Ausgabe 
14.11.1932 Frühausgabe
 
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S.Ji.'fpori

Fußball-Ergebnisse

der Gießener Mannschaften.

Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1900 weilte zu einem Freundschaftsspiel in Mar­burg bet DfL. Kurhessen Marburg zu Gast und muhte eine etwas unverdient hohe Niederlage von 10:3 Toren hinnehmen. Die 1. Fugend gewann gegen die Dereinskameraden im fälligen Pslicht- sp^el nur knapp mit 2:0 Toren. Die 2. Schüler­mannschaft verlor gegen Lollar in Lollar erwar­tungsgemäß mit 2:0.

Die 1. Elf des DfD. war ebenfalls auswärts, und zwar trug sie in Wetzlar ein Pokalspiel ge­gen die I. des dortigen Sportvereins aus, das die Platzbesitzer mit dem knappen Ergebnis von 1:0 Toren in Front sah. Die DfD.-Mannschaft schei­det dadurch ebenfalls aus der Pokalrunde aus.

Handball der Spielvereinigung 1 9 0 0: Die 2. Handballelf konnte am Samstag das Spiel gegen die 1. Elf des Turnvereins Al- bach mit 12:3 Toren gewinnen. Bereits zur Halb­zeit lautete das Ergebnis 8:3 für die Blauweihen. Die 1. Mannschaft gewann am Sonntag gegen die eigene II. mit 9:3 (3:2) Toren.

FSV. Frankfurt vor der Meisterschaft.

Die Verbandsspiele der Gruppe THain.

Der FSV. Frankfurt errang am Sonntag bei den Meisterschaftsspielen der Gruppe Main einen be­deutsamen Sieg. Durch das 1:0 gegen die Offen­bacher Kickers wurde ein weiteres Hindernis auf dem Wege zur Meisterschaft genommen, und es scheint nun so, als ob die Bornheimer nach langer Zeit wieder einmal den Titel eines Mainmeiftcrs erringen sollten. Eintracht Frankfurt rückte mit ihrem 2 (^Erfolg gegen die Sportfreunde Frank­furt auf den zweiten Platz vor und hat die größten Aussichten, diesen auch zu halten. Eine Ueberraschung bedeutet die hohe 1:6-Niederlage von Union Nie­derrad durch Ratweih Frankfurt, Isenburg kannte in Bieber ein glückliches 1:1-Unentschieden erzielen.

Deutsche Gerätemeistersckasten.

Öinfer-Jranfjutl führt in den Pflichtübungen.

Die, 4. Deutschen Gerätemeiste rschasten wurden am Samstag in der neuen Ausstellungshalle am Kaiserdamm in Berlin mit den sechs Pflicht- Übungen Reck, Barren (2), Pferd'.ang, Pferdquer und Ringe eingeleitet, hierfür war das Interesse beim Publikum natürlich nicht allzugraß, so daß nur etwa 1500 Zuschauer die weite Halle füllten. Die Teilnehmer hatten besonders am Reck über­aus schwierige Hebungen zu erledigen, die sich in erster Linie auf die Placierung auswirkten.

Der Titelverteidiger Krötzsch war gleich in der ersten Hebung, im Schwingturnen am Pferd, schlecht und wurde nur mit 12 Punkten bewertet, während der favorisierte Frankfurter Winter be­deutend besser abschnitt und auch an den übrigen Geräten am besten arbeitete, so daß er nach Ab­schluß der Pflichtübungen mit 106,5 Punkten an elfter Stelle liegt. Nur einen Punkt weniger er­reichte der Kreuznacher Frey.

Für den Endkampf am Sonntagnach­mittag, der die Kürübungen brachte, qualrfizicr- ten sich nachstehende 21 Turner: 1. Winter-Frank­furt 106,5 P.^2. Frey-Kreuznach 105,5 P.: 3. bis 5. Iohn'e-Tib, Stef'ens-Bremen, Wedekind-Forst je 103 P.: 6. Haßler-Bornheim 101,5 P.: 7. bis 8. Krötzsch-Rössen, Volz-Schwabach je 100 P.; 9. bis 10. Hermann-Hlm, Kleine-Leipzig je 98,5 P.; 11. Mvck-Berlin, Stubbe-Eiche je 98 P>: 13. bis 15. Eschwei-Pforzheinu Kanis Königsberg. Werlholz- Hannover je 97 P.: 16. Gens-Mainz 96,5 P.: 17. bis 21. Lorenz - Hannover, Sandrock - Emmigrath, Schenk-Brombach, Hüls-Breslau und Kindermann- München je 94,5 Punkte.

Oer O ympzsche Ausschuß iagie.

Sn Berlin sand am Freitagabend die Tagung des Deutschmr Olympismen 2Iuss husses statt. Be­ben dem Deutschen Reichsausschuß für Leibes­übungen waren auch zahlreiche Dertreter der staatlichen Behörden vertreten. Zahlreiche Mi­nisterien hatten ihr Snteresse an der großen Ver­anstaltung durch Abordnungen bewiesen. Sm Da­men der Stadt Berlin versicherte deren Ober­bürgermeister Dr. S a h m , daß die Stadt trotz ihrer eigenen bedrängten Lage alles tun werde, um ein gutes Gelingen der Spiele zu sichern. Zur Finanzierung der Spie'e wird in Deutschland ein sogenannterOlympia - Groschen" einge­führt werden, damit das ganze Volk Gelegenheit hat, sein Scherflein zu dem Olympia 1936 beizu­tragen. Zur Durchführung der Spiele wurde ein Organisationsausschuß gegründet, der die juri­stische Form eines eingetragenen Vereins erhält. Der wichtigste Punkt, die Vergebung der Olym.

pischen Wintersviele 1936, wurde leider bis zum Frühjahr zurückgestellt, da erst noch eine Kom­mission die drei Plätze, die sich um die Durchfüh­rung bewarben, besuchen wird. Deben S ch rei­be r h a u und Garmisch - Partenkirchen haben sich jetzt auch noch die Harzorte Braun­lage und Schierke beworben.

Kurze Gporinotizen.

Der Fußdall-Länderkampf Deutsch­land Italien wird am 1. Januar in Bologna zum Austrag kommen.

*

Der D R A. hat die Reichsregierung gebeten, die tägliche Turnstunde in den Schulen einzuführen und ein Turn- und Sportpflicht-Gesetz für die schulent­lassene Jugend bis zur Volljährigkeit zu erlassen.

Oie Fälligkeit der Hypotheken.

Berlin, 12. Dov. (WTB.) Durch eine heute veröffentlichte Verordnung des Deichspräsidenten wird das DechtdesGläub'gers.dieDück- Zahlung von dinglich gesichertenFor- derungen zu verlangen, bis zum 1. April 1 9 3 4 hinausg. schoben. Diese Maßnahme war erforderlich, da es bei der Tlnergiebigkeit des Kapitalsmarktes dem Schuldner zur Zeit nicht möglich ist, sich eine Crsahhypothek zu be­schaffen. Aus diesem Grunde ist bereits in der Verordnung vom 2c. September 1931 die Fällig­keit von landwirtschaftlichen Hypotheken bis zum 1. April 1935 hinausgeschoben worden. Eine ähn­liche Vergünstigung besteht, wenn auch aus an­deren Erwägungen, für die Schuldner von Kün­digungshypotheken auf Grund der vierten Dot- verordnung vom 8. Dezember 1931, denen ein Kündigungsschutz bis zum 31. Dezember 1933 ge­währt ist. Es war daher ein Gebot der Gerechtig­keit, auch den' übrigen hypothekarischen Schuld­nern. insbesondere dem städtischen Grund­besitz, einen ähnlichen Zahlungsaufschub zu be­willigen. Die Verordnung bezieht sich auch aus bereits fällige Hypotheken, jedoch dann nicht, wenn die Fälligfeit durch einen be­sonderen Anlaß, z. B. durch Verzug mit den Zinsen, herbeigeführt worden ist. Sn diesem Falle kann aber der Schuldner den Zahlungsauf­schub beanspruchen, wenn er binnen einem Monat die rückständigen Beträge nachbezahlt. Den Snter- cssen des Gläubigers ist dadurch Rechnung ge­tragen, daß er in dem Falle eines dringenden

In dem Oktober-Bericht des Arbeits­amts Gießen, dessen Hauptteil wir gestern schon veröffentlichten, wird über die Lage des Arbeitsmarttes in den einzelnen Be­rufsgruppen folgendes mitgeteilt:

Land- und Forstwirtschaft.

Die Arbeitsrnarktiage hat eine Verschlechterung erfahren. Dies ist hauptsächlich auf die schlechten Wttterungsverhältnisse zurückzuführen, die be­dingten, daß die (Erntearbeiten so rasch wie möglich beendet wurden, weiter aber auch verursachten, daß die Feldarbeiten eingestellt werden mußten. Dann kommt hinzu,, daß sich eine größere Anzahl jugend­licher Landwirtssöhne nach Beendigung der Ar­beiten im elterlichen Betriebe arbeitslos melden, um sich für den Freiwilligen Arbeitsdienst vor­merken zu lassen. Landwirtschaftliche Arbeitskräfte, wie Melker, Gespannführer usw., die im Berichts­zeitraum von uns angefordert worden find, konnten restlos gestellt werden. Zur Zuckerrübenernte ver­mittelten wir in unserem südlichen Bezirk 53 Per­sonen. Mit dem Holzeinschlag ist in unserem Schor- tencr Bezirk bereits begonnen worden. Es wurden dort Arbeitslose als Holzhauer zum Schlagen von Zelluloseholz eingestellt. Die Verhandlungen zwecks Einstellung von Arbeitslosen für den diesjährigen Holzeinschlag mit den Forstämtern find beendet. Die Forstämter werden auch in diesem Jahre ihre Arbeitskräfte von dem Arbeitsamt anfordern. All­gemein rechnet man mit dem Beginn des Holzein­schlags auf Mitte November. Die Zahl der Arbeit­suchenden betrug 568 gegenüber 438 des Vormonats und 256 des Vorjahres.

Einen Riesenerfolg hatte das Frankfurter Fest der Sportpreffe. Vor fast 10 000 Zuschauern wickelte sich in der Festhalle eine vier Stunden dauernde glänzende Sportrevue ab. Man rechnet mit einem Reingewinn von etwa 7000 RM., der restlos an Wphltätigkeitsanstalten abgeführt wird.

Artur Jonath gewann beim Frankfurter Sportprefsefest den Sprinter-Dreikampf vor Wel­scher und Schmid (beide Eintracht). Heber 800 m siegte Schilgen vor Danz. Olympiasieger Bren - d e l besiegte im Ringen den Frankfurter Jung. Im Radrennen auf untersetzten Rädern gewann S ch ä . f e r den Endlauf gegen Reiländer, nachdem Welt­meister Richter und Siehl in den Vorläufen aus- geschieden waren.

*

Der Berliner Schlittschuhklub wurde in London von der Eishockey-Mannschaft der Uni-- □erfität Oxford mit 2:0 geschlagen. Der SC. Riessersee unterlag in Prag gegen den LTC. Prag mit 5:3.

Bedarfs der geschuldeten Beträge das Amts­gericht mit dem Anträge anrufen kann, daß die Hinausschiebung der Fälligkeit ganz oder teil­weise unterbleibt. Abgesehen von Tilgungshypo- thcken findet die Verordnung insbesondere keine Anwendung auf landwircscyaftliche, sowie auf Kündigungshypotheken, da insoweit andere Schuh- bcstimmungen gelten, auch nicht auf Hypotheken, die zur Sicherung eines bankmäßigen Kredits oder ähnlicher kurzfristiger Darlehen dienen.

* Die Indexziffer der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichs­amt für den 9. Rovember berechnete Grohhan- delsindexzifser ist mit 94,4 gegenüber der Vor­woche (94,0) um 0,4 v. H. gestiegen. Die Sndex- zifsern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 88,8 (plus 1,3 v. H.), Kolonialwaren 81,5 (minus0,9 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 88,0 (plus 0,1 v. H.), und industrielle Fertigwaren 114,4 (unv.).

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 12. Rov. Am Dutter- grohhandelsmarkt hat sich die Lage weiter ge­bessert. Die Preise haben infolge der knappen Anlieferungen eine merkliche Steigerung erfahren, besonders holländische Butter, die um 5 bis 8 Mk. höher notiert. Der Absatz hat sich etwas geho­ben, da jeder noch möglichst billig leinfaufen wollte. Die Verkaufspreise des Großhandels lau­ten (in 1 -Zentner-Tonnen): holländische Butter 135-138, deutsche Butter 125130 Mk.

Industrie der Steine und Erden.

Die Lage des Arbeitsmarktes hat keine wesentliche Veränderung erfahren. Ein großer Teil der ober- hessischen Steinbrüche war mit Aufträgen durch das Aroeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung gut versehen, so daß wir unsere' Steinbrecher und Steinrichter reftios unterbringen konnten. Ein Ba­saltwerk hat die seinerzeit entlassene Belegschaft von 302 Personen wieder eingestellt. Ein anderes Werk hat einen Auftrag von 10 000 Tonnen Kleinpflaster erhalten; hierzu konnten wir 30 Personen vermit­teln. Ein Quarzitsteinbruch hingegen mußte wegen Arbcitsmangels 12 Arbeitskräfte entlassen. Nur einige große Dampfziegeleien arbeiten noch voll, während kleinere Betriebe die Arbeit eingestellt haben. Dem Arbeitsmarkt standen 1487 Personen zur Verfügung gegenüber 1450 des Vormonats und 1198 des Vorjahrs.

Metallindustrie.

Der Beschäftigungsgrad ist im Berichtszeitraum gesunken. Lediglich zwei Betriebe haben Einstellun­gen vorgenommen. In einem Betriebe hiervon wurden auf Grund der Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft 55 Arbeitskräfte mehr eingestellt. In den Handwerksbetrieben wird verschiedentlich über Arbeitsmangel geklagt. Verfügbar waren 2446 Per­sonen gegenüber 2396 des Vormonats und 1754 des Vorjahrs.

Spinnffoffgeroecbe.

Während in einem Teil unseres Bezirks die Sein» Webereien verhältnismäßig gut beschäftigt waren, klagen in einem anderen Teil unseres Bezirks die

Wirffchast.

Der Arbeiismarki in Oberheffen.

Oie Lage in den einzelnen Berufsgruppen.

Webereien über schlechten Geschäftsgang. Die Arr beitsuchendenzahl betrug 71 gegenüber 82 des Von monats und 77 des Vorjahrs.

Holzgewerbe.

Auch hier ist der Beschäftigungsgrad zurück- gegangen. Dies ist in erster Linie saisonbedingt. Die Sägewerksbetriebe klagen über Auftragsmangel. Nur eine Möbelfabrik war durch Hereinnahme eines größeren Auftrags verhältnismäßig gut beschäftigt. Verfügbar waren 933 Personen gegenüber 891 des Vormonats und 671 des Vorjahrs.

Nahrung»- und Genuhmillelgewerbe.

Die Arbeitsmarkllage hat hier eine leichte Besse» rung erfahren. Dies ist in erster Linie auf die Be­schäftigungsmöglichkeit in der Tabalinduftrie zurück- zuführen. Auch eine Brauerei hat zehn Wiederein­stellungen vorgenommen. Die diesjährige Zucker- Campagne hat Mitte dieses Monats begonnen. Es wurden rund 70 Personen für die Dauer von vier bis fünf Wochen eingestellt. Wir zählten 465 Per­sonen gegenüber 521 des Vormonats und 469 des Borjahrs.

Bekleidungsgewerbe.

Im Berichtszeitraum ist eine wesentliche Aende- rung her Arbeitsmarktlage nicht eingetreten. Die Beschäftigungsmöglichkeit in der Schuhindustrie hält weiter an. Auch hat eine Kleiderfabrik kürzlich ent­lassene Näherinnen wieder eingestellt, da eilige Auf­träge für Winterkleidung, insbesondere Loden­mäntel, vorliegen. Eine Hutfabrik mußte wegen Be­endigung der Saison 12 Arbeitskräfte entlassen. Ver­fügbar waren 361 Personen gegenüber 367 des Vormonats und 263 des Vorjahrs.

Baugewerbe.

Durch die vorgeschrittene Jahreszeit hat sich die Beschäftigungsmöglichkeit im Bauhandwerk sehr verschlechtert. Jnnenarbeiten und Reparaturarbei­ten herrschen noch vor. Bei den Notstandsarbeiten konnte eine größere Zahl von Bauhandwerkern untergebracht werden. Mit Beginn der Holzhauer­arbeiten ist mit einem größeren Abgang von ar­beitsuchenden Bauarbeitern zu rechnen. Den Ar­beitsmarkt belasteten 2706 Bauarbeiter gegenüber 2546 des Vormonats und 2300 des Vorjahres.

Verkehrsgewerbe.

Eine Belebung in dieser Berufsgruppe ist ledig­lich auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsbahn zurückzuführen. Die Bahnmeistereien auf der Strecke FrankfurtGießen haben im Be­richtszeitraum rund 250 Zeitarbeiter von uns an- gefordert. In den übrigen Arten dieser Berufs­gruppe sind Belebungen nicht zu verzeichnen. Mm Arbeitsmarkt standen 751 Personen zur Verfügung gegenüber 799 des Vormonats und 435 des Vor­jahres.

Lohnarbeit wechselnder Art.

Für die Angehörigen in eifer Berufsgruppe ist außer Unterbringung in Notstandsarbeit wenig Aussicht auf anderweitige Beschäftigung, doch be­steht die Hoffnung, bei dem Holzeinschlag eine größere Anzahl von Arbeitsuchenden unterzubrin- gen. Die Arbeitsuchendenzahl betrug 2960 gegen­über 2833 des Vormonats und 2315 des Vor­jahres.

Berufsberatung.

Mit Oktober, in dem 178 Beratungen ftattfan- den (118 für männliche, 60 für weibliche Rat­suchende) hat wieder die stärkere Inanspruchnahme der Berufsberatung durch die Schulabgänger des nächsten Jahres eingesetzt, und zwar in viel erheb­licherem Maße als im gleichen Monat des Vor­jahres. Das ist zum Teil auf die größere Zahl der zur Schulentlassung kommenden Kinder als auch auf die nicht geringer gewordene Not der Berufs­sucher ,zurückzuführen.

Die Klassenbesprechungen über Berufswahl und Berufsmögiichkeiten durch die Berufsberatung in den Volksschulen und höheren Lehranstalten nah­men ihren Fortgang. Infolge der besonders schlech­ten Aussichten in den akademischen Berufen scheint es, als würde mehr Bereitschaft zur Ergreifung prak­tischer Berufe vorhanden sein und andere Abilu- rienten wieder, die unbedingt studieren wollen, fühlen sich durch das zwischen Matur und Hochschul­studium geplante, einzuführende Werkjahr recht im Hngewissen gelassen. Dieses findet keine ungeteilte Anerkennung bei den in Frage kommenden Schü­lern weniger deshalb, weil man unmittelbar nach der Schulentlassung das Studium beginnen möchte, vielmehr ist man über die durch das Werkjahr verlängerte Gesamtausbildungszeit besorgt.

Die 118 männlichen Ratsuchenden äußerten 38, die 60 weiblichen 13 verschiedene Berufswünsche. Bei den Knaben standen dieHnentschlossenen", dann die kaufmännischen und Lebensmittelberufe an erster Stelle, bei den Mädchen gleichfalls die kaufmännischen Berufe und die des Bekleidungs­gewerbes. 19, meist zum Frühjahr zu besetzende Lehrstellen wurden neu angemeldet. 6 Knaben und Mädchen konnten zum fofortigen (Eintritt in Lehr­stellen vermittelt werden.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlossenen Divid nde an. Retchsbankdiskonl 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.

Sranfjun a. 2)1.

Serini

Echluß- kurS

Schluß». Abend- börs-

Schluß» iur.<

Schlußk. Mittaa» bflrfe

Datum

11-11.

12-11.

11-11.

12-11-

6% Tritt die tHeidioanlcihe v. 192.

75,25

75,13

74.9

G% ehern. 7%$t. Neichöanl.v.t92S

90

90

90

90

5',4% 4)ouno-'21nlcibe von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablül.-Schuld mit

72

71,25

71,25

71,65

Auriot.-Rechlen......

55,25

55,75

55,4

55,4

DeSgl. ohne Aurich.-Rechte . .

6% ehern 8%f>efi- Bolkdstaai 1929

6,7

6,7

6,75

6,05

midsahib 102%)......

Obcrbeiien Provin-,-Anleihe mit

67

67,25

66

Aud-los.-Rechten . . .

Deutsche Komm. Lammeiahi.

55,5

55,5

Anleihe Serie 1 ;

6% ehern. 8% ,5rank|. Hvv-Banl

52,25

52

52

51,75

Golomr. i > unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Zranks. Hyv-Banl

81,5

3,

cyollw' 16 unkündbar bi« 1936

5J4% ehern. 4Yt% ^ranks.Hyp.- Sani l'Iqu Piundbrieje

84,5

84

6Vi°o ehern. 4 Z4% Rheinische Hvv -Bant-r.ttau »Goldp.e. .

6% ehern 8% Pr. LandeSpiand-

85,5

85

-

brtesanktai Psandbriese R. 10 6% ehern. 7% Br. LandeSpiand.

78,5

78,5

78,5

78

briefanflalt, Psandbrieie 8L 10

79

79

-

4% Oesterretchtiche ©olbtente .

<,20% Oesterreichliche GUbcnentr

10,75

10,5

10,4

10,5

1,05

4% Ungarijche Goldrente ....

6,35

6,3

4% Ungarische StaatSrenle v. 1910

6,3

6,2

6,2

6,13

<y$% deigl. von 1918

6,13

6% abgeft. Goldmerikaner von 99

6,13

6,25

6,13

<% Türkljche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleib

3,5

3.4

3,35

3,4

Gene 1

3,4

3,4

3,4

4% beSfil. Serie li . . .

3,4

3,4

3,3

6% Rvmän. ver.inh. Rente v. 1903

5,6

5.13

5,6

8.85

4^%Rumänmeretnb-Renlev.l913

8,75

8,75

8.8

4% Rumamiche veretich. Rente

% Anatolier......

4.75

20,6

4,75

20,5

4,65

20,6

4,7

20,65

(viant|Un u. ja.

2>ertm

Schluß- kurü

Schluß,. Abend» btfrfe

Schluß­kurs

Schlußk. Miitag« börse

Dalum

11-11-

12-11-

11-11-

12-11-

patnbutfl-mnietuu Ban.

1

17

17

16,75

17

Hamburg-Südam. Tampsschis,

. 0

Han,a Dampsjchist . .

1

26,25

Norddeutscher Lloyd ....

1

18,4

18,25

18

18

*21.®. tni Verkehrswesen Akt.

. 0

.42

40,5

39,65

Berliner HanvelSgesellschast .

4

90

90

91

90 ,25

Sommer? und Privat-Bank .

0

53,5

53

53,5

53,5

Darmstädter und Nalionalbanl Deutsche Bank und

0

Dtsconlo-Gejellichast.

0

75

75

75

75

Dresdner Bant......

0

61,75

61,75

61,75

61,75

ReichSbauk........

1:

128

126,5

127,5

A.E.G...........

. 0

32,5

32,75

32,65

32,65

Bergmann.......

. 0

20

20,75

Acktr. Lieserungst"^"''ichasl.

6

68.5

69,5

68,75

69,5

Licht und ttiatt . .

6

90.5

91,5

90,13

91,13

5eilen & Guilleaume ....

0

55

54,5

55,25

55

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

1

70,5

71,25

70

70,5

Rheinische Elektrizität . . .

SB

74.75

73,75

74

Schuckert & Cd.......

c

72

71

71,75

70,5

Siemens & HalSke.....

9

121,5

121

120,5

118

Cahmehei&tto.......

10

110

110

Buderus.........

. 4

40

39.5

39,75

_

Deutsche «LrdSl .....

74

74

74,25

74

Gelsenkirchener.....

. ,fi

38

37,5

38,25

37,5

73,5

Harpcner........

74,5

73,5

74,5

Hoesch Eisen. . .

37.75

37,25

.Ilse Bergbau . .

1<

132

Ilse Bergbau Oenüic . . .

98

97

98,25

96

ItUldnciiucrle . ....

. 6

33

33

33,5

33

Mannes mann-Röhren . . .

. «

53.25

53,25

52,4

ManSselder Bergbau ....

. 0

21

22

21,5

Lberschle». Äolitoerfe . . .

. 8

39,5

27

171

67

39,5

26,5

172.5

66,65

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen. . .

Rhetnstah!........

4V, 10 . 6

27,5

169,5

67.5

26,2?

171,5

Zranksurt a.M.

.Berlin

Schluß­kurs

Echlußk. Abend- börs-

Schluß« kurs

Echlußk. Mittag« bör'e

Oahim

11-11-

12-11-

11-11-

12-11-

iHiebcd Montan......

7,.

Vereinigte Stahlwerke . . .

. O

23,75

23 ±1

23,75

23.5

Olavi Minen..... .

0

17

18

17,4

16,9

Kaliwerke Aschersleben . . .

6

102

103

102

103,5

Kaliwerke Westeregeln . . .

6

107

108

108

108,75

Kaliwerke Sal^detsurth . . .

9

164

161

162

162

I. G. Aarben-Indulkrie . . .

7

96,25

95

96,13

94,75

Scheibeanstall.......

10

141.75

141

Aoldschmidl........

. O

28.5

28

28,25

28

Rülgcrswerke.......

. O

39,75

40

39,65

39,5

Metaügesellschail. .....

. O

35

34,75

36

Phllipp Holzmann.....

. 0

55

55,25

56

54,5

Zementwerk Heidelberg. . ,

. 4

48,5

47

Eementwerk Karlstadt. . . .

. O

54

54

Wayb & Frei,tag.....

. 0

4,65

4.9

Schultheis Pakenhoser . . . Mu (Allgememe Kunstseide)

0 O

57,75

61,4

57,5

59,75

56,75

Bemberg........

0

61,5

62

61,5

60,25

Zellstofs Waidhos.....

0

44,5

44

44

43

Zellstoss Aschassenburg . . .

0

29,5

28,65

29

29,5

Dessauer Gas......

«7

93,65

94

Daimler Motoren ....

. 0

20,25

20

20,13

20,25

Deutsche Lt^t t nm . . . .

. 0

46.25

44,75

45,5

44,75

Drcnftein & Koppel ....

. 0

34.65

34,75

Leonhard Dietz......

Svenska.......

. 6 0

45

44

45

45,5

Chads..........

12

160

160

158

159,5

Frankfurter Maschinen . . .

GriNner.........

Mamkraslwerke Höchst a. M..

. 0

. 0

26

-

25,5

. 4

56

56

Süddeutscher Zucker ....

133.5

Devisenmarkt Berlin Jranffurt a. M.

ss. November

12-November

Amtliche Notierung «elb | Sric

Amtliche Notierung

Geld | Äriei

Heisings orl . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . CSlo .... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Reuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Dauztg. . . Japan . . . Rio de Ian.. Iugosiawien. Lissabon . .

6,044 51,95

12,465

3,057 169,23

70,58 72,08 73,38 13,85 0,908

4,209 58,42 21,55

16,51 81,04 34,37 81,92 0,869 0,294

5,634

12,76

6,056

52,05

12,485

3,063

169,57

70,72

72,22 73,52

13,89 0,912

4,217

58,54

21,59

16,55 81,20

34,43

82,08 0,871 0,296

5,646

12,78

3anfnolen

6,54 51,95

12,465 .

3,057

169,18

71,08

72,73

73,83

13.98 0,908

4,209

58,42

21,55

16.51 81,00

34,42

81,87 0,869 0,294

5,634

12,76

6,66 52,05

12,485

3,063 169,52

71,22 72,87 73,97 14,02 0,912 4,217 58,54 21,59 16,55

81,16 34,48 82,03 0,871 0,296 5,646 12,78

Ser 1 in, 12, November

Seid

Sries

Amerikanische Ro2n.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noten.........

Zran-öjische Noten........

Holländische Noten........

Iiaiienische Roten.......

Siorwegische Roten........

Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten...... .

Schweizer Noten.........

Spanische Noten.........

Lngartsche Roten ........

4,20 58,26 72,35 13,94 16,47

168,81 21,49 70,91

2,47 73,65 80,82 34,28

4,22 58,50 72,65 14,00

16,53 169,49

21,57 71,19

2,49 73,95 81,14 34,42

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