teil der ober- hessischen Steinbrüche war mit Aufträgen durch das Aroeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung gut versehen, so daß wir unsere' Steinbrecher und Steinrichter reftios unterbringen konnten. Ein Basaltwerk hat die seinerzeit entlassene Belegschaft von 302 Personen wieder eingestellt. Ein anderes Werk hat einen Auftrag von 10 000 Tonnen Kleinpflaster erhalten; hierzu konnten wir 30 Personen vermitteln. Ein Quarzitsteinbruch hingegen mußte wegen Arbcitsmangels 12 Arbeitskräfte entlassen. Nur einige große Dampfziegeleien arbeiten noch voll, während kleinere Betriebe die Arbeit eingestellt haben. Dem Arbeitsmarkt standen 1487 Personen zur Verfügung gegenüber 1450 des Vormonats und 1198 des Vorjahrs.
Metallindustrie.
Der Beschäftigungsgrad ist im Berichtszeitraum gesunken. Lediglich zwei Betriebe haben Einstellungen vorgenommen. In einem Betriebe hiervon wurden auf Grund der Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft 55 Arbeitskräfte mehr eingestellt. In den Handwerksbetrieben wird verschiedentlich über Arbeitsmangel geklagt. Verfügbar waren 2446 Personen gegenüber 2396 des Vormonats und 1754 des Vorjahrs.
Spinnffoffgeroecbe.
Während in einem Teil unseres Bezirks die Sein» Webereien verhältnismäßig gut beschäftigt waren, klagen in einem anderen Teil unseres Bezirks die
Wirffchast.
Der Arbeiismarki in Oberheffen.
Oie Lage in den einzelnen Berufsgruppen.
Webereien über schlechten Geschäftsgang. Die Arr beitsuchendenzahl betrug 71 gegenüber 82 des Von monats und 77 des Vorjahrs.
Holzgewerbe.
Auch hier ist der Beschäftigungsgrad zurück- gegangen. Dies ist in erster Linie saisonbedingt. Die Sägewerksbetriebe klagen über Auftragsmangel. Nur eine Möbelfabrik war durch Hereinnahme eines größeren Auftrags verhältnismäßig gut beschäftigt. Verfügbar waren 933 Personen gegenüber 891 des Vormonats und 671 des Vorjahrs.
Nahrung»- und Genuhmillelgewerbe.
Die Arbeitsmarkllage hat hier eine leichte Besse» rung erfahren. Dies ist in erster Linie auf die Beschäftigungsmöglichkeit in der Tabalinduftrie zurück- zuführen. Auch eine Brauerei hat zehn Wiedereinstellungen vorgenommen. Die diesjährige Zucker- Campagne hat Mitte dieses Monats begonnen. Es wurden rund 70 Personen für die Dauer von vier bis fünf Wochen eingestellt. Wir zählten 465 Personen gegenüber 521 des Vormonats und 469 des Borjahrs.
Bekleidungsgewerbe.
Im Berichtszeitraum ist eine wesentliche Aende- rung her Arbeitsmarktlage nicht eingetreten. Die Beschäftigungsmöglichkeit in der Schuhindustrie hält weiter an. Auch hat eine Kleiderfabrik kürzlich entlassene Näherinnen wieder eingestellt, da eilige Aufträge für Winterkleidung, insbesondere Lodenmäntel, vorliegen. Eine Hutfabrik mußte wegen Beendigung der Saison 12 Arbeitskräfte entlassen. Verfügbar waren 361 Personen gegenüber 367 des Vormonats und 263 des Vorjahrs.
Baugewerbe.
Durch die vorgeschrittene Jahreszeit hat sich die Beschäftigungsmöglichkeit im Bauhandwerk sehr verschlechtert. Jnnenarbeiten und Reparaturarbeiten herrschen noch vor. Bei den Notstandsarbeiten konnte eine größere Zahl von Bauhandwerkern untergebracht werden. Mit Beginn der Holzhauerarbeiten ist mit einem größeren Abgang von arbeitsuchenden Bauarbeitern zu rechnen. Den Arbeitsmarkt belasteten 2706 Bauarbeiter gegenüber 2546 des Vormonats und 2300 des Vorjahres.
Verkehrsgewerbe.
Eine Belebung in dieser Berufsgruppe ist lediglich auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsbahn zurückzuführen. Die Bahnmeistereien auf der Strecke Frankfurt—Gießen haben im Berichtszeitraum rund 250 Zeitarbeiter von uns an- gefordert. In den übrigen Arten dieser Berufsgruppe sind Belebungen nicht zu verzeichnen. Mm Arbeitsmarkt standen 751 Personen zur Verfügung gegenüber 799 des Vormonats und 435 des Vorjahres. —
Lohnarbeit wechselnder Art.
Für die Angehörigen in eifer Berufsgruppe ist außer Unterbringung in Notstandsarbeit wenig Aussicht auf anderweitige Beschäftigung, doch besteht die Hoffnung, bei dem Holzeinschlag eine größere Anzahl von Arbeitsuchenden unterzubrin- gen. Die Arbeitsuchendenzahl betrug 2960 gegenüber 2833 des Vormonats und 2315 des Vorjahres.
Berufsberatung.
Mit Oktober, in dem 178 Beratungen ftattfan- den (118 für männliche, 60 für weibliche Ratsuchende) hat wieder die stärkere Inanspruchnahme der Berufsberatung durch die Schulabgänger des nächsten Jahres eingesetzt, und zwar in viel erheblicherem Maße als im gleichen Monat des Vorjahres. Das ist zum Teil auf die größere Zahl der zur Schulentlassung kommenden Kinder als auch auf die nicht geringer gewordene Not der Berufssucher ,zurückzuführen.
Die Klassenbesprechungen über Berufswahl und Berufsmögiichkeiten durch die Berufsberatung in den Volksschulen und höheren Lehranstalten nahmen ihren Fortgang. Infolge der besonders schlechten Aussichten in den akademischen Berufen scheint es, als würde mehr Bereitschaft zur Ergreifung praktischer Berufe vorhanden sein und andere Abilu- rienten wieder, die unbedingt studieren wollen, fühlen sich durch das zwischen Matur und Hochschulstudium geplante, einzuführende Werkjahr recht im Hngewissen gelassen. Dieses findet keine ungeteilte Anerkennung bei den in Frage kommenden Schülern weniger deshalb, weil man unmittelbar nach der Schulentlassung das Studium beginnen möchte, vielmehr ist man über die durch das Werkjahr verlängerte Gesamtausbildungszeit besorgt.
Die 118 männlichen Ratsuchenden äußerten 38, die 60 weiblichen 13 verschiedene Berufswünsche. Bei den Knaben standen die „Hnentschlossenen", dann die kaufmännischen und Lebensmittelberufe an erster Stelle, bei den Mädchen gleichfalls die kaufmännischen Berufe und die des Bekleidungsgewerbes.— 19, meist zum Frühjahr zu besetzende Lehrstellen wurden neu angemeldet. 6 Knaben und Mädchen konnten zum fofortigen (Eintritt in Lehrstellen vermittelt werden.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlossenen Divid nde an. — Retchsbankdiskonl 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.
Sranfjun a. 2)1.
Serini
Echluß- kurS
Schluß». Abend- börs-
Schluß» iur.<
Schlußk. Mittaa» bflrfe
Datum
11-11.
12-11.
11-11.
12-11-
6% Tritt die tHeidioanlcihe v. 192.
75,25
—
75,13
74.9
G% ehern. 7%$t. Neichöanl.v.t92S
90
90
90
90
5',4% 4)ouno-'21nlcibe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablül.-Schuld mit
72
71,25
71,25
71,65
Auriot.-Rechlen......
55,25
55,75
55,4
55,4
DeSgl. ohne Aurich.-Rechte . .
6% ehern 8%f>efi- Bolkdstaai 1929
6,7
6,7
6,75
6,05
midsahib 102%)......
Obcrbeiien Provin-,-Anleihe mit
67
67,25
66
Aud-los.-Rechten . . .
Deutsche Komm. Lammeiahi.
55,5
55,5
—
•
Anleihe Serie 1 ;
6% ehern. 8% ,5rank|. Hvv-Banl
52,25
52
52
51,75
Golomr. i > unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Zranks. Hyv-Banl
81,5
3,
—
—
cyollw' 16 unkündbar bi« 1936
5J4% ehern. 4Yt% ^ranks.Hyp.- Sani l'Iqu Piundbrieje
—
—
—
84,5
84
—
6Vi°o ehern. 4 Z4% Rheinische Hvv -Bant-r.ttau »Goldp.e. .
6% ehern 8% Pr. LandeSpiand-
85,5
85
-
—
brtesanktai Psandbriese R. 10 6% ehern. 7% Br. LandeSpiand.
78,5
78,5
78,5
78
briefanflalt, Psandbrieie 8L 10
79
79
-
—
4% Oesterretchtiche ©olbtente .
<,20% Oesterreichliche GUbcnentr
10,75
10,5
10,4
10,5
1,05
4% Ungarijche Goldrente ....
6,35
6,3
4% Ungarische StaatSrenle v. 1910
6,3
6,2
6,2
6,13
<y$% deigl. von 1918
6,13
6% abgeft. Goldmerikaner von 99
6,13
6,25
6,13
<% Türkljche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleib
3,5
3.4
3,35
3,4
Gene 1
3,4
3,4
3,4
4% beSfil. Serie li . . .
3,4
3,4
3,3
6% Rvmän. ver.inh. Rente v. 1903
5,6
5.13
5,6
8.85
4^%Rumänmeretnb-Renlev.l913
8,75
8,75
8.8
4% Rumamiche veretich. Rente
2Ü% Anatolier......
4.75
20,6
4,75
20,5
4,65
20,6
4,7
20,65
(viant|Un u. ja.
2>ertm
Schluß- kurü
Schluß,. Abend» btfrfe
Schlußkurs
Schlußk. Miitag« börse
Dalum
11-11-
12-11-
11-11-
12-11-
patnbutfl-mnietuu Ban.
1
17
17
16,75
17
Hamburg-Südam. Tampsschis,
. 0
Han,a Dampsjchist . .
1
—
—
26,25
Norddeutscher Lloyd ....
1
18,4
18,25
18
18
*21.®. tni Verkehrswesen Akt.
. 0
.42
40,5
39,65
Berliner HanvelSgesellschast .
4
90
90
91
90 ,25
Sommer? und Privat-Bank .
0
53,5
53
53,5
53,5
Darmstädter und Nalionalbanl Deutsche Bank und
0
Dtsconlo-Gejellichast.
0
75
75
75
75
Dresdner Bant......
0
61,75
61,75
61,75
61,75
ReichSbauk........
1:
128
126,5
127,5
A.E.G...........
. 0
32,5
32,75
32,65
32,65
Bergmann.......
. 0
20
—
20,75
—
Acktr. Lieserungst"^"''ichasl.
6
68.5
69,5
68,75
69,5
Licht und ttiatt . .
6
90.5
91,5
90,13
91,13
5eilen & Guilleaume ....
0
55
54,5
55,25
55
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen ....
1
70,5
71,25
70
70,5
Rheinische Elektrizität . . .
SB
74.75
73,75
74
—
Schuckert & Cd.......
c
72
71
71,75
70,5
Siemens & HalSke.....
9
121,5
121
120,5
118
Cahmehei&tto.......
10
110
—
110
—
Buderus.........
. 4
40
39.5
39,75
_
Deutsche «LrdSl .....
74
74
74,25
74
Gelsenkirchener.....
. ,fi
38
37,5
38,25
37,5
73,5
Harpcner........
74,5
73,5
74,5
Hoesch Eisen. . .
37.75
37,25
.Ilse Bergbau . .
1<
—
132
Ilse Bergbau Oenü’ic . . .
98
97
98,25
96
ItUldnciiucrle . ....
. 6
33
33
33,5
33
Mannes mann-Röhren . . .
. «
53.25
53,25
52,4
ManSselder Bergbau ....
. 0
21
—
22
21,5
Lberschle». Äolitoerfe . . .
. 8
39,5
27
171
67
39,5
26,5
172.5
66,65
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen. . .
Rhetnstah!........
4V, 10 . 6
27,5
169,5
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171,5
Zranksurt a.M.
.Berlin
Schlußkurs
Echlußk. Abend- börs-
Schluß« kurs
Echlußk. Mittag« bör'e
Oahim
11-11-
12-11-
11-11-
12-11-
iHiebcd Montan......
7,.
—
—
—
Vereinigte Stahlwerke . . .
. O
23,75
23 ±1
23,75
23.5
Olavi Minen..... .
0
17
18
17,4
16,9
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
102
103
102
103,5
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
107
108
108
108,75
Kaliwerke Sal^detsurth . . .
9
164
161
162
162
I. G. Aarben-Indulkrie . . .
7
96,25
95
96,13
94,75
Scheibeanstall.......
10
141.75
141
—
Aoldschmidl........
. O
28.5
28
28,25
28
Rülgcrswerke.......
. O
39,75
40
39,65
39,5
Metaügesellschail. .....
. O
35
34,75
36
—
Phllipp Holzmann.....
. 0
55
55,25
56
54,5
Zementwerk Heidelberg. . ,
. 4
48,5
47
Eementwerk Karlstadt. . . .
. O
54
54
——
Wayb & Frei,tag.....
. 0
4,65
4.9
—
Schultheis Pakenhoser . . . Mu (Allgememe Kunstseide)
0 O
—
57,75
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56,75
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0
61,5
62
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60,25
Zellstofs Waidhos.....
0
44,5
44
44
43
Zellstoss Aschassenburg . . .
0
29,5
28,65
29
29,5
Dessauer Gas......
«7
—
93,65
94
Daimler Motoren ....
. 0
20,25
20
20,13
20,25
Deutsche Lt^t t nm . . . .
. 0
46.25
44,75
45,5
44,75
Drcnftein & Koppel ....
. 0
34.65
34,75
Leonhard Dietz......
Svenska.......
. 6 0
45
44
45
45,5
Chads..........
12
160
160
158
159,5
Frankfurter Maschinen . . .
GriNner.........
Mamkraslwerke Höchst a. M..
. 0
. 0
26
rö
-
25,5
—
. 4
56
56
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Süddeutscher Zucker ....
133.5
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Devisenmarkt Berlin — Jranffurt a. M.
ss. November
12-November
Amtliche Notierung «elb | Sric
Amtliche Notierung
Geld | Äriei
Heisings orl . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . CSlo .... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Reuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Dauztg. . . Japan . . . Rio de Ian.. Iugosiawien. Lissabon . .
6,044 51,95
12,465
3,057 169,23
70,58 72,08 73,38 13,85 0,908
4,209 58,42 21,55
16,51 81,04 34,37 81,92 0,869 0,294
5,634
12,76
6,056
52,05
12,485
3,063
169,57
70,72
72,22 73,52
13,89 0,912
4,217
58,54
21,59
16,55 81,20
34,43
82,08 0,871 0,296
5,646
12,78
3anfnolen
6,54 51,95
12,465 .
3,057
169,18
71,08
72,73
73,83
13.98 0,908
4,209
58,42
21,55
16.51 81,00
34,42
81,87 0,869 0,294
5,634
12,76
6,66 52,05
12,485
3,063 169,52
71,22 72,87 73,97 14,02 0,912 4,217 58,54 21,59 16,55
81,16 34,48 82,03 0,871 0,296 5,646 12,78
Ser 1 in, 12, November
Seid
Sries
Amerikanische Ro2n.......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
Englische Noten.........
Zran-öjische Noten........
Holländische Noten........
Iiaiienische Roten.......
Siorwegische Roten........
Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten...... .
Schweizer Noten.........
Spanische Noten.........
Lngartsche Roten ........
4,20 58,26 72,35 13,94 16,47
168,81 21,49 70,91
2,47 73,65 80,82 34,28
4,22 58,50 72,65 14,00
16,53 169,49
21,57 71,19
2,49 73,95 81,14 34,42
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