Ausgabe 
14.10.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Hl 242 Zweites Blatt

Aeitag, 14. Oktober 1952

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Aus der Provinzialhaupifiadi

Wirtschaft.

4

Schließlich werden sie sich doch einigen und die Blaupunkt- Marken abwechselnd ausnutzen. Für ihn bedeuten 50 solcher Marken eine Zehner-Packung gratis. Für sie gibt es dafür eine Kollektion von 16 Seiden-Stik- kereien, wie sie noch keine gese­hen hat. Für beide und die Kin­der außerdem Soldaten-Bilder.

Mein Herr hat sich mit Frauchen gezankt wegen dieser kleinen BLAU PUNKT-Marken. Er will dafür Zigaretten und sie will Stickereien!

Erstaunliches Ar BLAU PUNKT

ihre bisherige künstlerische Tätigkeit in weiten Krei­sen des Publikums bekannt und beliebt geworden. Man beachte die heutige Anzeige.

**S) afsia"-Kriegsopfer-Tagung in Büdingen. Eine oberhessische Provinzialtagung ' der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebe- nen in der KriegerkameradschaftHassia" findet am nächsten Sonntag in Büdingen (Saalbau vchäfer) von 10 Uhr ab statt. 2m Anschluß an die Berichte werden folgende Borträge gehalten: Kam. Wenzel, Berlin, vom Kyffhäuser-Der- band der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter- bl.ebenen über das ThemaDer neueste Stand ' unserer Versorgung, die neuesten Bestimmungen der Notverordnung in der Sozialfürsorge und das Forderungsprogramm des Kysfhäuser-Ver- bandes": Kam. Bonhard, Gießen, über das ThemaDer neueste Stand der Invaliden- und Unfall-Versicherung". 2m Anschluß an die Vor­träge ist Gelegenheit zur Aussprache gegeben, ferner soll über Anträge entschieden werden. Zu der Tagung, die öffentlich ist, werden alle Kriegsbeschädigten, Kriegerhinterbliebenen, Un­fall-, 2nvaliden- und Altersrentner erwartet.

Berlin nach unsicherem Beginn freundlicher.

Berlin, 14. DEL (WTB. Funkspruch.) An der Börse herrscht augenblicklich eine beachtliche Un­sicherheit. Einerseits lauten die Nachrichten aus der Wirtschaft anhaltend Zuversicht- l i ch. Auch heute lagen wieder ein optimistischer Vicrteljahresbericht der Niederrheinisch-Westfälijchen Handelskammern, Nachrichten über eine, Zunahme der Roheisengewinnung und Meldungen von den internationalen Geldmärkten vor, welche eine neue Diskontsenkungswelle in den Bereich des ALüglichen rücken. Anderseits mahnte die im Zn- und Auslande festzustellende st arte Zurückhaltung des Publikums, die immer wieder aufflackernden Streiks gegen die Lohnkürzungen bei Neueinstellun- gen und die non Zeit zu Zeit stärker in Erscheinung tretende politische Unsicherheit zur Vorsicht bei der Beurteilung künftiger Entwicklungen. Heute ver­stimmte dazu noch der Rückschlag in Neuyork. Außer­dem haben auch die Anlagekäufe am Rentenmarkt wieder nachgelassen.

So kam es, daß die Anfangsnotierungen bei klei­nem Geschäft und kleinen Veränderungen gegen den Vortag recht uneinheitlich, vorwiegend sogar etwas schwächer lagen. Auffallend war eine Steigerung der Dortmunder Union-Brauerei um 3,5 v..H.; dieses Papier war in letzter Zeit, als die Hoffnungen auf bessere Bierexportmöglichkeiten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Milderung der amerikanischen Prohibitionsbestimmungen für Brauereien etwas an­regten, allerdings vernachlässigt. Eintracht Braun­kohlen zogen aus der Meldung über Arbeitcrueuein- ftellungen Nutzen. Goldschmidt verloren heute ihren gestrigen Gewinn, Bemberg wären auf einen un­günstigen Artikel in bpr. Bergwerkszeitung etwas angeboten.

Im Verlaufe wurde es, ausgehend vom Montan­markt, an dem Rheinlandkäufe zur Ausführung ge­langten, allgemein etwas freundlicher. Kunstseideaktien fielen gleichfalls durch Steigerungen von 1 v. H. auf. Deutsche Anleihen lagen ruhig, Alt­besitz schwächten sich im Verlaufe um beinahe 0,5 v. H. ab. Von sonstigen f e st v c r z i n s l i ch e n W e r t e n waren Pfandbriefe bis 1 v. H. gebessert. Hösch wur­den 2 v. H. höher bewertet, während, die übrigen Industrieobligationen bis zu 1 v. H. gewannen. Reichsschuldbuchforderungen und Schutzgebietsanleihe blieben gut gehalten. Von Ausländern neigten Bos­nier zur Schwäche, Mazedonier setzten ihre Abwärts­bewegung um 1 v. H. fort.

Die Sätze am Geldmarkt blieben ziemlich un­verändert, d. h. Tagesgeld war an der unteren Grenze mit 4,25 bzw. mit 4,13 v. H. erhältlich, Mo­natsgeld mit 5 bis 7 v. H. In Privatdiskonten lag heute vor dem Medio natürlich Angebot vor, doch zeigte sich in demselben Umfang auch weiter Nach­frage, so daß hierdurch ein Ausgleich geschaffen wurde.

Sranffurf leicht abgeschwächt.

Frankfurt 0. M., 14. Okt. (WTB. Funk­spruch.) Die heutige Bör^e eröffnete unter Ein­wirkung der matten Haltung Wallftreets leicht ab geschwächt. Eine gewisse Stütze boten die festen europäischen Börsen, sowie Meldungen von weiteren Arbeitereinstellungen in der deutschen Wirtschaft. Die Umsätze s ch r u m p f t e n w r e- der merklich zusammen, da sich das Pu­blikum vom Geschäft zurückzog und auch die Kuli'se eine abwartende Stellung einnahm.

Auf den Aktienmärkten waren im Ver­gleich zur Abcndbör'e meist Abschwächungen von 0,25 bis 0,75 Prozent zu verzeichnen. 2G. ver­loren 0,75, Deutsche Erdöl 0,25, während Mc° tallgesellschast und Vütgerswerke bis zu 0,5 Pro­zent gewonnen. Am Elektromarkt besserten sich AEG. 3/8 und Licht & Kraft um 0,5 Prozent, Schuckert und Siemens blieben behauptet. Von Kunstseideaktien mußten Aku 0,25 Prozent ab­geben. Den gleichen Betrag verloren am Mon­tanmarkt Gesfürel während Stahlverein sich um 0 25 Prozent besserten. Von Schiffahrtswerten lägen Norddeutscher Lloyd gleichfalls 0,25 Pro­zent höher, Deichsbank setzten 0,5 Prozent medm- ger ein.

Am Dentenmarkt herrschte große Ge° fchäftsstille in späten Reichsschuldbuchforderungen, die eine Bewegung von 67,1 bis 66,6 bis 66,75 Prozent aufzuweisen hatten. Altbesih eröffneten 0 1 Prozent höher, während Neubesih und Schutz­gebiete nur knapp gehalten waren. Von fremden Werten konnten sich Numäncn leicht erholen, dagegen gaben Saloniki-Monastir auf die An­ruhen in Westmazedonien 0,1 Prozent noch. Stahlvereins-Bonds und Deichsbahnvorzugs­aktien lagen um bis zu 0,4 Prozent freundlicher. Qlm Pfandbrief markt erhielt sich einiges Interesse bei gut behaupteten Kursen. Kurz­fällige Deichs- und Länderanleihen waren gleich­falls gefragt und höher.

2m Verlaufe war bic Bewegung ldich t schwankend. Die Kurse konnten sich zunächst um etwa 0 25 bis 0,5 Prozent erholen, bröckelten aber später infolge der Geschäftsstille noch unter das Eröffnungsniveou ab. Am Geldmarkt war Tagesgeld sehr leicht, es wurde um 0,25 auf 3,5 Prozent herabgesetzt.

Slauyunht -M

die neue Zigarette von WALD ORF ASTOR IA mit und ohne EMundstückj

" Dienstjubiläum. Der Gendarmerie­wachtmeister bei der Gendarmeriestation Gießen Wilhelm Schar mann konnte am 6. Oktober auf eine 40jährige Dienstzeit zurückblicken. Der 2übilar wurde int 2ahre .1872 in Ulrichstein geboren und trat am 6. Oktober 1892 beim Gorde- Dragoner-Degiment Nr. 23 in Dienst. Bis zum 1. November 1901 gehörte er diesem Degiment an, dann trat er am 1. Oktober 1902 in den Dienst der hessischen Geüdarmeriestation zu Gießen. Seit 30 Jahren füllt er an dieser Stelle seinen Posten mit größter Gewissenhaftigkeit aus und erwarb sich dadurch nich* nur die Hochachtung seiner Vorgesetzten, sondern auch die Wertschätzung der Kollegen. In weiten Kreisen der Bevölkerung schätzt man ihn als pflichttreuen und gerechten Beamten. Aus Anlaß des 2ubiläums wurden ihm herzliche Glückwünsche zuteil.

** 50jähriges Arbeitsjubiläukß. Ge­stern wurde bei der Zigarrenfabrik Arnold Mueller G. m. b. H. das goldene Arbeitsjubiläum des Ver­sandmeisters Daniel Erb aus Wieseck gefeiert, der ununterbrochen 50 Jahre hindurch bei der Firma tätig war. Um 15 Uhr versammelten sich die Mit­glieder der Firma Mueller und die Angestellten- und

Gießen, den 14. Oktober 1932.

Zu Haus.

Der Sommer ist vorbei. Der regenschwere Sturmwind fegt über kahle Felder und reißt die Blätter von den Bäumen. Auf der Straße eilen die Menschen, um das schützende Haus zu er­reichen. Fensterläden poltern. Dürre Blätter und Papierfehen fliegen hoch in der Luft. Dann folgt em Degenschauer.

Dur zögernd kommt der spät« Morgen, die Dacht will nicht weichen. Einige Stunden, in denen sich vielleicht noch einmal die Sonne durch­ringt, und schon flammen wieder die Lampen aus. Es sind die grauen Tage mit dem wolken­verhangenen Himmel, den lärmenden Herbst­stürmen, den kahlen .schweigenden Bäumen.

Die Zugvögel flogen nach südlichen Ländern, die Tiere in Wald und Flur erhalten einen dickeren Pelz, und in der Tiefe der Erde ver­birgt sich der schlafende Dachs. Blumen und Sträucher werfen ihren Schmuck ab, warten und träumen, bis der junge Frühling sie zu neuem Leben erweckt. And der Mensch?

Viele haben noch ein Heim, ein warmes Zim­mer. Da freut man sich, wenn man an kalten, trüben Tagen eine warme Ecke findet. Rasch sind die regennassen Schuhe'und Kleider abgelegt Wir schlüpfen in den bequemen Hausrock, in die warmen Schuhe, und schon hat uns die Behag­lichkeit umsponnen.

Der im Sommer vernachlässigte Ofen wird nun der beste Freund des Menschen. Er hilft uns, daß wir die kalten, unfreundlichen Tage leicht ertra­gen. Aber er zeigt uns auch, wie schön es zu Hause ist. Die Abende sind lang. Freunde und Bekannte kommen zu Besuch. Wir können wie­der unser Herz erleichtern, wir können uns aus- sprechen. And dann vor allem: Wir lernen wie­der erzählen.' Die Kinder lauschen gespannt allen Berichten. Aber so recht warm werden sie erst, wenn sich die Mutter oder die Großmutter etwas abseits setzen und die Kinder um sich sammeln. Das ist das Schönste in den Dämmerstunden. Ehe die Lampe brennt und nur kleine, schwache Lichtstrahlen vym Ofen aus in das Zimmer fal­len, durch das Fenster vielleicht die letzten Wol­ken am Himmel leuchten, erzählt die Mutter den Kindern ein Märchen.

2a, das gibt's noch. Wenn auch die meisten Hausfrauen noch so abgehetzt und müde sind, und wenn auch im Stopfkorb Strümpfe und Kleider warten, einige Minuten finden sie doch noch, um sich ihren Kindern, zu widmen. Auch für sie ist es ja eine kurze Ruhepause, ein Zurückfinden in selige Kinderzeit. And es sind sicher keine ver­lorenen Stunden, in denen die Mutter an dunklen Wintertagen ihrem Kinde vom Rotkäppchen, Schneewittchen, von den sieben Raben oder sonst etwas Schönes erzählt Wohl sind die Zeiten härter und schwerer geworden, aber unsern Kin­dern wollen wir das Märchenland erhalten. 2hre Phantasie mag noch dort leben und frei gestalten. Die Alltagssorgen werden noch früh genug zu ihnen kommen. Dann aber sollen sie sich mit Freude jener Stunden erinnern, in denen ihnen aus dem reichen Schatz unserer schönen deutschen Märchen die wundervollsten Gaben geschenkt wurden.

Am späten Abend aber wird's noch schöner. Wenn die Kinder zur Ruhe gegangen sind, wenn 16er Besuch fort ist, laden wir unsere besten Freunde ein: die Bücher. Sie kommen wieder zu uns, wie alte liebe Bekannte. Sie haben nie etwas von uns gefordert, sie sind nie mißlaunig oder verärgert gewesen. Sie haben uns nur ge­geben. And wenn wir sie im Drange der Geschäfte, im Erleben der Natur draußen manchmal ver­gaßen, sie sind nicht böse. Sie können warten und wissen, daß wir zu ihnen zurückkehren, wenn der Herbst sturm braust, wenn Schttee und Eis die Erde bedecken. M.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 19.30 bis 22.30 Ahr,Egmont". Oberhess. Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Ahr, Ausstellung. Allgemeiner Ver­ein für Armen- und Krankenpflege, 18 Ahr, Saal der neuen Krippe, Generalversammlung. Schachklub Gießen, 20 Ahr, Hotel Hindenburg, Simultan-Spiel gegen Schach-Großmeister Bogol- jubow. Alice-Schale, Sonnenstraße 2, 11 bis 17.30 Ahr, Ausstellung der Schülerinnenarbeiten Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein bißchen Liebe für dich!" Astoria-Lichtfpiele, Selters- Weg:Andreas Hofer" undDer Tag der Ver­geltung". Wiesecker Lichtspiele, 20.30 Ahr,Den Hur".

Militärkonzert imPhilosophen- ro a [ b". Die Musikkapelle bes hiesigen Reichswehr- botaillons veranstaltet unter ber Leitung von Dbcr- musikmeister Krauß e am Sonntag, 16. Oktober, Beginn 16 Uhr, im RestaurantPhilosophenwald" ein Militärkonzert, bas in einem volktämlich gehalte­nen Programm beste Unterhaltungsmusik bringen wirb. Die Kapelle, bie unter ber Leitung ihres ber- zeitigen Dirigenten stets mit ausgezeichneten Dar­bietungen aufgewartet hat, wirb wohl auch diesmal viele Zuhörer finben. Näheres ist aus ber heutigen Anzeige ersichtlich.

Buttenauktion in Lauterbach.

A Lauterbach, 12, Okt. Die heute burch bie Landwirtschaftskammer hier abgehal­tene Dullenauktion hat dem Veranstalter sowohl, als auch den Züchtern einen vollen Er­folg erbracht. Von den 58 der Landwirtschafts­kammer gemeldeten Tieren waren 24 Dullen zur Auktion zugelassen worden; 23 wurden auf ge­trieben, unter ihnen befanden sich vier Leistungs­bullen. Von den 23 aufgetriebenen Dullen wur­den 18 Stück verkauft. Das geringste Gebot lau­tete auf 360 Mk., das Höchstgebot auf 730 Mk.

Der Auktion ging eine P r e i s b e w e r t u n g voraus, die folgendes Ergebnis hatte: 1. Preise: Landwirtschaftskammerausschuß für Oberhessen, Nikolaus Keller (Angersbach) und Karl Lanz (Erbenhausen); 2. Preise: Landwirtschaftskammer- ausschuß für Oberhessen, Otto Steuernagel (Nie- der-Dreidenbach), Heinrich Weitzel (Drauer- schwend), Heinrich Psannmüller (Maar), Heinrich Schmelz VI. (Allmenrod) und 2ohannes Dietz H. (Billertshausen); 3.Preise: Heinrich SchmelzV. (Allmenrod), Heinrich Dindewald (Stumperten­rod), Ernst Kreuder (Brauerschwend), Adam Pflanz (Anter-Wegfurth), Heinrich Witter (Wal­lersdorf), Karl Wahl (Angersbach) und Heinrich Günther IV. (Maar).

&. A.-Gpori.

Handball im Lahn-Oünsberg Gau

Die Vorrunde wird kommenden Sonntag mit einigen Spielen beendet. 2n der Gauklasse ist der Tabellenführer und Meisteranwärten Lon­dorf in Dorlar zu Gast. Beide Mannschaften haben in den letzten Spielen eine beständige Form gezeigt und sollten sich einen scharfen Kampf liefern, den die Spielerfahrung des Altmeisters, wenn auch knapp, so doch zu seinen Gunsten entscheiden sollte. Gewinnt Londorf das Spiel, was aller Voraussicht nach zu erwarten ist, so ist die Mannschaft mit vier Punkten gegen den nächsten im Vorteil und wohl kaum mehr ein­zuholen. In Wieseck stehen sich voraussichtlich die Mannschaften von Lollar und Wieseck gegen­über. Lollar sollte dieses Spiel durch seine körperlich besser disponierte Mannschaft für sich entscheiden.

Im 1. Bezirk stehen sich in Launsbach die Mannschaften vom Platzverein und von Erda gegenüber. Dieses Spiel sollte Launsbach mit klarer Tordifferenz gewinnen, obwohl die Gäste bestimmt einen schweren Gegner abgeben.

Arbeiterschaft zu einer eindrucksvollen Feier. Von dem Chef ber Firma würbe ber Jubilar herzlichst beglückwünscht und ihm ber Dank unb die Anerken­nung für feine wertvolle Tätigkeit unb Mitarbeit in den 50 Jahren ausgesprochen. Außer einem Gelb­geschenk fand ber Jubilar einen reichgeschmückten Gabentisch vor. In bewegten unb herzlichen Worten bankte ber Gefeierte für bie Ehrungen, bie ihm zuteil würben. Die Feier dauerte bei Trunk unb Gesang bis in bie Abendstunben.

** Das Stabt - Cafö Gießen gibt im heu­tigen Anzeigenteil bekannt, baß es von heute ab ein Ensemble hiesiger Künstler (Klavier-Trio) zu Kon­zertbarbietungen in bem Cafe verpflichtet hat. Der Inhaber bes Cafes, Herr D 0 e r r c r , will burch bas Engagement dieser Künstler an seinem Teile dazu beitragen, daß wieder Arbeitsgelegenheit erschlossen wird, ein Bestreben, das alle Anerkennung verdient. Wie man uns mitteilt, bürgt der Kapellmeister I 0 ft dafür, daß von demTrio nur erstklassige Musik ge­boten wird. Die Mitglieder der Kapelle sind durch

Arbeiter-Turn- und Sporibund

Am Sonntag beginnt die Nachrunde der Kreisklassenspiele. Zum ersten Spiele empfängt Gießen I die erste Elf von Dorheim. Im Vorspiel muhte sich Gießen geschlagen be­kennen. Im kommenden Spiel dürften tHe Gie­ßener jedoch größere Siegesaussichten haben. Der Gegner hat etwas an Spielstärke verloren. Vor diesem Spiel hat Gießens III. die II. von Hungen zum Gegner und wird wohl die Gäste mit einer Niederlage abfertigen.

Wieseck I hat in Naunheim gegen den Kreis- meister anzutreten. Man erwartet ein spannendes Spiel. Naunheim wird sich, zumal auf eigenem Platze, den Sieg nicht nehmen lassen. Heuchel­heim 1 ist in Erbstadt-Kaichen zu Gast und wird sich sehr anstrengen müssen. Nieder-Florstadts I. weilt in Altenstadt zu Gast und sollte einen knap­pen Sieg mit nach Hause nehmen können.

In den Bezirksklassen stehen sich am Sonntag Wieseck II und Gießen II auf dem Wie­secker Platze gegenüber. Der Ausgang dieses Spieles ist völlig offen. Wißmar I ist in Dau- bringen zu Gast und wird den Platzbesitzern den Sieg überlassen müssen. Londorf I empfängt Lol­lar I und wird den Gästen den Sieg sehr schwer machen. Leun I ist in Allendorf a. d. Lahn zu Gast. Der Glücklichere dürste Sieger werden. Rodheim I empfängt Oberndorf I und wird die Punkte wohl für sich behalten.

Wehlari und Naunheim II stehen sich in Wetz­lar gegenüber. Hungen I ist in Burkhardsfelden zu Gast und hat nicht allzuviel Chancen. 2n den Mannschaften Großen-Linden I und Grohen-Du- seck I messen gleichwertige Gegner ihre Kräfte. Alsfeld I ist in Saasen zu Gast und sollte von dort einen Sieg mit nach Hause nehmen.

2n der 2. Bezirksklasse finden folgende Spiele statt: Wetzlar II Wehberg I; Dlasbach I Kinzenbach II in Naunheim; Waldgirmes I Frankenbach I; Wißmar II Gleiberg I; Krof­dorf I Launsbach I; Heuchelheim II Vetz­berg I; Hachborn I Lollar II; Lich I Lang- Göns I; Großen-Linden II Grüningen I; Nie- der-Ohmen I Alsfeld II; Grünberg I Gro- Hen-Buseck II.; Lindenstruth I Beuern I; Wat­zenborn I Annerod I; Hausen I Wieseck III; Fronhausen Allendorf a. d. Lumda; Gießen IN Hungen II.

Die Jugendklasse hat folgende Spiele im Programm: Krofdorf Naunheim, Rodheim Gleiberg, Heuchelheim Launsbach, Hach­born Lollar, Wieseck Alten-Buseck und Burkhardsfelden Staufenberg.

Handball.

Auf dem Platz von Wieseck stehen sich Wieseck I und Gießen I gegenüber. Zwei gleichstarke Gegner messen hier ihre Kräfte. Ein spannendes Spiel wird in Aussicht stehen, dessen Ausgang aber ungewiß ist.

2n Holzheim ist Butzbach I zu Gast. Auch hier sollte cs ein schönes Spiel geben, das die Gäste voraussichtlich für sich entscheiden werden.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Der Ruhr-Bergbau liefert für Haushalt, Gewerbe unb Jnbuftrie Ruhr-Gasflamm-, Ruhr-Fett-, Ruhr- - unb Ruhr-Anthrazitkohlen; feine Förberung umfaßt hiermit sämtliche bekannten Steinkohlen­arten, so baß nach den jeweiligen Bedürfnissen unb ben vorhanbenen Defen eine bestgeeignete Ruhrkohle ausgewählt werben kann. Aus Ruhr-Anthrazit, da­neben auch aus Ruhr-- unb Fettkohle werben für ben häuslichen Verbrauch Ruhr-Steinkohlenbriketts im Gewichte von 1 unb % kg unb als Eiformbriketts hergestellt. Ruhr-Fettkohlen sinb ber Rohstoff zur Gewinnung bes in ber ganzen Welt geschätzten Ruhr- Brechkokses. Neben dieser Mannigfaltigkeit beruht aber bie Ueberlegenheit ber Ruhrkohle vor allem auf ihrem hohen Heizwert, verbunden mit dem geringen Asche- unb Wassergehalt, so baß ber Verbrauch ge­ringer unb bamit bie Heizkosten niebriger werden.

6480V

MWWMWWWWW